Für Manuel Neuer verläuft die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bislang nicht nach Plan. Lothar Matthäus hat nach dem DFB-Patzer gegen Ecuador Kritik am deutschen Keeper geübt.
Neuer musste in der WM-Gruppenphase vier Mal hinter sich greifen. Groß auszeichnen konnte sich der Rückkehrer noch nicht. Nach der 1:2-Pleite gegen Ecuador wurde insbesondere über den zweiten Gegentreffer diskutiert.
Beim 1:2 habe Neuer „zu zaghaft“ agiert, analysierte Matthäus bei „Bild“.Der Rekord-Nationalspieler wollte die Schuld für das Eckball-Gegentor aber nicht allein auf den Keeper schieben. Matthäus zufolge hätte Angelo Stiller am zweiten Pfosten rausrücken müssen. „Er schaut zu, aber hebt das Abseits auf“, meinte der TV-Experte. „Neuer sieht ganz schlecht aus“, kritisierte Matthäus den 40-jährigen Schlussmann dennoch mit deutlichen Worten.
Der TV-Experte legte nach: „Kurz vorher hatte er schon ein Missverständnis mit Tah und geht da nur halbherzig hin. Tah spielt dann den Ball weg, das war auch eine Riesenchance für Ecuador. Also Sicherheit sieht ganz sicher anders aus.“
Neuer hat bereits jetzt so viele Gegentreffer kassiert wie beim WM-Triumph 2014. „Es waren natürlich wenig Möglichkeiten da, um seine Qualität zu zeigen, die er in den letzten Monaten beim FC Bayern gezeigt hat“, ordnete Matthäus ein.
„Natürlich fängt jetzt die Diskussion an, weshalb er beim zweiten Tor nicht energischer hingeht. Er war vielleicht auch überrascht. Er war zu ängstlich. Das ist nicht Manuel Neuer, wie wir ihn kennen“, legte der 65-Jährige nach dem deutschen Patzer gegen Ecuador den Finger in die Wunde.
„Jeder Torwart, der schon einmal gespielt hat, der weiß, dass ich mich so zu dem Ball hinstellen muss. Das ist wie, wenn ein Spieler zum Ball geht, und der eine, der kommt halt eine Fußspitze vor dem anderen dran. Ich schaue natürlich auf die Verlängerung, auf das, was vorn passiert“, argumentierte der Weltmeister von 2014.
Ex-Teamkollege Bastian Schweinsteiger verteidigte Neuer nach der Pleite. „Er wird für unser Spiel noch sehr, sehr wichtig sein“, legte sich der „ARD“-Experte fest.