Nach dem verlorenen WM-Finale gegen Spanien brannten Leandro Paredes und Nahuel Molina die Sicherungen durch. TV-Experte Dietmar Hamann fordert drastische Strafen für das Argentinien-Duo.
„Die musst du sechs oder zwölf Monate aus dem Verkehr ziehen. Da gibt es für mich auch keine Diskussionen, ich würde die beiden ein Jahr sperren und dann sollen sie selbst überlegen, ob sie noch einmal zurückkommen. So etwas geht nicht“, sprach Hamann bei „Sky“ Klartext.
Insbesondere Leandro Paredes brannten nach dem verlorenen WM-Finale gegen Spanien (0:1 n.V.) am Sonntag die Sicherungen durch. Zunächst schubste der 32-Jährige Eric Garcia. Anschließend ging Paredes auf Gavi los. Der argentinische Mittelfeldmann traf den spanischen Ersatzspieler mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden.
Die FIFA hat aufgrund der Vorkommnisse nach dem Schlusspfiff eine Untersuchung gegen Argentinien eingeleitet. Paredes wurde in der Mitteilung, aus der internationale Medien zitierten, nicht namentlich genannt.
Argentinien habe durch den Eklat nach dem WM-Finale „viel von den Sympathien, die sie sich größtenteils durch Lionel Messi erspielt haben, kaputt gemacht“, meinte Hamann.
Paredes meldete sich nach dem verlorenen WM-Endspiel inzwischen bei Instagram zu Wort. Auf seinen Ausraster ging der 84-fache Nationalspieler Argentiniens nicht ein.
„Heute schreibe ich mit großem Schmerz im Herzen, weil wir unserem Land nicht die Freude schenken konnten, die es so sehr verdient hätte, aber mit der Brust voller Stolz, dass wir alles gegeben haben und unsere Flagge wieder ganz oben gehisst haben!“, meinte Paredes stattdessen.
„Vielen Dank an jeden, der Teil dieser Nationalmannschaft war, an diese Gruppe von Spielern, die alles gegeben haben, um dieses Trikot zu vertreten, so wie sie es bis zur letzten Sekunde jedes Spiels getan haben! „Es war eine Ehre, Teil der besten argentinischen Nationalmannschaft aller Zeiten zu sein“, schrieb der Routinier zudem.