Knicks erstmals seit 1999 in den Finals – Brunson MVP

Die New York Knicks haben am Montag die Cleveland Cavaliers in Spiel 4 mit 130:93 auseinandergenommen und stehen erstmals seit 1999 wieder in den NBA Finals. Jalen Brunson wurde nach dem Sweep als MVP der Eastern Conference Finals ausgezeichnet.

Bereits zur Halbzeit führten die New York Knicks in der Rocket Arena mit 19 Punkten. Mit knapp neun Minuten auf der Uhr waren es dann 33 Zähler, weshalb Trainer Mike Brown seine Starter vom Feld nahm.

„Die Jungs haben großartig gespielt. Wir haben 65 Punkte durch Offensiv-Rebounds und Fast Breaks erzielt. Ich kann mich nicht daran erinnern, so etwas zu diesem Zeitpunkt der Saison schon einmal gesehen zu haben. Wir wollten das Tempo hochhalten“, sagte Brown nach dem elften Playoff-Sieg in Folge.

Karl-Anthony Towns war mit 19 Punkten Topscorer der Knicks und verbuchte mit 14 Rebounds ein Double-Double. Dahinter folgten OG Anunoby (17 Punkte), Landry Shamet (16), Mikal Bridges und Jalen Brunson (beide 15).

Brunson wurde anschließend einstimmig zum MVP der Serie gewählt und bekam von den Knicks-Legenden Patrick Ewing und Walt Frazier die Larry Bird Trophy überreicht.

„Ohne meine Mitspieler hätte ich es nicht geschafft. Ich darf mit ihnen ich selbst sein. Es ist eine Ehre, mit ihnen zusammenzuspielen“, sagte Brunson.

„Seine Arbeitsmoral ist nicht in Worte zu fassen“, lobte Brown den 29-jährigen US-Amerikaner, der in den Conference Finals im Durchschnitt 25,5 Punkte und 7,8 Assists auflegte. Auf die Frage, ob er einem Anführer wie Brunson schon einmal begegnet sei, nannte der Coach zwei ganz große Namen: „Tim Duncan und Steph Curry.“

OKC schlägt gegen San Antonio zurück

Die Oklahoma City Thunder haben Spiel 2 der Western Conference Finals mit 122:113 gegen die San Antonio Spurs gewonnen und die Serie damit ausgeglichen. Das aberwitzige Tempo forderte auf beiden Seiten seinen Tribut.

In einem erneut hochklassigen Duell der beiden besten Mannschaften des Westens behielten die Thunder hinter einem stark verbesserten Shai Gilgeous-Alexander (30 Punkte, 9 Assists, 1 Turnover) die Oberhand. Allerdings musste sich der Titelverteidiger enorm strecken, um nach der Double-Overtime-Pleite in Spiel 1 nicht mit 0-2 in der Serie in Rückstand zu geraten.

Die Thunder brachten eine Topleistung auf das Parkett, mit der die San Antonio Spurs jedoch über die volle Länge der Partie Schritt halten konnten. Victor Wembanyama bereitete den Gastgebern im Paycom Center in Oklahoma City mit 21 Punkten, 17 Rebounds und 4 Blocks zwar erneut Probleme, allerdings hatte er mit Isaiah Hartenstein einen neuen Bewacher an seiner Seite, der seine Sache exzellent machte.

Ohne den weiterhin am Knöchel verletzten De’Aaron Fox mussten die Texaner einmal mehr auf Rookie Dylan Harper bauen, der sich jedoch im dritten Viertel am Oberschenkel verletzte. Anschließend war die Partie für ihn beendet. Bisher nennen die Spurs seine Blessur eine Verletzung des rechten Beines.

Eine erneute Verletzung des linken Beines scheint sich derweil Jalen Williams aufseiten der Thunder zugezogen zu haben. Bereits in der ersten Halbzeit und nur sieben Minuten auf dem Parkett war der Arbeitstag für den OKC-Star beendet. Die Thunder betitelten seine gesundheitliche Problematik als Verpannung im linken Oberschenkel. Noch dicker wurde es aus Sicht des amtierenden Champions kurz vor Schluss. Mit Ajay Mitchell, der sich nach einer Defensivaktion an den linken Oberschenkel griff, war die Partie eine Minute vor der Schlusssirene vorzeitig beendet.

Mit einer ausgedünnten Personallage legten beide Mannschaften von der ersten Sekunde an ein unglaubliches Tempo an den Tag. Die Thunder konnten sich im Spielverlauf besser mit dieser Spielweise arrangieren, forcierten sie 21 Ballverluste der Spurs, von denen Stephon Castle nach 11 Turnovern in Spiel 1 am Mittwoch für weitere 9 abgegebene Bälle verantwortlich war.

Harden brilliert! Cavs brechen Trend in OT-Krimi

Dank eines starken James Harden haben die Cleveland Cavaliers Spiel 5 der Playoff-Serie gegen die Detroit Pistons mit 117:113 in Overtime gewonnen und sind nun nur noch einen Sieg von den Conference Finals entfernt. Detroit brach derweil in der Crunchtime ein.

Die Cavs gewannen damit das erste Auswärtsspiel der Serie und feierten gleichzeitig ihren ersten Auswärtssieg der laufenden Playoffs überhaupt. Zuvor hatten sie all ihre Heimspiele gewonnen – und in der Fremde immer verloren. James Harden verbuchte dabei mit 30 Punkten (8/21 FG), 3 Blocks und 3 Offensivrebounds seine beste Ausbeute dieser Postseason. Er kam zusätzlich auf je 6 Assists und Turnover.

Die Pistons führten in Halbzeit eins mit 15 Punkten stellten drei Minuten vor dem Ende durch einen Dreier von Tobias Harris auf 103:94. Anschließend erzielten sie in der Regulation jedoch keinen einzigen Punkt mehr und brauchten einen Block von Ausar Thompson in der Schlusssekunde, um sich überhaupt in die Overtime zu retten.

Die Durststrecke verlängerte sich in der Zusatzperiode um zwei weitere Minuten, nach zwei Freiwürfen von Paul Reed zum 105:107 war jedoch noch alles drin. Der Ausgleich gelang den Pistons allerdings nicht mehr: Harden sicherte sich 24 Sekunden vor Schluss den Offensivrebound nach eigenem verfehlten Freiwurf, ging erneut an die Linie und brachte den Sieg so in trockene Tücher.

In der Serie führt Cleveland nach drei Siegen in Folge nun mit 3-2. In den Conference Finals im Osten warten bereits die New York Knicks.

Bei Cleveland erzielten gleich fünf Spieler mindestens 15 Punkte, Donovan Mitchell kam auf 21. Neben dem Star-Quartett in der Starting Five lieferte Max Strus mit 20 Punkten (6/8 3P) und 8 Rebounds entscheidende Unterstützung von der Bank.

Auf der Gegenseite lag erneut viel Last auf Cade Cunningham, der mit Abstand die meisten Minuten (48) aller Akteure abriss: Keiner seiner Mannschaftskollegen stand für mehr als 41 Minaten auf dem Parkett. Der Spielmacher erzielte 39 Punkte (13/27, 6/10 3P), 7 Rebounds und 9 Assists, leistete sich allerdings auch 6 Turnover.

Daniss Jenkins stieg für den verletzten Duncan Robinson (Rücken) in die Starting Five auf und machte seine Sache gut: 19 Zähler (8/17 FG), 2 Blocks und 3 Assists, kein Turnover in 41 Minuten.

Lakers-Star Doncic droht Saison-Aus

Die Los Angeles Lakers müssen die NBA-Playoffs wohl ohne Starspieler Luka Doncic beenden.

Der 27 Jahre alte Slowene äußerte sich am Mittwoch zu seiner Oberschenkelverletzung, wegen der er dem Team aus Kalifornien bereits seit vier Wochen fehlt.

„Ich tue einfach alles, was ich kann. Jeden Tag. Der Arzt sagte zu Beginn des ersten MRT, dass es acht Wochen dauern wird. Aktuell schaue ich einfach von Tag zu Tag. Ich fühle mich jeden Tag besser“, sagte Luka Doncic in einem knappen Statement vor anwesenden Journalisten. Die Verletzung trat Anfang April auf. Demnach könnte Doncic erst im Juni zurückkehren.

Doch viel Zeit hat der Spielmacher, der Anfang 2025 in einem spektakulären Wechsel von den Dallas Mavericks zu den Lakers wechselte, nicht. Sein Team um LeBron James liegt in der Best-of-seven-Serie gegen Titelverteidiger Oklahoma City Thunder mit 0:1 zurück. Titelfavorit Oklahoma City könnte die Serie bereits Anfang der kommenden Woche beenden.

Ein Seriensieg der Lakers ohne Schlüsselspieler Doncic wäre eine Sensation. Schon der 4:2-Erfolg in der ersten Runde über die Houston Rockets ohne den Slowenen war eine große Überraschung.

Die Oklahoma City Thunder bleiben durch einen 108:90-Heimsieg in Spiel 1 gegen die Los Angeles Lakers am Dienstag in den diesjährigen Playoffs weiter ungeschlagen. Der Titelverteidiger trotze dabei einer starken Vorstellung von LeBron James.

Denn dieser schenkte den Thunder 27 Punkte ein, traf 12 seiner 17 Field Goals und sammelte zudem 6 Assists und 4 Rebounds. Aufseiten der Lakers war der 41-Jährige jedoch einer der wenigen Akteure, der seine Normalform erreichen konnte. Austin Reaves erlebte mit 3/16 Field Goals und lediglich 8 Punkten und 6 Assists (4 Turnover) einen Arbeitstag zum Vergessen.

Trotzdem hielten die Lakers zunächst den Anschluss, nachdem sie in der Regular Season im Paycom Center stets unter die Räder gekommen waren. Nachdem es aus Sicht der Lakers 26:31 nach zwölf gespielten Minuten und 53:61 zur Halbzeit geheißen hatte, verkürzte der einmal mehr gut aufgelegte Rui Hachimura (18 Punkte) zwischenzeitlich auf 65:69.

SGA-Bounceback im großen Stil! Thunder erhöhen Führung

Dank einem deutlich stärkeren Shai Gilgeous-Alexander als in Spiel 1 gingen die Oklahoma City Thunder am Mittwoch dank eines 120:107-Heimsieges mit 2-0 in Führung gegen die Phoenix Suns. Beim Titelverteidiger wurde die Stimmung jedoch aufgrund einer erneuten Verletzung bei Jalen Williams getrübt.

„Wir denken, dass er sich am linken Oberschenkel verletzt hat“, sagte Head Coach Mark Daigneault: „Wir werden es uns in den nächsten Tagen anschauen und euch dementsprechend auf dem Laufenden halten.“ Williams zog sich die Verletzung zur Mitte des dritten Viertels zu, während er im Fastbreak einen Layup vergab. Er kehrte nicht ins Spiel zurück. Williams verpasste bereits 30 Spiele der Regular Season wegen einer Verletzung am rechten Oberschenkel.

Im Spielverlauf stellte der Ausfall von Williams kein Problem dar. Gilgeous-Alexander wurde vor Spielbeginn die Trophäe als Clutch Player of the Year überreicht, wobei es im zweiten Spiel der Serie keine Heldentaten von ihm benötigte. Die Thunder gewannen die mittleren Viertel mit insgesamt 70:48, ein Comeback-Versuch der Suns im Schlussabschnitt kam zu spät.

SGA lieferte 37 Punkte (13/25 FG) und 9 Assists ab, Chet Holmgren (7/12 FG, 4 Blocks) und Williams (7/11 FG, 4 Assists) steuerten jeweils 19 Zähler bei. Gilgeous-Alexander ackerte für 38 Minuten, während einige andere Starter wie Isaiah Hartenstein (6 Offensivrebounds) unter 25 Minuten blieben.

Das Spiel wurde nach der Pause hitzig, als die beiden kanadischen Nationalspieler Dillon Brooks und Luguentz Dort aneinandergerieten. Nach einer kurzen Rudelbildung wurden die beiden führenden Streithähne mit technischen Fouls getrennt. Auch SGA ließ sich nach einem getroffenen Jumper zu einer Geste gegenüber seinem kanadischen Nationalmannschaftskollegen hinreißen.

Brooks ließ seinen Worten wiederum Taten folgen, er war mit 30 Punkten (5/9 3P) Topscorer seiner Farben. Devin Booker zog mit 22 Zählern (7/14 FG) nach, Jalen Green brauchte 23 Würfe für 21 Zähler und leistete sich 7 der 21 Suns-Turnover. Royce O’Neale steuerte 16 Punkte (4/5 3P) von der Bank kommend bei, Grayson Allen kam wie in Spiel 1 nicht zum Einsatz.

Wagner-Brüdern droht mit Orlando vorzeitiges Aus

Erste Chance vertan: Nationalspieler Franz Wagner und seine Orlando Magic drohen die NBA-Playoffs auch über den Umweg Playin-Turnier zu verpassen.

Das Team aus Florida verlor sein erstes Spiel des „Nachsitzens“ bei den Philadelphia 76ers mit 97:109 und hat damit nur noch eine letzte Chance auf die K.o.-Runde. Verliert Orlando in der Nacht zu Samstag auch gegen die Charlotte Hornets, finden die Playoffs in diesem Jahr ohne die Wagner-Brüder statt.

In Philadelphia liefen die Magic permanent einem Rückstand hinterher. Sie blieben zwar bis in die Schlussphase auf Tuchfühlung, konnten das Momentum aber nie ganz auf ihre Seite bringen. Auch 34 Punkte von Top-Scorer Desmond Bane verfehlten am Ende ihre Wirkung.

Franz Wagner blieb mit zwölf Punkten, vier Rebounds und drei Assists in einer knappen halben Stunde Spielzeit unter seinen Möglichkeiten. Nationalmannschaftskollege Tristan da Silva stand eine Viertelstunde auf dem Feld und erzielte vier Zähler, Moritz Wagner kam erneut nicht zum Einsatz.

Nutzt Orlando seine letzte Chance gegen die Hornets, die sich in Runde eins des Playin-Turniers gegen die Miami Heat (127:126 nach Verlängerung) durchsetzten, kommt es zum Aufeinandertreffen mit den starken Detroit Pistons, die die Eastern Conference auf Platz eins abgeschlossen hatten. Orlando war in den vergangenen beiden Jahren in Runde eins der Playoffs ausgeschieden.

Bittere Sixers-News: Embiid muss unters Messer

Dass der verletzungsanfällige Joel Embiid auch gerne mal kurzfristig auf dem Injury Report der Philadelphia 76ers auftaucht, ist an sich nichts Ungewöhnliches. Vor dem Spiel gegen die Houston Rockets am Donnerstag fällt der frühere MVP jedoch mit einem ganz neuen Problem aus.

Wie die Sixers wenige Stunden vor dem Tip-Off bekanntgaben, muss sich Embiid am Blinddarm notoperieren lassen. Eine Ausfallzeit nannte die Franchise nicht, die reguläre Saison ist für den Center damit aber auf jeden Fall gelaufen.

Die Cleveland Clinic gab eine typische Erholungszeit für Profisportler mit bis zu sechs Wochen an. Damit wäre Embiid wohl frühestens zu den Conference Finals zurück – wenn die Sixers es bis dahin schaffen sollten.

Aktuell steht Philadelphia (43-36) auf dem achten Platz in der Eastern Conference und müsste somit zunächst im Play-in-Turnier ran. Auf die sechstplatzierten Toronto Raptors und damit das direkte Playoff-Ticket hat Philly allerdings nur ein Spiel Rückstand, und auch die fünftplatzierten Atlanta Hawks (45-35) befinden sich noch in Reichweite.

Embiid kam in dieser Saison bisher auf 38 Einsätze, in denen er durchschnittlich 26,9 Punkte, 7,7 Rebounds und 3,9 Assists auflegt. Über seine gesamte Karriere seit 2014 hat der 32-Jährige gerade einmal vier Saisons gespielt, in denen er nicht mindestens 20 Spiele verpasst hat.

Das sagt Zion zu seiner Zukunft in New Orleans

Für die New Orleans Pelicans ist diese Saison bereits gelaufen. Das wirft Fragen über die Zukunft und insbesondere Zion Williamson auf. Dieser äußerte sich nun selbst zu seinen Plänen bei den Pels.

Gegenüber Yahoo Sports deutete „Z“ an, dass er sich einen Verbleib vorstellen könne: „New Orleans ist mein Zuhause. Hier will ich sein.“ Auch Quellen des US-Outlets zufolge werde bei Williamson und seinem inneren Kreis derzeit kein Gedanke daran verschwendet, einen Abschied zu forcieren.

Sein Vertrag läuft noch bis einschließlich der Saison 2027/28. „Aber am Ende des Tages ist die NBA ein Business. Ich könnte in der Offseason oder vor der nächsten Trade Deadline getradet werden“, so die Nummer 1 der Pelicans. „Nicht dass ich das wollen würde. Aber es ist schließlich die Realität.“

Sportlich betreibt er in dieser Saison wieder mehr Eigenwerbung als in den vergangenen Jahren. Ein zentraler Aspekt dabei: seine Verfügbarkeit. In dieser Spielzeit steht er bereits bei 69 Einsätzen, nachdem er 2024/25 nur 30 Spiele gemacht hatte.

„Mein Gefühl ist, dass ich genug gezeigt habe, um zu sagen: ‚So wird mein Spiel aussehen.‘ Selbst als ich eine Verletzung hatte, die mich eigentlich vier bis sechs Wochen kosten sollte, war ich nach zwei Wochen wieder da“, sagte Williamson, der von einer Zerrung im Hüftbereich Ende Dezember für sechs Spiele außer Gefecht gesetzt wurde.

Mit rund 21 Punkten, 6 Rebounds und 3 Assists verzeichnet Williamson in dieser Saison Career-Lows.

Jokic und Murray genial – OT-Wahnsinn in Minnesota

Es ist erst März, aber dieser Mittwoch wird im Jahresrückblick noch eine Rolle spielen! Denn auf so vielen Schauplätzen ging die Post ab. So geriet das Gipfeltreffen zwischen den Oklahoma City Thunder und den Boston Celtics in den Hintergrund, weil sich in Minnesota und Denver die Ereignisse überschlugen.

Die Zuschauer im Target Center wurden am Mittwoch Zeuge eines der wildesten Spiele der Regular Season! Hinzu kam, dass die Partie zwischen den Minnesota Timberwolves (45-28) und den Houston Rockets (43-28) Playoff-Implikationen haben könnte. Mit dem 110:108-Overtime-Sieg setzten sich die fünftplatzierten Wolves auf 1,5 Spiele von den sechstplatzierten Houston Rockets ab.

Wie kam es dazu? Nun, schon der letzte Ballbesitz in der regulären Spielzeit hatte genügend Chaos in sich, um an dieser Stelle erwähnt zu werden. Neun Sekunden vor dem Ende und bei einem Gleichstand von 95:95 lag der Ball in den Händen von Kevin Durant (30 Punkte). Dieser wurde aber keinen Wurf los, sondern warf den Ball in die Arme von Naz Reid, der wiederum einen Fastbreak einleitete.

Der Ball fand Julius Randle (24 Punkte), der über die linke Seite einen Look am Korb bekam, um die Partie zu entscheiden. Jedoch kam Alperen Sengun noch rechtzeitig für einen spektakulären Block daher. Overtime!

Was sich hier ereignete, grenzt an Wahnsinn. Ein 13:0-Lauf mit Beginn der Extra-Spielzeit ließ die Rockets aussehen wie der sichere Sieger. Besonders wichtig: Es wäre der zweite Sieg im dritten Spiel gegen die Wolves gewesen, womit auch der Tiebreaker unter Dach und Fach gebracht worden wäre. Wäre! Denn Minnesota hatte eine letzte Antwort parat.

Randle krönte einen 15:0-Run der Gastgeber mit einem Jumper 8,8 Sekunden vor dem Ende zur 110:108-Führung.

Ist ja gut: Nikola Jokic hätte schon am Mittwoch zum MVP des Recaps ausgezeichnet werden müssen. Mea Culpa! Kein Grund, gleich so auszurasten. Denn nichts anderes taten Jokic und auch Jamal Murray beim 142:135-Heimsieg über die Dallas Mavericks.

Ihr müsst allerdings selbst entscheiden, welche Performance besser war. Fangen wir mal beim Joker an, der schon am Mittwoch beim 125:123-Sieg gegen die Phoenix Suns mit 23 Punkten, 17 Rebounds und 17 Assists dabei war. Beeindruckend? Für Jokic ging gegen die Mavs noch ein gutes Stück mehr.

Durant erklärt Schwierigkeiten gegen Lakers

Die Houston Rockets haben bei der 92:100-Niederlage am Montag gegen die Los Angeles Lakers ein sehr durchwachsenes Schlussviertel gespielt. Für Kevin Durant war die gesamte zweite Hälfte schwierig. Der Superstar nahm die Schuld auf sich und erklärte, was er hätte besser machen können.

„Ich habe das Gefühl, ich habe uns das Spiel verloren“, betonte ein zerknirschter Durant: „So einfach ist es. Natürlich hätten wir mehr Dreier treffen können, aber es lag an mir. Ich bin die Offense. Das andere Team nutzt all seine Ressourcen, um es mir schwierig zu machen.“

Durant erzielte nach der Pause nur 2 seiner insgesamt 18 Zähler und leistete sich 6 seiner 7 Turnover. Den Rockets unterliefen in Abwesenheit von Alperen Sengun (Rücken) ganze 22 Ballverluste. Im Schlussviertel unterlagen die Rockets mit 12:17 bei nur 4/16 aus dem Feld.

„In der ersten Hälfte kam ich in den Rhythmus bei Isolations, nach Pindowns, Pick-and-Rolls und sie haben dann entschieden, mir diesen Rhythmus zu nehmen. Also muss ich schlauer sein und besser mit dem Ball“, führte Durant aus: „Über manche Double-Teams muss ich vielleicht drüber werfen, aber sonst muss ich das Spiel breitmachen und bereit sein, zu fangen und direkt zu werfen. Ich muss bereit sein, Screens zu stellen und im Dunker Spot zu warten. Ich muss meinen Teamkollegen Platz beschaffen. Ich hätte den Ball nicht so viel haben müssen, wie es heute der Fall war.“

Die Rockets haben am Mittwoch die seltene Chance auf eine nahezu unmittelbare Revanche, sie empfangen dann erneut die Lakers. Houston steht zudem im direkten Duell mit Purple and Gold um die Playoff-Platzierung, momentan stehen die Lakers auf dem dritten Platz der Western Conference mit 1,5 Spielen Abstand auf die Rockets.

Durant hinterfragte die Entscheidung, ihn in der zweiten Hälfte weiterhin den Ball nach vorne bringen zu lassen, da die Rockets sich schwer taten mit Double-Teams gegen den 37-Jährigen.