Harden brilliert! Cavs brechen Trend in OT-Krimi

Dank eines starken James Harden haben die Cleveland Cavaliers Spiel 5 der Playoff-Serie gegen die Detroit Pistons mit 117:113 in Overtime gewonnen und sind nun nur noch einen Sieg von den Conference Finals entfernt. Detroit brach derweil in der Crunchtime ein.

Die Cavs gewannen damit das erste Auswärtsspiel der Serie und feierten gleichzeitig ihren ersten Auswärtssieg der laufenden Playoffs überhaupt. Zuvor hatten sie all ihre Heimspiele gewonnen – und in der Fremde immer verloren. James Harden verbuchte dabei mit 30 Punkten (8/21 FG), 3 Blocks und 3 Offensivrebounds seine beste Ausbeute dieser Postseason. Er kam zusätzlich auf je 6 Assists und Turnover.

Die Pistons führten in Halbzeit eins mit 15 Punkten stellten drei Minuten vor dem Ende durch einen Dreier von Tobias Harris auf 103:94. Anschließend erzielten sie in der Regulation jedoch keinen einzigen Punkt mehr und brauchten einen Block von Ausar Thompson in der Schlusssekunde, um sich überhaupt in die Overtime zu retten.

Die Durststrecke verlängerte sich in der Zusatzperiode um zwei weitere Minuten, nach zwei Freiwürfen von Paul Reed zum 105:107 war jedoch noch alles drin. Der Ausgleich gelang den Pistons allerdings nicht mehr: Harden sicherte sich 24 Sekunden vor Schluss den Offensivrebound nach eigenem verfehlten Freiwurf, ging erneut an die Linie und brachte den Sieg so in trockene Tücher.

In der Serie führt Cleveland nach drei Siegen in Folge nun mit 3-2. In den Conference Finals im Osten warten bereits die New York Knicks.

Bei Cleveland erzielten gleich fünf Spieler mindestens 15 Punkte, Donovan Mitchell kam auf 21. Neben dem Star-Quartett in der Starting Five lieferte Max Strus mit 20 Punkten (6/8 3P) und 8 Rebounds entscheidende Unterstützung von der Bank.

Auf der Gegenseite lag erneut viel Last auf Cade Cunningham, der mit Abstand die meisten Minuten (48) aller Akteure abriss: Keiner seiner Mannschaftskollegen stand für mehr als 41 Minaten auf dem Parkett. Der Spielmacher erzielte 39 Punkte (13/27, 6/10 3P), 7 Rebounds und 9 Assists, leistete sich allerdings auch 6 Turnover.

Daniss Jenkins stieg für den verletzten Duncan Robinson (Rücken) in die Starting Five auf und machte seine Sache gut: 19 Zähler (8/17 FG), 2 Blocks und 3 Assists, kein Turnover in 41 Minuten.

Basketball-Star Ricky Rubio kündigt Karriereende an

Der spanische Basketball-Star Ricky Rubio hat seine Karriere in der NBA beendet und angekündigt, weiter an seiner „mentalen Gesundheit“ arbeiten zu wollen. Das gab Rubio in einem in sozialen Medien verbreiteten Mitteilung bekannt.

Der 33 Jahre alte Basketballer stand bis zuletzt bei den Cleveland Cavaliers unter Vertrag, pausierte aber bereits seit dem Sommer. Der Aufbauspieler lief zwölf Jahre in der besten Liga der Welt auf, die längste Zeit bei den Minnesota Timberwolves, und galt als eines der größten Talente seiner Generation.

Rubio verwies auf die Nacht des 30. Juli, ohne genauer auf die Umstände einzugehen. „Eines Tages, wenn die Zeit gekommen ist, würde ich gerne meine ganze Erfahrung mit euch teilen, um anderen zu helfen, durch ähnliche Situationen zu gehen“, schrieb er. Er sei stolz, dass es ihm mittlerweile deutlich besser gehe und es jeden Tag besser werde.

Rubio hatte im Sommer die Vorbereitung der spanischen Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft verlassen, die am Ende sensationell Deutschland gewann. Mit Spanien gewann Rubio zwei olympische Medaillen, Silber 2008 in Peking und Bronze 2016 in Rio de Janeiro, zudem wurde er zweimal Europa- und einmal Weltmeister 2019 und dabei auch zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Trade perfekt: Cavaliers holen Utah-Star Mitchell

Die Cleveland Cavaliers aus der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA haben in einem spektakulären Trade Allstar-Guard Donovan Mitchell von den Utah Jazz verpflichtet. Das teilte die Franchise aus Ohio mit. Im Gegenzug wechseln der Finne Lauri Markkanen sowie die Jungstars Collin Sexton und Ochai Agbaji nach Salt Lake City.

Utah erhält zudem drei ungeschützte Erstrundenpicks von den Cavs. Bereits Anfang Juli hatten die Jazz im französischen Nationalspieler Rudy Gobert ihren neben Mitchell zweiten Topmann transferiert und dafür unter anderem vier Erstrundenpicks von den Minnesota Timberwolves erhalten.

„Die Verpflichtung von Donovan Mitchell bot uns die unglaubliche Gelegenheit, einen der dynamischsten und jüngsten Allstars der NBA nach Cleveland zu holen“, sagte Koby Altman, Präsident der Cavaliers.

Während Utahs CEO Danny Ainge damit in den kommenden Jahren nach Herzenslust ein neues Team aufbauen kann, sind die Cavaliers künftig wohl so stark wie seit dem Abgang von LeBron James nicht mehr. Unter dem Superstar hatte Cleveland von 2015 bis 2018 viermal in Folge die NBA-Finals erreicht (ein Titel).