Füllkrug spricht über BVB-Rückkehr

Ausgerechnet Niclas Füllkrug entreißt seinem Ex-Verein Borussia Dortmund in der Nachspielzeit den Sieg. Nach seinem Treffer für Werder Bremen zum 2;2 beim BVB spricht der 33-Jährige unter anderem über eine mögliche Rückkehr ins DFB-Team – wenn auch etwas widerwillig.

„Weiß ich nicht. Ich möchte auch nicht so gerne darüber reden“, sagte Füllkrug am „Sky“-Mikro angesprochen auf ein mögliches DFB-Comeback. „Jürgen Klopp hat da einen ganz anderen Weg eingeschlagen und ganz andere Jungs nominiert. Ihm geht es auch um die Zukunft. Das hat er ganz ordentlich beschrieben. Ich bin DFB-Fan. Ich gönne der Nationalmannschaft und jedem Spieler dort alles Beste und freue mich, wenn sie erfolgreich sind.“

Selbst ebenfalls wieder für die Nationalmannschaft aufzulaufen, schloss Niclas Füllkrug aber explizit nicht aus. „Wenn mein Land mich braucht, dann bin ich für mein Land da. Immer. Auch wenn ich 43 bin und noch einer in der Box stehen soll, dann komme ich auch. Aber ich bettle nicht darum und ich fordere nichts. Das wird auch nicht passieren.“

Gegen den BVB gelang Füllkrug in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch der Ausgleichstreffer. Zuvor hatte Ludovit Reis (88.) Werder wieder herangeführt, Daniel Svensson (80.) und Nico Schlotterbeck (85.) trafen ebenfalls spät für die Gastgeber.

„Wenn man so zurückkommt und das Spiel am Ende so gestaltet, dann war heute wieder eine Wahnsinnsbereitschaft da“, sagte Füllkrug.

Am Ende habe Werder „noch eine zweite Luft herausgeholt“ und sei „mutiger geworden“. Er ergänzte: „Du kannst ein ganzes Spiel beim BVB nicht so gestalten wie die letzten 15 Minuten. Dann läufst du ins offene Messer. Bis zum ersten Gegentor hatten wir gut verteidigt. Deswegen bin ich einfach glücklich, dass wir hier mit einem Punkt wegfahren.“

Er selbst habe sich auf die Rückkehr zu seinem früheren Arbeitgeber gefreut. „Vielleicht ein bisschen ungünstig für den BVB: 20.30 Uhr im Signal Iduna Park, da kommt der Champions-League-Fülle raus“, schmunzelte Füllkrug. „Aber es hat sich tatsächlich ein bisschen so angefühlt. Das Schalalala beim Aufwärmen hat mich auch schon wieder motiviert. Das habe ich vermisst. Ganz tolle Atmosphäre. Das ist ein toller Verein, ein tolles Stadion. Den Jubel konnte ich mir trotzdem nicht verkneifen.“

Stiller vor Abgang vom VfB Stuttgart

Mittelfeldspieler Angelo Stiller steht im kommenden Sommer vor einer Grundsatzentscheidung beim VfB Stuttgart. Inzwischen verdichten sich wohl die Anzeichen für einen Wechsel.

Nach dem „kicker“ berichtet nun auch „Sky“, dass es am Neckar keine baldige Vertragsverlängerung mit Stiller geben wird. Eine endgültige Entscheidung im Zukunftspoker sei damit noch nicht gefallen, so der TV-Sender. Gleichwohl gehe die Tendenz aktuell in Richtung eines Abschieds.

Stiller steht beim VfB Stuttgart nur noch bis 2028 unter Vertrag. Im nächsten Sommer bietet sich den Schwaben somit letztmalig die Chance, eine Ablöse für den Schlüsselspieler zu generieren.

Laut „Sky“ bringen sich beim Spielmacher aktuell noch keine konkreten Interessenten in Stellung. In der Stuttgarter Chefetage werde man den Markt aber im Blick behalten. So oder so: In der Kaderplanung dürfte die Personalie in den kommenden Monaten eine zentrale Rolle spielen.

Der Fall Stiller ist beim VfB Stuttgart allerdings kein Einzelfall. Auch mit Jeff Chabot, Maximilian Mittelstädt, Josha Vagnoman, Atakan Karazor, Chris Führich und Ermedin Demirovic führt der VfB laut „kicker“ vorerst keine Gespräche über eine Verlängerung ihrer 2028 auslaufenden Verträge.

Schon jetzt stehe fest, dass der Pokalfinalist aus finanziellen Gründen nicht alle Spieler aus der „2028er-Riege“ werde halten können, so das Fachmagazin.

Teil der Finanzplanung sind demnach in den kommenden Wechselperioden auch deutliche Transferüberschüsse. In Summe sollen in genau einem Jahr nach Winter- und Sommerfenster rund 40 Millionen Euro als Gewinn in der Bilanz stehen.

Schon in diesem Sommer galt gerade Stiller lange Zeit als möglicher Millionen-Verkauf. Immer wieder wurde der ehemalige Münchner mit Real Madrid in Verbindung gebracht. Als mögliche Ablöse waren bis zu 50 Millionen Euro im Gespräch. Wirklich konkret wurde es letztlich nicht.

Geheim-OP bei BVB-Kapitän Can bestätigt

Borussia Dortmunds Kapitän Emre Can hat sich nach seinem Kreuzbandriss heimlich einem weiteren operativen Eingriff unterzogen. Wann der 32-Jährige sein BVB-Comeback gibt, ist völlig offen.

Sportdirektor Ole Book bestätigte bei „Sky“ einen „kicker“-Bericht, wonach bei Can auch eine Adduktoren-OP durchgeführt wurde. „Es war wichtig, die zweite Blessur ebenfalls zu korrigieren und die Zeit zu nutzen, die er sowieso noch ausfällt“, so der Nachfolger von Sebastian Kehl.

Can hatten vor seinem Kreuzbandriss monatelang Adduktorenprobleme geplagt.

Der „kicker“ schrieb, der Eingriff sei gut verlaufen. Unter Berufung auf sein Umfeld hieß es weiter, Can sei „frohen Mutes“ und bei seiner Reha absolut im Soll. Seine Rückkehr ins Mannschaftstraining und den Spielbetrieb sei allerdings noch nicht abzusehen.

Diese Information konnte Book ebenfalls bestätigen. „Emre Can ist nicht im Trainingsbetrieb. Es wird auch bei ihm nicht so schnell gehen“, erklärte der BVB-Manager.

Nach „Bild“-Infos wird Can in diesem Kalenderjahr voraussichtlich kein Spiel mehr für den BVB bestreiten. Ein vollständiger Einstieg ins Mannschaftstraining sei demnach frühestens nach der Winterpause zu erwarten.

Im Mai hatte Can zuletzt öffentlich betont: „Ich kann mittlerweile ohne Krücken gehen und das Knie belasten. Es wird leider noch eine lange Reise.“

Der frühere Sechser, der beim BVB inzwischen als Innenverteidiger eingeplant ist, hatte sich Ende Februar im Heimspiel gegen den FC Bayern das hintere Kreuzband im linken Knie gerissen.

Seitdem arbeitet Can an seinem Comeback. Während der Länderspielpause war er zuletzt auch wieder regelmäßig auf dem Dortmunder Trainingsgelände zugegen.

Cans Vertrag beim BVB wäre eigentlich am 30. Juni ausgelaufen. Trotz seiner schweren Verletzung stattete der Vizemeister den 48-maligen Nationalspieler aber mit einem neuen Kontrakt aus, der bis zum Saisonende datiert ist.

Revanche verpasst: Deutsche Nullnummer in Griechenland

Jürgen Klopp klatschte nach dem nächsten Griechen-Frust seine Spieler ab und klopfte Florian Wirtz ermutigend auf die Brust. Die Revanche ist missglückt – der neue Bundestrainer hat mit der Fußball-Nationalmannschaft nicht in die Erfolgsspur gefunden. Eine Woche nach dem 0:1 in Augsburg reichte es im schnellen Rückspiel in Thessaloniki nur zu einem torlosen Unentschieden.

Klopp aber zeigte sich hinterher „sehr zufrieden“ mit der Vorstellung der deutschen Nationalmannschaft. „Die Jungs haben ein unglaubliches Fußballspiel gemacht, das in allen Bereichen top war, richtig top war“, sagte der Bundestrainer bei RTL.

„Ich glaube, wir haben ziemlich viel Druck aufgebaut. Wir haben am Ende einfach das scheiß Tor nicht gemacht. Ist ärgerlich, trotzdem können wir zufrieden sein, wie wir gespielt haben“, sagte Kapitän Wirtz. „Es war sehr, sehr viel Gutes dabei. Es ist natürlich jetzt nicht alles schlecht.“

Klopp kommt damit bei seinem Vier-Spiele-Start in der Nations League nur auf fünf Punkte und rangiert in Gruppe 2 auf Platz drei hinter den Niederlanden und Griechenland. Das würde nicht zum Einzug ins Viertelfinale reichen.

Mitte November geht es für Klopp mit den Gruppenspielen in Serbien und zum Abschluss in Berlin gegen die Niederlande weiter. Dann wird der 59-Jährige nicht mehr mit zwei Kadern und etlichen Neulingen experimentieren, sondern mit einem A-Team um Kapitän Joshua Kimmich den Sechs-Punkte-Endspurt anstreben. Der in der Abschlusstabelle womöglich ausschlaggebende direkte Vergleich mit den Griechen bei Punktegleichheit ist schon verloren.

„Die erste Halbzeit war wie aus einem Guss, aber die ganz klaren Abschlüsse haben vielleicht ein bisschen gefehlt“, sagte Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus. Zu Klopps erster kleinen Bilanz als neuer Chefcoach meinte er: „Man hat gesehen, dass die Mannschaft auf jeden Fall will, dass sie Spaß und Freude auf dem Platz hat. Die Punkteausbeute – damit können wir nicht zufrieden sein.“

Pfiffe und Buhrufe bei der deutschen Nationalhymne setzten gleich eine aggressive Tonlage im Stadion von PAOK Saloniki, das sich allerdings danach nicht als Hexenkessel entpuppte. Die Marschroute von Klopps Elf diesmal nur auf drei Positionen veränderter Startelf ohne Länderspiel-Neuling war klar. Sie hieß: Anknüpfen an das dominante 2:0 gegen Serbien drei Tage zuvor in München.

Kane-Trikot für irre Summe versteigert

Vor der Länderspielpause hat Harry Kane beim 7:0-Erfolg des FC Bayern gegen Union Berlin noch einmal mächtig die Muskeln spielen lassen. Im speziellen Wiesn-Trikot feierte der Star-Stürmer sein Tor-Jubiläum in der Bundesliga. Sein Match-Shirt wurde nun für eine irre Summe versteigert.

Wie die „Bild“ berichtet, hat das Kane-Trikot aus dem Wiesn-Heimspiel des FC Bayern auf einer Auktionsplattform stolze 55.000 Euro eingebracht. Das siegreiche Gebot wurde demnach aus Singapur abgegeben. Ein Teil der Erlöse aus der Versteigerung geht an den FC Bayern Hilfe e. V.

Der Verein wurde 2005 gegründet und unterstützt Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind. Immer wieder sammeln die Profis der Münchner Spenden für die Organisation.

Als Teil der Auktion wechselten auch die Trikots anderer Bayern-Stars den Besitzer. Das Hemd von Jamal Musiala ging für 7.292 Euro nach China, ein US-Amerikaner zahlte 5.500 Euro für das Shirt von Michael Olise.

Der Franzose hatte beim Kantersieg der Kompany-Elf das Geschehen auf dem Rasen mit seinem Dreierpack besonders geprägt. Auch Kane sorgte mit zwei Toren wieder für Schlagzeilen.

Die beiden Treffer waren im 98. Spiel seine Bundesliga-Tore 100 und 101. Noch nie hatte ein Spieler vorher so schnell die 100-Tore-Marke geknackt.

Für das Topspiel gegen Borussia Dortmund am 31. Oktober hat der FC Bayern bereits die nächste Aktion für den guten Zweck geplant.

Als Teil des „Breast Cancer Awareness Month“ wird man auf dem Ärmel eine pinke Schleife tragen. Die Allianz Arena soll am Abend des Spiels zudem in Pink erleuchten.

Im Stadion sowie in allen Fanshops können Fans zudem für die Brustkrebsvorsorge und für Betroffene spenden.

„Mit unseren Aktionen möchten der FC Bayern und die Allianz einmal mehr auf das Thema Brustkrebs aufmerksam machen – und gleichzeitig konkrete Hilfe ermöglichen“, ordnete Bayern-Präsident Herbert Hainer die Aktion ein. „Die Beleuchtung der Allianz Arena ist zudem ein sichtbares Zeichen für Solidarität mit allen Erkrankten und ihren Angehörigen.“

TSG-Star gibt Traum von der Nationalmannschaft nicht auf

Tim Lemperle träumt von einer Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft. Zunächst will der Ex-Kölner mit der TSG Hoffenheim aber erst einmal in die neue Saison hineinfinden.

Er habe vor der Nominierung für die Nations League nicht über einen möglichen Anruf von Bundestrainer Jürgen Klopp nachgedacht, verriet Lemperle im Interview mit dem „kicker“. „Mich haben einige Leute aus meinem Umfeld danach gefragt, aber ich habe mich mit dem Thema noch nicht groß auseinandergesetzt“, so der Hoffenheimer.

Gleichzeitig will Lemperle eines Tages in die Nationalmannschaft, „sonst bräuchte ich ja hier nicht tagtäglich zum Training kommen, wenn ich nicht auch dieses Ziel hätte“, machte der 24-Jährige deutlich.

In fünf Saisoneinsätzen konnte der Offensivspieler bislang ein Tor beisteuern. Die TSG Hoffenheim müht sich noch. In der Fußball-Bundesliga stehen die Kraichgauer nur bei drei Punkten aus vier Partien. Zum Start der Europa League gingen Lemperle und Co. überraschend mit 0:2 auf Kreta baden.

„Ich bin überzeugt von unserer Kaderqualität und glaube, dass wir ein extrem großes Potenzial haben. Der Punkt ist: Potenzial allein gewinnt keine Spiele. Wir müssen es auch in Ergebnisse umsetzen“, kommentierte Lemperle die Hoffenheimer Startschwierigkeiten.

Der gebürtige Frankfurter absolviert seine zweite Saison bei der TSG. Lemperle war 2025 vom 1. FC Köln nach Hoffenheim gewechselt.

„Als ich aus Köln gekommen bin, war für mich klar: ‚Hey, das Bundesliga-Niveau ist was anderes als 2. Liga, sei für jede Minute dankbar, die du bekommst.‘ Das ist für mich gut aufgegangen, und das Denken habe ich immer noch. Aber ich will mehr Tore schießen, ich will mehr Scorerpunkte sammeln“, bilanzierte der Rechtsfuß.

Mit mehr Scorerpunkten könnte sich Lemperle auch bei Bundestrainer Klopp empfehlen.

Kane-Fehlschuss rächt sich: Spanien schlägt England

Weltmeister Spanien hat den Kracher zum Nations-League-Auftakt gegen England gewonnen.

Im ersten Spiel nach dem Triumph in Nordamerika drehte das Team von Erfolgstrainer Luis de la Fuente den Pausenrückstand und hielt mit dem 3:2 (1:2) seine Serie von nunmehr 39 Spielen ohne Niederlage aufrecht.

Für die Three Lions und seinen deutschen Teammanager Thomas Tuchel war es zwei Monate nach dem Halbfinal-Aus bei der WM hingegen ein neuerlicher Rückschlag, Pechvogel des Abends in Wembley war ausgerechnet Harry Kane.

Lamine Yamal brachte die Spanier in der Neuauflage des EM-Finals von 2024 nach einem schlimmen Fehler von Englands Innenverteidiger Marc Guéhi in Führung (2.), dann brachen Anthony Gordon (36.) und Kane (40.) die spanische Anfangsdominanz mit einem Doppelschlag innerhalb von fünf Minuten.

Nach der Pause ließ Kane per Foulelfmeter die große Chance liegen, im Gegenzug schlug Spanien durch die beiden Joker Alex Baena (60.) und Mikel Oyarzabal (74.) eiskalt zu.

Tuchel setzte überraschend auf James Trafford im Tor anstelle von Jordan Pickford. Der 23-Jährige von Leeds United rettete in höchster Not gegen WM-Finalheld Ferran Torres (16.), nach der englischen Führung setzte Spaniens Marc Cucurella eine vermeintliche Flanke an den Pfosten (45.). Kane rutschte bei seinem Elfmeter mit dem Standbein weg, der Ball klatschte an die Latte. Der Treffer wäre ansonsten wegen einer Doppelberührung aberkannt worden.

Auf der anderen Seite fing Dani Olmo einen Fehlpass von Nico O’Reilly ab, Baena vollstreckte eiskalt. Wenig später stellte Oyarzabal das Spiel mit seinem feinen Heber komplett auf den Kopf. In der 83. Minute nahm Tuchel überraschend Kane vom Feld.

Im Parallelspiel der Gruppe A3 gewann Kroatien mit 2:1 (0:0) in Tschechien. Altstar und Kapitän Luka Modric auf Vorarbeit des Freiburgers Igor Matanovic (47.) und Marco Pasalic (77.) trafen für die Kroaten. Der ehemalige Hamburger Adam Karabec, der vor dem 0:1 noch gepatzt hatte, erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich (54.).

Eine Liga tiefer siegte die Schweiz zum Auftakt der Gruppe B1 dank der Treffer von Remo Freuler (22.) und Zeki Amdouni (41./74.) mit 3:0 (2:0) in Nordmazedonien. Keine Tore fielen zwischen Slowenien und Schottland.

VfB-Star erneut im Fokus von Real Madrid

Real Madrid läuft dem FC Barcelona früh in der neuen Saison schon hinterher. Legen die Königlichen im Winter auf dem Transfermarkt nach? Ein Star des VfB Stuttgart wird abermals mit dem spanischen Topklub in Verbindung gebracht.

Laut dem Portal „fichajes.net“ steht Angelo Stiller auf der Transferliste von Real Madrid. Mit Coach José Mourinho soll der Mittelfeld-Stratege einen prominenten Fürsprecher haben. Als mögliche Ablöse werden in dem Medienbericht 50 Millionen Euro ins Spiel gebracht.

Die Spekulationen um Stiller und Real Madrid sind nicht neu. Der 25-Jährige besitzt beim VfB Stuttgart einen Vertrag bis zum Sommer 2028. Die Schwaben würden somit am längeren Hebel sitzen, sollten sich die Königlichen im Winter tatsächlich melden.

Stiller ist beim VfB Stuttgart unter Cheftrainer Sebastian Hoeneß unverzichtbarer Stammspieler. Der gebürtige Münchner stand in allen sechs Pflichtspielen der noch jungen Saison auf dem Rasen.

In der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat Stiller einen schwereren Stand. Der Linksfuß hat es nicht in das Aufgebot von Bundestrainer Jürgen Klopp für die Nations League geschafft. Ohnehin kommt der Mittelfeldmann trotz starker Leistungen im Verein erst auf neun Länderspiele.

Bei Real Madrid werden Stillers Qualitäten offenbar geschätzt. Die Königlichen mühen sich in dieser Saison bislang. Das 1:2 bei Stadtrivale Atlético war bereits die zweite Niederlage im siebten LaLiga-Spiel. Der Rückstand auf Tabellenführer FC Barcelona beträgt bereits sechs Punkte.

Aurélien Tchouaméni und Federico Valverde bildeten im jüngsten Duell gegen Atlético die Doppelsechs. Davor agierte Jude Bellingham auf der Zehner-Position. Laut „fichajes.net“ haben Mourinho und Co. mehrere Kandidaten für das Mittelfeldzentrum im Auge.

Vom FC Bayern vorgeführt: David Alaba bei Union gehandelt

Die 0:7-Klatsche gegen den FC Bayern hat Union Berlin am Freitag den Ernst der Lage aufgezeigt. Aktuell wirken die Köpenicker vor allem in der Defensive nicht konkurrenzfähig. Nun ist plötzlich David Alaba als mögliche Soforthilfe im Gespräch.

Wie die „Bild“ spekuliert, könnte man bei Union Berlin in der anstehenden Länderspielpause noch einmal nach vertragslosen Spielern Ausschau halten, um in der Hintermannschaft nachzurüsten.

Sportchef Horst Heldt würde in diesem Fall wohl „ins große Regalfach greifen“, heißt es. Gesucht werde demnach ein Leader für die Innenverteidigung, der kommunikativ ist und über Bundesliga-Erfahrung verfügt.

Als konkrete Namen nennt der Bericht den Ex-Gladbacher Jannik Vestergaard und eben Alaba, der nach seinem Aus bei Real Madrid noch immer keinen neuen Verein gefunden hat.

Bei den Königlichen hatte der 34-Jährige im Sommer nach fünf Jahren keinen neuen Vertrag mehr erhalten. Zuvor hatte er beim FC Bayern eine überaus erfolgreiche Ära mitgeprägt.

Ein Engagement bei Union wäre für den Österreicher noch einmal eine gewaltige Herausforderung. Wie nachhaltig er der Elf von Mauro Lustrinelli helfen könnte, ist mit Blick auf seine Verletzungshistorie allerdings fraglich.

Konkreten Kontakt hat es zudem wohl noch nicht gegeben. Laut „Sky“ soll Alaba für den Moment zumindest kein ganz heißer Kandidat sein.

Lustrinelli hatte nach seinem Amtsantritt im Sommer einen Philosophie-Wechsel in der Hauptstadt vorangetrieben. Der Schweizer etablierte die Viererketten, nach den Abschieden von Diogo Leite und Danilho Doekhi mangelt es in der Defensive aber aktuell schlicht an Qualität.

Um sein Amt muss Lustrinelli nach nur einem Punkt aus vier Spielen und 17 Gegentoren aber wohl noch nicht fürchten. Die „Bild“ schreibt, er solle die nötige Zeit für seinen Umbruch erhalten.

Gegen den FC Bayern wurde das Abwehrzentrum mit Felix Uduokhai und Leopold Querfeld am Freitag jedoch regelrecht überrannt. Vor allem auf den bärenstarken Michael Olise fand Union keine Antwort.

„Wir lassen auf der letzten Linie zu viele Situationen im Eins-gegen-eins entstehen. Da müssen wir einfach besser werden, auch in der Kommunikation“, analysierte Kapitän Christopher Trimmel im Nachgang.

FC Bayern deklassiert Union bei Kane-Meilenstein

O’zapft is! Mit einem Schützenfest haben sich Rekordmann Harry Kane und der FC Bayern pünktlich zum Wiesn-Auftakt wieder an die Tabellenspitze der Bundesliga gesetzt – zumindest vorerst.

Durch ein rauschhaftes 7:0 (3:0) gegen Union Berlin liegen die Münchner um den überragenden Dreierpacker Michael Olise erstmals seit dem ersten Spieltag wieder auf Platz eins, einen Punkt vor dem SC Freiburg und Borussia Dortmund, die beide erst am Samstag zum Einsatz kommen.

„In der Höhe ist es sehr ärgerlich. So sind die Bayern halt, die hören einfach nicht auf. Die wollen immer weiter machen“, sagte Defensivspieler Tom Rothe nach Unions höchster Niederlage der Bundesliga-Geschichte bei „Sky“.

Nach dem „Anstich“ durch Jamal Musiala (18.) schenkten die Bayern den Köpenickern, die ohnehin schon den schlechtesten Saisonstart seit dem Aufstieg 2019 beklagt hatten, weiter gehörig ein.

Torjäger Kane, der in seinem 98. Bundesligaspiel zunächst sein 100. Tor erzielte und damit schneller war als je ein Spieler zuvor (39., Foulelfmeter) und Olise (42.) trafen noch vor der Pause. Danach hieß es: „Einer geht noch“ – durch Tore von Kane (54.), erstmals Ismael Saibari (70.) und erneut Olise (73./76.).

Der obligatorische, für Sonntag angesetzte Besuch des Oktoberfests, das erstmals ohne ein Pflichtspiel des Rekordmeisters abläuft, dürfte in entspannter Atmosphäre stattfinden.

Trainer Vincent Kompany hatte das Seine dazu beigetragen und vor der Länderspielpause noch einmal seine potenziell beste Mannschaft auf das Feld geschickt – nur Konrad Laimer fehlte aufgrund einer angeblich nur leichten Verletzung an den linken Adduktoren. Es fiel gegen harmlose Berliner, die offensiv nur sehr sporadisch stattfanden, nicht ins Gewicht.

Eine gute Viertelstunde bemühten sich die Münchner vergeblich darum, eine Lücke in der Abwehr von Union zu finden, dann gelang Musiala wie schon in der vergangenen Woche beim Auftaktsieg in der Champions League gegen Bodö/Glimt das Führungstor. Der Nationalspieler erspähte eine freie Schussbahn, zog sofort ab und traf aus 17 Metern halbhoch in die lange Ecke.