Historisches Comeback! Knicks greifen nach dem NBA-Titel

Die New York Knicks greifen nach dem Titel! In Spiel 4 der NBA Finals lag das Team aus dem Big Apple am Mittwoch zwischenzeitlich mit 29 Punkten zurück – und gewann am Ende einer dramatischen Schlussphase durch einen spektakulären Game-Winner mit 107:106. Damit führen die Knicks mit 3-1 in der Serie, zur ersten Championship seit 1973 fehlt nur noch ein Sieg.

Die Spurs hatten gerade einen 29-Punkte-Vorsprung verspielt, führten aber wenige Sekunden vor dem Ende wieder mit 106:105. Nach einem Fehlwurf von Jalen Brunson schien De’Aaron Fox einen freien Layup zu haben, wurde aber von OG Anunoby am Ring geblockt. Ballbesitz Knicks, Timeout, 5,7 Sekunden auf der Uhr.

Wieder Brunson, diesmal mit einem langen Dreier, der fiel nicht – doch plötzlich segelte Anunoby heran und tippte den Ball zur Führung rein! San Antonio blieben noch 1,2 Sekunden, es gelang kein finaler Wurf mehr. Game Over!

Das größte Comeback der NBA-Finals-Historie war perfekt. Die bisherige Bestmarke hielten die Boston Celtics, die 2008 einen 24-Punkte-Rückstand gegen die Los Angeles Lakers erfolgreich wettgemacht hatten.

„Wir sind unverwüstlich. Wir geben niemals auf. In unserem Sport legt jeder mal einen Lauf hin. Sie hatten ihren früh, aber wir wussten, dass unser Lauf noch kommt“, erklärte Matchwinner Anunoby (33 Punkte, 10/15 FG, 7/9 3P) anschließend. „Wir glauben an unsere Stärke, es ist nicht unser erstes Comeback“, so Anunoby, der auch die freudetrunkenen Fans im Madison Square Garden lobte: „Die besten Fans der Welt! Unglaublich!“

Neben Anunoby glänzte Brunson mit 35 Punkten (12/25 FG) und 7 Assists, Karl-Anthony Towns gelang nach Foul Trouble in der Anfangsphase ein Double-Double (13 Punkte, 10 Rebounds). Die Knicks beendeten das Spiel mit einer überragenden Dreierquote (15/32), dabei waren es die Spurs, die zu Beginn von draußen heiß gelaufen waren.

San Antonio stellte mit 14 Dreiern in Halbzeit eins eine Finals-Bestmarke auf, versenkte danach aber nur noch 3/17. Superstar Victor Wembanyama brachte es auf 24 Punkte (9/25 FG), 13 Rebounds und 3 Blocks, Dylan Harper (8/12 FG) war von der Bank zweitbester Scorer. De’Aaron Fox und Devin Vassell (5/8 3P) erzielten jeweils 18 Punkte.

Clutch! Knicks behalten in Spiel 1 die Nerven

Die New York Knicks haben die NBA Finals am Mittwoch mit einem 105:95-Auswärtssieg in Spiel 1 bei den San Antonio Spurs eröffnet. Eine überragende zweite Halbzeit sowie Clutch-Qualitäten von Kapitän Jalen Brunson sorgten für einen Turnaround der Knicks.

Jalen Brunson hat es wieder getan! Der Point Guard der Knicks führte seine Mannschaft trotz Problemen aus dem Feld (12/31 FG) mit 30 Punkten zur 1-0-Führung in den Finals. In gewohnter Manier übernahm er im vierten Viertel die Verantwortung und rettete New York eine zwischenzeitliche Führung von acht Punkten in der Crunchtime noch über die Ziellinie.

Fünf wegweisende Punkte in den letzten zwei Minuten der Partie verhinderten, dass doch der blasse Victor Wembanyama noch zum Matchwinner avancieren konnte. Der Superstar der Spurs erzielte zwar 26 Punkte, erlebte allerdings einen noch komplizierteren Abend als Brunson. Nur 6 von 21 Field Goals des Franzosen fanden ihr Ziel.

Nachdem Brunson die Knicks mit 94:86 bei noch gut sechs Minuten im Schlussviertel zu spielen in Führung gebracht hatte, ging bei den siegreichen Gästen erst einmal gar nichts mehr. Das nutzte speziell Wembanyama für acht Punkte, um die Spurs mit 95:94 in Führung zu bringen. Allerdings gab es für die meisten der rund 19.000 Zuschauer – einige davon aus New York – im Frost Bank Center in San Antonio nichts zu jubeln.

Denn Brunson per Corner-Dreier sowie Mikal Bridges (9 Punkte) und OG Anunoby (17) von der Freiwurflinie sorgten für den entscheidenden 9:0-Lauf der Knicks. Dabei hatte die Partie aus Sicht des Gewinners der Eastern Conference mit einer Schrecksekunde begonnen.

Gleich im ersten Viertel fiel Harrison Barnes bei einer Rebound-Situation in das Knie von Brunson. Dieser stand zu diesem Zeitpunkt bei 1/7 Field Goals und verließ das Spiel nach dem Zusammenprall bei nächster Gelegenheit. Den ersten Abschnitt verloren die Knicks mit 19:27, nachdem die Gäste eigentlich den besseren Start in die Partie erwischt hatten. Der starke Dylan Harper sorgte mit 10 seiner insgesamt 16 Punkte im ersten Viertel für die erste zweistellige Führung der Spurs.

Knicks erstmals seit 1999 in den Finals – Brunson MVP

Die New York Knicks haben am Montag die Cleveland Cavaliers in Spiel 4 mit 130:93 auseinandergenommen und stehen erstmals seit 1999 wieder in den NBA Finals. Jalen Brunson wurde nach dem Sweep als MVP der Eastern Conference Finals ausgezeichnet.

Bereits zur Halbzeit führten die New York Knicks in der Rocket Arena mit 19 Punkten. Mit knapp neun Minuten auf der Uhr waren es dann 33 Zähler, weshalb Trainer Mike Brown seine Starter vom Feld nahm.

„Die Jungs haben großartig gespielt. Wir haben 65 Punkte durch Offensiv-Rebounds und Fast Breaks erzielt. Ich kann mich nicht daran erinnern, so etwas zu diesem Zeitpunkt der Saison schon einmal gesehen zu haben. Wir wollten das Tempo hochhalten“, sagte Brown nach dem elften Playoff-Sieg in Folge.

Karl-Anthony Towns war mit 19 Punkten Topscorer der Knicks und verbuchte mit 14 Rebounds ein Double-Double. Dahinter folgten OG Anunoby (17 Punkte), Landry Shamet (16), Mikal Bridges und Jalen Brunson (beide 15).

Brunson wurde anschließend einstimmig zum MVP der Serie gewählt und bekam von den Knicks-Legenden Patrick Ewing und Walt Frazier die Larry Bird Trophy überreicht.

„Ohne meine Mitspieler hätte ich es nicht geschafft. Ich darf mit ihnen ich selbst sein. Es ist eine Ehre, mit ihnen zusammenzuspielen“, sagte Brunson.

„Seine Arbeitsmoral ist nicht in Worte zu fassen“, lobte Brown den 29-jährigen US-Amerikaner, der in den Conference Finals im Durchschnitt 25,5 Punkte und 7,8 Assists auflegte. Auf die Frage, ob er einem Anführer wie Brunson schon einmal begegnet sei, nannte der Coach zwei ganz große Namen: „Tim Duncan und Steph Curry.“

Hartenstein dreht auf: Knicks gewinnen auch Spiel zwei

Dank sportlicher Schwerstarbeit von Isaiah Hartenstein und einer erneut starken Leistung von Jalen Brunson haben die New York Knicks auch Spiel zwei in der NBA-Playoff-Serie gegen die Indiana Pacers gewonnen.

Isaiah Hartenstein verbuchte in 39 Minuten Spielzeit beim 130:121 ein Double-Double aus 14 Punkten und 12 Rebounds. Dazu kamen acht Vorlagen für den Basketballer aus Niedersachsen, der mit den Knicks nun noch zwei Siege braucht zum Einzug in die Final-Serie der Eastern Conference. Hartenstein musste so lange spielen, weil Ersatzmann Mitchell Robinson verletzt ausfällt.

Brunson verpasste zwar ein fünftes Spiel in Serie mit mindestens 40 Punkten und beendete die Partie mit 29 Zählern, führte sein Team aber dennoch in den entscheidenden Phasen an.

Für große Begeisterung sorgte er mit der Rückkehr zur zweiten Halbzeit, nachdem er das zweite Viertel angeschlagen noch komplett verpasst hatte. Zur Halbzeit lagen die Knicks zehn Punkte in Rückstand.

„Er ist ein großartiger Anführer. Die Jungs haben alle Respekt dafür, wenn ein Kerl bereit ist alles zu geben, was er hat. Das sagt viel aus über ihn“, sagte Knicks-Trainer Tom Thibodeau.

Bei den Pacers hatte Tyrese Haliburton die beste Ausbeute und kam auf 34 Punkte. Spiel drei und vier der Serie werden am Freitag und Sonntag in Indiana ausgetragen.

Hartenstein und die Knicks stehen im Playoff-Viertelfinale

Die New York Knicks mit Basketball-Nationalspieler Isaiah Hartenstein haben erstmals seit 2013 das Playoff-Viertelfinale in der nordamerikanischen Profiliga NBA erreicht. Hauptrundensieger Milwaukee Bucks ist hingegen bereits ausgeschieden. Dennis Schröder und die Los Angeles Lakers müssen noch warten.

Die Knicks gewannen am Mittwochabend bei den Cleveland Cavaliers mit 106:95 und entschieden die Best-of-Seven-Serie vorzeitig mit 4:1 für sich. Punktbester Werfer beim Team aus New York war Jalen Brunson mit 23 Zählern.

Hartenstein kam in knapp zwölf Minuten Einsatzzeit auf einen Punkt sowie zwei Rebounds und zwei Assists. Im Halbfinale der Eastern Conference treffen die Knicks auf die Miami Heat.

Angeführt von einem erneut überragenden Jimmy Butler gewann Miami ein dramatisches fünftes Spiel bei den Milwaukee Bucks und warf das beste Team der regulären Saison aus dem Wettbewerb.

Miami setzte sich nach Verlängerung und zwischenzeitlichem 16-Punkte-Rückstand mit 128:126 durch und entschied die Serie überraschend deutlich mit 4:1 für sich.

Butler kam auf 42 Punkte und war damit der Garant für den Sieg. Weniger als eine Sekunde vor Ende der regulären Spielzeit hatte er sein Team überhaupt erst in die Verlängerung gerettet. Bei den Bucks reichte eine ebenfalls starke Leistung von Superstar Giannis Antetokounmpo nicht aus, der Grieche kam auf 38 Punkte und 20 Rebounds.

Den vorzeitigen Einzug in die nächste Runde verpassten unterdessen die Los Angeles Lakers um Dennis Schröder. Bei den Memphis Grizzlies unterlagen die Lakers 99:116, das Team aus Kalifornien führt die Serie aber weiterhin mit 3:2 nach Siegen an und hat nun Heimrecht.

Lakers-Star LeBron James blieb mit 15 Punkten unter seinen Möglichkeiten, der starke Auftritt seines Teamkollegen Anthony Davis mit 31 Punkten und 19 Rebounds war für den 17-maligen Meister nicht genug. Bei den Grizzlies überzeugte das Duo aus Desmond Bane mit 33 Punkten und zehn Rebounds und Ja Morant, der 31 Punkte zum Sieg beisteuerte. Schröder blieb in 19 Minuten ohne Punkte.

Titelverteidiger Golden State Warriors machte seinerseits einen großen Schritt Richtung nächste Runde. Im kalifornischen Duell bei den Sacramento Kings gewannen die Warriors mit 123:116 und gingen in der Playoff-Serie mit 3:2 in Führung. Stephen Curry war mit 31 Punkten bester Spieler seines Teams.