Hamann fordert knallharte Strafen nach Argentinien-Eklat

Nach dem verlorenen WM-Finale gegen Spanien brannten Leandro Paredes und Nahuel Molina die Sicherungen durch. TV-Experte Dietmar Hamann fordert drastische Strafen für das Argentinien-Duo.

„Die musst du sechs oder zwölf Monate aus dem Verkehr ziehen. Da gibt es für mich auch keine Diskussionen, ich würde die beiden ein Jahr sperren und dann sollen sie selbst überlegen, ob sie noch einmal zurückkommen. So etwas geht nicht“, sprach Hamann bei „Sky“ Klartext.

Insbesondere Leandro Paredes brannten nach dem verlorenen WM-Finale gegen Spanien (0:1 n.V.) am Sonntag die Sicherungen durch. Zunächst schubste der 32-Jährige Eric Garcia. Anschließend ging Paredes auf Gavi los. Der argentinische Mittelfeldmann traf den spanischen Ersatzspieler mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden.

Die FIFA hat aufgrund der Vorkommnisse nach dem Schlusspfiff eine Untersuchung gegen Argentinien eingeleitet. Paredes wurde in der Mitteilung, aus der internationale Medien zitierten, nicht namentlich genannt.

Argentinien habe durch den Eklat nach dem WM-Finale „viel von den Sympathien, die sie sich größtenteils durch Lionel Messi erspielt haben, kaputt gemacht“, meinte Hamann.

Paredes meldete sich nach dem verlorenen WM-Endspiel inzwischen bei Instagram zu Wort. Auf seinen Ausraster ging der 84-fache Nationalspieler Argentiniens nicht ein.

„Heute schreibe ich mit großem Schmerz im Herzen, weil wir unserem Land nicht die Freude schenken konnten, die es so sehr verdient hätte, aber mit der Brust voller Stolz, dass wir alles gegeben haben und unsere Flagge wieder ganz oben gehisst haben!“, meinte Paredes stattdessen.

„Vielen Dank an jeden, der Teil dieser Nationalmannschaft war, an diese Gruppe von Spielern, die alles gegeben haben, um dieses Trikot zu vertreten, so wie sie es bis zur letzten Sekunde jedes Spiels getan haben! „Es war eine Ehre, Teil der besten argentinischen Nationalmannschaft aller Zeiten zu sein“, schrieb der Routinier zudem.

Bayern-Star bestätigt seine Vertragsverlängerung

Der FC Bayern hält einen seiner Defensiv-Anker im Verein. Konrad Laimer hat sich für eine Vertragsverlängerung in München entschieden.

Laimer bestätigte am Montag unter anderem gegenüber „Sky“, ein neues Arbeitspapier beim FC Bayern unterzeichnet zu haben.

Laut dem TV-Sender ist der neue Vertrag bis 2029 gültig. Dem Österreicher soll inklusive Boni ein Jahressalär „von über zehn Millionen Euro brutto“ winken, heißt es.

Der FC Bayern und Laimer hatten in den letzten Monaten über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit gefeilscht. Die Gespräche gingen nicht ganz ohne Nebengeräusche über die Bühne.

Anfang Mai hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß klargestellt, dass es finanzielle Grenzen gibt. Es handele sich um eine „realistische Einschätzung seiner sportlichen und wirtschaftlichen Wertigkeit“, betonte der 74-Jährige gegenüber „DAZN“ mit Blick auf Laimer: „Die ist hoch – aber er ist eben kein Harry Kane.“

Der Bayern-Star soll selbst „äußerst irritiert“ über Hoeneß‘ Äußerungen gewesen sein, berichtete „Sport Bild“ daraufhin. Die Wogen sollen sich jedoch wieder geglättet haben. Laimer bleibt dem FC Bayern treu, sein ursprünglicher Vertrag wäre im kommenden Sommer ausgelaufen.

Die Münchner hatten den Rechtsverteidiger im Sommer 2023 ablösefrei von Bundesliga-Konkurrent RB Leipzig verpflichtet. Laimer besticht neben seiner Konstanz vor allem durch seine taktische Variabilität. Der 29-Jährige kann ebenfalls auf der linken Abwehrseite sowie im zentralen Mittelfeld agieren.

Dem FC Bayern stehen schon zeitnah die nächsten Vertragsgespräche ins Haus. Der Fußball-Bundesligist will unbedingt mit Torjäger Harry Kane verlängern. Der 32-Jährige ist nur noch bis zum kommenden Sommer an den FC Bayern gebunden. Den Münchnern werden gute Chancen eingeräumt, Kane soll sich mit seiner Familie an der Isar wohlfühlen.

 

Sylla trifft doppelt: Schalke feiert Testspiel-Erfolg

Der FC Schalke 04 hat das zweite Spiel seiner Sommer-Vorbereitung beim Drittliga-Absteiger Erzgebirge Aue mit 4:2 gewonnen. Beim Gastspiel im Erzgebirge fehlte Neuzugang Robin Gosens noch im Schalker Aufgebot.

Für die Führung der Königsblauen sorgte nach einer Anfangsphase mit zwei zarten Annäherungsversuchen in der 28. Spielminute Mittelstürmer Moussa Sylla.

Am linken Rand des Sechzehners setzte sich Adil Aouchiche durch und flankte in die Mitte. Dort stürmte Aues Keeper Max Uhlig aus seinem Kasten, kam allerdings nicht an den Ball, weil Sylla vor dem herauseilenden Schlussmann aus kurzer Distanz ins verwaiste Tor einköpfte.

Kurz vor der Pause legte der Favorit nach: Eine Ecke von der linken Seite köpfte Mertcan Ayhan völlig freistehend aus sechs Metern auf das Auer Gehäuse.

Erneut sah Uhlig nicht gut aus und konnte den wenig kraftvollen Kopfball des FC Schalke 04 Eigengewächses nur nach vorne prallen lassen. Dort stand Sylla erneut goldrichtig und stocherte den Ball aus wenigen Metern über die Linie.

Für den zweiten Durchgang veränderte Miron Muslic seine Mannschaft auf zehn Positionen. Und die neue Schalke-Elf kam mit reichlich Rückenwind aus der Kabine.

Nur vier Minuten nach Wiederbeginn kam Christian Gomis im Strafraum zu Fall. Den fälligen Strafstoß von Bryan Lasme kratzte Aue-Keeper Uhlig allerdings aus dem linken Eck.

Direkt im Anschluss stellte Schalke mit einem Doppelschlag dann aber endgültig die Weichen für den standesgemäßen Erfolg. Erst vollendete Gomis ein Zuspiel von Youngster Rösner trocken zum 3:0 (51.).

Nur drei Minuten später fand Lasme nach einem Pass von Donkor im gegnerischen Strafraum die Lücke. Anders als bei seinem Elfmeter-Fehlschuss blieb der Stürmer diesmal eiskalt vor dem Tor.

Nach dem 4:0 reduzierten die Knappen das Tempo, sodass Aue mehr Zugriff auf das Spiel bekam. Durch den Kopfballtreffer von Marcel Bär (62.) und einen Abpraller von Chadi Ramadan (71.) konnte der Viertligist noch verkürzen. Besonders beim zweiten Gegentor wirkte die umgebaute Schalke-Abwehr nicht sattelfest.

Für den Bundesliga-Aufsteiger geht es nach dem Testspiel direkt weiter ins Trainingslager. Bis zum 26. Juli will man sich im Zillertal den Feinschliff für die neue Saison holen.

In Österreich finden dann auch noch Testspiele gegen den FC Kharkiv (Mittwoch, 22. Juli, 16 Uhr) und Fagiano Okayama (Samstag, 25. Juli, 16 Uhr) statt. Beim ersten Testspiel hatte S04 am vergangenen Samstag gegen den FC Gütersloh noch eine überraschende 1:2-Pleite kassiert.

Bayern-Star Bischof vollzieht Wechsel

Tom Bischof wechselt beim FC Bayern die Trikotnummer und tritt damit endgültig in die Fußstapfen von Leon Goretzka.

Wie der Fußball-Bundesligist am Freitag bestätigte, wird Tom Bischof ab der kommenden Saison mit der Nummer 8 auf dem Rücken auflaufen. In seiner ersten Spielzeit in München hatte der Mittelfeldmann noch mit der 20 agiert.

Die Nummer 8 wird frei, da Goretzka den FC Bayern zum 1. Juli ablösefrei verlassen hat. Der deutsche Rekordmeister hatte sich gegen eine Vertragsverlängerung mit dem 31-Jährigen entschieden.

Der „kicker“ berichtete zuletzt, dass Bischof in der kommenden Spielzeit die Rolle von Goretzka im zentralen Mittelfeld des FC Bayern übernehmen soll.

Der 21-Jährige kam in seiner ersten Saison unter Trainer Vincent Kompany oftmals als Außenverteidiger zum Zug.

„Anfang hatte ich ein bisschen Probleme, es anzunehmen. Vor allem in den ersten ein, zwei Spielen, dann habe ich ein paar Gespräche geführt mit Joshua Kimmich zum Beispiel, der hat mir gesagt, dass ich meine Chance bekomme“, offenbarte Bischof im Mai gegenüber „Sky“.

Es habe „sich ausgezahlt und ich bin einfach glücklich, dass ich jetzt auch links aushelfen konnte und der Mannschaft helfen konnte“, meinte der Ex-Hoffenheimer.

Er sei „variabler geworden. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich jetzt Links- oder Rechtsverteidiger spiele. Letzte Saison war es ja noch rechter Flügel, das hätte ich mir zum Beispiel auch nicht vorstellen können. Und ich glaube, ich konnte damit der Mannschaft extrem helfen“, befand Bischof.

Der Youngster besitzt beim FC Bayern einen Vertrag bis 2029. In der kommenden Saison winkt mehr Spielzeit im Mittelfeld – und ebenfalls die Berufung in die Fußball-Nationalmannschaft? Sechsmal kam Bischof bis dato für die deutsche U21 zum Zug, auf das erste A-Länderspiel wartet er noch. Nach der verkorksten WM wurden zuletzt die Rufe nach dem Bayern-Profi laut.

Auch ohne Messi-Tor: Argentinien ringt die Schweiz nieder

Lionel Messis grandiose Tor-Serie ist beendet – aber der Titel-Traum lebt: Argentinien hat auch ohne einen weiteren Geniestreich seines Superstars das Halbfinale der Fußball-WM erreicht.

Der Titelverteidiger setzte sich im Viertelfinale gegen die Schweiz mit 3:1 (1:1, 1:0) nach Verlängerung durch, obwohl Kapitän Messi nach neun WM-Spielen in Serie mit mindestens einem eigenen Treffer erstmals wieder ohne Tor blieb.

Für die Entscheidung sorgten Julián Álvarez mit einem Traumtor (112. Minute) und Lautaro Martínez nach einem Konter (120.+1). Der 39-jährige Messi hatte im Football-Tempel der Kansas City Chiefs das 1:0 durch Alexis Mac Allister (10.) per Eckball vorbereitet. Dan Ndoye erzielte vor 69.045 Zuschauern den zwischenzeitlichen Ausgleich (67.).

In der 72. Minute sah Breel Embolo nach einer Schwalbe und einem VAR-Einsatz die Gelb-Rote Karte. Die Verwarnung für Argentiniens Leandro Paredes wurde zurückgenommen und der Schweizer vom Platz gestellt. Der frühere Schalker und Gladbacher vergoss Tränen, musste von den Kollegen getröstet werden.

In der Runde der besten Vier wartet auf die Argentinier am Mittwoch in Atlanta England als Gegner. Die Three Lions hatten zuvor Norwegen mit 2:1 nach Verlängerung besiegt. Für die Schweiz war schon das erstmalige Erreichen des Viertelfinals seit der Heim-WM 1954 ein großer Erfolg.

Nach zwei Zitter-Siegen in den ersten beiden K.-o.-Runden gegen die Außenseiter Kap Verde und Ägypten hatte Argentinien wieder viel Mühe. Messi kam zum 15. Mal in einem K.-o.-Spiel bei Weltmeisterschaften zum Einsatz und überflügelte den deutschen Ex-Weltmeister und Ex-WM-Rekordtorjäger Miroslav Klose auch in dieser Statistik.

Im 100. Spiel dieser XXL-WM erwischten die Schweizer eigentlich einen guten Start. Nachdem sie aber zwei, drei gute Angriffe ungenutzt gelassen hatten, schlug der Weltmeister eiskalt zu: Nach einem Eckball von Messi köpfte Mac Allister den Ball unhaltbar für den Schweizer Torwart Gregor Kobel ins Netz. Die vielen argentinischen Fans auf den Tribünen feierten den Treffer frenetisch.

Manche Fans hatten sich Sorgen gemacht, Messi könnte angesichts der Belastungen in seinem sechsten Spiel dieser WM körperliche Probleme bekommen. „Er ist fit“, hatte Trainer Lionel Scaloni schon vor dem Spiel gesagt. Messi würde auch nicht weniger rennen als zuvor: „Es ist wie immer, er ist immer bereit und das Team unterstützt ihn sehr.“

Enthüllt: Tuchel zögerte bei Kane-Transfer zum FC Bayern

Mit der Verpflichtung von Harry Kane gelang dem FC Bayern im Sommer 2023 ein echter Transfer-Volltreffer. Der damalige FCB-Trainer Thomas Tuchel erklärte vor wenigen Tagen, dass es in der Münchner Chefetage zuvor Zweifel an dem Deal gegeben habe. Das entspricht aber offenbar nicht den Tatsachen.

Haben sich Teile von Bayerns Chefetage im Vorfeld des Kane-Deals gegen eine Verpflichtung des Stürmers ausgesprochen? Genau das hatte Thomas Tuchel vor einigen Tagen behauptet. „Ich bin immer noch froh, dass ich dafür gekämpft habe, ihn zum FC Bayern München zu holen – gegen einige andere Meinungen“, sagte Englands Nationalcoach nach dem erfolgreichen WM-Achtelfinale gegen Mexiko (3:2).

Bayern-Insider und „Bild“-Fußballchef Christian Falk berichtet nun jedoch, dass Tuchels Aussage nicht der Wahrheit entspricht. Im Gegenteil: Laut seiner Aussage war es Tuchel, der dem Transfer zunächst zögerlich gegenüberstand. An der Säbener Straße sei man von den Worten des englischen Trainers daher auch überrascht worden.

„Was ich sagen kann – und das ist zu 100 Prozent die Wahrheit – ist, dass Bayern schon an diesem Deal gearbeitet hat, bevor Tuchel in den Verein gekommen ist. […] Es gab sogar ein geheimes Treffen, als Julian Nagelsmann noch der Trainer war. Bayern hatte samstags gegen Bayer Leverkusen verloren, was zu der Entscheidung geführt hat, am Montag darauf mit Tuchel zu reden“, erklärte Falk gegenüber „cfbayerninsider“.

Nur einen Tag später habe es dann erneut ein Treffen der Bayern-Verantwortlichen mit Tuchel gegeben. Dabei wurde dann laut Falk auch über Transfers gesprochen, unter anderem den von Harry Kane. „Sie [die FCB-Bosse] haben klar gesagt, dass sie es auf Harry Kane abgesehen haben. Und sie haben gefragt, ob er [Tuchel] damit einverstanden ist“, schilderte der Insider.

Tuchel hat den Deal laut Falk anschließend nicht direkt durchgewunken, sondern sich noch ein paar Tage Bedenkzeit erbeten. „Nach zwei Tagen kam er [Tuchel] in eine Sitzung und hat gesagt, dass auch er Kane will.“ Meinungsverschiedenheiten in Bayerns Chefetage, was Kane betrifft, hat es demnach zu keiner Zeit gegeben. Deswegen seien Tuchels Aussagen auch „etwas seltsam“ gewesen, urteilte der Journalist.

Marokko zu abgezockt: Kanadas WM-Traum geplatzt

Marokko hat Co-Gastgeber Kanada aus dem Turnier geworfen und steht als erstes Team im Viertelfinale der Fußball-WM. Die Auswahl von Nationaltrainer Mohamed Ouahbi hatte beim 3:0 (0:0) in Houston allerdings mehr Mühe als erwartet.

Azzedine Ounahi traf nach einer schwachen ersten Halbzeit zweimal (50. und 82. Minute). Soufiane Rahimi ließ Marokko in der Nachspielzeit noch einmal jubeln (90.+8).

Nach Platz vier bei der WM 2022 wartet auf Marokko nun im Viertelfinale entweder der große Favorit Frankreich oder Deutschland-Bezwinger Paraguay.

Offen ist, ob Bayern-Neuzugang Ismael Saibari dann wieder mitspielen kann – der Offensivstar musste verletzungsbedingt bereits in der 22. Minute ausgewechselt werden.

Für Kanada endet dagegen das Turnier – das Team von Jesse Marsch verabschiedet sich aber immerhin mit dem Erfolg, dank der ersten WM-Punkte überhaupt so weit gekommen zu sein wie noch nie.

„Wir waren die bessere Mannschaft. Aber sie haben ein paar Tore erzielt“, resümierte Marsch. „Sie haben ein bisschen mehr Qualität im letzten Drittel – und uns hat es dort gefehlt.“ Es sei ein Privileg für die Fans, „so ein tolles Team“ zu sehen. „Wir liegen jetzt am Boden, aber ich könnte nicht stolzer sein.“

Auf der Tribüne half auch die Anfeuerung von Eishockey-Ikone Wayne Gretzky als einer der 68.777 Zuschauerinnen und Zuschauer am Ende nichts.

Für die kanadische Auswahl und die Fans war die Reise nach Houston allein schon wegen des Datums besonders. Der große Nachbar USA, der unter Präsident Donald Trump eher schwierige Beziehungen zu Kanada pflegt, feierte am Samstag landesweit 250 Jahre Unabhängigkeit. Auch im und rund um das Stadion im patriotischen Bundesstaat Texas waren zahlreiche US-Fahnen und -Trikots zu sehen. Die USA selbst hatten an ihrem „Independence Day“ spielfrei.

Ägypten bucht historisches WM-Achtelfinale vom Punkt

Mo Salah und Kollegen nervenstark im Elfmeterkrimi: Ägypten hat einen historischen Erfolg gefeiert und nach dem ersten K.o.-Sieg seiner WM-Geschichte das Achtelfinale erreicht.

Der siebenmalige Afrikameister von Trainer Hossam Hassan gewann am Freitag das Sechzehntelfinale gegen Australien mit 4:2 nach Elfmeterschießen (1:1, 1:1) und löste das Ticket für die Runde der besten 16 Mannschaften. Dort dürfte es am kommenden Dienstag in Atlanta zum Duell mit Weltmeister Argentinien und Lionel Messi kommen.

Emam Ashour (13.) schoss das Tor für die „Pharaonen“ vor 70.244 Zuschauern. Mohamed Hany (55., Eigentor) hatte für den Ausgleich gesorgt und damit unfreiwillig einen Negativrekord aufgestellt: Zwei Eigentore bei einer WM hatte zuvor noch kein Spieler erzielt. Hany war schon im Spiel gegen Belgien (1:1) der Pechvogel. Hossam Abdelmaguid traf entscheidend vom Punkt.

Für die Socceroos, die mit dem Überstehen der Gruppenphase einen Hype in der Heimat ausgelöst hatten, erfüllte sich der Traum vom ersten Erfolg in der K.o.-Runde dagegen nicht.

Einen ersten Teilerfolg erzielte Ägypten schon vor dem Anpfiff: Kapitän Salah, der im Spiel gegen den Iran (1:1) mit einer Oberschenkelzerrung ausgewechselt worden war, meldete sich rechtzeitig fit und stand in der Startelf. Ein weiteres Tor, mit dem er zum ägyptischen Rekordtorschützen – dem heutigen Nationaltrainer Hassan (69 Tore) – aufgeschlossen hätte, gelang ihm aber nicht.

Ex-Bundesligaprofi Omar Marmoush spielte als Sturmspitze von Beginn an. Australien startete mit dem St.-Pauli-Duo Jackson Irvine und Connor Metcalfe.

Australien ließ sich zu Beginn in die eigene Hälfte zurückfallen, schaltete nach Ballgewinn aber blitzschnell um. Cristian Volpato verpasste den Traumstart knapp, der 22-Jährige scheiterte aus rund 25 Metern an der Latte (5.). Es folgte der frühe Schock: Nach einem Freistoß flankte Karim Hafez den Ball in den Strafraum, wo Ashour per Kopf vollendete – die im Vorfeld diskutierten Größenvorteile der Australier waren durch schlechtes Stellungsspiel ausgehebelt.

Haaland schießt Norwegen ins Achtelfinale gegen Brasilien

Erling Haaland zeigte mit Wikinger-Helm sein breitestes Lächeln, Kapitän Martin Ödegaard haute vor dem Fanblock auf eine Pauke und setzte den längst berühmten Ruder-Schlachtgesang in Gang. Überschwänglich hat Norwegen den ersten Einzug in ein WM-Achtelfinale seit 28 Jahren gefeiert. Bundesligaprofi Antonio Nusa mit einem Traumtor und Superstar Haaland mit einem ein später Treffer sorgten für einen 2:1 (1:0)-Sieg gegen die Elfenbeinküste in der ersten K.-o.-Runde.

Als Belohnung für den Erfolg darf Norwegen nun gegen Rekordweltmeister Brasilien am Sonntag (22 Uhr) um den Viertelfinal-Einzug spielen. Die Seleção hatte sich mit 2:1 gegen Japan durchgesetzt. Für Deutschlands Gruppengegner Elfenbeinküste war dagegen im ersten K.-o.-Spiel des Landes bei Weltmeisterschaften gleich Endstation.

Haaland, der im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich (1:4) geschont worden war, schien unbedingt etwas nachholen zu wollen. Schon in der dritten Minute war er mit einem Kopfball gefährlich. Danach war der Sturmriese in der ersten Halbzeit aber lange unsichtbar, weil seinen Teamkollegen bei Ballbesitz die Ideen fehlten.

Beim ersten richtig gut vorgetragenen Angriff Norwegens fiel der Führungstreffer: Initiiert von Spielmacher Ödegaard landete der Ball nach einigen Pässen bei Nusa, der seinen Gegenspieler trickreich stehen ließ und den Ball herrlich ins Tor schlenzte.

Danach war plötzlich auch Haaland wieder in Aktion zu sehen: Zuerst wurde sein etwas verunglückter Schuss aus Nahdistanz abgeblockt (42.). Und bei der anschließenden Ecke verpasste der Profi von Manchester City am langen Pfosten nach einer Kopfballverlängerung von Alexander Sörloth nur knapp das 2:0.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte die Elfenbeinküste angesichts des Rückstands nochmal den Druck. In der 55. Minute scheiterte Pepe mit einem Schuss an Norwegens Keeper Örjan Nyland. Die Norweger, die nach der XXL-Rotation gegen Frankreich wieder in Bestbesetzung antraten, konzentrierten sich komplett auf die Tor-Verteidigung, auch Haaland half mitunter im eigenen Strafraum mit.

Gefahr kam fast nur noch nach Standards auf – so wie bei der Riesenchance für Heggem, bei dem Diallo reaktionsschnell auf der Linie rettete (67.). Jener Diallo war es dann, der wenig später auf der gegenüberliegenden Seite nach einer spektakulären Einzelleistung den Ausgleich erzielte. In der Schlussphase war aber dann Haaland zur Stelle und brachte sein Team eine Runde weiter.

Last-Minute-Drama! Österreich rettet sich in letzter Sekunde

Spektakel statt Langweiler: Mit dem vor dem Spiel von vielen erwarteten Unentschieden haben sich Österreich und Algerien ihren Platz im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gesichert. In einer am Ende aber unerwartet dramatischen Partie in Kansas City trennten sich beide Teams 3:3 (1:1) und zogen damit in die K.o.-Runde ein.

Dort bekommt es Österreich nun mit Titelkandidat Spanien zu tun, Algerien hat mit der Schweiz den wohl leichteren Gegner erwischt. Und das, obwohl die Nordafrikaner die Vorrunde hinter Argentinien und Österreich nur auf Platz drei abschlossen.

Vor 69.045 Zuschauern trafen Marko Arnautovic (28. Minute), Marcel Sabitzer (55.) und Sasa Kalajdzic (90.+6) für Österreich. Rafik Belghali (45.) und Riyad Mahrez (60./90.+3) erzielten die Tore für Algerien.

Spektakel statt Langweiler: Mit dem vor dem Spiel von vielen erwarteten Unentschieden haben sich Österreich und Algerien ihren Platz im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gesichert. In einer am Ende aber unerwartet dramatischen Partie in Kansas City trennten sich beide Teams 3:3 (1:1) und zogen damit in die K.o.-Runde ein.

Dort bekommt es Österreich nun mit Titelkandidat Spanien zu tun, Algerien hat mit der Schweiz den wohl leichteren Gegner erwischt. Und das, obwohl die Nordafrikaner die Vorrunde hinter Argentinien und Österreich nur auf Platz drei abschlossen.

Vor 69.045 Zuschauern trafen Marko Arnautovic (28. Minute), Marcel Sabitzer (55.) und Sasa Kalajdzic (90.+6) für Österreich. Rafik Belghali (45.) und Riyad Mahrez (60./90.+3) erzielten die Tore für Algerien.

44 Jahre später konnte von einer „Schande von Kansas“ nicht die Rede sein. Beide Mannschaften agierten von Beginn an mit viel Intensität. Vor allem die Algerier starteten energisch.

Doch mit der ersten guten Chance des Spiels ging Österreich in Führung. Nach einem langen Ball von David Alaba war Arnautovic plötzlich durch und stocherte den Ball an Algeriens Keeper Oussama Benbout vorbei ins Tor. Benbout hatte den Vorzug vor Luca Zidane bekommen. Der Sohn von Frankreichs Ex-Star Zinédine Zidane hatte bislang bei der WM nicht überzeugt.

Nun waren die Algerier gefordert, eine Niederlage hätte schließlich das Aus bedeutet. Und in der Tat drängten die Nordafrikaner auf den Ausgleich. Zunächst traf Farès Chaibi nur den Pfosten (40.), dann scheiterte Ibrahim Maza an Österreichs Torwart Alexander Schlager (44.). Kurz darauf war es dann aber so weit. Nachdem der Ball von der Eckfahne zurück ins Feld geprallt war, kam Belghali in Position und schloss nach feinem Solo wuchtig ab.