Am Dienstag wurden die Sozialen Medien von einer ungewollten Ankündigung der Miami Heat in Aufregung versetzt. „LeBron James Introductory Press Conference“ lautete der Titel eines für den 27. Juli geplanten Videos auf YouTube. Was steckt dahinter.
Der rund um die lokale NBA-Franchise bestens informierte Miami Herald lieferte gleich eine Erklärung für die vermeintliche Vorstellung von LeBron James inmitten eines Zeitpunktes, zu dem der Superstar selbst seine Entscheidung noch gar nicht öffentlich kommuniziert hat. Die Lokalpresse hakte nach und bekam die Erklärung von den Heat.
Das Video sei „fälschlicherweise von der Social-Media-Abteilung veröffentlicht worden.“ Im Hintergrund bereite man sich für den Fall vor, dass die Entscheidung des 41-Jährigen zum eigenen Gunsten ausfalle. Dafür gibt es innerhalb der Franchise aber noch keine wasserfesten Anzeichen, weshalb in der Erklärung der Heat betont wird, dass das Video zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Validität habe.
Dass die Heat sich jedoch auf dieses mögliche Szenario vorbereiten, ist keinesfalls aus der Luft gegriffen. Seit Wochen gilt James‘ Ex-Team als einer der heißesten Kandidaten für die Dienste des zukünftigen Hall-of-Famers. LeBron spielte bereits zwischen 2010 und 2014 in South Beach.
ESPN-Insider Shams Charania bestätigte in dieser Woche zum wiederholten Male, dass Miami sich neben den Cleveland Cavaliers und den Philadelphia 76ers die größten Chancen ausrechnen darf. In der am Montagabend veröffentlichten Podcast-Episode von Game Over, dem Medium von James-Agent Rich Paul, sagte dieser zu Co-Moderator Max Kellerman: „Wir werden uns nicht stressen. Es ist seine Wahl und er trifft diese Entscheidung, wenn er so weit ist.“
Vor diesem Hintergrund dementierte Paul auch, dass die noch immer ausstehende Entscheidung schlichtweg mehr Aufmerksamkeit kreieren wolle. Auch Commissioner Adam Silver hatte sich schließlich schon öffentlich dazu geäußert und gesagt, die Liga benötige für die Entscheidungen im Spielplan zügig Gewissheit bei einem der großen Aushängeschilder der Liga. „Uns geht es nicht um Aufmerksamkeit und Spektakel“, meinte Paul. „Es geht nicht um eine ‚Decision‘ [wie im Jahr 2010, Anm. d. Red.] oder etwas Ähnliches.“