Agent packt über Marners Abschied aus Toronto aus

Über ein Jahr ist es inzwischen her, dass Mitch Marner die Toronto Maple Leafs via Sign-and-Trade in Richtung Las Vegas verlassen hat. Mit den Golden Knights stürmte der Superstar, der in Nevada einen lukrativen Achtjahresvertrag unterzeichnet hatte, gleich mal in die Stanley-Cup-Finals. Nun blickte der Agent des 29-Jährigen auf den Wechsel zurück.

„Mit der Zeit rückte Mitch immer mehr in den Mittelpunkt. Er wurde bei jedem Spiel unter die Lupe genommen, und nach jeder Niederlage wurden er und seine Familie kritisiert. Zeitweise erhielt er Drohungen in den sozialen Medien, was beunruhigend war. Auch ich selbst erhielt zahlreiche abfällige Kommentare und irreführende Berichte. Es herrschte eine regelrechte Hysterie“, gab Darren Ferris einige Hintergründe zu Marners Abschied preis.

Insgesamt zehn Jahre stand der Offensivspieler bei den Maple Leafs unter Vertrag, ihm gelangen in seiner Zeit in Kanada  insgesamt 221 Tore und 741 Punkte. In den Playoffs blieb der Stürmer jedoch regelmäßig hinter den Erwartungen zurück, wie auch die gesamte Organisation der Maple Leafs. Als „Sündenbock“ habe aber immer wieder der 29-Jährige fungiert, merkte sein Berater in der PuckPedia Hockey Show an.

„Jedes Jahr, wenn das Team hinter den Erwartungen zurückblieb, wurde er als Sündenbock herausgegriffen. Dabei ist er der Spieler, der die meisten Playoff-Punkte im Team erzielt hat und in der Serie gegen Boston trotz eines gebrochenen Knöchels weitergespielt hat. Er hat wirklich alles für dieses Team gegeben und wurde meiner Meinung nach von seinem Verein nie geschützt“, kritisierte Ferris das Ex-Team seines Klienten deutlich.

In seinen neun Jahren bei den Maple Leafs kam Marner in 70 Playoff-Spielen auf 63 Punkte (13 Tore, 50 Vorlagen), doch bereits nach seinem einzigen Playoff-Lauf mit den Golden Knights hat er diese Bilanz übertroffen: In 22 Spielen erzielte er 29 Punkte (10 Tore, 19 Vorlagen) und erreichte damit das Finale um den Stanley Cup, wo die Carolina Hurricanes allerdings eine Nummer zu groß waren.

Es habe „von Anfang an“ Probleme zwischen dem Profi und dem Klub gegeben: „Ich glaube, die Leute denken, diese ganze Geschichte mit Mitch habe ursprünglich mit seinem Vertragsstreit oder diesen Verhandlungen begonnen, aber da hat es nicht wirklich angefangen“, sagte Ferris. „Ich meine, damals, als er seinen ersten Vertrag bei den Leafs unterschrieb – seinen Einstiegsvertrag –, wollten sie nicht, dass er Leistungsprämien darin hatte.“