Zauber-Tor von Stützle: Ottawa setzt sich ab

Die Ottawa Senators (40-27-10) haben die Patzer der Konkurrenz genutzt und sich mit einem 6:3 gegen die Carolina Hurricanes (49-22-6) einen kleinen Vorteil im Playoff-Rennen der Eastern Conference verschafft.

Während die Detroit Red Wings und Washington Capitals Niederlagen einsteckten, setzte sich Ottawa mit zwei Punkten gegen das Spitzenteam aus Raleigh weiter ab und hat die Entscheidung über den Einzug in die Postseason als letzter Wildcard-Inhaber selbst in der Hand.

Nach einem ausgeglichenen ersten Drittel, in dem unter anderem Tim Stützle die Fans im Canadian Tire Centre mit einem Traumtor von den Sitzen riss, setzten sich die Senators in den folgenden 26 Minuten auf 5:2 ab und brachten den 40. Saisonsieg sicher nach Hause.

Kapitän Brady Tkachuk glänzte in der starken Phase mit einem Doppelpack.

„Das ist ein Playoff-Team“, lobte Canes-Left Wing Taylor Hall, der Carolina mit seinem 3:5 noch einmal kurz hoffen lassen hatte, die Sens. „Ich weiß nicht, ob sie die Playoffs erreichen, aber sie spielen Playoff-Hockey. Und das ist ein guter Test für das, was uns erwartet. Sie spielen mit dem Mute der Verzweiflung – und da müssen wir spätestens in ein paar Wochen mithalten können.“

Die Hurricanes ließen zwar die Chance liegen, sich vorzeitig die Divisions-Krone in der Metropolitan zu sichern, haben aber weiterhin acht Punkte Vorsprung auf die Pittsburgh Penguins. Neben Hall waren am Sonntag Andrei Svechnikov und Logan Stankoven erfolgreich, Frederik Andersen zeigte 25 Saves. Carolina empfängt am Dienstag die Boston Bruins.

Bei Ottawa zeichneten sich Stützle, Shane Pinto und Dylan Cozens (je 1 Tor, 1 Assist) neben Tkachuk aus, Goalie Linus Ullmark hielt im zweiten Start hintereinander 25 Schüsse. Die Sens haben ebenfalls am Dienstag mit den Tampa Bay Lightning das nächste Topteam zu Gast.

Hurricanes wenden nächsten Einbruch ab

Die Carolina Hurricanes (34-15-6) haben am Sonntag mit „ein wenig Glück“ den nächsten Einbruch verhindert und 3:2 nach Verlängerung gegen die Los Angeles Kings (23-17-14) gewonnen.

Wie schon am Samstag, als Carolina nach 3:0-Führung noch 3:4 in OT gegen die Washington Capitals verloren hatte, ließen sich die Canes erneut eine späte Führung noch entgleiten und mussten wieder in die Verlängerung. Dort hatten sie dank eines abgefälschten Schusses von Sebastian Aho aber diesmal das bessere Ende für sich.

„Ein wenig Glück war natürlich dabei“, sagte Aho, dessen Handgelenkschuss nach knapp anderthalb Minuten in der OT vom Schläger des Kings-Stürmers Adrian Kempe ins eigene Tor abgelenkt wurde. „Es können eben gute Dinge passieren, wenn man aufs Tor schießt. So war es auch hier.“

Jordan Staal hatte die Hurricanes im ersten Drittel in Führung gebracht, danach passierte lange nichts. Nach der Erhöhung von Alexander Nikishin waren regulär nur noch sieben Minuten zu spielen – eigentlich eine komfortable Situation.

Doch die Lightning kamen schon eine halbe Minute später ins Schwimmen, als Samuel Helenius den Anschluss herstellte und mussten gut 200 Sekunden vor dem finalen Buzzer dann tatsächlich den Ausgleich durch Quinton Byfield hinnehmen.

Diesmal schlug Carolina aber zurück. „Sie haben zwar den Doppelpack gemacht, aber mir hat es extrem gut gefallen, wie wir weitergespielt haben“, lobte Canes-Coach Rod Brind’Amour.