Meistermacher Aubin verlässt Eisbären

Die Eisbären Berlin verlieren nach dem zwölften Titelgewinn ihren Meistermacher. Der Kanadier Serge Aubin wird neuer Trainer beim Schweizer Traditionsklub SC Bern.

Das bestätigte der Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Montagnachmittag. Aubin führte die Eisbären mit dem entscheidenden 4:1-Sieg am Sonntag gegen die Adler Mannheim zur fünften Meisterschaft in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in sechs Jahren. Der Erfolgstrainer verlor mit Berlin keine einzige Playoff-Serie.

„Nach all den erfolgreichen Jahren hatte ich das Gefühl, eine neue Herausforderung annehmen zu wollen“, erklärte Aubin: „Daher habe ich mich zu diesem Schritt entschieden. Ich werde meine Zeit in Berlin niemals vergessen.“ Sportdirektor Stéphane Richer bedankte sich bei Aubin: „Er ist einer der besten und erfolgreichsten Trainer der Eisbären-Geschichte.“ Man habe sich aufgrund seiner Verdienste entschieden, seinem Wunsch nachzukommen.

Aubin hatte erst im vergangenen Jahr seinen Vertrag bis 2028 verlängert. Der ehemalige NHL-Stürmer arbeitete bereits vor seinem Wechsel nach Berlin 2019 beim Schweizer Erstligisten ZSC Lions, wurde dort aber nach kurzer Zeit entlassen. Auch als Spieler war er in der Schweiz unterwegs – bei Servette Genf und Fribourg-Gottéron.

Ravens überraschen mit Quarterback-Entscheidung

Die Baltimore Ravens geben Quarterback Diego Pavia eine Chance. Das NFL-Team aus Maryland lässt den kontrovers diskutierten Spielmacher mittrainieren.

Der Quarterback der Vanderbilt University hat eine Einladung zum Rookie-Minicamp am kommenden Wochenende angenommen. Das berichtete „ESPN-Insider“ Adam Schefter.

Diego Pavia gehört zu den schillerndsten Figuren im College Football. Sportlich bringt er jede Menge mit, er wird aber auch immer wieder kontrovers diskutiert. Trotz einer überragenden Saison blieb er im NFL Draft 2026 unberücksichtigt. Damit ist er der erste Heisman-Finalist seit Jordan Lynch (2014), der nicht gedraftet wurde.

Der 24-Jährige führte Vanderbilt in der vergangenen Saison zu einer historischen 10-3-Bilanz – die erste Spielzeit mit zweistelligen Siegen in der Geschichte des Programms. Mit 29 Touchdown-Pässen und zehn weiteren Scores als Läufer zählte er zu den effektivsten Quarterbacks des Landes.

Pavia wurde als First-Team All-American ausgezeichnet, zum Offensive Player of the Year der SEC gewählt und erhielt zudem den renommierten Johnny Unitas Golden Arm Award.

Kritiker verweisen allerdings auf mehrere Fragezeichen: Neben seinem vergleichsweise hohen Alter und seiner Körpergröße (1,78 m) steht vor allem sein Verhalten abseits des Feldes im Fokus. Nach seiner Niederlage im Heisman-Rennen gegen Fernando Mendoza sorgte Pavia mit einem wütenden Social-Media-Post („F— ALL THE VOTERS“) für Aufsehen, entschuldigte sich später jedoch dafür.

In Baltimore trifft Pavia auf Konkurrenz: Auch Joe Fagnano darf sich im Minicamp beweisen. Die Ravens haben aktuell Bedarf an einem dritten Quarterback, nachdem sie im Draft keinen Spieler auf dieser Position ausgewählt haben.

Sein Spielstil könnte gut ins System passen. Als Dual-Threat-Quarterback würde Pavia das Profil der Ravens-Spielmacher um Lamar Jackson und Backup Tyler Huntley ergänzen.

Für Pavia ist das Minicamp damit eine große Chance, sich trotz aller Zweifel doch noch einen Platz in der NFL zu erarbeiten.

Besondere Ehre für Ex-NFL-Star Björn Werner

Große Ehre für Björn Werner: Der frühere NFL-Star und heutige RTL-Experte hat es in die Hall of Fame seiner Alma Mater geschafft.

Wie Florida State, Werners früheres College, am Dienstag bekannt gab, gehört Werner zur Hall-of-Fame-Klasse der Schule des Jahres 2026. Die Hall of Fame der Seminoles umfasst alle Sportarten und Werner ist einer von zwei Footballspielern dieser Klasse neben Tight End Nick O’Leary, der von 2010 bis 2014 für FSU aktiv war.

Werner selbst spielte von 2010 bis 2012 für die Seminoles und wurde 2012 sogar zum Defensive Player of the Year der ACC gewählt, war zudem in dem Jahr ein All-American, also einer der besten Spieler des Landes.

Werner spielte auf der Position des Edge Rushers und brachte es in seinen drei Jahren auf 41 Spiele, in denen er 99 Tackles und 23,5 Sacks sammelte. Hinzu kamen 35 Tackles for Loss, neun Passes Defensed und eine Fumble Recovery sowie ein Forced Fumble. In der Saison 2012 führte er die ACC sogar mit 13 Sacks alleine an. Zudem wurde er in der Saison ins All-Conference First Team gewählt.

Nach seiner Junior-Saison 2012 meldete er schließlich zum NFL Draft und wurde als erster und bislang einziger Deutscher in der ersten Runde gezogen. Er ging an Position 24 zu den Indianapolis Colts und spielte dort drei Saisons. Werner absolvierte insgesamt 38 Spiele (16 Starts) für die Colts und brachte es letztlich auf 6,5 Sacks und 81 Tackles, davon 17 for Loss.

Eine Knieverletzung machte ihm jedoch so sehr zu schaffen, dass nach drei Jahren bereits Schluss war in der NFL. Er versuchte sich noch im Training Camp der Jacksonville Jaguars vor der Saison 2016, doch beendete er anschließend seine Karriere.

Anschließend wurde er TV-Experte im deutschen Fernsehen, zunächst bei ran und seit der Saison 2023 für RTL Deutschland, wo er die Spiele zusammen mit Patrick „Coach“ Esume an jedem Sonntag live kommentiert.

Patriots-Funktionär lässt Tür für Brown-Trade offen

Schon seit Monaten kursieren Gerüchte um einen möglichen Trade von A.J. Brown innerhalb der NFL von den Philadelphia Eagles zu den New England Patriots. Deren Top-Personal-Funktionär wollte das nun auf einer Pressekonferenz auch nicht dementieren.

Am Dienstag stellte sich der Executive Vice President of Player Personnel der Patriots, Eliot Wolf, auf der jährlichen Pressekonferenz vor dem Draft den Medien und wurde auch auf die Gerüchte um A.J. Brown angesprochen. Der Wide Receiver soll wechselwillig sein und die Patriots werden schon seit Monaten mit ihm in Verbindung gebracht.

Auf die Frage eines Reporters nach der Möglichkeit eines Trades für den dreimaligen Pro-Bowler, sagte Wolf: „Was Spieler anderer Teams betrifft, so halten wir uns auch hier alle Türen offen, von denen wir glauben, dass sie unseren Kader verbessern könnten.“ Und er ergänzte: „Ob das nun den von Ihnen erwähnten Spieler oder andere Akteure betrifft.“

Die Patriots sind auf der Suche nach einem echten Nummer-1-Receiver für Quarterback Drake Maye, dessen bisherige Anspielstationen in den Playoffs nicht immer den besten Eindruck machten. Speziell im Super Bowl wirkte die komplette Offense überfordert mit der starken Defense der Seattle Seahawks.

Entsprechend nahm New England bereits Änderungen am Receiving Corps vor und entließ Stefon Diggs nach nur einer Saison. In der Free Agency wurde dann Romeo Doubs von den Packers für vier Jahre und 68 Millionen Dollar verpflichtet. Neben ihm stehen auch noch Kayshon Boutte, Mack Hollins, DeMario Douglas, Kyle Williams und Efton Chism III im Kader, keiner davon jedoch scheint eine klare Nummer 1 zu sein.

Die Eagles wiederum waren ebenfalls nicht untätig und tradeten in der vergangenen Woche erst für Dontayvion Wicks von den Packers, was eine Ergänzung zu Brown, aber auch ein möglicher Ersatz sein könnte, wenn DeVonta Smith dann den Top-Spot übernehmen würde.

Generell wird aber kein Brown-Trade vor dem 1. Juni erwartet, da der Dead-Money-Hit für die Eagles im Fall eines Trades davor schlicht zu hoch sein würde.

Patriots entlassen früheren Belichick-Pick

Die New England Patriots stehen offenbar vor einer Trennung eines der letzten Draftpicks vom früheren Erfolgscoach Bill Belichick in der NFL.

Die Patriots haben Linebacker Marte Mapu darüber informiert, dass sie ihn in Kürze entlassen werden. Das berichtete Beat-Reporter Mike Reiss von „ESPN“ am Dienstag.

Mapu war ein durchaus kontroverser Drittrundenpick im Draft 2023 und damit einer der letzten Spieler, die Belichick für die Patriots gedraftet hat. Mapu spielte in 44 Spielen für die Patriots und startete zehn davon, jedoch keins mehr seit 2024.

Sein Rookie-Vertrag wäre am Saisonende 2026 ausgelaufen und er hätte ein Jahresgehalt von 1,508 Millionen Dollar verdient, die jedoch nicht garantiert waren.

Mit dieser Entlassung stehen somit nur noch Robert Spillane, Christian Elliss, K.J. Britt, Chad Muma, Amari Gainer und Otis Reese für die Linebacker-Situation unter Vertrag. Und die letzten beiden haben jeweils zuletzt 2024 in der NFL auf dem Platz gestanden, was darauf hindeutet, dass Linebacker im Draft im Fokus stehen dürfte.

Mapu war der 76. Pick insgesamt im Draft 2023 und schaffte es nicht mal unter Belichick in die Startformation. Er spielte hauptsächlich als Personal Protector in den Special Teams und startete nur eines von 17 Spielen als Rookie. Im zweiten Jahr unter Head Coach Jerod Mayo startet er dann jedoch neun seiner zehn Spiele, allerdings in der Rolle des Strong Safety, was er aufgrund einer kompakten Statur auch spielen konnte.

Mit der Ankunft von Mike Vrabel in der vergangenen Saison rückte Mapu dann jedoch wieder ins zweite Glied und war hauptsächlich als Special Teamer im Einsatz. Er schaffte es jedoch in jeder seiner drei NFL-Saisons, jeweils eine Interception zu fangen, zudem brachte es der 26-Jährige auf 89 Tackles und einen QB Hit. Zuletzt stand er jedoch nur in zwölf Prozent der Defensiv-Snaps auf dem Feld.

Mit dieser Entlassung stehen nur noch fünf von Belichick gedraftete – sechs, wenn man die Undrafted Free Agent Brenden Schooler dazu zählt – Spieler bei den Patriots unter Vertrag.

Colts-Zukunft von Richardson weiter ungewiss

Die Zukunft von Quarterback Anthony Richardson Sr. bei den Indianapolis Colts bleibt weiterhin offen. Nachdem der NFL-Spielmacher eigentlich getradet werden sollte, lassen die Colts nun die Tür für einen Verbleib offen.

General Manager Chris Ballard wollte beim jährlichen NFL-Meeting nicht ausschließen, dass Richardson auch 2026 noch Teil des Teams sein könnte. „Es gibt definitiv ein Szenario“, sagte Ballard. „Er ist ein guter Typ und sehr talentiert. Ich wünsche ihm nur das Beste. Er hatte etwas Pech, aber ich glaube weiterhin, dass viel Potenzial in ihm steckt. Er entwickelt sich und ist noch jung.“

Anthony Richardson war 2023 an vierter Stelle gedraftet worden, konnte die hohen Erwartungen bislang jedoch nicht konstant erfüllen – auch verletzungsbedingt.

Bereits beim Combine hatte Ballard Gespräche mit Richardsons Berater geführt und grünes Licht gegeben, sich nach möglichen Trade-Optionen umzusehen. Ein Wechsel ist aktuell zwar nicht konkret, doch mehrere Teams sollen Interesse zeigen, darunter die Green Bay Packers, die auf der Suche nach Verstärkung auf der Backup-Position sind.

Auch aufgrund des Interesses innerhalb der Liga bleibt es trotz der Möglichkeit eines Verbleibs weiterhin sehr unwahrscheinlich, dass Richardson 2026 noch in Indianapolis spielt. Die Colts planen mit Daniel Jones als Starter, sobald dieser von seiner Achillessehnenverletzung zurückkehrt. Zudem gilt Rookie Riley Leonard nach positiven Eindrücken im Training und einem Start zum Saisonabschluss als ernsthafte Option für die Rolle des Backup-Quarterbacks.

Ballard deutete zudem an, dass sogar die Verpflichtung eines weiteren Quarterbacks denkbar sei – ein klares Signal, dass Richardson aktuell keine zentrale Rolle in den Planungen einnimmt.

Nicht nur Richardson steht im Fokus: Auch die Zukunft von Ballard selbst ist ungewiss. Der GM, seit 2017 im Amt, geht in sein letztes Vertragsjahr. Nach nur einem Playoff-Sieg und fünf Jahren ohne Teilnahme an der Postseason wächst der Druck innerhalb der Organisation.

Trotzdem betonte Ballard, dass er sich nicht von seiner Vertragssituation leiten lasse: „Ich treffe keine Entscheidungen basierend auf meinem Job. Es geht darum, was langfristig das Beste für die Franchise ist.“

Kehrtwende: Browns lassen Epenesa-Deal platzen

Vor mehr als einer Woche einigten sich die Cleveland Browns mit Defensive End AJ Epenesa auf eine Zusammenarbeit. Diese kommt nun allerdings nicht zustande. Das NFL-Team zieht sich überraschend aus dem Deal zurück.

Am 18. März hatten sich die Browns und Epenesa auf einen Einjahresvertrag geeinigt. Laut „ESPN“ soll dieser Deal einen Umfang von bis zu fünf Millionen Dollar gehabt haben.

Epenesa war in der vergangenen Woche zu Besuch bei den Browns. Das war im offiziellen NFL Transaction Wire zu sehen.

Nun jedoch die Kehrtwende: Wie „ESPN“ berichtet, verzichtete die Franchise nach dem obligatorischen Medizincheck darauf, den bereits ausgehandelten Vertrag final zu unterschreiben.

Für Cleveland ist das ein Rückschlag in der Kaderplanung. Epenesa war eingeplant, um die Rotation in der Defensive Line zu verstärken – insbesondere nach dem Abgang von Cameron Thomas, der sich in der Offseason den Atlanta Falcons angeschlossen hatte.

Hinter Star-Pass-Rusher Myles Garrett suchen die Browns weiterhin nach verlässlicher Tiefe im Kader.

Der 27-jährige Epenesa hatte seine komplette bisherige Karriere bei den Buffalo Bills verbracht. Dort entwickelte sich der ehemalige Zweitrundenpick aus dem Draft 2020 zu einem wichtigen Rotationsspieler.

In insgesamt 91 Spielen (19 Starts) überzeugte Epenesa vor allem als verlässlicher Backup mit solider Pass-Rush-Produktion und physischer Präsenz gegen den Lauf. Er sammelte in seinen sechs Jahren in der NFL 135 Tackles, 24 Sacks, fünf Forced Fumbles, vier Interceptions und 21 abgewehrte Pässe.

Für Epenesa bedeutet die geplatzte Unterschrift, dass er weiterhin auf der Suche nach einem neuen Team ist. Angesichts seines Alters und seiner Erfahrung dürfte der Defensive End jedoch weiterhin Interesse auf dem Free-Agent-Markt wecken.

Patriots verpflichten neuen Offensive Tackle

Die New England Patriots haben sich weitere Verstärkung für ihre Offensive Line in der NFL gesichert.

Wie das Team am Montag verkündete, hat man sich mit Offensive Tackle James Hudson auf einen Einjahresvertrag geeinigt.

Hudson (26) hat seit seinem NFL-Einstieg als Viertrundenpick (Pick 110) der Cleveland Browns im NFL Draft 2021 in 60 Karrierespielen auf dem Platz gestanden. Der ehemalige Spieler der Michigan Wolverines und Cincinnati Bearcats verbrachte vier Jahre bei den Browns, bevor er in der vergangenen Offseason als Unrestricted Free Agent einen Zweijahresvertrag bei den New York Giants unterschrieb. Er wurde jedoch vor Beginn des neuen Ligajahres 2026 entlassen.

Als Veteran mit 19 Starts in der Bilanz kommt Hudson auf 1464 Snaps in der Offense und 235 Snaps in den Special Teams. Der rund 1,96 m große und 142 kg schwere Profi wurde sowohl als Left Tackle als auch als Right Tackle eingesetzt. Zudem wurde während seiner Stationen in der AFC North und NFC East mehrfach als Fullback und Tight End eingesetzt.

In Foxborough hat sich die Tiefe auf den Tackle-Positionen hinter den Startern Will Campbell und Morgan Moses seit Beginn des Monats ausgedünnt. Der ehemalige Blindside-Starter Vederian Lowe wechselte mit einem Zweijahresvertrag zu den San Francisco 49ers, während der bisherige „sechste Mann“ Thayer Munford Jr. ebenso wie Yasir Durant (dem kein Qualyfing Offer als Restricted Free Agent gemacht wurde) weiterhin ohne Vertrag ist.

Hudson hat nun einen Vertrag unterzeichnet, der laut Mike Reiss von „ESPN“ unter die Gehaltsregelung für Veteranen („Veteran Salary Benefit“) fällt. Er verstärkt damit eine Positionsgruppe, in der derzeit auch der Siebtrundenpick von 2025, Marcus Bryant, sowie mit Sebastian Gutierrez und dem deutschen Lorenz Metz zwei Spieler mit Reserve/Futures-Verträgen im aktuellen Offseason-Kader stehen.

Nach derzeitigem Stand wäre er wohl der erste Anwärter auf die offene Planstelle des Swing Tackles hinter den beiden Startern. Weitere Verstärkung könnte jedoch im Draft folgen.

Patriots rüsten offensiv nach

Zum Start der NFL Free Agency war es lange ruhig um die New England Patriots, die auf dem Transfermarkt eher vorsichtig unterwegs waren. Am Montagabend verpflichtete man dann allerdings doch die erhoffte Verstärkung für die Offensive.

Wie unter anderem „ESPN“ berichtet, einigte man sich mit Offensive Lineman Alijah Vera-Tucker auf einen Dreijahresvertrag. Diesen vergütet man mit bis zu 42 Millionen Dollar. Weitere Details wie etwaige Garantien sind derweil noch nicht bekannt.

Die Verstärkung der Offensive Line vor Quarterback Drake Maye ist einer der Hauptaufgaben des amtierenden AFC-Champions und mit der Verpflichtung von Vera-Tucker ist der erste Schritt gelungen. Er könnte als Left Guard zwischen Tackle Will Campbell und Jared Wilson zum Einsatz kommen, falls Letzterer nach dem Wechsel von Garrett Bradbury zu den Chicago Bears auf die Position des Centers wechselt.

Vera-Tucker kam 2021 in die NFL, damals als 14. Pick im NFL Draft. Die New York Jets tradeten seinerzeit sogar nach oben, um AVT zu verpflichten.

Der Offensive Lineman gilt als besonders vielseitig. In seinen fünf Jahren in der NFL spielte er bereits auf allen Positionen in der Offensive Line, abgesehen von Center. Am wohlsten fühlt er sich allerdings eindeutig auf der Guard-Position.

So positiv seine Vielseitigkeit zu sehen ist, so negativ muss man auch seine Verletzungsanfälligkeit betrachten. In den letzten Jahren fiel Vera-Tucker immer wieder verletzt aus.

Dabei handelte es sich mehrfach um gravierende Verletzungen. So riss er sich bereits die Achillessehne und den Trizeps in beiden Armen. Dementsprechend stand er in den letzten fünf Jahren nur in 43 von 85 möglichen Spielen auf dem Platz.

Die Verpflichtung der Patriots birgt demnach ein gewisses Risiko, könnte sich allerdings auch als großer Griff erweisen.

Commanders trennen sich von Missverständnis

Die Washington Commanders haben in der NFL den Schlussstrich unter einen ihrer schlechteren Trades der jüngeren Vergangenheit gezogen.

Eigentlich sollte Cornerback Marshon Lattimore seit einem Trade mit den New Orleans Saints in der Saison 2024 eine Verstärkung für die schwächelnde Defense der Commanders sein. Doch er bekam im Grunde nie einen Fuß auf die Erde. Nun wird das Team aus der Hauptstadt Lattimore entlassen.

Mit diesem Move, der laut Adam Schefter von „ESPN“ vorm Start des neuen Liga-Jahres am 11. März durchgeführt wird, sparen die Commanders 18,5 Millionen Dollar an Cap Space und behalten kein Dead Money zurück, da sein Vertrag keine Garantien mehr enthielt und ursprünglich mit den Saints zustandegekommen war.

Dieser Schritt kommt allerdings wenig überraschend, da Lattimore aufgrund eines Kreuzbandrisses, den er in Woche 9 der abgelaufenen Saison erlitten hatte, insgesamt nur 14 Spiele für die Commanders (inklusive Playoffs) gemacht hat und dabei kaum überzeugte.

Nun wird erwartet, dass die Commanders in dieser Offseason besonders genau auf die Cornerback-Position schauen werden, wo sie allerdings mit den Youngsters Trey Amos und Mike Sainristil immerhin schon ein solides Fundament gelegt haben in den vergangenen zwei Drafts.

Lattimore war ursprünglich ein Erstrundenpick der Saints im Draft 2017 und avancierte schnell zum Leistungsträger. Lattimore wurde zum Defensive Rookie of the Year gewählt und erreichte in vier seiner ersten fünf Saisons den Pro Bowl. In insgesamt 108 NFL-Spielen fing er 16 Interceptions und wehrte 98 Pässe ab. Am Ende warfen ihn jedoch zahlreiche Verletzungen immer wieder aus der Bahn.

Seit 2022 erlitt er eine Milzruptur, zwei gebrochene Rippen, zahlreiche Probleme mit dem großen hinteren Oberschenkelmuskel und zuletzt eben den Kreuzbandriss. Zudem wurde er am 7. Januar wegen des unsachgemäßen Umgangs mit einer Schusswaffe in einem Fahrzeug in Lakewood/Ohio festgenommen.