Clutch! Knicks behalten in Spiel 1 die Nerven

Die New York Knicks haben die NBA Finals am Mittwoch mit einem 105:95-Auswärtssieg in Spiel 1 bei den San Antonio Spurs eröffnet. Eine überragende zweite Halbzeit sowie Clutch-Qualitäten von Kapitän Jalen Brunson sorgten für einen Turnaround der Knicks.

Jalen Brunson hat es wieder getan! Der Point Guard der Knicks führte seine Mannschaft trotz Problemen aus dem Feld (12/31 FG) mit 30 Punkten zur 1-0-Führung in den Finals. In gewohnter Manier übernahm er im vierten Viertel die Verantwortung und rettete New York eine zwischenzeitliche Führung von acht Punkten in der Crunchtime noch über die Ziellinie.

Fünf wegweisende Punkte in den letzten zwei Minuten der Partie verhinderten, dass doch der blasse Victor Wembanyama noch zum Matchwinner avancieren konnte. Der Superstar der Spurs erzielte zwar 26 Punkte, erlebte allerdings einen noch komplizierteren Abend als Brunson. Nur 6 von 21 Field Goals des Franzosen fanden ihr Ziel.

Nachdem Brunson die Knicks mit 94:86 bei noch gut sechs Minuten im Schlussviertel zu spielen in Führung gebracht hatte, ging bei den siegreichen Gästen erst einmal gar nichts mehr. Das nutzte speziell Wembanyama für acht Punkte, um die Spurs mit 95:94 in Führung zu bringen. Allerdings gab es für die meisten der rund 19.000 Zuschauer – einige davon aus New York – im Frost Bank Center in San Antonio nichts zu jubeln.

Denn Brunson per Corner-Dreier sowie Mikal Bridges (9 Punkte) und OG Anunoby (17) von der Freiwurflinie sorgten für den entscheidenden 9:0-Lauf der Knicks. Dabei hatte die Partie aus Sicht des Gewinners der Eastern Conference mit einer Schrecksekunde begonnen.

Gleich im ersten Viertel fiel Harrison Barnes bei einer Rebound-Situation in das Knie von Brunson. Dieser stand zu diesem Zeitpunkt bei 1/7 Field Goals und verließ das Spiel nach dem Zusammenprall bei nächster Gelegenheit. Den ersten Abschnitt verloren die Knicks mit 19:27, nachdem die Gäste eigentlich den besseren Start in die Partie erwischt hatten. Der starke Dylan Harper sorgte mit 10 seiner insgesamt 16 Punkte im ersten Viertel für die erste zweistellige Führung der Spurs.

Knicks erstmals seit 1999 in den Finals – Brunson MVP

Die New York Knicks haben am Montag die Cleveland Cavaliers in Spiel 4 mit 130:93 auseinandergenommen und stehen erstmals seit 1999 wieder in den NBA Finals. Jalen Brunson wurde nach dem Sweep als MVP der Eastern Conference Finals ausgezeichnet.

Bereits zur Halbzeit führten die New York Knicks in der Rocket Arena mit 19 Punkten. Mit knapp neun Minuten auf der Uhr waren es dann 33 Zähler, weshalb Trainer Mike Brown seine Starter vom Feld nahm.

„Die Jungs haben großartig gespielt. Wir haben 65 Punkte durch Offensiv-Rebounds und Fast Breaks erzielt. Ich kann mich nicht daran erinnern, so etwas zu diesem Zeitpunkt der Saison schon einmal gesehen zu haben. Wir wollten das Tempo hochhalten“, sagte Brown nach dem elften Playoff-Sieg in Folge.

Karl-Anthony Towns war mit 19 Punkten Topscorer der Knicks und verbuchte mit 14 Rebounds ein Double-Double. Dahinter folgten OG Anunoby (17 Punkte), Landry Shamet (16), Mikal Bridges und Jalen Brunson (beide 15).

Brunson wurde anschließend einstimmig zum MVP der Serie gewählt und bekam von den Knicks-Legenden Patrick Ewing und Walt Frazier die Larry Bird Trophy überreicht.

„Ohne meine Mitspieler hätte ich es nicht geschafft. Ich darf mit ihnen ich selbst sein. Es ist eine Ehre, mit ihnen zusammenzuspielen“, sagte Brunson.

„Seine Arbeitsmoral ist nicht in Worte zu fassen“, lobte Brown den 29-jährigen US-Amerikaner, der in den Conference Finals im Durchschnitt 25,5 Punkte und 7,8 Assists auflegte. Auf die Frage, ob er einem Anführer wie Brunson schon einmal begegnet sei, nannte der Coach zwei ganz große Namen: „Tim Duncan und Steph Curry.“