Präsident meldet Zweifel an Quarterback an

Die Atlanta Falcons gehen in ihre erste Saison mit neuer sportlicher Führung. Und der neue President of Football hat gleich mal Zweifel am wohl wichtigsten Spieler des NFL-Teams angemeldet.

Die größte personelle Baustelle der Atlanta Falcons dieser Tage ist Quarterback. Michael Penix erholt sich gerade von einem Kreuzbandriss, den er in der Vorsaison erlitten hat und Matt Ryan, der neue President of Football, gab nun offen zu, dass dies ein besonders großes Fragezeichen erzeugt.

„Ich denke, das Wichtigste ist, dass man einfach nicht weiß, wo Michael Penix Jr. stehen wird“, sagte Ryan am Montag gegenüber „680 The Fan“. „Er macht einen großartigen Job. Seit ich den Posten im Januar übernommen habe, Anfang Januar, war er meines Wissens nach immer da, hat Reha gemacht, mit unserem Reha-Spezialisten gearbeitet und … das gesamte Athletik-Trainingsteam, all diese Leute haben einen tollen Job gemacht. Aber man muss auch dem Spieler Anerkennung zollen. Mike ist voll bei der Sache und, wissen Sie, er sieht gut aus. Er hat schon einiges für uns auf dem Feld gemacht.“

Ryan fuhr fort: „Ich habe selbst noch keinen Kreuzbandriss durchgemacht, aber es gibt bestimmte Meilensteine, die man erreichen muss, und je näher man dem Ziel kommt, desto mehr Variabilität gibt es, weil die Intensität und die Geschwindigkeit zunehmen. Aber Mike ist im Moment an einem guten Punkt. Was also die Erwartungen betrifft, wissen wir noch nicht wirklich, was uns zu Beginn des Training Camp erwartet. Aber ich denke, mit der Art und Weise, wie beide arbeiten, und den Gesprächen, die wir mit ihnen geführt haben … ich denke, die Art und Weise, wie die beiden die Offseason begonnen haben, wird uns in eine gute Ausgangslage versetzen.“

Der andere Kandidat für den Starter-Job ist Tua Tagovailoa, der nach seiner Entlassung in Miami bei den Falcons für die kommende Saison unterschrieben hat und ebenfalls schon die eine oder andere (Kopf-)Verletzung in seiner NFL-Karriere erlitten hat. Er wurde offiziell geholt, um Penix Druck zu machen, es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass der Neuzugang am Ende die Nase vorn haben könnte beim neuen Head Coach Kevin Stefanski.

Penix selbst hat in der vergangenen Saison neun Spiele gestartet, ehe er sich das Kreuzband riss. Anschließend brachte Kirk Cousins die Saison zu Ende. Letzterer hat seither bei den Raiders angeheuert. Tagovailoa wiederum wurde nach 14 Starts in der vergangenen Saison als Starter der Dolphins abgesetzt und zwischenzeitlich durch Quinn Ewers ersetzt.

Meistermacher Aubin verlässt Eisbären

Die Eisbären Berlin verlieren nach dem zwölften Titelgewinn ihren Meistermacher. Der Kanadier Serge Aubin wird neuer Trainer beim Schweizer Traditionsklub SC Bern.

Das bestätigte der Rekordmeister der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Montagnachmittag. Aubin führte die Eisbären mit dem entscheidenden 4:1-Sieg am Sonntag gegen die Adler Mannheim zur fünften Meisterschaft in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in sechs Jahren. Der Erfolgstrainer verlor mit Berlin keine einzige Playoff-Serie.

„Nach all den erfolgreichen Jahren hatte ich das Gefühl, eine neue Herausforderung annehmen zu wollen“, erklärte Aubin: „Daher habe ich mich zu diesem Schritt entschieden. Ich werde meine Zeit in Berlin niemals vergessen.“ Sportdirektor Stéphane Richer bedankte sich bei Aubin: „Er ist einer der besten und erfolgreichsten Trainer der Eisbären-Geschichte.“ Man habe sich aufgrund seiner Verdienste entschieden, seinem Wunsch nachzukommen.

Aubin hatte erst im vergangenen Jahr seinen Vertrag bis 2028 verlängert. Der ehemalige NHL-Stürmer arbeitete bereits vor seinem Wechsel nach Berlin 2019 beim Schweizer Erstligisten ZSC Lions, wurde dort aber nach kurzer Zeit entlassen. Auch als Spieler war er in der Schweiz unterwegs – bei Servette Genf und Fribourg-Gottéron.

Meister! FC Schalke 04 bejubelt „perfektes Wochenende“

Am Samstagabend machte der FC Schalke 04 mit einem 1:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf die Rückkehr in die deutsche Fußball-Bundesliga perfekt, am Sonntag sorgte die Konkurrenz dann dafür, dass den Knappen auch die Zweitliga-Meisterschaft nicht mehr zu nehmen ist. Ein Erfolg auf den die S04-Verantwortlichen angemessen reagierten.

Die SV Elversberg hat den SC Paderborn im Aufstiegskracher mit 5:1 vom Rasen gefegt, Hannover 96 patzte beim 3:3-Heimremis gegen Schlusslicht Preußen Münster und steht am Ende des 32. Spieltags der 2. Fußball-Bundesliga unumstößlich fest, dass der FC Schalke 04 die Saison als Tabellenführer beendet. Trainer Miron Muslic und Co. reagierten auf den Erfolg.

„Ein perfektes Wochenende für uns! Die beste Mannschaft der Liga zu sein, das sagt vieles über unsere Saison aus. Wir wollen die zwei ausstehenden Spiele gut bestreiten und dann freuen wir uns auf die Feier mit unseren Fans nach dem letzten Spiel“, wird Muslic in einer offiziellen Mitteilung der Königsblauen zitiert.

Sportvorstand Frank Baumann ergänzt: „Wir freuen uns sehr, nach dem Aufstieg nun auch Platz eins sicher zu haben. Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison ist das ein großer Erfolg – Kompliment an alle, die an diesem Weg mitgearbeitet haben! 67 Punkte nach 32 Spielen – so viele hat seit zehn Jahren keine Mannschaft mehr geholt. Das zeigt eindrucksvoll die Leistungsstärke. Deswegen ist die Zweitliga-Meisterschaft auch verdient.“

Direktor Profifußball Youri Mulder sprach zudem von einem „grandiosen Wochenende für Schalke und unsere Stadt“.

Am Samstag hatte Muslic im Interview mit RTL bereits betont: „Es ist etwas Besonderes. Wir sind einfach nur glücklich und stolz, dass wir das mit so vielen Schalkern hier im Stadion und überall in Deutschland feiern dürfen.“

Zur Feier des Tages hatte der Österreicher zudem verkündet, dass er seinen Vertrag bei den Knappen bis Ende Juni 2028 verlängert hat. Muslic hatte Schalke im Sommer übernommen und im ersten Anlauf zum Bundesliga-Comeback geführt.

Pogacar mit Mega-Lob für Radsport-Wunderkind

Der nächste Triumph von Tadej Pogacar sorgte am Sonntag nicht nur sportlich für Schlagzeilen, sondern auch wegen einer klaren Ansage zur Zukunft des Radsports.

Nach seinem vierten Sieg beim Radsport-Monument Lüttich-Bastogne-Lüttich richtete der Weltmeister den Blick auf seinen jungen Rivalen Paul Seixas, der ihm in Belgien einen heißen Fight geliefert hatte.

Der erst 19-Jährige hatte als einziger Fahrer Pogacars entscheidender Attacke an der legendären Côte de la Redoute folgen können. Erst am letzten Anstieg musste er abreißen lassen, sicherte sich aber einen sensationellen zweiten Platz, nur 45 Sekunden hinter dem aktuellen Radsport-Dominator.

Für Pogacar ist klar: Hier wächst etwas Großes heran. „Wir werden weiter hart arbeiten, in den nächsten Jahren so viel wie möglich zu gewinnen, bis er alle zerstört“, erklärte der Slowene nach dem Rennen in Richtung des jungen Franzosen.

Besonders beeindruckt zeigte sich der vierfache Tour-de-France-Sieger von der Reife des Talents: „Dass Paul bereits mit 19 Jahren in einem so großen Feld auf so hohem Niveau mithalten kann, motiviert alle anderen, weiter daran zu arbeiten, sich zu verbessern.“

Trotz seines klaren Sieges sieht Pogacar in Seixas bereits einen kommenden Herausforderer. Mit Blick auf die körperliche Entwicklung erklärte er: „Normalerweise ist der Körper physisch zwischen 26 und 30 Jahren in Bestform.“ Pogacar stellt also die These auf, dass der Youngster noch lange nicht an seinem Leistungsmaximum angekommen ist.

Auch Seixas selbst zeigte sich nach dem Rennen selbstkritisch und voller Respekt für Superstar Pogacar: „Das ist offensichtlich. Ich muss mich einfach verbessern, aber wir sehen ja, auf welchem Niveau er ist – es ist extrem schwer, ihm zu folgen. Er ist der größte Fahrer der Geschichte.“

Ob es schon bald zum großen Duell bei der Tour de France kommt, ist noch offen. Während Pogacar seinen fünften Gesamtsieg anpeilt, steht ein Debüt von Seixas noch zur Diskussion.

Ravens überraschen mit Quarterback-Entscheidung

Die Baltimore Ravens geben Quarterback Diego Pavia eine Chance. Das NFL-Team aus Maryland lässt den kontrovers diskutierten Spielmacher mittrainieren.

Der Quarterback der Vanderbilt University hat eine Einladung zum Rookie-Minicamp am kommenden Wochenende angenommen. Das berichtete „ESPN-Insider“ Adam Schefter.

Diego Pavia gehört zu den schillerndsten Figuren im College Football. Sportlich bringt er jede Menge mit, er wird aber auch immer wieder kontrovers diskutiert. Trotz einer überragenden Saison blieb er im NFL Draft 2026 unberücksichtigt. Damit ist er der erste Heisman-Finalist seit Jordan Lynch (2014), der nicht gedraftet wurde.

Der 24-Jährige führte Vanderbilt in der vergangenen Saison zu einer historischen 10-3-Bilanz – die erste Spielzeit mit zweistelligen Siegen in der Geschichte des Programms. Mit 29 Touchdown-Pässen und zehn weiteren Scores als Läufer zählte er zu den effektivsten Quarterbacks des Landes.

Pavia wurde als First-Team All-American ausgezeichnet, zum Offensive Player of the Year der SEC gewählt und erhielt zudem den renommierten Johnny Unitas Golden Arm Award.

Kritiker verweisen allerdings auf mehrere Fragezeichen: Neben seinem vergleichsweise hohen Alter und seiner Körpergröße (1,78 m) steht vor allem sein Verhalten abseits des Feldes im Fokus. Nach seiner Niederlage im Heisman-Rennen gegen Fernando Mendoza sorgte Pavia mit einem wütenden Social-Media-Post („F— ALL THE VOTERS“) für Aufsehen, entschuldigte sich später jedoch dafür.

In Baltimore trifft Pavia auf Konkurrenz: Auch Joe Fagnano darf sich im Minicamp beweisen. Die Ravens haben aktuell Bedarf an einem dritten Quarterback, nachdem sie im Draft keinen Spieler auf dieser Position ausgewählt haben.

Sein Spielstil könnte gut ins System passen. Als Dual-Threat-Quarterback würde Pavia das Profil der Ravens-Spielmacher um Lamar Jackson und Backup Tyler Huntley ergänzen.

Für Pavia ist das Minicamp damit eine große Chance, sich trotz aller Zweifel doch noch einen Platz in der NFL zu erarbeiten.

Edmonton Oilers stecken „in der Klemme“

Nachdem die Edmonton Oilers das Spiel 1 der Playoff-Serie gegen die Anaheim Ducks noch für sich entscheiden konnten, steht das Team nach drei Niederlagen in Folge vor dem dritten Heimspiel mit dem Rücken zur Wand. Die Hoffnung, mit drei Siegen in Folge doch noch in die nächste Runde der NHL-Postseason einziehen zu können, ist bei der Franchise aus Alberta aber weiterhin groß.

„In dieser Mannschaft herrscht weiterhin großer Glaube“, gab Head Coach Kris Knoblauch nach der 3:4-Overtime-Niederlage am Sonntag zu Protokoll: „Wir waren schon in einigen ziemlich schlechten Situationen und dieses Team gibt niemals auf. Die Jungs sind widerstandsfähig und haben viel Kampfgeist. In diesen schwierigen Momenten haben wir das Beste von ihnen gesehen.“

Tatsächlich ist die Situation für den Finalisten der Vorsaison nicht neu: Bereits in den vergangenen Jahren konnte man auf dem Weg in die Finals noch Rückstände gegen die Los Angeles Kings (0-2) und Vancouver Canucks (2-3) aufholen. Auch gegen die Florida Panthers 2024 gelang es den Oilers fast, einen 0-3-Rückstand noch zu drehen. Erst in Spiel 7 musste man sich damals geschlagen geben.

Vor dem dritten Heimspiel am Dienstag im Rogers Place stecke man dennoch „in der Klemme, daran besteht kein Zweifel“, ist sich Oilers-Kapitän Connor McDavid der Lage bewusst. „Wir müssen einen Weg finden, zu Hause einen Sieg zu holen. Wir geben alle unser Bestes da draußen. Wir arbeiten alle hart und versuchen, es zu schaffen.“ Dass den Oilers erneut ein Comeback gelingen kann, davon ist Verteidiger Mattias Ekholm überzeugt.

„Schaut euch nur das letzte Jahr an: Wir lagen 0-2 gegen L.A. zurück, haben uns dann zurückgemeldet und vier Spiele in Folge gewonnen“, verwies er auf die Vorsaison: „Diese Mannschaft hat das schon einmal geschafft. Ehrlich gesagt ist das keine Situation, in der wir uns gerne befinden, aber nun sind wir hier, und ich habe vollstes Vertrauen, dass wir nach Hause fahren, ein Spiel gewinnen und sie ins Wanken bringen können.“

FC Schalke nach Mega-Aufholjagd fast am Ziel

Schalke 04 hat dank großer Moral das unterhaltsame Spitzenspiel beim SC Paderborn gewonnen und sich einen ersten Aufstiegs-Matchball erkämpft.

Die Mannschaft von Trainer Miron Muslic kam beim ersten Verfolger trotz eines zwischenzeitlichen 0:2-Rückstandes zu einem 3:2 (2:2). Der Spitzenreiter liegt mit 64 Punkten nun sechs Zähler vor den Paderbornern und sieben vor Hannover 96 auf Rang drei.

Mit einem Sieg am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf (ab 20:15 Uhr live bei RTL) wäre die Rückkehr in die Bundesliga perfekt.

Dejan Ljubicic mit einem Doppelpack (35./83.) und Adil Aouchiche (40.) drehten das Spiel für die Gäste, es war der vierte Ligasieg in Serie für Königsblau. Paderborn, für das Laurin Curda (13.) und Stefano Marino (26.) die Treffer erzielten, verpasste derweil einen großen Schritt in Richtung Liga eins. Der Vorsprung auf Hannover beträgt nur einen Zähler, die SV Elversberg folgt mit zwei Punkten Rückstand.

„Wir freuen uns riesig auf diesen Kracher und haben bewiesen, dass wir in diesen Spielen bestehen können“, hatte Muslic vor der Begegnung betont. Und seine Mannschaft begann mit Offensivdrang. Beim wohl letzten Auftritt ohne Edin Dzeko, der Starstürmer soll nach seiner Schulterverletzung gegen Düsseldorf in den Kader zurückkehren, vergab dessen Vertreter Moussa Sylla aus guter Position (5.). Besser machte es dann auf der anderen Seite Curda, der mit einem sehenswerten Volley das Heimteam in Führung brachte.

Der Treffer gab den Paderbornern Aufwind, und sie legten schnell nach: Nachdem Schalkes Keeper Loris Karius zunächst noch gegen Marino den zweiten Gegentreffer verhinderte (24.), war er kurz darauf beim fünften Saisontor des Italieners machtlos.

Trotz des bitteren Verlaufs brachen die Gäste aber nicht auseinander, blieben ruhig – und kamen ihrerseits mit einem Doppelschlag noch vor der Pause zum Ausgleich. Erst erzielte Ljubicic den Anschlusstreffer, bevor Aouchiche nur fünf Minuten später zum 2:2 traf.

Nach der verrückten ersten Halbzeit flachte die Partie in Durchgang zwei deutlich ab. Beide Mannschaften wollten unbedingt den alles entscheidenden Fehler vermeiden, Torchancen blieben Mangelware – bis Ljubicic in der Schlussphase aus kurzer Distanz traf und den mitgereisten Schalker Anhang in Ekstase versetzte.

Freund warnt Bayern: „Habe PSG gegen Liverpool gesehen“

Am kommenden Dienstag steht der erste CL-Halbfinalkracher zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain auf dem Programm. Die Münchner sind auf dem Papier leicht favorisiert, Ex-Nationalspieler Steffen Freund warnt den Rekordmeister allerdings davor, die Franzosen auf die leichte Schulter zu nehmen.

Geht es nach Steffen Freund, hat der FC Bayern mit seinem Sieg im Viertelfinale gegen Real Madrid auf dem Weg zum Champions-League-Titel nur einen, aber womöglich nicht den größten Stein aus dem Weg geräumt.

Zu diesem könnte im Halbfinale seiner Meinung nach Paris Saint-Germain werden, wie der Ex-Nationalspieler exklusiv gegenüber RTL/ntv und sport.de erklärte.

„Alle haben gesagt, dass das Spiel der Bayern gegen Real Madrid das vorgezogene Finale ist. Ich habe Paris St.-Germain gegen den FC Liverpool gesehen und sage, jetzt kommt das vorgezogene Finale“, legte sich der 56-Jährige fest.

Zwar betonte Freund, dass man auch die beiden anderen Halbfinalisten FC Arsenal und Atlético Madrid nicht unterschätzen dürfe, den FCB und auch PSG sieht er jedoch auf einem anderen Level.

„Das sind die spielstärksten Mannschaften, beide haben eine unglaubliche Qualität“, sagte der RTL-Experte über die Münchner und den kommenden Gegner aus Paris. Klar ist für Freund daher auch: „Der Sieger dieses Duells wird die Champions League gewinnen.“

Den FC Bayern und Paris Saint-Germain verbindet in der Champions League eine längst etablierte Rivalität. 15 Mal trafen die beiden Klubs in der Königsklasse schon aufeinander. Die Gesamtbilanz spricht mit 9:6-Siegen knapp für die Münchner. Was den Bayern-Fans noch mehr Hoffnungen machen kann: Von den letzten fünf CL-Duellen gewann der deutsche Rekordmeister jedes einzelne.

Geschlagen geben musste sich der FCB zwischendrin lediglich bei der Klub-WM 2025, als die Franzosen das Viertelfinale mit 2:0 gewannen.

SGA-Bounceback im großen Stil! Thunder erhöhen Führung

Dank einem deutlich stärkeren Shai Gilgeous-Alexander als in Spiel 1 gingen die Oklahoma City Thunder am Mittwoch dank eines 120:107-Heimsieges mit 2-0 in Führung gegen die Phoenix Suns. Beim Titelverteidiger wurde die Stimmung jedoch aufgrund einer erneuten Verletzung bei Jalen Williams getrübt.

„Wir denken, dass er sich am linken Oberschenkel verletzt hat“, sagte Head Coach Mark Daigneault: „Wir werden es uns in den nächsten Tagen anschauen und euch dementsprechend auf dem Laufenden halten.“ Williams zog sich die Verletzung zur Mitte des dritten Viertels zu, während er im Fastbreak einen Layup vergab. Er kehrte nicht ins Spiel zurück. Williams verpasste bereits 30 Spiele der Regular Season wegen einer Verletzung am rechten Oberschenkel.

Im Spielverlauf stellte der Ausfall von Williams kein Problem dar. Gilgeous-Alexander wurde vor Spielbeginn die Trophäe als Clutch Player of the Year überreicht, wobei es im zweiten Spiel der Serie keine Heldentaten von ihm benötigte. Die Thunder gewannen die mittleren Viertel mit insgesamt 70:48, ein Comeback-Versuch der Suns im Schlussabschnitt kam zu spät.

SGA lieferte 37 Punkte (13/25 FG) und 9 Assists ab, Chet Holmgren (7/12 FG, 4 Blocks) und Williams (7/11 FG, 4 Assists) steuerten jeweils 19 Zähler bei. Gilgeous-Alexander ackerte für 38 Minuten, während einige andere Starter wie Isaiah Hartenstein (6 Offensivrebounds) unter 25 Minuten blieben.

Das Spiel wurde nach der Pause hitzig, als die beiden kanadischen Nationalspieler Dillon Brooks und Luguentz Dort aneinandergerieten. Nach einer kurzen Rudelbildung wurden die beiden führenden Streithähne mit technischen Fouls getrennt. Auch SGA ließ sich nach einem getroffenen Jumper zu einer Geste gegenüber seinem kanadischen Nationalmannschaftskollegen hinreißen.

Brooks ließ seinen Worten wiederum Taten folgen, er war mit 30 Punkten (5/9 3P) Topscorer seiner Farben. Devin Booker zog mit 22 Zählern (7/14 FG) nach, Jalen Green brauchte 23 Würfe für 21 Zähler und leistete sich 7 der 21 Suns-Turnover. Royce O’Neale steuerte 16 Punkte (4/5 3P) von der Bank kommend bei, Grayson Allen kam wie in Spiel 1 nicht zum Einsatz.

Pogacar verblüfft Ex-Profi: „Da sieht man den Unterschied“

Obwohl Tadej Pogacar bei Paris-Roubaix eine seiner seltenen Niederlagen kassierte, zeigte der Slowene erneut, dass er auch den Kopfstein-Klassiker gewinnen kann – wie auch jedes andere Rennen, an dem er teilnimmt. Ein ehemaliger französischer Radsport-Held ist überzeugt: Der viermalige Tour-de-France-Sieger ist der beste Fahrer, den die Welt je gesehen hat.

Arnaud Démare weiß ganz genau, was es braucht, um bei Paris-Roubaix ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. 2016 gewann der heute 34-Jährige den Klassiker, zwei Jahre später kam er zudem als Dritter im Velodrom über die Linie. Damit hat er Tadej Pogacar etwas voraus, denn der Slowene wurde bei seinen bisherigen zwei Teilnahmen jeweils „nur“ Zweiter.

Allein, dass sich Pogacar der Herausforderung in der „Hölle des Nordens“ stellt, nötigt Démare allerdings schon großen Respekt ab. „Dem Kerl wird so langweilig, dass er sich selbst sagt: ‚Hey, ich starte bei Roubaix, weil ich neue Herausforderungen brauche.‘ Er muss sich selbst herausfordern“, sagte der ehemalige Profi im „RMC Sport“-Interview.

Der Sieg Pogacars bei Paris-Roubaix, davon ist Démare überzeugt, ist nur eine Frage der Zeit. „Was er schon jetzt geschafft hat, ist gigantisch. An irgendeinem Punkt wird er auch das endlich abhaken“, versicherte der Franzose, der beim besten Fahrer der Neuzeit keine bzw. nur eine kleine Schwäche erkennt.

„Er ist so stark, dass er in jedem Bereich gut ist, obwohl er im Sprint von Wout van Aert geschlagen wurde. Ihm fehlt der Punch eines Sprinters, wenn man überhaupt sagen kann, dass ihm was fehlt“, sieht Démare zumindest dort noch Raum für Verbesserungen bei Pogacar.

Das, so gab der Franzose zu, ist jedoch Kritik auf allerhöchstem Niveau. „Ich denke, dass Pogacar der beste Radsportler der Geschichte ist“, verneigte er sich vor dem viermaligen Tour-Sieger. Zu sehen sei dies in den Rennen immer wieder. „Man fährt Vollgas und denkt darüber nach, wie man sich für einen Anstieg positionieren sollte und er ist komplett entspannt. In diesem Momenten versteht man den Unterschied.“

Dass Pogacars Dominanz eine Schattenseite hat, findet allerdings auch Démare. „Es gibt Momente, in denen man schon weiß, wie es enden wird. Das verändert die Art und Weise, wie die Menschen zuschauen.“ Auch die anderen Fahrer haben dieses Gefühl, so der Ex-Profi: „Wenn er am Start steht, fährt man oft nur um den zweiten Platz.“