Kehrtwende: Browns lassen Epenesa-Deal platzen

Vor mehr als einer Woche einigten sich die Cleveland Browns mit Defensive End AJ Epenesa auf eine Zusammenarbeit. Diese kommt nun allerdings nicht zustande. Das NFL-Team zieht sich überraschend aus dem Deal zurück.

Am 18. März hatten sich die Browns und Epenesa auf einen Einjahresvertrag geeinigt. Laut „ESPN“ soll dieser Deal einen Umfang von bis zu fünf Millionen Dollar gehabt haben.

Epenesa war in der vergangenen Woche zu Besuch bei den Browns. Das war im offiziellen NFL Transaction Wire zu sehen.

Nun jedoch die Kehrtwende: Wie „ESPN“ berichtet, verzichtete die Franchise nach dem obligatorischen Medizincheck darauf, den bereits ausgehandelten Vertrag final zu unterschreiben.

Für Cleveland ist das ein Rückschlag in der Kaderplanung. Epenesa war eingeplant, um die Rotation in der Defensive Line zu verstärken – insbesondere nach dem Abgang von Cameron Thomas, der sich in der Offseason den Atlanta Falcons angeschlossen hatte.

Hinter Star-Pass-Rusher Myles Garrett suchen die Browns weiterhin nach verlässlicher Tiefe im Kader.

Der 27-jährige Epenesa hatte seine komplette bisherige Karriere bei den Buffalo Bills verbracht. Dort entwickelte sich der ehemalige Zweitrundenpick aus dem Draft 2020 zu einem wichtigen Rotationsspieler.

In insgesamt 91 Spielen (19 Starts) überzeugte Epenesa vor allem als verlässlicher Backup mit solider Pass-Rush-Produktion und physischer Präsenz gegen den Lauf. Er sammelte in seinen sechs Jahren in der NFL 135 Tackles, 24 Sacks, fünf Forced Fumbles, vier Interceptions und 21 abgewehrte Pässe.

Für Epenesa bedeutet die geplatzte Unterschrift, dass er weiterhin auf der Suche nach einem neuen Team ist. Angesichts seines Alters und seiner Erfahrung dürfte der Defensive End jedoch weiterhin Interesse auf dem Free-Agent-Markt wecken.

Patriots verpflichten neuen Offensive Tackle

Die New England Patriots haben sich weitere Verstärkung für ihre Offensive Line in der NFL gesichert.

Wie das Team am Montag verkündete, hat man sich mit Offensive Tackle James Hudson auf einen Einjahresvertrag geeinigt.

Hudson (26) hat seit seinem NFL-Einstieg als Viertrundenpick (Pick 110) der Cleveland Browns im NFL Draft 2021 in 60 Karrierespielen auf dem Platz gestanden. Der ehemalige Spieler der Michigan Wolverines und Cincinnati Bearcats verbrachte vier Jahre bei den Browns, bevor er in der vergangenen Offseason als Unrestricted Free Agent einen Zweijahresvertrag bei den New York Giants unterschrieb. Er wurde jedoch vor Beginn des neuen Ligajahres 2026 entlassen.

Als Veteran mit 19 Starts in der Bilanz kommt Hudson auf 1464 Snaps in der Offense und 235 Snaps in den Special Teams. Der rund 1,96 m große und 142 kg schwere Profi wurde sowohl als Left Tackle als auch als Right Tackle eingesetzt. Zudem wurde während seiner Stationen in der AFC North und NFC East mehrfach als Fullback und Tight End eingesetzt.

In Foxborough hat sich die Tiefe auf den Tackle-Positionen hinter den Startern Will Campbell und Morgan Moses seit Beginn des Monats ausgedünnt. Der ehemalige Blindside-Starter Vederian Lowe wechselte mit einem Zweijahresvertrag zu den San Francisco 49ers, während der bisherige „sechste Mann“ Thayer Munford Jr. ebenso wie Yasir Durant (dem kein Qualyfing Offer als Restricted Free Agent gemacht wurde) weiterhin ohne Vertrag ist.

Hudson hat nun einen Vertrag unterzeichnet, der laut Mike Reiss von „ESPN“ unter die Gehaltsregelung für Veteranen („Veteran Salary Benefit“) fällt. Er verstärkt damit eine Positionsgruppe, in der derzeit auch der Siebtrundenpick von 2025, Marcus Bryant, sowie mit Sebastian Gutierrez und dem deutschen Lorenz Metz zwei Spieler mit Reserve/Futures-Verträgen im aktuellen Offseason-Kader stehen.

Nach derzeitigem Stand wäre er wohl der erste Anwärter auf die offene Planstelle des Swing Tackles hinter den beiden Startern. Weitere Verstärkung könnte jedoch im Draft folgen.

Patriots rüsten offensiv nach

Zum Start der NFL Free Agency war es lange ruhig um die New England Patriots, die auf dem Transfermarkt eher vorsichtig unterwegs waren. Am Montagabend verpflichtete man dann allerdings doch die erhoffte Verstärkung für die Offensive.

Wie unter anderem „ESPN“ berichtet, einigte man sich mit Offensive Lineman Alijah Vera-Tucker auf einen Dreijahresvertrag. Diesen vergütet man mit bis zu 42 Millionen Dollar. Weitere Details wie etwaige Garantien sind derweil noch nicht bekannt.

Die Verstärkung der Offensive Line vor Quarterback Drake Maye ist einer der Hauptaufgaben des amtierenden AFC-Champions und mit der Verpflichtung von Vera-Tucker ist der erste Schritt gelungen. Er könnte als Left Guard zwischen Tackle Will Campbell und Jared Wilson zum Einsatz kommen, falls Letzterer nach dem Wechsel von Garrett Bradbury zu den Chicago Bears auf die Position des Centers wechselt.

Vera-Tucker kam 2021 in die NFL, damals als 14. Pick im NFL Draft. Die New York Jets tradeten seinerzeit sogar nach oben, um AVT zu verpflichten.

Der Offensive Lineman gilt als besonders vielseitig. In seinen fünf Jahren in der NFL spielte er bereits auf allen Positionen in der Offensive Line, abgesehen von Center. Am wohlsten fühlt er sich allerdings eindeutig auf der Guard-Position.

So positiv seine Vielseitigkeit zu sehen ist, so negativ muss man auch seine Verletzungsanfälligkeit betrachten. In den letzten Jahren fiel Vera-Tucker immer wieder verletzt aus.

Dabei handelte es sich mehrfach um gravierende Verletzungen. So riss er sich bereits die Achillessehne und den Trizeps in beiden Armen. Dementsprechend stand er in den letzten fünf Jahren nur in 43 von 85 möglichen Spielen auf dem Platz.

Die Verpflichtung der Patriots birgt demnach ein gewisses Risiko, könnte sich allerdings auch als großer Griff erweisen.

Commanders trennen sich von Missverständnis

Die Washington Commanders haben in der NFL den Schlussstrich unter einen ihrer schlechteren Trades der jüngeren Vergangenheit gezogen.

Eigentlich sollte Cornerback Marshon Lattimore seit einem Trade mit den New Orleans Saints in der Saison 2024 eine Verstärkung für die schwächelnde Defense der Commanders sein. Doch er bekam im Grunde nie einen Fuß auf die Erde. Nun wird das Team aus der Hauptstadt Lattimore entlassen.

Mit diesem Move, der laut Adam Schefter von „ESPN“ vorm Start des neuen Liga-Jahres am 11. März durchgeführt wird, sparen die Commanders 18,5 Millionen Dollar an Cap Space und behalten kein Dead Money zurück, da sein Vertrag keine Garantien mehr enthielt und ursprünglich mit den Saints zustandegekommen war.

Dieser Schritt kommt allerdings wenig überraschend, da Lattimore aufgrund eines Kreuzbandrisses, den er in Woche 9 der abgelaufenen Saison erlitten hatte, insgesamt nur 14 Spiele für die Commanders (inklusive Playoffs) gemacht hat und dabei kaum überzeugte.

Nun wird erwartet, dass die Commanders in dieser Offseason besonders genau auf die Cornerback-Position schauen werden, wo sie allerdings mit den Youngsters Trey Amos und Mike Sainristil immerhin schon ein solides Fundament gelegt haben in den vergangenen zwei Drafts.

Lattimore war ursprünglich ein Erstrundenpick der Saints im Draft 2017 und avancierte schnell zum Leistungsträger. Lattimore wurde zum Defensive Rookie of the Year gewählt und erreichte in vier seiner ersten fünf Saisons den Pro Bowl. In insgesamt 108 NFL-Spielen fing er 16 Interceptions und wehrte 98 Pässe ab. Am Ende warfen ihn jedoch zahlreiche Verletzungen immer wieder aus der Bahn.

Seit 2022 erlitt er eine Milzruptur, zwei gebrochene Rippen, zahlreiche Probleme mit dem großen hinteren Oberschenkelmuskel und zuletzt eben den Kreuzbandriss. Zudem wurde er am 7. Januar wegen des unsachgemäßen Umgangs mit einer Schusswaffe in einem Fahrzeug in Lakewood/Ohio festgenommen.

Patriots entlassen Running Back

Die New England Patriots haben sich rund zwei Wochen vorm Start der Free Agency in der NFL von einem Running Back getrennt.

Wie die Patriots am Montag verkündeten, ist die Zeit von Antonio Gibson in Foxborough/Massachusetts nach nur zwei Saisons schon wieder vorbei. Gibson absolvierte in der abgelaufenen Saison nur fünf Spiele, ehe er sich das Kreuzband riss und den Rest des Jahres verpasste.

Gibsons Entlassung spart etwas mehr als drei Millionen Dollar an Cap Space ein, hinterlässt aber auch Dead Money in Höhe von einer Million.

Gibson sorgte für eines der frühen Highlights der Patriots-Saison, als er einen Kickoff beim ersten Saisonsieg über die Dolphins in Miami in Woche 2 über 90 Yards zum Touchdown returnierte. Unter anderem dafür wurde er in der Woche zum AFC Special Teams Player of the Week gewählt.

Gibson hatte sich den Patriots zur Saison 2024 als Free Agent angeschlossen und war seinerzeit in allen 17 Saisonspielen im Einsatz. Er hatte damals einen Dreijahresvertrag unterschrieben, wovon das dritte Jahr (2026) nicht mehr garantiert war.

Ursprünglich war Gibson ein Drittrundenpick des Washington Football Team im Draft 2020 und hatte 2021 seine beste Saison, als er für 1037 Yards und sieben Touchdowns lief. Als Rookie brachte er es ein Jahr zuvor sogar auf elf Touchdowns.

Durch diese Entlassung verfügen die Patriots Stand jetzt noch über zwei etablierte Running Backs in Rhamondre Stevenson und TreVeyon Henderson. Dahinter stehen derzeit noch Terrell Jennings, Elijah Mitchell und Lan Larison im Kader. Gut möglich jedoch, dass die Patriots auf dieser Offseason auf dieser Position noch nachbessern werden – sei es via Free Agency, dem Draft oder in Form von Undrafted Free Agents nach dem Draft Ende April.

Gibson hat in seinen sechs Jahren in der NFL 83 Spiele absolviert und lief dabei für 3287 Yards und 24 Touchdowns. Darüber hinaus sammelte er 1495 Receiving Yards und sieben weitere Touchdowns.

Darum ist der Erfolg der Seahawks nachhaltig

Die Seattle Seahawks haben Super Bowl LX gegen die New England Patriots auf beeindruckende Art und Weise gewonnen. Das Team von Mike Macdonald erreichte mit diesem Triumph historische Höhen und könnte eine solide Grundlage für anhaltenden Erfolg in der NFL haben.

Die Legion of Boom war einmal und gewann am Ende nur einen Super Bowl. Jetzt hat die Herrschaft der Dark Side Defense begonnen und sie trat ihre Regentschaft mit einer beeindruckend erdrückenden Vorstellung in Super Bowl LX gegen die New England Patriots an.

Die Seahawks waren drauf und dran, den ersten Shutout in einem Super Bowl überhaupt zu schaffen – es war bereits der 60. Super Bowl! Am Ende war es nur die Garbage Time, die New England davon abhielt, sich auf ganzer Linie zu blamieren. Doch auch ohne dieses Novum unterstrich die Dark Side Defense, wie sie sich selbst nennt, ihre absolute Dominanz.

Die Defense von Head Coach Mike Macdonald spielte im Grunde nichts anderes als sonst. Sie setzten überwiegend auf Zone Coverage, sie nutzten Disguises, sie spielten ihre üblichen Match-Zone-Konzepte und sie blitzten nur recht selten – auch wenn gerade Devon Witherspoon, den ich zum MVP des Spiels gewählt hätte, mit drei seiner Blitzes maximalen Schaden anrichtete mit zwei Sacks und einem Hit, der zum Pick-Six von Uchenna Nwosu in der Schlussphase geführt hat.

Und trotz einer geringen Blitz Rate von nur 13,21 Prozent brachten sie es auf eine Pressure Rate von 43,4 Prozent! Und vor allem: es gelangen sechs (!) Sacks gegen Maye, der dabei auch noch einen Fumble verlor und zwei Interceptions warf – wobei die erste Interception wohl nicht unter Druck und einfach nur ein übermotivierter Deep Shot war. In jedem Fall aber gelang es dem kompletten Abwehrverbund, einen der besten Quarterbacks dieser Saison den Zahn zu ziehen.

Maye war verunsichert, zögerte häufig zu lange, verpasste viele leichte Würfe in einer Phase, als das Spiel noch eng war und machte dann am Ende eben die Fehler, die zwar nichts mehr am Ausgang änderten, aber das Ergebnis noch deutlicher machten, als es lange Zeit auf dem Scoreboard aussah.

Letztlich lässt sich sagen, dass diese Dark Side Defense mit ihrer beeindruckenden Secondary um Witherspoon, Riq Woolen und Nick Emmanwori an der Spitze und eben der bärenstarken und dominanten Defensive Front, in der Altmeister DeMarcus Lawrence nach elf Jahren Dallas nun tatsächlich einen Titel gewann, nun sicherlich zu den ganz großen der NFL-Geschichte gezählt werden muss. Sie war die Nummer-1-Scoring-Defense in dieser Saison, sie dominierte den Super Bowl und hat damit die Nachfolge der Legion of Boom angetreten. Hinzu kommt: Eine ähnlich dominante Vorstellung legte eine Defense wohl vor der LOB zuletzt Anfang des Jahrtausends beim ersten Ravens-Triumph über die New York Giants in Super Bowl XXXV hin.

 

Als Malcolm Butler den Seahawks den Super Bowl versaute

Super Bowl LX zwischen den New England Patriots und Seattle Seahawks steht vor der Tür und weckt zugleich Erinnerungen an das erste Aufeinandertreffen der beiden NFL-Franchises im großen Spiel. sport.de blickt zurück.

Wer auf den Super Bowl zwischen den Patriots und Seahawks am kommenden Sonntag (ab 23:15 Uhr live bei RTL) blickt, dem wird sicher auch das Duell in Super Bowl XLIX in den Sinn kommen. Schließlich war es ein geschichtsträchtiger Abend in Arizona mit einem Rekord-Comeback und einem unglaublichen Ende.

Die Patriots merkten an jenem Abend in Arizona spätestens beim Stand von 14:24 aus ihrer Sicht zum Start des Schlussviertels, dass das eigene Run Game dem Gegner nicht gewachsen war, sodass es gewissermaßen über Bord geworfen wurde. Brady übernahm und war nicht mehr zu stoppen, auch nicht von der legendären Legion of Boom. Einen Drive über neun Plays schloss er mit einem 4-Yard-Touchdown-Pass auf Danny Amendola ab und nach einem weiteren Stopp der Defense folgte ein Drive über zehn Spielzüge. An dessen Ende? Ein 3-Yard-Touchdown-Pass zu Julian Edelman zur 28:24-Führung für New England mit zwei Minuten auf der Uhr.

Doch an diesem Punkt standen die Patriots auch in ihren vorherigen zwei Super Bowls, mit einer knappen Führung kurz vor Schluss und dem Ball in der Hand des Gegners. Zweimal kassierten sie anschließend noch eine Pleite durch die New York Giants, die jeweils von Wunder-Catches – David Tyree und Mario Manningham, Ersterer sogar ebenfalls in Arizona in Super Bowl XLII – profitierten.

 

 

So zeigt RTL den Super Bowl 2026

Es ist soweit! Der Super Bowl LX in San Francisco steht vor der Tür! Und RTL zeigt ihn live und frei empfangbar für alle Fans in Deutschland.

Es ist der Höhepunkt der NFL-Saison zwischen den New England Patriots und den Seattle Seahawks im Levi’s Stadium von Santa Clara/Kalifornien. Super Bowl LX ist sozusagen das verspätete Rematch von Super Bowl XLIX aus der Saison 2014, als die Patriots dank einer späten Interception von Malcolm Butler den Comeback-Versuch der Seahawks abwehrten und zum vierten Mal die Lombardi Trophy gewannen.

Nun kommt es zur Revanche dieser beiden Franchises und RTL ist live dabei. Schon ab 23:15 Uhr meldet sich dafür Moderatorin Jana Wosnitza aus dem „Field of Jeans“ in der Bay Area. An ihrer Seite hat sie unter anderem die Experten Markus Kuhn und den Mann, der damals schon mit dabei war und erstmals den NFL-Titel holte, Sebastian Vollmer. Beide werden sie dann auch später an den Seitenlinien unterwegs sein und vom Spielfeldrand berichten.

Das große Spiel geht dann wie gewohnt um 0:30 Uhr deutscher Zeit los. Kommentator Patrick „Coach“ Esume und Experte Björn Werner sind dann am Start und begleiten das Spiel.

Eines der Highlights eines jeden Spiels ist wie immer die Halbzeitshow, in der in diesem Jahr der dreimalige Grammy-Gewinner Bad Bunny auftreten wird. Zuvor schon eröffnet die Band Green Day den Abend. Die Nationalhymne singt derweil Charlie Puth, während Brandi Carlile die inoffizielle Hymne der USA „America the Beautiful“ zum Besten geben wird. Coco Jones wiederum intoniert die „schwarze Nationalhymne“ „Lift Every Voice and Sing“.

Die Wahl des Showprogramms gilt derweil als kontrovers und US-Präsident Donald Trump hat bereits seinen Besuch des Spiels abgesagt, weil ihm die ausgesprochenen Trump-Gegner Bad Bunny und Green Day nicht zusagen. Offiziell sei aber „der Weg zu weit“, wie er gegenüber der „New York Post“ erklärte.

Es ist indes der zweite Super Bowl im Levi’s Stadium. Im Jahr 2016 fand hier schon Super Bowl 50 zwischen den Denver Broncos und Carolina Panthers statt, in dem Quarterback-Legende Peyton Manning seinen zweiten Titel gewann und anschließend die Hall-of-Fame-Karriere beendete.

Seahawks verlieren Offensiv-Star für Rest der Playoffs

Die Seattle Seahawks müssen einen personellen Dämpfer wenige Tage vor dem NFC Championship Game der NFL Playoffs gegen die Los Angeles Rams hinnehmen.

Wie Head Coach Mike Macdonald am Montag verkündete, hat Running Back Zach Charbonnet eine „signifikante“ Knieverletzung erlitten und wird den Rest der Playoffs verpassen. Wie „ESPN“ berichtete, handelt es sich dabei sogar um einen Kreuzbandriss.

Charbonnet, der die Seahawks in dieser Saison mit zwölf Rushing Touchdowns angeführt hat, zog sich die Verletzung am Samstag im zweiten Viertel des 41:6-Kantersiegs über die San Francisco 49ers im Divisional Game zu und kam anschließend nicht mehr ins Spiel zurück.

Nach Spielende hatte sich Macdonald noch optimistisch gezeigt, was die Verletzung betrifft. Doch am Montag hatte er dann schlechte Nachrichten in seiner wöchentlichen Radioshow im „Seattle Sports 710-AM“ und erklärte, dass Charbonnet operiert werden muss und ihm eine lange Reha bevorstehe.

„Es bricht einem das Herz“, sagte Macdonald. „Er wird operiert werden müssen. Vor ihm liegt also … ein ziemlich langer Weg zurück. Unser Mitgefühl gilt ihm. Unsere Gebete sind bei Charbs. Wir lieben ihn einfach.“

„Dieser Kerl ist der Inbegriff dessen, was es bedeutet, ein Seahawk zu sein“, sagte Macdonald. „Er ist absolut hart im Nehmen, ein großartiger Teamkollege, ein großartiger Mensch. Er reißt sich den Hintern auf, ist detailorientiert und uneigennützig. Das tut weh. Es tut weh, dass das passiert ist, aber er wird zurückkommen. Er wird stärker als je zuvor zurückkehren, und die Jungs werden ihn auffangen.“

Bessere Nachrichten gab es derweil von Quarterback Sam Darnold, dem es laut Macdonald gut geht. Er hatte für Unruhe gesorgt, nachdem er am Ende der vergangenen Woche infolge einer Verletzung an den schrägen Bauchmuskeln zweimal mit dem Training ausgesetzt hatte, anschließend aber dann doch spielte. Bei Left Tackle Charles Cross wird man derweil von Tag zu Tag schauen. Er verließ das Niners-Spiel im dritten Viertel mit einer Fußverletzung.

Verletzungssorgen bei den Patriots

Nach sechs Jahren haben die New England Patriots mal wieder ein Playoff-Spiel gewonnen. In der Divisional Round bekommt es der sechsfache Champion nun mit den Houston Texans zu tun. Dabei müssen die Patriots womöglich den Ausfall eines absoluten Schlüsselspielers verkraften.

Cornerback Christian Gonzalez erlitt beim Sieg über die Los Angeles Chargers eine Gehirnerschütterung. Gonzalez hatte zum Start des vierten Quarters einen Pass auf Quentin Johnson abgewehrt. Dieser war im Anschluss auf Gonzalez‘ Kopf gelandet.

Nun befindet sich der Cornerback im Concussion Protocol. Das bestätigte Head Coach Mike Vrabel am Montag. „Wie lange das dauert, weiß ich nicht“, sagte der Übungsleiter. „Hoffentlich bekommen wir ihn zurück.“

Je nach Schwere der Gehirnerschütterung kann die Ausfallzeit variieren. Das wissen die Patriots aus eigener Erfahrung. In Woche 16 landeten mit TreVeyon Henderson, Kayshon Boutte und Jared Wilson gleich drei Spieler des sechsfachen Super-Bowl-Siegers im Concussion Protocol. Henderson konnte bereits in Woche 17 wieder spielen, Boutte in Woche 18, während Wilson erst gegen die Chargers wieder am Start war.

Die Hoffnung bei den Patriots ist in jedem Fall hoch, dass Gonzalez rechtzeitig für das Duell mit den Texans am Sonntag (ab 21 Uhr bei RTL) fit wird.

Schließlich war der Passverteidiger ein Erfolgsgarant in dieser Spielzeit. Ihm gelangen in 15 Spielen 69 Tackles und zwölf abgewehrte Pässe. Er wurde erstmals in den Pro Bowl gewählt und belegte den fünften Platz im All-Pro-Voting unter den Cornerbacks.

„Gonzo spielt weiterhin auf hohem Niveau“, sagte Mike Vrabel. „Wir schätzen seine Leistungen und seine Bereitschaft, auf verschiedenen Positionen zu spielen. Er hat das alles wirklich gut gemeistert“, lobt der Head Coach seinen Passverteidiger.