Mega-Deal – Lakers werden zum teuersten Team der Welt

Die Los Angeles Lakers sind eines der bekanntesten Sportteams der Welt. Als solches hat der NBA-Riese einen enormen Wert. Einen Wert, der nun nicht nur eine Fantasie, sondern Realität wird.

Die Lakers haben einen neuen Eigentümer. Wie mehrere US-Medien, darunter „ESPN“, übereinstimmend berichten, übernehmen die amerikanischen Unternehmer Josh Kushner und Bob Iger das Traditionsteam für 12,5 Milliarden Dollar. Damit ist es der teuerste Verkauf eines Sportfranchise aller Zeiten.

Kushner und Iger waren ursprünglich in den Expansionsprozess für ein mögliches NBA-Team in Las Vegas eingebunden. Stattdessen legten sie nun ein überraschend hohes Angebot für die Lakers vor und überzeugten den bisherigen Mehrheitseigentümer Mark Walter zum Verkauf.

Walter hatte die Kontrolle über die Lakers erst im vergangenen Jahr von der Buss-Familie übernommen. Damals wurde der Klub mit rund zehn Milliarden US-Dollar bewertet ebenfalls ein Rekordwert für eine Sportfranchise.

„Als lebenslange NBA-Fans fühlen wir uns zutiefst geehrt, die Verantwortung für die Los Angeles Lakers übernehmen zu dürfen eine der ikonischsten Sportorganisationen der Welt“, erklärten Kushner und Iger in einem gemeinsamen Statement. Man wolle auf dem Vermächtnis der Buss-Familie aufbauen, dauerhaft um Titel kämpfen und den Fans sowie der Stadt Los Angeles gerecht werden.

Josh Kushner ist Gründer der Investmentfirma Thrive Capital und Mitbegründer des Krankenversicherungsunternehmens Oscar Health. Bob Iger war bis Anfang 2026 CEO des Unterhaltungskonzerns Disney und ist seit 2024 gemeinsam mit seiner Ehefrau Willow Bay Mehrheitseigentümer des NWSL-Klubs Angel City FC.

Auch Walter verabschiedete sich mit emotionalen Worten. Der Besitz der Lakers sei eine der größten Ehren seines Lebens gewesen. Besonders die Verbindung zur Stadt, den Fans sowie zum Team werde ihm in Erinnerung bleiben. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass dem Klub unter den neuen Eigentümern eine erfolgreiche Zukunft bevorstehe.

Walter bleibt trotz des Verkaufs im Spitzensport aktiv. Über seine Holding TWG Global hält der 66-Jährige unter anderem Beteiligungen an den Los Angeles Dodgers, dem WNBA-Team Los Angeles Sparks, dem Premier-League-Klub FC Chelsea sowie der Professional Women’s Hockey League.

Zudem besitzt er mit TWG Motorsports mehrere Rennteams, darunter das Formel-1-Projekt von Cadillac. Nach Informationen von „ESPN“ verkauft Walter ausschließlich die Lakers und behält alle weiteren Sportbeteiligungen.

Warriors-Star widerspricht Durant in Sixers-Debatte

Sind die neu aufgestellten Philadelphia 76ers tatsächlich talentierter als die Golden State Warriors von 2017 und 2018? Draymond Green hat sich in die von Kevin Durant ausgelöste Debatte eingeschaltet – und war damit am Dienstag nicht der Einzige aus dem damaligen Superteam.

„Ich glaube nicht, dass ich dem zustimmen kann“, sagte Green in seinem Podcast The Draymond Green Show. „Ich glaube wirklich nicht, dass das so funktioniert. Aber das ist KD’s Meinung.“

Durant hatte am Montag in einem Instagram-Post die Behauptung eines Users zurückgewiesen, dass das Talent der damaligen Warriors mit Durant deutlich höher gewesen sei, als das der heutigen Sixers mit den Neuzugängen LeBron James und Jaylen Brown. Er könne im Vergleich der beiden Teams nicht verstehen, „inwiefern die Warriors auf dem Papier besser sein sollen“.

KD führte dort die Klasse von Joel Embiid („kürzlich MVP“), Brown („kürzlich Finals-MVP“), Tyrese Maxey („dreimal in Folge All-Star“) und James („wir alle wissen, was er kann“) an, während beispielsweise sein früherer Mitspieler Klay Thompson „niemals ein MVP-Kandidat in irgendetwas“ gewesen sei.

Das wollte der viermalige Meister, der heute bei den Dallas Mavericks spielt, wiederum nicht kommentarlos auf sich sitzen lassen und antwortete: „Ey man, ist alles gut bei dir?“ Allerdings rüffelte Thompson KD vielmehr für das Ausschreiben seines ganzen Namens, während Green und Steph Curry nur mit ihren Vornamen genannt wurden. Auch Green mischte sich in den Spaß ein und spielte mit der Frage: „Dachte Slim, er schreibt von seinem Burner?“ auf Durants Social-Media-Missgeschicke an.

Begonnen hatte Durant die kontroverse Debatte bereits am Samstag, als er Philadelphia in einer Medienrunde zum Titelkandidaten gemacht und behauptet hatte, dass sich für die Spiele der Sixers „ein League-Pass-Abo lohnen“ würde. Für diese Aussagen bekam er von Green sogar Zustimmung.

„Damit erweist KD ihnen seinen Respekt“, sagte Green. „Man muss dazu auch seine Perspektive auf den Basketball verstehen. Die ist bei KD sehr ‚Uncle-Drew-mäßig‘ – bei ihm wird sich das Spiel immer um Buckets drehen.“

Warriors treffen Entscheidung bei Green

Die Golden State Warriors sind bei LeBron James leer ausgegangen und haben sich nun auf einen neuen Vertrag mit Draymond Green geeinigt. Die Konditionen entsprechen dabei der zuvor abgelehnten Spieleroption des viermaligen Champions.

Green hatte seine Option über 27,6 Millionen Dollar für die kommende Saison nicht gezogen, um dem Team die Möglichkeit auf eine LeBron-Verpflichtung zu geben. Nun soll der 36-Jährige über seinen neuen Vertrag 27,7 Mio. Dollar bekommen, wie ESPN am Dienstag berichtete. Eine No-Trade-Klausel, zu der Green berechtigt gewesen wäre, fehlt laut ESPN allerdings in dem Papier.

Noch wenige Stunden vor Bekanntwerden der Verlängerung hatte sich Green in seinem Podcast zu der Entscheidung von James geäußert, bei den Philadelphia 76ers statt in der Bay anzuheuern. Der frühere Spitzen-Verteidiger, der seine gesamte Karriere bei den Warriors verbracht hat, hatte James während eines gemeinsamen Urlaubs versucht, von einem Wechsel nach San Francisco zu überzeugen. Allerdings ohne Erfolg.

„Ich glaube letztendlich nicht, dass Bron die Vergangenheit jemals überwinden konnte, und ich verstehe das, ich begreife es“, sagte Green mit Blick auf die Finals-Duelle zwischen LeBrons Cleveland Cavaliers und den Warriors. „Er wäre zerstört worden, wenn er sich den Warriors angeschlossen hätte. Man hätte gesagt: ‚Oh, jetzt bist du doch zu Steph gegangen. Oh, du musstest es am Ende doch tun.‘ Ich denke, das hat letztendlich die Entscheidung stark beeinflusst, das hat eine große Rolle dabei gespielt, dass die Warriors LeBron nicht bekommen haben.“

Mit Greens Verlängerung und den in dieser Offseason ebenfalls abgeschlossenen Deals mit Kristaps Porzingis, Al Horford und Charles Bassey haben die Warriors nun beinahe den kompletten Frontcourt der vergangenen Saison weiter dabei. Die einzige Ausnahme bildet Center Quinten Post, der sich den Memphis Grizzlies anschloss, nachdem die Warriors das ihm unterbreitete Dreijahresangebot über 30 Millionen Dollar nicht mitgehen wollten.

Pikanter Fauxpas? Miami kündigt LeBron-PK an

Am Dienstag wurden die Sozialen Medien von einer ungewollten Ankündigung der Miami Heat in Aufregung versetzt. „LeBron James Introductory Press Conference“ lautete der Titel eines für den 27. Juli geplanten Videos auf YouTube. Was steckt dahinter.

Der rund um die lokale NBA-Franchise bestens informierte Miami Herald lieferte gleich eine Erklärung für die vermeintliche Vorstellung von LeBron James inmitten eines Zeitpunktes, zu dem der Superstar selbst seine Entscheidung noch gar nicht öffentlich kommuniziert hat. Die Lokalpresse hakte nach und bekam die Erklärung von den Heat.

Das Video sei „fälschlicherweise von der Social-Media-Abteilung veröffentlicht worden.“ Im Hintergrund bereite man sich für den Fall vor, dass die Entscheidung des 41-Jährigen zum eigenen Gunsten ausfalle. Dafür gibt es innerhalb der Franchise aber noch keine wasserfesten Anzeichen, weshalb in der Erklärung der Heat betont wird, dass das Video zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Validität habe.

Dass die Heat sich jedoch auf dieses mögliche Szenario vorbereiten, ist keinesfalls aus der Luft gegriffen. Seit Wochen gilt James‘ Ex-Team als einer der heißesten Kandidaten für die Dienste des zukünftigen Hall-of-Famers. LeBron spielte bereits zwischen 2010 und 2014 in South Beach.

ESPN-Insider Shams Charania bestätigte in dieser Woche zum wiederholten Male, dass Miami sich neben den Cleveland Cavaliers und den Philadelphia 76ers die größten Chancen ausrechnen darf. In der am Montagabend veröffentlichten Podcast-Episode von Game Over, dem Medium von James-Agent Rich Paul, sagte dieser zu Co-Moderator Max Kellerman: „Wir werden uns nicht stressen. Es ist seine Wahl und er trifft diese Entscheidung, wenn er so weit ist.“

Vor diesem Hintergrund dementierte Paul auch, dass die noch immer ausstehende Entscheidung schlichtweg mehr Aufmerksamkeit kreieren wolle. Auch Commissioner Adam Silver hatte sich schließlich schon öffentlich dazu geäußert und gesagt, die Liga benötige für die Entscheidungen im Spielplan zügig Gewissheit bei einem der großen Aushängeschilder der Liga. „Uns geht es nicht um Aufmerksamkeit und Spektakel“, meinte Paul. „Es geht nicht um eine ‚Decision‘ [wie im Jahr 2010, Anm. d. Red.] oder etwas Ähnliches.“

Steinbach-Gala reicht Charlotte Hornets nicht

Zum ersten Mal stand der deutsche First-Round-Pick Hannes Steinbach am Mittwoch in der Starting Five der Charlotte Hornets, die im Rahmen der Summer League auf die Milwaukee Bucks trafen. Obwohl der Big Man gleich bei seinem ersten Start mächtig Eindruck hinterließ, reichte es dem Team aus North Carolina nicht zum Sieg. Bei DBB-Kollege Christian Anderson Jr. lief es nicht ganz so rund.

Die Charlotte Hornets zogen in der Summer League gegen die Milwaukee Bucks mit 91:110 den Kürzeren. Gerade in der ersten Halbzeit lief beim Team aus North Carolina wenig zusammen, bereits zur Halbzeit lagen die Hornets mit 16 Zählern im Rückstand. Nach der Pause hielt Charlotte zwar besser mit, konnte die Partie aber nicht noch einmal spannend gestalten.

Der große Lichtblick bei den Hornets: Rookie Hannes Steinbach, der von der Franchise im diesjährigen Draft an 14. Stelle ausgewählt wurde. Der 20-jährige Deutsche stand erstmals in der Starting Five – und machte seine Sache gleich herausragend. Der gebürtige Würzburger traf in 27 Minuten auf dem Court 13 seiner 22 Wurfversuche für 27 Punkte.

Sein Double-Double machte der Big Man mit 15 Rebounds perfekt. Steinbach ist damit der erste Spieler der Hornets seit 2021, dem in einem Spiel der Summer League eine solche Anzahl an Rebounds gelang. Die Niederlage seiner Mannschaft konnte der Deutsche aber nicht verhindern. Mit seinem ersten Einsatz als Starter war der Youngster aber dennoch zufrieden.

„Ich versuche einfach immer, an den Ball zu kommen und zusätzliche Ballbesitze zu schaffen. Da ein paar Spieler ausgefallen sind, habe ich versucht, mit dem Ball in der Hand mehr Verantwortung zu übernehmen, war aggressiver und habe mehr Punkte erzielt. Die NBA ist viel härter als das College, viel schneller und körperbetonter, aber ich glaube, ich gewöhne mich daran und schlage mich ziemlich gut“, sagte er.

Weniger gut lief es dagegen bei Christian Anderson Jr., der nur einen seiner acht Versuche im Korb unterbrachte. Dafür stellte der Guard mit zehn Assists den höchsten Wert des Teams bei der Niederlage gegen die Bucks auf.

Schnappen sich die 76ers auch LeBron James

Kurz vor dem Beginn der Free Agency kam es am Dienstag in der NBA zum großen Knall um LeBron James. Der Superstar entschloss sich, seine Karriere in der stärksten Basketball-Liga zwar fortzusetzen, aber nicht bei den Los Angeles Lakers. Wohin es den Free Agent nun ziehen wird, ist noch unklar. Offenbar sind neben den Golden State Warriors auch die Philadelphia 76ers am 41-Jährigen dran.

Sowohl „ESPN“-Insider Chams Charania als auch Kevin O’Connor für „Yahoo!“ hatten zuletzt über ein Interesse der Golden State Warriors an den Diensten von LeBron James berichtet, der erstmals in seiner Karriere die Gelegenheit hat, als Free Agent frei über seine sportliche Zukunft entscheiden zu können. Auch über eine Rückkehr zu den Cleveland Cavaliers wurde spekuliert.

Nun bahnt sich laut „The Athletic“ an, dass sich für „King James“ auch noch eine spannende dritte Option in der NBA auftut. Den Informationen des Online-Portals zufolge haben jüngst auch die Philadelphia 76ers einen Vorstoß gewagt, um die Möglichkeit einer Verpflichtung des 41-Jährigen auszuloten. Man sehe in dem Superstar „das fehlende Puzzleteil“ auf dem Weg zur ersten Meisterschaft seit 1983.

Erst am Mittwoch hatte das Team aus der Stadt der brüderlichen Liebe mit dem Blockbuster-Trade von Jaylen Brown für Aufsehen gesorgt. Im Gegenzug für den Forward schickten die Sixers Altmeister Paul George zu den Boston Celtics. Zusätzlich gibt Philadelphia zwei Erstrundenpicks und zwei Zweitrundenpicks an den Divisionsrivalen von der Ostküste ab, der zuvor das Rennen um die Dienste von Giannis Antetokounmpo verloren hatte.

Auf Brown warten in seiner neuen Heimat mit Tyrese Maxey, Joel Embiid und Shootingstar VJ Edgecombe gleich drei weitere namhafte Spieler, die die 76ers zu einem echten Anwärter auf den NBA-Titel machen. Die prominent besetzte Aufstellung könne LeBron, der dem Vernehmen nach nur bei einem Contender unterschreiben wird, zu einem Engagement in der Stadt der brüderlichen Liebe bewegen, heißt es.

Der Favorit im Werben um die Dienste des Mannes aus Akron, Ohio, ist Philadelphia laut The Athletic aber nicht. Neben den Warriors und Cavs werden auch den Miami Heat bessere Chancen auf den Zuschlag zugeschrieben.

Historisches Comeback! Knicks greifen nach dem NBA-Titel

Die New York Knicks greifen nach dem Titel! In Spiel 4 der NBA Finals lag das Team aus dem Big Apple am Mittwoch zwischenzeitlich mit 29 Punkten zurück – und gewann am Ende einer dramatischen Schlussphase durch einen spektakulären Game-Winner mit 107:106. Damit führen die Knicks mit 3-1 in der Serie, zur ersten Championship seit 1973 fehlt nur noch ein Sieg.

Die Spurs hatten gerade einen 29-Punkte-Vorsprung verspielt, führten aber wenige Sekunden vor dem Ende wieder mit 106:105. Nach einem Fehlwurf von Jalen Brunson schien De’Aaron Fox einen freien Layup zu haben, wurde aber von OG Anunoby am Ring geblockt. Ballbesitz Knicks, Timeout, 5,7 Sekunden auf der Uhr.

Wieder Brunson, diesmal mit einem langen Dreier, der fiel nicht – doch plötzlich segelte Anunoby heran und tippte den Ball zur Führung rein! San Antonio blieben noch 1,2 Sekunden, es gelang kein finaler Wurf mehr. Game Over!

Das größte Comeback der NBA-Finals-Historie war perfekt. Die bisherige Bestmarke hielten die Boston Celtics, die 2008 einen 24-Punkte-Rückstand gegen die Los Angeles Lakers erfolgreich wettgemacht hatten.

„Wir sind unverwüstlich. Wir geben niemals auf. In unserem Sport legt jeder mal einen Lauf hin. Sie hatten ihren früh, aber wir wussten, dass unser Lauf noch kommt“, erklärte Matchwinner Anunoby (33 Punkte, 10/15 FG, 7/9 3P) anschließend. „Wir glauben an unsere Stärke, es ist nicht unser erstes Comeback“, so Anunoby, der auch die freudetrunkenen Fans im Madison Square Garden lobte: „Die besten Fans der Welt! Unglaublich!“

Neben Anunoby glänzte Brunson mit 35 Punkten (12/25 FG) und 7 Assists, Karl-Anthony Towns gelang nach Foul Trouble in der Anfangsphase ein Double-Double (13 Punkte, 10 Rebounds). Die Knicks beendeten das Spiel mit einer überragenden Dreierquote (15/32), dabei waren es die Spurs, die zu Beginn von draußen heiß gelaufen waren.

San Antonio stellte mit 14 Dreiern in Halbzeit eins eine Finals-Bestmarke auf, versenkte danach aber nur noch 3/17. Superstar Victor Wembanyama brachte es auf 24 Punkte (9/25 FG), 13 Rebounds und 3 Blocks, Dylan Harper (8/12 FG) war von der Bank zweitbester Scorer. De’Aaron Fox und Devin Vassell (5/8 3P) erzielten jeweils 18 Punkte.

LeBron: „Dann weiß ich, dass ich fertig bin“

Nach dem Playoff-Aus der Los Angeles Lakers gegen die Oklahoma City Thunder war die 23. NBA-Saison von LeBron James beendet. Wie viele Spielzeiten der Superstar der besten Basketball-Liga der Welt noch erhalten bleiben wird, ist offen. Aktuell lodert das Feuer in dem 41-Jährigen aber offenbar noch zu sehr, um über ein Karriereende nachzudenken.

„Verdammt nochmal, ja“, antwortete LeBron James im „Time“-Interview auf die Frage, ob seine Motivation in der NBA zu spielen nach wie vor vorhanden wäre: „Ich sitze hier und rede mit Ihnen. Ich habe keine Stimme mehr, in einer Stunde habe ich Training. Glauben Sie, ich hätte keinen Spaß mehr? Ich könnte zu Hause sitzen, mit einer Wärmflasche am Hals, einen verdammten Hot Toddy trinken und Rührei essen.“

Früher oder später wird sich der 41-jährige Altmeister von den Los Angeles Lakers mit einem Ende seiner langen und erfolgreichen NBA-Laufbahn auseinandersetzen müssen. Für den Mann aus Ohio ist aber bereits jetzt klar, wann der Zeitpunkt für ihn gekommen sein wird, sich aus dem aktiven Sport zurückzuziehen.

Die Entscheidung über ein Karriereende „hängt vom Kopf ab“, betonte er: „Wohin der Kopf geht, folgt der Körper. Wenn ich es nicht mehr liebe, an Spieltagen fünf Stunden vorher in die Arena zu kommen, um mich vorzubereiten, wenn ich es nicht mehr liebe, zweieinhalb Stunden vorher zum Training zu gehen, dann weiß ich, dass ich fertig bin. Denn dann fange ich an, das Spiel zu betrügen.“

Dass der Ausnahmekönner noch ein 24. Jahr in der NBA dranhängt, scheint also sicher. Bei welchem Team der Routinier dann unter Vertrag stehen wird, ist aber offen. Eine Entscheidung über seine Zukunft wolle er nach eigenen Angaben Ende Juli beziehungsweise im August treffen. Ab dem 6. Juli dürfen Teams Free Agents unter Vertrag nehmen. Neben den Lakers wurden zuletzt die Golden State Warriors und Cleveland Cavaliers gehandelt.

Wie Marc Stein und Jake Fischer für The Stein Line jüngst berichteten, haben gerade die Warriors „echtes Interesse“ an einer Verpflichtung des Altstars. Allerdings werde in Ligakreisen „gemeinhin angenommen, dass seine bevorzugte Wahl“ ein Verbleib in Los Angeles sei.

Clutch! Knicks behalten in Spiel 1 die Nerven

Die New York Knicks haben die NBA Finals am Mittwoch mit einem 105:95-Auswärtssieg in Spiel 1 bei den San Antonio Spurs eröffnet. Eine überragende zweite Halbzeit sowie Clutch-Qualitäten von Kapitän Jalen Brunson sorgten für einen Turnaround der Knicks.

Jalen Brunson hat es wieder getan! Der Point Guard der Knicks führte seine Mannschaft trotz Problemen aus dem Feld (12/31 FG) mit 30 Punkten zur 1-0-Führung in den Finals. In gewohnter Manier übernahm er im vierten Viertel die Verantwortung und rettete New York eine zwischenzeitliche Führung von acht Punkten in der Crunchtime noch über die Ziellinie.

Fünf wegweisende Punkte in den letzten zwei Minuten der Partie verhinderten, dass doch der blasse Victor Wembanyama noch zum Matchwinner avancieren konnte. Der Superstar der Spurs erzielte zwar 26 Punkte, erlebte allerdings einen noch komplizierteren Abend als Brunson. Nur 6 von 21 Field Goals des Franzosen fanden ihr Ziel.

Nachdem Brunson die Knicks mit 94:86 bei noch gut sechs Minuten im Schlussviertel zu spielen in Führung gebracht hatte, ging bei den siegreichen Gästen erst einmal gar nichts mehr. Das nutzte speziell Wembanyama für acht Punkte, um die Spurs mit 95:94 in Führung zu bringen. Allerdings gab es für die meisten der rund 19.000 Zuschauer – einige davon aus New York – im Frost Bank Center in San Antonio nichts zu jubeln.

Denn Brunson per Corner-Dreier sowie Mikal Bridges (9 Punkte) und OG Anunoby (17) von der Freiwurflinie sorgten für den entscheidenden 9:0-Lauf der Knicks. Dabei hatte die Partie aus Sicht des Gewinners der Eastern Conference mit einer Schrecksekunde begonnen.

Gleich im ersten Viertel fiel Harrison Barnes bei einer Rebound-Situation in das Knie von Brunson. Dieser stand zu diesem Zeitpunkt bei 1/7 Field Goals und verließ das Spiel nach dem Zusammenprall bei nächster Gelegenheit. Den ersten Abschnitt verloren die Knicks mit 19:27, nachdem die Gäste eigentlich den besseren Start in die Partie erwischt hatten. Der starke Dylan Harper sorgte mit 10 seiner insgesamt 16 Punkte im ersten Viertel für die erste zweistellige Führung der Spurs.

Knicks erstmals seit 1999 in den Finals – Brunson MVP

Die New York Knicks haben am Montag die Cleveland Cavaliers in Spiel 4 mit 130:93 auseinandergenommen und stehen erstmals seit 1999 wieder in den NBA Finals. Jalen Brunson wurde nach dem Sweep als MVP der Eastern Conference Finals ausgezeichnet.

Bereits zur Halbzeit führten die New York Knicks in der Rocket Arena mit 19 Punkten. Mit knapp neun Minuten auf der Uhr waren es dann 33 Zähler, weshalb Trainer Mike Brown seine Starter vom Feld nahm.

„Die Jungs haben großartig gespielt. Wir haben 65 Punkte durch Offensiv-Rebounds und Fast Breaks erzielt. Ich kann mich nicht daran erinnern, so etwas zu diesem Zeitpunkt der Saison schon einmal gesehen zu haben. Wir wollten das Tempo hochhalten“, sagte Brown nach dem elften Playoff-Sieg in Folge.

Karl-Anthony Towns war mit 19 Punkten Topscorer der Knicks und verbuchte mit 14 Rebounds ein Double-Double. Dahinter folgten OG Anunoby (17 Punkte), Landry Shamet (16), Mikal Bridges und Jalen Brunson (beide 15).

Brunson wurde anschließend einstimmig zum MVP der Serie gewählt und bekam von den Knicks-Legenden Patrick Ewing und Walt Frazier die Larry Bird Trophy überreicht.

„Ohne meine Mitspieler hätte ich es nicht geschafft. Ich darf mit ihnen ich selbst sein. Es ist eine Ehre, mit ihnen zusammenzuspielen“, sagte Brunson.

„Seine Arbeitsmoral ist nicht in Worte zu fassen“, lobte Brown den 29-jährigen US-Amerikaner, der in den Conference Finals im Durchschnitt 25,5 Punkte und 7,8 Assists auflegte. Auf die Frage, ob er einem Anführer wie Brunson schon einmal begegnet sei, nannte der Coach zwei ganz große Namen: „Tim Duncan und Steph Curry.“