Hertha BSC vs. VfL Bochum LIVE bei NITRO

Am 26. Spieltag der 2. Bundesliga trifft Hertha BSC im Heimspiel auf den VfL Bochum. Im heimischen Olympiastadion muss für die Berliner unbedingt ein Sieg herausspringen, sofern man noch im Aufstiegsrennen mitreden möchte. NITRO überträgt das Duell der beiden Zweitligisten am Samstagabend ab 20:15 Uhr – und das kostenlos für alle, LIVE im Free-TV.

Nach einer Formkrise mit nur sechs Punkten aus den ersten sechs Spielen im Kalenderjahr 2026 hat Hertha BSC zuletzt zwei Dreier gegen Nürnberg (2:1) und Preußen Münster (2:1) eingefahren. Dadurch rutschten die Hauptstädter in der Tabelle immerhin auf Rang sechs, bis zum dritten Platz sind es noch acht Zähler Rückstand.

Neun Spieltage vor dem Schluss ist der Abstand zu den Aufstiegsrängen womöglich trotzdem zu groß, sagt Experte und Ex-Nationalspieler Max Kruse vor dem Duell gegen Bochum: „Dafür sind es einfach zu viele Punkte. Der Auftritt auch in Münster zuletzt: Das Spiel wurde zwar gewonnen, aber der war jetzt nicht so überzeugend, dass ich sage, die Mannschaft hat dieses Jahr die Möglichkeit, ins Aufstiegsrennen einzugreifen. Dafür sind die vorne halt einfach auch zu konstant und zu stark.“

Hinter Tabellenführer Schalke 04 (50 Punkte) halten sich vor allem Darmstadt und Elversberg (beide 48 Punkte) im Rennen, dahinter machen sich Paderborn (47) und Hannover (45) noch Hoffnungen.

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Übrigens: Das Hinrunden-Duell zwischen den beiden Kontrahenten endete am 10. Oktober 2025 mit einem 3:2-Heimsieg des Revierklubs.

Matthäus legt sich bei Diskussion um Karl fest

Noch hat Bayern Münchens Supertalent Lennart Karl kein A-Länderspiel auf dem Konto, für die U21-Auswahl sind es auch erst zwei Einsätze. Dennoch fordern nicht wenige Experten, dass der 18-Jährige im Sommer mit zur Weltmeisterschaft fahren sollte. Auch Lothar Matthäus hat sich diesbezüglich klar positioniert.

Geht es nach Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sollte Bundestrainer Julian Nagelsmann bei der WM im Sommer in den USA, Mexiko und Kanada Lennart Karl vom FC Bayern „auf jeden Fall mitnehmen“, wie er in einem „kicker“-Interview sagte. Besser gesagt: Der 64-Jährige würde auf den Youngster „auf keinen Fall verzichten“.

Was für den Flügelstürmer des FC Bayern spreche: Karl habe etwas, „das vielleicht kein anderer Spieler in der Mannschaft hat: die Unbekümmertheit, die Frechheit, die Qualität“. Zudem kann der 1,68 Meter große Dribbler bereits auf internationale Erfahrung im Bayern-Trikot zurückblicken.

Ohnehin sind Karls Einsatzzeiten in der laufenden Spielzeit unter Cheftrainer Vincent Kompany bemerkenswert. In der Bundesliga kommt er auf 21 Spiele, in denen ihm je vier Tore und vier Vorlagen gelangen. Im DFB-Pokal wurde er in drei von vier Partien eingesetzt – und in der Champions League steht er bei starken drei Treffern und einer Vorlage in sechs Partien.

In Fußball-Deutschland wird daher schon seit Längerem darüber diskutiert, ob Bundestrainer Nagelsmann den zweifachen U21-Nationalspieler in die A-Elf befördern sollte. Gleiches gilt für Senkrechtstarter Said El Mala vom 1. FC Köln, der in der Bundesliga auf überragende acht Tore und vier Vorlagen in 25 Partien kommt.

Allerdings zeigt sich Matthäus mit Blick auf den 19-jährigen U21-Nationalspieler, der von Nagelsmann im vergangenen November eingeladen, aber nicht eingesetzt wurde, etwas skeptischer. „Er ist noch kein Stammspieler beim 1. FC Köln“, meinte der TV-Experte, außerdem habe der FC generell weniger Spiele und El Mala damit weniger Bewährungschancen.

Andererseits besitze der Youngster ebenfalls „hohe Qualität, Geschwindigkeit, ein gutes Dribbling, einen guten Abschluss“. Der WM-Kader sei mit 26 Profis groß, „da sollte man schon überlegen, wer eine Qualität hat, die der Mannschaft sonst fehlt. Und darauf, wer die Rolle als Ergänzungsspieler annimmt.“

Schludriger BVB lässt Kehl und Kovac toben: „Das geht nicht“

Trotz langer Überzahl tut sich Borussia Dortmund beim 1. FC Köln enorm schwer. Dank der Treffer von Serhou Guirassy (16.) und Nationalspieler Maximilian Beier (60.) sichert sich der BVB zwar drei wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze, zufrieden mit der Leistung beim glücklichen Zittersieg sind Cheftrainer Niko Kovac und Sportchef Sebastian Kehl aber nicht.

„Ich mache es relativ kurz: Außer den drei Punkten, mit denen ich zufrieden bin, kann ich nicht zufrieden sein. Vor allem die erste Halbzeit, aber auch die zweite Halbzeit – mit einem Mann mehr. Das war es“, sagte der sichtlich bediente Niko Kovac nach dem 2:1-Sieg beim 1. FC Köln am Samstagabend auf der anschließenden Pressekonferenz.

Seine Spieler hatten nach dem Platzverweis gegen Verteidiger Jahmai Simpson-Pusey (45.+2) anscheinend gedacht, „heute kann man mal ein bisschen weniger machen“, kritisierte der 54-Jährige: „Das geht nicht“. Dass der BVB trotz Überzahl in der langen Nachspielzeit fast noch den Ausgleich kassierte, löste bei den Westfalen Rätselraten aus.

„Diese Frage haben wir uns direkt nach Spielschluss auch gestellt“, antwortete Sportdirektor Sebastian Kehl auf die Frage, wie sein Team den Dreier fast noch herschenken konnte: „Wir müssen daraus sehr, sehr schnell lernen. Es ist die Hauptaufgabe von allen Beteiligten, genau das nicht zuzulassen. Wir sind ein Mann mehr. Dass wir so noch in die Bredouille kommen und das Spiel vielleicht sogar noch mal kippen kann, darf uns einfach nicht passieren.“

Noch in den Katakomben des Müngersdorfer Stadions sei es zur Aussprache gekommen, so der ehemalige Mittelfeldspieler weiter: „Wir haben es sehr intensiv mit der Mannschaft diskutiert, um ein Gefühl dafür zu bekommen, warum wir nach dem 2:0 nicht noch weiter nach vorne spielen, auf ein drittes oder viertes Tor.“

Durch das 2:3 in der Vorwoche gegen den FC Bayern hat Dortmund mit elf Zählern Rückstand wohl die Minimalchance auf den Titel verspielt. Da der BVB auch in der Champions League und im DFB-Pokal ausgeschieden ist, droht ein zähes Saisonende für die Schwarzgelben.

FC Bayern fertigt zehn Gladbacher ab

Es geht auch ohne Harry Kane: Der FC Bayern ist in Abwesenheit seines verletzten Starstürmers mit einem Sieg in heiße März-Wochen gestartet. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany zementierte beim völlig ungefährdeten 4:1 (2:0) gegen Borussia Mönchengladbach seine Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga und feierte eine gelungene Generalprobe für das Champions-League-Duell mit Atalanta Bergamo.

Zum Start in zwei volle Wochen mit insgesamt fünf Spielen schossen Luis Díaz (33.), Konrad Laimer (45.+1), Jamal Musiala (57./Foulelfmeter) und Nicolas Jackson (80.) die Bayern, die nach einer Roten Karte für Rocco Reitz (55.) in Überzahl spielten, zum sechsten Liga-Sieg in Serie gegen den einstigen Erzrivalen – Bestwert. Für Gladbach traf ein 17-Jähriger: Wael Mohya (89.).

„Wir haben das insgesamt sehr souverän gemacht“, sagte Leon Goretzka bei „Sky“. „Heute habe ich im Hotel gesessen und gesagt: Komm, versuche das mal zu genießen. Und das hat gut geklappt.“

Vier Tage vor dem Achtelfinal-Hinspiel in Bergamo am Dienstag (21:00 Uhr/Prime Video) sorgte einzig Manuel Neuer für leichte Sorgenfalten bei den Münchnern: Der Kapitän musste bei seinem Comeback nach einem Muskelfaserriss erneut zur Halbzeit ausgewechselt werden.

Kane, der wegen eines Schlags auf die Wade erstmals in dieser Saison ausfiel, soll in Italien definitiv wieder dabei sein, am Freitag übernahm vorerst Jackson die Position im Sturmzentrum. Der Senegalese war einer von sieben Neuen in der Münchner Startelf, zahlreiche Stammkräfte wie Jonathan Tah, Aleksandar Pavlovic, Michael Olise oder Serge Gnabry wurden geschont.

Dem Spiel der Bayern tat das aber keinen großen Abbruch. Die Münchner dominierten wie gewohnt mit viel Ballbesitz und effizientem Pressing, einzig die klaren Torchancen fehlten. Lennart Karl (10.) stand bei seinem schön herausgespielten Treffer im Abseits, ansonsten gab der 18-Jährige noch einen Distanzschuss (25.) ab. Der Rest: viele Versuche, wenig Ertrag.

Auf der Gegenseite hatte Neuer, der nach drei Wochen Pause zurück im Tor war, dagegen nach nicht einmal zwei Minuten erstmals eingreifen müssen. Überhaupt agierte Gladbach gerade in der Anfangsphase mutig, ließ sich unter dem zunehmenden Druck der Bayern aber immer weiter zurückfallen – bis es zum Unausweichlichen kam.

FC Bayern blockt fette Millionen-Offerte ab

Die Vertragsverlängerung mit Konrad Laimer entpuppt sich als überraschend hohe Hürde für den FC Bayern. Eine lukrative Offerte für den 28 Jahre alten Allrounder soll der deutsche Rekordmeister aber zuletzt abgeblockt haben.

Wie das Portal „Fussballdaten.de“ berichtet, war der englische Meister FC Liverpool bereit, 40 Millionen Euro für Laimer nach München zu überweisen. Der FC Bayern weigerte sich demnach aber, überhaupt Verhandlungen mit den Reds aufzunehmen.

Gesprächsbereit seien die Münchner in der Personalie nur dann, wenn Laimer selbst einen Wechselwunsch äußern würde, heißt es. Das sei bislang aber nicht erfolgt.

Dem Bericht zufolge soll neben Liverpool auch Atlético Madrid ein Auge auf Laimer geworfen haben. So konkret wie das Interesse des Premier-League-Schwergewichts scheint das der Spanier aber (noch?) nicht zu sein.

Laimer, der für Trainer Vincent Kompany unverzichtbar ist, steht noch bis 2027 beim FC Bayern unter Vertrag. Sollte es also nicht zur Verlängerung kommen, würde nur in diesem Sommer noch eine Ablöse für den 55-maligen österreichischen Nationalspieler winken.

Das Problem aus Sicht des FC Bayern: Auch Laimer soll wie einige Profis in den letzten Monaten vor ihm für eine Unterschrift eine deutliche Gehaltserhöhung fordern, auf angeblich zwischen zwölf und 15 Millionen Euro. Die Vereinsführung hat ihm dem Vernehmen nach bislang aber nur acht bis neun Millionen Euro pro Jahr offeriert.

Aktuell liegen die Verhandlungen auf Eis. „Im Moment gibt es nicht viele Gespräche. Ich bin noch entspannt“, sagte Laimer Mitte Februar gegenüber „Sport Bild“ und fügte hinzu: „Man darf sich nicht einen zu großen Kopf machen.“

Zuvor hatte „Bild“-Fußballchef Christian Falk berichtet, dass Laimer vom FC Bayern „enttäuscht“ sei.

Der Routinier war im Sommer 2023 ablösefrei von RB Leipzig zu den Münchnern gewechselt und steht inzwischen bei 119 Pflichtspielen für den FC Bayern.

Was für den BVB spricht – und was für den FC Bayern

Fußball-Deutschland schaut nach Dortmund. Die Borussia geht nach ihrem dramatischen Champions-League-K.o. angeschlagen ins Prestigeduell mit dem FC Bayern München.Der Rekordmeister kann mit einem Sieg am Samstagabend (18:30 Uhr/Sky) an der Tabellenspitze davonziehen. Was spricht für wen? Ein Überblick zum Bundesliga-Gipfel.

Schlotterbeck-Comeback: Nico Schlotterbeck kehrt zurück in die Mannschaft. Vier Spiele hat Dortmunds bester und mit drei Bundesliga-Toren in dieser Saison bislang treffsicherster Innenverteidiger erst wegen einer Gelbsperre und dann wegen muskulärer Probleme gefehlt. Beim 1:4 in Bergamo saß er zwar auf der Bank, wurde aber noch geschont. Gegen die Bayern ist Schlotterbeck nun bereit für die Startelf. Er könnte links in der Dreierkette den in Bergamo unglücklich agierenden Ramy Bensebaini ersetzen. Schlotterbeck macht den BVB hinten stabiler und vorn torgefährlicher.

Das spricht für den FC Bayern

Killerinstinkt: Die Münchner wittern gegen die angeschlagenen Dortmunder die große Chance, im Meisterkampf bereits für eine Vorentscheidung sorgen zu können – und die wollen sie unbedingt nutzen. Für Trainer Vincent Kompany geht es gegen die Borussia unabhängig vom Rennen um die Schale aber auch immer ums Prestige. „Diese Spiele sind dermaßen wichtig, dass es ein eigener kleiner Titel ist“, sagte der Belgier. „Deswegen ist es für uns auch eine absolute Priorität, da zu gewinnen.“ Die Bilanz spricht klar für die Bayern: Nur eines der vergangenen 15 Duelle mit dem BVB haben sie verloren.

Große Spiele gegen die Großen: Wann immer sie von den nationalen Top-Teams in dieser Saison gefordert wurden, waren die Bayern da. Sämtliche Duelle mit den Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel der Bundesliga wurden gewonnen – mitunter richtig deutlich. Gegen Leipzig etwa gab es ein 6:0 und ein 5:1, in Stuttgart ein 5:0, gegen Hoffenheim unlängst ein 5:1. Auch das Hinspiel gegen den BVB entschieden die Münchner im Oktober mit 2:1 für sich.

Rekordjäger Kane: Bayerns Stürmerstar trifft und trifft und trifft. In der Liga steht er schon wieder bei 28 Toren. Und es winkt wieder mal eine Bestmarke: In den vergangenen Partien gegen Hoffenheim (5:1), Bremen (3:0) und Frankfurt (3:2) traf der Engländer jeweils zweimal. Nun wieder? In vier Bundesliga-Partien in Serie mindestens doppelt zu treffen, gelang bislang nur zwei Spielern: Wolfsburgs Tomislav Maric 2001 und Dortmunds Lothar Emmerich 1967.

Wütender FCK-Sportchef schickt Ansage ans Team

Lange Gesichter beim 1. FC Kaiserslautern. Die Pfälzer holen sich beim SV Darmstadt eine Abreibung ab. Geschäftsführer Thomas Hengen ist nach der 0:4-Pleite am Böllenfalltor bedient.

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich nach dem dritten Spiel ohne Sieg vorerst aus dem Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga verabschiedet. In Darmstadt geriet das Team von Trainer Torsten Lieberknecht mit 0:4 unter die Räder. Die Roten Teufel rutschten auf Rang sieben ab und haben nun acht Punkte Rückstand auf Platz drei.

Nach einer ordentlichen Standpauke präsentierte sich Kaiserslautern in der zweiten Halbzeit etwas besser, für eine Aufholjagd reichte es aber nicht mehr. Und so setzte es für den FCK die zweite Abreibung hintereinander in Darmstadt – beim letzten Duell in Hessen setzte es sogar ein 1:5.

FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen war insbesondere mit der ersten Halbzeit sehr unzufrieden. „Die erste Hälfte haben wir nicht stattgefunden, obwohl wir wussten, dass in Darmstadt die ersten Minuten eh immer Feuer ist. Umso enttäuschender war die erste Halbzeit von uns“, sagte er am NITRO-Mikro.

„Nach solchen Auftritten brauchen wir nicht über Systeme zu reden, es ist eine Einstellungsfrage“, sagte er und schickte eine deutliche Forderung ans Team. „Wir können uns nur entschuldigen bei den Fans, die uns mal wieder fantastisch unterstützen. Nächste Woche muss da ein ganz anderes Feuer und Esprit auf dem Platz zu sehen sein.“

Angesprochen auf die Mentalität sagte er: „Vielleicht ist es so, dass die Ambitionen im Verein für den einen oder anderen zu hoch sind. Das müssen wir in der Woche schnellstmöglich klären.“

Es sei ein Phänomen, führte er aus. „Es ist Samstagabend, Flutlichtspiel, du hast einen direkten Konkurrenten vor der Brust, und der zeigt dir, was es heißt, alles zu geben. Das war nicht Betzelike.“

Exklusiv: Magath lästert über FC Bayern und kritisiert Kane

Die Leichtigkeit des FC Bayern ist weg. Nach dem enttäuschenden 2:2 beim HSV sind die Münchner genervt und meckern sogar über den Schiedsrichter. Trainer-Legende Felix Magath reagiert darauf bei sport.de mit dezentem Spott – und kritisiert auch die Rolle von Superstar Harry Kane. Eine ernsthafte Titelbedrohung für die Bayern sieht er nicht.

Nach der ersten Saisonniederlage gegen den FC Augsburg war die Mission des FC Bayern für den 20. Bundesliga-Spieltag klar: Im Nord-Süd-Klassiker beim HSV drei Punkte mit nach München bringen, den Vorsprung auf die Konkurrenz halten.

Diesen Auftrag hat die Elf von Trainer Vincent Kompany nicht erfüllt. Im Volkspark zeigte der FC Bayern zum wiederholten Male ungewohnte Schwächen und stolperte beim 2:2 erneut. Weil der BVB am Sonntag gegen Heidenheim mit 3:2 gewann, beträgt das Polster der Bayern „nur“ noch sechs Punkte.

Zurzeit bekämen die Bayern „nicht nur Gegentore, sondern kommen tatsächlich in Schwierigkeiten“, führte der 71-Jährige weiter aus. Den Münchnern sei ihre eigene Dominanz der Hinrunde zum Verhängnis geworden. „Es ist nie gut für eine Mannschaft, wenn sie unangefochten vorne ist und – in Anführungsstrichen – keine Gegner mehr hat. Da wird man leichtfertig.“

Apropos Kane: Magath kritisierte dessen Rolle als Tausendsassa im Bayern-Spiel. „Ich würde Spieler immer nach ihren Stärken einsetzen. Harry Kane kann Tore schießen. Er wird von allen gelobt und jeder jubelt, dass er auch hinten rumläuft. Aber das ist nicht sein Job“, sagte der frühere Bayern-Coach.

Kane könne „hinten so viel Bälle klären, wie er will, aber er hilft der Mannschaft mehr, wenn er vorne steht, wartet, den Ball bekommt und ihn reinschießt.“

Der Engländer solle sich auf „seine Stärken besinnen“, forderte Magath: „Wenn er vorne statt im Mittelfeld oder hinten rumlaufen würde, wäre das für die Mannschaft besser.“

Dass die Bayern nach ihrem erneuten Ausrutscher im Titelrennen wirklich noch in die Bredouille kommen, glaubt der Fußball-Lehrer indes nicht und verwies auf die nicht gerade vor Fußballwitz strotzenden Konkurrenz: „Man muss aber leider sagen, dass Borussia Dortmund nicht gerade den Eindruck vermittelt, als wollen sie den FC Bayern jagen.“

Leon Goretzka erklärt Absage an Top-Klubs

Leon Goretzka wird den FC Bayern nicht in dieser Winter-Transferperiode verlassen, wie die Münchner am Freitag öffentlich mitteilten. Der deutsche Nationalspieler meldete sich anschließend in einem emotionalen Instagram-Beitrag zu Wort und erklärte darin die Entscheidung.

Hinter Leon Goretzka liegen „turbulente“ Tage, wie der Mittelfeldspieler des FC Bayern einen Instagram-Beitrag begann: „Gleichzeitig haben sie Klarheit gebracht.“

Der 30-Jährige wird den deutschen Rekordmeister nicht in diesem Winter verlassen – trotz des großen Interesses aus dem Ausland. Vor allem der spanische Spitzenklub Atlético Madrid buhlte Medienberichten zufolge emsig um seine Dienste, soll zuletzt auch ein Angebot beim FC Bayern hinterlegt haben.

Zugleich steht nun fest: Goretzka wird den FC Bayern im Sommer nach dann acht Jahren verlassen, sein Vertrag wird nicht verlängert.

Der Routinier schrieb dazu: „So sehr mich das Interesse von internationalen Top-Clubs ehrt, so klar habe ich für mich entschieden, dass ich bis zum Saisonende beim FC Bayern bleiben möchte. Mit einem Team, mit dem es auf und neben dem Rasen unglaublich viel Spaß macht und einem Trainer der unsere Mannschaft wieder zu einer echten Einheit geformt hat! Diesem Team und dem Verein fühle ich mich verpflichtet.“

Es sei das „gemeinsame Ziel“, im Mai „wieder mit vollen Händen am Marienplatz“ zu stehen und „die ganz großen Titel feiern“ zu können. Der in dieser Saison so dominant auftretende Rekordmeister zählt zu den Top-Favoriten auf den Gewinn der Champions League.

Goretzka führte aus: „Gleichzeitig haben der Verein und ich in guten und konstruktiven Gesprächen beschlossen, dass unsere gemeinsame erfolgreiche Zeit im Sommer zu Ende geht. Wie zu einem früheren Zeitpunkt bereits gesagt, ist es auch für mich der richtige Zeitpunkt, um noch einmal ein neues Kapital aufzuschlagen: Als Fußballer und als Mensch.“

In einem Interview mit der „Zeit“ hatte Goretzka zuvor erklärt, dass er einem Wechsel ins Ausland sehr offen gegenüber steht.

„Doch davor gibt es noch viel zutun“, schloss der Noch-Bayern-Profi seinen Beitrag. Er schwor die Fans ein: „Lasst uns gemeinsam alles dafür geben, dass wir mit dem FC Bayern und auch mit der Nationalmannschaft den maximalen Erfolg in dieser Saison und bei der WM erzielen! Ich freue mich drauf! Danke für Eure Unterstützung!“

Dzeko bei Schalke 04 „kein Top-Verdiener“

Mit Edin Dzeko hat der FC Schalke 04 einen neuen Wandspieler verpflichtet. Was Sportvorstand Frank Baumann unter anderem beeindruckte: Dem neuen Stürmer-Star ging es in den Verhandlungen keineswegs ums Geld.

Edin Dzeko hat „Bock auf Schalke“, das hat Sportvorstand Frank Baumann schon im ersten Transfergespräch direkt gespürt, wie er am Sonntag bei „Sky“ betonte. Der 39-jährige Stürmer hatte selbst den Kontakt zu S04-Cheftrainer Miron Muslic aufgenommen, dann ging es mit Baumann schnell in die Verhandlungen.

„Ehrlicherweise hatte ich das noch nicht für bare Münze genommen“, räumte Baumann, der in seiner aktiven Karriere selbst noch gegen den damaligen Wolfsburger gespielt hatte, ein. Doch dann ging alles ziemlich schnell.

Der Schalker Sportvorstand verriet nämlich, dass man sich mit dem Thema Gehalt nicht allzu lange aufgehalten habe: „Es war vom ersten Gespräch an klar, dass es Edin nicht ums Geld geht. Wir haben gesagt, dass unser Budget eingeschränkt ist. Das war gar kein Thema.“

Baumann habe Dzeko frühzeitig signalisiert, „was wir zahlen können“. Der Schalke-Boss führte aus: „Er ist kein Top-Verdiener, ist vom Grundgehalt mittendrin.“ Dafür erhält der Neuzugang im Aufstiegsfall einen Bonus, der „vielleicht größer ausfällt als bei anderen“.

Auch auf die Frage, ob Dzekos Vertrag nach erfolgreichem Aufstieg automatisch verlängert wird, gab der 50-Jährige eine klare Antwort: „Nein. Wir haben uns erst einmal auf einen Vertrag bis zum Sommer geeinigt.“

Begeistert über den Transfer zeigte sich am Sonntagmittag derweil wenig überraschend auch der Gelsenkirchener Cheftrainer Miron Muslic. „Er ist ein Superstar, ein Champion, der unbedingt zu Schalke wollte“, so der Übungsleiter, der den Neuzugang gegen den 1. FC Kaiserslautern prompt in den Kader berief.

„Wir wollen ihn aufbauen, wir haben einen Plan. Diese Woche reicht es vielleicht für 15, dann 30 Minuten. Wir gehen das step by step an“, gab Muslic einen Einblick.

Dass der S04-Coach schon länger auf der Suche nach einem waschechten Mittelstürmer war, darüber machte er am „Sky“-Tisch vor dem Anpfiff keinerlei Hehl. Mit dabei nämlich auch Ex-Torjäger Simon Terodde, der einst auf Schalke stürmte und inzwischen als TV-Experte arbeitet.