Edmonton Oilers stecken „in der Klemme“

Nachdem die Edmonton Oilers das Spiel 1 der Playoff-Serie gegen die Anaheim Ducks noch für sich entscheiden konnten, steht das Team nach drei Niederlagen in Folge vor dem dritten Heimspiel mit dem Rücken zur Wand. Die Hoffnung, mit drei Siegen in Folge doch noch in die nächste Runde der NHL-Postseason einziehen zu können, ist bei der Franchise aus Alberta aber weiterhin groß.

„In dieser Mannschaft herrscht weiterhin großer Glaube“, gab Head Coach Kris Knoblauch nach der 3:4-Overtime-Niederlage am Sonntag zu Protokoll: „Wir waren schon in einigen ziemlich schlechten Situationen und dieses Team gibt niemals auf. Die Jungs sind widerstandsfähig und haben viel Kampfgeist. In diesen schwierigen Momenten haben wir das Beste von ihnen gesehen.“

Tatsächlich ist die Situation für den Finalisten der Vorsaison nicht neu: Bereits in den vergangenen Jahren konnte man auf dem Weg in die Finals noch Rückstände gegen die Los Angeles Kings (0-2) und Vancouver Canucks (2-3) aufholen. Auch gegen die Florida Panthers 2024 gelang es den Oilers fast, einen 0-3-Rückstand noch zu drehen. Erst in Spiel 7 musste man sich damals geschlagen geben.

Vor dem dritten Heimspiel am Dienstag im Rogers Place stecke man dennoch „in der Klemme, daran besteht kein Zweifel“, ist sich Oilers-Kapitän Connor McDavid der Lage bewusst. „Wir müssen einen Weg finden, zu Hause einen Sieg zu holen. Wir geben alle unser Bestes da draußen. Wir arbeiten alle hart und versuchen, es zu schaffen.“ Dass den Oilers erneut ein Comeback gelingen kann, davon ist Verteidiger Mattias Ekholm überzeugt.

„Schaut euch nur das letzte Jahr an: Wir lagen 0-2 gegen L.A. zurück, haben uns dann zurückgemeldet und vier Spiele in Folge gewonnen“, verwies er auf die Vorsaison: „Diese Mannschaft hat das schon einmal geschafft. Ehrlich gesagt ist das keine Situation, in der wir uns gerne befinden, aber nun sind wir hier, und ich habe vollstes Vertrauen, dass wir nach Hause fahren, ein Spiel gewinnen und sie ins Wanken bringen können.“

Draisaitl trifft und verletzt sich

Erst zur Führung getroffen, dann schmerzhaft abgeräumt worden: Eishockey-Star Leon Draisaitl hat sich beim 3:1-Sieg seiner Edmonton Oilers über die Nashville Predators verletzt. Nach einem harten Hit von Nashvilles Ozzy Wiesblatt gegen die Bande konnte der gebürtige Kölner im ersten Drittel nicht mehr weiterspielen. Kurz zuvor hatte Draisaitl mit seinem 35. Saisontor das 1:0 erzielt.

„Er hat sich danach nicht gut gefühlt. Das medizinische Team hat aber gesagt, dass es nicht zu schlecht aussieht“, sagte Headcoach Kris Knoblauch. Zur Art der Verletzung machten die Oilers keine Angaben, Knoblauch rechnet allerdings nicht mit einer langen Ausfallzeit des Stürmers: „Das werden wird aber später herausfinden.“

Bei Edmonton, das zuvor zweimal verloren hatte, glänzte Connor McDavid mit drei Assists. Mit nun 114 Punkten in 68 Spielen baute der Kanadier seine Führung in der Scorerwertung aus. Die Oilers liegen als Sechster der Western Conference auf Playoff-Kurs.

Gut läuft es weiterhin für Tim Stützle und die Ottawa Senators, die beim 7:4 gegen die San Jose Sharks den fünften Sieg in den jüngsten sechs Spielen feierten und damit weiter auf den Playoff-Einzug hoffen dürfen. Der gebürtige Viersener Stützle blieb ohne Scorerpunkt.

Nationaltorhüter Philipp Grubauer kam beim 6:2 von Seattle Kraken gegen Meister Florida Panthers nicht zum Einsatz.

McDavid zum Olympia-MVP gewählt

Die Olympischen Spiele haben für Kanada ein bitteres Ende genommen, in einem atemberaubenden Finale mussten sie sich dem großen Konkurrenten aus den USA mit 1:2 nach Overtime geschlagen geben. Da dürfte es für den kanadischen Superstar Connor McDavid nur ein kleines Trostpflaster sein, dass er zum MVP des Turniers gewählt wurde.

Das verdiente sich der Angreifer von den Edmonton Oilers jedoch mit seinem neu aufgestellten Olympia-Rekord von 13 Scorerpunkten (2 Tore, 11 Assists). Gleichzeitig erhielt der 29-Jährige die logische Auszeichnung zum Stürmer des Turniers.

Zudem wurden noch der beste Goalie und beste Verteidiger der Spiele in Mailand gekürt. Bei den Torhütern setzte sich der US-Amerikaner Connor Hellebuyck (Winnipeg Jets) durch. Im Finale brachte der 32-Jährige die Kanadier an den Rand der Verzweiflung und parierte 41 Schüsse.

Als bester Verteidiger hat sich der neue Goldmedaillengewinner Quinn Hughes von den Minnesota Wild durchgesetzt. Der Defensivspieler aus Orlando kam auf 7 Assists und erzielte das entscheidende Tor zum 2:1-Overtime-Sieg im harten Viertelfinale gegen Schweden.