Muslic begnadigt Schalke-Star nach Pokal-Eklat

Mit seinem Schubser gegen einen eigenen Betreuer hat Angreifer Hee-chan Hwang am Mittwoch im DFB-Pokal für einen Eklat gesorgt. Beim FC Schalke 04 muss der Südkoreaner aber vorerst keine sportlichen Konsequenzen fürchten.

Wie Cheftrainer Miron Muslic am Freitag erklärte, werde Hwang am Samstag im Heimspiel gegen RB Leipzig (15:30 Uhr) wieder im Kader der Königsblauen stehen.

„Wir haben das vor der gesamten Mannschaft besprochen, weil Disziplin etwas ist, das wir sehr, sehr hoch anrechnen und auch verlangen, und wir in den letzten 16 Monaten weder auf noch neben dem Platz durch Undiszipliniertheiten aufgefallen sind“, begann der Bosnier seine Ausführungen.

„Das haben wir versucht, ihm zu erklären. Er hat das eingesehen und hat sich sehr einsichtig gezeigt. Es hat keine Konsequenzen auf den Kaderplatz, er wird dabei sein“, sagte er mit Blick auf das anstehende Bundesligaspiel.

Hwang hatte beim Pokal-Aus in Dresden kurz vor der Halbzeit ein Laufduell gegen Dynamos Friedrich Müller bestritten und war dabei zu Boden gegangen.

Nachdem er kurz behandelt worden war, wollte der Offensivspieler schnellstmöglich zurück auf den Platz. Ungeduldig schubste er erst den vierten Offiziellen und dann sogar einen Schalke-Physio zur Seite, der ihn eigentlich nur beruhigen wollte.

Die Szene schlug im Nachgang hohe Wellen. Muslic hatte unmittelbar nach dem Spiel eine Aufarbeitung angekündigt. Auch über die fehlende Spielidee der Schalke wurde im Anschluss heftig diskutiert.

Gegen Leipzig könnte die Rückkehr von Kenan Karaman dort Abhilfe schaffen. Der Kapitän steht genauso wie Mittelfeldmann Dejan Ljubicic gegen Leipzig vor einem Comeback. Youngster Luca Vozar werde für die Partie hingegen „krank“ ausfallen, kündigte Muslic an.

Nach vier Bundesliga-Spielen in Serie ohne Sieg und dem Aus im DFB-Pokal wollte der Übungsleiter nicht „nach Alibis“ oder „irgendwelchen Ausreden“ suchen.

Damit die Fans nicht das vierte Heimspiel nacheinander ohne eigenes Tor erleben müssen, forderte Muslic wieder mehr „Aggressivität gegen den Ball“ und schnellen Umschalt-Fußball.

Beschert RB Leipzig dem FC Bayern Millionen-Einnahmen

Im Frühjahr 2026 ließ der FC Bayern Eigengewächs Adin Licina ablösefrei zu Juventus Turin ziehen. Statt einer direkten Summe sollen sich die Münchner eine Weiterverkaufsbeteiligung in Höhe von 30 Prozent und ein Matching Right gesichert haben – offenbar eine hervorragende Entscheidung.

Der deutsche U19-Nationalspieler Adin Licina, der im vergangenen Winter vom FC Bayern zu Juventus Turin wechselte, ist inzwischen an den italienischen Zweitligisten US Cremonese verliehen. Dort kommt der 19-jährige Offensiv-Allrounder bislang auf sieben Pflichtspiele, zwei Tore und einen Assist.

Werte, die Licina angeblich ins Schaufenster gestellt haben – und die sich somit auch für den deutschen Fußball-Rekordmeister auszahlen könnten.

Laut „TEAMtalk“ hat RB Leipzig die Entwicklung von Licina genau im Blick. Zudem soll Brighton & Hove Albion aus der englischen Premier League den DFB-Youngster im Fokus haben. Weitere Klubs mischen angeblich auch noch mit, werden aber nicht konkret genannt. Zwei der vermeintlichen weiteren Interessenten sollen ebenfalls aus dem englischen Fußball-Oberhaus stammen.

Einen konkreten Vorstoß soll es zwar noch nicht gegeben haben, das Interesse aber so greifbar sein, dass Juventus entscheiden muss, ob ein fester Abschied im nahenden Wintertransferfenster eine echte Option ist. Vor allem Brighton und Leipzig sollen schon im Winter an Licina baggern wollen.

Im Raum steht angeblich aktuell eine Ablöse in Höhe von rund zehn Millionen Euro, die vermutlich noch weiter wachsen wird. Konkret würde ein Verkauf in dieser Größenordnung für die Bayern somit Einnahmen in der Nähe von drei Millionen Euro bedeuten. Natürlich nur, wenn die Münchner ihrerseits kein Interesse daran zeigen, Licina zurück an die Säbener Straße zu beordern.

Das verhandelte Matching Right würde zumindest Erstverhandlungen ermöglichen, sollte Juve einem Wechsel zustimmen.

Zukunft von Feilx Engelhardt geklärt

Das Radsport-Jahr 2026 verlief für Felix Engelhardt mit dem erstmaligen Gewinn der deutschen Meisterschaft und der erstmaligen Teilnahme an der Tour de France sehr erfolgreich. Nun teilte sein Arbeitgeber mit: Der 26-Jährige bleibt dem Team erhalten.

Felix Engelhardt hat seinen eigentlich noch bis Ende 2027 laufenden Vertrag bei Team Jayco AlUla vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. Das teilte das Team am Dienstag mit. Mit Josie Talbot und Alan Hatherly verlängern zwei Teamkollegen ebenfalls bis 2028.

Der 26-Jährige Engelhardt fährt bereits seit 2022 für die Australier. Vor einem Jahr erst war sein Arbeitspapier verlängert worden. Aufgrund der positiven Entwicklung wird Engelhardt nun mit einem neuen Kontrakt ausgestattet.

„Ich freue mich sehr über die Vertragsverlängerung beim Team Jayco AlUla und darüber, dass mir das Team diese Möglichkeit gegeben hat. Die Initiative ging vom Team aus. Die Rolle, in der sie mich sehen und in die ich hineinwachsen soll, ist etwas, worauf ich mich sehr freue“, wird der Ulmer in der Mitteilung zitiert: „Sie wollen, dass ich mehr Verantwortung übernehme und um Ergebnisse kämpfe, und die Unterstützung des Teams zu haben, ist ein Privileg und ein großer Schritt nach vorne für das nächste Jahr. Ich freue mich sehr darauf, dieses Projekt auch langfristig voranzutreiben.“

Engelhardt hatte seine Saison 2026 in Spanien begonnen, im Februar nahm er dann an der Algarve-Rundfahrt (13. Platz) und der Katalonien-Rundfahrt (99.) teil. In der Vorbereitung auf den Giro d’Italia fuhr er beim deutschen Klassiker Frankfurt-Eschborn auf den elften Platz, in Italien musste er auf der sechsten Etappe aufgrund von Erschöpfung vorzeitig die Segel streichen.

Nach der Teilnahme bei der Tour Auvergne – Rhône-Alpes (55.) krönte er sich Ende Juni erstmals zum deutschen Meister im Straßenrennen, anschließend debütierte er bei der Tour de France. Dort belegte er den 70. Platz im Gesamtklassement.

Zu viele Fehler! Niners patzen in der NFL

Die San Francisco 49ers (6-1) haben in Week 7 die erste Niederlage der Saison kassiert: Bei den Atlanta Falcons (3-4) verlor man nach der schwächsten Vorstellung der Saison verdient mit 20:29.

Atlanta Falcons-Quarterback Michael Penix Jr. (25/34, 213 YDS, 3 TDs) gewann das Duell gegen Brock Purdy (27/40, 288 YDS, TD, 2 INTs), Atlanta profitierte von insgesamt vier Turnovern der Gäste und konnte so auch einen weitgehend unauffälligen Auftritt von Running Back Bijan Robinson (20 CAR, 63 YDS, 5 REC, 59 YDS) verkraften.

Ohne Mike Evans (Achillessehnenprobleme) war das Receiver-Korps der Gäste kaum noch vorhanden, doch das machte man in der Anfangsphase noch wett: Der Ball ging immer wieder zur Running Back Christian McCaffrey, der im Opening Drive zum Touchdown praktisch alle Yards holte. CMC musste wenig später jedoch mit Oberschenkelproblemen raus und kam erst nach der Pause zurück.

Da war das Spiel schon halb gekippt: Backup-RB Kaelon Black stellte zwar mit einem 30-Yard-Run auf 14:3, fumbelte jedoch im folgenden Drive tief in der gegnerischen Hälfte. Atlantas Offense hatte da schon Fahrt aufgenommen: Penix bekam in seiner Pocket fast überhaupt keinen Druck und konnte so den Ball nach Belieben mit kurzen Completions verteilen – und wenn man mal bei Third oder Fourth Down Probleme hatte, kam San Francisco Defense mit einer Flagge zuhilfe.

So schenkte diese den Hausherren förmlich das Field Goal vor der Pause zum 12:14, und nachdem Atlanta mit einem weiteren Touchdown vorgelegt hatte, ging es so weiter: Purdy warf einen Pick in der gegnerischen Red Zone, weil er einen Ball nicht weit genug ins Aus brachte – und als ein Touchdown der Niners etwas später zurückgepfiffen wurde, blieb man erneut ohne Punkte.

Der Favorit kam nach einem Score von Kyle Juszczyk noch einmal auf 20:26 ran, es folgten aber eine weitere Interception und kurz vor Schluss auch noch ein Fumble von George Kittle (8 REC, 88 YDS).

Für das ersatzgeschwächte San Francisco steht nun die Bye Week an. Atlanta muss in einer Woche zu den Tampa Bay Buccaneers reisen.

Überragender Draisaitl glänzt gegen den Meister

Leon Draisaitl war kaum zu halten, sein kongenialer Partner Connor McDavid ebenfalls – und doch mussten die Edmonton Oilers bis ins Penaltyschießen, um den Meister Carolina Hurricanes zu besiegen. 6:5 nach Shootout hieß es am Ende einer denkwürdigen NHL-Partie, in welcher der deutsche Eishockeystar und McDavid jeweils fünf Scorerpunkte sammelten. Beide trafen zweimal und lieferten drei Assists.

Die Edmonton Oilers, die nach zwei Finalteilnahmen in der jüngeren Vergangenheit in diesem Jahr endlich erstmals seit 1990 den Titel in der NHL gewinnen wollen, setzten damit ihren überzeugenden Saisonstart fort. Es war für das Team aus Kanada der dritte Sieg in Folge, verloren hat Edmonton in den ersten zehn Spielen der jungen Saison nur einmal. Draisaitl, der diesmal früh zum 1:0 und spät zum wichtigen 4:4 traf, hat daran mit starken Leistungen großen Anteil.

„Es läuft gerade. Es wird auch wieder Zeiten geben, wo es nicht so klappt, deshalb versuche ich nicht so viel, da reinzulesen“, sagte er mit Blick auf seine Topform. „Ich nehme die Tore, wenn sie kommen, und arbeite hart daran, wenn nicht.“

Ein Tor gelang in der Nacht auch John-Jason Peterka. Mit den ebenfalls gut gestarteten Boston Bruins, die vom ehemaligen Nationalspieler Marco Sturm gecoacht werden, feierte er einen 6:0-Kantersieg gegen die Nashville Predators. Torhüter Philipp Grubauer siegte mit Seattle Kraken 5:3 gegen Utah Mammoth, Moritz Seider bezwang mit den Detroit Red Wings die Vancouver Canucks mit 5:2.

Einzige Verlierer aus deutscher Sicht waren Nico Sturm und Tim Stützle: Dem 31 Jahre alten Sturm gelang zwar eine Vorlage, er musste sich mit den Minnesota Wild aber 1:2 den Calgary Flames geschlagen geben. Stützle verlor trotz eines eigenen Treffers mit 2:6 überraschend deutlich gegen die San Jose Sharks.

Freiburg-Star mit irrer Bayern-Statistik

Wenn der SC Freiburg am Sonntagabend um 17:30 Uhr den FC Bayern zum Topspiel des 7. Bundesliga-Spieltags empfängt, dürfte Maximilian Eggestein mit von der Partie sein. Der 29-jährige Mittelfeldspieler hat im Saisonverlauf noch keine Pflichtspielminute der Breisgauer verpasst. Ein gutes Omen ist das vermeintliche Mitwirken des gebürtigen Hannoveraners allerdings nicht wirklich.

Satte 20 Mal stand Maximilian Eggestein dem FC Bayern im Rahmen der deutschen Fußball-Bundesliga schon gegenüber – einen Sieg konnte sein Team noch nie verbuchen. Zehnmal wirkte Eggestein für Werder Bremen gegen den Rekordmeister mit, neunmal mussten sich die Hanseaten geschlagen geben, lediglich am 21. November 2020 gelang den Mannen von der Weser in München ein 1:1. Torschütze war damals ausgerechnet Eggestein.

Im Sommer 2021 schloss sich Eggestein dann dem SC Freiburg an und spielte seitdem zehn weitere Male im deutschen Fußball-Oberhaus gegen die Bayern. Das Ergebnis ist bislang weiterhin sehr ernüchternd: Neun Mal musste man sich geschlagen geben, Anfang März 2024 schlägt ein 2:2 zu Buche.

Ein wenig Hoffnung macht immerhin der letzte Vergleich in der Liga. Am 28. Spieltag der Vorsaison musste man sich dem FC Bayern lediglich mit 2:3 geschlagen geben, Eggestein bereitete das 1:0 durch Johan Manzambi vor. Ohnehin führten die Freiburger damals lange mit 2:0, ehe die Bayern das Spiel spät durch Treffer von Tom Bischof (81./90.) und Lennart Karl (90.) drehten.

Mit seinen 20 sieglosen Spielen gegen die Münchner weist Eggestein laut dem X-Account „Bayern & Germany“ die längste Sieglos-Serie eines Bundesliga-Spielers gegen einen einzigen Klub auf.

Allerdings traf Eggestein auch im DFB-Pokal schon zweimal auf die Bayern. Mit Bremen verlor er das Halbfinale 2019 mit 2:3, mit dem SC Freiburg gelang ihm im Viertelfinale 2023 allerdings ein 2:1-Erfolg.

Bayern-Duo droht auszufallen

Den FC Bayern plagen vor dem Topspiel am Sonntag gegen den SC Freiburg Personalsorgen. Während der Ausfall von Luis Diaz schon sicher ist, herrscht bei zwei weiteren Bayern-Stars noch Unklarheit.

So berichtet die „Bild“ beispielsweise, dass Manuel Neuer am Freitag nicht beim Training des FC Bayern zugegen war. Zwar trainierte das Team wie so häufig hinter einem blickdichten Zaun, die Torhüter allerdings absolvierten ihre Übungen auf einem Nebenplatz – ohne Neuer.

Dem Bericht zufolge war Neuer zwar vor Ort, machte an der Säbener Straße aber lediglich leichte Übungen und ließ sich behandeln. Neuer hatte am Mittwoch im Champions-League-Duell gegen den FC Arsenal erstmals wieder im Tor gestanden, nachdem er zwei Spiele wegen einer Fußverletzung ausgefallen war.

Sollte Neuer auch am Sonntag gegen den Sportclub aus Freiburg passen müssen, wäre einmal mehr Jonas Urbig gefordert. Der designierte Nachfolger von Neuer stand in dieser Spielzeit bereits vier Mal zwischen den Pfosten.

Neben Neuer wurde auch DFB-Kapitän Joshua Kimmich beim Freitagstraining vermisst. Der 31-Jährige war schon am Mittwoch gegen die Gunners wegen eines Trauerfalls in der Familie nicht mit dabei gewesen. Ein Einsatz gegen Freiburg soll fraglich sein.

Ganz sicher nicht mit von der Partie ist Luis Diaz. Der Flügelflitzer verletzte sich in der Königsklasse und zog sich einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zu. Der Kolumbianer wird in den nächsten Wochen ausfallen. Auch für Jamal Musiala kommt das Spiel gegen die Breisgauer nach seinem Muskelfaserriss noch zu früh.

Wieder mitwirken kann derweil Michael Olise. Der Superstar hatte das Spiel gegen Arsenal von der Tribüne verfolgen müssen, weil er sich in der Vorwoche gegen Viking Stavanger eine Gelb-Rote Karte eingehandelt hatte.

Edwards schießt Miami ab – Doncic lässt Muskeln spielen

Mit elf Spielen ist die NBA mit Vollgas in die Saison gestartet. Nach dem Saisonauftakt am Dienstag hielten die Partien am Mittwoch allerhand Gesprächsstoff bereit. Dazu zählten die Auftritte von Anthony Edwards, Debütanten an unterschiedlichen Orten und nahezu perfekte Saisonstarts der Toronto Raptors und der Portland Trail Blazers.

Wer war das noch mal? Eine Lücke auf der Point-Guard-Position müssen die Memphis Grizzlies nach dem Abgang ihres Stars scheinbar nicht befürchten. Grund zu dieser Annahme bot Ty Jerome, der mit einem Career-High von 45 Punkten gegen die Utah Jazz in die Saison startete.

17/25 Field Goals, 7 Rebounds und 6 Assists kamen ebenfalls für Jerome hinzu, der große Teile der vergangenen Saison verletzungsbedingt verpasst hatte. 5 von 10 seiner Dreier verwandelte der spielfreudige Guard. Einen davon ließ er im vierten Viertel vom Grizzlies-Logo im FedExForum fliegen und die 17.276 Zuschauer nach dem Treffer ausflippen.

Die leidgeprüften Grizzlies-Fans, die 57 Niederlagen in der Vorsaison über sich ergehen lassen mussten, honorierten den gelungenen Saisonstart und Jeromes Sahnetag mit „MVP“-Rufen.

Die große Bühne: Für Anthony Edwards gibt es einfach nichts Schöneres. Das zeigte der Ant-Man beim eindrucksvollen 131:106-Auftaktsieg der Minnesota Timberwolves bei den Miami Heat. Im ersten landesweit übertragenen Spiel der Saison für die Timberwolves wurde er – und nicht Giannis Antetokounmpo zur Hauptattraktion – und das ließ er die Heat und die Fans der Heimmannschaft gleich mehrfach lautstark wissen.

Denn mit insgesamt 45 Punkten gab es für den Superstar kein Halten bei ihm. Den Heat schmiss er Wurf um Wurf um die Ohren. 16/29 aus dem Feld lautete seine Ausbeute aus dem Feld. Noch besser lesen sich 9 Treffer von der Dreierlinie bei 17 Versuchen. Da wurde sein Double-Double dank der 10 Rebounds zur Randnotiz.

Edwards‘ Saisonstart hatte zudem historische Züge: Durch seinen Sahnetag wurde er erst zum dritten Spieler in der Ligageschichte, der im Season Opener mehrfach in seiner Karriere 40 Punkte auflegen konnte. Gemeinsam mit Wilt Chamberlain und Michael Jordan bildet er in dieser Hinsicht nun ein historisches Trio.

Gründe für Abgang von Bergkönig Carapaz enthüllt

Der Wechsel von Richard Carapaz zu NSN Cycling überraschte die Radsport-Welt. Nun werden mehr und mehr Details rund um den Abgang des Bergkönigs bekannt. Der Schritt wurde offenbar nicht vom Fahrer selbst erzwungen.

Vielmehr sah sich Carapaz‘ bisheriges Team, EF Education-EasyPost, dazu gezwungen, seinen Topfahrer abzugeben. Die Gründe dafür waren vor allem finanzieller Natur, wie Teamchef Jonathan Vaughters bestätigte.

„Es war eine etwas traurige Situation, in der unsere finanziellen Möglichkeiten so stark eingeschränkt waren, dass wir schwierige Entscheidungen treffen mussten“, sagte Vaughters gegenüber „Escape Collective“.

Nach Angaben des Teamchefs steht EF vor Einsparungen von rund 15 Prozent. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Ausstieg von Oatly als Titelsponsor des Frauen-Teams. Gleichzeitig seien die laufenden Kosten für den Rennbetrieb deutlich gestiegen.

Damit wurde Carapaz zu einem der möglichen großen Kostenfaktoren. „Wenn es darum geht, welche Kostenstellen man streichen kann, gibt es nicht so viele Möglichkeiten“, erklärte Vaughters. Eine einfache Lösung sei gewesen, den bestbezahlten Fahrer des Teams ziehen zu lassen.

Carapaz gehörte in den vergangenen vier Jahren zu den wichtigsten Fahrern von EF Education-EasyPost. 2025 fuhr der Olympiasieger beim Giro d’Italia auf das Podium und schaffte es zudem bei der Tour de France und der Vuelta a España in die Top 10.

Insgesamt gewann er neun Rennen für das US-Team, darunter drei Etappen der Tour de France. Bei der Frankreich-Rundfahrt holte er sich zudem das Bergtrikot.

Der Abgang von Carapaz soll intern durch mehrere Fahrer aufgefangen werden. Teamdirektor Tom Southam erklärte gegenüber „Cyclingnews“, dass künftig andere Profis stärker in die Verantwortung genommen werden müssen. Dabei setzt das Team allerdings verstärkt auf Fahrer mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Unter anderem verpflichtete EF den ehemaligen Giro-d’Italia-Sieger Tao Geoghegan Hart für ein Jahr. Zudem kommt der frühere Junioren-Weltmeister Emil Herzog zum Team.

Quarterback-Wechsel bei den Giants

Könnte es bei den New York Giants zum Wechsel des Starting Quarterbacks kommen? Backup J.J. McCarthy machte nach seiner Einwechslung gegen die New Orleans Saints (27:34) am Sonntag einen so guten Eindruck, dass es Head Coach John Harbaugh nicht ausschließen wollte.

J.J. McCarthy war im September per Trade von den Minnesota Vikings gekommen, gegen die Saints wurde er beim Stand von 10:34 im Schlussviertel für den schwachen Jameis Winston (152 YDS, TD, 2 INTs) eingewechselt. McCarthy legte anschließend stolze 243 Passing Yards und drei Scoring Drives auf, in den Schlusssekunden scheiterte er nur knapp am möglichen Ausgleich.

Und nun? „Diese Frage kann ich jetzt noch nicht beantworten“, sagte Harbaugh, als er zum Starter in Week 7 befragt wurde: „Das steht derzeit nicht einmal zur Diskussion. Wir müssen uns erst einmal an die Arbeit machen.“ Er „habe überhaupt kein Problem mit Jameis. Ich liebe die Art, wie er kämpft und sich reinhängt. Seine Leistung war heute sicherlich durchwachsen, aber solche Dinge werden nicht schon zehn Minuten nach dem Spiel entschieden.“

Für McCarthy gab es dennoch ein Extralob: „In meinen Augen hat er angesichts der Umstände einen tollen Job gemacht. Das war ja Verzweiflungsmodus und nicht gerade normaler Football. Aber er hatte ein paar gute Plays und gab uns am Ende die Chance auf den Sieg.“ Mehr als 243 Passing Yards im vierten Viertel waren zuletzt Saints-Legende Drew Brees in der Saison 2008 gelungen.

Winston zeigte sich derweil mit seiner Leistung unzufrieden: „Ich muss mich einfach in eine bessere Position bringen, um meine Aufgaben zu erfüllen. Es beginnt mit mir und den Dingen, die ich kontrollieren kann. Ich muss bei jedem einzelnen Spielzug alles geben.“

Beide Quarterbacks betonten, dass es Harbaughs Entscheidung sei, wer in Week 7 bei den Houston Texans beginnt. Mit einer Bilanz von 3-2-1 führen die Giants aktuell die NFC East vor den Philadelphia Eagles und Dallas Cowboys (je 2-4) an.