Scharfe Kritik an Bundestrainer Nagelsmann

Die Kritik an Julian Nagelsmann reißt nicht ab. Während die Nationalmannschaft die Vorbereitung auf die Fußball-WM aufgenommen hat, macht Kult-Coach Peter Neururer seinem Ärger über die Kommunikation des Bundestrainers Luft.

So würde sich „ganz Fußballdeutschland darüber das Maul zerreißen“, dass Manuel Neuer von Nagelsmann zur Weltmeisterschaft zurück ins DFB-Team geholt würde, monierte Neururer in seiner „Wettfreunde“-Kolumne.

Aus sportlicher Sicht könne er die Entscheidung sogar nachvollziehen, doch „der Zeitpunkt wirft viele, viele Fragen auf“, gab der 71-Jährige zu bedenken.

Neuer hatte nach der Heim-EM 2024 seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt, wurde von Nagelsmann jüngst aber umgestimmt, um beim XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada nochmal das deutsche Tor zu hüten.

Leidtragender des spektakulären Comebacks ist Oliver Baumann, der in der WM-Qualifikation zur Nummer eins aufgestiegen war, nun aber wieder ins zweite Glied rückt.

Der Umgang mit dem Hoffenheimer sei „einfach katastrophal“, wütete Neururer, der das Thema Kommunikation beim DFB anmahnte: „Es war einfach nur fürchterlich und ich finde es mehr als unsportlich […] dem Torhüter gegenüber.“

Baumann hatte seine Degradierung zumindest öffentlich gefasst aufgenommen und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt.

Nagelsmann hat neben Neuer, Baumann und Alexander Nübel in Youngster Jonas Urbig auch einen reinen Trainingskeeper nominiert. Ein Vorgehen, das Neururer sauer aufstößt.

„Einen vierten Torhüter mitzunehmen, also einen Trainingstorhüter mitzunehmen, das ist eigentlich für die Person, die da angesprochen wird, in dem Fall Urbig, eine Diskreditierung und Diskriminierung“, wählte der frühere Bochumer drastische Worte.

Es könne doch nicht sein, dass ein Schlussmann „mittrainieren, aber nicht spielen“ dürfe. Dies sei mindestens „eigenartig“, so Neururer. Urbig hatte sich als Neuer-Vertreter beim FC Bayern zuletzt in den Fokus gespielt.

FC Bayern verneigt sich vor Matchwinner Kane

Mit einem klaren 3:0-Erfolg über den VfB Stuttgart sicherte sich der FC Bayern am Samstag den Sieg im DFB-Pokal. Der Matchwinner auf Münchner Seite war schnell gefunden und hieß einmal mehr Harry Kane. Der Angreifer wurde nach dem Spiel mit Lob überschüttet.

„Das“, schwärmte Uli Hoeneß bei „Sky“, „ist der beste Transfer, den wir je gemacht haben.“ Und vor allem sei Kane ein Spieler, der unverkäuflich sei. „Der FC Bayern ist ein Käuferverein, kein Verkäuferverein“, sagte der 74-Jährige.

Worte, die Bayern-Coach Vincent Kompany gerne hören wird, schließlich ist auch der Übungsleiter wenig überraschend schwer begeistert von seinem Schützling. „Er hat gezeigt, was für ein überragender Spieler er ist. Sein Spiel ist komplett“, lobte Kompany, der Kane „die Persönlichkeit für diese großen Spiele und die großen Momente“ bescheinigte.

Selbst von den unterlegeneren Stuttgartern gab es Anerkennung für Kane. „Das Gesamtpaket ist einfach nur Weltklasse, Weltspitze“, sagte Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß: „Er hat den Unterschied gemacht. Er hat leider wieder einen seiner Tage gegen uns gehabt. Es ist kaum zu glauben, was er leistet.“

„Harry hat ein Jahrzehnt in der Premier League für Furore gesorgt, leider ohne Titel. Die sahnt er jetzt verdientermaßen ab“, setzte auch Bayern-Sportvorstand Max Eberl in die Lobeshymnen ein. „Für mich hat er absolutes Recht, Ballon d’Or-Gewinner zu werden.“

Mit seinen Treffern 59 bis 61 hatte Kane eine bemerkenswerte Saison der Bayern zu einem fulminanten Ende gebracht, nach Uwe Seeler 1963 (HSV), Roland Wohlfarth 1986 (FC Bayern) und Robert Lewandowski 2012 (BVB) ist der 32-Jährige erst der vierte Spieler, dem in einem DFB-Pokalfinale drei Tore gelangen.

„Das war auf jeden Fall eine der besten Nächte meiner Karriere“, sagte Kane im Anschluss. „Solche Abende sind der Grund, wieso ich hergekommen bin“, so der Engländer.

Doch wie lange bleibt Kane noch bei den Bayern? Sein Vertrag läuft im kommenden Jahr aus. Kane selbst kündigte Gespräche nach der WM an, versicherte aber: „Ich bin wirklich glücklich. Wir haben ein fantastisches Team, vielleicht das beste in Europa, einen super Trainer. Ich genieße meine Zeit.“

In drei Bayern-Jahren ist Kane dreimal Bundesliga-Torschützenkönig geworden. „Beide Seiten, denke ich, sind glücklich miteinander“, sagte er nach der „besten Saison meiner Karriere.“

Nagelsmann gab Baumann ein falsches Versprechen

Es war das große Thema rund um die Kader-Nominierung von Bundestrainer Julian Nagelsmann: Manuel Neuer fährt nach wochenlangen Spekulationen als Nummer eins mit zur WM. Auch einen Tag nach der Entscheidung kommt keine Ruhe in die Thematik.

Im Gegenteil, denn nun bringt „Bild“-Fußballchef Christian Falk im Podcast „Bayern-Insider“ erneut Schwung in die Diskussion – und wirft dabei ein ganz schlechtes Licht auf Julian Nagelsmann.

Dieser soll laut Falk bei seinem Gespräch im März mit Oliver Baumann zwar eine mögliche Rückkehr von Manuel Neuer erwähnt haben, allerdings nur unter einer bestimmten Voraussetzung.

„Da hat Nagelsmann nicht alles erzählt. Ich habe gehört, er hat es Baumann mit einem Zusatz gesagt, und zwar für den Fall, sollte er verletzt sein“, erklärte Falk.

Da Oliver Baumann offensichtlich nicht verletzt ist und dennoch degradiert wurde, scheint es so, als habe Julian Nagelsmann seine Prinzipien für Manuel Neuer über den Haufen geworfen.

Der Bundestrainer selbst hatte erklärt, man habe „Oli schon im März drüber informiert, dass es ein Treffen mit Manu gab. Natürlich ist es jetzt ein Schlag für Olli gewesen. Am Ende ziehe ich vor Olli den Hut, dass er eine gute Saison gespielt hat und sich in den Telefonaten der Mannschaft extrem commited hat.“

FC Bayern gibt Neuer-Diagnose bekannt

Inmitten der Diskussionen um sein mögliches DFB-Comeback fällt Torhüter Manuel Neuer beim FC Bayern einmal mehr aus.

Der 40-Jährige müsse „wegen muskulärer Probleme in der linken Wade vorerst kürzertreten“, teilte der deutsche Rekordmeister am Sonntag mit.

Ob Manuel Neuer am Samstag beim DFB-Pokalfinale in Berlin gegen den VfB Stuttgart einsatzfähig sein wird, blieb offen. Präsident Herbert Hainer erklärte aber, es handele sich „um keine schwerwiegende Verletzung, nach allem, was ich weiß“.

Die erneute Blessur an seiner Wade hatte sich der Kapitän des FC Bayern am Samstag im letzten Bundesligaspiel der Saison gegen den 1. FC Köln (5:1) zugezogen.

Neuer war in der 60. Minute angeschlagen ausgewechselt und durch Backup Jonas Urbig ersetzt worden. Bereits dreimal in dieser Saison war der Keeper wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade ausgefallen.

Parallel laufen die Spekulationen um eine mögliche Rückkehr Neuers ins DFB-Tor heiß.

„Sky“ hatte zuerst berichtet, dass sich Bundestrainer Julian Nagelsmann, DFB-Sportdirektor Rudi Völler sowie Neuer auf ein Comeback für die WM-Endrunde in Kanada, den USA und Mexiko geeinigt hätten – und zwar als klare Nummer eins vor dem bisherigen Stammkeeper Oliver Baumann.

Auf Nachfrage von RTL/ntv und sport.de wurde die Meldung am Samstagabend weder von DFB-Seite noch von Neuers Management offiziell bestätigt.

Auch Nagelsmann blieb im „Aktuellen Sportstudio“ des „ZDF“ vage. „Ich halte an meiner Eingangsthese fest, dass ich zuerst das Gespräch mit den Spielern suche. Es wird immer zuerst der Spieler kontaktiert, das hat noch nicht stattgefunden“, sagte der 38-Jährige.

Und: „Es gibt einen Tag X, wo die Nominierung stattfindet. Wenn ich anfange, nur weil ich mich getrieben fühle und Deutschland über gewisse Themen diskutiert, Dinge vorwegzunehmen und zu verkünden, dann bewerte ich nicht alles, was ich sehe.“

Nagelsmann betonte, dass „jeder Spieler das Recht habe, die Information von mir zu bekommen. Ich bin weit davon weg, mich treiben zu lassen“.

FC Bayern will nächste Davies-Eskalation vermeiden

Der FC Bayern setzte in der komplizierten Causa Davies auf eine offene und ehrliche Kommunikation mit dem kanadischen Fußballverband.

Man wolle gemeinsam mit Alphonso Davies und den kanadischen Verantwortlichen „den besten Weg finden“, betonte Bayern-Sportchef Max Eberl am Freitag auf der Spieltags-PK des deutschen Rekordmeisters.

Davies hatte sich kurz vor dem Saisonfinale einmal mehr eine Verletzung zugezogen. Nach seinem Kreuzbandriss im März 2025 wurde diesmal der Oberschenkel in Mitleidenschaft gezogen. Die medizinische Abteilung der Münchner geht laut „Bild“-Angaben von einer Ausfallzeit von rund sechs Wochen aus. Damit wäre eine WM-Teilnahme des Abwehrspielers ausgeschlossen.

Der kanadische Verband wiederum soll von einer deutlich kürzeren Ausfallzeit ausgehen. Dort besteht noch immer die Hoffnung, dass Davies bis zur Endrunde fit wird. Die unterschiedlichen Standpunkte von Verein und Verband machen sie Sache kompliziert.

Eberl versicherte nun, eine weitere Eskalation mit Kanadas Verband verhindern zu wollen. Man werde „gemeinschaftlich alles tun, dass er vielleicht die Möglichkeit hat. Aber dazu muss er gesund werden“, sagte er.

Wegen der Kreuzbandverletzung, die sich Davies im März 2025 zugezogen hatte, war es zwischen den Münchnern und der Canadian Soccer Association zu einem heftigen Streit gekommen. Die Bayern hatten dem Verband vorgeworfen, den angeschlagenen Davies im unbedeutenden Spiel um Platz drei der CONCACAF-Nations-League gegen die USA eingesetzt zu haben. Zudem hatten die Kanadier zunächst Entwarnung gegeben. Die Schwere der Verletzung war erst in München diagnostiziert worden. Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen hatte deshalb sogar mit juristischen Schritten gedroht.

Co-Gastgeber Kanada startet am 12. Juni gegen Bosnien-Herzegowina ins Turnier. Weitere Gruppengegner sind Katar (19. Juni) und die Schweiz (24. Juni).

Fortuna macht das Aufstiegrennen immer irrer

Die SV Elversberg hat den ersten Matchball zum historischen Aufstieg in die Fußball-Bundesliga vergeben.

Der Tabellenzweite verlor am vorletzten Spieltag der 2. Liga beim Abstiegskandidaten Fortuna Düsseldorf 1:3 (0:2) und nutzte die Vorlagen der Konkurrenz nicht. Bei einem Sieg wäre dem Dorfverein aus dem Saarland der erstmalige Sprung ins Oberhaus praktisch nicht mehr zu nehmen gewesen.

Allerdings hat es die SVE weiter selbst in der Hand: Ein Erfolg am kommenden Sonntag (15.30 Uhr/Sky) daheim gegen Schlusslicht Preußen Münster würde aufgrund der deutlich besseren Tordifferenz höchstwahrscheinlich zum Aufstieg reichen. Die Verfolger hatten zuvor Punkte liegen gelassen – der SC Paderborn am Freitag beim 2:2 gegen den Karlsruher SC, Hannover 96 am Samstag beim 1:1 beim VfL Bochum.

Doch Elversberg nutzte die Gunst der Stunde vor 3000 mitgereisten Fans nicht. Ein Eigentor von Le Joncour (26.) und die Treffer von Cedric Itten (44./51.) vertagten die Entscheidung, wer Zweitligameister Schalke 04 auf direktem Weg in die Bundesliga folgt. Das Eigentor von Tim Oberdorf (90.+1) half den Gästen nicht mehr. Düsseldorf holte dagegen Big Points im Abstiegskampf.

Die Gastgeber hatten zunächst mehr vom Spiel. Doch mit dem Ballbesitz konnte sie wenig anfangen, ein Schussversuch von Emmanuel Iyoha war lange der einzige Abschluss (16.). Elversberg agierte abwartend, beschränkte sich erst einmal darauf, nicht in Rückstand zu geraten. Das misslang gründlich: Nach einer Hereingabe von Marin Ljubicic lenkte Le Joncour den Ball Torhüter Nicolas Kristof ans Bein, von dort sprang er ins eigene Tor.

Der Treffer zeigte kurz Wirkung, dann wurden die Gäste aktiver. Einen Kopfball von David Mokwa aus abseitsverdächtiger Position wehrte Fortuna-Keeper Florian Kastenmeier mit einer Flugparade ab (31.). Ansonsten blockten die Düsseldorfer alle Schussversuche ab – und konterten erfolgreich: Itten verwertete per Kopf eine Flanke von Shinta Appelkamp zum 2:0. Nach der Pause ging es ähnlich weiter: Die Fortuna nutzte einen weiteren Konter durch Itten. Dabei rutschte Kristof beim Herauslaufen aus – wie auch viele seiner Teamkollegen während des gesamten Spiels.

Spektakuläre Gerüchte um Ronaldo-Sohn

Der gerade einmal 15 Jahre alte Cristiano Ronaldo Jr., Sohn des berühmten Fußball-Superstars Cristiano Ronaldo, wird mit einem Wechsel zum BVB in Verbindung gebracht. Auch der FC Bayern wird in dem Bericht genannt. Bei Borussia Dortmund wiegelt man aber offenbar ab.

Nach „Bild“-Angaben ist der BVB aktuell nicht an einer Verpflichtung von Cristiano Ronaldo Jr. interessiert. Der Sohn des Weltstars sei kein Thema bei Schwarz-Gelb.

Denn: Ein Transfer des 15-Jährigen passe nicht in die Strategie des Revierklubs, auch die damit verbundene mediale Aufmerksamkeit wäre dem Revierklub offenbar nicht allzu recht. Man wolle vermeiden, dass junge Spieler dauerhaft in den Fokus und in die Schlagzeilen geraten.

Zuvor hatte die englische Zeitung „Sun“ berichtet, dass unter anderem der Bundesliga-Zweite an eine Verpflichtung des ältesten CR7-Sohnes denkt. Aktuell spielt Cristiano Ronaldo Jr. in der Nachwuchsmannschaft von Al-Nassr in Saudi-Arabien, wohin die Familie im Jahr 2023 zog.

Der 15-Jährige ist wie sein Vater Offensivspieler, kann auf beiden Flügeln für Torgefahr sorgen. Für die portugiesische U16-Nationalmannschaft hat er bislang sechs Länderspiele bestritten und einen Treffer erzielt. Zuvor war der Youngster auch in der Jugendabteilung von Manchester United und Juventus Turin, wo sein Vater ebenfalls mehrere Jahre spielte, ausgebildet.

Nach Angaben der „Sun“ plant Ronaldo junior im Sommer den nächsten Karriereschritt. Anstatt weiterhin für Al-Nassr zu spielen, wolle er in eine große europäische Jugend-Akademie wechseln.

Im Raum stehen demnach die Ex-Klubs seines Vaters, also Real Madrid, Sporting, Juventus Turin und Manchester United – aber auch der FC Bayern wird im Bericht genannt. Bei Real Madrid hatte er im März bereits ein Probetraining absolviert.

Meister! FC Schalke 04 bejubelt „perfektes Wochenende“

Am Samstagabend machte der FC Schalke 04 mit einem 1:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf die Rückkehr in die deutsche Fußball-Bundesliga perfekt, am Sonntag sorgte die Konkurrenz dann dafür, dass den Knappen auch die Zweitliga-Meisterschaft nicht mehr zu nehmen ist. Ein Erfolg auf den die S04-Verantwortlichen angemessen reagierten.

Die SV Elversberg hat den SC Paderborn im Aufstiegskracher mit 5:1 vom Rasen gefegt, Hannover 96 patzte beim 3:3-Heimremis gegen Schlusslicht Preußen Münster und steht am Ende des 32. Spieltags der 2. Fußball-Bundesliga unumstößlich fest, dass der FC Schalke 04 die Saison als Tabellenführer beendet. Trainer Miron Muslic und Co. reagierten auf den Erfolg.

„Ein perfektes Wochenende für uns! Die beste Mannschaft der Liga zu sein, das sagt vieles über unsere Saison aus. Wir wollen die zwei ausstehenden Spiele gut bestreiten und dann freuen wir uns auf die Feier mit unseren Fans nach dem letzten Spiel“, wird Muslic in einer offiziellen Mitteilung der Königsblauen zitiert.

Sportvorstand Frank Baumann ergänzt: „Wir freuen uns sehr, nach dem Aufstieg nun auch Platz eins sicher zu haben. Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison ist das ein großer Erfolg – Kompliment an alle, die an diesem Weg mitgearbeitet haben! 67 Punkte nach 32 Spielen – so viele hat seit zehn Jahren keine Mannschaft mehr geholt. Das zeigt eindrucksvoll die Leistungsstärke. Deswegen ist die Zweitliga-Meisterschaft auch verdient.“

Direktor Profifußball Youri Mulder sprach zudem von einem „grandiosen Wochenende für Schalke und unsere Stadt“.

Am Samstag hatte Muslic im Interview mit RTL bereits betont: „Es ist etwas Besonderes. Wir sind einfach nur glücklich und stolz, dass wir das mit so vielen Schalkern hier im Stadion und überall in Deutschland feiern dürfen.“

Zur Feier des Tages hatte der Österreicher zudem verkündet, dass er seinen Vertrag bei den Knappen bis Ende Juni 2028 verlängert hat. Muslic hatte Schalke im Sommer übernommen und im ersten Anlauf zum Bundesliga-Comeback geführt.

FC Schalke nach Mega-Aufholjagd fast am Ziel

Schalke 04 hat dank großer Moral das unterhaltsame Spitzenspiel beim SC Paderborn gewonnen und sich einen ersten Aufstiegs-Matchball erkämpft.

Die Mannschaft von Trainer Miron Muslic kam beim ersten Verfolger trotz eines zwischenzeitlichen 0:2-Rückstandes zu einem 3:2 (2:2). Der Spitzenreiter liegt mit 64 Punkten nun sechs Zähler vor den Paderbornern und sieben vor Hannover 96 auf Rang drei.

Mit einem Sieg am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf (ab 20:15 Uhr live bei RTL) wäre die Rückkehr in die Bundesliga perfekt.

Dejan Ljubicic mit einem Doppelpack (35./83.) und Adil Aouchiche (40.) drehten das Spiel für die Gäste, es war der vierte Ligasieg in Serie für Königsblau. Paderborn, für das Laurin Curda (13.) und Stefano Marino (26.) die Treffer erzielten, verpasste derweil einen großen Schritt in Richtung Liga eins. Der Vorsprung auf Hannover beträgt nur einen Zähler, die SV Elversberg folgt mit zwei Punkten Rückstand.

„Wir freuen uns riesig auf diesen Kracher und haben bewiesen, dass wir in diesen Spielen bestehen können“, hatte Muslic vor der Begegnung betont. Und seine Mannschaft begann mit Offensivdrang. Beim wohl letzten Auftritt ohne Edin Dzeko, der Starstürmer soll nach seiner Schulterverletzung gegen Düsseldorf in den Kader zurückkehren, vergab dessen Vertreter Moussa Sylla aus guter Position (5.). Besser machte es dann auf der anderen Seite Curda, der mit einem sehenswerten Volley das Heimteam in Führung brachte.

Der Treffer gab den Paderbornern Aufwind, und sie legten schnell nach: Nachdem Schalkes Keeper Loris Karius zunächst noch gegen Marino den zweiten Gegentreffer verhinderte (24.), war er kurz darauf beim fünften Saisontor des Italieners machtlos.

Trotz des bitteren Verlaufs brachen die Gäste aber nicht auseinander, blieben ruhig – und kamen ihrerseits mit einem Doppelschlag noch vor der Pause zum Ausgleich. Erst erzielte Ljubicic den Anschlusstreffer, bevor Aouchiche nur fünf Minuten später zum 2:2 traf.

Nach der verrückten ersten Halbzeit flachte die Partie in Durchgang zwei deutlich ab. Beide Mannschaften wollten unbedingt den alles entscheidenden Fehler vermeiden, Torchancen blieben Mangelware – bis Ljubicic in der Schlussphase aus kurzer Distanz traf und den mitgereisten Schalker Anhang in Ekstase versetzte.

Freund warnt Bayern: „Habe PSG gegen Liverpool gesehen“

Am kommenden Dienstag steht der erste CL-Halbfinalkracher zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain auf dem Programm. Die Münchner sind auf dem Papier leicht favorisiert, Ex-Nationalspieler Steffen Freund warnt den Rekordmeister allerdings davor, die Franzosen auf die leichte Schulter zu nehmen.

Geht es nach Steffen Freund, hat der FC Bayern mit seinem Sieg im Viertelfinale gegen Real Madrid auf dem Weg zum Champions-League-Titel nur einen, aber womöglich nicht den größten Stein aus dem Weg geräumt.

Zu diesem könnte im Halbfinale seiner Meinung nach Paris Saint-Germain werden, wie der Ex-Nationalspieler exklusiv gegenüber RTL/ntv und sport.de erklärte.

„Alle haben gesagt, dass das Spiel der Bayern gegen Real Madrid das vorgezogene Finale ist. Ich habe Paris St.-Germain gegen den FC Liverpool gesehen und sage, jetzt kommt das vorgezogene Finale“, legte sich der 56-Jährige fest.

Zwar betonte Freund, dass man auch die beiden anderen Halbfinalisten FC Arsenal und Atlético Madrid nicht unterschätzen dürfe, den FCB und auch PSG sieht er jedoch auf einem anderen Level.

„Das sind die spielstärksten Mannschaften, beide haben eine unglaubliche Qualität“, sagte der RTL-Experte über die Münchner und den kommenden Gegner aus Paris. Klar ist für Freund daher auch: „Der Sieger dieses Duells wird die Champions League gewinnen.“

Den FC Bayern und Paris Saint-Germain verbindet in der Champions League eine längst etablierte Rivalität. 15 Mal trafen die beiden Klubs in der Königsklasse schon aufeinander. Die Gesamtbilanz spricht mit 9:6-Siegen knapp für die Münchner. Was den Bayern-Fans noch mehr Hoffnungen machen kann: Von den letzten fünf CL-Duellen gewann der deutsche Rekordmeister jedes einzelne.

Geschlagen geben musste sich der FCB zwischendrin lediglich bei der Klub-WM 2025, als die Franzosen das Viertelfinale mit 2:0 gewannen.