„Das ist geil“: Wagner hat Lust auf Herkulesaufgabe

Im Sommer entschied sich Moritz Wagner in der Free Agency für einen Wechsel zu den Brooklyn Nets. Diese haben in den vergangenen drei Spielzeiten die Playoffs verpasst. Nun sind die Nets aufgrund einer Regeländerung dazu angehalten, wieder in die Postseason zurückzukehren. Für Wagner eine reizvolle Herausforderung.

Die NBA hat in der vergangenen Saison eine Reform des Lottery-Systems beschlossen. Diese sieht vor, dass nicht mehr die schlechtesten Teams der Saison die größten Wahrscheinlichkeiten auf den Nummer-1-Pick im folgenden Draft haben.

Stattdessen wird das neue „3-2-1-System“ jene Teams belohnen, die um den Einzug in das Play-In-Tournament kämpfen. Mannschaften, die nicht das Play-In erreichen und zudem keine der drei schlechtesten Bilanzen der Liga stellen, haben die höchsten Chancen, an erster Stelle zu draften.

Hier kommen die Nets ins Spiel, die in der vergangenen Saison mit nur 20 Siegen die drittschlechteste Bilanz der Liga vorzuweisen hatten. „Also, wir sind ein junges Team. Mittlerweile ist es aber auch so, dass sich die Regeln in der NBA ein bisschen verändert haben“, wies Wagner in seinem Podcast Kannst du so nicht sagen auf die Veränderungen hin. „Ich würde nicht sagen, dass dadurch mehr Druck entsteht, aber man wird schon dazu angehalten, auch zu gewinnen.“

Ziel der Reform ist es, Tanking in der NBA zu reduzieren. In der Vergangenheit hatten Mannschaften frühzeitig damit begonnen, eine Teilnahme an den Playoffs abzuschreiben. Eine Devise, die zukünftig nicht mehr mit den Chancen auf aussichtsreiche Draftpicks belohnt wird.

„Die Anforderungen werden schon ein bisschen angezogen, und die Jungs müssen eine gewisse Dringlichkeit verspüren – beziehungsweise sollten sie das“, meinte der Nets-Neuzugang mit Vorfreude: „Und das ist natürlich geil. Genau so willst du es haben.“

Im Sommer unterschrieb der deutsche Nationalspieler einen Zweijahresvertrag über 18,4 Millionen Dollar. Für die Saison 2027/28 hat Wagner eine Option, die ihn im Einvernehmen mit den Nets in Brooklyn behalten würde. Die beiden zurückliegenden Spielzeiten waren für Wagner von einem Kreuzbandriss verkürzt.

Entsprechend ehrgeizig zeigte er sich: „Als Spieler willst du deine Zeit natürlich nicht verschwenden und einfach nur spielen. Deswegen freue ich mich total auf die Herausforderung.“