Nach seinem Platzverweis in der Champions League hat Michael Olise am Samstag beim 6:1-Kantersieg gegen RB Leipzig wieder für den FC Bayern aufgetrumpft. In München erhofft man sich auch in Zukunft solche Leistungen und will langfristig mit dem Franzosen verlängern. Bayern-Ikone Markus Babbel hat nun allerdings vor großen Zugeständnissen gewarnt.
„Er kam von Crystal Palace und hat schon ein Top-Gehalt. Jetzt sofort nach einem guten Jahr zu sagen, er muss der absolute Top-Verdiener werden, fände ich verfrüht“, sagte der 54-Jährige am Sonntag bei „Bild TV“.
Selbst ein Klub wie der FC Bayern müsse sich finanzielle Reserven für die Zukunft lassen. Gleichzeitig brauche es im Vertragspoker mit Olise natürlich Argumente. Dass diese auch finanzieller Natur sein dürften, liege auf der Hand.
Unruhe in der Mannschaft und eine Neid-Debatte fürchtet Babbel aber selbst im Falle ein gewaltigen Gehaltserhöhung für Olise nicht. „Er bringt so tolle Leistungen, dass die Spieler einfach froh sind, dass er bei ihnen in der Mannschaft ist“, so seine Einschätzung.
Aktuell ist Olise noch bis 2029 an den FC Bayern gebunden. Eine Ausstiegsklausel gibt es im laufenden Arbeitspapier nicht. Die Chefetage an der Säbener Straße hatte zuletzt immer wieder eine Verlängerung als Ziel ausgegeben.
Sportvorstand Max Eberl deutete im September an, dass er bis zum kommenden Sommer eine Grundsatzentscheidung von Olise erwartet.
Babbel glaubt, dass man in München die eigenen Hausaufgaben schon gemacht hat, wenngleich Timing im Poker um den französischen Top-Spieler wohl nur eine untergeordnete Rolle spielen dürfte.
„Du musst jetzt schon anfangen, diese Gespräche zu führen. Aber Max Eberl ist kein Amateur. Der weiß, wie das Business läuft. Dann liegt es an Michael Olise zu sagen: ‚Mir gefällt es hier oder will ich wieder etwas anderes sehen?'“, erklärte Babbel.
Beim 6:1-Erfolg gegen Leipzig hatte Olise mit einem Tor und einer Vorlage das Geschehen wieder maßgeblich mitbestimmt. Auch aus Sicht von Babbel gibt es an seinen Qualitäten keine Zweifel mehr.
„Wegen solchen Spielern gehst du ins Stadion. Es ist eine große Freude ihn zu sehen – die Kreativität, die er hat und die Leichtigkeit, die er auf das Spielfeld bekommt. Das macht einfach Spaß“, befand der Europameister von 1996.