Schlotterbeck-Hammer beim BVB perfekt

Das Warten hat ein Ende: BVB-Star Nico Schlotterbeck hat eine Entscheidung über seine Zukunft getroffen. Vorausgegangen war ein langer Vertragspoker.

Am Freitagnachmittag hatte der „kicker“ den Personal-Hammer bei Borussia Dortmund enthüllt, wenig später folgte die offizielle Bestätigung: Nico Schlotterbeck hat beim westfälischen Bundesligisten ein neues, bis 2031 gültiges Arbeitspapier unterschrieben.

Laut „kicker“ enthält der Vertrag eine Ausstiegsklausel, die zwischen 50 und 60 Millionen Euro liegen und nur für wenige Vereine gültig sein soll.

„Ich freue mich riesig, meinen Vertrag beim BVB verlängert zu haben. Dabei habe ich mir bewusst Zeit genommen, weil es für mich eine wichtige Entscheidung ist. Wir hatten zu jeder Zeit gute Gespräche und trotzdem war es für mich kein Prozess, der nach ein oder zwei Wochen schon abgeschlossen war. Die Verantwortlichen haben mir einen guten Plan aufgezeigt und ich weiß, was ich an dem Verein habe. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit Borussia Dortmund Titel zu gewinnen“, wurde Schlotterbeck in der Mitteilung des Vereins zitiert.

Ursprünglich wäre Schlotterbecks Kontrakt 2027 ausgelaufen, was den Handlungsdruck für alle Seiten zuletzt erhöhte. Jetzt haben Klub und Spieler noch vor der WM Planungssicherheit.

Seine Unterschrift soll dem deutschen Nationalspieler eine Gehaltserhöhung einbringen, von einem fixen Salär von rund zehn Millionen Euro ist die Rede.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Sport Lars Ricken zeigte sich über die Einigung hocherfreut.

„Unser Ziel – Klarheit bis Mitte April – haben wir erreicht. Das war mir wichtig. Nico Schlotterbeck ist ein Leader beim BVB und in der Nationalmannschaft. Wir sind froh, dass er nach seiner zuletzt schweren Verletzung so schnell wieder Top-Niveau erreicht hat. Das zeigt seine Willensstärke und Klasse. Wir sind absolut überzeugt, dass sich Nico bei Borussia Dortmund noch weiterentwickeln und für unseren Verein unverzichtbar werden kann. Ihm das zu vermitteln, war uns in den von gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägten Gesprächen sehr wichtig“, hob der Ex-Profi hervor.

So hart kämpft der BVB um Schlotterbeck und Adeyemi

Der BVB legt sich in diesen Tagen mächtig ins Zeug, um eine Einigung mit Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi zu erzielen und die 2027 auslaufenden Verträge der beiden Leistungsträger vorzeitig zu verlängern. Vor allem beim Abwehrchef geben die Schwarz-Gelben Gas.

Der BVB arbeitet schon seit einiger Zeit mit Hochdruck daran, sich sportlich zukunftssicher aufzustellen. Eine ganz entscheidende Rolle dabei sollen Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi spielen. Sie stehen bei den Schwarz-Gelben Stand heute nur bis 2027 unter Vertrag, sollen aber unbedingt langfristig gebunden werden.

Wie die „Bild“ berichtet, setzen die Dortmunder im Fall von Adeyemi vor allem auf den finanziellen Anreiz. Sein Gehalt soll „deutlich verbessert“ werden, heißt es. Derzeit kassiert der Nationalspieler „nur“ rund sechs Millionen Euro jährlich. Im Fall einer Vertragsverlängerung winkt ihm im internen Gehaltsranking der Sprung in die Spitzengruppe, so das Blatt.

Zum Knackpunkt in den Verhandlungen könnte laut „Bild“-Einschätzung eine Ausstiegsklausel werden. Der Klub würde gerne auf diese verzichten, Adeyemi könnte sie auf der Gegenseite allerdings auch fordern. Ob der 23-Jährige darauf besteht, ist allerdings nicht klar.

Nochmal stärker als für Adeyemi legt sich der BVB für Schlotterbeck ins Zeug. „Bild“ zufolge soll er zum nächsten Gesicht des Vereins aufgebaut werden und lieber früher als später in die Fußstapfen von Marco Reus und Mats Hummels treten. Ein privates Treffen mit Reus soll es in den letzten Tagen schon gegeben haben.

Dazu hat der BVB den Vater von Schlotterbeck laut „Bild“ mittlerweile auch schon befördert. Dies zwar nur auf der Ehrentribüne, wo er fortan einen Premium-Platz hat, aber auch das soll Sohn Nico als Zeichen der Wertschätzung des Klubs dienen.

Auch finanziell lehnen sich die Schwarz-Gelben für Schlotterbeck weit aus dem Fenster. Dem Bericht zufolge winkt ihm bei einer Verlängerung ein Gehalt, das auf bis zu 14 Millionen Euro jährlich ansteigen könne.