Dieser All-Pro soll auf ewig ein Charger bleiben

Die Los Angeles Chargers wähnen sich in einer guten Position, was die kommende Saison in der NFL betrifft. Doch auch darüber hinaus laufen schon die Planungen, in denen ein Defensiv-Star eine ganz wichtige Rolle spielen soll.

Die Rede ist von Safety Derwin James, der laut General Manager Joe Hortiz noch lange Zeit ein Spieler der Chargers sein soll. In der Sendung „Up & Adams“ sprach er über die Personalie und formulierte gegenüber Moderatorin Kay Adams ein klares Ziel.

„Es ist weit oben auf meiner Prioritätenliste“, sagte Hortiz zu Adams. „Ich habe die Geschichte schon mal erzählt: In Baltimore hatten wir Derwin in diesem Draft (2018, Anm. d. Red.) als die Nummer eins auf unserem Board – also als den besten verfügbaren Spieler, als wir an der Reihe waren. Aber wir haben uns für einen Trade nach hinten entschieden, und dann wurde er weggeschnappt. Als ich ihn das erste Mal traf, habe ich zu ihm gesagt: ‚Mensch, du hättest ein Raven sein sollen. Wir haben die Chance auf dich weggetauscht, aber ich bin froh darüber, denn jetzt bin ich ja hier.'“

Hortiz fuhr fort: „Er ist eine so außergewöhnliche Führungsfigur und Persönlichkeit. Genau wie bei Justin Herbert ist das Talent absolut echt und unbestreitbar. Aber die Art, wie er führt, motiviert und diese Energie auf jeden in der Organisation und im gesamten Gebäude überträgt – das ist wirklich einzigartig. Er gehört zu den Besten, die ich je erlebt habe, was Führungsqualitäten, Talent und Charakter angeht.“

James (29) geht Stand jetzt ins letzte Jahr eines Vierjahresvertrags in Höhe von 76,5 Millionen Dollar, den er im Jahr 2022 unterschrieben hatte. Er war der 17. Pick insgesamt im Draft 2018 und wurde direkt in seiner ersten Saison ins All-Pro First Team sowie in den Pro Bowl gewählt. Seither hat er es zweier längerer verletzungsbedingter Pausen insgesamt fünfmal in den Pro Bowl geschafft und gilt als einer der besten Safetys der NFL.

In 98 Spielen sammelte er bislang unter anderem zwölf Interceptions und 19 Sacks.

NFL bohrt International Games weiter auf

Bereits in diesem Jahr werden wir erstmals neun internationale Spiele in der NFL sehen, von denen acht durch die Liga veranstaltet werden. Hinzu kommt als neuntes das jährliche „Heimspiel“ der Jacksonville Jaguars im Wembley Stadium von London, das das Team aus Florida selbst veranstaltet. Nach einem Beschluss der 32 Teameigner, die derzeit in Orlando/Florida zum League Meeting tagen, kann es schon 2027 zu noch mehr NFL-Spielen außerhalb der USA kommen.

Die Owner haben beschlossen, bis zu zehn internationale Spiele pro Jahr auszutragen. Zudem wurde die Möglichkeit für Teams gestrichen, jährlich zwei Heimspiele für die International Series zu blocken. Das heißt: Künftig kann die NFL jedes erdenkliche Spiel der Regular Season international ansetzen. Damit könnte selbst ein Prestigeduell wie das gefühlt jährliche Aufeinandertreffen zwischen den Kansas City Chiefs und Buffalo Bills mal nicht in KC oder Orchard Park steigen, sondern vielleicht in Berlin.

Da bislang nur acht internationale Spiele erlaubt waren, brauchte die Liga eine Genehmigung der Spielergewerkschaft NFLPA, um in diesem Jahr ein neuntes Spiel international auszutragen. Folglich wird man künftig auch eine Genehmigung der PA brauchen, um über die dann zehn Spiele hinaus ein elftes in Wembley abzuhalten, das auch weiterhin außerhalb des Gesamtkontingents stattfinden soll.

O’Reilly gab auch einen kleinen Einblick, welche Standorte für die weitere Erweiterung des internationalen Spielplans infrage kommen und nannte dabei explizit Asien. Speziell brachte er Japan ins Spiel, sagte jedoch auch, dass solche Märkte zwar „reisebedingte Komplexitäten mit sich bringen, aber für die Liga wichtig sind“.

Auf die Frage, ob die NFL allmählich auf einen internationalen Super Bowl zusteuert, sagte O’Reilly jedoch, dass dies „kein Thema von hoher Priorität“ sei im Moment. Commissioner Roger Goodell hatte jedoch zumindest schon mehrfach in der jüngeren Vergangenheit vom Ziel gesprochen, eher früher als später 16 internationale Spiele jährlich auszutragen. Dafür erhofft man sich jedoch weiterhin ein 18. Saisonspiel für alle Teams. Etwas, wovon man die NFLPA aber erst noch überzeugen muss.

Große Ehre für früheren NFL MVP

14 Jahre spielte Running Back Adrian Peterson in der NFL und dominierte die Liga zeitweise nach Belieben. Seine beste Zeit hatte er in Minnesota, wo ihm nun eine ganz besondere Ehre zuteil werden wird.

Der mittlerweile 41-Jährige wird in diesem Herbst in den Ring of Honor der Minnesota Vikings aufgenommen. Das gab die Franchise am Montag bekannt. Die Ehrung erfolgt ein Jahr bevor Peterson erstmals für die Wahl in die Pro Football Hall of Fame infrage kommt.

Der frühere Running Back war in der vergangenen Woche zu Gast in den bei den Vikings, um bei einem Rookie-Minicamp mit den jungen Spielern zu sprechen. Während eines Interviews mit dem vereinseigenen TV-Format überraschte ihn Vikings-Legende John Randle mit der Nachricht.

„Das ist ein besonderer Moment und etwas, wovon ich lange geträumt habe“, sagte Peterson anschließend. „Mein Name wird dort mit den größten Spielern dieser Organisation stehen. Das bedeutet mir sehr viel.“

Peterson spielte von 2007 bis 2016 für Minnesota und hält bis heute die Franchise-Rekorde für die meisten erlaufenen Yards (11.747) und Touchdowns (97). Besonders in Erinnerung bleibt seine MVP-Saison 2012, als er die Vikings nahezu im Alleingang in die Playoffs führte.

Überschattet wurde seine Zeit in Minnesota allerdings von einem Vorfall im Jahr 2014. Nach der Festnahme wegen Körperverletzung an seinem Sohn wurde Peterson auf die Exempt List der NFL gesetzt und später für die letzten sechs Saisonspiele gesperrt. Eine Haftstrafe sowie eine Verurteilung wegen eines Verbrechens konnte er vermeiden. Bereits 2015 meldete er sich eindrucksvoll zurück und führte die Liga erneut bei Laufversuchen und Rushing Yards an.

Nach seinem Abschied aus Minnesota spielte Peterson noch für die New Orleans Saints, Arizona Cardinals, Washington Commanders, Detroit Lions, Tennessee Titans und Seattle Seahawks. Mit insgesamt 14.918 Rushing Yards und 120 Touchdowns belegt er jeweils Rang fünf in der ewigen NFL-Bestenliste.

„Seit wir Adrian im NFL Draft 2007 ausgewählt haben, war er ein Spieler, der diese Franchise geprägt hat“, erklärte Vikings-Eigentümer Mark Wilf. „Seine historische MVP-Saison 2012 bleibt unvergessen, aber vor allem seine konstanten Leistungen über zehn Jahre hinweg machen ihn zu einem der größten Vikings-Spieler aller Zeiten.“

Präsident meldet Zweifel an Quarterback an

Die Atlanta Falcons gehen in ihre erste Saison mit neuer sportlicher Führung. Und der neue President of Football hat gleich mal Zweifel am wohl wichtigsten Spieler des NFL-Teams angemeldet.

Die größte personelle Baustelle der Atlanta Falcons dieser Tage ist Quarterback. Michael Penix erholt sich gerade von einem Kreuzbandriss, den er in der Vorsaison erlitten hat und Matt Ryan, der neue President of Football, gab nun offen zu, dass dies ein besonders großes Fragezeichen erzeugt.

„Ich denke, das Wichtigste ist, dass man einfach nicht weiß, wo Michael Penix Jr. stehen wird“, sagte Ryan am Montag gegenüber „680 The Fan“. „Er macht einen großartigen Job. Seit ich den Posten im Januar übernommen habe, Anfang Januar, war er meines Wissens nach immer da, hat Reha gemacht, mit unserem Reha-Spezialisten gearbeitet und … das gesamte Athletik-Trainingsteam, all diese Leute haben einen tollen Job gemacht. Aber man muss auch dem Spieler Anerkennung zollen. Mike ist voll bei der Sache und, wissen Sie, er sieht gut aus. Er hat schon einiges für uns auf dem Feld gemacht.“

Ryan fuhr fort: „Ich habe selbst noch keinen Kreuzbandriss durchgemacht, aber es gibt bestimmte Meilensteine, die man erreichen muss, und je näher man dem Ziel kommt, desto mehr Variabilität gibt es, weil die Intensität und die Geschwindigkeit zunehmen. Aber Mike ist im Moment an einem guten Punkt. Was also die Erwartungen betrifft, wissen wir noch nicht wirklich, was uns zu Beginn des Training Camp erwartet. Aber ich denke, mit der Art und Weise, wie beide arbeiten, und den Gesprächen, die wir mit ihnen geführt haben … ich denke, die Art und Weise, wie die beiden die Offseason begonnen haben, wird uns in eine gute Ausgangslage versetzen.“

Der andere Kandidat für den Starter-Job ist Tua Tagovailoa, der nach seiner Entlassung in Miami bei den Falcons für die kommende Saison unterschrieben hat und ebenfalls schon die eine oder andere (Kopf-)Verletzung in seiner NFL-Karriere erlitten hat. Er wurde offiziell geholt, um Penix Druck zu machen, es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass der Neuzugang am Ende die Nase vorn haben könnte beim neuen Head Coach Kevin Stefanski.

Penix selbst hat in der vergangenen Saison neun Spiele gestartet, ehe er sich das Kreuzband riss. Anschließend brachte Kirk Cousins die Saison zu Ende. Letzterer hat seither bei den Raiders angeheuert. Tagovailoa wiederum wurde nach 14 Starts in der vergangenen Saison als Starter der Dolphins abgesetzt und zwischenzeitlich durch Quinn Ewers ersetzt.

Meistermacher Aubin verlässt Eisbären

Die Eisbären Berlin verlieren nach dem zwölften Titelgewinn ihren Meistermacher. Der Kanadier Serge Aubin wird neuer Trainer beim Schweizer Traditionsklub SC Bern.

Das bestätigte der Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Montagnachmittag. Aubin führte die Eisbären mit dem entscheidenden 4:1-Sieg am Sonntag gegen die Adler Mannheim zur fünften Meisterschaft in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in sechs Jahren. Der Erfolgstrainer verlor mit Berlin keine einzige Playoff-Serie.

„Nach all den erfolgreichen Jahren hatte ich das Gefühl, eine neue Herausforderung annehmen zu wollen“, erklärte Aubin: „Daher habe ich mich zu diesem Schritt entschieden. Ich werde meine Zeit in Berlin niemals vergessen.“ Sportdirektor Stéphane Richer bedankte sich bei Aubin: „Er ist einer der besten und erfolgreichsten Trainer der Eisbären-Geschichte.“ Man habe sich aufgrund seiner Verdienste entschieden, seinem Wunsch nachzukommen.

Aubin hatte erst im vergangenen Jahr seinen Vertrag bis 2028 verlängert. Der ehemalige NHL-Stürmer arbeitete bereits vor seinem Wechsel nach Berlin 2019 beim Schweizer Erstligisten ZSC Lions, wurde dort aber nach kurzer Zeit entlassen. Auch als Spieler war er in der Schweiz unterwegs – bei Servette Genf und Fribourg-Gottéron.

Ravens überraschen mit Quarterback-Entscheidung

Die Baltimore Ravens geben Quarterback Diego Pavia eine Chance. Das NFL-Team aus Maryland lässt den kontrovers diskutierten Spielmacher mittrainieren.

Der Quarterback der Vanderbilt University hat eine Einladung zum Rookie-Minicamp am kommenden Wochenende angenommen. Das berichtete „ESPN-Insider“ Adam Schefter.

Diego Pavia gehört zu den schillerndsten Figuren im College Football. Sportlich bringt er jede Menge mit, er wird aber auch immer wieder kontrovers diskutiert. Trotz einer überragenden Saison blieb er im NFL Draft 2026 unberücksichtigt. Damit ist er der erste Heisman-Finalist seit Jordan Lynch (2014), der nicht gedraftet wurde.

Der 24-Jährige führte Vanderbilt in der vergangenen Saison zu einer historischen 10-3-Bilanz – die erste Spielzeit mit zweistelligen Siegen in der Geschichte des Programms. Mit 29 Touchdown-Pässen und zehn weiteren Scores als Läufer zählte er zu den effektivsten Quarterbacks des Landes.

Pavia wurde als First-Team All-American ausgezeichnet, zum Offensive Player of the Year der SEC gewählt und erhielt zudem den renommierten Johnny Unitas Golden Arm Award.

Kritiker verweisen allerdings auf mehrere Fragezeichen: Neben seinem vergleichsweise hohen Alter und seiner Körpergröße (1,78 m) steht vor allem sein Verhalten abseits des Feldes im Fokus. Nach seiner Niederlage im Heisman-Rennen gegen Fernando Mendoza sorgte Pavia mit einem wütenden Social-Media-Post („F— ALL THE VOTERS“) für Aufsehen, entschuldigte sich später jedoch dafür.

In Baltimore trifft Pavia auf Konkurrenz: Auch Joe Fagnano darf sich im Minicamp beweisen. Die Ravens haben aktuell Bedarf an einem dritten Quarterback, nachdem sie im Draft keinen Spieler auf dieser Position ausgewählt haben.

Sein Spielstil könnte gut ins System passen. Als Dual-Threat-Quarterback würde Pavia das Profil der Ravens-Spielmacher um Lamar Jackson und Backup Tyler Huntley ergänzen.

Für Pavia ist das Minicamp damit eine große Chance, sich trotz aller Zweifel doch noch einen Platz in der NFL zu erarbeiten.

Besondere Ehre für Ex-NFL-Star Björn Werner

Große Ehre für Björn Werner: Der frühere NFL-Star und heutige RTL-Experte hat es in die Hall of Fame seiner Alma Mater geschafft.

Wie Florida State, Werners früheres College, am Dienstag bekannt gab, gehört Werner zur Hall-of-Fame-Klasse der Schule des Jahres 2026. Die Hall of Fame der Seminoles umfasst alle Sportarten und Werner ist einer von zwei Footballspielern dieser Klasse neben Tight End Nick O’Leary, der von 2010 bis 2014 für FSU aktiv war.

Werner selbst spielte von 2010 bis 2012 für die Seminoles und wurde 2012 sogar zum Defensive Player of the Year der ACC gewählt, war zudem in dem Jahr ein All-American, also einer der besten Spieler des Landes.

Werner spielte auf der Position des Edge Rushers und brachte es in seinen drei Jahren auf 41 Spiele, in denen er 99 Tackles und 23,5 Sacks sammelte. Hinzu kamen 35 Tackles for Loss, neun Passes Defensed und eine Fumble Recovery sowie ein Forced Fumble. In der Saison 2012 führte er die ACC sogar mit 13 Sacks alleine an. Zudem wurde er in der Saison ins All-Conference First Team gewählt.

Nach seiner Junior-Saison 2012 meldete er schließlich zum NFL Draft und wurde als erster und bislang einziger Deutscher in der ersten Runde gezogen. Er ging an Position 24 zu den Indianapolis Colts und spielte dort drei Saisons. Werner absolvierte insgesamt 38 Spiele (16 Starts) für die Colts und brachte es letztlich auf 6,5 Sacks und 81 Tackles, davon 17 for Loss.

Eine Knieverletzung machte ihm jedoch so sehr zu schaffen, dass nach drei Jahren bereits Schluss war in der NFL. Er versuchte sich noch im Training Camp der Jacksonville Jaguars vor der Saison 2016, doch beendete er anschließend seine Karriere.

Anschließend wurde er TV-Experte im deutschen Fernsehen, zunächst bei ran und seit der Saison 2023 für RTL Deutschland, wo er die Spiele zusammen mit Patrick „Coach“ Esume an jedem Sonntag live kommentiert.

Patriots-Funktionär lässt Tür für Brown-Trade offen

Schon seit Monaten kursieren Gerüchte um einen möglichen Trade von A.J. Brown innerhalb der NFL von den Philadelphia Eagles zu den New England Patriots. Deren Top-Personal-Funktionär wollte das nun auf einer Pressekonferenz auch nicht dementieren.

Am Dienstag stellte sich der Executive Vice President of Player Personnel der Patriots, Eliot Wolf, auf der jährlichen Pressekonferenz vor dem Draft den Medien und wurde auch auf die Gerüchte um A.J. Brown angesprochen. Der Wide Receiver soll wechselwillig sein und die Patriots werden schon seit Monaten mit ihm in Verbindung gebracht.

Auf die Frage eines Reporters nach der Möglichkeit eines Trades für den dreimaligen Pro-Bowler, sagte Wolf: „Was Spieler anderer Teams betrifft, so halten wir uns auch hier alle Türen offen, von denen wir glauben, dass sie unseren Kader verbessern könnten.“ Und er ergänzte: „Ob das nun den von Ihnen erwähnten Spieler oder andere Akteure betrifft.“

Die Patriots sind auf der Suche nach einem echten Nummer-1-Receiver für Quarterback Drake Maye, dessen bisherige Anspielstationen in den Playoffs nicht immer den besten Eindruck machten. Speziell im Super Bowl wirkte die komplette Offense überfordert mit der starken Defense der Seattle Seahawks.

Entsprechend nahm New England bereits Änderungen am Receiving Corps vor und entließ Stefon Diggs nach nur einer Saison. In der Free Agency wurde dann Romeo Doubs von den Packers für vier Jahre und 68 Millionen Dollar verpflichtet. Neben ihm stehen auch noch Kayshon Boutte, Mack Hollins, DeMario Douglas, Kyle Williams und Efton Chism III im Kader, keiner davon jedoch scheint eine klare Nummer 1 zu sein.

Die Eagles wiederum waren ebenfalls nicht untätig und tradeten in der vergangenen Woche erst für Dontayvion Wicks von den Packers, was eine Ergänzung zu Brown, aber auch ein möglicher Ersatz sein könnte, wenn DeVonta Smith dann den Top-Spot übernehmen würde.

Generell wird aber kein Brown-Trade vor dem 1. Juni erwartet, da der Dead-Money-Hit für die Eagles im Fall eines Trades davor schlicht zu hoch sein würde.

Patriots entlassen früheren Belichick-Pick

Die New England Patriots stehen offenbar vor einer Trennung eines der letzten Draftpicks vom früheren Erfolgscoach Bill Belichick in der NFL.

Die Patriots haben Linebacker Marte Mapu darüber informiert, dass sie ihn in Kürze entlassen werden. Das berichtete Beat-Reporter Mike Reiss von „ESPN“ am Dienstag.

Mapu war ein durchaus kontroverser Drittrundenpick im Draft 2023 und damit einer der letzten Spieler, die Belichick für die Patriots gedraftet hat. Mapu spielte in 44 Spielen für die Patriots und startete zehn davon, jedoch keins mehr seit 2024.

Sein Rookie-Vertrag wäre am Saisonende 2026 ausgelaufen und er hätte ein Jahresgehalt von 1,508 Millionen Dollar verdient, die jedoch nicht garantiert waren.

Mit dieser Entlassung stehen somit nur noch Robert Spillane, Christian Elliss, K.J. Britt, Chad Muma, Amari Gainer und Otis Reese für die Linebacker-Situation unter Vertrag. Und die letzten beiden haben jeweils zuletzt 2024 in der NFL auf dem Platz gestanden, was darauf hindeutet, dass Linebacker im Draft im Fokus stehen dürfte.

Mapu war der 76. Pick insgesamt im Draft 2023 und schaffte es nicht mal unter Belichick in die Startformation. Er spielte hauptsächlich als Personal Protector in den Special Teams und startete nur eines von 17 Spielen als Rookie. Im zweiten Jahr unter Head Coach Jerod Mayo startet er dann jedoch neun seiner zehn Spiele, allerdings in der Rolle des Strong Safety, was er aufgrund einer kompakten Statur auch spielen konnte.

Mit der Ankunft von Mike Vrabel in der vergangenen Saison rückte Mapu dann jedoch wieder ins zweite Glied und war hauptsächlich als Special Teamer im Einsatz. Er schaffte es jedoch in jeder seiner drei NFL-Saisons, jeweils eine Interception zu fangen, zudem brachte es der 26-Jährige auf 89 Tackles und einen QB Hit. Zuletzt stand er jedoch nur in zwölf Prozent der Defensiv-Snaps auf dem Feld.

Mit dieser Entlassung stehen nur noch fünf von Belichick gedraftete – sechs, wenn man die Undrafted Free Agent Brenden Schooler dazu zählt – Spieler bei den Patriots unter Vertrag.

Colts-Zukunft von Richardson weiter ungewiss

Die Zukunft von Quarterback Anthony Richardson Sr. bei den Indianapolis Colts bleibt weiterhin offen. Nachdem der NFL-Spielmacher eigentlich getradet werden sollte, lassen die Colts nun die Tür für einen Verbleib offen.

General Manager Chris Ballard wollte beim jährlichen NFL-Meeting nicht ausschließen, dass Richardson auch 2026 noch Teil des Teams sein könnte. „Es gibt definitiv ein Szenario“, sagte Ballard. „Er ist ein guter Typ und sehr talentiert. Ich wünsche ihm nur das Beste. Er hatte etwas Pech, aber ich glaube weiterhin, dass viel Potenzial in ihm steckt. Er entwickelt sich und ist noch jung.“

Anthony Richardson war 2023 an vierter Stelle gedraftet worden, konnte die hohen Erwartungen bislang jedoch nicht konstant erfüllen – auch verletzungsbedingt.

Bereits beim Combine hatte Ballard Gespräche mit Richardsons Berater geführt und grünes Licht gegeben, sich nach möglichen Trade-Optionen umzusehen. Ein Wechsel ist aktuell zwar nicht konkret, doch mehrere Teams sollen Interesse zeigen, darunter die Green Bay Packers, die auf der Suche nach Verstärkung auf der Backup-Position sind.

Auch aufgrund des Interesses innerhalb der Liga bleibt es trotz der Möglichkeit eines Verbleibs weiterhin sehr unwahrscheinlich, dass Richardson 2026 noch in Indianapolis spielt. Die Colts planen mit Daniel Jones als Starter, sobald dieser von seiner Achillessehnenverletzung zurückkehrt. Zudem gilt Rookie Riley Leonard nach positiven Eindrücken im Training und einem Start zum Saisonabschluss als ernsthafte Option für die Rolle des Backup-Quarterbacks.

Ballard deutete zudem an, dass sogar die Verpflichtung eines weiteren Quarterbacks denkbar sei – ein klares Signal, dass Richardson aktuell keine zentrale Rolle in den Planungen einnimmt.

Nicht nur Richardson steht im Fokus: Auch die Zukunft von Ballard selbst ist ungewiss. Der GM, seit 2017 im Amt, geht in sein letztes Vertragsjahr. Nach nur einem Playoff-Sieg und fünf Jahren ohne Teilnahme an der Postseason wächst der Druck innerhalb der Organisation.

Trotzdem betonte Ballard, dass er sich nicht von seiner Vertragssituation leiten lasse: „Ich treffe keine Entscheidungen basierend auf meinem Job. Es geht darum, was langfristig das Beste für die Franchise ist.“