BVB droht offenbar Transfer-Knall

Bei Borussia Dortmund gilt Mathis Albert als absolutes Top-Talent – und vielversprechende Wertanlage für die Zukunft. Offenbar droht dem BVB allerdings ein Abgang des 17 Jahre alten US-Nationalspielers.

Das geht aus einem „Sky“-Bericht hervor. Demnach könnte die fehlende Stammplatzperspektive für Albert beim Borussia Dortmund dazu führen, dass es zu einem Vereinswechsel kommt.

Die prominenten Interessenten sollen bei dem Offensiv-Juwel längst Schlange stehen.

Im Sommer 2025 habe Paris Saint-Germain wegen Albert beim damaligen BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl angefragt, heißt es. Ein Transfer kam letztlich aber nicht zustande.

Als Manchester City und der FC Chelsea sich im vergangenen Januar in Dortmund meldeten und angeblich zwischen 15 und 20 Millionen Euro für Albert boten, schob der BVB einem Abgang demnach einen Riegel vor.

Das Problem: Trainer Niko Kovac setzt kaum auf den hochgehandelten Youngster.

2026/2027 gehört Albert zwar fest zum Profikader des BVB, durfte aber erst einmal in einem Pflichtspiel auflaufen, beim 5:0-Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Oberligist HEBC Hamburg.

Zudem lief er im August für die BVB-Nachwuchsauswahl im Premier League International Cup auf. Beim 4:1 gegen den FC Fulham steuerte Albert ein Tor und eine Vorlage bei.

Brisante Vermutung um FC Bayern und BVB

Der FC Bayern kam beim norwegischen Underdog in der Ligaphase der Champions League nicht über ein 3:3 hinaus, der BVB musste sich beim FK Bodö/Glimt sogar mit 0:1 geschlagen geben. Für Reporter-Legende Marcel Reif sind die Ausrutscher des Bundesliga-Duos nur schwer zu erklären.

Vor allem BVB-Coach Niko Kovac, der nach der Pleite erklärte: „Wir haben nicht stattgefunden“, nahm Reif beim „Bild“-Talk „Reif ist Live“ in die Pflicht.

Der Übungsleiter der Borussen müsse sich selbst hinterfragen ob der schwachen Leistung des Personals auf dem Rasen. Immerhin habe Kovac bereits im Vorjahr in der europäischen Fußball-Königsklasse nicht das erreicht, was eigentlich der Anspruch der Dortmunder sein müsste. Kovac hätte daher gewarnt sein und sein Team besser einstellen müssen.

Dass Kovac eine 1B-Mannschaft ins Rennen schickte und der BVB erst nach einem Vierfach-Wechsel, bei dem die etablierten Stars den Rasen betraten, besser ins Spiel kam, bereitet Reif zusätzlich Sorgen. Immerhin sei das Personal in der Startelf ja dennoch ein durchaus prominentes gewesen und von einer Zweitbesetzung könne eigentlich nicht die Rede sein. Dass dennoch kaum etwas zusammenlief, bezeichnete Reif als „eines der schlimmen Erkenntnisse dieses Spiels“.

Mit Blick auf die Pleite des BVB und das Remis des FC Bayern urteilt Reif sogar: „In dieser Bundesliga stimmt etwas nicht. Im Mindset, wie das heute heißt“, so die Reporter-Ikone.

Wer das neue Format der Champions League immer noch nicht begriffen hat und nicht erkennt, „dass das jetzt entscheidende Punkte sind, weil dir ansonsten im besten Fall eine Ehrenrunde“ droht, würde in Gefahr geraten, gar nicht erst die K.o.-Runde zu erreichen, so Reif, der an den BVB gerichtet noch deutlicher ergänzt: „Mit der Leistung, die die Dortmunder 90 Minuten gezeigt haben, hast du in der K.o.-Runde sehr wenige Chancen.“

Roglic-Abschied? „Müssen seine Entscheidung respektieren“

Die Zukunft von Radsport-Superstar Primoz Roglic ist weiter ungeklärt. Nun hat sich seine Frau Lora zu Wort gemeldet und durchblicken lassen, wie sie zu einem möglichen Karriereende steht.

Geht es nach seiner Frau Lora, sollte Primoz Roglic seine Radsportkarriere nach der laufenden Saison noch nicht beenden.

„Ich glaube, er ist noch nicht bereit, nach Hause zu gehen, aber wir müssen die Entscheidung respektieren, die er treffen wird“, sagte seine Lebensgefährtin im Gespräch mit „Sportal“ aus Slowenien am Rande einer Wohltätigkeitsveranstaltung in Maribor. Sie selbst sei „noch nicht bereit für diesen Moment, vor allem, weil er so plötzlich kommt“.

Lora Roglic offenbarte zudem, dass es im Laufe der vergangenen Jahre „mehr schwierige Momente als glückliche“ gab. „Wir waren alle stolz auf ihn, wenn er gewann. Aber ich bin am meisten stolz auf die Momente, in denen er uns davon überzeugte, dass es sich lohnte, durchzuhalten, dass wir die Zähne zusammenbeißen mussten. All diese Momente, in denen er weitermachte.“

Der 36 Jahre alte Roglic wird sein aktuelles Team Red Bull-Bora-Hansgrohe nach der laufenden Saison verlassen, da der Vertrag endet. Das Jahr 2026 hatte er mit dem Europameistertitel in seiner Heimat im Zeitfahren spektakulär beendet.

Der vierfache Vuelta-Sieger hatte zuletzt gegenüber „Siol“ offenbart, dass durchaus ein Karriereende in Betracht gezogen wird. „Ich habe mich noch nicht entschieden. Ich bin noch nicht fertig, denn schließlich sind zum Saisonende viele Dinge passiert, die mir viel bedeuten. Ich muss überlegen, wie ich das alles unter einen Hut bekomme“, so Roglic.

An Optionen mangelt es dem Routinier nicht, gehandelt werden Pinarello Q36.5, Lotto Intermarché und Tudor. „Ich selbst bin immer mein größtes Problem bzw. meine größte Herausforderung. Letztendlich muss ich mich entscheiden. Es ist kein Problem, zu unterschreiben. Man fragt sich, was schwieriger ist: zu unterschreiben oder einen Schlussstrich zu ziehen. Mir gehen viele Gedanken durch den Kopf. Man muss gut darüber nachdenken und eine Entscheidung treffen“, gab er einen Einblick.

Overtime-Drama! Henry und Huntley retten Ravens

Die Baltimore Ravens (4-1) haben sich in Woche 5 einen 30:23-Comeback-Sieg nach Overtime bei den Atlanta Falcons (2-3) erkämpft und bleiben auch ohne Star-Spielmacher Lamar Jackson auswärts unschlagbar. Bei Atlanta ereignete sich ein spätes Quarterback-Drama.

Tyler Huntley (24/32, 201 YDS, 2 TD), der für den am Knöchel verletzten Jackson einsprang, führte die Ravens 40 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit mit einem Touchdown-Pass auf Devontez Walker zur Chance auf den Ausgleich per Two-Point-Conversion.

Die ließ sich Derrick Henry anschließend nicht nehmen: Der Superstar-Running-Back nahm den Snap direkt entgegen und hechtete zum 23:23 in die Endzone – OT!

Dort veredelten die Gäste den Opening Drive, in dem Henry sieben Läufe bekam, mit einem QB-Sneak von Huntley. Atlanta, das in der Verlängerung auf Tua Tagovailoa setzte, weil sich Starter Michael Penix Jr. (19/32, 240 YDS, TD) im letzten Play vor der Extrazeit eine Rippenverletzung zuzog, kam über dessen ersten Pass auf den starken Drake London (7 REC, 118 YDS) bis kurz vor die Mittellinie.

Der nächste Versuch von Tagovailoa auf London landete jedoch in den sicheren Händen von Ravens-Safety Kyle Hamilton: Interception – und das Spiel war aus.

„King“ Henry sammelte mit 24 Carries 102 Yards. Hinzu kam sein Catch über 18 Yards zum Touchdown im dritten Viertel (15:17), mit dem die Gäste das Spiel nach moderater erster Hälfte überhaupt erst wieder spannend gemacht hatten.

Damit übertrumpfte er auch knapp den Star-Tailback der Falcons, Bijan Robinson, der auf 118 Scrimmage-Yards kam.

Am Sonntag in Week 6 folgt für Atlanta direkt das nächste Heimspiel gegen die Chicago Bears (3-2), Baltimore fährt zu den Cleveland Browns (3-2).

Überragender Draisaitl führt Oilers zum Sieg

Nachdem die Edmonton Oilers (3-0-1) mit einer Niederlage in die Saison gestartet waren, geht es für das Team aus Alberta seitdem steil bergauf. Gegen die Anaheim Ducks (2-1-0) feierte die Mannschaft von Mike Babcock bereits den dritten Erfolg in Serie. Beim 5:2-Erfolg über den Divisionsrivalen aus Kalifornien glänzte Leon Draisaitl mit vier Vorlagen.

Dabei hatte das Gastspiel der Edmonton Oilers bei den Anaheim Ducks eigentlich denkbar ungünstig begonnen. Ein Powerplay-Tor von Beckett Sennecke (5. Minute) brachte am Mittwoch die frühe Führung für die Hausherren im Honda Center, die der 20-jährige Kanadier – wieder in Überzahl – noch vor dem Drittelende ausbaute (16.).

Dann aber schlug die Stunde der Franchise aus Alberta: Gerade einmal elf Sekunden waren im zweiten Spielabschnitt vorbei, da verkürzte Evan Bouchard auf Vorlage von Leon Draisaitl auf 1:2. Wenige Minuten später traf Kasperi Kapanen zum Ausgleich für die Gäste (27.), die zum Ende des Drittels noch einmal einen Gang hochfuhren.

Erneut Bouchard (35.), Vasily Podkolzin (37.) und Connor McDavid (40.) drehten mit einem Dreifach-Schlag innerhalb von knapp fünf Minuten das Spiel komplett aufseiten Edmontons. Bei allen drei Treffern assistierte abermals Draisaitl, der zwar ohne eigenes Tor blieb, dafür mit vier Vorlagen seiner Mannschaft zum dritten Sieg in Folge verhalf. Der Center schraubte seine Scorerpunktzahl damit auf neun.

Während Josh Samanski als zweiter Deutscher in knapp zehn Minuten Eiszeit erneut leer ausging, baute der gebürtige Kölner seine Super-Serie zum Start seiner 13. NHL-Saison aus und punktete auch im vierten Spiel der Oilers. Nach der Auftaktpleite grüßen Draisaitl & Co. nun von der Spitze der Pacific Division.

Für die Oilers geht es am Samstag mit einem erneuten Gastspiel in Kalifornien weiter, wenn das Team aus Alberta auf die San Jose Sharks trifft. Die Ducks treffen bereits am Freitag auf die Winnipeg Jets.

Füllkrug spricht über BVB-Rückkehr

Ausgerechnet Niclas Füllkrug entreißt seinem Ex-Verein Borussia Dortmund in der Nachspielzeit den Sieg. Nach seinem Treffer für Werder Bremen zum 2;2 beim BVB spricht der 33-Jährige unter anderem über eine mögliche Rückkehr ins DFB-Team – wenn auch etwas widerwillig.

„Weiß ich nicht. Ich möchte auch nicht so gerne darüber reden“, sagte Füllkrug am „Sky“-Mikro angesprochen auf ein mögliches DFB-Comeback. „Jürgen Klopp hat da einen ganz anderen Weg eingeschlagen und ganz andere Jungs nominiert. Ihm geht es auch um die Zukunft. Das hat er ganz ordentlich beschrieben. Ich bin DFB-Fan. Ich gönne der Nationalmannschaft und jedem Spieler dort alles Beste und freue mich, wenn sie erfolgreich sind.“

Selbst ebenfalls wieder für die Nationalmannschaft aufzulaufen, schloss Niclas Füllkrug aber explizit nicht aus. „Wenn mein Land mich braucht, dann bin ich für mein Land da. Immer. Auch wenn ich 43 bin und noch einer in der Box stehen soll, dann komme ich auch. Aber ich bettle nicht darum und ich fordere nichts. Das wird auch nicht passieren.“

Gegen den BVB gelang Füllkrug in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch der Ausgleichstreffer. Zuvor hatte Ludovit Reis (88.) Werder wieder herangeführt, Daniel Svensson (80.) und Nico Schlotterbeck (85.) trafen ebenfalls spät für die Gastgeber.

„Wenn man so zurückkommt und das Spiel am Ende so gestaltet, dann war heute wieder eine Wahnsinnsbereitschaft da“, sagte Füllkrug.

Am Ende habe Werder „noch eine zweite Luft herausgeholt“ und sei „mutiger geworden“. Er ergänzte: „Du kannst ein ganzes Spiel beim BVB nicht so gestalten wie die letzten 15 Minuten. Dann läufst du ins offene Messer. Bis zum ersten Gegentor hatten wir gut verteidigt. Deswegen bin ich einfach glücklich, dass wir hier mit einem Punkt wegfahren.“

Er selbst habe sich auf die Rückkehr zu seinem früheren Arbeitgeber gefreut. „Vielleicht ein bisschen ungünstig für den BVB: 20.30 Uhr im Signal Iduna Park, da kommt der Champions-League-Fülle raus“, schmunzelte Füllkrug. „Aber es hat sich tatsächlich ein bisschen so angefühlt. Das Schalalala beim Aufwärmen hat mich auch schon wieder motiviert. Das habe ich vermisst. Ganz tolle Atmosphäre. Das ist ein toller Verein, ein tolles Stadion. Den Jubel konnte ich mir trotzdem nicht verkneifen.“

Stiller vor Abgang vom VfB Stuttgart

Mittelfeldspieler Angelo Stiller steht im kommenden Sommer vor einer Grundsatzentscheidung beim VfB Stuttgart. Inzwischen verdichten sich wohl die Anzeichen für einen Wechsel.

Nach dem „kicker“ berichtet nun auch „Sky“, dass es am Neckar keine baldige Vertragsverlängerung mit Stiller geben wird. Eine endgültige Entscheidung im Zukunftspoker sei damit noch nicht gefallen, so der TV-Sender. Gleichwohl gehe die Tendenz aktuell in Richtung eines Abschieds.

Stiller steht beim VfB Stuttgart nur noch bis 2028 unter Vertrag. Im nächsten Sommer bietet sich den Schwaben somit letztmalig die Chance, eine Ablöse für den Schlüsselspieler zu generieren.

Laut „Sky“ bringen sich beim Spielmacher aktuell noch keine konkreten Interessenten in Stellung. In der Stuttgarter Chefetage werde man den Markt aber im Blick behalten. So oder so: In der Kaderplanung dürfte die Personalie in den kommenden Monaten eine zentrale Rolle spielen.

Der Fall Stiller ist beim VfB Stuttgart allerdings kein Einzelfall. Auch mit Jeff Chabot, Maximilian Mittelstädt, Josha Vagnoman, Atakan Karazor, Chris Führich und Ermedin Demirovic führt der VfB laut „kicker“ vorerst keine Gespräche über eine Verlängerung ihrer 2028 auslaufenden Verträge.

Schon jetzt stehe fest, dass der Pokalfinalist aus finanziellen Gründen nicht alle Spieler aus der „2028er-Riege“ werde halten können, so das Fachmagazin.

Teil der Finanzplanung sind demnach in den kommenden Wechselperioden auch deutliche Transferüberschüsse. In Summe sollen in genau einem Jahr nach Winter- und Sommerfenster rund 40 Millionen Euro als Gewinn in der Bilanz stehen.

Schon in diesem Sommer galt gerade Stiller lange Zeit als möglicher Millionen-Verkauf. Immer wieder wurde der ehemalige Münchner mit Real Madrid in Verbindung gebracht. Als mögliche Ablöse waren bis zu 50 Millionen Euro im Gespräch. Wirklich konkret wurde es letztlich nicht.

Geheim-OP bei BVB-Kapitän Can bestätigt

Borussia Dortmunds Kapitän Emre Can hat sich nach seinem Kreuzbandriss heimlich einem weiteren operativen Eingriff unterzogen. Wann der 32-Jährige sein BVB-Comeback gibt, ist völlig offen.

Sportdirektor Ole Book bestätigte bei „Sky“ einen „kicker“-Bericht, wonach bei Can auch eine Adduktoren-OP durchgeführt wurde. „Es war wichtig, die zweite Blessur ebenfalls zu korrigieren und die Zeit zu nutzen, die er sowieso noch ausfällt“, so der Nachfolger von Sebastian Kehl.

Can hatten vor seinem Kreuzbandriss monatelang Adduktorenprobleme geplagt.

Der „kicker“ schrieb, der Eingriff sei gut verlaufen. Unter Berufung auf sein Umfeld hieß es weiter, Can sei „frohen Mutes“ und bei seiner Reha absolut im Soll. Seine Rückkehr ins Mannschaftstraining und den Spielbetrieb sei allerdings noch nicht abzusehen.

Diese Information konnte Book ebenfalls bestätigen. „Emre Can ist nicht im Trainingsbetrieb. Es wird auch bei ihm nicht so schnell gehen“, erklärte der BVB-Manager.

Nach „Bild“-Infos wird Can in diesem Kalenderjahr voraussichtlich kein Spiel mehr für den BVB bestreiten. Ein vollständiger Einstieg ins Mannschaftstraining sei demnach frühestens nach der Winterpause zu erwarten.

Im Mai hatte Can zuletzt öffentlich betont: „Ich kann mittlerweile ohne Krücken gehen und das Knie belasten. Es wird leider noch eine lange Reise.“

Der frühere Sechser, der beim BVB inzwischen als Innenverteidiger eingeplant ist, hatte sich Ende Februar im Heimspiel gegen den FC Bayern das hintere Kreuzband im linken Knie gerissen.

Seitdem arbeitet Can an seinem Comeback. Während der Länderspielpause war er zuletzt auch wieder regelmäßig auf dem Dortmunder Trainingsgelände zugegen.

Cans Vertrag beim BVB wäre eigentlich am 30. Juni ausgelaufen. Trotz seiner schweren Verletzung stattete der Vizemeister den 48-maligen Nationalspieler aber mit einem neuen Kontrakt aus, der bis zum Saisonende datiert ist.

Pogacar drohten „Neider und Nein-Sager“

Dass Tadej Pogacar trotz der Gerüchte um ein Comeback bei der Heim-EM in Slowenien letztlich nicht antrat und sich seinen Fans nur abseits des Renngeschehens präsentierte, hält Ex-Radsport-Profi Jens Voigt für eine gute Entscheidung.

„Das ist so, als hätte man damals Michael Schumacher gefragt, ob er als Mechaniker in der Box stehen kann oder ob Boris Becker nach seinem Wimbledonsieg als Balljunge auftreten würde. Superstars denken und funktionieren etwas anders als wir normalen Leute – das macht sie zu Superstars“, sagte der „Eurosport“-Experte mit Blick auf eine Helfer-Rolle Pogacars im EM-Straßenrennen, über die im Vorfeld spekuliert worden war.

Die Slowenen hätten auch ohne den für viele besten Radsportler aller Zeiten „ein sehr leistungsfähiges Team“ auf dem 196,2 Kilometer langen Kurs am Start gehabt, betonte Voigt, und verwies in diesem Zusammenhang auf Top-Talent Jakob Omrzel und Routinier Primoz Roglic.

Der zweimalige Tour-de-France-Etappensieger führte aus: „Wenn Tadej gefahren wäre, um den Leuten zuzuwinken und dann nach 100 Kilometern auszusteigen, hätten sie eventuell einen wichtigen Startplatz verschenkt. Das hätte viele Neider und Nein-Sager auf den Plan gerufen. Dass er in Zivil da war, war die beste Lösung.“

Pogacar, der nach seinem Horror-Sturz bei der Vuelta erst seit Kurzem wieder auf dem Rad unterwegs ist, hatte am Rande der EM zugegeben, seine Form sei aktuell „wirklich schlecht“. Daher habe er Gedankenspiele um eine aktive Teilnahme verworfen.

In Abwesenheit des Radsport-Überfliegers sicherte sich Remco Evenepoel die Goldmedaille im Sprint-Duell gegen Giulio Ciccone – und das denkbar knapp. Die Entscheidung war erst per Fotofinish klar.

Ciccone habe verloren, „weil sein Tigersprung weniger perfekt war“, analysierte Voigt. „Remco schmeißt das Rad so weit nach vorne, wie es irgendwie geht. Die Arme von Ciccone sind im entscheidenden Moment senkrecht nach unten – er hat seinen Tigersprung zu spät angesetzt.“

Kantersieg! Falcons vermiesen Jubiläum in New Orleans

Die Atlanta Falcons (2-2) haben zum Abschluss in Week 4 ein Ausrufezeichen gesetzt: Bei den New Orleans Saints (1-3) feierte man einen souveränen 45:24-Erfolg – und vermieste dabei ganz besondere Feierlichkeiten.

Vor genau 20 Jahren hatten die New Orleans Saints den Superdome nach den verheerenden Schäden von Hurricane Katrina wiedereröffnet. Damals hatte man die Falcons noch mit 23:3 geschlagen. Nach den Feierlichkeiten vor der Partie gab es aber schnell nichts mehr zu bejubeln.

Ein Grund: Running Back Bijan Robinson. Der lief für insgesamt 145 Yards und 2 Touchdowns und machte bereits im dritten Play seines Teams klar, wo die Reise hingehen würde: Es war ein Touchdown über 59 Yards. „Wir gingen zurück an die Seitenlinie und sagten: ‚Genau das wollten wir.‘ Sie früh überwältigen, damit die Zuschauer kein Faktor werden.“

Zur Pause hatten die Falcons ihren Vorsprung auf 24:7 ausgebaut, und es wurde auch in der zweiten Hälfte nicht besser für die Saints, die mehrfach von ihren eigenen Fans ausgebuht wurden. „Natürlich sind die Fans verärgert“, sagte Quarterback Tyler Shough (286 YDS, TD). „Man kriegt gegen die Falcons so auf die Mütze? Ich würde auch buhen.“

Falcons-QB Michael Penix Jr. sah in seinem zweiten Start der Saison wieder gut aus (15/20, 223 YDS, TD), der zweite Running Back Brian Robinson erzielte gleich 3 Touchdowns. Atlanta verbuchte 420 Yards Raumgewinn und profitierte von einem verschossenen Field Goal und einem Fumble des Gegners.

In Week 5 muss Atlanta im Sunday Night Game daheim gegen die Baltimore Ravens (3-1) ran. New Orleans empfängt die noch ungeschlagenen Minnesota Vikings.