Patriots entlassen früheren Belichick-Pick

Die New England Patriots stehen offenbar vor einer Trennung eines der letzten Draftpicks vom früheren Erfolgscoach Bill Belichick in der NFL.

Die Patriots haben Linebacker Marte Mapu darüber informiert, dass sie ihn in Kürze entlassen werden. Das berichtete Beat-Reporter Mike Reiss von „ESPN“ am Dienstag.

Mapu war ein durchaus kontroverser Drittrundenpick im Draft 2023 und damit einer der letzten Spieler, die Belichick für die Patriots gedraftet hat. Mapu spielte in 44 Spielen für die Patriots und startete zehn davon, jedoch keins mehr seit 2024.

Sein Rookie-Vertrag wäre am Saisonende 2026 ausgelaufen und er hätte ein Jahresgehalt von 1,508 Millionen Dollar verdient, die jedoch nicht garantiert waren.

Mit dieser Entlassung stehen somit nur noch Robert Spillane, Christian Elliss, K.J. Britt, Chad Muma, Amari Gainer und Otis Reese für die Linebacker-Situation unter Vertrag. Und die letzten beiden haben jeweils zuletzt 2024 in der NFL auf dem Platz gestanden, was darauf hindeutet, dass Linebacker im Draft im Fokus stehen dürfte.

Mapu war der 76. Pick insgesamt im Draft 2023 und schaffte es nicht mal unter Belichick in die Startformation. Er spielte hauptsächlich als Personal Protector in den Special Teams und startete nur eines von 17 Spielen als Rookie. Im zweiten Jahr unter Head Coach Jerod Mayo startet er dann jedoch neun seiner zehn Spiele, allerdings in der Rolle des Strong Safety, was er aufgrund einer kompakten Statur auch spielen konnte.

Mit der Ankunft von Mike Vrabel in der vergangenen Saison rückte Mapu dann jedoch wieder ins zweite Glied und war hauptsächlich als Special Teamer im Einsatz. Er schaffte es jedoch in jeder seiner drei NFL-Saisons, jeweils eine Interception zu fangen, zudem brachte es der 26-Jährige auf 89 Tackles und einen QB Hit. Zuletzt stand er jedoch nur in zwölf Prozent der Defensiv-Snaps auf dem Feld.

Mit dieser Entlassung stehen nur noch fünf von Belichick gedraftete – sechs, wenn man die Undrafted Free Agent Brenden Schooler dazu zählt – Spieler bei den Patriots unter Vertrag.

Patriots verpflichten neuen Offensive Tackle

Die New England Patriots haben sich weitere Verstärkung für ihre Offensive Line in der NFL gesichert.

Wie das Team am Montag verkündete, hat man sich mit Offensive Tackle James Hudson auf einen Einjahresvertrag geeinigt.

Hudson (26) hat seit seinem NFL-Einstieg als Viertrundenpick (Pick 110) der Cleveland Browns im NFL Draft 2021 in 60 Karrierespielen auf dem Platz gestanden. Der ehemalige Spieler der Michigan Wolverines und Cincinnati Bearcats verbrachte vier Jahre bei den Browns, bevor er in der vergangenen Offseason als Unrestricted Free Agent einen Zweijahresvertrag bei den New York Giants unterschrieb. Er wurde jedoch vor Beginn des neuen Ligajahres 2026 entlassen.

Als Veteran mit 19 Starts in der Bilanz kommt Hudson auf 1464 Snaps in der Offense und 235 Snaps in den Special Teams. Der rund 1,96 m große und 142 kg schwere Profi wurde sowohl als Left Tackle als auch als Right Tackle eingesetzt. Zudem wurde während seiner Stationen in der AFC North und NFC East mehrfach als Fullback und Tight End eingesetzt.

In Foxborough hat sich die Tiefe auf den Tackle-Positionen hinter den Startern Will Campbell und Morgan Moses seit Beginn des Monats ausgedünnt. Der ehemalige Blindside-Starter Vederian Lowe wechselte mit einem Zweijahresvertrag zu den San Francisco 49ers, während der bisherige „sechste Mann“ Thayer Munford Jr. ebenso wie Yasir Durant (dem kein Qualyfing Offer als Restricted Free Agent gemacht wurde) weiterhin ohne Vertrag ist.

Hudson hat nun einen Vertrag unterzeichnet, der laut Mike Reiss von „ESPN“ unter die Gehaltsregelung für Veteranen („Veteran Salary Benefit“) fällt. Er verstärkt damit eine Positionsgruppe, in der derzeit auch der Siebtrundenpick von 2025, Marcus Bryant, sowie mit Sebastian Gutierrez und dem deutschen Lorenz Metz zwei Spieler mit Reserve/Futures-Verträgen im aktuellen Offseason-Kader stehen.

Nach derzeitigem Stand wäre er wohl der erste Anwärter auf die offene Planstelle des Swing Tackles hinter den beiden Startern. Weitere Verstärkung könnte jedoch im Draft folgen.

Patriots rüsten offensiv nach

Zum Start der NFL Free Agency war es lange ruhig um die New England Patriots, die auf dem Transfermarkt eher vorsichtig unterwegs waren. Am Montagabend verpflichtete man dann allerdings doch die erhoffte Verstärkung für die Offensive.

Wie unter anderem „ESPN“ berichtet, einigte man sich mit Offensive Lineman Alijah Vera-Tucker auf einen Dreijahresvertrag. Diesen vergütet man mit bis zu 42 Millionen Dollar. Weitere Details wie etwaige Garantien sind derweil noch nicht bekannt.

Die Verstärkung der Offensive Line vor Quarterback Drake Maye ist einer der Hauptaufgaben des amtierenden AFC-Champions und mit der Verpflichtung von Vera-Tucker ist der erste Schritt gelungen. Er könnte als Left Guard zwischen Tackle Will Campbell und Jared Wilson zum Einsatz kommen, falls Letzterer nach dem Wechsel von Garrett Bradbury zu den Chicago Bears auf die Position des Centers wechselt.

Vera-Tucker kam 2021 in die NFL, damals als 14. Pick im NFL Draft. Die New York Jets tradeten seinerzeit sogar nach oben, um AVT zu verpflichten.

Der Offensive Lineman gilt als besonders vielseitig. In seinen fünf Jahren in der NFL spielte er bereits auf allen Positionen in der Offensive Line, abgesehen von Center. Am wohlsten fühlt er sich allerdings eindeutig auf der Guard-Position.

So positiv seine Vielseitigkeit zu sehen ist, so negativ muss man auch seine Verletzungsanfälligkeit betrachten. In den letzten Jahren fiel Vera-Tucker immer wieder verletzt aus.

Dabei handelte es sich mehrfach um gravierende Verletzungen. So riss er sich bereits die Achillessehne und den Trizeps in beiden Armen. Dementsprechend stand er in den letzten fünf Jahren nur in 43 von 85 möglichen Spielen auf dem Platz.

Die Verpflichtung der Patriots birgt demnach ein gewisses Risiko, könnte sich allerdings auch als großer Griff erweisen.

Darum ist der Erfolg der Seahawks nachhaltig

Die Seattle Seahawks haben Super Bowl LX gegen die New England Patriots auf beeindruckende Art und Weise gewonnen. Das Team von Mike Macdonald erreichte mit diesem Triumph historische Höhen und könnte eine solide Grundlage für anhaltenden Erfolg in der NFL haben.

Die Legion of Boom war einmal und gewann am Ende nur einen Super Bowl. Jetzt hat die Herrschaft der Dark Side Defense begonnen und sie trat ihre Regentschaft mit einer beeindruckend erdrückenden Vorstellung in Super Bowl LX gegen die New England Patriots an.

Die Seahawks waren drauf und dran, den ersten Shutout in einem Super Bowl überhaupt zu schaffen – es war bereits der 60. Super Bowl! Am Ende war es nur die Garbage Time, die New England davon abhielt, sich auf ganzer Linie zu blamieren. Doch auch ohne dieses Novum unterstrich die Dark Side Defense, wie sie sich selbst nennt, ihre absolute Dominanz.

Die Defense von Head Coach Mike Macdonald spielte im Grunde nichts anderes als sonst. Sie setzten überwiegend auf Zone Coverage, sie nutzten Disguises, sie spielten ihre üblichen Match-Zone-Konzepte und sie blitzten nur recht selten – auch wenn gerade Devon Witherspoon, den ich zum MVP des Spiels gewählt hätte, mit drei seiner Blitzes maximalen Schaden anrichtete mit zwei Sacks und einem Hit, der zum Pick-Six von Uchenna Nwosu in der Schlussphase geführt hat.

Und trotz einer geringen Blitz Rate von nur 13,21 Prozent brachten sie es auf eine Pressure Rate von 43,4 Prozent! Und vor allem: es gelangen sechs (!) Sacks gegen Maye, der dabei auch noch einen Fumble verlor und zwei Interceptions warf – wobei die erste Interception wohl nicht unter Druck und einfach nur ein übermotivierter Deep Shot war. In jedem Fall aber gelang es dem kompletten Abwehrverbund, einen der besten Quarterbacks dieser Saison den Zahn zu ziehen.

Maye war verunsichert, zögerte häufig zu lange, verpasste viele leichte Würfe in einer Phase, als das Spiel noch eng war und machte dann am Ende eben die Fehler, die zwar nichts mehr am Ausgang änderten, aber das Ergebnis noch deutlicher machten, als es lange Zeit auf dem Scoreboard aussah.

Letztlich lässt sich sagen, dass diese Dark Side Defense mit ihrer beeindruckenden Secondary um Witherspoon, Riq Woolen und Nick Emmanwori an der Spitze und eben der bärenstarken und dominanten Defensive Front, in der Altmeister DeMarcus Lawrence nach elf Jahren Dallas nun tatsächlich einen Titel gewann, nun sicherlich zu den ganz großen der NFL-Geschichte gezählt werden muss. Sie war die Nummer-1-Scoring-Defense in dieser Saison, sie dominierte den Super Bowl und hat damit die Nachfolge der Legion of Boom angetreten. Hinzu kommt: Eine ähnlich dominante Vorstellung legte eine Defense wohl vor der LOB zuletzt Anfang des Jahrtausends beim ersten Ravens-Triumph über die New York Giants in Super Bowl XXXV hin.

 

Verletzungssorgen bei den Patriots

Nach sechs Jahren haben die New England Patriots mal wieder ein Playoff-Spiel gewonnen. In der Divisional Round bekommt es der sechsfache Champion nun mit den Houston Texans zu tun. Dabei müssen die Patriots womöglich den Ausfall eines absoluten Schlüsselspielers verkraften.

Cornerback Christian Gonzalez erlitt beim Sieg über die Los Angeles Chargers eine Gehirnerschütterung. Gonzalez hatte zum Start des vierten Quarters einen Pass auf Quentin Johnson abgewehrt. Dieser war im Anschluss auf Gonzalez‘ Kopf gelandet.

Nun befindet sich der Cornerback im Concussion Protocol. Das bestätigte Head Coach Mike Vrabel am Montag. „Wie lange das dauert, weiß ich nicht“, sagte der Übungsleiter. „Hoffentlich bekommen wir ihn zurück.“

Je nach Schwere der Gehirnerschütterung kann die Ausfallzeit variieren. Das wissen die Patriots aus eigener Erfahrung. In Woche 16 landeten mit TreVeyon Henderson, Kayshon Boutte und Jared Wilson gleich drei Spieler des sechsfachen Super-Bowl-Siegers im Concussion Protocol. Henderson konnte bereits in Woche 17 wieder spielen, Boutte in Woche 18, während Wilson erst gegen die Chargers wieder am Start war.

Die Hoffnung bei den Patriots ist in jedem Fall hoch, dass Gonzalez rechtzeitig für das Duell mit den Texans am Sonntag (ab 21 Uhr bei RTL) fit wird.

Schließlich war der Passverteidiger ein Erfolgsgarant in dieser Spielzeit. Ihm gelangen in 15 Spielen 69 Tackles und zwölf abgewehrte Pässe. Er wurde erstmals in den Pro Bowl gewählt und belegte den fünften Platz im All-Pro-Voting unter den Cornerbacks.

„Gonzo spielt weiterhin auf hohem Niveau“, sagte Mike Vrabel. „Wir schätzen seine Leistungen und seine Bereitschaft, auf verschiedenen Positionen zu spielen. Er hat das alles wirklich gut gemeistert“, lobt der Head Coach seinen Passverteidiger.

Patriots vermeiden Bekenntnis zu Mac Jones

Die New England Patriots stecken derzeit in der größten Krise ihrer jüngeren NFL-Historie. Als einer der Verursacher gilt Quarterback Mac Jones, der fast durchgehend enttäuscht. Für das kommende Match steht sein Einsatz deshalb in der Schwebe.

In Woche 10 gab Mac Jones in der Partie gegen die Indianapolis Colts (6:10) abermals keine gute Figur ab und wurde dafür von Head Coach Bill Belichick kurz vor Spielende sogar auf die Bank gesetzt. Ob der 25-Jährige am kommenden Sonntag bei den New York Giants dennoch starten wird, ließ Offensive Coordinator Bill O’Brien indes offen.

„Im Grunde mache ich alle spielbereit“, teilte der OC am Montag einer Gruppe Reportern mit und vermied es damit, einen Hinweis in Bezug auf die Quarterback-Situation zu liefern. „Letztendlich wird Bill [Belichick] diese Entscheidung irgendwann treffen und wir werden von dort aus weitermachen.“

Jones hat New England in dieser Saison als Starter zu einem 2-8-Record geführt, was vor dem Giants-Spiel nicht unbedingt für ihn spricht. Backup Bailey Zappe konnte seine Bewährungschancen allerdings ebenfalls nicht nutzen. Aus diesem Grund hakten die Journalisten in der QB-Frage zu Wochenbeginn noch einmal bei O’Brien nach – ohne den erhofften Erfolg.

„Ich schätze die Frage und weiß, warum Sie die Frage stellen, aber alles, was mit mir besprochen wird, sei es im Austausch mit den Quarterbacks, mit Bill Belichick, Robert Kraft oder wem auch immer, bleibt innerhalb dieser Organisation“, bekräftigte der Assistenztrainer.

Obwohl er Jones keine Einsatzgarantie aussprechen wollte, setzt O’Brien im Übrigen weiterhin großes Vertrauen in den Signal Caller. „Alles lässt sich reparieren. Mac hat gut gespielt“, behauptete er und versprach: „Mac wird wieder gut spielen.“

Sein bestes Saisonspiel zeigte Jones unterdessen schon in Woche 1. Zum Auftakt warf der Erbe von Tom Brady für mehr als 200 Yards Raumgewinn und insgesamt zwei Touchdowns – bei einer Completion Rate von über 60 Prozent.

Einen ähnlich starken Auftritt legte Jones später nur noch einmal im Oktober im Duell mit den Buffalo Bills hin, als ihm beim 29:25 zum bislang zweiten Mal in dieser Saison zwei TDs gelangen.

Brady-Erbe vor dem Aus? NFL-Insider lässt aufhorchen

2021 drafteten die New England Patriots Mac Jones in der ersten Runde. Der junge Quarterback sollte das Erbe von NFL-Legende Tom Brady antreten. Doch der ehemalige Spielmacher der Alabama Crimson Tide konnte die Erwartungen nicht erfüllen. Ein Insider berichtet nun, dass Jones bei den Pats vor dem Aus steht.

Als Tom Brady die New England Patriots 2019 verließ, klaffte eine große Lücke auf der Quarterback-Position des Teams aus der AFC.

In der darauffolgende NFL-Saison versuchte es das Franchise mit Cam Newton, der jedoch zu keinem Zeitpunkt zu gefallen wusste. Daher entschlossen sich die Patriots um Trainer-Legende Bill Belichick zur Verpflichtung eines Spielmacher-Talents über den Draft.

Dort wählten die Patriots an 15. Stelle Mac Jones aus. Zuvor hatte dieser vier Jahre lang bei den Alabama Crimson Tide für Aufsehen gesorgt. Zweimal konnte der aus Florida stammende Quarterback die College-Meisterschaft mit seinem Team gewinnen.

Doch seine Erfolge aus dem College konnte der 24-Jährige bei den Patriots bislang nicht wiederholen. Nachdem er in seiner Rookie-Saison mit 22 Touchdowns bei nur 13 Interceptions noch überzeugte, war das zweite NFL-Jahr ein deutlicher Rückschritt für seine Karriere.

Inzwischen sei man bei den Patriots sogar dazu bereit, sich Trade-Angebote für Jones anzuhören, wie Insider Albert Breer in einer Radiosendung von „The Sports Hub’s“ verriet. „Ich denke, Belichick hat genaue Vorstellungen, wie sich ein Franchise-Quarterback zu verhalten hat. Und das hat ihm bei Jones gar nicht gefallen“, erklärte der Sportjournalist.

Unter diesen Ereignissen habe die Beziehung der beiden stark gelitten, fuhr Breer fort.

Mit Bailey Zappe verfügen die Patriots zudem über einen weiteren jungen Quarterback, der in der vergangenen Saison mit guten Auftritten auf sich aufmerksam machen konnte. Breer spekuliert, dass dieser fortan die Rolle als Spielmacher bekleiden wird.

„Ich bin mir sehr unsicher, ob sie überhaupt einen großen Unterschied zwischen den beiden erkennen. Ich will nicht sagen, dass sie beide gleich gut sind, aber ich glaube, dass Zappe bereits letztes Jahr in gewisser Weise einen kleinen Vorteil hatte“, merkte der „NBC“-Reporter an.