„Das ist geil“: Wagner hat Lust auf Herkulesaufgabe

Im Sommer entschied sich Moritz Wagner in der Free Agency für einen Wechsel zu den Brooklyn Nets. Diese haben in den vergangenen drei Spielzeiten die Playoffs verpasst. Nun sind die Nets aufgrund einer Regeländerung dazu angehalten, wieder in die Postseason zurückzukehren. Für Wagner eine reizvolle Herausforderung.

Die NBA hat in der vergangenen Saison eine Reform des Lottery-Systems beschlossen. Diese sieht vor, dass nicht mehr die schlechtesten Teams der Saison die größten Wahrscheinlichkeiten auf den Nummer-1-Pick im folgenden Draft haben.

Stattdessen wird das neue „3-2-1-System“ jene Teams belohnen, die um den Einzug in das Play-In-Tournament kämpfen. Mannschaften, die nicht das Play-In erreichen und zudem keine der drei schlechtesten Bilanzen der Liga stellen, haben die höchsten Chancen, an erster Stelle zu draften.

Hier kommen die Nets ins Spiel, die in der vergangenen Saison mit nur 20 Siegen die drittschlechteste Bilanz der Liga vorzuweisen hatten. „Also, wir sind ein junges Team. Mittlerweile ist es aber auch so, dass sich die Regeln in der NBA ein bisschen verändert haben“, wies Wagner in seinem Podcast Kannst du so nicht sagen auf die Veränderungen hin. „Ich würde nicht sagen, dass dadurch mehr Druck entsteht, aber man wird schon dazu angehalten, auch zu gewinnen.“

Ziel der Reform ist es, Tanking in der NBA zu reduzieren. In der Vergangenheit hatten Mannschaften frühzeitig damit begonnen, eine Teilnahme an den Playoffs abzuschreiben. Eine Devise, die zukünftig nicht mehr mit den Chancen auf aussichtsreiche Draftpicks belohnt wird.

„Die Anforderungen werden schon ein bisschen angezogen, und die Jungs müssen eine gewisse Dringlichkeit verspüren – beziehungsweise sollten sie das“, meinte der Nets-Neuzugang mit Vorfreude: „Und das ist natürlich geil. Genau so willst du es haben.“

Im Sommer unterschrieb der deutsche Nationalspieler einen Zweijahresvertrag über 18,4 Millionen Dollar. Für die Saison 2027/28 hat Wagner eine Option, die ihn im Einvernehmen mit den Nets in Brooklyn behalten würde. Die beiden zurückliegenden Spielzeiten waren für Wagner von einem Kreuzbandriss verkürzt.

Entsprechend ehrgeizig zeigte er sich: „Als Spieler willst du deine Zeit natürlich nicht verschwenden und einfach nur spielen. Deswegen freue ich mich total auf die Herausforderung.“

Karriereende? Durant macht sich Gedanken

Kevin Durant von den Houston Rockets macht sich vor seiner 20. NBA-Saison Gedanken über das Karriereende. Das hat auch mit Russell Westbrook zu tun.

„Es hat mich wirklich getroffen“, sagte Durant in der Interviewserie „Boardroom Talks“ über Westbrooks Karriereende: „Weil er von allen, mit denen ich einst angefangen und täglich trainiert habe, der erste ist, der seine Karriere beendet hat. Es haben zwar schon einige Jungs, die jünger sind als ich, aufgehört. Aber denen stand ich nicht so nahe wie ihm.“

Durant ist wie Westbrook 37 Jahre alt. Von 2008 bis 2016 spielten die beiden US-Amerikaner gemeinsam für die Oklahoma City Thunder.

„Bald bin ich dran“, betonte der Power Forward: „Basketball ist ein Sport der Jugend. Zwar fühle ich mich noch so, als könnte ich weiter mithalten, aber ich höre schon häufig, dass ich alt werde. Ich habe meinen Frieden mit allem geschlossen, was ab jetzt noch passieren wird. Bis dahin werde ich mein Bestes geben, bis ich es nicht mehr aushalte.“

Durant wurde im Draft 2007 an zweiter Stelle von den Seattle SuperSonics ausgewählt und zog 2008 mit dem Team nach Oklahoma City um. Anschließend spielte der viermalige Olympiasieger, zweimalige NBA-Champion und einmalige Weltmeister für die Golden State Warriors, Brooklyn Nets und Phoenix Suns, ehe er 2025 in Houston anheuerte.

Für die Rockets kam Durant, dessen Vertrag noch bis Sommer 2028 läuft, in der vergangenen Saison in 78 Regular-Season-Partien auf durchschnittlich 26,0 Punkte, 5,5 Rebounds und 4,8 Assists.

Für immer bei den Warriors? Curry legt sich fest

Stephen Curry will mit den Golden State Warriors in den Sonnenuntergang schreiten. Dieses Bekenntnis erneuerte der Superstar in einem Interview mit NBC Sports Bay Area.

Am vergangenen Samstag war der Stichtag: Fortan darf Curry einen neuen Vertrag in der Bay Area unterzeichnen. „Das ist keine Frage. Ich möchte den Rest meiner Karriere hier verbringen und bin mir ziemlich sicher, dass das auch passieren wird“, machte der 38-Jährige unmissverständlich deutlich.

Sein Vertrag läuft am Ende der kommenden Spielzeit aus. Eine Verlängerung zu Maximalbezügen würde einen neuen Zweijahresvertrag über 136,7 Millionen Dollar bedeuten. Die Regularien der NBA sehen vor, dass ein Spieler im Alter von 38 Jahren oder älter für nicht mehr als maximal drei Jahre verlängern kann. Wann Curry seinen Vertrag in der Bay Area verlängern wird, ließ die Warriors-Ikone allerdings noch offen.

„Der Deal und diese vertraglichen Sachen werden zu gegebener Zeit passieren. Wir lassen uns davon nicht von unserer Vorbereitung auf die Saison ablenken. Außerdem kehren wir mit einem Team zurück, in dem sich viele bereits sehr gut kennen“, lautete seine Auskunft zum aktuellen Stand der Dinge.

Im Vergleich zur vergangenen Saison sind mit Rookie Yaxel Lendeborg und den beiden Free-Agency-Signings Brandon Williams und Georges Niang nur drei neue Gesichter hinzugekommen. Langfristige Gewissheit hinsichtlich des Kaders besteht bei den Warriors auch abgesehen von Curry nicht.

Auch die Verträge von Draymond Green, Jimmy Butler, Kristaps Porzingis (Spieleroption für 2027/28), Al Horford (Spieleroption), Brandin Podziemski (Restricted Free Agent) oder De’Anthony Melton (Spieleroption) werden oder können im kommenden Juni auslaufen.

„Das Ziel bleibt dasselbe“, richtete Curry den Blick auf den Gewinn einer fünften Meisterschaft.

„Alles rund um eine Vertragsverlängerung werden wir zum richtigen Zeitpunkt klären. Aber ich bin bereit für meine 18. Saison. Es ist schon irgendwie verrückt, dass ich mittlerweile so lange dabei bin. Ich versuche weiterhin, auf einem sehr hohen Niveau zu spielen, um uns dabei zu helfen, Spiele zu gewinnen. Und ich weiß, dass ich meinen Job erledigen kann.“

Mega-Deal – Lakers werden zum teuersten Team der Welt

Die Los Angeles Lakers sind eines der bekanntesten Sportteams der Welt. Als solches hat der NBA-Riese einen enormen Wert. Einen Wert, der nun nicht nur eine Fantasie, sondern Realität wird.

Die Lakers haben einen neuen Eigentümer. Wie mehrere US-Medien, darunter „ESPN“, übereinstimmend berichten, übernehmen die amerikanischen Unternehmer Josh Kushner und Bob Iger das Traditionsteam für 12,5 Milliarden Dollar. Damit ist es der teuerste Verkauf eines Sportfranchise aller Zeiten.

Kushner und Iger waren ursprünglich in den Expansionsprozess für ein mögliches NBA-Team in Las Vegas eingebunden. Stattdessen legten sie nun ein überraschend hohes Angebot für die Lakers vor und überzeugten den bisherigen Mehrheitseigentümer Mark Walter zum Verkauf.

Walter hatte die Kontrolle über die Lakers erst im vergangenen Jahr von der Buss-Familie übernommen. Damals wurde der Klub mit rund zehn Milliarden US-Dollar bewertet – ebenfalls ein Rekordwert für eine Sportfranchise.

„Als lebenslange NBA-Fans fühlen wir uns zutiefst geehrt, die Verantwortung für die Los Angeles Lakers übernehmen zu dürfen – eine der ikonischsten Sportorganisationen der Welt“, erklärten Kushner und Iger in einem gemeinsamen Statement. Man wolle auf dem Vermächtnis der Buss-Familie aufbauen, dauerhaft um Titel kämpfen und den Fans sowie der Stadt Los Angeles gerecht werden.

Josh Kushner ist Gründer der Investmentfirma Thrive Capital und Mitbegründer des Krankenversicherungsunternehmens Oscar Health. Bob Iger war bis Anfang 2026 CEO des Unterhaltungskonzerns Disney und ist seit 2024 gemeinsam mit seiner Ehefrau Willow Bay Mehrheitseigentümer des NWSL-Klubs Angel City FC.

Auch Walter verabschiedete sich mit emotionalen Worten. Der Besitz der Lakers sei eine der größten Ehren seines Lebens gewesen. Besonders die Verbindung zur Stadt, den Fans sowie zum Team werde ihm in Erinnerung bleiben. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass dem Klub unter den neuen Eigentümern eine erfolgreiche Zukunft bevorstehe.

Walter bleibt trotz des Verkaufs im Spitzensport aktiv. Über seine Holding TWG Global hält der 66-Jährige unter anderem Beteiligungen an den Los Angeles Dodgers, dem WNBA-Team Los Angeles Sparks, dem Premier-League-Klub FC Chelsea sowie der Professional Women’s Hockey League.

Zudem besitzt er mit TWG Motorsports mehrere Rennteams, darunter das Formel-1-Projekt von Cadillac. Nach Informationen von „ESPN“ verkauft Walter ausschließlich die Lakers und behält alle weiteren Sportbeteiligungen.

Warriors-Star widerspricht Durant in Sixers-Debatte

Sind die neu aufgestellten Philadelphia 76ers tatsächlich talentierter als die Golden State Warriors von 2017 und 2018? Draymond Green hat sich in die von Kevin Durant ausgelöste Debatte eingeschaltet – und war damit am Dienstag nicht der Einzige aus dem damaligen Superteam.

„Ich glaube nicht, dass ich dem zustimmen kann“, sagte Green in seinem Podcast The Draymond Green Show. „Ich glaube wirklich nicht, dass das so funktioniert. Aber das ist KD’s Meinung.“

Durant hatte am Montag in einem Instagram-Post die Behauptung eines Users zurückgewiesen, dass das Talent der damaligen Warriors mit Durant deutlich höher gewesen sei, als das der heutigen Sixers mit den Neuzugängen LeBron James und Jaylen Brown. Er könne im Vergleich der beiden Teams nicht verstehen, „inwiefern die Warriors auf dem Papier besser sein sollen“.

KD führte dort die Klasse von Joel Embiid („kürzlich MVP“), Brown („kürzlich Finals-MVP“), Tyrese Maxey („dreimal in Folge All-Star“) und James („wir alle wissen, was er kann“) an, während beispielsweise sein früherer Mitspieler Klay Thompson „niemals ein MVP-Kandidat in irgendetwas“ gewesen sei.

Das wollte der viermalige Meister, der heute bei den Dallas Mavericks spielt, wiederum nicht kommentarlos auf sich sitzen lassen und antwortete: „Ey man, ist alles gut bei dir?“ Allerdings rüffelte Thompson KD vielmehr für das Ausschreiben seines ganzen Namens, während Green und Steph Curry nur mit ihren Vornamen genannt wurden. Auch Green mischte sich in den Spaß ein und spielte mit der Frage: „Dachte Slim, er schreibt von seinem Burner?“ auf Durants Social-Media-Missgeschicke an.

Begonnen hatte Durant die kontroverse Debatte bereits am Samstag, als er Philadelphia in einer Medienrunde zum Titelkandidaten gemacht und behauptet hatte, dass sich für die Spiele der Sixers „ein League-Pass-Abo lohnen“ würde. Für diese Aussagen bekam er von Green sogar Zustimmung.

„Damit erweist KD ihnen seinen Respekt“, sagte Green. „Man muss dazu auch seine Perspektive auf den Basketball verstehen. Die ist bei KD sehr ‚Uncle-Drew-mäßig‘ – bei ihm wird sich das Spiel immer um Buckets drehen.“

Warriors treffen Entscheidung bei Green

Die Golden State Warriors sind bei LeBron James leer ausgegangen und haben sich nun auf einen neuen Vertrag mit Draymond Green geeinigt. Die Konditionen entsprechen dabei der zuvor abgelehnten Spieleroption des viermaligen Champions.

Green hatte seine Option über 27,6 Millionen Dollar für die kommende Saison nicht gezogen, um dem Team die Möglichkeit auf eine LeBron-Verpflichtung zu geben. Nun soll der 36-Jährige über seinen neuen Vertrag 27,7 Mio. Dollar bekommen, wie ESPN am Dienstag berichtete. Eine No-Trade-Klausel, zu der Green berechtigt gewesen wäre, fehlt laut ESPN allerdings in dem Papier.

Noch wenige Stunden vor Bekanntwerden der Verlängerung hatte sich Green in seinem Podcast zu der Entscheidung von James geäußert, bei den Philadelphia 76ers statt in der Bay anzuheuern. Der frühere Spitzen-Verteidiger, der seine gesamte Karriere bei den Warriors verbracht hat, hatte James während eines gemeinsamen Urlaubs versucht, von einem Wechsel nach San Francisco zu überzeugen. Allerdings ohne Erfolg.

„Ich glaube letztendlich nicht, dass Bron die Vergangenheit jemals überwinden konnte, und ich verstehe das, ich begreife es“, sagte Green mit Blick auf die Finals-Duelle zwischen LeBrons Cleveland Cavaliers und den Warriors. „Er wäre zerstört worden, wenn er sich den Warriors angeschlossen hätte. Man hätte gesagt: ‚Oh, jetzt bist du doch zu Steph gegangen. Oh, du musstest es am Ende doch tun.‘ Ich denke, das hat letztendlich die Entscheidung stark beeinflusst, das hat eine große Rolle dabei gespielt, dass die Warriors LeBron nicht bekommen haben.“

Mit Greens Verlängerung und den in dieser Offseason ebenfalls abgeschlossenen Deals mit Kristaps Porzingis, Al Horford und Charles Bassey haben die Warriors nun beinahe den kompletten Frontcourt der vergangenen Saison weiter dabei. Die einzige Ausnahme bildet Center Quinten Post, der sich den Memphis Grizzlies anschloss, nachdem die Warriors das ihm unterbreitete Dreijahresangebot über 30 Millionen Dollar nicht mitgehen wollten.

Pikanter Fauxpas? Miami kündigt LeBron-PK an

Am Dienstag wurden die Sozialen Medien von einer ungewollten Ankündigung der Miami Heat in Aufregung versetzt. „LeBron James Introductory Press Conference“ lautete der Titel eines für den 27. Juli geplanten Videos auf YouTube. Was steckt dahinter.

Der rund um die lokale NBA-Franchise bestens informierte Miami Herald lieferte gleich eine Erklärung für die vermeintliche Vorstellung von LeBron James inmitten eines Zeitpunktes, zu dem der Superstar selbst seine Entscheidung noch gar nicht öffentlich kommuniziert hat. Die Lokalpresse hakte nach und bekam die Erklärung von den Heat.

Das Video sei „fälschlicherweise von der Social-Media-Abteilung veröffentlicht worden.“ Im Hintergrund bereite man sich für den Fall vor, dass die Entscheidung des 41-Jährigen zum eigenen Gunsten ausfalle. Dafür gibt es innerhalb der Franchise aber noch keine wasserfesten Anzeichen, weshalb in der Erklärung der Heat betont wird, dass das Video zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Validität habe.

Dass die Heat sich jedoch auf dieses mögliche Szenario vorbereiten, ist keinesfalls aus der Luft gegriffen. Seit Wochen gilt James‘ Ex-Team als einer der heißesten Kandidaten für die Dienste des zukünftigen Hall-of-Famers. LeBron spielte bereits zwischen 2010 und 2014 in South Beach.

ESPN-Insider Shams Charania bestätigte in dieser Woche zum wiederholten Male, dass Miami sich neben den Cleveland Cavaliers und den Philadelphia 76ers die größten Chancen ausrechnen darf. In der am Montagabend veröffentlichten Podcast-Episode von Game Over, dem Medium von James-Agent Rich Paul, sagte dieser zu Co-Moderator Max Kellerman: „Wir werden uns nicht stressen. Es ist seine Wahl und er trifft diese Entscheidung, wenn er so weit ist.“

Vor diesem Hintergrund dementierte Paul auch, dass die noch immer ausstehende Entscheidung schlichtweg mehr Aufmerksamkeit kreieren wolle. Auch Commissioner Adam Silver hatte sich schließlich schon öffentlich dazu geäußert und gesagt, die Liga benötige für die Entscheidungen im Spielplan zügig Gewissheit bei einem der großen Aushängeschilder der Liga. „Uns geht es nicht um Aufmerksamkeit und Spektakel“, meinte Paul. „Es geht nicht um eine ‚Decision‘ [wie im Jahr 2010, Anm. d. Red.] oder etwas Ähnliches.“

Steinbach-Gala reicht Charlotte Hornets nicht

Zum ersten Mal stand der deutsche First-Round-Pick Hannes Steinbach am Mittwoch in der Starting Five der Charlotte Hornets, die im Rahmen der Summer League auf die Milwaukee Bucks trafen. Obwohl der Big Man gleich bei seinem ersten Start mächtig Eindruck hinterließ, reichte es dem Team aus North Carolina nicht zum Sieg. Bei DBB-Kollege Christian Anderson Jr. lief es nicht ganz so rund.

Die Charlotte Hornets zogen in der Summer League gegen die Milwaukee Bucks mit 91:110 den Kürzeren. Gerade in der ersten Halbzeit lief beim Team aus North Carolina wenig zusammen, bereits zur Halbzeit lagen die Hornets mit 16 Zählern im Rückstand. Nach der Pause hielt Charlotte zwar besser mit, konnte die Partie aber nicht noch einmal spannend gestalten.

Der große Lichtblick bei den Hornets: Rookie Hannes Steinbach, der von der Franchise im diesjährigen Draft an 14. Stelle ausgewählt wurde. Der 20-jährige Deutsche stand erstmals in der Starting Five – und machte seine Sache gleich herausragend. Der gebürtige Würzburger traf in 27 Minuten auf dem Court 13 seiner 22 Wurfversuche für 27 Punkte.

Sein Double-Double machte der Big Man mit 15 Rebounds perfekt. Steinbach ist damit der erste Spieler der Hornets seit 2021, dem in einem Spiel der Summer League eine solche Anzahl an Rebounds gelang. Die Niederlage seiner Mannschaft konnte der Deutsche aber nicht verhindern. Mit seinem ersten Einsatz als Starter war der Youngster aber dennoch zufrieden.

„Ich versuche einfach immer, an den Ball zu kommen und zusätzliche Ballbesitze zu schaffen. Da ein paar Spieler ausgefallen sind, habe ich versucht, mit dem Ball in der Hand mehr Verantwortung zu übernehmen, war aggressiver und habe mehr Punkte erzielt. Die NBA ist viel härter als das College, viel schneller und körperbetonter, aber ich glaube, ich gewöhne mich daran und schlage mich ziemlich gut“, sagte er.

Weniger gut lief es dagegen bei Christian Anderson Jr., der nur einen seiner acht Versuche im Korb unterbrachte. Dafür stellte der Guard mit zehn Assists den höchsten Wert des Teams bei der Niederlage gegen die Bucks auf.

Schnappen sich die 76ers auch LeBron James

Kurz vor dem Beginn der Free Agency kam es am Dienstag in der NBA zum großen Knall um LeBron James. Der Superstar entschloss sich, seine Karriere in der stärksten Basketball-Liga zwar fortzusetzen, aber nicht bei den Los Angeles Lakers. Wohin es den Free Agent nun ziehen wird, ist noch unklar. Offenbar sind neben den Golden State Warriors auch die Philadelphia 76ers am 41-Jährigen dran.

Sowohl „ESPN“-Insider Chams Charania als auch Kevin O’Connor für „Yahoo!“ hatten zuletzt über ein Interesse der Golden State Warriors an den Diensten von LeBron James berichtet, der erstmals in seiner Karriere die Gelegenheit hat, als Free Agent frei über seine sportliche Zukunft entscheiden zu können. Auch über eine Rückkehr zu den Cleveland Cavaliers wurde spekuliert.

Nun bahnt sich laut „The Athletic“ an, dass sich für „King James“ auch noch eine spannende dritte Option in der NBA auftut. Den Informationen des Online-Portals zufolge haben jüngst auch die Philadelphia 76ers einen Vorstoß gewagt, um die Möglichkeit einer Verpflichtung des 41-Jährigen auszuloten. Man sehe in dem Superstar „das fehlende Puzzleteil“ auf dem Weg zur ersten Meisterschaft seit 1983.

Erst am Mittwoch hatte das Team aus der Stadt der brüderlichen Liebe mit dem Blockbuster-Trade von Jaylen Brown für Aufsehen gesorgt. Im Gegenzug für den Forward schickten die Sixers Altmeister Paul George zu den Boston Celtics. Zusätzlich gibt Philadelphia zwei Erstrundenpicks und zwei Zweitrundenpicks an den Divisionsrivalen von der Ostküste ab, der zuvor das Rennen um die Dienste von Giannis Antetokounmpo verloren hatte.

Auf Brown warten in seiner neuen Heimat mit Tyrese Maxey, Joel Embiid und Shootingstar VJ Edgecombe gleich drei weitere namhafte Spieler, die die 76ers zu einem echten Anwärter auf den NBA-Titel machen. Die prominent besetzte Aufstellung könne LeBron, der dem Vernehmen nach nur bei einem Contender unterschreiben wird, zu einem Engagement in der Stadt der brüderlichen Liebe bewegen, heißt es.

Der Favorit im Werben um die Dienste des Mannes aus Akron, Ohio, ist Philadelphia laut The Athletic aber nicht. Neben den Warriors und Cavs werden auch den Miami Heat bessere Chancen auf den Zuschlag zugeschrieben.

Historisches Comeback! Knicks greifen nach dem NBA-Titel

Die New York Knicks greifen nach dem Titel! In Spiel 4 der NBA Finals lag das Team aus dem Big Apple am Mittwoch zwischenzeitlich mit 29 Punkten zurück – und gewann am Ende einer dramatischen Schlussphase durch einen spektakulären Game-Winner mit 107:106. Damit führen die Knicks mit 3-1 in der Serie, zur ersten Championship seit 1973 fehlt nur noch ein Sieg.

Die Spurs hatten gerade einen 29-Punkte-Vorsprung verspielt, führten aber wenige Sekunden vor dem Ende wieder mit 106:105. Nach einem Fehlwurf von Jalen Brunson schien De’Aaron Fox einen freien Layup zu haben, wurde aber von OG Anunoby am Ring geblockt. Ballbesitz Knicks, Timeout, 5,7 Sekunden auf der Uhr.

Wieder Brunson, diesmal mit einem langen Dreier, der fiel nicht – doch plötzlich segelte Anunoby heran und tippte den Ball zur Führung rein! San Antonio blieben noch 1,2 Sekunden, es gelang kein finaler Wurf mehr. Game Over!

Das größte Comeback der NBA-Finals-Historie war perfekt. Die bisherige Bestmarke hielten die Boston Celtics, die 2008 einen 24-Punkte-Rückstand gegen die Los Angeles Lakers erfolgreich wettgemacht hatten.

„Wir sind unverwüstlich. Wir geben niemals auf. In unserem Sport legt jeder mal einen Lauf hin. Sie hatten ihren früh, aber wir wussten, dass unser Lauf noch kommt“, erklärte Matchwinner Anunoby (33 Punkte, 10/15 FG, 7/9 3P) anschließend. „Wir glauben an unsere Stärke, es ist nicht unser erstes Comeback“, so Anunoby, der auch die freudetrunkenen Fans im Madison Square Garden lobte: „Die besten Fans der Welt! Unglaublich!“

Neben Anunoby glänzte Brunson mit 35 Punkten (12/25 FG) und 7 Assists, Karl-Anthony Towns gelang nach Foul Trouble in der Anfangsphase ein Double-Double (13 Punkte, 10 Rebounds). Die Knicks beendeten das Spiel mit einer überragenden Dreierquote (15/32), dabei waren es die Spurs, die zu Beginn von draußen heiß gelaufen waren.

San Antonio stellte mit 14 Dreiern in Halbzeit eins eine Finals-Bestmarke auf, versenkte danach aber nur noch 3/17. Superstar Victor Wembanyama brachte es auf 24 Punkte (9/25 FG), 13 Rebounds und 3 Blocks, Dylan Harper (8/12 FG) war von der Bank zweitbester Scorer. De’Aaron Fox und Devin Vassell (5/8 3P) erzielten jeweils 18 Punkte.