Carr spricht über mögliches NFL-Comeback

Derek Carr hat seine Karriere nach der Saison 2024 bei den New Orleans Saints beendet. Zuletzt wurde immer wieder über ein NFL-Comeback des Quarterbacks spekuliert. Nun äußerte sich der 35-Jährige selbst dazu.

„Ich sage niemals nie. In dieser Offseason haben sich mehrere Teams bei mir gemeldet“, sagte Carr am Freitag dem NFL Network in der Sendung „Good Morning Football“.

Wenn überhaupt, stünde nur ein Engagement bei einem Team zur Debatte, das eine Chance auf den Gewinn des Super Bowls hat, bekräftigte der Kalifornier.

„Wenn ich es noch einmal machen würde, müsste es schon ein besonderes Team und ein besonderes Angebot sein – und selbst dann gibt es keine Garantie. Ich habe einfach zu viel Spaß daran, Zeit mit meiner Frau und meinen Kindern zu verbringen. Außerdem versuche ich, mich beim Golfen zu verbessern“, so Carr.

Er trainiere „trotzdem ständig“, erklärte der Spielmacher, der vor seiner Zeit bei den New Orleans Saints von 2014 bis 2022 für die Oakland/Las Vegas Raiders aktiv war: „Das muss ich auch. Ich habe vier Jungs, die mich nicht verhauen dürfen, wenn sie erst mal 18 sind.“

Er werde „fit und bereit“ bleiben, zu einer Rückkehr in die NFL werde es „aber wahrscheinlich nicht kommen“, so der viermalige Pro Bowler.

Terrion Arnold muss keine elektronische Fußfessel tragen und darf weiterhin am Training von NFL-Teams teilnehmen. Das hat ein Richter in Florida am Freitag entschieden.

Arnold befindet sich derzeit gegen eine Kaution von einer Million Dollar auf freiem Fuß. Der kürzlich von den Detroit Lions gefeuerte Cornerback steht zwar unter Hausarrest, darf aber das Haus verlassen, um beruflichen Tätigkeiten nachzugehen.

Die Staatsanwaltschaft von Hillsborough County hatte Beschwerde gegen die gelockerten Auflagen eingelegt. Der Richter folgte dieser Beschwerde allerdings nicht.

Arnolds Anwälte hatten zuvor argumentiert, eine elektronische Fußfessel würde es dem 23-Jährigen unmöglich machen, ein neues Team zu finden.

Laut Arnolds Beraterin Nicole Lynn absolvierte der Spieler bereits ein Probetraining bei den Houston Texans. Zudem sollen Anfragen von den New York Jets, Seattle Seahawks und Indianapolis Colts vorliegen.

Arnold werden in Florida mehrfache Entführung und bewaffneter Raub vorgeworfen. Ihm droht bei einer Verurteilung im schlimmsten Fall eine lebenslange Haftstrafe.

Inklusive „Gamechanger“: Leafs gehen auf Einkaufstour

Die Toronto Maple Leafs haben sich am ersten Tag der Free Agency in der NHL nicht lumpen lassen und gleich zahlreiche neue Spieler unter Vertrag genommen. Während das Team mit Sergei Bobrovsky nach Ansicht von General Manager John Chayka einen „echten Gamechanger“ verpflichtet hat, unterschrieben auch sechs neue Stürmer einen Vertrag in Toronto.

Sieben Jahre lang hütete Sergei Bobrovsky das Tor der Florida Panthers, gewann mit der Franchise aus Sunrise gleich zweimal den Stanley Cup. Nun aber ist die Ära des 37-Jährigen in Florida beendet. Mit dem Team aus der Hauptstadt Ontarios einigte sich der Goalie auf einen Dreijahresvertrag über insgesamt 21 Millionen Dollar (AAV von sieben Millionen Dollar).

„Sergei ist für uns ein echter Gamechanger“, jubelte General Manager John Chayka über den Coup: „Sein Lebenslauf spricht natürlich für sich. Möglicherweise wird er am Ende der beste Spieler aller Zeiten auf dieser Position sein. Einen solchen Spieler für dieses Team zu verpflichten, das den Durchbruch schaffen will – wir haben das Gefühl, dass er der richtige Spieler zur richtigen Zeit ist, nicht nur auf dem Eis, sondern ganz sicher auch abseits davon.“

Das Gesamtpaket bei dem Routinier, der Anthony Stolarz auf die Bank verdrängen wird, hätte einfach „sehr viel Sinn“ ergeben, führte Chayka aus: „Man hat immer seine eigene Meinung, aber tatsächlich einen Spieler dieses Kalibers zu verpflichten – er will gewinnen -, das sagt meiner Meinung nach viel über die Organisation aus, viel über die Eigentümer und viel über die Führungsqualitäten der Spieler. Er glaubt wirklich an unsere Jungs, was großartig ist.“

Durch die Bobrovsky-Verpflichtung war für Dennis Hildeby kein Platz mehr im Kader der Maple Leafs, die den Schlussmann im Tausch für Stürmer Nick Paul zu den Tampa Bay Lightning tradeten. Der 31-jährige Routinier war eine von insgesamt sechs Verstärkungen für die Angriffsreihe, die am Mittwoch den Weg nach Toronto fanden. Fünf Free-Agent-Offensivspieler unterschrieben ebenfalls.

Ex-Oiler Jack Roslovic, der in der vergangenen Spielzeit noch 21 Treffer für Edmonton markierte, unterschrieb für zwei Jahre und acht Millionen Dollar. Hinzu kommen mit Colton Sissons (zwei Jahre, 8,6 Millionen Dollar), Teddy Blueger (zwei Jahre, fünf Millionen Dollar), Zack MacEwen (zwei Jahre, 1,75 Millionen Dollar) und Brandon Duhaime (drei Jahre, 7,8 Millionen Dollar) weitere Neuverpflichtungen zur Stärkung der Kadertiefe.

Mahomes-Comeback schon in der Preseason

Nachdem sich Patrick Mahomes von den den Kansas City Chiefs im Endspurt der vergangenen NFL-Spielzeit einen Kreuz- und Außenbandriss zuzog, schien zunächst selbst ein Einsatz in Week 1 der neuen Saison durchaus ambitioniert. Inzwischen scheint es aber sogar denkbar, dass der Superstar-Quarterback schon in einem der drei Vorbereitungsspiele einige Snaps bekommen könnte.

„Es tut vor allem einfach gut, wieder auf dem Platz zu stehen und bei den Jungs zu sein“, sagte Patrick Mahomes bereits Ende Mai, nachdem er bei den OTAs schon fleißig mit dem Team trainieren konnte . „An manchen Tagen, an denen du in der Reha schuftest, bist du hier irgendwie völlig auf dich allein gestellt. Man kriegt einfach diesen Extra-Push, wenn alle anderen auch wieder dabei sind.“

Während ein Comeback in Week 1 der neuen Spielzeit stets das erklärte Ziel des Superstars war, könnte der 30-Jährige womöglich noch früher auf den NFL-Rasen zurückkehren. „Im Laufe seiner neunjährigen Karriere hat Patrick Mahomes stets mindestens ein Spiel in der Preseason bestritten, um sich auf die reguläre Saison vorzubereiten. Er hofft, diese Serie im August fortsetzen zu können“, heißt es in einem ESPN-Bericht.

Mahomes, der sich am 14. Dezember bei der Niederlage gegen die Los Angeles Chargers das Kreuz- und Außenband im Knie gerissen hatte, wurde nur einen Tag später operiert und befindet sich seither auf einem langen Weg zurück. Damit ein Einsatz spätestens in Week 1 beim Divisionskracher gegen die Denver Broncos am 14. September realistisch ist, wird er seine Reha weiterhin erfolgreich bestreiten müssen.

„Derzeit gehen die Chiefs davon aus, dass Patrick Mahomes zum Saisonauftakt am 14. September gegen die Broncos im Trikot stehen wird. Mahomes, der sich von einer im Dezember erlittenen Verletzung am linken Knie erholt, konnte an allen Trainingseinheiten der Chiefs in der Offseason teilnehmen, was ein gutes Zeichen für den Fortschritt seiner Reha war“, ordnet Ryan McFadden für ESPN den aktuellen Stand der Dinge ein.

NFL-Quarterback als „Müllmann“ bei der WM

Jameis Winston ist derzeit für Fox als Reporter bei der Fußball-WM im Einsatz. Am Sonntag sammelte der Backup-Quarterback der New York Giants als „Müllmann“ Pluspunkte.

Winston war im texanischen Arlington beim Spiel zwischen Japan und den Niederlanden (2:2) dabei und ließ sich von den japanischen Fans inspirieren. Die Anhänger der „Blauen Samurai“ sammelten nach der Partie traditionell ihre Hinterlassenschaften zusammen und überließen diese in Müllsäcken dem Reinigungspersonal.

Der für seine Bodenständigkeit bekannte NFL-Star, der ein Trikot der japanischen Nationalmannschaft trug, schnappte sich ebenfalls einen Müllsack und unterstützte die Asiaten bei der Aufräumaktion.

Dafür wurde der 32-jährige US-Amerikaner, der im Jahr rund vier Millionen Dollar verdient, in den Sozialen Medien gefeiert. „Er ist ein Mann des Volkes. Es ist unmöglich, ihn nicht zu mögen“, schrieb ein User. Ein anderer kommentierte: „Dieser Mann ist immer für eine gute Tat zu haben.“

Winston begann seine NFL-Laufbahn 2015 bei den Tampa Bay Buccaneers. Über die Stationen New Orleans Saints und Cleveland Browns landete er 2025 bei den Giants.

James Pearce Jr. ist am Montag zum Start des Minicamps bei den Atlanta Falcons aufgetaucht. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend.

Damit befindet sich der Edge Rusher erstmals seit seiner Festnahme im Februar wieder bei den Falcons.

Dem 22-Jährigen wurde unter anderem schwere Körperverletzung unter Verwendung einer potenziell tödlichen Waffe vorgeworfen. Pearce hatte mit seinem Auto den Wagen seiner Ex-Freundin, der WNBA-Spielerin Rickea Jackson, gerammt.

Ein Gericht in Florida ordnete die Teilnahme an einem einjährigen Diversionsprogramm an, wodurch ein Prozess vermieden wurde.

Pearce wurde im Draft 2025 an 26. Stelle von den Falcons ausgewählt und geht in seine zweite NFL-Saison.

Patriots-Receiver wird bei Trade-Gerüchten deutlich

Mit A.J. Brown holten die New England Patriots in der vergangenen Woche einen neuen Nummer-Eins-Receiver per Trade von den Philadelphia Eagles. Spätestens durch die Verpflichtung des 28-Jährigen könnten die Tage von Kayshon Boutte beim Super-Bowl-Teilnehmer einigen Medienberichten zufolge gezählt sein. Für den 24-Jährigen wäre das aber wohl ein schwerer Schlag.

„Es gibt einfach viele Spekulationen. Ich versuche nur, mir einen Überblick zu verschaffen“, erklärte Kayshon Boutte am Sonntag gegenüber WBZ-Reporter Dan Roche, der ihn mit den Trade-Gerüchten konfrontierte, die bereits vor der Anknuft von A.J. Brown die Runde machten. Als Reaktion auf die Spekulationen bleib der Receiver den freiwilligen Trainingseinheiten der New England Patriots zunächst fern.

Von den Gerüchten um seine Person wolle er sich aber „nicht zu sehr beeinflussen lassen“, legte der 24-Jährige nach und schob mit Blick auf seine Abwesenheit bei den Workouts nach: „Ich arbeite trotzdem weiter, auch wenn ich nicht da bin. Darauf konzentriere ich mich.“ Geht es nach Boutte, dan wäre er noch sehr lange ein Spieler der New England Patriots.

„Ich würde gerne den Rest meiner Karriere in New England verbringen“, stellte der Passempfänger klar: „Mir gefällt es hier. Ich bin seit drei Jahren hier. Ich bin jeden Tag hier. Ich nenne das hier mein Zuhause. Das ist mein neues Zuhause. Ich bin in Louisiana aufgewachsen. Ich war 20 Jahre dort, aber jetzt ist Boston mein Leben.“ Nach der Verpflichtung von Brown ist seine Zukunft aber mehr denn je offen.

Von dem Neuzugang ist Boutte aber schwer begeistert. „Er ist ein toller Typ“, schwärmte der Sechstrunden-Pick von 2023: „Er ist ein großartiger X-Receiver, dominant. Ob es ein langer Pass ist, eine kurze Route – er kann einen Slant fangen und ihn bis in die Endzone tragen. Ein riesiger Körper. Fänge unter Bedrängnis. Weißt du, man beobachtet diese Typen.“

In der vergangenen Saison fing Boutte 46 Pässe für 551 Yards und 6 Touchdowns. Er steht vor dem letzten Jahr seines Rookie-Vertrages.

Myles Garrett verabschiedet sich emotional von den Browns

Nach neun Jahren verlässt Myles Garrett die Cleveland Browns. Am Montag gaben die Los Angeles Rams die Verpflichtung des NFL Defensive Player of the Year, der im Gegenzug für Pro-Bowl-Pass-Rusher Jared Verse und drei Draft-Picks von Ohio nach Kalifornien wechselt. Anschließend meldete sich der Superstar in den Sozialen Medien zu Wort.

„Es ist schwer in Worte zu fassen, was das wirklich bedeutet, wenn ein so großer Teil deines Lebens an einem Ort, um ein Team herum und mit einer Gemeinschaft im Rücken geprägt wurde“, teilte der Pass Rusher in einem Statement mit, das er am Montag über Instagram und X verbreitete: „Von meinem allerersten Spiel an habt ihr mich toll aufgenommen, und ich wollte dazu beitragen, den Erfolg in eine Stadt zurückzubringen.“

Obwohl der 30-Jährige in seinen neun Spielzeiten bei den Cleveland Browns stets zu den besten Verteidigern der Liga gehört, war er mit seinem Arbeitgeber nur selten erfolgreich. Nur 2020 und 2023 erreichte er mit dem Team die Playoffs. „Cleveland hat mich stärker gemacht“, blickte er auf seine Zeit in Ohio zurück: „Ihr habt mich herausgefordert. Ihr habt mir beigebracht, was Durchhaltevermögen bedeutet.“

Die Browns-Fans hätten ihm gezeigt, wie es ist, „auch dann da zu sein, wenn es nicht leicht ist und wie echte Loyalität aussieht“, schwärmte Garrett: „Durch die Höhen, Tiefen, Rückschläge, Verletzungen, Erwartungen, das schlechte Wetter und die schwierigen Spielzeiten seid ihr alle immer da gewesen. Das habe ich nie als selbstverständlich angesehen.“

Der zweifache Defensive Player of the Year gehört zu den neun Spielern seit der Einführung des Awards im Jahr 1971, die ihn mehrfach gewonnen haben – und er ist derzeit der einzige aktive Profi mit dieser Auszeichnung. Der Edge Rusher wurde 2017 von den Cleveland Browns als erster Draft-Pick in die NFL geholt. Seitdem zählt der Superstar ohne Unterbrechung zu den besten Verteidigern der Liga.

„Was ich ganz ehrlich sagen kann, ist Folgendes: Ich habe dieser Stadt alles gegeben, was ich hatte“, verabschiedete sich Garrett: „Ich habe das Trikot angezogen und diese Farben mit Stolz getragen, und ich bereue keine Sekunde, Teil dieses traditionsreichen Vereins gewesen zu sein.“

Dieser All-Pro soll auf ewig ein Charger bleiben

Die Los Angeles Chargers wähnen sich in einer guten Position, was die kommende Saison in der NFL betrifft. Doch auch darüber hinaus laufen schon die Planungen, in denen ein Defensiv-Star eine ganz wichtige Rolle spielen soll.

Die Rede ist von Safety Derwin James, der laut General Manager Joe Hortiz noch lange Zeit ein Spieler der Chargers sein soll. In der Sendung „Up & Adams“ sprach er über die Personalie und formulierte gegenüber Moderatorin Kay Adams ein klares Ziel.

„Es ist weit oben auf meiner Prioritätenliste“, sagte Hortiz zu Adams. „Ich habe die Geschichte schon mal erzählt: In Baltimore hatten wir Derwin in diesem Draft (2018, Anm. d. Red.) als die Nummer eins auf unserem Board – also als den besten verfügbaren Spieler, als wir an der Reihe waren. Aber wir haben uns für einen Trade nach hinten entschieden, und dann wurde er weggeschnappt. Als ich ihn das erste Mal traf, habe ich zu ihm gesagt: ‚Mensch, du hättest ein Raven sein sollen. Wir haben die Chance auf dich weggetauscht, aber ich bin froh darüber, denn jetzt bin ich ja hier.'“

Hortiz fuhr fort: „Er ist eine so außergewöhnliche Führungsfigur und Persönlichkeit. Genau wie bei Justin Herbert ist das Talent absolut echt und unbestreitbar. Aber die Art, wie er führt, motiviert und diese Energie auf jeden in der Organisation und im gesamten Gebäude überträgt – das ist wirklich einzigartig. Er gehört zu den Besten, die ich je erlebt habe, was Führungsqualitäten, Talent und Charakter angeht.“

James (29) geht Stand jetzt ins letzte Jahr eines Vierjahresvertrags in Höhe von 76,5 Millionen Dollar, den er im Jahr 2022 unterschrieben hatte. Er war der 17. Pick insgesamt im Draft 2018 und wurde direkt in seiner ersten Saison ins All-Pro First Team sowie in den Pro Bowl gewählt. Seither hat er es zweier längerer verletzungsbedingter Pausen insgesamt fünfmal in den Pro Bowl geschafft und gilt als einer der besten Safetys der NFL.

In 98 Spielen sammelte er bislang unter anderem zwölf Interceptions und 19 Sacks.

NFL bohrt International Games weiter auf

Bereits in diesem Jahr werden wir erstmals neun internationale Spiele in der NFL sehen, von denen acht durch die Liga veranstaltet werden. Hinzu kommt als neuntes das jährliche „Heimspiel“ der Jacksonville Jaguars im Wembley Stadium von London, das das Team aus Florida selbst veranstaltet. Nach einem Beschluss der 32 Teameigner, die derzeit in Orlando/Florida zum League Meeting tagen, kann es schon 2027 zu noch mehr NFL-Spielen außerhalb der USA kommen.

Die Owner haben beschlossen, bis zu zehn internationale Spiele pro Jahr auszutragen. Zudem wurde die Möglichkeit für Teams gestrichen, jährlich zwei Heimspiele für die International Series zu blocken. Das heißt: Künftig kann die NFL jedes erdenkliche Spiel der Regular Season international ansetzen. Damit könnte selbst ein Prestigeduell wie das gefühlt jährliche Aufeinandertreffen zwischen den Kansas City Chiefs und Buffalo Bills mal nicht in KC oder Orchard Park steigen, sondern vielleicht in Berlin.

Da bislang nur acht internationale Spiele erlaubt waren, brauchte die Liga eine Genehmigung der Spielergewerkschaft NFLPA, um in diesem Jahr ein neuntes Spiel international auszutragen. Folglich wird man künftig auch eine Genehmigung der PA brauchen, um über die dann zehn Spiele hinaus ein elftes in Wembley abzuhalten, das auch weiterhin außerhalb des Gesamtkontingents stattfinden soll.

O’Reilly gab auch einen kleinen Einblick, welche Standorte für die weitere Erweiterung des internationalen Spielplans infrage kommen und nannte dabei explizit Asien. Speziell brachte er Japan ins Spiel, sagte jedoch auch, dass solche Märkte zwar „reisebedingte Komplexitäten mit sich bringen, aber für die Liga wichtig sind“.

Auf die Frage, ob die NFL allmählich auf einen internationalen Super Bowl zusteuert, sagte O’Reilly jedoch, dass dies „kein Thema von hoher Priorität“ sei im Moment. Commissioner Roger Goodell hatte jedoch zumindest schon mehrfach in der jüngeren Vergangenheit vom Ziel gesprochen, eher früher als später 16 internationale Spiele jährlich auszutragen. Dafür erhofft man sich jedoch weiterhin ein 18. Saisonspiel für alle Teams. Etwas, wovon man die NFLPA aber erst noch überzeugen muss.

Große Ehre für früheren NFL MVP

14 Jahre spielte Running Back Adrian Peterson in der NFL und dominierte die Liga zeitweise nach Belieben. Seine beste Zeit hatte er in Minnesota, wo ihm nun eine ganz besondere Ehre zuteil werden wird.

Der mittlerweile 41-Jährige wird in diesem Herbst in den Ring of Honor der Minnesota Vikings aufgenommen. Das gab die Franchise am Montag bekannt. Die Ehrung erfolgt ein Jahr bevor Peterson erstmals für die Wahl in die Pro Football Hall of Fame infrage kommt.

Der frühere Running Back war in der vergangenen Woche zu Gast in den bei den Vikings, um bei einem Rookie-Minicamp mit den jungen Spielern zu sprechen. Während eines Interviews mit dem vereinseigenen TV-Format überraschte ihn Vikings-Legende John Randle mit der Nachricht.

„Das ist ein besonderer Moment und etwas, wovon ich lange geträumt habe“, sagte Peterson anschließend. „Mein Name wird dort mit den größten Spielern dieser Organisation stehen. Das bedeutet mir sehr viel.“

Peterson spielte von 2007 bis 2016 für Minnesota und hält bis heute die Franchise-Rekorde für die meisten erlaufenen Yards (11.747) und Touchdowns (97). Besonders in Erinnerung bleibt seine MVP-Saison 2012, als er die Vikings nahezu im Alleingang in die Playoffs führte.

Überschattet wurde seine Zeit in Minnesota allerdings von einem Vorfall im Jahr 2014. Nach der Festnahme wegen Körperverletzung an seinem Sohn wurde Peterson auf die Exempt List der NFL gesetzt und später für die letzten sechs Saisonspiele gesperrt. Eine Haftstrafe sowie eine Verurteilung wegen eines Verbrechens konnte er vermeiden. Bereits 2015 meldete er sich eindrucksvoll zurück und führte die Liga erneut bei Laufversuchen und Rushing Yards an.

Nach seinem Abschied aus Minnesota spielte Peterson noch für die New Orleans Saints, Arizona Cardinals, Washington Commanders, Detroit Lions, Tennessee Titans und Seattle Seahawks. Mit insgesamt 14.918 Rushing Yards und 120 Touchdowns belegt er jeweils Rang fünf in der ewigen NFL-Bestenliste.

„Seit wir Adrian im NFL Draft 2007 ausgewählt haben, war er ein Spieler, der diese Franchise geprägt hat“, erklärte Vikings-Eigentümer Mark Wilf. „Seine historische MVP-Saison 2012 bleibt unvergessen, aber vor allem seine konstanten Leistungen über zehn Jahre hinweg machen ihn zu einem der größten Vikings-Spieler aller Zeiten.“

Präsident meldet Zweifel an Quarterback an

Die Atlanta Falcons gehen in ihre erste Saison mit neuer sportlicher Führung. Und der neue President of Football hat gleich mal Zweifel am wohl wichtigsten Spieler des NFL-Teams angemeldet.

Die größte personelle Baustelle der Atlanta Falcons dieser Tage ist Quarterback. Michael Penix erholt sich gerade von einem Kreuzbandriss, den er in der Vorsaison erlitten hat und Matt Ryan, der neue President of Football, gab nun offen zu, dass dies ein besonders großes Fragezeichen erzeugt.

„Ich denke, das Wichtigste ist, dass man einfach nicht weiß, wo Michael Penix Jr. stehen wird“, sagte Ryan am Montag gegenüber „680 The Fan“. „Er macht einen großartigen Job. Seit ich den Posten im Januar übernommen habe, Anfang Januar, war er meines Wissens nach immer da, hat Reha gemacht, mit unserem Reha-Spezialisten gearbeitet und … das gesamte Athletik-Trainingsteam, all diese Leute haben einen tollen Job gemacht. Aber man muss auch dem Spieler Anerkennung zollen. Mike ist voll bei der Sache und, wissen Sie, er sieht gut aus. Er hat schon einiges für uns auf dem Feld gemacht.“

Ryan fuhr fort: „Ich habe selbst noch keinen Kreuzbandriss durchgemacht, aber es gibt bestimmte Meilensteine, die man erreichen muss, und je näher man dem Ziel kommt, desto mehr Variabilität gibt es, weil die Intensität und die Geschwindigkeit zunehmen. Aber Mike ist im Moment an einem guten Punkt. Was also die Erwartungen betrifft, wissen wir noch nicht wirklich, was uns zu Beginn des Training Camp erwartet. Aber ich denke, mit der Art und Weise, wie beide arbeiten, und den Gesprächen, die wir mit ihnen geführt haben … ich denke, die Art und Weise, wie die beiden die Offseason begonnen haben, wird uns in eine gute Ausgangslage versetzen.“

Der andere Kandidat für den Starter-Job ist Tua Tagovailoa, der nach seiner Entlassung in Miami bei den Falcons für die kommende Saison unterschrieben hat und ebenfalls schon die eine oder andere (Kopf-)Verletzung in seiner NFL-Karriere erlitten hat. Er wurde offiziell geholt, um Penix Druck zu machen, es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass der Neuzugang am Ende die Nase vorn haben könnte beim neuen Head Coach Kevin Stefanski.

Penix selbst hat in der vergangenen Saison neun Spiele gestartet, ehe er sich das Kreuzband riss. Anschließend brachte Kirk Cousins die Saison zu Ende. Letzterer hat seither bei den Raiders angeheuert. Tagovailoa wiederum wurde nach 14 Starts in der vergangenen Saison als Starter der Dolphins abgesetzt und zwischenzeitlich durch Quinn Ewers ersetzt.