Aaron Donald „noch ein bisschen eingerostet“

Nach zwei Jahren im Ruhestand kehrte Aaron Donald Ende August ganz offiziell in die NFL zurück und gehört seitdem wieder dem Aufgebot der Los Angeles Rams an. Ob er seinem neuen und alten Team bereits in Week 1 gegen die San Francisco 49ers zur Verfügung stehen wird, wollte der 35-Jährige am Montag nicht verraten. Dafür aber, dass es im Training „besser läuft, als ich gedacht hätte“.

Am 30. August verkündeten die Los Angeles Rams, dass mit Aaron Donald einer der besten Verteidiger der NFL-Geschichte aus dem Ruhestand zurückkehrt. Der 35-Jährige war im März 2024 nach dem Gewinn des Super Bowls mit den Rams abgetreten. Zuletzt einigte er sich nach wochenlanger Spekulation über seine Rückkehr auf einen neuen Einjahresvertrag über satte 20 Millionen Dollar.

Die erste volle Trainingseinheit im Elf-gegen-Elf mit dem Team aus der Stadt der Engel konnte der Rückkehrer allerdings erst am vergangenen Wochenende absolvieren. Ob ein Einsatz in Week 1 gegen die San Francisco 49ers daher womöglich zu früh für den Routinier kommt, ließ der in einer Medienrunde am Montag offen. Aus rein körperlicher Sicht spricht offenbar aber wenig gegen ein paar Snaps für den Quarterback-Jäger.

„Es läuft gut. Ich fühle mich wirklich gut“, sagte Donald über die ersten Tage nach der Verkündung seines NFL-Comebacks: „Es läuft besser, als ich gedacht hätte, ehrlich gesagt. Es läuft schon ein bisschen schneller. Ich fühle mich gut und komme langsam wieder in Schwung. Ich dachte, ich wäre viel eingerosteter, als ich es bin, aber ich gehe es Tag für Tag an.“

Sensations-Comeback in der NFL perfekt

Die Los Angeles Rams sind um einen weiteren Superstar reicher! Denn mit Aaron Donald kommt einer der besten Verteidiger der NFL-Geschichte aus dem Ruhestand zurück. Das bestätigten die Franchise und Donald selbst am Sonntag.

Der 35-Jährige war im März 2024 nach dem Gewinn des Super Bowls mit den Los Angeles Rams abgetreten. Am Sonntag einigte er sich nach wochenlanger Spekulation über seine Rückkehr auf einen neuen Einjahresvertrag über satte 20 Millionen Dollar. Mit Boni könnte sein Salär sogar noch auf 30 Millionen Dollar wachsen, berichteten Adam Schefter (ESPN) und Ian Rapoport (NFL Network).

„Es war wirklich keine leichte Entscheidung“, sagte der Rückkehrer. „Dafür waren viel Arbeit und viele lange Gespräche mit ganz unterschiedlichen Leuten nötig. Aber am Ende hatte ich ein so gutes Gefühl dabei, dass ich mich entschieden habe, zurückzukommen und das noch einmal zu machen.“

Die Spekulationen über ein Comeback in der NFL nahmen Fahrt auf, nachdem die Rams den Blockbuster-Trade für Myles Garrett mit den Cleveland Browns eintüten konnten. „Das war ein riesiger Faktor“, gestand Donald. „Wenn man sich die Defensive Line anschaut, hat man die Jungs für die Mitte und dann B.Y. [Byron Young, Anm. d. Red.] sowie Spieler wie Myles Garrett. Ich fand schon vorher, dass diese D-Line mit [Jared] Verse extrem stark besetzt war. Dann entwickeln sich die Dinge so, dass man noch einen Spieler wie Myles Garrett holt – ein Ausnahmetalent seiner Generation. Da denkt man sich schon: Das könnte richtig Spaß machen.“

Die Schachzüge der Rams in diesem Sommer hätten ihn davon überzeugt, dass in L.A. ein „komplettes Team steht. Mit mir oder ohne mich.“ Also habe er die Intensität in seinen Workouts wieder angezogen. Mitspieler Desjuan Johnson sah in einem gemeinsamen Training in diesem Monat eine noch bessere Version des zehnfachen Pro Bowlers und dreifachen Defensive Player of the Year.

„Es fühlt sich an, als sei er noch schneller und ein bisschen hungriger geworden“, lautete Johnsons Eindruck. Ob es jedoch schon für eine Rückkehr auf das Feld in Woche 1 gegen die San Francisco 49ers in Melbourne reichen wird, steht aktuell noch nicht fest. Head Coach Sean McVay erklärte am Sonntag, dass es zuallererst darum gehe, ob Donald selbst schon in Woche 1 wieder am Start sein wolle.

Donald-Comeback in der NFL? Rams wären „begeistert“

Während die Los Angeles Rams ihr Trainingscamp absolvieren, bleibt ein mögliches Comeback von Aaron Donald das bestimmte Thema rund um das NFL-Team aus Kalifornien. Nachdem Head Coach Sean McVay zuletzt bereits verlauten lassen hatte, dass der einstige Superstar über ein Comeback nachdenkt, legte der Cheftrainer am Samstag nach.

„Für diejenigen unter euch, die Aaron kennen: Er ist sehr fleißig. Was auch immer er tut, er gibt immer alles. Und deshalb durchläuft er gerade einen sehr strengen, disziplinierten Prozess, der dem ähnelt, was er getan hat, als er noch spielte“, sagte Sean McVay am Samstag in einer Medienrunde auf ein Comeback von Aaron Donald angesprochen und beteuerte, er wisse „wirklich nicht“, wie sich Donald entscheiden werde.

Dass eine NFL-Rückkehr nach zwei Jahren im Ruhestand keinesfalls ausgeschlossen ist, unterstrich der Cheftrainer aber noch einmal: „Wenn er sich gut fühlt, dann wisst ihr ja, dass er bereit sein wird, richtig loszulegen. Wir werden sehen, wie sein Körper auf das Training reagiert und wie er sich selbst auf die Probe stellt, um herauszufinden, wie es aussieht und sich anfühlt, bereit zu sein, die Strapazen einer NFL-Saison zu bewältigen.“

Im März 2024 verkündete Defensive Tackle Aaron Donald durchaus überraschend, dass er seine NFL-Karriere nach zehn Jahren beendet. Nachdem die Los Angeles Rams, wo der dreifache Defensive Player of the Year seine gesamte Laufbahn verbrachte, am Montag Superstar Myles Garrett per Trade nach Kalifornien holten, machten sofort Spekulationen um ein Comeback die Runde.

Donald war der 13. Pick im NFL Draft 2014 und stand zehnmal im Pro Bowl und wurde achtmal zum All-Pro gewählt. Er war der Defensive Rookie des Jahres 2014 und wurde dreimal zum Defensive Player of the Year gewählt. Donald gilt als einer der dominantesten und besten Verteidiger in der Geschichte der NFL und wird sehr sicher in drei Jahren in die Hall of Fame gewählt.