FC Bayern bekommt grünes Licht für Mega-Transfer

Der FC Bayern könnte womöglich schon zeitnah den nächsten Mega-Transfer eintüten. Objekt der Begierde ist ein brasilianischer Offensiv-Star, dessen Klub grundsätzlich schon grünes Licht für einen Deal gegeben hat.

Der FC Bayern denkt in diesen Tagen offenbar intensiv über einen Transfer des 19-jährigen Brasilianers Rayan nach. Nachdem zunächst brasilianische Medien vom Interesse des deutschen Rekordmeisters berichteten, bestätigte anschließend auch Transfer-Insider Fabrizio Romano die durchaus heiße Spur nach München.

Rayan steht aktuell beim Erstligisten Vasco da Gama unter Vertrag und spielte sich dort in der abgelaufenen Saison mit 20 Toren in 55 Pflichtspielen ins Rampenlicht. Zudem glänzte er auch bei der südamerikanischen U20-Meisterschaft im Trikot der brasilianischen Nationalmannschaft.

Laut Romano steht der 19-Jährige auf der Shortlist des FC Bayern, der den Spieler bereits gescoutet und intensiv beobachtet hat. Aktuell, so der Transfer-Insider, werden zwar noch keine direkten Verhandlungen zwischen den Klubs geführt, Kontakt wurde seitens der Münchner allerdings schon hergestellt, um die Situation genauer auszuloten.

Zuvor hatte das große brasilianische Online-Portal „UOL Esporte“ berichtet, Rayans Klub sei über das Interesse des FC Bayern informiert und warte bereits auf ein Angebot aus München. Im Gespräch ist demnach eine Ablöse von rund 50 Millionen Euro, schon ab 45 Millionen Euro würde sich Vasco da Gama dem Bericht zufolge jedoch gesprächsbereit zeigen.

Rayan selbst würde „UOL Esporte“ zufolge gerne den Schritt über den großen Teich wagen und seine Karriere in Europa fortsetzen. Der FC Bayern sei ein Klub, dem er sich gerne anschließen würde, heißt es.

Schon Ende November wurde Rayan mit einem Wechsel zum FC Bayern in Verbindung gebracht. Damals hatte die „Bild“ über das Interesse der Münchner berichtet. Ziel sei es, zunächst einen Backup und später einen Nachfolger für Harry Kane zu haben, erklärte das Blatt.

Überraschende Kehrtwende im BVB-Poker mit Julian Brandt

Dass Julian Brandt seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bei Borussia Dortmund nicht noch einmal verlängert bekommt, schien noch vor wenigen Wochen so gut wie sicher. Zuletzt spielte sich der Offensivspieler in der Startelf von Niko Kovac aber wieder fest, überzeugte mit Toren und Vorlagen. Ein Umstand, der den BVB offenbar zu einem Umdenken bewegt hat.

„Wir sind jetzt in einer Phase, in der wir viele Spiele haben. Die möchten wir bis Weihnachten sauber zu Ende führen. Ich bin mir sicher, dass es Richtung Neujahr dann auch Gespräche geben wird mit Sebastian Kehl“, hatte Julian Brandt noch vor wenigen Wochen auf einer Pressekonferenz zu seiner BVB-Zukunft gesagt. Wie die Gespräche ausgehen werden, ist laut „Bild“ nicht absehbar.

Demnach der hat der ehemalige Leverkusener inzwischen die Qual der Wahl. Der ehemalige Nationalspieler könne den Informationen des Boulevardblattes zufolge nahezu frei entscheiden, ob er noch einmal bei Borussia Dortmund verlängert oder einen ablösefreien Wechsel im Sommer forciert. Potentielle Abnehmer könnten offenbar in der Premier League zu finden sein.

Brandt habe sich durch die jüngste Leistungssteigerung für ein neues Arbeitspapier beim BVB beworben, heißt es im Bericht weiter. Waren die Schwarz-Gelben lange skeptisch, die Zusammenarbeit mit dem 29-Jährige, der zwischenzeitlich nur noch auf Kurzeinsätze als Joker kam, fortzuführen, sei der Wunsch nach einem Verbleib des Kreativspielers am Westfalenstadion zuletzt wieder groß geworden, so die „Bild“.

Das Problem: Dass der gebürtige Bremer seinen Vertrag in der Ruhrpottmetropole auch wirklich verlängern wird, ist keinesfalls sicher. Um den 48-fachen DFB-Stars von einem Verbleib zu überzeugen, müsse sich der Bundesligist wohl „strecken“. Grundsätzlich könne sich Brandt eine Vertragsverlängerung aber vorstellen, heißt es weiter.

Zeitnah ist mit einer Zukunftsentscheidung des Rechtsfußes aber wohl nicht zu rechnen. Laut „Bild“ verspürt der Offensive Mittelfeldspieler keinerlei Druck, hat er offenbar doch inzwischen das Heft des Handelns in seinen eigenen Hände. Ein Entschluss fassen wolle der erfahrene Bundesligaprofi erst „in den kommenden Wochen“.

Leih-Abbruch bei Boniface? SWW lässt aufhorchen

Werder Bremen hat am Wochenende mit dem 0:0 in Augsburg eine durchwachsene Jahreshälfte zu Ende gebracht. Nicht mit dabei: Victor Boniface, der aufgrund einer Knieprellung fehlte. Doch auch ohne Verletzung hätte der Stürmer wohl nicht gespielt. Beenden die Grün-Weißen die Leihe im Winter? Der SVW hat zumindest aufhorchen lassen.

Als Werder Bremen im Sommer Victor Boniface auf Leihbasis von Bayer Leverkusen verpflichtete, waren die Hoffnungen an der Weser groß, dass den Hanseaten ein Transfer-Coup gelungen sein könnte. Ein halbes Jahr später lässt sich feststellen: Boniface und Werder, das passt bislang nicht.

Gerade einmal gut 300 Spielminuten absolvierte der Angreifer im Trikot der Grün-Weißen. Seine Ausbeute: Zwei Vorlagen – und kein Tor. Zu wenig für die Ansprüche des Klubs und des Spielers, der Werder in obere Tabellenregionen bis ran an Europa führen sollte.

Stattdessen machte der Nigerianer mit Fitness- und Formproblemen auf sich aufmerksam. Kein Wunder, dass sich seit Längerem die Gerüchte halten, Boniface könnte die Bremer im Winter schon wieder verlassen und nach Leverkusen zurückkehren.

Nach der Partie gegen Augsburg (0:0) wurde Sportchef Clemens Fritz nun auf Bonifaces Situation angesprochen und reagierte vielsagend.

„Victor ist gerade angeschlagen, und wir stehen im Austausch mit den Leverkusener Ärzten. Wir wollen da jetzt erstmal ein bisschen Ruhe reinkommen lassen. Er wird ein paar Tage abschalten, aber dann müssen wir sehen, wie es sich entwickelt“, sagte Fritz bei „Sky“ und setzte hinzu: „Dann werden wir gemeinsam schauen, wie wir weiterhin verfahren.“

Zwar betonte Fritz ebenfalls: „Stand jetzt ist weder Victor an uns herangetreten, noch gibt es solche Überlegungen auf Leverkusener oder auf unserer Seite. Wichtig ist erstmal, dass er wieder fit wird.“ Ganz ausgeschlossen scheint ein Abbruch der Leihe aber nicht mehr.

Denn auch Leiter Profifußball Peter Niemeyer schloss ein vorzeitiges Aus bei „Sky“ zumindest nicht aus. „Jetzt gerade ist er verletzt und wir versuchen, mit den Ärzten im engen Austausch zu sein und die beste Lösung für Boni zu finden“, so Niemeyer zur Causa Boniface.

Diaz erklärt Traumstart beim FC Bayern

Die Verpflichtung von Luis Diaz hat sich für den FC Bayern bislang als Volltreffer erwiesen. Laut dem kolumbianischen Nationalspieler ist der starke Start in München kein Zufall.

„Ich glaube, das liegt daran, dass sie mir enormes Vertrauen entgegengebracht haben“, sprach Diaz im Interview mit dem „Guardian“ über sein neues Kapitel beim FC Bayern.

Die Münchner hatten den 28-Jährigen im Sommer vom FC Liverpool losgeeist. Die Ablösesumme soll geschätzt rund 70 Millionen Euro betragen haben.

„Vom ersten Tag an haben mich meine Teamkollegen und der Verein sehr schnell aufgenommen, und obwohl das Erlernen der Sprache etwas schwierig ist, habe ich mich wie ein Teil der Familie gefühlt“, schwärmte Diaz.

Er habe beim FC Bayern „eine sehr geeinte Mannschaft vorgefunden, in der ich mich wohlfühle – etwas, das ich immer gewohnt war und mir immer gewünscht habe. Deshalb war das alles sehr einfach für mich“, erklärte der gelernte Linksaußen.

Der Kolumbianer konnte in seinen ersten 21 Pflichtspielen für die Münchner bereits zwölf Tore und sieben Assists beisteuern.

„Außerdem hatte ich gute Jahre bei Liverpool hinter mir, insbesondere das letzte Jahr, sodass mir meine Zeit in der Premier League sehr geholfen hat. Ich wollte eine Herausforderung und in der Bundesliga spielen, um neue Erfahrungen zu sammeln. Ich wusste, dass ich gut abschneiden würde. Natürlich hatte ich nicht erwartet, dass ich so schnell so gut spielen würde, aber dafür arbeite ich ja“, sagte Diaz.

Der Sommer-Neuzugang will mit dem FC Bayern jeden Titel gewinnen. „Derzeit läuft es gut für uns. Aber letztendlich müssen wir es meiner Meinung nach in der Endphase zeigen und bestätigen“, zog Diaz eine Zwischenbilanz.

Der FC Bayern führt die Bundesliga souverän an. Im DFB-Pokal sowie in der Champions League sind die Münchner ebenfalls voll im Soll.

So hart kämpft der BVB um Schlotterbeck und Adeyemi

Der BVB legt sich in diesen Tagen mächtig ins Zeug, um eine Einigung mit Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi zu erzielen und die 2027 auslaufenden Verträge der beiden Leistungsträger vorzeitig zu verlängern. Vor allem beim Abwehrchef geben die Schwarz-Gelben Gas.

Der BVB arbeitet schon seit einiger Zeit mit Hochdruck daran, sich sportlich zukunftssicher aufzustellen. Eine ganz entscheidende Rolle dabei sollen Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi spielen. Sie stehen bei den Schwarz-Gelben Stand heute nur bis 2027 unter Vertrag, sollen aber unbedingt langfristig gebunden werden.

Wie die „Bild“ berichtet, setzen die Dortmunder im Fall von Adeyemi vor allem auf den finanziellen Anreiz. Sein Gehalt soll „deutlich verbessert“ werden, heißt es. Derzeit kassiert der Nationalspieler „nur“ rund sechs Millionen Euro jährlich. Im Fall einer Vertragsverlängerung winkt ihm im internen Gehaltsranking der Sprung in die Spitzengruppe, so das Blatt.

Zum Knackpunkt in den Verhandlungen könnte laut „Bild“-Einschätzung eine Ausstiegsklausel werden. Der Klub würde gerne auf diese verzichten, Adeyemi könnte sie auf der Gegenseite allerdings auch fordern. Ob der 23-Jährige darauf besteht, ist allerdings nicht klar.

Nochmal stärker als für Adeyemi legt sich der BVB für Schlotterbeck ins Zeug. „Bild“ zufolge soll er zum nächsten Gesicht des Vereins aufgebaut werden und lieber früher als später in die Fußstapfen von Marco Reus und Mats Hummels treten. Ein privates Treffen mit Reus soll es in den letzten Tagen schon gegeben haben.

Dazu hat der BVB den Vater von Schlotterbeck laut „Bild“ mittlerweile auch schon befördert. Dies zwar nur auf der Ehrentribüne, wo er fortan einen Premium-Platz hat, aber auch das soll Sohn Nico als Zeichen der Wertschätzung des Klubs dienen.

Auch finanziell lehnen sich die Schwarz-Gelben für Schlotterbeck weit aus dem Fenster. Dem Bericht zufolge winkt ihm bei einer Verlängerung ein Gehalt, das auf bis zu 14 Millionen Euro jährlich ansteigen könne.

Matthäus schaltet sich in Kovac-Diskussion ein

Immer wieder gibt es rund um Borussia Dortmund Kritik am pragmatischen Spielstil von Cheftrainer Niko Kovac. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus geht da nicht mit.

Niko Kovac ist der richtige Trainer für den BVB, meint Lothar Matthäus im exklusiven Gespräch mit RTL/ntv und sport.de. „Der Stil von Kovac ist ganz klar der richtige“, so der TV-Experte über die anhaltende Kritik am Kroaten. Auch das ernüchternde Remis in der Champions League gegen Außenseiter Bodö/Glimt vor heimischem Publikum ändere daran nichts, so Matthäus.

Er bilanzierte: „In der Bundesliga ist man auf Kurs, in der Champions League hat man Chancen, sich zu qualifizieren für die nächste Runde. Man ist immer noch dabei. Im Pokal ist man nur sehr unglücklich gegen Leverkusen ausgeschieden.“ All das müsse man auch im Vergleich zur Zeit vor dem Amtsantritt von Niko Kovac vor rund acht Monaten bewerten.

Dass es „viele Diskussionen“ im Umfeld des BVB gibt, sei derweil normal: „Dortmund ist ein großer Verein, da wird viel drüber geredet. Da wird auch jedes Wort, das der Spieler oder der Trainer sagt, auf die Goldwaage gelegt.“ Matthäus führte aus: „Aber Niko Kovac geht seinen Weg und ich glaube, dass das auch der richtige Weg für den BVB ist.“

BVB-Profi Julian Brandt, beim 2:2 gegen Bodö/Glimt mit einem Doppelpack erfolgreich, hatte zuletzt deutlich kritische Töne am Spielstil anklingen lassen, die – wie er wenig später betonte – aber nicht gegen Niko Kovac gerichtet gewesen waren. Nach dem Patzer gegen die Norweger hatte dann allen voran Nationalspieler Nico Schlotterbeck harsche Kritik geübt, damit aber vor allem das Auftreten der Mannschaft nach dem zweiten Führungstreffergemeint. Kovac schloss sich den Worten des Innenverteidigers wenig später an.

Auch nach Meinung von Matthäus habe Schlotterbeck „das Recht“ als Führungsspieler, solche Dinge öffentlich zu monieren. „Natürlich ist einiges falsch gelaufen.“ 

Der BVB habe in der Königsklasse „zwei Punkte liegen lassen, weil man nicht konsequent das Spiel bis zum Ende durchgezogen hat. Und das hat Schlotterbeck im Endeffekt sehr klar und deutlich gesagt“, so der Weltmeister von 1990.

Effenberg wünscht sich Nübel-Verkauf – Gentner winkt ab

Das Bundesliga-Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Bayern am Samstag war auch das direkte Aufeinandertreffen der beiden potenziellen Neuer-Nachfolger Alexander Nübel und Jonas Urbig. Nach dem 0:5 (0:1) durfte sich Letzterer als klarer Sieger fühlen. Geht es nach Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg, dann lassen es die FCB-Bosse künftig gar nicht erst zum direkten Konkurrenzkampf kommen.

Alexander Nübel verließ das Stadion wortlos. Ein deftiges 0:5 (0:1) mit dem VfB Stuttgart gegen „seinen“ FC Bayern – und dazu noch eigene Patzer: Für den Nationalkeeper war es ein gebrauchter Tag. Ausgerechnet gegen die Münchner, bei denen er noch bis 2029 unter Vertrag steht.

Schon seit Monaten gibt es beim deutschen Rekordmeister Diskussionen um die Torhüterposition nach dem Karriereende von Manuel Neuer. Beim VfB wurde der 39-Jährige einmal mehr von Top-Talent Jonas Urbig ersetzt, der inzwischen als erster Anwärter auf die Nachfolge gehandelt wird.

Nübel konnte sich zumindest am Samstag nicht für das große Erbe empfehlen. Das 0:3 verschuldete der Keeper leichtfertig, auch in weiteren Situationen wirkte er verunsichert. Auf der Gegenseite hielt Urbig, was es zu halten gab.

Max Eberl ließ sich dennoch nicht aus der Reserve locken. Nübel besitze „sehr gute Qualitäten“, hob Bayerns Sportvorstand hervor. Man sei mit allen Torhütern im Austausch und werde sich die Situation „in Ruhe anschauen“.

„Was ich mir wünsche, ist, dass Urbig die Nummer eins wird bei Bayern München und Nübel die Nummer eins beim VfB Stuttgart bleibt“, warf der 57-Jährige ein.

Nübels Leihe läuft nach der Saison aus. Zuletzt gab es Gerüchte, der FC Bayern sei an einem Verkauf interessiert. Urbig ist derweil noch bis 2028 gebunden.

Der im „Doppelpass“ ebenfalls anwesende VfB-Sportdirektor Christian Gentner wehrte Effenbergs Vorstoß indes postwendend ab.

„Das ist zum jetzigen Zeitpunkt für uns gar kein Thema. Die Entscheidung ist nicht getroffen – das haben die Bayern.

Bayern-Schmerzen: Reißt Stiller wieder alte Wunden auf

Treffen der VfB Stuttgart und FC Bayern aufeinander, gibt es stets viele Geschichte zu erzählen. Der Süd-Gipfel elektrisiert wieder – das liegt auch an der Personalie Angelo Stiller.

Wie nah Erfolg und Tragik im Fußball beieinander liege, erlebte Angelo Stiller in den vergangenen Tagen hautnah. Am Sonntag in Hamburg wurde er spät eingewechselt, war dann einer der Hauptdarsteller beim peinlichen Gegentor in der Nachspielzeit zur Niederlage. Unter der Woche spazierte er dann mit dem VfB in Bochum ins Viertelfinale des DFB-Pokals.

Jetzt pochen die Schwaben auch in der Liga auf Wiedergutmachung, empfangen am Samstag zuhause (15.30 Uhr im sport.de-Ticker) aber ausgerechnet den enteilten Meister FC Bayern. Gerade bei diesem Spiel steht einmal mehr Angelo Stiller im Fokus, zusammen mit der Frage: Kann er seinem Ex-Team erneut Schmerzen zufügen?

Die Sache ist so: Der Vertrag des zentralen Mittelfeldprofis in Stuttgart läuft noch bis 2028. Doch es gibt immer wieder Gerüchte um einen vorzeitigen Abschied. Es sollen quasi alle Giganten aus dem europäischen Fußball in Cannstatt angeklopft haben. Real Madrid, FC Liverpool, Manchester United – und klar: auch der FC Bayern.

Die Vertragslage ist etwas komplexer. Berichten zufolge ist im Arbeitspapier eine Klausel verankert, die einen Abgang in Höhe von 40 Millionen Euro festlegt. Allerdings habe der VfB die vertraglich abgesprochene Option, diese Klausel Stiller für zwei Millionen Euro abzukaufen. Die Folge: Eine Ablöse wäre dann frei verhandelbar. Und wohl deutlich höher.

Dass der VfB in der Lage ist, harte Kante in Verhandlungen zu zeigen, verdeutlichte der Woltemade-Poker im vergangenen Sommer. Fragen Sie mal bei Max Eberl und Co nach. VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth gab sich zuletzt diplomatisch. „Er hat einen Vertrag bei uns. Darüber zu spekulieren, ist viel zu früh“, sagte er Ende November bei „Sky 90“. Sollten doch Anfragen kommen, werden die Stuttgarter dem Vernehmen nach rund 60 Millionen Euro für Stiller fordern. Womöglich – je nach Leistung in dieser Saison – wird es auch noch mehr.

BVB-Interesse an Karetsas immer heißer

Der gerade einmal 18-jährige Konstantinos Karetsas aus Genk ist offenbar tatsächlich ein Thema bei Borussia Dortmund. Nun bestätigt auch die belgische „Het Laatste Nieuws“, dass BVB-Scouts live im Stadion saßen, um den Senkrechtstarter und die Lupe zu nehmen.

Nachdem kürzlich bereits der Transferinsider Ekrem Konur vom Werben von Borussia Dortmund um Konstantinos Karetsas berichtete, der sich in Reihen des KRC Genk in der jüngsten Zeit zu einem echten Senkrechtstarter entwickelte (insgesamt acht Scorerpunkte, sieben (ein Tor, sechs Vorlagen) davon in den letzten vier Wochen), schreibt nun auch „Het Laatste Nieuws“ über das weitreichende Interesse des BVB.

Die belgische Zeitung bestätigte, dass Scouts der Schwarz-Gelben unter der Woche beim Europa-League-Spiel gegen den FC Basel anwesend waren, als der in Genk geborene Grieche spektakulär zum 2:0 traf: Dribbling in den Strafraum, spitzer Winkel, ins linke obere Eck. Ein Tor, das den kleinen Linksfuß (1,73 m) als Offensiv-Allrounder (Flügel, zentrales Mittelfeld) endgültig auf die Wunschliste katapultiert haben dürfte.

Mit bereits 64 Profi-Einsätzen für Genk plus neun A-Ländern für Griechenland (drei Tore) lockt der 18-Jährige die europäische Fußball-Elite. Transferinsider Konur zählte neben dem BVB noch weitere Beobachter in Genk: Von Manchester City, AC Mailand, AS Monaco und Bayer Leverkusen. Im Frühjahr flirtete gerüchteweise schon der FC Bayern, doch Karetsas blieb und verlängerte.​

Das Genk-Tor zum 2:0 (beim späteren 2:1) war sein erstes der Saison nach sieben Vorlagen – ein Meilenstein, der den Wechsel zu einem Top-Klub greifbarer macht.

Gegen ein Engagement in Dortmund spricht jedoch ein teurer Haken: Der Vertrag des Teenagers läuft bis Juni 2029.

Genk-Sportchef Dimitri de Condé feierte kürzlich die Verlängerung, die erst Mitte November erfolgte: „Konstantinos hat außergewöhnliche Qualitäten. Seine Fortschritte in Akademie und Profiteam bestätigen das enorme Potenzial. Wir sind stolz, dass er sich Genk verschrieben hat – alle brennen auf eine Erfolgsgeschichte.“ Klare Botschaft: Kein baldiger Abschied, hohe Ablöse gefordert.​ Karetsas Marktwert wird auf weit über 20 Millionen Euro geschätzt.

Für Dortmund passt der dynamische Linksfüßer allerdings perfekt ins Talentkonzept – günstig wird er aber nicht. Ob der BVB dranbleibt, dürften die nächsten Monate zeigen.

Werder verkündet wichtige Personal-Entscheidung

Kurz vor Weihnachten sendet der SV Werder Bremen ein starkes Zukunftssignal in Richtung Zukunft: Innenverteidiger Amos Pieper bleibt an der Weser. Der 27-Jährige hat seinen Vertrag bei den Grün-Weißen verlängert. Bekannt gegeben wurde die Entscheidung am Freitag von Peter Niemeyer, dem Leiter Profifußball.

Niemeyer fand deutliche Worte für die Bedeutung dieser Verlängerung: „Wir freuen uns sehr, dass wir den gemeinsamen Weg mit Amos Pieper bei Werder fortsetzen können. Amos hat über das gesamte Jahr hinweg konstante Leistungen gezeigt und agiert auch aktuell sehr gefestigt und eindrucksvoll auf dem Rasen. Gerade in den vergangenen Wochen hat er wiederholt unterstrichen, welche Qualitäten er in unser Spiel einbringen kann“, wurde Niemeyer auf der Werder-Vereinshomepage am Freitag zitiert.

Besonders in der laufenden Saison hat Pieper seine Rolle als Stabilisator der Defensive eindrucksvoll gefestigt. Das bestätigt auch Cheftrainer Horst Steffen: „Amos hat in den vergangenen Wochen einen maßgeblichen Anteil daran, dass wir in der Defensive eine Stabilität ausstrahlen. Ich nehme ihn als absoluten Teamplayer wahr, der jeden Tag im Training weiter vorankommen will, wissbegierig ist und sich weiterentwickeln möchte.“

Und Pieper selbst? Der Innenverteidiger wird fast poetisch, wenn er über seine Zeit an der Weser spricht – und über das, was er noch vorhat.

„Ich trage das Werder-Trikot jetzt schon über drei Jahre. Das mag nach einer langen Zeit klingen, aber für mich ist es noch lange nicht genug. Ich habe jetzt schon viele tolle Erinnerungen an meine Zeit hier – aber auf meiner Werder-Festplatte ist noch genug Platz für weitere Momente, vor allem die ganz großen, die magischen, die fehlen noch. Daher bleibe ich hier. Aus absoluter Überzeugung. Mit riesengroßer Lust. Voller Tatendrang, hier besondere Dinge anzuschieben und zu gestalten“, so der Defensivmann.

Seit seinem Wechsel im Sommer 2022 von Arminia Bielefeld hat Pieper 68 Pflichtspiele für Werder absolviert und dabei zwei Tore erzielt.