FC Bayern verneigt sich vor Matchwinner Kane

Mit einem klaren 3:0-Erfolg über den VfB Stuttgart sicherte sich der FC Bayern am Samstag den Sieg im DFB-Pokal. Der Matchwinner auf Münchner Seite war schnell gefunden und hieß einmal mehr Harry Kane. Der Angreifer wurde nach dem Spiel mit Lob überschüttet.

„Das“, schwärmte Uli Hoeneß bei „Sky“, „ist der beste Transfer, den wir je gemacht haben.“ Und vor allem sei Kane ein Spieler, der unverkäuflich sei. „Der FC Bayern ist ein Käuferverein, kein Verkäuferverein“, sagte der 74-Jährige.

Worte, die Bayern-Coach Vincent Kompany gerne hören wird, schließlich ist auch der Übungsleiter wenig überraschend schwer begeistert von seinem Schützling. „Er hat gezeigt, was für ein überragender Spieler er ist. Sein Spiel ist komplett“, lobte Kompany, der Kane „die Persönlichkeit für diese großen Spiele und die großen Momente“ bescheinigte.

Selbst von den unterlegeneren Stuttgartern gab es Anerkennung für Kane. „Das Gesamtpaket ist einfach nur Weltklasse, Weltspitze“, sagte Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß: „Er hat den Unterschied gemacht. Er hat leider wieder einen seiner Tage gegen uns gehabt. Es ist kaum zu glauben, was er leistet.“

„Harry hat ein Jahrzehnt in der Premier League für Furore gesorgt, leider ohne Titel. Die sahnt er jetzt verdientermaßen ab“, setzte auch Bayern-Sportvorstand Max Eberl in die Lobeshymnen ein. „Für mich hat er absolutes Recht, Ballon d’Or-Gewinner zu werden.“

Mit seinen Treffern 59 bis 61 hatte Kane eine bemerkenswerte Saison der Bayern zu einem fulminanten Ende gebracht, nach Uwe Seeler 1963 (HSV), Roland Wohlfarth 1986 (FC Bayern) und Robert Lewandowski 2012 (BVB) ist der 32-Jährige erst der vierte Spieler, dem in einem DFB-Pokalfinale drei Tore gelangen.

„Das war auf jeden Fall eine der besten Nächte meiner Karriere“, sagte Kane im Anschluss. „Solche Abende sind der Grund, wieso ich hergekommen bin“, so der Engländer.

Doch wie lange bleibt Kane noch bei den Bayern? Sein Vertrag läuft im kommenden Jahr aus. Kane selbst kündigte Gespräche nach der WM an, versicherte aber: „Ich bin wirklich glücklich. Wir haben ein fantastisches Team, vielleicht das beste in Europa, einen super Trainer. Ich genieße meine Zeit.“

In drei Bayern-Jahren ist Kane dreimal Bundesliga-Torschützenkönig geworden. „Beide Seiten, denke ich, sind glücklich miteinander“, sagte er nach der „besten Saison meiner Karriere.“

FC Bayern gibt Neuer-Diagnose bekannt

Inmitten der Diskussionen um sein mögliches DFB-Comeback fällt Torhüter Manuel Neuer beim FC Bayern einmal mehr aus.

Der 40-Jährige müsse „wegen muskulärer Probleme in der linken Wade vorerst kürzertreten“, teilte der deutsche Rekordmeister am Sonntag mit.

Ob Manuel Neuer am Samstag beim DFB-Pokalfinale in Berlin gegen den VfB Stuttgart einsatzfähig sein wird, blieb offen. Präsident Herbert Hainer erklärte aber, es handele sich „um keine schwerwiegende Verletzung, nach allem, was ich weiß“.

Die erneute Blessur an seiner Wade hatte sich der Kapitän des FC Bayern am Samstag im letzten Bundesligaspiel der Saison gegen den 1. FC Köln (5:1) zugezogen.

Neuer war in der 60. Minute angeschlagen ausgewechselt und durch Backup Jonas Urbig ersetzt worden. Bereits dreimal in dieser Saison war der Keeper wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade ausgefallen.

Parallel laufen die Spekulationen um eine mögliche Rückkehr Neuers ins DFB-Tor heiß.

„Sky“ hatte zuerst berichtet, dass sich Bundestrainer Julian Nagelsmann, DFB-Sportdirektor Rudi Völler sowie Neuer auf ein Comeback für die WM-Endrunde in Kanada, den USA und Mexiko geeinigt hätten – und zwar als klare Nummer eins vor dem bisherigen Stammkeeper Oliver Baumann.

Auf Nachfrage von RTL/ntv und sport.de wurde die Meldung am Samstagabend weder von DFB-Seite noch von Neuers Management offiziell bestätigt.

Auch Nagelsmann blieb im „Aktuellen Sportstudio“ des „ZDF“ vage. „Ich halte an meiner Eingangsthese fest, dass ich zuerst das Gespräch mit den Spielern suche. Es wird immer zuerst der Spieler kontaktiert, das hat noch nicht stattgefunden“, sagte der 38-Jährige.

Und: „Es gibt einen Tag X, wo die Nominierung stattfindet. Wenn ich anfange, nur weil ich mich getrieben fühle und Deutschland über gewisse Themen diskutiert, Dinge vorwegzunehmen und zu verkünden, dann bewerte ich nicht alles, was ich sehe.“

Nagelsmann betonte, dass „jeder Spieler das Recht habe, die Information von mir zu bekommen. Ich bin weit davon weg, mich treiben zu lassen“.

Freund warnt Bayern: „Habe PSG gegen Liverpool gesehen“

Am kommenden Dienstag steht der erste CL-Halbfinalkracher zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain auf dem Programm. Die Münchner sind auf dem Papier leicht favorisiert, Ex-Nationalspieler Steffen Freund warnt den Rekordmeister allerdings davor, die Franzosen auf die leichte Schulter zu nehmen.

Geht es nach Steffen Freund, hat der FC Bayern mit seinem Sieg im Viertelfinale gegen Real Madrid auf dem Weg zum Champions-League-Titel nur einen, aber womöglich nicht den größten Stein aus dem Weg geräumt.

Zu diesem könnte im Halbfinale seiner Meinung nach Paris Saint-Germain werden, wie der Ex-Nationalspieler exklusiv gegenüber RTL/ntv und sport.de erklärte.

„Alle haben gesagt, dass das Spiel der Bayern gegen Real Madrid das vorgezogene Finale ist. Ich habe Paris St.-Germain gegen den FC Liverpool gesehen und sage, jetzt kommt das vorgezogene Finale“, legte sich der 56-Jährige fest.

Zwar betonte Freund, dass man auch die beiden anderen Halbfinalisten FC Arsenal und Atlético Madrid nicht unterschätzen dürfe, den FCB und auch PSG sieht er jedoch auf einem anderen Level.

„Das sind die spielstärksten Mannschaften, beide haben eine unglaubliche Qualität“, sagte der RTL-Experte über die Münchner und den kommenden Gegner aus Paris. Klar ist für Freund daher auch: „Der Sieger dieses Duells wird die Champions League gewinnen.“

Den FC Bayern und Paris Saint-Germain verbindet in der Champions League eine längst etablierte Rivalität. 15 Mal trafen die beiden Klubs in der Königsklasse schon aufeinander. Die Gesamtbilanz spricht mit 9:6-Siegen knapp für die Münchner. Was den Bayern-Fans noch mehr Hoffnungen machen kann: Von den letzten fünf CL-Duellen gewann der deutsche Rekordmeister jedes einzelne.

Geschlagen geben musste sich der FCB zwischendrin lediglich bei der Klub-WM 2025, als die Franzosen das Viertelfinale mit 2:0 gewannen.

FC Bayern vs. Real Madrid live: Jetzt DAZN Unlimited sichern

Der FC Bayern und Real Madrid duellieren sich am Mittwochabend (15. April, 21 Uhr) im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League um das Weiterkommen. In Deutschland wird das entscheidende Match live und exklusiv auf DAZN übertragen.

FC Bayern gegen Real Madrid – viel mehr geht im europäischen Vereinsfußball nicht.

Der FC Bayern geht mit einem 2:1-Vorsprung in das zweite Aufeinandertreffen mit Real Madrid. Luis Díaz (41.) und Harry Kane (46.) ließen den deutschen Rekordmeister im Hinspiel jubeln. Zudem überraschte Torwart Manuel Neuer im Bernabéu. Machen die Münchner in der eigenen Arena den Halbfinal-Einzug klar?

„Es wird nicht einfach, aber wenn ein Team in München gewinnen kann, dann ist es Real Madrid“, kündigte Trainer Alvaro Arbeloa mit Blick auf das Viertelfinal-Rückspiel am kommenden Mittwoch in der Allianz Arena selbstbewusst an.

In der Tat: Bei drei der jüngsten vier Gastspiele ist dies gelungen, nur das letzte endete remis. Den letzten Heimsieg gegen die Königlichen feierte der FC Bayern im April 2012 (2:1).

Der FC Bayern strotzt nach dem Auswärtscoup in Madrid aber nur so vor Selbstbewusstsein. Die Münchner haben die große Chance, Real erstmals seit 2012 aus der Champions League zu werfen. Madrid entschied die letzten vier K.o.-Duelle für sich.

Die Übertragung auf DAZN beginnt am Mittwochabend bereits ab 20 Uhr. Moderatorin Laura Wontorra führt durch das Programm. Michael Ballack und Sami Khedira stehen ihr als Experten zur Verfügung.

Kommentiert wird das Rückspiel zwischen dem FC Bayern und Real Madrid von Jan Platte. Max Siebald und Conan Furlong melden sich als Reporter vom Spielfeldrand.

Der FC Bayern München ist Woche für Woche dabei, ebenso alle Topspiele der restlichen 17 Klubs.

Dazu kommt die UEFA Champions League – bis Juli 2027 vollständig enthalten, ab dem Sommer 2027 ergänzt durch die UEFA Europa League und die Conference League.

 

Hoeneß mit Klartext zu Kane-Zukunft beim FC Bayern

Mit der Verpflichtung von Harry Kane, den sich der FC Bayern im Sommer 2023 die Rekordablöse von knapp 100 Millionen Euro kosten ließ, landete der Bundesliga-Rekordmeister einen Volltreffer. Zu gerne würden die Münchner das Arbeitspapier des Engländers über 2027 hinaus verlängern. Auch für Klub-Patron Uli Hoeneß wäre das ein „Traum“.

Harry Kane war im Sommer 2023 für die Bundesliga-Rekordablöse in Höhe von 95 Millionen Euro aus Tottenham zum FC Bayern gewechselt. Damals meinten nicht wenige, der Preis sei zu hoch. Doch diese Einschätzung hat sich längst als falsch herausgestellt. Der 32-Jährige hat im Trikot des Rekordmeister in knapp drei Jahren unzählige Rekorde gebrochen.

Kein Wunder, dass sich die gesamte Führungsetage des Traditionsklubs von der Säbener Straße eine Verlängerung des bis Ende Juni 2027 datierten Arbeitspapieres wünscht. „Das wäre ein Traum“, sagte Ehrenpräsident Uli Hoeneß vom „kicker“ auf eine Vertragsverlängerung angesprochen: „Was ich höre und spüre: dass er und seine Familie sich hier extrem wohlfühlen.“

Ganz ausschließen, dass der Kapitän der englischen Fußball-Nationalmannschaft nach dem Ende der Saison 2026/27 den Abflug macht, wollte er aber auch nicht. „Aber man weiß nie, wenn ein Saudi kommt und das dicke Geld auf den Tisch legt“, warnte der 74-Jährige, der jedoch hinterherschob: „Aber er fühlt sich so wohl.“ Ein vorzeitiger Wechsel kommt auf keinen Fall in Frage.

„Er hat seine Ausstiegsklausel nicht wahrgenommen, das heißt schonmal, dass er auf jeden Fall bis Sommer 2027 hier unter Vertrag ist“, kündigte der Klub-Patron an. Warum dem Routinier auf allen Ebenen der rote Teppich beim FC Bayern ausgerollt wird, zeigen seine beeindruckenden Zahlen im Münchner Trikot: In 136 Pflichtspielen für den FC Bayern steht Kane bei 133 (!) Toren und 31 Vorlagen.

Sogar der 41-Tore-Rekord von Robert Lewandowski in der Bundesliga wackelt. „Harry schießt immer so viele Tore, er spielt wirklich gut und leistet große Arbeit“, sagte der Pole zuletzt bei „Sky“. Er selbst habe seine Bestmarke in 29 Partien aufgestellt, betonte Lewandowski. „Wenn ich 34 Spiele gespielt hätte, könnte ich mir vorstellen, dass ich sogar noch mehr Tore geschossen hätte.“

Musialas Comeback-Plan beim FC Bayern enthüllt

Drei Partien des FC Bayern verpasste Jamal Musiala zuletzt. Auch die Länderspiele am Freitag gegen die Schweiz (ab 20:15 Uhr live bei RTL) und gegen Ghana finden ohne ihn statt. Wann kehrt der 23-Jährige wieder zurück in den Spielbetrieb?

„Bild“ zufolge soll das bis zu den Champions-League-Krachern gegen Real Madrid am 7. und 15. April der Fall sein. Intern sei allerdings klar, dass Jamal Musiala dann noch nicht wieder bei 100 Prozent sein kann.

Die Wiedereingliederung des Spielmachers wird demnach nicht nur darauf ausgelegt sein, dem FC Bayern im Saisonendspurt noch bestmöglich zu helfen. Auch die WM hat Musiala wenig überraschend im Blick.

Dort steigt das DFB-Team am 14. Juni mit dem Duell gegen Curaçao ins Turnier ein – mit Musiala, wenn er bis dahin wieder sein volles Leistungsniveau abrufen kann.

„Er hat nicht mehr so viel Zeit“, betonte Bundestrainer Julian Nagelsmann. „Ich traue es ihm zu, dass er auf 100 Prozent kommt. Aber er hat jetzt acht Wochen, bis er dann schon bei 100 Prozent sein muss. Dafür haben wir sehr viele gute Offensivspieler und Jamal muss wie alle anderen auch in den Spielen schon bei 100 Prozent sein.“

Ein wichtiger erster Schritt ist gemacht: Am Donnerstag kehrte Musiala zurück auf den Trainingsplatz, wie der FC Bayern vermeldete. Er absolvierte dabei eine individuelle Einheit mit dem Ball.

Hinter dem Ausnahmekönner liegen schwierige Monate. Bei der Klub-WM im letzten Sommer zog er sich einen Wadenbeinbruch sowie eine Sprunggelenksluxation zu, musste operiert werden und verpasste die komplette Hinrunde.

Mitte Januar gab er sein Comeback, wurde nun aber durch eine Schmerzreaktion am im Sommer verletzten, linken Sprunggelenk wieder gestoppt.

Bislang steht Musiala daher erst bei elf Saisonspielen (drei Tore, zwei Vorlagen) für den FC Bayern.

Astronomisches Angebot? Real wohl heiß auf Bayern-Star

Der FC Bayern und Real Madrid treffen sich im Viertelfinale der Champions League. Mit Blick auf den Transfersommer sollen die Königlichen ausgerechnet einen Münchner Offensiv-Star auf dem Schirm haben.

Wie „Bild“-Fußballchef Christian Falk auf seinem Portal „cfbayerninsider“ berichtet, sei Real Madrid an Michael Olise interessiert.

Demnach ist Klubpräsident Florentino Pérez heiß auf den französischen Flügelspieler. „Die Saison verläuft für Real Madrid nicht wie gewohnt, daher glaube ich, dass er den Fans ein Geschenk machen möchte, um das wieder gutzumachen“, schreibt der Transfer-Insider.

Gerüchten zufolge soll der Tabellenzweite aus LaLiga über ein astronomisches Angebot von 160 bis 165 Millionen Euro für Olise nachdenken.

Die Fans des deutschen Rekordmeisters müssen sich aber wohl keine ernsthaften Sorgen machen. „Letztendlich ist der FC Bayern München jedoch kein Verein, der Spieler verkauft. Er ist ein Verein, der Spieler kauft“, stellt Falk klar.

Der FC Bayern sitzt bei Olise am längeren Hebel. Der 24-Jährige besitzt an der Säbener Straße einen langfristigen Vertrag bis 2029. Eine Ausstiegsklausel gibt es dem Vernehmen nach nicht.

Bezüglich einer vorzeitigen Verlängerung mit Olise habe der FC Bayern „jetzt keinen Stress, wir haben einen langfristigen Vertrag mit ihm abgeschlossen“, ordnete Sportdirektor Christoph Freund im Februar gegenüber „Sky“ ein.

Dennoch: „Wir können uns natürlich vorstellen aus Bayern-Sicht, dass er sehr, sehr lange hierbleibt“, stellte der Kaderplaner mit Blick auf den französischen Nationalspieler klar.

Der FC Bayern hatte Olise im Sommer 2024 von Crystal Palace aus der Premier League losgeeist. Die Ablösesumme soll sich damals auf rund 53 Millionen Euro belaufen haben. Der Rechtsaußen steuerte in 93 Pflichtspieleinsätzen für die Münchner schon 35 Tore bei.

Matthäus legt sich bei Diskussion um Karl fest

Noch hat Bayern Münchens Supertalent Lennart Karl kein A-Länderspiel auf dem Konto, für die U21-Auswahl sind es auch erst zwei Einsätze. Dennoch fordern nicht wenige Experten, dass der 18-Jährige im Sommer mit zur Weltmeisterschaft fahren sollte. Auch Lothar Matthäus hat sich diesbezüglich klar positioniert.

Geht es nach Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sollte Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der WM im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada Lennart Karl vom FC Bayern „auf jeden Fall mitnehmen“, wie er in einem „kicker“-Interview sagte. Besser gesagt: Der 64-Jährige würde auf den Youngster „auf keinen Fall verzichten“.

Was für den Flügelstürmer des FC Bayern spreche: Karl habe etwas, „das vielleicht kein anderer Spieler in der Mannschaft hat: die Unbekümmertheit, die Frechheit, die Qualität“. Zudem kann der 1,68 Meter große Dribbler bereits auf internationale Erfahrung im Bayern-Trikot zurückblicken.

Ohnehin sind Karls Einsatzzeiten in der laufenden Spielzeit unter Cheftrainer Vincent Kompany bemerkenswert. In der Bundesliga kommt er auf 21 Spiele, in denen ihm je vier Tore und vier Vorlagen gelangen. Im DFB-Pokal wurde er in drei von vier Partien eingesetzt – und in der Champions League steht er bei starken drei Treffern und einer Vorlage in sechs Partien.

In Fußball-Deutschland wird daher schon seit Längerem darüber diskutiert, ob Bundestrainer Nagelsmann den zweifachen U21-Nationalspieler in die A-Elf befördern sollte. Gleiches gilt für Senkrechtstarter Said El Mala vom 1. FC Köln, der in der Bundesliga auf überragende acht Tore und vier Vorlagen in 25 Partien kommt.

Allerdings zeigt sich Matthäus mit Blick auf den 19-jährigen U21-Nationalspieler, der von Nagelsmann im vergangenen November eingeladen, aber nicht eingesetzt wurde, etwas skeptischer. „Er ist noch kein Stammspieler beim 1. FC Köln“, meinte der TV-Experte, außerdem habe der FC generell weniger Spiele und El Mala damit weniger Bewährungschancen.

Andererseits besitze der Youngster ebenfalls „hohe Qualität, Geschwindigkeit, ein gutes Dribbling, einen guten Abschluss“. Der WM-Kader sei mit 26 Profis groß, „da sollte man schon überlegen, wer eine Qualität hat, die der Mannschaft sonst fehlt. Und darauf, wer die Rolle als Ergänzungsspieler annimmt.“

Exklusiv: Magath lästert über FC Bayern und kritisiert Kane

Die Leichtigkeit des FC Bayern ist weg. Nach dem enttäuschenden 2:2 beim HSV sind die Münchner genervt und meckern sogar über den Schiedsrichter. Trainer-Legende Felix Magath reagiert darauf bei sport.de mit dezentem Spott – und kritisiert auch die Rolle von Superstar Harry Kane. Eine ernsthafte Titelbedrohung für die Bayern sieht er nicht.

Nach der ersten Saisonniederlage gegen den FC Augsburg war die Mission des FC Bayern für den 20. Bundesliga-Spieltag klar: Im Nord-Süd-Klassiker beim HSV drei Punkte mit nach München bringen, den Vorsprung auf die Konkurrenz halten.

Diesen Auftrag hat die Elf von Trainer Vincent Kompany nicht erfüllt. Im Volkspark zeigte der FC Bayern zum wiederholten Male ungewohnte Schwächen und stolperte beim 2:2 erneut. Weil der BVB am Sonntag gegen Heidenheim mit 3:2 gewann, beträgt das Polster der Bayern „nur“ noch sechs Punkte.

Zurzeit bekämen die Bayern „nicht nur Gegentore, sondern kommen tatsächlich in Schwierigkeiten“, führte der 71-Jährige weiter aus. Den Münchnern sei ihre eigene Dominanz der Hinrunde zum Verhängnis geworden. „Es ist nie gut für eine Mannschaft, wenn sie unangefochten vorne ist und – in Anführungsstrichen – keine Gegner mehr hat. Da wird man leichtfertig.“

Apropos Kane: Magath kritisierte dessen Rolle als Tausendsassa im Bayern-Spiel. „Ich würde Spieler immer nach ihren Stärken einsetzen. Harry Kane kann Tore schießen. Er wird von allen gelobt und jeder jubelt, dass er auch hinten rumläuft. Aber das ist nicht sein Job“, sagte der frühere Bayern-Coach.

Kane könne „hinten so viel Bälle klären, wie er will, aber er hilft der Mannschaft mehr, wenn er vorne steht, wartet, den Ball bekommt und ihn reinschießt.“

Der Engländer solle sich auf „seine Stärken besinnen“, forderte Magath: „Wenn er vorne statt im Mittelfeld oder hinten rumlaufen würde, wäre das für die Mannschaft besser.“

Dass die Bayern nach ihrem erneuten Ausrutscher im Titelrennen wirklich noch in die Bredouille kommen, glaubt der Fußball-Lehrer indes nicht und verwies auf die nicht gerade vor Fußballwitz strotzenden Konkurrenz: „Man muss aber leider sagen, dass Borussia Dortmund nicht gerade den Eindruck vermittelt, als wollen sie den FC Bayern jagen.“

Leon Goretzka erklärt Absage an Top-Klubs

Leon Goretzka wird den FC Bayern nicht in dieser Winter-Transferperiode verlassen, wie die Münchner am Freitag öffentlich mitteilten. Der deutsche Nationalspieler meldete sich anschließend in einem emotionalen Instagram-Beitrag zu Wort und erklärte darin die Entscheidung.

Hinter Leon Goretzka liegen „turbulente“ Tage, wie der Mittelfeldspieler des FC Bayern einen Instagram-Beitrag begann: „Gleichzeitig haben sie Klarheit gebracht.“

Der 30-Jährige wird den deutschen Rekordmeister nicht in diesem Winter verlassen – trotz des großen Interesses aus dem Ausland. Vor allem der spanische Spitzenklub Atlético Madrid buhlte Medienberichten zufolge emsig um seine Dienste, soll zuletzt auch ein Angebot beim FC Bayern hinterlegt haben.

Zugleich steht nun fest: Goretzka wird den FC Bayern im Sommer nach dann acht Jahren verlassen, sein Vertrag wird nicht verlängert.

Der Routinier schrieb dazu: „So sehr mich das Interesse von internationalen Top-Clubs ehrt, so klar habe ich für mich entschieden, dass ich bis zum Saisonende beim FC Bayern bleiben möchte. Mit einem Team, mit dem es auf und neben dem Rasen unglaublich viel Spaß macht und einem Trainer der unsere Mannschaft wieder zu einer echten Einheit geformt hat! Diesem Team und dem Verein fühle ich mich verpflichtet.“

Es sei das „gemeinsame Ziel“, im Mai „wieder mit vollen Händen am Marienplatz“ zu stehen und „die ganz großen Titel feiern“ zu können. Der in dieser Saison so dominant auftretende Rekordmeister zählt zu den Top-Favoriten auf den Gewinn der Champions League.

Goretzka führte aus: „Gleichzeitig haben der Verein und ich in guten und konstruktiven Gesprächen beschlossen, dass unsere gemeinsame erfolgreiche Zeit im Sommer zu Ende geht. Wie zu einem früheren Zeitpunkt bereits gesagt, ist es auch für mich der richtige Zeitpunkt, um noch einmal ein neues Kapital aufzuschlagen: Als Fußballer und als Mensch.“

In einem Interview mit der „Zeit“ hatte Goretzka zuvor erklärt, dass er einem Wechsel ins Ausland sehr offen gegenüber steht.

„Doch davor gibt es noch viel zutun“, schloss der Noch-Bayern-Profi seinen Beitrag. Er schwor die Fans ein: „Lasst uns gemeinsam alles dafür geben, dass wir mit dem FC Bayern und auch mit der Nationalmannschaft den maximalen Erfolg in dieser Saison und bei der WM erzielen! Ich freue mich drauf! Danke für Eure Unterstützung!“