Wagner-Brüdern droht mit Orlando vorzeitiges Aus

Erste Chance vertan: Nationalspieler Franz Wagner und seine Orlando Magic drohen die NBA-Playoffs auch über den Umweg Playin-Turnier zu verpassen.

Das Team aus Florida verlor sein erstes Spiel des „Nachsitzens“ bei den Philadelphia 76ers mit 97:109 und hat damit nur noch eine letzte Chance auf die K.o.-Runde. Verliert Orlando in der Nacht zu Samstag auch gegen die Charlotte Hornets, finden die Playoffs in diesem Jahr ohne die Wagner-Brüder statt.

In Philadelphia liefen die Magic permanent einem Rückstand hinterher. Sie blieben zwar bis in die Schlussphase auf Tuchfühlung, konnten das Momentum aber nie ganz auf ihre Seite bringen. Auch 34 Punkte von Top-Scorer Desmond Bane verfehlten am Ende ihre Wirkung.

Franz Wagner blieb mit zwölf Punkten, vier Rebounds und drei Assists in einer knappen halben Stunde Spielzeit unter seinen Möglichkeiten. Nationalmannschaftskollege Tristan da Silva stand eine Viertelstunde auf dem Feld und erzielte vier Zähler, Moritz Wagner kam erneut nicht zum Einsatz.

Nutzt Orlando seine letzte Chance gegen die Hornets, die sich in Runde eins des Playin-Turniers gegen die Miami Heat (127:126 nach Verlängerung) durchsetzten, kommt es zum Aufeinandertreffen mit den starken Detroit Pistons, die die Eastern Conference auf Platz eins abgeschlossen hatten. Orlando war in den vergangenen beiden Jahren in Runde eins der Playoffs ausgeschieden.

Franz Wagner in letzter Sekunde geblockt

Franz Wagner schaute genervt an die Hallendecke und riss sich dann seine Maske vom Gesicht. In letzter Sekunde war ein Wurf des deutschen Basketball-Weltmeisters geblockt worden – und so kassierten seine Orlando Magic zu Hause gegen die San Antonio Spurs eine bittere 112:114-Niederlage.

Für Wagner und Co. war es in der NBA die erste Pleite nach zuvor drei Siegen in Serie, das Team liegt in der Eastern Conference weiter auf Platz fünf.

Auch ohne Starspieler Victor Wembanyama (Zerrung) hatte San Antonio zwischenzeitlich schon mit 15 Punkten geführt, doch Orlando kämpfte sich bis zur Schlussphase noch einmal heran – Wagner kam insgesamt auf 25 Punkte und war damit bester Werfer seines Teams.

Und so bekam der 24-Jährige, der sich zuletzt einen Nasenbeinbruch zugezogen hatte, auch beim letzten Spielzug den Ball unter dem Korb. Doch sein Korbleger zum möglichen Ausgleich in letzter Sekunde wurde dann von Luke Kornet noch geblockt. Für Orlando geht es in der Nacht zu Samstag mit dem Derby gegen Miami Heat weiter.

„Es war nicht das vierte Viertel, das uns zu schaffen gemacht hat. Es war das zweite Viertel und die Art und Weise, wie wir ins Spiel gestartet sind“, sagte Magic-Trainer Jamahl Mosley: „Wir haben am Ende verloren, aber unsere Abläufe und unsere Einstellung waren für dieses Spiel nicht richtig.“

Die Sacramento Kings, bei denen Dennis Schröder erneut fehlte, hatten beim 95:121 bei den Houston Rockets keine Chance und rangieren im Westen auf dem vorletzten Platz.

Ariel Hukporti und seine New York Knicks gewannen souverän mit 119:104 gegen die Charlotte Hornets, dem Center gelangen in gut zwölf Minuten keine Punkte.