Monster-Comeback! Vegas drängt Avs an den Abgrund

Die Vegas Golden Knights stehen kurz vor dem Einzug in die Finals. Das Team aus Paradise setzte sich am Sonntag in Spiel 4 der Conference Finals mit 5:3 gegen die Colorado Avalanche durch und führt in der Serie mit 3-0.

Dabei drehten die Gastgeber in der T-Mobile Arena einen zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand. Gabriel Landeskog (4.), Nazem Kadri (8.) und Jack Drury in Unterzahl (14.) brachten die beste Mannschaft der Regular Season im ersten Drittel auf Kurs.

Doch die Golden Knights fanden die passende Antwort: Mark Stone (21.) verkürzte nach nur 19 Sekunden im zweiten Abschnitt im Powerplay, William Karlsson (25.) und Keegan Kolesar (33.) glichen aus. Im Schlussdrittel sorgten Tomas Hertl (49.) und Brett Howden mit einem Empty-Net-Goal (60.) für die Entscheidung.

Die Avs stehen nun vor einer nahezu unlösbaren Aufgabe. Nur vier Teams haben in der NHL-Historie ein 0-3 noch gedreht. In den Conference Finals gelang dies in 49 Fällen noch nie.

„Wir sind am Boden, so tief unten, wie es nur geht“, sagte der restlos bediente Colorado-Coach Jared Bednar: „Jetzt stehen wir vor einem steilen Berg. Wir müssen uns sammeln und einen Weg finden, um ihn zu erklimmen.“

Hertl, Karlsson, Stone (alle 1 Tor, 1 Assist), Mitch Marner und Kaedan Korczak (beide 2 Assists) waren die besten Scorer der Golden Knights. Bei Colorado kam lediglich Devon Toews (2 Assists) auf 2 Punkte.

Vegas-Goalie Carter Hart wehrte 32 Schüsse ab, sein Gegenüber Scott Wedgewood 18.

Bitte für die Avs, die endlich wieder auf den verletzten Star-Verteidiger Cale Makar zurückgreifen konnten: Superstar Nathan MacKinnon musste im zweiten Drittel nach einem geblockten Schuss angeschlagen vom Eis. Der 30-jährige Kanadier kehrte erst während des Schlussdrittels zurück auf die Bank, konnte aber nur noch sporadisch eingesetzt werden.

„Man muss ihn töten, um ihn komplett vom Eis zu bekommen. So ist er einfach als Mensch und als Wettkämpfer. Er will den Sieg mehr als jeder andere, das war wieder ein Beispiel dafür“, sagte Wedgewood über MacKinnon. Ob der Topscorer der Truppe aus Denver in Spiel 4 am Dienstag dabei sein kann, ist unklar.

Vegas Golden Knights gewinnen erstes NHL-Finale

Die Vegas Golden Knights haben das erste Spiel der Finalserie um den Stanley Cup gewonnen. Das Eishockey-Team aus Las Vegas besiegte die Florida Panthers in heimischer Halle mit 5:2 (1:1, 1:1, 3:0).

Zach Whitecloud brachte die Golden Knights im Schlussdrittel entscheidend in Führung. Torhüter Adin Hill glänzte mit 33 parierten Schüssen auf sein Tor, vor allem bei einer Parade mit dem Stock gegen Nick Cousins zu Beginn des zweiten Drittels.

Mit Shea Theodore und Jonathan Marchessault trafen zwei von sechs Spielern, die seit der Gründung der Knights vor sechs Jahren für Las Vegas spielen. Für Marchessault war es der fünfte Treffer in den vergangenen sechs Spielen.

Florida kassierte derweil die erste Auswärtsniederlage in den diesjährigen NHL-Playoffs seit dem Auftaktspiel bei den Boston Bruins. Die Panthers hatten sich nur via Wildcard als achtplatziertes Team der Eastern Conference für die Playoffs qualifiziert und dann direkt den überlegenen Hauptrundensieger aus Boston eliminiert.

Die zweite Partie der Finalserie findet in der Nacht zu Dienstag ebenfalls in Las Vegas statt, bevor sie dann für zwei Spiele nach Sunrise, Florida wechselt. Das Team, das zuerst vier Spiele gewinnt, holt den Stanley Cup.

Sowohl die Vegas Golden Knights als auch die Florida Panthers stehen zum zweiten Mal in ihrer Geschichte in den Stanley-Cup-Finals und haben den Titel noch nie gewonnen.

Las Vegas unterlag direkt in seiner ersten NHL-Saison gegen die Washington Capitals mit Nationaltorhüter Philipp Grubauer. Die 1993 gegründeten Florida Panthers verloren 1996 alle vier Spiele gegen die Colorado Avalanche, wobei der jetzige Kölner Trainer Uwe Krupp in Spiel vier das entscheidende Tor zum Titelgewinn schoss.

Oilers-Pleite trotz Draisaitls Viererpack-Gala

Eishockey-Superstar Leon Draisaitl hat mit einer historischen Gala den Fehlstart der Edmonton Oilers im Playoff-Viertelfinale der NHL nicht verhindern können.

Dem Kölner gelangen zum Auftakt bei den Vegas Golden Knights vier Treffer, dennoch unterlag sein Team mit 4:6. Fortgesetzt wird die Best-of-seven-Serie am Samstag in Las Vegas, Spiel drei findet dann am Montag in Edmonton statt.

Draisaitl gelang in seiner 44. Play-off-Partie sein erster Viererpack, seine bisherige Bestmarke in der Post-Season war ihm am 7. Mai 2017 mit drei Toren gegen die Anaheim Ducks gelungen.

Der 27-Jährige hatte die Oilers am Mittwochabend in der zweiten Minute in Führung gebracht sowie die Partie nach einem zwischenzeitlichen 1:3 mit zwei weiteren Treffern wieder ausgeglichen. Der zwischenzeitliche Anschluss zum 4:5 im Schlussdrittel war dann zu wenig.

Draisaitl baute mit nun elf Toren in sieben Play-off-Spielen die Führung in der Torjägerliste aus, mit nun 15 Punkten eroberte er auch Platz eins in der Scorerwertung zurück. Der deutsche Nationalspieler hatte in der Hauptrunde mit 128 Punkten einen persönlichen Bestwert aufgestellt. Mit der besten Hauptrunde seit den glorreichen Zeiten der Klublegende Gretzky haben Draisaitl und Co. die Erwartungen bei den Fans hochgeschraubt.

In der ersten Runde hatte sich Edmonton mit 4:2 in der Serie gegen die Los Angeles Kings durchgesetzt. Im Vorjahr waren die Oilers im Halbfinale gegen den späteren Meister Colorado Avalanche ausgeschieden.