Hoeneß mit Klartext zu Kane-Zukunft beim FC Bayern

Mit der Verpflichtung von Harry Kane, den sich der FC Bayern im Sommer 2023 die Rekordablöse von knapp 100 Millionen Euro kosten ließ, landete der Bundesliga-Rekordmeister einen Volltreffer. Zu gerne würden die Münchner das Arbeitspapier des Engländers über 2027 hinaus verlängern. Auch für Klub-Patron Uli Hoeneß wäre das ein „Traum“.

Harry Kane war im Sommer 2023 für die Bundesliga-Rekordablöse in Höhe von 95 Millionen Euro aus Tottenham zum FC Bayern gewechselt. Damals meinten nicht wenige, der Preis sei zu hoch. Doch diese Einschätzung hat sich längst als falsch herausgestellt. Der 32-Jährige hat im Trikot des Rekordmeister in knapp drei Jahren unzählige Rekorde gebrochen.

Kein Wunder, dass sich die gesamte Führungsetage des Traditionsklubs von der Säbener Straße eine Verlängerung des bis Ende Juni 2027 datierten Arbeitspapieres wünscht. „Das wäre ein Traum“, sagte Ehrenpräsident Uli Hoeneß vom „kicker“ auf eine Vertragsverlängerung angesprochen: „Was ich höre und spüre: dass er und seine Familie sich hier extrem wohlfühlen.“

Ganz ausschließen, dass der Kapitän der englischen Fußball-Nationalmannschaft nach dem Ende der Saison 2026/27 den Abflug macht, wollte er aber auch nicht. „Aber man weiß nie, wenn ein Saudi kommt und das dicke Geld auf den Tisch legt“, warnte der 74-Jährige, der jedoch hinterherschob: „Aber er fühlt sich so wohl.“ Ein vorzeitiger Wechsel kommt auf keinen Fall in Frage.

„Er hat seine Ausstiegsklausel nicht wahrgenommen, das heißt schonmal, dass er auf jeden Fall bis Sommer 2027 hier unter Vertrag ist“, kündigte der Klub-Patron an. Warum dem Routinier auf allen Ebenen der rote Teppich beim FC Bayern ausgerollt wird, zeigen seine beeindruckenden Zahlen im Münchner Trikot: In 136 Pflichtspielen für den FC Bayern steht Kane bei 133 (!) Toren und 31 Vorlagen.

Sogar der 41-Tore-Rekord von Robert Lewandowski in der Bundesliga wackelt. „Harry schießt immer so viele Tore, er spielt wirklich gut und leistet große Arbeit“, sagte der Pole zuletzt bei „Sky“. Er selbst habe seine Bestmarke in 29 Partien aufgestellt, betonte Lewandowski. „Wenn ich 34 Spiele gespielt hätte, könnte ich mir vorstellen, dass ich sogar noch mehr Tore geschossen hätte.“

Musialas Comeback-Plan beim FC Bayern enthüllt

Drei Partien des FC Bayern verpasste Jamal Musiala zuletzt. Auch die Länderspiele am Freitag gegen die Schweiz (ab 20:15 Uhr live bei RTL) und gegen Ghana finden ohne ihn statt. Wann kehrt der 23-Jährige wieder zurück in den Spielbetrieb?

„Bild“ zufolge soll das bis zu den Champions-League-Krachern gegen Real Madrid am 7. und 15. April der Fall sein. Intern sei allerdings klar, dass Jamal Musiala dann noch nicht wieder bei 100 Prozent sein kann.

Die Wiedereingliederung des Spielmachers wird demnach nicht nur darauf ausgelegt sein, dem FC Bayern im Saisonendspurt noch bestmöglich zu helfen. Auch die WM hat Musiala wenig überraschend im Blick.

Dort steigt das DFB-Team am 14. Juni mit dem Duell gegen Curaçao ins Turnier ein – mit Musiala, wenn er bis dahin wieder sein volles Leistungsniveau abrufen kann.

„Er hat nicht mehr so viel Zeit“, betonte Bundestrainer Julian Nagelsmann. „Ich traue es ihm zu, dass er auf 100 Prozent kommt. Aber er hat jetzt acht Wochen, bis er dann schon bei 100 Prozent sein muss. Dafür haben wir sehr viele gute Offensivspieler und Jamal muss wie alle anderen auch in den Spielen schon bei 100 Prozent sein.“

Ein wichtiger erster Schritt ist gemacht: Am Donnerstag kehrte Musiala zurück auf den Trainingsplatz, wie der FC Bayern vermeldete. Er absolvierte dabei eine individuelle Einheit mit dem Ball.

Hinter dem Ausnahmekönner liegen schwierige Monate. Bei der Klub-WM im letzten Sommer zog er sich einen Wadenbeinbruch sowie eine Sprunggelenksluxation zu, musste operiert werden und verpasste die komplette Hinrunde.

Mitte Januar gab er sein Comeback, wurde nun aber durch eine Schmerzreaktion am im Sommer verletzten, linken Sprunggelenk wieder gestoppt.

Bislang steht Musiala daher erst bei elf Saisonspielen (drei Tore, zwei Vorlagen) für den FC Bayern.

Kein Sieger im Zweitliga-Topspiel

Auch ohne seinen gesperrten Starstürmer Edin Dzeko hat Schalke 04 die Tabellenführung in der 2. Fußball-Bundesliga behauptet.

Die Königsblauen erkämpften sich im Spitzenspiel bei Darmstadt 98 ein 1:1 (1:1) und liegen sieben Spiele vor Schluss einen Punkt vor den Verfolgern SV Elversberg und SC Paderborn. Die Lilien folgen im engen Aufstiegsrennen einen weiteren Zähler zurück auf Rang vier.

Moussa Sylla, der Winterzugang Dzeko nach dessen Roter Karte gegen Hannover 96 (2:2) ersetzte, brachte Schalke mit seinem ersten Tor nach 912 Minuten in Führung (44.). Torjäger Isac Lidberg glich für Darmstadt mit seinem 14. Saisontreffer aus (45.+5). Für die Gastgeber endete eine Serie von sieben Heimsiegen.

Die Lilien jubelten früh über einen Slapsticktreffer: Nachdem Loris Karius einen Schuss von Fabian Nürnberger abgewehrt hatte, fabrizierten die Schalker ein kurioses Eigentor.

Nikola Katic schoss beim Klärungsversuch den auf dem Rasen liegenden Moussa Ndiaye an, der den Ball ins Tor lenkte (18.). Doch Schiedsrichter Robert Hartmann nahm die vermeintliche Führung nach Videobeweis zurück: Nürnberger hatte Ndiaye in die Wade getreten.

Darmstadt musste wenig später den nächsten Rückschlag hinnehmen, denn Luca Marseiler verletzte sich ohne Gegnereinwirkung offenbar am Knie so schwer, dass er mit der Trage vom Feld gebracht werden musste (26.). Vor der Pause geriet 98 auch noch in Rückstand: Nach einer Ecke von Adil Aouchiche köpfte Timo Becker an den Pfosten, Sylla staubte per Kopf ab. Doch Lidberg gelang aus der Drehung der Ausgleich.

Nach der Pause rettete Schalke-Keeper Karius in höchster Not gegen Fraser Hornby (62.). Auf der Gegenseite vergab der eingewechselte Christian Gomis eine Großchance (84.).

Astronomisches Angebot? Real wohl heiß auf Bayern-Star

Der FC Bayern und Real Madrid treffen sich im Viertelfinale der Champions League. Mit Blick auf den Transfersommer sollen die Königlichen ausgerechnet einen Münchner Offensiv-Star auf dem Schirm haben.

Wie „Bild“-Fußballchef Christian Falk auf seinem Portal „cfbayerninsider“ berichtet, sei Real Madrid an Michael Olise interessiert.

Demnach ist Klubpräsident Florentino Pérez heiß auf den französischen Flügelspieler. „Die Saison verläuft für Real Madrid nicht wie gewohnt, daher glaube ich, dass er den Fans ein Geschenk machen möchte, um das wieder gutzumachen“, schreibt der Transfer-Insider.

Gerüchten zufolge soll der Tabellenzweite aus LaLiga über ein astronomisches Angebot von 160 bis 165 Millionen Euro für Olise nachdenken.

Die Fans des deutschen Rekordmeisters müssen sich aber wohl keine ernsthaften Sorgen machen. „Letztendlich ist der FC Bayern München jedoch kein Verein, der Spieler verkauft. Er ist ein Verein, der Spieler kauft“, stellt Falk klar.

Der FC Bayern sitzt bei Olise am längeren Hebel. Der 24-Jährige besitzt an der Säbener Straße einen langfristigen Vertrag bis 2029. Eine Ausstiegsklausel gibt es dem Vernehmen nach nicht.

Bezüglich einer vorzeitigen Verlängerung mit Olise habe der FC Bayern „jetzt keinen Stress, wir haben einen langfristigen Vertrag mit ihm abgeschlossen“, ordnete Sportdirektor Christoph Freund im Februar gegenüber „Sky“ ein.

Dennoch: „Wir können uns natürlich vorstellen aus Bayern-Sicht, dass er sehr, sehr lange hierbleibt“, stellte der Kaderplaner mit Blick auf den französischen Nationalspieler klar.

Der FC Bayern hatte Olise im Sommer 2024 von Crystal Palace aus der Premier League losgeeist. Die Ablösesumme soll sich damals auf rund 53 Millionen Euro belaufen haben. Der Rechtsaußen steuerte in 93 Pflichtspieleinsätzen für die Münchner schon 35 Tore bei.

BVB-Youngster erklärt seine Tor-Explosion

Es waren irre Jubel-Szenen, die sich in der 59. Minute zwischen Borussia Dortmund und dem FC Augsburg abspielten. Das 18-jährige Abwehrjuwel Luca Reggiani hatte per Kopf zum 2:0-Endstand für seinen BVB getroffen und war in den Momenten danach gar nicht mehr einzufangen. Nach der Partie sprach der Teenager über den bislang größten Moment seiner jungen Profikarriere.

„Verrückt! Ich konnte es kaum glauben, als ich sah, wie der Ball ins Tor ging. Ich kann das gar nicht beschreiben, wie sich das angefühlt hat, denn das war wirklich unglaublich“, zeigte sich der junge Innenverteidiger nach dem wichtigen Dortmunder Heimsieg gegen den FC Augsburg noch völlig aufgelöst.

Der Youngster hat in den vergangenen Wochen eine steile Entwicklung bei den Schwarz-Gelben genommen. Aufgrund der anhaltenden Personalprobleme in der Defensive berief BVB-Cheftrainer Niko Kovac den A-Jugendlichen zuletzt vermehrt in den Profi-Kader.

Fünf Einsätze für die Lizenzspielermannschaft stehen mittlerweile schon zu Buche für das italienische Top-Talent, einer davon in der Champions League.

Am Samstag marschierte der 1,94-Meter-Hüne dann erneut bei den Standardsituationen mit nach vorne. Mitte der zweiten Halbzeit war es dann tatsächlich soweit: Nach einer Ecke von Julian Ryerson war der groß gewachsene Innenverteidiger der Dortmunder nicht mehr zu verteidigen und nickte zum 2:0 direkt vor der Dortmunder Südtribüne ein.

Reggiani war danach nicht mehr zu halten und ließ seinen Emotionen freien Lauf: „Ich bin sehr glücklich, mein erstes Tor geschossen zu haben und jetzt geht es weiter“, meinte er Senkrechtstarter im Anschluss.

Über seine Beförderung von der U19- und U23-Auswahl der Dortmunder bis hin zu den Profis innerhalb weniger Wochen meinte der italienische Juniorennationalspieler begeistert: „Das geht alles so schnell. Vor einem Monat habe ich mein Debüt gegeben. Dann die Champions League und jetzt mein erstes Tor. Aber ja, ich bin sehr glücklich über alles, was gerade passiert. Es ist wirklich unglaublich, in diesem Stadion vor diesen Fans zu spielen.“

Hertha BSC vs. VfL Bochum LIVE bei NITRO

Am 26. Spieltag der 2. Bundesliga trifft Hertha BSC im Heimspiel auf den VfL Bochum. Im heimischen Olympiastadion muss für die Berliner unbedingt ein Sieg herausspringen, sofern man noch im Aufstiegsrennen mitreden möchte. NITRO überträgt das Duell der beiden Zweitligisten am Samstagabend ab 20:15 Uhr – und das kostenlos für alle, LIVE im Free-TV.

Nach einer Formkrise mit nur sechs Punkten aus den ersten sechs Spielen im Kalenderjahr 2026 hat Hertha BSC zuletzt zwei Dreier gegen Nürnberg (2:1) und Preußen Münster (2:1) eingefahren. Dadurch rutschten die Hauptstädter in der Tabelle immerhin auf Rang sechs, bis zum dritten Platz sind es noch acht Zähler Rückstand.

Neun Spieltage vor dem Schluss ist der Abstand zu den Aufstiegsrängen womöglich trotzdem zu groß, sagt Experte und Ex-Nationalspieler Max Kruse vor dem Duell gegen Bochum: „Dafür sind es einfach zu viele Punkte. Der Auftritt auch in Münster zuletzt: Das Spiel wurde zwar gewonnen, aber der war jetzt nicht so überzeugend, dass ich sage, die Mannschaft hat dieses Jahr die Möglichkeit, ins Aufstiegsrennen einzugreifen. Dafür sind die vorne halt einfach auch zu konstant und zu stark.“

Hinter Tabellenführer Schalke 04 (50 Punkte) halten sich vor allem Darmstadt und Elversberg (beide 48 Punkte) im Rennen, dahinter machen sich Paderborn (47) und Hannover (45) noch Hoffnungen.

Welche Sportevents werden heute live im TV oder Stream übertragen? Was läuft im Free-TV? Hier findest du alle Sender, Streaming-Anbieter & Uhrzeiten.

Übrigens: Das Hinrunden-Duell zwischen den beiden Kontrahenten endete am 10. Oktober 2025 mit einem 3:2-Heimsieg des Revierklubs.

Matthäus legt sich bei Diskussion um Karl fest

Noch hat Bayern Münchens Supertalent Lennart Karl kein A-Länderspiel auf dem Konto, für die U21-Auswahl sind es auch erst zwei Einsätze. Dennoch fordern nicht wenige Experten, dass der 18-Jährige im Sommer mit zur Weltmeisterschaft fahren sollte. Auch Lothar Matthäus hat sich diesbezüglich klar positioniert.

Geht es nach Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sollte Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der WM im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada Lennart Karl vom FC Bayern „auf jeden Fall mitnehmen“, wie er in einem „kicker“-Interview sagte. Besser gesagt: Der 64-Jährige würde auf den Youngster „auf keinen Fall verzichten“.

Was für den Flügelstürmer des FC Bayern spreche: Karl habe etwas, „das vielleicht kein anderer Spieler in der Mannschaft hat: die Unbekümmertheit, die Frechheit, die Qualität“. Zudem kann der 1,68 Meter große Dribbler bereits auf internationale Erfahrung im Bayern-Trikot zurückblicken.

Ohnehin sind Karls Einsatzzeiten in der laufenden Spielzeit unter Cheftrainer Vincent Kompany bemerkenswert. In der Bundesliga kommt er auf 21 Spiele, in denen ihm je vier Tore und vier Vorlagen gelangen. Im DFB-Pokal wurde er in drei von vier Partien eingesetzt – und in der Champions League steht er bei starken drei Treffern und einer Vorlage in sechs Partien.

In Fußball-Deutschland wird daher schon seit Längerem darüber diskutiert, ob Bundestrainer Nagelsmann den zweifachen U21-Nationalspieler in die A-Elf befördern sollte. Gleiches gilt für Senkrechtstarter Said El Mala vom 1. FC Köln, der in der Bundesliga auf überragende acht Tore und vier Vorlagen in 25 Partien kommt.

Allerdings zeigt sich Matthäus mit Blick auf den 19-jährigen U21-Nationalspieler, der von Nagelsmann im vergangenen November eingeladen, aber nicht eingesetzt wurde, etwas skeptischer. „Er ist noch kein Stammspieler beim 1. FC Köln“, meinte der TV-Experte, außerdem habe der FC generell weniger Spiele und El Mala damit weniger Bewährungschancen.

Andererseits besitze der Youngster ebenfalls „hohe Qualität, Geschwindigkeit, ein gutes Dribbling, einen guten Abschluss“. Der WM-Kader sei mit 26 Profis groß, „da sollte man schon überlegen, wer eine Qualität hat, die der Mannschaft sonst fehlt. Und darauf, wer die Rolle als Ergänzungsspieler annimmt.“

Schludriger BVB lässt Kehl und Kovac toben: „Das geht nicht“

Trotz langer Überzahl tut sich Borussia Dortmund beim 1. FC Köln enorm schwer. Dank der Treffer von Serhou Guirassy (16.) und Nationalspieler Maximilian Beier (60.) sichert sich der BVB zwar drei wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze, zufrieden mit der Leistung beim glücklichen Zittersieg sind Cheftrainer Niko Kovac und Sportchef Sebastian Kehl aber nicht.

„Ich mache es relativ kurz: Außer den drei Punkten, mit denen ich zufrieden bin, kann ich nicht zufrieden sein. Vor allem die erste Halbzeit, aber auch die zweite Halbzeit – mit einem Mann mehr. Das war es“, sagte der sichtlich bediente Niko Kovac nach dem 2:1-Sieg beim 1. FC Köln am Samstagabend auf der anschließenden Pressekonferenz.

Seine Spieler hatten nach dem Platzverweis gegen Verteidiger Jahmai Simpson-Pusey (45.+2) anscheinend gedacht, „heute kann man mal ein bisschen weniger machen“, kritisierte der 54-Jährige: „Das geht nicht“. Dass der BVB trotz Überzahl in der langen Nachspielzeit fast noch den Ausgleich kassierte, löste bei den Westfalen Rätselraten aus.

„Diese Frage haben wir uns direkt nach Spielschluss auch gestellt“, antwortete Sportdirektor Sebastian Kehl auf die Frage, wie sein Team den Dreier fast noch herschenken konnte: „Wir müssen daraus sehr, sehr schnell lernen. Es ist die Hauptaufgabe von allen Beteiligten, genau das nicht zuzulassen. Wir sind ein Mann mehr. Dass wir so noch in die Bredouille kommen und das Spiel vielleicht sogar noch mal kippen kann, darf uns einfach nicht passieren.“

Noch in den Katakomben des Müngersdorfer Stadions sei es zur Aussprache gekommen, so der ehemalige Mittelfeldspieler weiter: „Wir haben es sehr intensiv mit der Mannschaft diskutiert, um ein Gefühl dafür zu bekommen, warum wir nach dem 2:0 nicht noch weiter nach vorne spielen, auf ein drittes oder viertes Tor.“

Durch das 2:3 in der Vorwoche gegen den FC Bayern hat Dortmund mit elf Zählern Rückstand wohl die Minimalchance auf den Titel verspielt. Da der BVB auch in der Champions League und im DFB-Pokal ausgeschieden ist, droht ein zähes Saisonende für die Schwarzgelben.

FC Bayern fertigt zehn Gladbacher ab

Es geht auch ohne Harry Kane: Der FC Bayern ist in Abwesenheit seines verletzten Starstürmers mit einem Sieg in heiße März-Wochen gestartet. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany zementierte beim völlig ungefährdeten 4:1 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach seine Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga und feierte eine gelungene Generalprobe für das Champions-League-Duell mit Atalanta Bergamo.

Zum Start in zwei volle Wochen mit insgesamt fünf Spielen schossen Luis Díaz (33.), Konrad Laimer (45.+1), Jamal Musiala (57./Foulelfmeter) und Nicolas Jackson (80.) die Bayern, die nach einer Roten Karte für Rocco Reitz (55.) in Überzahl spielten, zum sechsten Liga-Sieg in Serie gegen den einstigen Erzrivalen – Bestwert. Für Gladbach traf ein 17-Jähriger: Wael Mohya (89.).

„Wir haben das insgesamt sehr souverän gemacht“, sagte Leon Goretzka bei „Sky“. „Heute habe ich im Hotel gesessen und gesagt: Komm, versuche das mal zu genießen. Und das hat gut geklappt.“

Vier Tage vor dem Achtelfinal-Hinspiel in Bergamo am Dienstag (21:00 Uhr/Prime Video) sorgte einzig Manuel Neuer für leichte Sorgenfalten bei den Münchnern: Der Kapitän musste bei seinem Comeback nach einem Muskelfaserriss erneut zur Halbzeit ausgewechselt werden.

Kane, der wegen eines Schlags auf die Wade erstmals in dieser Saison ausfiel, soll in Italien definitiv wieder dabei sein, am Freitag übernahm vorerst Jackson die Position im Sturmzentrum. Der Senegalese war einer von sieben Neuen in der Münchner Startelf, zahlreiche Stammkräfte wie Jonathan Tah, Aleksandar Pavlovic, Michael Olise oder Serge Gnabry wurden geschont.

Dem Spiel der Bayern tat das aber keinen großen Abbruch. Die Münchner dominierten wie gewohnt mit viel Ballbesitz und effizientem Pressing, einzig die klaren Torchancen fehlten. Lennart Karl (10.) stand bei seinem schön herausgespielten Treffer im Abseits, ansonsten gab der 18-Jährige noch einen Distanzschuss (25.) ab. Der Rest: viele Versuche, wenig Ertrag.

Auf der Gegenseite hatte Neuer, der nach drei Wochen Pause zurück im Tor war, dagegen nach nicht einmal zwei Minuten erstmals eingreifen müssen. Überhaupt agierte Gladbach gerade in der Anfangsphase mutig, ließ sich unter dem zunehmenden Druck der Bayern aber immer weiter zurückfallen – bis es zum Unausweichlichen kam.

FC Bayern blockt fette Millionen-Offerte ab

Die Vertragsverlängerung mit Konrad Laimer entpuppt sich als überraschend hohe Hürde für den FC Bayern. Eine lukrative Offerte für den 28 Jahre alten Allrounder soll der deutsche Rekordmeister aber zuletzt abgeblockt haben.

Wie das Portal „Fussballdaten.de“ berichtet, war der englische Meister FC Liverpool bereit, 40 Millionen Euro für Laimer nach München zu überweisen. Der FC Bayern weigerte sich demnach aber, überhaupt Verhandlungen mit den Reds aufzunehmen.

Gesprächsbereit seien die Münchner in der Personalie nur dann, wenn Laimer selbst einen Wechselwunsch äußern würde, heißt es. Das sei bislang aber nicht erfolgt.

Dem Bericht zufolge soll neben Liverpool auch Atlético Madrid ein Auge auf Laimer geworfen haben. So konkret wie das Interesse des Premier-League-Schwergewichts scheint das der Spanier aber (noch?) nicht zu sein.

Laimer, der für Trainer Vincent Kompany unverzichtbar ist, steht noch bis 2027 beim FC Bayern unter Vertrag. Sollte es also nicht zur Verlängerung kommen, würde nur in diesem Sommer noch eine Ablöse für den 55-maligen österreichischen Nationalspieler winken.

Das Problem aus Sicht des FC Bayern: Auch Laimer soll wie einige Profis in den letzten Monaten vor ihm für eine Unterschrift eine deutliche Gehaltserhöhung fordern, auf angeblich zwischen zwölf und 15 Millionen Euro. Die Vereinsführung hat ihm dem Vernehmen nach bislang aber nur acht bis neun Millionen Euro pro Jahr offeriert.

Aktuell liegen die Verhandlungen auf Eis. „Im Moment gibt es nicht viele Gespräche. Ich bin noch entspannt“, sagte Laimer Mitte Februar gegenüber „Sport Bild“ und fügte hinzu: „Man darf sich nicht einen zu großen Kopf machen.“

Zuvor hatte „Bild“-Fußballchef Christian Falk berichtet, dass Laimer vom FC Bayern „enttäuscht“ sei.

Der Routinier war im Sommer 2023 ablösefrei von RB Leipzig zu den Münchnern gewechselt und steht inzwischen bei 119 Pflichtspielen für den FC Bayern.