FC Bayern blockt fette Millionen-Offerte ab

Die Vertragsverlängerung mit Konrad Laimer entpuppt sich als überraschend hohe Hürde für den FC Bayern. Eine lukrative Offerte für den 28 Jahre alten Allrounder soll der deutsche Rekordmeister aber zuletzt abgeblockt haben.

Wie das Portal „Fussballdaten.de“ berichtet, war der englische Meister FC Liverpool bereit, 40 Millionen Euro für Laimer nach München zu überweisen. Der FC Bayern weigerte sich demnach aber, überhaupt Verhandlungen mit den Reds aufzunehmen.

Gesprächsbereit seien die Münchner in der Personalie nur dann, wenn Laimer selbst einen Wechselwunsch äußern würde, heißt es. Das sei bislang aber nicht erfolgt.

Dem Bericht zufolge soll neben Liverpool auch Atlético Madrid ein Auge auf Laimer geworfen haben. So konkret wie das Interesse des Premier-League-Schwergewichts scheint das der Spanier aber (noch?) nicht zu sein.

Laimer, der für Trainer Vincent Kompany unverzichtbar ist, steht noch bis 2027 beim FC Bayern unter Vertrag. Sollte es also nicht zur Verlängerung kommen, würde nur in diesem Sommer noch eine Ablöse für den 55-maligen österreichischen Nationalspieler winken.

Das Problem aus Sicht des FC Bayern: Auch Laimer soll wie einige Profis in den letzten Monaten vor ihm für eine Unterschrift eine deutliche Gehaltserhöhung fordern, auf angeblich zwischen zwölf und 15 Millionen Euro. Die Vereinsführung hat ihm dem Vernehmen nach bislang aber nur acht bis neun Millionen Euro pro Jahr offeriert.

Aktuell liegen die Verhandlungen auf Eis. „Im Moment gibt es nicht viele Gespräche. Ich bin noch entspannt“, sagte Laimer Mitte Februar gegenüber „Sport Bild“ und fügte hinzu: „Man darf sich nicht einen zu großen Kopf machen.“

Zuvor hatte „Bild“-Fußballchef Christian Falk berichtet, dass Laimer vom FC Bayern „enttäuscht“ sei.

Der Routinier war im Sommer 2023 ablösefrei von RB Leipzig zu den Münchnern gewechselt und steht inzwischen bei 119 Pflichtspielen für den FC Bayern.

Korb für den FC Bayern – jetzt spricht Florian Wirtz

Monatelang hielt die Zukunft von Nationalspieler Florian Wirtz Fußball-Deutschland auf Trab, füllte Websites, Zeitungsseiten und Rundfunkprogramme. Zwei Monate nach seinem Wechsel zum FC Liverpool und der Absage an den FC Bayern meldet sich der 22-Jährige nun zu Wort – und erläutert, warum er sich gegen die Münchner entschied.

Raus aus der Komfortzone Bundesliga, rein in die Premier League, die beste Liga der Welt – so lautete bei Florian Wirtz im Transfersommer 2025 die Devise.

„Wie schon vor fünf Jahren, als ich mit 16 von Köln nach Leverkusen gegangen bin, habe ich auch diesmal darauf geschaut, wo ich mich fußballerisch am besten weiterentwickeln kann und wo ich der erfolgreichste Spieler werden kann“, sagte Wirtz dem „kicker“.

Aus diesem Grund habe er sich für den FC Liverpool entschieden – „und das bis jetzt noch nicht bereut“, so der Edeltechniker.

Wirtz war im Juni für 150 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zu den Reds gewechselt – teurer war noch kein deutscher Fußball-Profi. Für den FC Bayern war der Wechsel eine bittere Pille.

Monatelang hatte der deutsche Rekordmeister – besonders in Person von Klub-Patron Uli Hoeneß – um Wirtz geworben und letztlich einen Korb kassiert.

„Ich habe mich schon sehr intensiv mit beiden Vereinen beschäftigt, es war am Ende keine einfache Entscheidung. Aber ich habe sie mit hundertprozentiger Überzeugung getroffen und bin auch froh darüber“, sagte der 22-Jährige.

Es sei „der schwierigere Schritt, aus dem ganzen Umfeld rauszukommen und in ein anderes Land zu gehen mit all den Veränderungen. Und in eine neue Liga, die einen anderen Spielstil hat“, führte Wirtz aus: „Ich würde deshalb auf jeden Fall sagen, dass es eine größere Herausforderung ist, die ich mir bewusst ausgewählt habe, um zu bestehen und ein besserer Spieler zu werden.“

Sein Ziel sei weiterhin, der beste Spieler der Welt zu werden: „Ja, auf jeden Fall“, betonte Wirtz.

Wirtz-Wechsel: Millionen-Frage noch ungeklärt

Am Freitag machten der FC Liverpool und Bayer Leverkusen einen der größten Deals der Fußball-Geschichte perfekt: Florian Wirtz wechselt von der Werkself an die Anfield Road und soll Bayer bis zu 150 Millionen Euro in die Kassen spülen. Eine enorme Summe, von der auch der 1. FC Köln profitieren wird.

Die Personalie Florian Wirtz sorgte einst dafür, dass der Haussegen zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln schief hängt. Dass Leverkusen den 31-maligen deutschen Nationalspieler 2020 als 16-Jährigen vom Geißbockheim weglockte, sorgte für Missstimmung. Eine späte Entschädigung wird nun folgen.

Als Ausbildungsverein von Wirtz kassiert der 1. FC Köln dem „GEISSBLOG“ zufolge mindestens zwei Millionen Euro, von den insgesamt zu verteilenden sechs Millionen Euro, die, sollte Liverpool am Ende die vollen Bonuszahlungen draufpacken müssen, sogar auf 7,5 Millionen Euro anwachsen können.

Diese Summe würde den von der FIFA festgesetzten fünf Prozent von einer kolportierten Maximal-Ablöse in Höhe von 150 Millionen Euro entsprechen. Diese „Ausbildungsentschädigung“ wird bei einem Wechsel in einen anderen Verband fällig und fließt anteilig an die Klubs, bei denen der Spieler zwischen seinem zwölften und 23. Lebensjahr trainiert hat.

Dem Bericht zufolge soll man beim FC derzeit prüfen, welcher Anteil am Kuchen dem Klub zusteht, es gelte jedoch als „unwahrscheinlich“, dass man die komplette Summe einstreichen werde, heißt es. Der „Express“ hatte zuvor noch berichtet, dass man in der Domstadt genau darauf hoffe.

„Wenn es einen Transfervertrag gibt, werden die Einnahmen zentral beim Clearing House der FIFA gebündelt. Dann wird gesehen, welcher Klub an welcher Transfersumme beteiligt wird. Wir werden automatisch unseren Anteil bekommen“, zitiert der „GEISSBLOG“ Köln-Sportdirektor Thomas Kessler in diesem Zusammenhang.