Ekstase pur: Die Reaktionen auf Adebayos Rekordnacht

Bam Adebayo stellte mit 83 Punkten beim 150:129-Heimsieg der Miami Heat gegen die Washington Wizards am Dienstag alles andere in den Schatten. Selbst Superstars wie Kevin Durant, LeBron James oder Damian Lillard konnten es kaum glauben.

Durant, der nach seinem eigenen Spiel mit den Houston Rockets gegen die Toronto Raptors mit der Adebayo-Gala konfrontiert wurde, war über alle Maßen glücklich für seinen Team-USA-Kollegen.

„Ich habe mir den Statistikbogen angeschaut. Das ist ziemlich verrückt: 40 Würfe, 40 Freiwürfe, 20 Dreier – das erfordert eine Menge Ausdauer, Mann“, sagte Durant nach dem 113:99-Sieg über die Raptors. „Es kostet viel Energie, da rauszugehen, all diese Würfe zu nehmen und sie dann auch zu treffen, einen Rekord aufzustellen, Kobe zu überholen und zum zweitbesten Punktesammler in der Geschichte des Spiels zu werden. Ich meine, verdammt. Glückwunsch an ihn. Eine riesige, riesige Leistung – etwas, worüber wir für immer sprechen werden.“

Durant war jedoch nicht der einzige Akteur in Houston, der sich zur Eskalation des Heat-Stars äußerte. Rockets-Trainer Ime Udoka konnte sich einen Seitenhieb in Richtung der Wizards nicht verkneifen. „Als Erstes fragt man sich: wie? Nicht wegen ihm, sondern wegen der Art, wie er spielt. Ich habe gesehen, dass er nur sechs Dreier getroffen hat, aber etwa 40 Freiwürfe oder so – das erzählt die ganze Geschichte – und die Washington Wizards.“

Damian Lillard, der Adebayo wie Durant aus den gemeinsamen Auftritten für die US-amerikanische Nationalmannschaft kennt, erzählte von einem Gespräch, das sich während der Olympischen Spiele 2021 zugetragen haben soll.

„Bam hatte sich für Olympia etwas vorgenommen: ‚Ich versuche, im Schnitt 30 zu machen.‘ Ich habe wortwörtlich zu ihm gesagt: ‚Du glaubst, du bist jemand, der Abend für Abend 30 Punkte macht?'“, führte Lillard aus. „Er hatte dafür kein Verständnis, ich habe ihm aber gesagt, dass ich ihn noch nie als diesen Scorer wahrgenommen habe. Als ich ihn heute gesehen habe, dachte ich nur: ‚Vielleicht wusste er etwas, was ich nicht wusste.'“

Heat lehnen wohl Wiggins-Trade ab

Kürzlich machten Meldungen die Runde, dass sich die Meinung der Los Angeles Lakers über eine Verpflichtung von Andrew Wiggins verändert habe. Die Miami Heat sind aber wohl gar nicht an einem Trade ihres Flügelspielers interessiert.

Das geht aus einem Bericht von Brett Siegel hervor, der für ClutchPoints verriet, dass man in South Beach vorerst an Wiggins festhalten wolle. „Im Moment hat Miami Heat kein großes Interesse daran, Wiggins zu traden, und geht davon aus, zunächst abzuwarten, wie sich die Dinge in den ersten Monaten der regulären Saison entwickeln“, formulierte Siegel am Mittwoch. „Miami hat einen hohen Preis für den ehemaligen Nummer-1-Pick aufgerufen, den die Lakers bislang nicht zu zahlen bereit waren.“

Wiggins kam erst in der vergangenen Saison im Zuge des Jimmy-Butler-Trades von den Golden State Warriors zu den Heat. In 17 Spielen im Miami-Trikot verbuchte der 30-Jährige 19,0 Punkte, 4,2 Rebounds und 3,3 Assists. Sein Vertrag läuft noch bis zu zwei Jahre. In der Saison 2025/26 wird der Kanadier 28,2 Millionen Dollar verdienen. Für die Spielzeit darauf hält er eine Spieler-Option, die ihm noch einmal 30,1 Millionen Dollar einbringen würde.

Wiggins wäre nicht der erste Spieler im Kader von Trainer Erik Spoelstra, auf den man zu Saisonbeginn ein genaues Auge werfen möchte. Laut Miami Herald gilt das auch für Neuzugang Norman Powell, den man bei entsprechender Leistung mit einer Vertragsverlängerung ausstatten möchte.

Allerdings stehen die Heat schon jetzt nur noch etwas unter zwei Millionen Dollar unter der Luxussteuerschwelle. In Nikola Jovic (Rookie-Deal), Powell und Terry Rozier hat man drei Akteure, dessen Verträge nach dieser Saison auslaufen. Während bei Rozier, der im Zentrum einer Sportwetten-Affäre steht, keine Verlängerung in Aussicht steht, wird man mit Jovic bestimmt verlängern wollen.

Um mit Blick auf die Free Agency 2026 mehr Platz im Gehaltsgefüge zu schaffen, könnte man also den lukrativen Vertrag Wiggins‘ abgeben. Umgarnt wird der NBA Champion von 2022 mit den Golden State Warriors etwa von den Los Angeles Lakers. Laut The Athletic habe sich im Laufe des Sommers die Perspektive auf eine Verstärkung mit einem Spielertyp von Wiggins verändert.