BVB-Youngster erklärt seine Tor-Explosion

Es waren irre Jubel-Szenen, die sich in der 59. Minute zwischen Borussia Dortmund und dem FC Augsburg abspielten. Das 18-jährige Abwehrjuwel Luca Reggiani hatte per Kopf zum 2:0-Endstand für seinen BVB getroffen und war in den Momenten danach gar nicht mehr einzufangen. Nach der Partie sprach der Teenager über den bislang größten Moment seiner jungen Profikarriere.

„Verrückt! Ich konnte es kaum glauben, als ich sah, wie der Ball ins Tor ging. Ich kann das gar nicht beschreiben, wie sich das angefühlt hat, denn das war wirklich unglaublich“, zeigte sich der junge Innenverteidiger nach dem wichtigen Dortmunder Heimsieg gegen den FC Augsburg noch völlig aufgelöst.

Der Youngster hat in den vergangenen Wochen eine steile Entwicklung bei den Schwarz-Gelben genommen. Aufgrund der anhaltenden Personalprobleme in der Defensive berief BVB-Cheftrainer Niko Kovac den A-Jugendlichen zuletzt vermehrt in den Profi-Kader.

Fünf Einsätze für die Lizenzspielermannschaft stehen mittlerweile schon zu Buche für das italienische Top-Talent, einer davon in der Champions League.

Am Samstag marschierte der 1,94-Meter-Hüne dann erneut bei den Standardsituationen mit nach vorne. Mitte der zweiten Halbzeit war es dann tatsächlich soweit: Nach einer Ecke von Julian Ryerson war der groß gewachsene Innenverteidiger der Dortmunder nicht mehr zu verteidigen und nickte zum 2:0 direkt vor der Dortmunder Südtribüne ein.

Reggiani war danach nicht mehr zu halten und ließ seinen Emotionen freien Lauf: „Ich bin sehr glücklich, mein erstes Tor geschossen zu haben und jetzt geht es weiter“, meinte er Senkrechtstarter im Anschluss.

Über seine Beförderung von der U19- und U23-Auswahl der Dortmunder bis hin zu den Profis innerhalb weniger Wochen meinte der italienische Juniorennationalspieler begeistert: „Das geht alles so schnell. Vor einem Monat habe ich mein Debüt gegeben. Dann die Champions League und jetzt mein erstes Tor. Aber ja, ich bin sehr glücklich über alles, was gerade passiert. Es ist wirklich unglaublich, in diesem Stadion vor diesen Fans zu spielen.“

„Nicht mit Ruhm bekleckert“: RB stolpert in Augsburg

Ein überwiegend regungslos am Spielfeldrand stehender Trainer Marco Rose hat mit RB Leipzig eine weitere enttäuschende Vorstellung in der Fußball-Bundesliga abgeliefert.

„Wir haben uns heute nicht mit Ruhm bekleckert. Wir hätten heute gerne gewonnen, aber dafür hätten wir besser Fußball spielen müssen“, sagte der RB-Coach.

Das offensiv trostlose 0:0 von RB Leipzig beim FC Augsburg, der zum sechsten Mal nacheinander ungeschlagen blieb, war zum Auftakt des 22. Spieltags beileibe keine Empfehlung für den nächsten Einzug in die Champions League.

„Uns fehlte die Durchschlagskraft im Angriff. Wir hatten gute Kontrolle und am Ende einige gute Chancen. Darum ärgern wir uns“, befand Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi bei „DAZN“. Auch David Raum kritisierte die Offensive. „Wir sind nicht torgefährlich genug“, sagte der Nationalspieler.

Der VfB Stuttgart könnte die Leipziger am Samstag mit einem Heimsieg gegen Wolfsburg von Platz vier verdrängen. Roses Team bot einen Fußball, der mit der von Tempo, Energie und Pressing geprägten Red-Bull-DNA wenig zu tun hatte.

Die Gäste hatten am Ende sogar erst Glück, dass Augsburgs Frank Onyeka aus 13 Metern in zentraler Position den Ball am Leipziger Tor vorbeischoss (82.). Und dann waren sie im Pech, als der eingewechselte Kosta Nedeljkovic in der Nachspielzeit an die Latte köpfte. Den insgesamt 28. Saisonpunkt verdiente sich der FCA mit ordentlicher Arbeit.

In Ballbesitz fehlte es dem Tabellenvierten an fußballerischen Ideen und Überraschungsmomenten. Großchancen erspielten sich die Gäste um den auch wenig kreativen Xavi Simons nicht. Von Stürmer Benjamin Sesko war nichts zu sehen. Loïs Openda saß etwas über eine Stunde lang auf der Bank, bis er den wirkungslosen Christoph Baumgartner als zusätzlicher Stürmer ablöste. Der Joker stach aber auch nicht.

Abwehrspieler Lutsharel Geertruida schoss in der ersten Hälfte einmal gefährlich aus der Distanz (11. Minute). Nationalspieler David Raum prüfte FCA-Torwart Finn Dahmen (28.). Aber echten Druck baute Roses Mannschaft nur in einigen Mini-Phasen nach der Halbzeitpause auf.

Dahmen reagierte allerdings gut bei einem Abschluss von Ex-Nationalspieler Lukas Klostermann, der den gesperrten Willi Orban als Abwehrchef vertrat (47.). Und Simons verfehlte das Augsburger Tor nur knapp aus 18 Metern (49.). Der Wille, den wichtigen Auswärtssieg zu erzwingen, war nicht zu erkennen.