Traumtore inklusive: VfB Stuttgart schießt 1. FC Köln ab

Mit Traumtoren hat der hoch gehandelte VfB Stuttgart seinen ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga gefeiert. Eine Woche nach der 1:5-Lehrstunde beim FC Bayern setzten sich die Schwaben zum Auftakt des zweiten Spieltages verdient mit 4:1 (1:0) gegen den 1. FC Köln durch.

Marokkos WM-Teilnehmer Bilal El Khannouss traf nach einem sehenswerten Sololauf (39. Minute) und war auch an der Vorbereitung des 2:0 beteiligt. Neuzugang Grischa Prömel (60.) und Ermedin Demirovic ebenfalls per Alleingang (75.) machten alles klar. Josha Vagnoma legte per Volleyschuss noch nach (90.).

Vor 60.000 Zuschauern und Bundestrainer Jürgen Klopp, wie in der Woche zuvor in München Stadion-Zuschauer, hätte der VfB Stuttgart-Erfolg angesichts zweier Aluminium-Treffer und Chancenwucher auch höher ausfallen können. Doch für den Auftakt in der Champions League am Mittwoch gegen Viking Stavanger zeigte sich das Team von Trainer Sebastian Hoeneß gerüstet.

Köln drückte zu Beginn der zweiten Hälfte auf den Ausgleich, verpasste aber nach dem 3:2 gegen die TSG 1899 Hoffenheim zum Saisonstart das nächste Achtungszeichen. Zu mehr als dem 1:3 durch ein Eigentor von Ramon Hendriks reichte es nicht (81.).

Mit einem Fanmarsch, der traditionsreichen Karawane Cannstatt, hatten sich die Fans auf das erste Heimspiel der Saison eingestimmt. „Wir freuen uns extrem, was da draußen wieder los war. Jetzt geht die Saison richtig los“, hatte VfB-Coach Sebastian Hoeneß bei Sky gesagt und sich gerührt gezeigt. „Die Leute haben richtig Lust, immer mehr, immer mehr. Ja, das bewegt mich.“

Bei sommerlichen Temperaturen mit anfangs um die 28 Grad Celsius wollte der VfB „sofort Druck machen, viel nach vorn spielen“, wie Hoeneß ankündigte. Und seine Elf legte entschlossen los. Der Anpfiff verzögerte sich kurz, weil Kölner Fans Pyrotechnik zündeten. Dann schien die Führung nur eine Frage der Zeit.

Doch erst wenige Minuten vor der Halbzeit belohnte El Khannouss die Gastgeber. Per Alleingang tankte er sich durch die Kölner Defensive, tunnelte Luka Lotschoschwili und traf ins linke untere Eck.

Die Kölner waren über weite Strecken in die Defensive gedrängt. So hätte VfB-Rechtsverteidiger Josha Vagnoman das 1:0 erzielen müssen, traf aber aus rund zwei Metern Entfernung nur die Latte (9.). Gut fünf Minuten später schepperte es nach einem Kopfball von Dzenan Pejcinovic zum zweiten Mal am Querbalken. Auch Deniz Undav und Prömel wandelten ihre Chancen nicht in Zählbares um.

Für immer bei den Warriors? Curry legt sich fest

Stephen Curry will mit den Golden State Warriors in den Sonnenuntergang schreiten. Dieses Bekenntnis erneuerte der Superstar in einem Interview mit NBC Sports Bay Area.

Am vergangenen Samstag war der Stichtag: Fortan darf Curry einen neuen Vertrag in der Bay Area unterzeichnen. „Das ist keine Frage. Ich möchte den Rest meiner Karriere hier verbringen und bin mir ziemlich sicher, dass das auch passieren wird“, machte der 38-Jährige unmissverständlich deutlich.

Sein Vertrag läuft am Ende der kommenden Spielzeit aus. Eine Verlängerung zu Maximalbezügen würde einen neuen Zweijahresvertrag über 136,7 Millionen Dollar bedeuten. Die Regularien der NBA sehen vor, dass ein Spieler im Alter von 38 Jahren oder älter für nicht mehr als maximal drei Jahre verlängern kann. Wann Curry seinen Vertrag in der Bay Area verlängern wird, ließ die Warriors-Ikone allerdings noch offen.

„Der Deal und diese vertraglichen Sachen werden zu gegebener Zeit passieren. Wir lassen uns davon nicht von unserer Vorbereitung auf die Saison ablenken. Außerdem kehren wir mit einem Team zurück, in dem sich viele bereits sehr gut kennen“, lautete seine Auskunft zum aktuellen Stand der Dinge.

Im Vergleich zur vergangenen Saison sind mit Rookie Yaxel Lendeborg und den beiden Free-Agency-Signings Brandon Williams und Georges Niang nur drei neue Gesichter hinzugekommen. Langfristige Gewissheit hinsichtlich des Kaders besteht bei den Warriors auch abgesehen von Curry nicht.

Auch die Verträge von Draymond Green, Jimmy Butler, Kristaps Porzingis (Spieleroption für 2027/28), Al Horford (Spieleroption), Brandin Podziemski (Restricted Free Agent) oder De’Anthony Melton (Spieleroption) werden oder können im kommenden Juni auslaufen.

„Das Ziel bleibt dasselbe“, richtete Curry den Blick auf den Gewinn einer fünften Meisterschaft.

„Alles rund um eine Vertragsverlängerung werden wir zum richtigen Zeitpunkt klären. Aber ich bin bereit für meine 18. Saison. Es ist schon irgendwie verrückt, dass ich mittlerweile so lange dabei bin. Ich versuche weiterhin, auf einem sehr hohen Niveau zu spielen, um uns dabei zu helfen, Spiele zu gewinnen. Und ich weiß, dass ich meinen Job erledigen kann.“

Radsport-Star erklärt Rücktritt: „Das ist es also“

Der Profi-Radsport verliert einen seiner alten Hasen. Wie der Brite Ben Swift (38) in den sozialen Medien bekanntgab, wird er seine lange und erfolgreiche Karriere nach dem Ende der Saison 2026 beenden.

„Das ist es also. Ich habe mich dazu entschieden, zurückzutreten“, schrieb Swift, der das Jahr für sein Team INEOS noch zu Ende fahren will, bevor er seinen Helm endgültig an den Nagel hängt.

„Es waren 18 großartige Jahre und ich hätte mir in meinen wildesten Träumen nicht vorstellen können, dass ich so eine lange und erfolgreiche Karriere haben würde. Als ich als Kind aufgewachsen bin, war das nur ein Traum. Es war immer etwas, von dem ich dachte, dass es nie passieren würde, aber ich habe mich auch nie etwas anderes machen sehen“, ergänzte der 38-jährige Brite, der nicht nur auf der Straße, sondern auch auf der Bahn erfolgreich war.

Laut eigener Aussage hört Swift nicht auf, weil er die Lust am Radsport verloren hat, sondern „weil ich immer noch das Gefühl habe, auf einem so hohen Level zu sein, dass ich das Rennfahren noch genießen kann“.

Swifts Abschiedsvorstellung beginnt bei der Tour of Britain und führt ihn dann weiter zu einigen Rennen nach Italien. Dort schließt sich für ihn ein Kreis. „Das ist der Ort, wo meine Reise begann“, schrieb er. Seinen letzten Auftritt wird er beim Eintages-Rennen Paris-Tour Mitte Oktober haben.

Swift machte sich im Laufe seiner Karriere als Sprinter mit Klassiker-Qualitäten einen Namen. Nicht ganz zufällig feierte er bei Milan-Sanremo seine beiden besten Resultate bei einem der großen Rennen. 2014 kam er in Mailand als Dritter über die Linie, zwei Jahre später wurde er Zweiter.

Auf der Bahn feierte Swift im Jahr 2012 seinen größten Erfolg, als er im Scratch-Rennen Weltmeister wurde. An den drei großen Rundfahrten nahm er insgesamt zehn Mal teil. Sein bestes Resultat war der 18. Platz beim Giro d’Italia 2020.

DFB-Star Woltemade in Italien angekommen

Wechsel kurz vor dem Ende der Wechselfrist: Der deutsche Nationalspieler Nick Woltemade wird sich dem italienischen Rekordmeister Juventus Turin anschließen. Am Dienstagmittag kam der Stürmer in Italien an.

Nick Woltemade ist in Turin gelandet. „Sky Sport“ filmte den DFB-Star am Dienstagmittag bei seiner Ankunft am Flughafen.

Dort wurde er von Vereinsmitarbeitern in Empfang genommen, auch ein paar Fans warteten auf den DFB-Star. Geht beim obligatorischen Medizincheck alles glatt, wird er für die laufende Saison 2026/27 von seinem Arbeitgeber Newcastle United ausgeliehen.

Lange war unklar, ob der Angreifer in Newcastle bleibt oder nach nur einer Saison in der Premier League woanders seine Chance sucht. Nach der schweren Verletzung von BVB-Neuzugang Giannis Konstantelias soll auch der BVB laut Medienberichten über eine Verpflichtung nachgedacht haben. Laut „Bild“ war der 24-Jährige letztlich aber nur offen für Gespräche mit der Alten Dame.

Am Montagabend hieß es dann aus Italien, dass sich Juve und Newcastle auf einen Deal ohne Kaufoption geeinigt haben. Der Serie-A-Klub zahlt dabei nicht nur das Gehalt des Stürmers, sondern auch eine Leihgebühr. Laut „Tuttosport“ liegt diese bei fünf Millionen Euro, „Sky“ berichtet von vier Millionen Euro.

Der damals auch vom FC Bayern umworbene Woltemade war im vergangenen Sommer für eine Ablösesumme von 75 Millionen Euro vom VfB Stuttgart nach Newcastle gewechselt. Er hat dort noch einen Vertrag bis Ende Juni 2031.

Nach einem vielversprechenden Start in der Premier League wurde der WM-Fahrer in der vorigen Saison vom damaligen Trainer Eddie Howe zunehmend weniger eingesetzt. Auch unter dem neuen Coach Matthias Jaissle hat der 1,98 Meter große Hüne nach zwei Liga-Spieltagen erst 19 Minuten auf dem Platz gestanden. Im letzten Liga-Spiel konnte er immerhin eine Vorlage liefern – was seine Chancen auf Einsätze in Newcastle aber offenbar nicht weiter erhöht hat.

Bei Juventus Turin ist die Konkurrenz freilich nicht kleiner. Woltemade muss trotzdem schnellstmöglich Fuß fassen, um seine Chancen auf Einsätze in der Nationalmannschaft aufrechtzuhalten.

Sensations-Comeback in der NFL perfekt

Die Los Angeles Rams sind um einen weiteren Superstar reicher! Denn mit Aaron Donald kommt einer der besten Verteidiger der NFL-Geschichte aus dem Ruhestand zurück. Das bestätigten die Franchise und Donald selbst am Sonntag.

Der 35-Jährige war im März 2024 nach dem Gewinn des Super Bowls mit den Los Angeles Rams abgetreten. Am Sonntag einigte er sich nach wochenlanger Spekulation über seine Rückkehr auf einen neuen Einjahresvertrag über satte 20 Millionen Dollar. Mit Boni könnte sein Salär sogar noch auf 30 Millionen Dollar wachsen, berichteten Adam Schefter (ESPN) und Ian Rapoport (NFL Network).

„Es war wirklich keine leichte Entscheidung“, sagte der Rückkehrer. „Dafür waren viel Arbeit und viele lange Gespräche mit ganz unterschiedlichen Leuten nötig. Aber am Ende hatte ich ein so gutes Gefühl dabei, dass ich mich entschieden habe, zurückzukommen und das noch einmal zu machen.“

Die Spekulationen über ein Comeback in der NFL nahmen Fahrt auf, nachdem die Rams den Blockbuster-Trade für Myles Garrett mit den Cleveland Browns eintüten konnten. „Das war ein riesiger Faktor“, gestand Donald. „Wenn man sich die Defensive Line anschaut, hat man die Jungs für die Mitte und dann B.Y. [Byron Young, Anm. d. Red.] sowie Spieler wie Myles Garrett. Ich fand schon vorher, dass diese D-Line mit [Jared] Verse extrem stark besetzt war. Dann entwickeln sich die Dinge so, dass man noch einen Spieler wie Myles Garrett holt – ein Ausnahmetalent seiner Generation. Da denkt man sich schon: Das könnte richtig Spaß machen.“

Die Schachzüge der Rams in diesem Sommer hätten ihn davon überzeugt, dass in L.A. ein „komplettes Team steht. Mit mir oder ohne mich.“ Also habe er die Intensität in seinen Workouts wieder angezogen. Mitspieler Desjuan Johnson sah in einem gemeinsamen Training in diesem Monat eine noch bessere Version des zehnfachen Pro Bowlers und dreifachen Defensive Player of the Year.

„Es fühlt sich an, als sei er noch schneller und ein bisschen hungriger geworden“, lautete Johnsons Eindruck. Ob es jedoch schon für eine Rückkehr auf das Feld in Woche 1 gegen die San Francisco 49ers in Melbourne reichen wird, steht aktuell noch nicht fest. Head Coach Sean McVay erklärte am Sonntag, dass es zuallererst darum gehe, ob Donald selbst schon in Woche 1 wieder am Start sein wolle.

HSV vor spektakulärer Rückholaktion

Einen Tag nach der Auftaktniederlage in der Bundesliga bei Borussia Dortmund (0:2) scheint es beim Hamburger SV positive Transfer-Nachrichten zu geben. Dem HSV glückt Medienberichten zufolge eine spektakuläre Rückholaktion.

Offensivkünstler Fabio Vieira steht kurz vor einer Rückkehr zum Hamburger SV. Das berichten mehrere Medien am Sonntagnachmittag übereinstimmend.

Der Portugiese wird demnach vom FC Arsenal fest verpflichtet, nachdem er in der Vorsaison vom Londoner Spitzenklub zunächst ausgeliehen und vorerst zum englischen Meister zurückgekehrt war. Noch am Sonntag soll der 26-Jährige in Hamburg den obligatorischen Medizincheck absolvieren.

Beim HSV hatten die Verantwortlichen seit Wochen mit dem FC Arsenal verhandelt, um den Spielmacher erneut verpflichten zu können. Nach der abgelaufenen Saison hatte der Nordklub die vorher vereinbarte Kaufoption noch verstreichen lassen. Laut „Sky“-Informationen glückte den Hamburgern nun ein regelrechter Coup: Für Vieira sollen neun Millionen Euro Ablöse fällig werden.

Mit dem Spieler soll bereits zuvor eine vollständige Einigung über einen neuen HSV-Vertrag erzielt worden sein. Sein neues Arbeitspapier bei den Rothosen wird dem TV-Sender zufolge bis 2030 datiert sein.

Zudem deutet sich der Transfer des marokkanischen Nationalspielers Zakaria El Ouahdi (KRC Genk) für die Position des Rechtsverteidigers an.

Die HSV-Verantwortlichen um Sportdirektor Claus Costa und Trainer Merlin Polzin hatten in den vergangenen Wochen intensiv an einer Rückholaktion von Vieira gearbeitet, der Edeltechniker gilt trotz finanziell schwieriger Verhandlungen als der absolute Wunschspieler der Hamburger. Mit sieben Toren und fünf Assists war Vieira in der Vorsaison der zentrale Faktor in der HSV-Offensive.

Auftritt des FC Bayern sorgt für „Angst“

Dominiert der FC Bayern den deutschen Fußball auch in dieser Saison nach Belieben? Der Münchner Auftritt im Franz-Beckenbauer-Supercup gegen Borussia Dortmund (2:1) machte einem TV-Experten „zeitweise ein bisschen Angst“.

Erstmals seit 2020 feierte der FC Bayern im Mai wieder das Double. Die Mannschaft von Cheftrainer Vincent Kompany geht in dieser Saison erneut als Topfavorit in die nationalen Wettbewerbe. Mit dem Franz-Beckenbauer-Supercup wurde letztes Wochenende bereits der erste Titel eingefahren.

„Ich habe 60 Minuten klar bessere Bayern gesehen, da hatte ich zeitweise ein bisschen Angst. Harry Kane und Michael Olise sind erst seit kurzem im Training und liefern sowas ab, wie sieht das dann erst aus, wenn beide voll im Saft stehen?“, analysierte Ex-Profi Markus Babbel bei „ran.de“ den Münchner Auftritt gegen den BVB.

In der letzten halben Stunde sei dem FC Bayern dann ein bisschen die Luft ausgegangen, „weil Dortmund es dann wesentlich besser gemacht hat. In der ersten Halbzeit war es enttäuschend, da haben sie es den Bayern einfach gemacht. Nach der Pause haben sie das Potential gezeigt, das in ihnen steckt“, holte der TV-Experte aus.

16 Punkte trennten den BVB in der letzten Bundesliga-Saison vom Meister. „Sie müssen sich trauen, auch gegen eine Mannschaft wie Bayern, fußballerisch dagegenzuhalten, denn das können sie besser als Langholz nach vorne schlagen“, forderte Babbel von den Schwarz-Gelben.

Laut dem Europameister von 1996 entscheiden einzig die Münchner über die Meisterschaft. Borussia Dortmund habe „nur eine Chance, wenn die Bayern schwächeln und das sehe ich im Moment absolut nicht. Sie haben immer noch diese Gier und Galligkeit. Ich habe sogar das Gefühl, dass sie sich nach dem knappen Ausscheiden in der Champions League nochmal enger zusammengeschworen haben“, blickte Babbel voraus.

Schröder und Co. krönen Titeljagd

Harter Fight, verdienter Sieg: Deutschlands Basketball-Stars um Dennis Schröder haben den Supercup in Hamburg gewonnen und damit Schwung für die anstehende WM-Qualifikation aufgenommen. Trotz einiger prominenter Ausfälle setzte sich der Welt- und Europameister in einem intensiven Finale gegen Kroatien mit 96:87 (50:39) durch, Oscar Da Silva war dabei mit 22 Punkten erfolgreichster Werfer der DBB-Auswahl.

Deutschland sicherte sich erstmals seit fünf Jahren wieder Platz eins bei dem Traditionsturnier, insgesamt war es der siebte Triumph der DBB-Auswahl. In der Schlussphase musste die DBB-Auswahl noch ein wenig zittern – behielt aber die Nerven.

Wie schon im Halbfinale gegen Tschechien (115:82) war Dennis Schröder der Taktgeber des deutschen Spiels. Der Kapitän drückte dem Finale mit seinem Tempo und seiner Übersicht den Stempel auf. Immer wieder zog er die kroatische Defensive auseinander, setzte seine Mitspieler gekonnt in Szene und übernahm in den entscheidenden Phasen selbst Verantwortung. Der NBA-Routinier zeigte einmal mehr, warum er das Gesicht dieser Mannschaft ist – und führte Deutschland so zum dritten Sieg gegen Kroatien im dritten Spiel in diesem Jahr.

Bundestrainer Álex Mumbrú musste in Hamburg auf einige prominente Namen verzichten. Die Wagner-Brüder Franz (Orlando Magic) und Moritz (Brooklyn Nets), Isaiah Hartenstein (Oklahoma City Thunder), Andreas Obst (Bayern München), Ariel Hukporti (Philadelphia 76ers) oder auch die Top-Talente Hannes Steinbach und Christian Anderson (beide Charlotte Hornets) waren allesamt ausgefallen – und so richteten sich die Blicke noch einmal mehr als ohnehin schon auf Schröder.

Der 32-Jährige glänzte zwar gar nicht so sehr als Punktelieferant, lenkte das deutsche Spiel mit Tempo und Übersicht und riss seine Mannschaft in wichtigen Phasen mit. Am Ende kam Schröder auf zehn Zähler.

Die Kroaten um den bulligen Center Ivica Zubac von den Indiana Pacers und Dario Saric präsentierten sich als harter, zäher Gegner. Doch immer wenn Schröder und die anderen Welt- und Europameister Daniel Theis, Maodo Lo, Johannes Thiemann und Isaac Bonga das Tempo anzogen, bekam Kroatien Schwierigkeiten – und die 9583 Zuschauer in der Barclays Arena konnten jubeln. Wie schon gegen Tschechien zeigte sich: Deutschlands Offensive ist bereits in Top-Form, in der Defensive besteht hingegen noch Abstimmungsbedarf.

Kontrahenten verbeugen sich vor Pogacars Dominanz

Tadej Pogacar dominiert die Vuelta a España nach Belieben. Selbst seine Konkurrenten scheinen sich mit seiner Überlegenheit abgefunden zu haben. Nach seiner beeindruckenden Solofahrt auf der vierten Etappe, gab es erneut eine Lobeshymne auf den Slowenen.

Oliver Naesen vom Team Decathlon erklärte gegenüber „Het Laatste Nieuws“, dass Pogacar inzwischen nicht mehr wie ein gewöhnlicher Rivale wahrgenommen werde.

„Das ist schwer zu erklären. Man muss es selbst erleben, um es zu verstehen. Dieser Typ ist so viel besser als der zweitbeste Fahrer im Radsport“, sagte der Belgier. „Jeder im Peloton respektiert das. Allen ist bewusst, wie außergewöhnlich sein Talent ist.“

Naesen glaubt sogar, dass Pogacars Dominanz die Mentalität im Feld verändert hat. Früher hätten Fahrer unter Druck gestanden, jede Attacke zu kontern. Heute sei das anders.

„Niemand schaut dich schief an, wenn du seine Attacke nicht mitgehen kannst. Es sagt nicht einmal mehr jemand etwas, wenn du es gar nicht erst versuchst. Zu glauben, man könne genauso gut sein wie er, wäre einfach dumm“, erklärte der 35-Jährige.

Trotz seiner Erfolge sei Pogacar menschlich geblieben. „Er ist unglaublich freundlich. Wenn ich ihm nach einem weiteren Sieg gratuliere, lenkt er das Gespräch sofort auf etwas anderes und fragt, wie es mir geht. Ich würde wahrscheinlich stundenlang über meinen Sieg reden – er macht das nicht“, erklärte der Belgier.

Beispiele dafür gibt es genug. Nach der zweiten Etappe der Vuelta bat ausgerechnet Kontrahent Wout van Aert Pogacar um eine Trinkflasche für seinen Sohn. Stattdessen schenkte ihm der Slowene sogar seine Sonnenbrille. Für Naesen ist das ein Zeichen dafür, welchen Status Pogacar inzwischen im Peloton genießt.

„Wenn du glaubst, mit jemandem noch auf Augenhöhe konkurrieren zu können, fragst du ihn nicht nach einem Autogramm oder seiner Sonnenbrille“, sagte Naesen. „Ich glaube nicht, dass Wout van Aert jemals Mathieu van der Poel nach dessen Sonnenbrille fragen würde. Bei Pogacar ist das anders, weil er nicht mehr als normaler Konkurrent gesehen wird. Er steht inzwischen über allen“, so der Belgier.

Nabers zum Saisonstart fit? Giants-Coach mit Prognose

Nachdem sich Malik Nabers von den New York Giants im Vorjahr einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, konnte der Wide Receiver in der vergangenen Woche erstmals wieder am Teamtraining seines Arbeitgebers teilnehmen. Ob er auch zum Auftakt der Regular Season am 13. September gegen die Dallas Cowboys zur Verfügung stehen wird, wollte Head Coach John Harbaugh aber nicht versprechen.

„Ich möchte einfach keine derartigen Aussagen machen“, sagte der Cheftrainer am Montag in einer Medienrunde auf Nachfrage, ob er versprechen könne, dass Malik Nabers den Giants im ersten Spiel der neuen Saison im Divisionskracher gegen die Cowboys zur Verfügung stehen wird: „Ich halte es aber für vernünftig, davon auszugehen. Das sind alles Dinge, die man annehmen kann, wenn man dem Spieler beim Training zusieht.“

Der Wide Receiver hatte sich im vergangenen September das Kreuzband gerissen. Das Team geht in der Reha äußerst vorsichtig zu Werke. In der vergangenen Woche spielte er zunächst nur ein paar Reps und trug dabei ein rotes Jersey, welches Körperkontakt verbietet. Zu Beginn dieser Woche nahm der Empfänger dann erstmals wieder an Trainingseinheiten mit Körperkontakt teil.

Steht einem Einsatz gegen die Cowboys damit nichts mehr im Wege? „Das Einzige, was ich besser weiß als ihr, ist das, was mir die Ärzte und Trainer über seine Reha berichten. Und das ist, dass es ihm gut geht. Er kommt gut damit zurecht. Er ist stark und in guter Verfassung. Wie er das Training meistert, wie spielbereit er ist und wie gut er sich schützen kann, hängt wirklich vom Training ab“, sagte John Harbaugh.

„Als wäre meine Seele tot gewesen“, sagte Nabers in der vergangenen Woche über seine lange Leidenszeit nach dem Riss seines Kreuzbandes: „Jede Träne, jedes Gespräch mit meiner Familie, jeden schweren Tag, an dem ich nichts erreicht habe: Ich habe das alles im Hinterkopf abgespeichert, um weiterzumachen.“

Die Giants hatten den 23-Jährigen 2024 an sechster Stelle im Draft ausgewählt. In 19 NFL-Spielen kommt Nabers bislang auf 127 Catches für 1.475 Yards und 9 Touchdowns.