Sylla trifft doppelt: Schalke feiert Testspiel-Erfolg

Der FC Schalke 04 hat das zweite Spiel seiner Sommer-Vorbereitung beim Drittliga-Absteiger Erzgebirge Aue mit 4:2 gewonnen. Beim Gastspiel im Erzgebirge fehlte Neuzugang Robin Gosens noch im Schalker Aufgebot.

Für die Führung der Königsblauen sorgte nach einer Anfangsphase mit zwei zarten Annäherungsversuchen in der 28. Spielminute Mittelstürmer Moussa Sylla.

Am linken Rand des Sechzehners setzte sich Adil Aouchiche durch und flankte in die Mitte. Dort stürmte Aues Keeper Max Uhlig aus seinem Kasten, kam allerdings nicht an den Ball, weil Sylla vor dem herauseilenden Schlussmann aus kurzer Distanz ins verwaiste Tor einköpfte.

Kurz vor der Pause legte der Favorit nach: Eine Ecke von der linken Seite köpfte Mertcan Ayhan völlig freistehend aus sechs Metern auf das Auer Gehäuse.

Erneut sah Uhlig nicht gut aus und konnte den wenig kraftvollen Kopfball des FC Schalke 04 Eigengewächses nur nach vorne prallen lassen. Dort stand Sylla erneut goldrichtig und stocherte den Ball aus wenigen Metern über die Linie.

Für den zweiten Durchgang veränderte Miron Muslic seine Mannschaft auf zehn Positionen. Und die neue Schalke-Elf kam mit reichlich Rückenwind aus der Kabine.

Nur vier Minuten nach Wiederbeginn kam Christian Gomis im Strafraum zu Fall. Den fälligen Strafstoß von Bryan Lasme kratzte Aue-Keeper Uhlig allerdings aus dem linken Eck.

Direkt im Anschluss stellte Schalke mit einem Doppelschlag dann aber endgültig die Weichen für den standesgemäßen Erfolg. Erst vollendete Gomis ein Zuspiel von Youngster Rösner trocken zum 3:0 (51.).

Nur drei Minuten später fand Lasme nach einem Pass von Donkor im gegnerischen Strafraum die Lücke. Anders als bei seinem Elfmeter-Fehlschuss blieb der Stürmer diesmal eiskalt vor dem Tor.

Nach dem 4:0 reduzierten die Knappen das Tempo, sodass Aue mehr Zugriff auf das Spiel bekam. Durch den Kopfballtreffer von Marcel Bär (62.) und einen Abpraller von Chadi Ramadan (71.) konnte der Viertligist noch verkürzen. Besonders beim zweiten Gegentor wirkte die umgebaute Schalke-Abwehr nicht sattelfest.

Für den Bundesliga-Aufsteiger geht es nach dem Testspiel direkt weiter ins Trainingslager. Bis zum 26. Juli will man sich im Zillertal den Feinschliff für die neue Saison holen.

In Österreich finden dann auch noch Testspiele gegen den FC Kharkiv (Mittwoch, 22. Juli, 16 Uhr) und Fagiano Okayama (Samstag, 25. Juli, 16 Uhr) statt. Beim ersten Testspiel hatte S04 am vergangenen Samstag gegen den FC Gütersloh noch eine überraschende 1:2-Pleite kassiert.

Meister! FC Schalke 04 bejubelt „perfektes Wochenende“

Am Samstagabend machte der FC Schalke 04 mit einem 1:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf die Rückkehr in die deutsche Fußball-Bundesliga perfekt, am Sonntag sorgte die Konkurrenz dann dafür, dass den Knappen auch die Zweitliga-Meisterschaft nicht mehr zu nehmen ist. Ein Erfolg auf den die S04-Verantwortlichen angemessen reagierten.

Die SV Elversberg hat den SC Paderborn im Aufstiegskracher mit 5:1 vom Rasen gefegt, Hannover 96 patzte beim 3:3-Heimremis gegen Schlusslicht Preußen Münster und steht am Ende des 32. Spieltags der 2. Fußball-Bundesliga unumstößlich fest, dass der FC Schalke 04 die Saison als Tabellenführer beendet. Trainer Miron Muslic und Co. reagierten auf den Erfolg.

„Ein perfektes Wochenende für uns! Die beste Mannschaft der Liga zu sein, das sagt vieles über unsere Saison aus. Wir wollen die zwei ausstehenden Spiele gut bestreiten und dann freuen wir uns auf die Feier mit unseren Fans nach dem letzten Spiel“, wird Muslic in einer offiziellen Mitteilung der Königsblauen zitiert.

Sportvorstand Frank Baumann ergänzt: „Wir freuen uns sehr, nach dem Aufstieg nun auch Platz eins sicher zu haben. Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison ist das ein großer Erfolg – Kompliment an alle, die an diesem Weg mitgearbeitet haben! 67 Punkte nach 32 Spielen – so viele hat seit zehn Jahren keine Mannschaft mehr geholt. Das zeigt eindrucksvoll die Leistungsstärke. Deswegen ist die Zweitliga-Meisterschaft auch verdient.“

Direktor Profifußball Youri Mulder sprach zudem von einem „grandiosen Wochenende für Schalke und unsere Stadt“.

Am Samstag hatte Muslic im Interview mit RTL bereits betont: „Es ist etwas Besonderes. Wir sind einfach nur glücklich und stolz, dass wir das mit so vielen Schalkern hier im Stadion und überall in Deutschland feiern dürfen.“

Zur Feier des Tages hatte der Österreicher zudem verkündet, dass er seinen Vertrag bei den Knappen bis Ende Juni 2028 verlängert hat. Muslic hatte Schalke im Sommer übernommen und im ersten Anlauf zum Bundesliga-Comeback geführt.

Dzeko bei Schalke 04 „kein Top-Verdiener“

Mit Edin Dzeko hat der FC Schalke 04 einen neuen Wandspieler verpflichtet. Was Sportvorstand Frank Baumann unter anderem beeindruckte: Dem neuen Stürmer-Star ging es in den Verhandlungen keineswegs ums Geld.

Edin Dzeko hat „Bock auf Schalke“, das hat Sportvorstand Frank Baumann schon im ersten Transfergespräch direkt gespürt, wie er am Sonntag bei „Sky“ betonte. Der 39-jährige Stürmer hatte selbst den Kontakt zu S04-Cheftrainer Miron Muslic aufgenommen, dann ging es mit Baumann schnell in die Verhandlungen.

„Ehrlicherweise hatte ich das noch nicht für bare Münze genommen“, räumte Baumann, der in seiner aktiven Karriere selbst noch gegen den damaligen Wolfsburger gespielt hatte, ein. Doch dann ging alles ziemlich schnell.

Der Schalker Sportvorstand verriet nämlich, dass man sich mit dem Thema Gehalt nicht allzu lange aufgehalten habe: „Es war vom ersten Gespräch an klar, dass es Edin nicht ums Geld geht. Wir haben gesagt, dass unser Budget eingeschränkt ist. Das war gar kein Thema.“

Baumann habe Dzeko frühzeitig signalisiert, „was wir zahlen können“. Der Schalke-Boss führte aus: „Er ist kein Top-Verdiener, ist vom Grundgehalt mittendrin.“ Dafür erhält der Neuzugang im Aufstiegsfall einen Bonus, der „vielleicht größer ausfällt als bei anderen“.

Auch auf die Frage, ob Dzekos Vertrag nach erfolgreichem Aufstieg automatisch verlängert wird, gab der 50-Jährige eine klare Antwort: „Nein. Wir haben uns erst einmal auf einen Vertrag bis zum Sommer geeinigt.“

Begeistert über den Transfer zeigte sich am Sonntagmittag derweil wenig überraschend auch der Gelsenkirchener Cheftrainer Miron Muslic. „Er ist ein Superstar, ein Champion, der unbedingt zu Schalke wollte“, so der Übungsleiter, der den Neuzugang gegen den 1. FC Kaiserslautern prompt in den Kader berief.

„Wir wollen ihn aufbauen, wir haben einen Plan. Diese Woche reicht es vielleicht für 15, dann 30 Minuten. Wir gehen das step by step an“, gab Muslic einen Einblick.

Dass der S04-Coach schon länger auf der Suche nach einem waschechten Mittelstürmer war, darüber machte er am „Sky“-Tisch vor dem Anpfiff keinerlei Hehl. Mit dabei nämlich auch Ex-Torjäger Simon Terodde, der einst auf Schalke stürmte und inzwischen als TV-Experte arbeitet.

 

Reschke wollte Woltemade zu Schalke holen

Nick Woltemade im königsblauen Trikot? Das wäre durchaus möglich gewesen. Wie Michael Reschke im exklusiven Interview mit RTL/ntv und sport.de verraten hat, wollte er den Shootingstar vom VfB Stuttgart einst verpflichten wollte, als er für den FC Schalke 04 als Technischer Direktor tätig war.

„Ich kann ein kleines Geheimnis verraten“, beginnt Michael Reschke im exklusiven Interview mit RTL/ntv und sport.de, als er auf die steile Entwicklung von Nick Woltemade angesprochen wird: „Zu meiner Schalke-Zeit haben wir versucht, Nick Woltemade zu verpflichten.“

Reschke übernahm zur Bundesliga-Saison 2019/20 beim FC Schalke 04 den damals neu geschaffenen Posten des Technischen Direktors. Damals war er für die Neuausrichtung der Scoutingabteilung sowie für die Kaderplanung verantwortlich. Woltemade kickte da noch in den Nachwuchsmannschaften des SV Werder Bremen.

Reschke habe kürzlich erst die Eltern des 23-Jährigen wiedergetroffen. „Wir haben über die Gespräche damals noch einmal ein bisschen nachdiskutiert.“ Woltemade blieb damals den Grün-Weißen treu, gab wenig später auch sein Pflichtspieldebüt.

Stuttgart-Star Woltemade hat bereits „internationale Klasse“

Nachdem er auch in der Spielzeit 2021/22 über Kurzeinsätze nicht hinaus kam, wurde er für eine Saison an den damaligen Drittligisten SV Elversberg verliehen. Nach einer Bundesliga-Saison mit Werder entschied sich Woltemade im vergangenen Sommer für einen ablösefreien Wechsel zum VfB Stuttgart. Dort startete er nach Startschwierigkeiten durch, überzeugte vor allem in der Rückrunde. Am Ende verbuchte er in seiner ersten VfB-Saison 17 Tore, die ihm jüngst auch eine erste Einladung von Bundestrainer Julian Nagelsmann einbrachten.

Woltemades Entwicklung sei „außergewöhnlich“, so Reschke nun: „Das technische Rüstzeug, das Gespür fürs Spiel – das ist absolute Klasse.“

Der Angreifer besitze bereits „internationale Klasse“, wenngleich man in den beiden Länderspielen in der Nations League gegen Portugal und Frankreich habe erkennen können, dass die „A-Nationalmannschaft oder das absolute Spitzenniveau schon noch einmal sehr herausfordernd für ihn ist“.

Schalke-Profi der beste Zweitliga-Spieler?

Laut Zweitliga-Ikone Simon Terodde war Kenan Karaman vom FC Schalke 04 der beste Spieler der abgelaufenen Hinrunde im gesamten Unterhaus.

„Nicht weil ich ihn gut kenne, nicht weil ich ihn mag, sondern einfach, weil er in der Schalker Mannschaft, die riesige Probleme hatte, heraussticht, wieder mit neun Kisten“, sagte der „Sky“-Experte über Kenan Karaman.

Der 30-Jährige überzeugt nicht nur mit seinen Leistungen, die unter anderem dazu führten, dass Schalke sogar wieder nach oben schielen darf, sondern auch als Führungskraft und Klartext-Sprecher abseits des Feldes.

„Wer weiß, wo Schalke stehen würde. Als Kapitän musst du nicht nur auf dem Platz, sondern auch neben dem Platz performen. Das hat er komplett gemacht. Mein riesiger Respekt dafür. Immer wieder so zu performen, Hut ab! Deswegen ist Karaman für mich der Spieler der Hinrunde“, erklärte Terodde, der im Sommer seine Karriere bei den Königsblauen beendet hatte.

Der gebürtige Stuttgarter war 2022 für 1,4 Millionen Euro von Besiktas zum FC Schalke 04 gewechselt und blieb dem Verein auch nach dem Abstieg in die 2. Liga im darauffolgenden Sommer treu. 2023/2024 gehörte er dann zu den Leistungsträgern mit 14 Treffern und neun Vorlagen in 31 Pflichtspielen.

Laut Zweitliga-Ikone Simon Terodde war Kenan Karaman vom FC Schalke 04 der beste Spieler der abgelaufenen Hinrunde im gesamten Unterhaus.

„Nicht weil ich ihn gut kenne, nicht weil ich ihn mag, sondern einfach, weil er in der Schalker Mannschaft, die riesige Probleme hatte, heraussticht, wieder mit neun Kisten“, sagte der „Sky“-Experte über Kenan Karaman.

Der 30-Jährige überzeugt nicht nur mit seinen Leistungen, die unter anderem dazu führten, dass Schalke sogar wieder nach oben schielen darf, sondern auch als Führungskraft und Klartext-Sprecher abseits des Feldes.

„Wer weiß, wo Schalke stehen würde. Als Kapitän musst du nicht nur auf dem Platz, sondern auch neben dem Platz performen. Das hat er komplett gemacht. Mein riesiger Respekt dafür. Immer wieder so zu performen, Hut ab! Deswegen ist Karaman für mich der Spieler der Hinrunde“, erklärte Terodde, der im Sommer seine Karriere bei den Königsblauen beendet hatte.

Der gebürtige Stuttgarter war 2022 für 1,4 Millionen Euro von Besiktas zum FC Schalke 04 gewechselt und blieb dem Verein auch nach dem Abstieg in die 2. Liga im darauffolgenden Sommer treu. 2023/2024 gehörte er dann zu den Leistungsträgern mit 14 Treffern und neun Vorlagen in 31 Pflichtspielen.

Schalke feiert ersten Sieg unter van Wonderen

Der FC Schalke 04 hat in der 2. Fußball-Bundesliga den lang ersehnten Befreiungsschlag geschafft und damit die sportliche Krise vorerst entschärft.

Im Kellerduell gewann S04 mit 2:0 (1:0) gegen Jahn Regensburg, Trainer Kees van Wonderen feierte nach vier Pflichtspielen ohne Sieg zum Start seiner Amtszeit den bitter benötigten ersten Dreier an der Seitenlinie.

Kapitän Kenan Karaman (16.) und Toptorjäger Moussa Sylla (53.) sorgten für eine kollektive königsblaue Erlösung nach zuletzt schwachen Leistungen. Nach dem Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz verließ S04 die Gefahrenzone wieder – muss den Aufwärtstrend nach der Länderspielpause aber erst noch bestätigen.

Schalke hatte mal wieder eine turbulente Woche hinter sich: „Eurofighter“ Youri Mulder wurde zum Sportdirektor ernannt, Justin Heekeren als Sieger des Torwart-Castings ausgerufen – und seit Donnerstag geisterte auch noch der Name Anthony Modeste um die Arena. Noch während des Spiels gab es aber eine Abfuhr des vereinslosen Franzosen.

Im Vordergrund stand aber die sportliche Misere. Van Wonderen bekam von Mulder und Vorstandschef Matthias Tillmann demonstrativ den Rücken gestärkt, der Niederländer selbst holte sich Tipps von Jahrhunderttrainer Huub Stevens und brachte es vor dem Spiel bei Sky auf den Punkt: „Wir brauchen einen Erfolg!“

Eine Woche nach dem enttäuschenden 0:0 beim SSV Ulm und wenige Tage vor der Mitgliederversammlung begannen die Königsblauen mit viel Willen. Die flache Hereingabe von Tobias Mohr behauptete Karaman stark, sein Schuss aus der Drehung sprang vom rechten Innenpfosten ins Tor. „Je schlechter es dem Verein geht, desto mehr kommen. Das ist sensationell“, schwärmte Schalkes ehemaliger Stürmer Simon Terodde angesichts der Stimmungsexplosion der rund 60.000 blau-weißen Fans nach dem Führungstreffer.

Und die Gastgeber blieben tonangebend. Erst scheiterte Startelf-Rückkehrer Sylla noch freistehend an Jahn-Keeper Felix Gebhardt (35.), dann staubte er aber zu seinem siebten Saisontor ab.

 

Beim FC Schalke 04 soll es mächtig „knistern“

Am Ende der Saison sollte die sofortige Rückkehr in die 1. Bundesliga stehen, nachdem 28. Spieltage der Zweitligasaison 2023/24 Geschichte sind, ist der FC Schalke 04 vom Aufstieg allerdings meilenweit entfernt. Im Gegenteil: Die Knappen zittern im Tabellenkeller sogar um Klassenerhalt. Kein Wunder, dass die Stimmung bei den Königsblauen alles andere als gut sein soll.

Im Teamgefüge des FC Schalke 04 „knistert es“, berichtet der „kicker“, von einem „Wir-Gefühl“ sei mal wieder nicht all zu viel zu spüren.

Ausschlaggebend für den Missmut ist demnach nicht zuletzt die Suspendierung von Dominick Drexler am vergangenen Dienstag.

Der 33-Jährige wurde von Cheftrainer Karel Geraerts auf unbestimmte Zeit in die 2. Mannschaft verbannt, nachdem er einen mit Schokoshake gefüllten Becher durch die Kabine geworfen und einen Mitspieler getroffen haben soll. Auslöser soll das späte Gegentor beim 1:1 gegen Hannover 96 am 28. Spieltag gewesen sein.

„Als Team müssen wir in den verbleibenden Spielen eng für den Klassenerhalt zusammenstehen, diesem Ziel muss sich jeder Einzelne unterordnen, das haben wir der Mannschaft unmissverständlich klargemacht. Dominick hat sich zuletzt über die Mannschaft gestellt. Ich habe deshalb die Entscheidung getroffen, dass Dominick bis auf Weiteres Teil der U23 ist“, erklärte Geraerts seine Entscheidung, die dem „kicker“ zufolge allerdings “ in weiten Teilen kritisch“ gesehen wird.

Zudem enthüllt das Fachmagazin einen überraschenden Kniff, mit dem die Gelsenkirchener (vergeblich) versucht haben soll, ihre Stars auf dem Rasen zu motivieren.

Der chronisch klamme Klub soll satte 400.000 Euro Siegprämie ausgegeben haben, hätte man aus den Spielen gegen den Karlsruher SC (0:0), Hannover 96 (1:1) und den 1. FC Nürnberg (13. April) mindestens sieben Punkte geholt. Ein Vorhaben, das schon nicht mehr erreicht werden kann.

Schalke verspielt Sieg in Hannover

Der FC Schalke 04 hat sich im Abstiegs- und Existenzkampf selbst ein Bein gestellt. Der wankende Traditionsklub führte bei Hannover 96 am Sonntag mit einer starken Leistung lange Zeit verdient, bis Paul Seguin (81.) ein ganz kurioses Kuller-Eigentor zum Endstand von 1:1 unterlief.

U17-Weltmeister Assan Ouedraogo (17.) hatte nach einem Sololauf das Schalker Führungstor erzielt, das von 15.000 mitgereisten Fans euphorisch bejubelt wurde.

Am Ende stand immerhin der erste Auswärtspunkt des Jahres – die Schalker haben nun zwei Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz 16.

Das Supertalent Ouedraogo eroberte den Ball auf der rechten Seite, zog nach innen, ließ zwei Gegenspieler stehen und schloss mit einem Schuss ab, der 96-Torhüter Ron-Robert Zieler keine Chance ließ.

Der 17-Jährige zeigte, warum er international begehrt ist und zum spärlich gewordenen Tafelsilber der Königsblauen zählt. Simon Terodde (29.) hätte auf seine Vorlage hin sogar auf 2:0 erhöhen können, S04 gab überraschend klar den Ton an.

Hannover, mit Hoffnung auf den dritten Tabellenplatz angetreten, enttäuschte vor 49.000 Zuschauern, startete aber nach dem späten Ausgleich noch eine Schluss-Offensive. In den 80 Minuten zuvor hatten die Gastgeber sich keine einzige klare Torchance erspielt.

Schalke verteidigte mit großer Leidenschaft, Seguin spitzelte den Ball dann aber bei einem der seltenen 96-Angriffe von der Strafraumgrenze aus am eigenen Torwart vorbei.

Top-Klub plant Gespräche mit Ouédraogo

Assan Ouédraogo vom FC Schalke 04 zählt zu den begehrtesten Mittelfeldtalenten Europas, unter anderem der FC Bayern, RB Leipzig und Eintracht Frankfurt zeigen Interesse an einer Verpflichtung. Ein internationaler Top-Klub plant jedoch dazwischenzugrätschen und alsbald einen ersten Kontakt mit dem S04-Juwel herzustellen.

Der FC Liverpool plant erste Gespräche mit U17-Nationalspieler Assan Ouédraogo vom FC Schalke 04. Das berichtet „Bild“-Chefreporter Christian Falk in seiner Kolumne „Daily Briefing“ von Transfer-Experte Fabrizio Romano.

Die Reds waren schon vor einigen Wochen als potenzielle Interessenten des Schalke-Talents genannt worden. Nun werden offenbar konkrete Schritte eingeläutet, um den DFB-Youngster auf die Insel zu lotsen.

Jürgen Klopps Liverpoolern werden dem Bericht zufolge aber nicht die allerbesten Chancen auf Erfolg ausgerechnet. Es scheine, als halte RB Leipzig, und somit vor dem FC Bayern, derzeit die besten Karten in der Hand.

„Sky“ hatte kürzlich vermeldet, dass die Münchner Verantwortlichen ein Treffen mit Ouédraogos Management ansetzen wollen. Demnach wollen beide Seiten dabei ihre Ideen austauschen. Sportdirektor Christoph Freund habe sich dem Thema beim FC Bayern mittlerweile angenommen.

Ouédraogo kam zum Saisonstart zu seinem Profidebüt beim FC Schalke 04, gleich im ersten Spiel gelang ihm ein Tor. Derzeit besitzt der U17-Europameister einen Nachwuchsvertrag, mit seinem 18. Geburtstag wird dieser dann in einen Profivertrag umgewandelt. Wie „Sport Bild“ enthüllte, sind darin zahlreiche Klauseln verankert, die einen Transfer im kommenden Sommer begünstigen könnten.

Bundesliga-Klubs wie Leipzig oder Bayern München müssten dem Blatt zufolge rund zwölf Millionen Euro Ablöse zahlen. Für ausländische Interessenten wie dem FC Liverpool wäre die Verpflichtung von Ouédraogo derweil etwas teurer.

 

Millionen-Ablöse: Schalke gibt Zalazar-Abgang bekannt

Der FC Schalke 04 hat nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga einen seiner wichtigsten Spieler verloren. Der Revierklub gab den Abschied von Rodrigo Zalazar bekannt.

Offensivspieler Rodrigo Zalazar wechselt vom FC Schalke 04 zum portugiesischen Erstligisten Sporting Braga. Während der Revierklub in seiner Mitteilung angab, Stillschweigen über die Ablösemodalitäten vereinbart zu haben, verrieten die Portugiesen, dass fünf Millionen Euro als Ablösesumme beschlossen wurden.

In seinem neuen bis 2028 gültigen Vertrag sei zudem eine Ausstiegsklausel in Höhe von 50 Millionen Euro festsetzt worden.

Zalazars Vertrag auf Schalke lief ursprünglich noch bis 2026. „Nachdem Rodrigo uns mitgeteilt hat, den Verein nach zwei Jahren verlassen zu wollen, haben wir eine passende Lösung für alle Seiten gesucht. Wir haben klare wirtschaftliche Bedingungen gestellt, die Sporting Braga nun erfüllt hat“, wird André Hechelmann, Sportdirektor des FC Schalke 04, in der Vereinsmitteilung zitiert.

FC Schalke 04 hat Zalazar-Nachfolger schon verpflichtet

Zalazar werde „mit seinem Aufstiegs-Tor gegen St. Pauli und dem 60-Meter-Treffer gegen Nürnberg immer ein Teil der Schalker Klubgeschichte sein“, so Hechelmann außerdem: „Wir danken ihm sehr für seinen Einsatz in Blau und Weiß und wünschen ihm für seinen weiteren sportlichen sowie privaten Weg alles Gute.“

Der Mittelfeldspieler war in der Saison 2021/22 zunächst auf Leihbasis von Eintracht Frankfurt zum FC Schalke 04 gewechselt. Nach dem gelungenen Aufstieg wechselte er fest nach Gelsenkirchen. In der vergangenen Saison gelangen dem 23-Jährigen in 22 Partien ein Tor und sechs Vorlagen.

Die Nachfolge für Rodrigo Zalazar ist beim Zweitligisten derweil schon gesichert: Am Freitagvormittag hatte Schalke 04 die Verpflichtung von Lino Tempelmann bekannt gegeben. Der 24-Jährige, zuletzt auf Leihbasis für zwei Jahre beim 1. FC Nürnberg aktiv, kommt vom SC Freiburg und unterschrieb einen Vertrag bis 2026.