DEB-Star verkündet Rücktritt – und geht auf Kreis los

Vier Jahre nach seinem letzten Länderspiel hat Marcel Brandt seinen Rücktritt aus der Eishockey-Nationalmannschaft erklärt.

„Das zwischen uns ist beendet“, sagte der torgefährlichste Verteidiger der Deutschen Eishockey Liga (DEL) dem Fachblatt „Eishockey News“.

Als Grund nannte der 33-Jährige, der zuletzt bei den Olympischen Spielen 2022 für Deutschland auf dem Eis gestanden hatte, die konsequente Nicht-Berücksichtigung durch Bundestrainer Harold Kreis.

„Wenn Aussagen kommen von einem Bundestrainer wie: ‚Du hast mich die letzten drei Jahre nicht interessiert, und ich habe dich nicht beobachtet oder generell geschaut, was du machst.‘ Dann ist das für mich Aussage genug. Das ist einfach ein No-Go“, sagte Brandt, der mit 16 Toren in der vergangenen Hauptrunde erneut treffsicherster deutscher Abwehrspieler in der DEL war – wie schon in den fünf Jahren zuvor.

Nachdem Brandt unter dem damaligen Bundestrainer Toni Söderholm bei der WM 2021 und Olympia 2022 noch zum Stammpersonal gezählt hatte, berief ihn Kreis nicht ein einziges Mal ins Nationalteam. „Ich war immer offen, ich habe immer gewartet auf einen Anruf. Der ist nie gekommen“, sagte Brandt.

Auch zur WM in der Schweiz (15. bis 31. Mai) habe es keine Einladung von Kreis gegeben, aber immerhin eine Aussprache. „Er hat sich entschuldigt dafür, er kann die Zeit nicht zurückdrehen“, berichtete Brandt, „wir sind im Guten auseinandergegangen.“ Er habe mit seiner Frau entschieden, „dass ich nicht mehr für Deutschland spielen werde – und das hat er akzeptiert“.

Kreis erklärte im Interview mit „MagentaSport“: „Er hat aus persönlichen Gründen abgesagt.“

Zauber-Tor von Stützle: Ottawa setzt sich ab

Die Ottawa Senators (40-27-10) haben die Patzer der Konkurrenz genutzt und sich mit einem 6:3 gegen die Carolina Hurricanes (49-22-6) einen kleinen Vorteil im Playoff-Rennen der Eastern Conference verschafft.

Während die Detroit Red Wings und Washington Capitals Niederlagen einsteckten, setzte sich Ottawa mit zwei Punkten gegen das Spitzenteam aus Raleigh weiter ab und hat die Entscheidung über den Einzug in die Postseason als letzter Wildcard-Inhaber selbst in der Hand.

Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel, in dem unter anderem Tim Stützle die Fans im Canadian Tire Centre mit einem Traumtor von den Sitzen riss, setzten sich die Senators in den folgenden 26 Minuten auf 5:2 ab und brachten den 40. Saisonsieg sicher nach Hause.

Kapitän Brady Tkachuk glänzte in der starken Phase mit einem Doppelpack.

„Das ist ein Playoff-Team“, lobte Canes-Left Wing Taylor Hall, der Carolina mit seinem 3:5 noch einmal kurz hoffen lassen hatte, die Sens. „Ich weiß nicht, ob sie die Playoffs erreichen, aber sie spielen Playoff-Hockey. Und das ist ein guter Test für das, was uns erwartet. Sie spielen mit dem Mute der Verzweiflung – und da müssen wir spätestens in ein paar Wochen mithalten können.“

Die Hurricanes ließen zwar die Chance liegen, sich vorzeitig die Divisions-Krone in der Metropolitan zu sichern, haben aber weiterhin acht Punkte Vorsprung auf die Pittsburgh Penguins. Neben Hall waren am Sonntag Andrei Svechnikov und Logan Stankoven erfolgreich, Frederik Andersen zeigte 25 Saves. Carolina empfängt am Dienstag die Boston Bruins.

Bei Ottawa zeichneten sich Stützle, Shane Pinto und Dylan Cozens (je 1 Tor, 1 Assist) neben Tkachuk aus, Goalie Linus Ullmark hielt im zweiten Start hintereinander 25 Schüsse. Die Sens haben ebenfalls am Dienstag mit den Tampa Bay Lightning das nächste Topteam zu Gast.

Nächster Ovechkin-Treffer für die Geschichtsbücher!

Superstar Alex Ovechkin von den Washington Capitals hat am Sonntag mal wieder Geschichte geschrieben: Der Left Wing erzielte bei der 2:3-Heimniederlage gegen die Colorado Avalanche den 1000. Treffer seiner NHL-Karriere.

Im letzten Drittel markierte der 40-Jährige von seinem gewohnten Spot im Power-Play den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. Es war sein 26. Treffer der laufenden Saison und sein 923. Tor in der Regular Season. Zusammen mit seiner Ausbeute in den Playoffs steht er nun bei genau 1.000 Toren.

Während er NHL-Legende Wayne Gretzky in der Regular Season damit weiter distanziert, liegt „The Great One“ noch vorn, wenn man die Postseason mit einbezieht: Der Kanadier erzielte in seiner Karriere insgesamt 1.016 Tore (894+122). Kein anderer Spieler in der Historie der National Hockey League hat bislang die 1.000 Tore geknackt.

„Das ist eine weitere Auszeichnung für ihn. Es ist einfach unglaublich, 1.000 Tore zu erzielen – und das noch dazu auf heimischem Eis und auf diese Weise“, sagte Washingtons Coach Spencer Carbery. „Es war ein enorm wichtiges Tor, um das Spiel spät im dritten Drittel auszugleichen. Es war ein wichtiges Tor, also war es wichtiger Moment.“

In der Overtime erzielte Brock Nelson von West-Spitzenreiter Avalanche schließlich den Siegtreffer für die Gäste, schon sein neunter in dieser Saison. Nach dem fünften Spiel in Serie mit mindestens einem Punkt (3-0-2) dürfen die Capitals aber weiterhin auf die Playoffs hoffen: Der Rückstand auf die letzte Wildcard beträgt in der Eastern Conference fünf Punkte.

NHL gibt Austragungsorte für World Cup of Hockey bekannt

Nachdem die NHL-Superstars ihre Heimatländer bei den zurückliegenden Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand vertreten durften, erwartet die Profis aus der besten Eishockey-Liga der Welt bereits 2028 das nächste Mega-Highlight. Beim World Cup of Hockey 2028 messen sich die acht besten Nationen. Einige Gruppenspiele finden erneut in Europa statt.

Das gab die NHL am Montag bekannt. Demnach erhält Prag als europäischer Austragungsort für die vierte Auflage des Nachfolgers des Canada Cup den Zuschlag. Die 02 Arena in der tschechischen Hauptstadt teilt sich mit dem Scotia Place, der neuen Arena der Calgary Flames, die 2027 eröffnet werden soll, die Vorrundenspiele und erste Partien der K.o.-Phase. Halbfinale und Finale steigen dann im Rogers Place in Edmonton.

„Wir von der National Hockey League und unsere Partner bei der National Hockey League Players’ Association können es kaum erwarten, den World Cup of Hockey 2028 an drei spektakuläre Austragungsorte in drei Städten zu bringen, die bei der Ausrichtung von Großveranstaltungen glänzen“, schwärmt NHL Commissioner Gary Bettman in einer entsprechenden Pressemitteilung der Liga.

Die Liga wisse, dass „dass Calgary, Edmonton und Prag fantastische Gastgeber für Eishockeyfans aus aller Welt sein werden und dass die besten Eishockeyspieler der Welt auf einem Niveau gegeneinander antreten werden, das dieses Ereignis wirklich unvergesslich machen wird“, legte der begeisterte US-amerikanische Liga-Boss in seiner Erklärung nach.

Der World Cup of Hockey findet 2028 nach 1996, 2004 und 2016 zum vierten Mal statt. Nachdem sich die USA beim ersten Event zum Champion küren konnte, gewann zuletzt zweimal in Folge Kanada das Event, an dem – wie bereits bei den zurückliegenden Winderspiele und dem 4 Nations Face-Off 2025 die besten Spieler der NHL teilnehmen werden.

„Nach den fantastischen internationalen Eishockeyspielen bei den jüngsten Olympischen Winterspielen freuen sich die NHL-Spieler sehr darauf, beim World Cup of Hockey 2028 wieder auf die internationale Bühne zurückzukehren“, sprach NHLPA- Geschäftsführer Marty Walsh im Namen der Profis: „Die Spieler können es kaum erwarten, im Februar 2028 in Alberta und Prag die Trikots ihrer Heimatländer zu tragen.“

Draisaitl trifft und verletzt sich

Erst zur Führung getroffen, dann schmerzhaft abgeräumt worden: Eishockey-Star Leon Draisaitl hat sich beim 3:1-Sieg seiner Edmonton Oilers über die Nashville Predators verletzt. Nach einem harten Hit von Nashvilles Ozzy Wiesblatt gegen die Bande konnte der gebürtige Kölner im ersten Drittel nicht mehr weiterspielen. Kurz zuvor hatte Draisaitl mit seinem 35. Saisontor das 1:0 erzielt.

„Er hat sich danach nicht gut gefühlt. Das medizinische Team hat aber gesagt, dass es nicht zu schlecht aussieht“, sagte Headcoach Kris Knoblauch. Zur Art der Verletzung machten die Oilers keine Angaben, Knoblauch rechnet allerdings nicht mit einer langen Ausfallzeit des Stürmers: „Das werden wird aber später herausfinden.“

Bei Edmonton, das zuvor zweimal verloren hatte, glänzte Connor McDavid mit drei Assists. Mit nun 114 Punkten in 68 Spielen baute der Kanadier seine Führung in der Scorerwertung aus. Die Oilers liegen als Sechster der Western Conference auf Playoff-Kurs.

Gut läuft es weiterhin für Tim Stützle und die Ottawa Senators, die beim 7:4 gegen die San Jose Sharks den fünften Sieg in den jüngsten sechs Spielen feierten und damit weiter auf den Playoff-Einzug hoffen dürfen. Der gebürtige Viersener Stützle blieb ohne Scorerpunkt.

Nationaltorhüter Philipp Grubauer kam beim 6:2 von Seattle Kraken gegen Meister Florida Panthers nicht zum Einsatz.

„Das Schiff sinkt“: Leafs-Krise spitzt sich zu

Drei Spiele, drei Niederlagen: Die Toronto Maple Leafs (27-24-9) sind desaströs aus der Olympia-Pause gekommen. Am Sonntag war auch in der Battle of Ontario beim 2:5 gegen die Ottawa Senators (29-22-8) nichts zu holen.

Morgan Rielly (3.) brachte Toronto in Führung, Thomas Chabot (11.) glich aus. Im zweiten Drittel erhöhten dann Dylan Cozens (24.) und Drake Batherson (34.) für die Gäste. William Nylander (34.) verkürzte, Batherson (36.) stellte auf 4:2, Cozens (37.) traf zum Endstand.

Cozens (2 Tore, 1 Assist) war bester Scorer der Ottawa Senators, bei denen Tim Stützle 1 Assist verbuchte und nun bei insgesamt 63 Punkten (28 Tore, 35 Assists) steht.

Leafs-Goalie Joseph Woll (5 Gegentore, 23 Saves) musste seinen Platz zwischen den Pfosten während des zweiten Drittels räumen, Anthony Stolarz (0 Gegentore, 12 Saves) übernahm. Ottawas Schlussmann Linus Ullmark wehrte 21 Schüsse ab.

Toronto hat nun bereits acht Zähler Rückstand auf den letzten Wildcard-Platz im Osten und droht zum ersten Mal seit 2016 die Playoffs zu verpassen. „Das Schiff sinkt“, schrieb Sportsnet.

„Das war einfach ein schlechter Auftritt, ehrlich gesagt ziemlich peinlich“, fand Torontos Kapitän Auston Matthews deutliche Worte: „Wir dürfen jetzt trotzdem nicht den Kopf hängen lassen oder uns selbst bemitleiden. Jeder muss sich selbstkritisch hinterfragen und besser werden.“

Für Toronto geht es am Dienstag mit einem Heimspiel gegen die Philadelphia Flyers weiter.

Ottawa feierte derweil den ersten Sieg im zweiten Spiel nach der Olympia-Pause und hat fünf Punkte Rückstand auf den letzten Wildcard-Platz im Osten. Die Senators gastieren am Mittwoch bei den Edmonton Oilers.

McDavid zum Olympia-MVP gewählt

Die Olympischen Spiele haben für Kanada ein bitteres Ende genommen, in einem atemberaubenden Finale mussten sie sich dem großen Konkurrenten aus den USA mit 1:2 nach Overtime geschlagen geben. Da dürfte es für den kanadischen Superstar Connor McDavid nur ein kleines Trostpflaster sein, dass er zum MVP des Turniers gewählt wurde.

Das verdiente sich der Angreifer von den Edmonton Oilers jedoch mit seinem neu aufgestellten Olympia-Rekord von 13 Scorerpunkten (2 Tore, 11 Assists). Gleichzeitig erhielt der 29-Jährige die logische Auszeichnung zum Stürmer des Turniers.

Zudem wurden noch der beste Goalie und beste Verteidiger der Spiele in Mailand gekürt. Bei den Torhütern setzte sich der US-Amerikaner Connor Hellebuyck (Winnipeg Jets) durch. Im Finale brachte der 32-Jährige die Kanadier an den Rand der Verzweiflung und parierte 41 Schüsse.

Als bester Verteidiger hat sich der neue Goldmedaillengewinner Quinn Hughes von den Minnesota Wild durchgesetzt. Der Defensivspieler aus Orlando kam auf 7 Assists und erzielte das entscheidende Tor zum 2:1-Overtime-Sieg im harten Viertelfinale gegen Schweden.

Eishockey heute live: Alle Infos zum Olympia-Turnier

Die deutschen Eishockey-Nationalmannschaften wollen bei Olympia 2026 in Italien überraschen. Wann finden die DEB-Spiele statt? Wo sind die Winterspiele live im TV und Stream zu sehen? sport.de liefert den Überblick.

Die deutschen Eishockey-Fans denken gerne noch an das Silbermärchen 2018 in Pyeongchang zurück. Vier Jahre später war für die DEB-Herren in Peking bereits in der Viertelfinal-Qualifikation gegen die Slowakei Schluss. Und 2026?

Mit Leon Draisaitl, Moritz Seider oder Tim Stützle sind die NHL-Profis in Mailand am Start. Die Topfavoriten aus Finnland, Kanada oder Schweden reisen aber ebenfalls mit geballter Star-Power an.

Das olympische Eishockey-Turnier der Frauen startete bereits vor der offiziellen Eröffnungsfeier. Das Team von Cheftrainer Jeff MacLeod ist erstmals seit zwölf Jahren wieder dabei trifft in der Gruppenphase auf Schweden, Japan, Frankreich sowie Italien.

Der Modus beim olympischen Eishockey-Turnier unterscheidet sich bei den Herren und Frauen: Bei den Männern kommen die drei Gruppensieger und der beste Gruppenzweite direkt in das Viertelfinale. Die übrigen Teams spielen in einer Qualifikationsrunde um die vier offenen Plätze.

Bei den Frauen gibt es hingegen nur zwei Gruppen je fünf Teams. Aus der Gruppe A, in den die Top-Nationen spielen, kommen alle Mannschaften in das Viertelfinale. Aus der Gruppe B, in der unter anderem die deutsche Nationalmannschaft spielt, ziehen die besten Drei in die K.o.-Runde ein.

Das IOC gab bereits Anfang 2023 bekannt, dass die Rechtepakete für Olympia 2026 wieder an die Europäische Rundfunkunion (EBU) und Warner Bros. Discovery vergeben wurden.

Als Teil der EBU übertragen sowohl ARD als auch ZDF im linearen TV als auch auf ihren Online-Plattformen die Winterspiele. Zu Warner Bros. Discovery gehören sowohl Eurosport im Free-TV als auch die PayTV-Angebote Eurosport2 und discovery+. Das kostenpflichtige Portal DAZN* zeigt das Eurosport-Programm ebenfalls im Stream.

Hurricanes wenden nächsten Einbruch ab

Die Carolina Hurricanes (34-15-6) haben am Sonntag mit „ein wenig Glück“ den nächsten Einbruch verhindert und 3:2 nach Verlängerung gegen die Los Angeles Kings (23-17-14) gewonnen.

Wie schon am Samstag, als Carolina nach 3:0-Führung noch 3:4 in OT gegen die Washington Capitals verloren hatte, ließen sich die Canes erneut eine späte Führung noch entgleiten und mussten wieder in die Verlängerung. Dort hatten sie dank eines abgefälschten Schusses von Sebastian Aho aber diesmal das bessere Ende für sich.

„Ein wenig Glück war natürlich dabei“, sagte Aho, dessen Handgelenkschuss nach knapp anderthalb Minuten in der OT vom Schläger des Kings-Stürmers Adrian Kempe ins eigene Tor abgelenkt wurde. „Es können eben gute Dinge passieren, wenn man aufs Tor schießt. So war es auch hier.“

Jordan Staal hatte die Hurricanes im ersten Drittel in Führung gebracht, danach passierte lange nichts. Nach der Erhöhung von Alexander Nikishin waren regulär nur noch sieben Minuten zu spielen – eigentlich eine komfortable Situation.

Doch die Lightning kamen schon eine halbe Minute später ins Schwimmen, als Samuel Helenius den Anschluss herstellte und mussten gut 200 Sekunden vor dem finalen Buzzer dann tatsächlich den Ausgleich durch Quinton Byfield hinnehmen.

Diesmal schlug Carolina aber zurück. „Sie haben zwar den Doppelpack gemacht, aber mir hat es extrem gut gefallen, wie wir weitergespielt haben“, lobte Canes-Coach Rod Brind’Amour.

Historischer Torwart-Treffer in der DEL

Der deutsche Nationalkeeper Dustin Strahlmeier hat in der Deutschen Eishockey Liga einen historischen Treffer erzielt.

Als erster Torwart in der Geschichte der DEL schoss er beim 4:2 seiner Grizzlys Wolfsburg gegen die Dresdner Eislöwen selbst ein Tor.

„Ich hatte ein bisschen Platz und dachte: Ich versuche es einfach mal“, sagte der 33-Jährige bei MagentaSport. „Ich habe mir nicht wirklich was dabei gedacht, sondern einfach geschossen.“

Wolfsburgs Trainer Mike Stewart war völlig perplex: „Seit fünf Jahren kenne ich ihn jetzt. Er hat es im Training nicht einmal versucht, auf ein leeres Tor zu schießen. Er hatte ein perfektes Timing, der Schuss hatte auch genügend Tempo. Es war die Kirsche obendrauf“, sagte der Kanadier.

Beim Spielstand von 3:2 für Wolfsburg hatten die Dresdner am Sonntagabend in der letzten Spielminute ihren Torwart ausgewechselt, um mit sechs Feldspielern auf den Ausgleich zu drängen.

Doch Strahlmeier parierte zunächst einen harmlosen Schuss der Gäste, sah dann das leere gegnerische Tor – und schoss den Puck einmal fast über das gesamte Spielfeld hinweg an allen Mit- und Gegenspielern vorbei hinein.

In den Statistiken der DEL standen zuvor zwar schon Torhüter-Tore von Jean-Marc Pelletier (Hamburg Freezers), Gustaf Wesslau (Kölner Haie) oder Arno Tiefensee (Adler Mannheim). Doch in ihren Fällen handelte es sich um Eigentore eines gegnerischen Spielers.

Und da es im Eishockey offiziell keine Eigentore gibt, wurden in diesen drei Fällen die Torhüter zu Torschützen erklärt, weil sie zuvor als letzte Spieler ihres Teams den Puck kontrolliert hatten.