Sein Saisondebüt auf der Straße beim Ename Samyn Classic verlief für Wout van Aert nicht nach Plan. Der Radsport-Superstar witterte nach dem Rennen sogar Sabotage.
Beim belgischen Eintagesrennen Ename Samyn Classic kam Wout van Aert abgeschlagen als 60. ins Ziel. Rund zehn Kilometer vor dem Ende musste der 31-Jährige wegen eines Reifenschadens gleich zweimal das Rad wechseln.
Dabei hatte sich van Aert bis dahin noch aussichtsreich im Hauptfeld aufgehalten.
Durch einen Platten musste er aber zunächst das Fahrrad mit Youngster Pietro Mattio tauschen. Kurz danach erhielt er vom Begleitfahrzeug sein etatmäßiges Ersatzrad.
„Als er im Finale einen Platten hatte, lagen wir anderthalb Minuten hinter ihm“, berichtete Visma-Teammanager Grischa Niermann bei „VTM Nieuws“ und ergänzte: „Da war es natürlich zu spät, um noch den Rückstand aufzuholen.“
Grundsätzlich war Niermann mit dem Auftritt des Belgiers aber zufrieden. „Wout ging es gut, wir hatten heute keine Topform erwartet. Schade, dass er nicht sprinten konnte, aber wir sollten nach dem heutigen Tag noch keine voreiligen Schlüsse ziehen“, betonte er.
Auch van Aert blickte entspannt auf seinen ernüchternden Saisonstart auf der Straße.
Er habe sich „gut gefühlt“, auch wenn das Rennen wegen des verpassten Finales nicht sehr aussagekräftig war. „Trotzdem war es die richtige Entscheidung, hier zu starten“, sagte der zehnfache Etappensieger der Tour de France bei „VTM Nieuws“: „Mein Ziel war es, so schnell wie möglich Rennen zu fahren, und genau das brauche ich jetzt. Ich konnte hier einen Schritt nach vorn machen.“
Mit Blick auf den platten Reifen wenige Kilometer vor dem Ziel äußerte van Aert einen brisanten Verdacht.
„Plötzlich lagen überall Glassplitter herum. Das ist ziemlich ungewöhnlich auf einer Strecke, die wir schon fünf oder sechs Mal gefahren sind. Das konnte nicht zufällig passiert sein. Jedenfalls habe ich versucht, aufzuschließen, aber man weiß ja, dass man alleine nicht schneller fahren kann als das Peloton“, so der Allrounder.