Schnappen sich die 76ers auch LeBron James

Kurz vor dem Beginn der Free Agency kam es am Dienstag in der NBA zum großen Knall um LeBron James. Der Superstar entschloss sich, seine Karriere in der stärksten Basketball-Liga zwar fortzusetzen, aber nicht bei den Los Angeles Lakers. Wohin es den Free Agent nun ziehen wird, ist noch unklar. Offenbar sind neben den Golden State Warriors auch die Philadelphia 76ers am 41-Jährigen dran.

Sowohl „ESPN“-Insider Chams Charania als auch Kevin O’Connor für „Yahoo!“ hatten zuletzt über ein Interesse der Golden State Warriors an den Diensten von LeBron James berichtet, der erstmals in seiner Karriere die Gelegenheit hat, als Free Agent frei über seine sportliche Zukunft entscheiden zu können. Auch über eine Rückkehr zu den Cleveland Cavaliers wurde spekuliert.

Nun bahnt sich laut „The Athletic“ an, dass sich für „King James“ auch noch eine spannende dritte Option in der NBA auftut. Den Informationen des Online-Portals zufolge haben jüngst auch die Philadelphia 76ers einen Vorstoß gewagt, um die Möglichkeit einer Verpflichtung des 41-Jährigen auszuloten. Man sehe in dem Superstar „das fehlende Puzzleteil“ auf dem Weg zur ersten Meisterschaft seit 1983.

Erst am Mittwoch hatte das Team aus der Stadt der brüderlichen Liebe mit dem Blockbuster-Trade von Jaylen Brown für Aufsehen gesorgt. Im Gegenzug für den Forward schickten die Sixers Altmeister Paul George zu den Boston Celtics. Zusätzlich gibt Philadelphia zwei Erstrundenpicks und zwei Zweitrundenpicks an den Divisionsrivalen von der Ostküste ab, der zuvor das Rennen um die Dienste von Giannis Antetokounmpo verloren hatte.

Auf Brown warten in seiner neuen Heimat mit Tyrese Maxey, Joel Embiid und Shootingstar VJ Edgecombe gleich drei weitere namhafte Spieler, die die 76ers zu einem echten Anwärter auf den NBA-Titel machen. Die prominent besetzte Aufstellung könne LeBron, der dem Vernehmen nach nur bei einem Contender unterschreiben wird, zu einem Engagement in der Stadt der brüderlichen Liebe bewegen, heißt es.

Der Favorit im Werben um die Dienste des Mannes aus Akron, Ohio, ist Philadelphia laut The Athletic aber nicht. Neben den Warriors und Cavs werden auch den Miami Heat bessere Chancen auf den Zuschlag zugeschrieben.

Historisches Comeback! Knicks greifen nach dem NBA-Titel

Die New York Knicks greifen nach dem Titel! In Spiel 4 der NBA Finals lag das Team aus dem Big Apple am Mittwoch zwischenzeitlich mit 29 Punkten zurück – und gewann am Ende einer dramatischen Schlussphase durch einen spektakulären Game-Winner mit 107:106. Damit führen die Knicks mit 3-1 in der Serie, zur ersten Championship seit 1973 fehlt nur noch ein Sieg.

Die Spurs hatten gerade einen 29-Punkte-Vorsprung verspielt, führten aber wenige Sekunden vor dem Ende wieder mit 106:105. Nach einem Fehlwurf von Jalen Brunson schien De’Aaron Fox einen freien Layup zu haben, wurde aber von OG Anunoby am Ring geblockt. Ballbesitz Knicks, Timeout, 5,7 Sekunden auf der Uhr.

Wieder Brunson, diesmal mit einem langen Dreier, der fiel nicht – doch plötzlich segelte Anunoby heran und tippte den Ball zur Führung rein! San Antonio blieben noch 1,2 Sekunden, es gelang kein finaler Wurf mehr. Game Over!

Das größte Comeback der NBA-Finals-Historie war perfekt. Die bisherige Bestmarke hielten die Boston Celtics, die 2008 einen 24-Punkte-Rückstand gegen die Los Angeles Lakers erfolgreich wettgemacht hatten.

„Wir sind unverwüstlich. Wir geben niemals auf. In unserem Sport legt jeder mal einen Lauf hin. Sie hatten ihren früh, aber wir wussten, dass unser Lauf noch kommt“, erklärte Matchwinner Anunoby (33 Punkte, 10/15 FG, 7/9 3P) anschließend. „Wir glauben an unsere Stärke, es ist nicht unser erstes Comeback“, so Anunoby, der auch die freudetrunkenen Fans im Madison Square Garden lobte: „Die besten Fans der Welt! Unglaublich!“

Neben Anunoby glänzte Brunson mit 35 Punkten (12/25 FG) und 7 Assists, Karl-Anthony Towns gelang nach Foul Trouble in der Anfangsphase ein Double-Double (13 Punkte, 10 Rebounds). Die Knicks beendeten das Spiel mit einer überragenden Dreierquote (15/32), dabei waren es die Spurs, die zu Beginn von draußen heiß gelaufen waren.

San Antonio stellte mit 14 Dreiern in Halbzeit eins eine Finals-Bestmarke auf, versenkte danach aber nur noch 3/17. Superstar Victor Wembanyama brachte es auf 24 Punkte (9/25 FG), 13 Rebounds und 3 Blocks, Dylan Harper (8/12 FG) war von der Bank zweitbester Scorer. De’Aaron Fox und Devin Vassell (5/8 3P) erzielten jeweils 18 Punkte.

LeBron: „Dann weiß ich, dass ich fertig bin“

Nach dem Playoff-Aus der Los Angeles Lakers gegen die Oklahoma City Thunder war die 23. NBA-Saison von LeBron James beendet. Wie viele Spielzeiten der Superstar der besten Basketball-Liga der Welt noch erhalten bleiben wird, ist offen. Aktuell lodert das Feuer in dem 41-Jährigen aber offenbar noch zu sehr, um über ein Karriereende nachzudenken.

„Verdammt nochmal, ja“, antwortete LeBron James im „Time“-Interview auf die Frage, ob seine Motivation in der NBA zu spielen nach wie vor vorhanden wäre: „Ich sitze hier und rede mit Ihnen. Ich habe keine Stimme mehr, in einer Stunde habe ich Training. Glauben Sie, ich hätte keinen Spaß mehr? Ich könnte zu Hause sitzen, mit einer Wärmflasche am Hals, einen verdammten Hot Toddy trinken und Rührei essen.“

Früher oder später wird sich der 41-jährige Altmeister von den Los Angeles Lakers mit einem Ende seiner langen und erfolgreichen NBA-Laufbahn auseinandersetzen müssen. Für den Mann aus Ohio ist aber bereits jetzt klar, wann der Zeitpunkt für ihn gekommen sein wird, sich aus dem aktiven Sport zurückzuziehen.

Die Entscheidung über ein Karriereende „hängt vom Kopf ab“, betonte er: „Wohin der Kopf geht, folgt der Körper. Wenn ich es nicht mehr liebe, an Spieltagen fünf Stunden vorher in die Arena zu kommen, um mich vorzubereiten, wenn ich es nicht mehr liebe, zweieinhalb Stunden vorher zum Training zu gehen, dann weiß ich, dass ich fertig bin. Denn dann fange ich an, das Spiel zu betrügen.“

Dass der Ausnahmekönner noch ein 24. Jahr in der NBA dranhängt, scheint also sicher. Bei welchem Team der Routinier dann unter Vertrag stehen wird, ist aber offen. Eine Entscheidung über seine Zukunft wolle er nach eigenen Angaben Ende Juli beziehungsweise im August treffen. Ab dem 6. Juli dürfen Teams Free Agents unter Vertrag nehmen. Neben den Lakers wurden zuletzt die Golden State Warriors und Cleveland Cavaliers gehandelt.

Wie Marc Stein und Jake Fischer für The Stein Line jüngst berichteten, haben gerade die Warriors „echtes Interesse“ an einer Verpflichtung des Altstars. Allerdings werde in Ligakreisen „gemeinhin angenommen, dass seine bevorzugte Wahl“ ein Verbleib in Los Angeles sei.

Clutch! Knicks behalten in Spiel 1 die Nerven

Die New York Knicks haben die NBA Finals am Mittwoch mit einem 105:95-Auswärtssieg in Spiel 1 bei den San Antonio Spurs eröffnet. Eine überragende zweite Halbzeit sowie Clutch-Qualitäten von Kapitän Jalen Brunson sorgten für einen Turnaround der Knicks.

Jalen Brunson hat es wieder getan! Der Point Guard der Knicks führte seine Mannschaft trotz Problemen aus dem Feld (12/31 FG) mit 30 Punkten zur 1-0-Führung in den Finals. In gewohnter Manier übernahm er im vierten Viertel die Verantwortung und rettete New York eine zwischenzeitliche Führung von acht Punkten in der Crunchtime noch über die Ziellinie.

Fünf wegweisende Punkte in den letzten zwei Minuten der Partie verhinderten, dass doch der blasse Victor Wembanyama noch zum Matchwinner avancieren konnte. Der Superstar der Spurs erzielte zwar 26 Punkte, erlebte allerdings einen noch komplizierteren Abend als Brunson. Nur 6 von 21 Field Goals des Franzosen fanden ihr Ziel.

Nachdem Brunson die Knicks mit 94:86 bei noch gut sechs Minuten im Schlussviertel zu spielen in Führung gebracht hatte, ging bei den siegreichen Gästen erst einmal gar nichts mehr. Das nutzte speziell Wembanyama für acht Punkte, um die Spurs mit 95:94 in Führung zu bringen. Allerdings gab es für die meisten der rund 19.000 Zuschauer – einige davon aus New York – im Frost Bank Center in San Antonio nichts zu jubeln.

Denn Brunson per Corner-Dreier sowie Mikal Bridges (9 Punkte) und OG Anunoby (17) von der Freiwurflinie sorgten für den entscheidenden 9:0-Lauf der Knicks. Dabei hatte die Partie aus Sicht des Gewinners der Eastern Conference mit einer Schrecksekunde begonnen.

Gleich im ersten Viertel fiel Harrison Barnes bei einer Rebound-Situation in das Knie von Brunson. Dieser stand zu diesem Zeitpunkt bei 1/7 Field Goals und verließ das Spiel nach dem Zusammenprall bei nächster Gelegenheit. Den ersten Abschnitt verloren die Knicks mit 19:27, nachdem die Gäste eigentlich den besseren Start in die Partie erwischt hatten. Der starke Dylan Harper sorgte mit 10 seiner insgesamt 16 Punkte im ersten Viertel für die erste zweistellige Führung der Spurs.

Knicks erstmals seit 1999 in den Finals – Brunson MVP

Die New York Knicks haben am Montag die Cleveland Cavaliers in Spiel 4 mit 130:93 auseinandergenommen und stehen erstmals seit 1999 wieder in den NBA Finals. Jalen Brunson wurde nach dem Sweep als MVP der Eastern Conference Finals ausgezeichnet.

Bereits zur Halbzeit führten die New York Knicks in der Rocket Arena mit 19 Punkten. Mit knapp neun Minuten auf der Uhr waren es dann 33 Zähler, weshalb Trainer Mike Brown seine Starter vom Feld nahm.

„Die Jungs haben großartig gespielt. Wir haben 65 Punkte durch Offensiv-Rebounds und Fast Breaks erzielt. Ich kann mich nicht daran erinnern, so etwas zu diesem Zeitpunkt der Saison schon einmal gesehen zu haben. Wir wollten das Tempo hochhalten“, sagte Brown nach dem elften Playoff-Sieg in Folge.

Karl-Anthony Towns war mit 19 Punkten Topscorer der Knicks und verbuchte mit 14 Rebounds ein Double-Double. Dahinter folgten OG Anunoby (17 Punkte), Landry Shamet (16), Mikal Bridges und Jalen Brunson (beide 15).

Brunson wurde anschließend einstimmig zum MVP der Serie gewählt und bekam von den Knicks-Legenden Patrick Ewing und Walt Frazier die Larry Bird Trophy überreicht.

„Ohne meine Mitspieler hätte ich es nicht geschafft. Ich darf mit ihnen ich selbst sein. Es ist eine Ehre, mit ihnen zusammenzuspielen“, sagte Brunson.

„Seine Arbeitsmoral ist nicht in Worte zu fassen“, lobte Brown den 29-jährigen US-Amerikaner, der in den Conference Finals im Durchschnitt 25,5 Punkte und 7,8 Assists auflegte. Auf die Frage, ob er einem Anführer wie Brunson schon einmal begegnet sei, nannte der Coach zwei ganz große Namen: „Tim Duncan und Steph Curry.“

OKC schlägt gegen San Antonio zurück

Die Oklahoma City Thunder haben Spiel 2 der Western Conference Finals mit 122:113 gegen die San Antonio Spurs gewonnen und die Serie damit ausgeglichen. Das aberwitzige Tempo forderte auf beiden Seiten seinen Tribut.

In einem erneut hochklassigen Duell der beiden besten Mannschaften des Westens behielten die Thunder hinter einem stark verbesserten Shai Gilgeous-Alexander (30 Punkte, 9 Assists, 1 Turnover) die Oberhand. Allerdings musste sich der Titelverteidiger enorm strecken, um nach der Double-Overtime-Pleite in Spiel 1 nicht mit 0-2 in der Serie in Rückstand zu geraten.

Die Thunder brachten eine Topleistung auf das Parkett, mit der die San Antonio Spurs jedoch über die volle Länge der Partie Schritt halten konnten. Victor Wembanyama bereitete den Gastgebern im Paycom Center in Oklahoma City mit 21 Punkten, 17 Rebounds und 4 Blocks zwar erneut Probleme, allerdings hatte er mit Isaiah Hartenstein einen neuen Bewacher an seiner Seite, der seine Sache exzellent machte.

Ohne den weiterhin am Knöchel verletzten De’Aaron Fox mussten die Texaner einmal mehr auf Rookie Dylan Harper bauen, der sich jedoch im dritten Viertel am Oberschenkel verletzte. Anschließend war die Partie für ihn beendet. Bisher nennen die Spurs seine Blessur eine Verletzung des rechten Beines.

Eine erneute Verletzung des linken Beines scheint sich derweil Jalen Williams aufseiten der Thunder zugezogen zu haben. Bereits in der ersten Halbzeit und nur sieben Minuten auf dem Parkett war der Arbeitstag für den OKC-Star beendet. Die Thunder betitelten seine gesundheitliche Problematik als Verpannung im linken Oberschenkel. Noch dicker wurde es aus Sicht des amtierenden Champions kurz vor Schluss. Mit Ajay Mitchell, der sich nach einer Defensivaktion an den linken Oberschenkel griff, war die Partie eine Minute vor der Schlusssirene vorzeitig beendet.

Mit einer ausgedünnten Personallage legten beide Mannschaften von der ersten Sekunde an ein unglaubliches Tempo an den Tag. Die Thunder konnten sich im Spielverlauf besser mit dieser Spielweise arrangieren, forcierten sie 21 Ballverluste der Spurs, von denen Stephon Castle nach 11 Turnovern in Spiel 1 am Mittwoch für weitere 9 abgegebene Bälle verantwortlich war.

Harden brilliert! Cavs brechen Trend in OT-Krimi

Dank eines starken James Harden haben die Cleveland Cavaliers Spiel 5 der Playoff-Serie gegen die Detroit Pistons mit 117:113 in Overtime gewonnen und sind nun nur noch einen Sieg von den Conference Finals entfernt. Detroit brach derweil in der Crunchtime ein.

Die Cavs gewannen damit das erste Auswärtsspiel der Serie und feierten gleichzeitig ihren ersten Auswärtssieg der laufenden Playoffs überhaupt. Zuvor hatten sie all ihre Heimspiele gewonnen – und in der Fremde immer verloren. James Harden verbuchte dabei mit 30 Punkten (8/21 FG), 3 Blocks und 3 Offensivrebounds seine beste Ausbeute dieser Postseason. Er kam zusätzlich auf je 6 Assists und Turnover.

Die Pistons führten in Halbzeit eins mit 15 Punkten stellten drei Minuten vor dem Ende durch einen Dreier von Tobias Harris auf 103:94. Anschließend erzielten sie in der Regulation jedoch keinen einzigen Punkt mehr und brauchten einen Block von Ausar Thompson in der Schlusssekunde, um sich überhaupt in die Overtime zu retten.

Die Durststrecke verlängerte sich in der Zusatzperiode um zwei weitere Minuten, nach zwei Freiwürfen von Paul Reed zum 105:107 war jedoch noch alles drin. Der Ausgleich gelang den Pistons allerdings nicht mehr: Harden sicherte sich 24 Sekunden vor Schluss den Offensivrebound nach eigenem verfehlten Freiwurf, ging erneut an die Linie und brachte den Sieg so in trockene Tücher.

In der Serie führt Cleveland nach drei Siegen in Folge nun mit 3-2. In den Conference Finals im Osten warten bereits die New York Knicks.

Bei Cleveland erzielten gleich fünf Spieler mindestens 15 Punkte, Donovan Mitchell kam auf 21. Neben dem Star-Quartett in der Starting Five lieferte Max Strus mit 20 Punkten (6/8 3P) und 8 Rebounds entscheidende Unterstützung von der Bank.

Auf der Gegenseite lag erneut viel Last auf Cade Cunningham, der mit Abstand die meisten Minuten (48) aller Akteure abriss: Keiner seiner Mannschaftskollegen stand für mehr als 41 Minaten auf dem Parkett. Der Spielmacher erzielte 39 Punkte (13/27, 6/10 3P), 7 Rebounds und 9 Assists, leistete sich allerdings auch 6 Turnover.

Daniss Jenkins stieg für den verletzten Duncan Robinson (Rücken) in die Starting Five auf und machte seine Sache gut: 19 Zähler (8/17 FG), 2 Blocks und 3 Assists, kein Turnover in 41 Minuten.

Lakers-Star Doncic droht Saison-Aus

Die Los Angeles Lakers müssen die NBA-Playoffs wohl ohne Starspieler Luka Doncic beenden.

Der 27 Jahre alte Slowene äußerte sich am Mittwoch zu seiner Oberschenkelverletzung, wegen der er dem Team aus Kalifornien bereits seit vier Wochen fehlt.

„Ich tue einfach alles, was ich kann. Jeden Tag. Der Arzt sagte zu Beginn des ersten MRT, dass es acht Wochen dauern wird. Aktuell schaue ich einfach von Tag zu Tag. Ich fühle mich jeden Tag besser“, sagte Luka Doncic in einem knappen Statement vor anwesenden Journalisten. Die Verletzung trat Anfang April auf. Demnach könnte Doncic erst im Juni zurückkehren.

Doch viel Zeit hat der Spielmacher, der Anfang 2025 in einem spektakulären Wechsel von den Dallas Mavericks zu den Lakers wechselte, nicht. Sein Team um LeBron James liegt in der Best-of-seven-Serie gegen Titelverteidiger Oklahoma City Thunder mit 0:1 zurück. Titelfavorit Oklahoma City könnte die Serie bereits Anfang der kommenden Woche beenden.

Ein Seriensieg der Lakers ohne Schlüsselspieler Doncic wäre eine Sensation. Schon der 4:2-Erfolg in der ersten Runde über die Houston Rockets ohne den Slowenen war eine große Überraschung.

Die Oklahoma City Thunder bleiben durch einen 108:90-Heimsieg in Spiel 1 gegen die Los Angeles Lakers am Dienstag in den diesjährigen Playoffs weiter ungeschlagen. Der Titelverteidiger trotze dabei einer starken Vorstellung von LeBron James.

Denn dieser schenkte den Thunder 27 Punkte ein, traf 12 seiner 17 Field Goals und sammelte zudem 6 Assists und 4 Rebounds. Aufseiten der Lakers war der 41-Jährige jedoch einer der wenigen Akteure, der seine Normalform erreichen konnte. Austin Reaves erlebte mit 3/16 Field Goals und lediglich 8 Punkten und 6 Assists (4 Turnover) einen Arbeitstag zum Vergessen.

Trotzdem hielten die Lakers zunächst den Anschluss, nachdem sie in der Regular Season im Paycom Center stets unter die Räder gekommen waren. Nachdem es aus Sicht der Lakers 26:31 nach zwölf gespielten Minuten und 53:61 zur Halbzeit geheißen hatte, verkürzte der einmal mehr gut aufgelegte Rui Hachimura (18 Punkte) zwischenzeitlich auf 65:69.

SGA-Bounceback im großen Stil! Thunder erhöhen Führung

Dank einem deutlich stärkeren Shai Gilgeous-Alexander als in Spiel 1 gingen die Oklahoma City Thunder am Mittwoch dank eines 120:107-Heimsieges mit 2-0 in Führung gegen die Phoenix Suns. Beim Titelverteidiger wurde die Stimmung jedoch aufgrund einer erneuten Verletzung bei Jalen Williams getrübt.

„Wir denken, dass er sich am linken Oberschenkel verletzt hat“, sagte Head Coach Mark Daigneault: „Wir werden es uns in den nächsten Tagen anschauen und euch dementsprechend auf dem Laufenden halten.“ Williams zog sich die Verletzung zur Mitte des dritten Viertels zu, während er im Fastbreak einen Layup vergab. Er kehrte nicht ins Spiel zurück. Williams verpasste bereits 30 Spiele der Regular Season wegen einer Verletzung am rechten Oberschenkel.

Im Spielverlauf stellte der Ausfall von Williams kein Problem dar. Gilgeous-Alexander wurde vor Spielbeginn die Trophäe als Clutch Player of the Year überreicht, wobei es im zweiten Spiel der Serie keine Heldentaten von ihm benötigte. Die Thunder gewannen die mittleren Viertel mit insgesamt 70:48, ein Comeback-Versuch der Suns im Schlussabschnitt kam zu spät.

SGA lieferte 37 Punkte (13/25 FG) und 9 Assists ab, Chet Holmgren (7/12 FG, 4 Blocks) und Williams (7/11 FG, 4 Assists) steuerten jeweils 19 Zähler bei. Gilgeous-Alexander ackerte für 38 Minuten, während einige andere Starter wie Isaiah Hartenstein (6 Offensivrebounds) unter 25 Minuten blieben.

Das Spiel wurde nach der Pause hitzig, als die beiden kanadischen Nationalspieler Dillon Brooks und Luguentz Dort aneinandergerieten. Nach einer kurzen Rudelbildung wurden die beiden führenden Streithähne mit technischen Fouls getrennt. Auch SGA ließ sich nach einem getroffenen Jumper zu einer Geste gegenüber seinem kanadischen Nationalmannschaftskollegen hinreißen.

Brooks ließ seinen Worten wiederum Taten folgen, er war mit 30 Punkten (5/9 3P) Topscorer seiner Farben. Devin Booker zog mit 22 Zählern (7/14 FG) nach, Jalen Green brauchte 23 Würfe für 21 Zähler und leistete sich 7 der 21 Suns-Turnover. Royce O’Neale steuerte 16 Punkte (4/5 3P) von der Bank kommend bei, Grayson Allen kam wie in Spiel 1 nicht zum Einsatz.

Wagner-Brüdern droht mit Orlando vorzeitiges Aus

Erste Chance vertan: Nationalspieler Franz Wagner und seine Orlando Magic drohen die NBA-Playoffs auch über den Umweg Playin-Turnier zu verpassen.

Das Team aus Florida verlor sein erstes Spiel des „Nachsitzens“ bei den Philadelphia 76ers mit 97:109 und hat damit nur noch eine letzte Chance auf die K.o.-Runde. Verliert Orlando in der Nacht zu Samstag auch gegen die Charlotte Hornets, finden die Playoffs in diesem Jahr ohne die Wagner-Brüder statt.

In Philadelphia liefen die Magic permanent einem Rückstand hinterher. Sie blieben zwar bis in die Schlussphase auf Tuchfühlung, konnten das Momentum aber nie ganz auf ihre Seite bringen. Auch 34 Punkte von Top-Scorer Desmond Bane verfehlten am Ende ihre Wirkung.

Franz Wagner blieb mit zwölf Punkten, vier Rebounds und drei Assists in einer knappen halben Stunde Spielzeit unter seinen Möglichkeiten. Nationalmannschaftskollege Tristan da Silva stand eine Viertelstunde auf dem Feld und erzielte vier Zähler, Moritz Wagner kam erneut nicht zum Einsatz.

Nutzt Orlando seine letzte Chance gegen die Hornets, die sich in Runde eins des Playin-Turniers gegen die Miami Heat (127:126 nach Verlängerung) durchsetzten, kommt es zum Aufeinandertreffen mit den starken Detroit Pistons, die die Eastern Conference auf Platz eins abgeschlossen hatten. Orlando war in den vergangenen beiden Jahren in Runde eins der Playoffs ausgeschieden.