Overtime-Drama! Henry und Huntley retten Ravens

Die Baltimore Ravens (4-1) haben sich in Woche 5 einen 30:23-Comeback-Sieg nach Overtime bei den Atlanta Falcons (2-3) erkämpft und bleiben auch ohne Star-Spielmacher Lamar Jackson auswärts unschlagbar. Bei Atlanta ereignete sich ein spätes Quarterback-Drama.

Tyler Huntley (24/32, 201 YDS, 2 TD), der für den am Knöchel verletzten Jackson einsprang, führte die Ravens 40 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit mit einem Touchdown-Pass auf Devontez Walker zur Chance auf den Ausgleich per Two-Point-Conversion.

Die ließ sich Derrick Henry anschließend nicht nehmen: Der Superstar-Running-Back nahm den Snap direkt entgegen und hechtete zum 23:23 in die Endzone – OT!

Dort veredelten die Gäste den Opening Drive, in dem Henry sieben Läufe bekam, mit einem QB-Sneak von Huntley. Atlanta, das in der Verlängerung auf Tua Tagovailoa setzte, weil sich Starter Michael Penix Jr. (19/32, 240 YDS, TD) im letzten Play vor der Extrazeit eine Rippenverletzung zuzog, kam über dessen ersten Pass auf den starken Drake London (7 REC, 118 YDS) bis kurz vor die Mittellinie.

Der nächste Versuch von Tagovailoa auf London landete jedoch in den sicheren Händen von Ravens-Safety Kyle Hamilton: Interception – und das Spiel war aus.

„King“ Henry sammelte mit 24 Carries 102 Yards. Hinzu kam sein Catch über 18 Yards zum Touchdown im dritten Viertel (15:17), mit dem die Gäste das Spiel nach moderater erster Hälfte überhaupt erst wieder spannend gemacht hatten.

Damit übertrumpfte er auch knapp den Star-Tailback der Falcons, Bijan Robinson, der auf 118 Scrimmage-Yards kam.

Am Sonntag in Week 6 folgt für Atlanta direkt das nächste Heimspiel gegen die Chicago Bears (3-2), Baltimore fährt zu den Cleveland Browns (3-2).

Kantersieg! Falcons vermiesen Jubiläum in New Orleans

Die Atlanta Falcons (2-2) haben zum Abschluss in Week 4 ein Ausrufezeichen gesetzt: Bei den New Orleans Saints (1-3) feierte man einen souveränen 45:24-Erfolg – und vermieste dabei ganz besondere Feierlichkeiten.

Vor genau 20 Jahren hatten die New Orleans Saints den Superdome nach den verheerenden Schäden von Hurricane Katrina wiedereröffnet. Damals hatte man die Falcons noch mit 23:3 geschlagen. Nach den Feierlichkeiten vor der Partie gab es aber schnell nichts mehr zu bejubeln.

Ein Grund: Running Back Bijan Robinson. Der lief für insgesamt 145 Yards und 2 Touchdowns und machte bereits im dritten Play seines Teams klar, wo die Reise hingehen würde: Es war ein Touchdown über 59 Yards. „Wir gingen zurück an die Seitenlinie und sagten: ‚Genau das wollten wir.‘ Sie früh überwältigen, damit die Zuschauer kein Faktor werden.“

Zur Pause hatten die Falcons ihren Vorsprung auf 24:7 ausgebaut, und es wurde auch in der zweiten Hälfte nicht besser für die Saints, die mehrfach von ihren eigenen Fans ausgebuht wurden. „Natürlich sind die Fans verärgert“, sagte Quarterback Tyler Shough (286 YDS, TD). „Man kriegt gegen die Falcons so auf die Mütze? Ich würde auch buhen.“

Falcons-QB Michael Penix Jr. sah in seinem zweiten Start der Saison wieder gut aus (15/20, 223 YDS, TD), der zweite Running Back Brian Robinson erzielte gleich 3 Touchdowns. Atlanta verbuchte 420 Yards Raumgewinn und profitierte von einem verschossenen Field Goal und einem Fumble des Gegners.

In Week 5 muss Atlanta im Sunday Night Game daheim gegen die Baltimore Ravens (3-1) ran. New Orleans empfängt die noch ungeschlagenen Minnesota Vikings.

Philly chancenlos! Keenum dreht die Zeit zurück

Die Chicago Bears (2-1) haben das Monday Night Game von Week 3 gegen die Philadelphia Eagles (2-1) souverän mit 27:7 gewonnen. Dabei zeigte mit Case Keenum der dritte Quarterback im Team eine überragende Leistung.

Aufgrund der Verletzung von Caleb Williams (Oberschenkel) und den Folgen einer Gehirnerschütterung bei Backup Tyson Bagent musste Keenum, QB3 der Bears, ran. Es war sein erster NFL-Einsatz nach 1.009 Tagen. Das sah man ihm jedoch überhaupt nicht an: 24/34 für 247 Yards und 2 Touchdowns, per QB-Sneak erzielte er den letzten TD sogar höchstselbst.

„Mir fehlen die Worte“, sagte der 38-Jährige nach dem Spiel im TV-Interview. Drei Touchdowns in einer Partie waren ihm zuletzt 2019 gelungen, damals noch in Washington. Er machte Head Coach Ben Johnson und seinen Teamkollegen ein großes Kompliment und versprach: „Wir werden heute Abend feiern!“

Die Bears eröffneten ihr Heimspiel direkt mit einem Touchdown-Drive, da waren es von Keenum noch vor allem kurze Pässe, um ihm Sicherheit zu geben. Als Tank Bigsby den Ball zum Ende des ersten Viertels an der eigenen 15-Yard-Linie wegfumbelte, hätte man die Führung ausbauen können, scheiterte jedoch bei Fourth Down – zuvor hatte Receiver Rome Odunze einen Ball in der Endzone nicht fangen können.

Philly hätte daraus beinahe Kapital geschlagen, doch nach einem langen Drive wurde Jalen Hurts (16/25, 153 YDS, INT, Rushing TD) bei einem Scramble über die Seitenlinie heftig angegangen. Während er auf eine potenzielle Gehirnerschütterung untersucht wurde, musste Backup Andy Dalton an der 2-Yard-Linie ran – und warf prompt einen Pick.

Weil die Eagles mit der letzten Sekunde der ersten Hälfte durch einen Sneak des zurückgekehrten Hurts auf 7:10 verkürzten, schien noch alles drin zu sein, doch die Offense brach nach dem Seitenwechsel völlig ein: Drei Punts ohne ein einziges First Down, dann warf Hurts auch noch eine Interception.

So zog Chicago immer weiter davon und konnte am Ende die Uhr ungefährdet auslaufen lassen. 5/13 Third Downs, zweimal war man sogar bei Fourth Down erfolgreich. Die Eagles gingen bei Third und Fourth Down insgesamt 2/11 und handelten sich zudem zehn Strafen für 61 Yards ein – vier sorgen für gegnerische First Downs.

Pierce fällt länger aus – Colts reagieren

Die Indianapolis Colts müssen für längere Zeit auf Wide Receiver Alec Pierce verzichten. Das Team aus Indiana reagierte darauf mit der Verpflichtung von Darius Slayton.

Wie Ian Rapoport vom „NFL Network“ berichtet, fällt Pierce zumindest „mehrere Wochen“ aus. Der 26-Jährige zog sich am Sonntag bei der 30:33-Niederlage nach Overtime bei den Kansas City Chiefs eine Fersenverletzung zu. Die Verletzung liegt an der Stelle, an der er bereits im März operiert worden war. Erst im vergangenen Monat war der Mann aus Illinois ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

Eine erneute OP werden die Colts und Alec Pierce versuchen zu vermeiden. Damit besteht die Hoffnung, dass der US-Amerikaner im Laufe der Saison sein Comeback geben kann.

Da die Colts aufgrund der Knöchelverletzung von Ashton Dulin auf der Receiver-Position nun noch größere personelle Probleme haben, wurde laut übereinstimmenden Medienberichten Free Agent Darius Slayton unter Vertrag genommen. Der 29-Jährige war in den vergangenen sieben Jahren für die New York Giants aktiv.

Indianapolis ist mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet. In Week 3 empfangen die Colts die Houston Texans.

Matthew Stafford hat am Montag beim 28:6-Sieg der Los Angeles Rams gegen die New York Giants eine starke Leistung gezeigt. Der Quarterback kletterte im ewigen Passing-Touchdown-Ranking der NFL auf den sechsten Platz.

Stafford (22/31) legte 327 Passing Yards und 4 Touchdowns bei einer Interception auf und zog mit nun insgesamt 427 Passing Touchdowns im Ranking an Philip Rivers (425) vorbei.

Vor dem 38-jährigen US-Amerikaner liegen nur noch Tom Brady (649), Drew Brees (571), Peyton Manning (539), Aaron Rodgers (528) und Brett Favre (508).

„Ich bin ein riesiger Fan dieser Liga, schon seit ich ein kleines Kind war. In einem Atemzug mit diesen Spielern genannt zu werden, mit denen ich aufgewachsen bin und die ich bewundert habe, ist ein ganz besonderes Gefühl“, sagte Stafford.

Der Mann aus Florida wurde im Draft 2009 an erster Position von den Detroit Lions ausgewählt und spielt seit 2021 für die Rams, mit denen er sich im Februar 2022 zum Super-Bowl-Champion krönte.

„Kein konkreter Zeitplan“ für Garrett-Comeback

Den Start in die neue NFL-Saison hatten sich die Los Angeles Rams sicherlich ganz anders vorgestellt: Der Mitfavorit auf den Super Bowl musste in Melbourne nicht nur eine 7:27-Niederlage gegen die San Francisco 49ers, sondern verlor auch noch Superstar Myles Garrett, der sich am Knie operieren lassen musste. Wann der Defensivspieler wieder auf dem Rasen stehen kann, ließ Cheftrainer Sean McVay am Montag offen.

Am Montag unterzog sich Myles Garrett einem arthroskopischen Eingriff am Knie, der ihm einen Platz auf der Injury Reserve beschert. Damit steht fest, dass der Superstar eine Zwangspause von mindestens vier Spielen einlegen muss. Ein Comeback ist somit frühestens in Week 6 gegen die Arizona Cardinals möglich. Ob das realistisch ist, wollte Cheftrainer Sean McVay am Montag nicht verraten.

„Ich habe noch keinen konkreten Zeitplan“, sagte der Head Coach, als er auf eine Rückkehr des Neuzugangs von den Cleveland Browns angesprochen wurde: „Das hängt alles davon ab, wie es heute im Operationssaal läuft. Man hat ein gutes Gefühl dabei. Aber ich denke, es wäre ihm gegenüber unfair – oder einfach, ohne über alle Informationen zu verfügen –, einen Zeitplan festzulegen.“

Man wisse bei den Los Angeles Rams aber, dass „er möglicherweise in vier Wochen wieder einsatzbereit sein wird, also gehen wir einfach einen Tag nach dem anderen an“, legte er nach. Eine genaue Diagnose ist nicht bekannt. Garrett, der in der Offseason in einem Blockbuster-Trade von den Browns nach L.A. gewechselt war und die Rams zum Titelfavoriten gemacht hatte, hatte mit einer Schwellung im Knie große Teile des Trainingscamps verpasst. 

Am Freitagmorgen Ortszeit hatten die Rams ihre Saison in Melbourne gegen die San Francisco 49ers eröffnet. Bei der klaren 7:27-Niederlage war Garrett ohne Sack und Tackle geblieben. Anschließend verriet er, dass sein Knie nicht bei 100 Prozent sei. „Ich muss einen Weg finden, um mich zu erholen, damit ich wieder der Alte bin“, erklärte er. Er habe sich im Spiel mehr auf seine Gesundheit als auf den Gegner konzentriert, „und das hat man gesehen“.

Aaron Donald „noch ein bisschen eingerostet“

Nach zwei Jahren im Ruhestand kehrte Aaron Donald Ende August ganz offiziell in die NFL zurück und gehört seitdem wieder dem Aufgebot der Los Angeles Rams an. Ob er seinem neuen und alten Team bereits in Week 1 gegen die San Francisco 49ers zur Verfügung stehen wird, wollte der 35-Jährige am Montag nicht verraten. Dafür aber, dass es im Training „besser läuft, als ich gedacht hätte“.

Am 30. August verkündeten die Los Angeles Rams, dass mit Aaron Donald einer der besten Verteidiger der NFL-Geschichte aus dem Ruhestand zurückkehrt. Der 35-Jährige war im März 2024 nach dem Gewinn des Super Bowls mit den Rams abgetreten. Zuletzt einigte er sich nach wochenlanger Spekulation über seine Rückkehr auf einen neuen Einjahresvertrag über satte 20 Millionen Dollar.

Die erste volle Trainingseinheit im Elf-gegen-Elf mit dem Team aus der Stadt der Engel konnte der Rückkehrer allerdings erst am vergangenen Wochenende absolvieren. Ob ein Einsatz in Week 1 gegen die San Francisco 49ers daher womöglich zu früh für den Routinier kommt, ließ der in einer Medienrunde am Montag offen. Aus rein körperlicher Sicht spricht offenbar aber wenig gegen ein paar Snaps für den Quarterback-Jäger.

„Es läuft gut. Ich fühle mich wirklich gut“, sagte Donald über die ersten Tage nach der Verkündung seines NFL-Comebacks: „Es läuft besser, als ich gedacht hätte, ehrlich gesagt. Es läuft schon ein bisschen schneller. Ich fühle mich gut und komme langsam wieder in Schwung. Ich dachte, ich wäre viel eingerosteter, als ich es bin, aber ich gehe es Tag für Tag an.“

Sensations-Comeback in der NFL perfekt

Die Los Angeles Rams sind um einen weiteren Superstar reicher! Denn mit Aaron Donald kommt einer der besten Verteidiger der NFL-Geschichte aus dem Ruhestand zurück. Das bestätigten die Franchise und Donald selbst am Sonntag.

Der 35-Jährige war im März 2024 nach dem Gewinn des Super Bowls mit den Los Angeles Rams abgetreten. Am Sonntag einigte er sich nach wochenlanger Spekulation über seine Rückkehr auf einen neuen Einjahresvertrag über satte 20 Millionen Dollar. Mit Boni könnte sein Salär sogar noch auf 30 Millionen Dollar wachsen, berichteten Adam Schefter (ESPN) und Ian Rapoport (NFL Network).

„Es war wirklich keine leichte Entscheidung“, sagte der Rückkehrer. „Dafür waren viel Arbeit und viele lange Gespräche mit ganz unterschiedlichen Leuten nötig. Aber am Ende hatte ich ein so gutes Gefühl dabei, dass ich mich entschieden habe, zurückzukommen und das noch einmal zu machen.“

Die Spekulationen über ein Comeback in der NFL nahmen Fahrt auf, nachdem die Rams den Blockbuster-Trade für Myles Garrett mit den Cleveland Browns eintüten konnten. „Das war ein riesiger Faktor“, gestand Donald. „Wenn man sich die Defensive Line anschaut, hat man die Jungs für die Mitte und dann B.Y. [Byron Young, Anm. d. Red.] sowie Spieler wie Myles Garrett. Ich fand schon vorher, dass diese D-Line mit [Jared] Verse extrem stark besetzt war. Dann entwickeln sich die Dinge so, dass man noch einen Spieler wie Myles Garrett holt – ein Ausnahmetalent seiner Generation. Da denkt man sich schon: Das könnte richtig Spaß machen.“

Die Schachzüge der Rams in diesem Sommer hätten ihn davon überzeugt, dass in L.A. ein „komplettes Team steht. Mit mir oder ohne mich.“ Also habe er die Intensität in seinen Workouts wieder angezogen. Mitspieler Desjuan Johnson sah in einem gemeinsamen Training in diesem Monat eine noch bessere Version des zehnfachen Pro Bowlers und dreifachen Defensive Player of the Year.

„Es fühlt sich an, als sei er noch schneller und ein bisschen hungriger geworden“, lautete Johnsons Eindruck. Ob es jedoch schon für eine Rückkehr auf das Feld in Woche 1 gegen die San Francisco 49ers in Melbourne reichen wird, steht aktuell noch nicht fest. Head Coach Sean McVay erklärte am Sonntag, dass es zuallererst darum gehe, ob Donald selbst schon in Woche 1 wieder am Start sein wolle.

Nabers zum Saisonstart fit? Giants-Coach mit Prognose

Nachdem sich Malik Nabers von den New York Giants im Vorjahr einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, konnte der Wide Receiver in der vergangenen Woche erstmals wieder am Teamtraining seines Arbeitgebers teilnehmen. Ob er auch zum Auftakt der Regular Season am 13. September gegen die Dallas Cowboys zur Verfügung stehen wird, wollte Head Coach John Harbaugh aber nicht versprechen.

„Ich möchte einfach keine derartigen Aussagen machen“, sagte der Cheftrainer am Montag in einer Medienrunde auf Nachfrage, ob er versprechen könne, dass Malik Nabers den Giants im ersten Spiel der neuen Saison im Divisionskracher gegen die Cowboys zur Verfügung stehen wird: „Ich halte es aber für vernünftig, davon auszugehen. Das sind alles Dinge, die man annehmen kann, wenn man dem Spieler beim Training zusieht.“

Der Wide Receiver hatte sich im vergangenen September das Kreuzband gerissen. Das Team geht in der Reha äußerst vorsichtig zu Werke. In der vergangenen Woche spielte er zunächst nur ein paar Reps und trug dabei ein rotes Jersey, welches Körperkontakt verbietet. Zu Beginn dieser Woche nahm der Empfänger dann erstmals wieder an Trainingseinheiten mit Körperkontakt teil.

Steht einem Einsatz gegen die Cowboys damit nichts mehr im Wege? „Das Einzige, was ich besser weiß als ihr, ist das, was mir die Ärzte und Trainer über seine Reha berichten. Und das ist, dass es ihm gut geht. Er kommt gut damit zurecht. Er ist stark und in guter Verfassung. Wie er das Training meistert, wie spielbereit er ist und wie gut er sich schützen kann, hängt wirklich vom Training ab“, sagte John Harbaugh.

„Als wäre meine Seele tot gewesen“, sagte Nabers in der vergangenen Woche über seine lange Leidenszeit nach dem Riss seines Kreuzbandes: „Jede Träne, jedes Gespräch mit meiner Familie, jeden schweren Tag, an dem ich nichts erreicht habe: Ich habe das alles im Hinterkopf abgespeichert, um weiterzumachen.“

Die Giants hatten den 23-Jährigen 2024 an sechster Stelle im Draft ausgewählt. In 19 NFL-Spielen kommt Nabers bislang auf 127 Catches für 1.475 Yards und 9 Touchdowns.

Umzug geplant: Bears räumen mit Gerücht auf

Präsident Kevin Warren von den Chicago Bears hat am Donnerstag ein Update zum geplanten Abschied der Franchise aus dem Soldier Field gegeben. Die Bears streben weiterhin einen Umzug nach Indiana an – aber ein Namenswechsel stehe nicht zur Debatte.

Zuvor Kevin Warren Gerüchte laut geworden, wonach sich die altehrwürdige Franchise vom „Chicago“ in ihrem Namen trennen würde, sollte man die Stadt verlassen. „Nein“, wehrte Warren auf seiner jährlichen Pressekonferenz am Rande des Training Camps ab: „Wir bleiben die Chicago Bears, ob wir nun in Arlington spielen oder in Hammond.“

Seit 1921 sind die Bears in der Windy City zuhause, seit 1971 trägt man die Heimspiele im Soldier Field aus – dem aktuell ältesten Stadion in der NFL. Nun will man ein neues, überdachtes Stadion vor den Toren der Stadt errichten, doch die Steuervergünstigungen, die der US-Bundesstaat Indiana für einen Umzug nach Hammond (knapp 30 Meilen südlich von Downtown Chicago) bietet, sind deutlich höher als die von Illinois. Dort wäre Arlington Heights (rund 30 Meilen nordwestlich) eine Option.

„Wir fokussieren uns auf Hammond, dort setzen wir unsere Bemühungen weiter fort und dort investieren wir den Großteil unserer Zeit, unserer Aufmerksamkeit und unserer Ressourcen“, betonte Warren. „Es gibt kein Angebot vom Staat Illinois.“ Indiana dagegen soll Medienberichten zufolge Vergünstigungen von rund einer Milliarde Dollar bieten.

Der Mietvertrag mit Soldier Field läuft nach der Saison 2033 aus. Mit den Bauarbeiten für den neuen Dome soll möglichst schnell begonnen werden, sagte Warren, ohne jedoch einen Zeitplan zu nennen: „Ich kann sagen, dass wir sehr gute Fortschritte machen.“

Cowboys-Star mit Appell an Jerry Jones

Wide Receiver George Pickens wird die anstehende NFL-Saison 2026 bei den Dallas Cowboys. unter dem Franchise Tag spielen. Teamkollege CeeDee Lamb hat sich nun für eine langfristige Vertragsverlängerung von Pickens ausgesprochen – auch wenn es finanziell eng werden könnte.

Nach seinem Trade von den Pittsburgh Steelers nach Dallas im März 2025 spielte Pickens eine überragende Saison und schaffte es mit 93 Catches für 1.429 Yards und 9 Touchdowns sogar ins All-Pro Second Team. Dennoch konnte er sich mit dem Team nicht auf einen neuen Vertrag einigen und unterschrieb schließlich den Non-Exclusive Franchise Tag.

Dieser bringt dem 25-Jährigen für 2026 27,3 Millionen Dollar ein. Könnte es anschließend zu einem Abschied kommen? Mit Quarterback Dak Prescott und Receiver-Kollege Lamb gibt es in der Offense schließlich zwei weitere Topverdiener, die zusammen jährlich mit rund 94 Mio. Dollar zu Buchen schlagen.

„Ich habe kein Ego, ich will einfach nur gewinnen“, sagte Lamb am Rande einer Trainingseinheit am Sonntag bei Yahoo. „Dieses Gerede über [den Nummer-1-Receiver] verstehe ich nicht, aber so ist es eben.“

Er wendete sich stattdessen öffentlich an Teameigner Jerry Jones: Dieser solle Pickens bezahlen. „Ich weiß, dass es ein bisschen verrückt wird, aber ich weiß, dass wir einen Weg finden können. Das ist mein Appell: Jerry, kannst du eine Lösung finden? Es ist mir egal, was dafür nötig ist. Lass uns eine Lösung finden, die dir dann noch ein paar Titel einbringt.“

Team-Vize Stephen Jones erklärte seinerseits, dass eine Cowboys-Zukunft mit dem Trio Prescott-Lamb-Pickens „realistisch“ sei. Allerdings müsse man auch finanziellen Spielraum für den Pass Rush und Stars wie Quinnen Williams erhalten.

Beim Defensive Tackle wurde schon einen Tag später eine langfristige Lösung gefunden: Medienberichten zufolge verlängert Williams für drei Jahre und bis zu 105,9 Mio. Dollar.