Seider: „Das Ziel ist, der Beste zu sein“

Moritz Seider wird mit den Detroit Red Wings in der neuen Saison hart dafür kämpfen müssen, zum ersten Mal in seiner Karriere die Postseason zu erreichen. Für den deutschen Verteidiger ist das eine zusätzliche Motivation.

„Ganz offensichtlich gibt es viele Leute, die an unserer Mannschaft zweifeln und uns nicht gerade sehr weit oben in der Tabelle sehen. Das sollte uns antreiben und motivieren, um es allen zu zeigen“, sagte Seider in einem am Sonntag veröffentlichten Interview mit NHL.com, das während der European Player Media Tour geführt wurde.

Detroit, das seit zehn Jahren auf eine Playoff-Teilnahme wartet, muss in der anstehenden Spielzeit nicht nur den Abgang von NHL-Legende Patrick Kane verkraften. Die traditionsreiche Franchise sieht sich außerdem einer Trade-Forderung von Kapitän Dylan Larkin gegenüber – und sucht nebenher noch einen neuen General Manager.

Doch die Nebengeräusche könnten dem Team laut Seider in die Karten spielen. „Die aktuellen Umstände bringen unser Team vielleicht noch enger zusammen und könnten ein Feuer entzünden“, sagte er. „Wir müssen diese Herausforderung annehmen. Vielleicht haben uns nicht alle auf dem Radar, das kann aber auch etwas Positives sein, denn wir können alle überraschen.“

Der 25-Jährige selbst heißt die widrigen Umstände sogar willkommen. „Es gibt kein schöneres Gefühl, als wenn andere an dir zweifeln“, so Seider: „Das ist die Geschichte meiner gesamten Karriere. Wenn sich das auf unsere Mannschaft überträgt, dann könnte uns das kaum besser motivieren.“

Um den gesteigerten Herausforderungen gewachsen zu sein, arbeitet Seider in der Vorbereitung hart an sich selbst. Seine Ziele benennt der Nationalspieler selbstbewusst: „Das Ziel ist, der Beste zu sein.“ Auch, wenn er sich selbst derzeit noch weit davon entfernt sieht, sei diese Herangehensweise richtig. „Denn wenn du nicht daran glaubst, dann wird es nie passieren. Wenn du gegen die besten Spieler der Welt spielen willst, dann musst du selbst einer der besten werden. Das sollte definitiv die Einstellung sein“, so Seider.