„Kein konkreter Zeitplan“ für Garrett-Comeback

Den Start in die neue NFL-Saison hatten sich die Los Angeles Rams sicherlich ganz anders vorgestellt: Der Mitfavorit auf den Super Bowl musste in Melbourne nicht nur eine 7:27-Niederlage gegen die San Francisco 49ers, sondern verlor auch noch Superstar Myles Garrett, der sich am Knie operieren lassen musste. Wann der Defensivspieler wieder auf dem Rasen stehen kann, ließ Cheftrainer Sean McVay am Montag offen.

Am Montag unterzog sich Myles Garrett einem arthroskopischen Eingriff am Knie, der ihm einen Platz auf der Injury Reserve beschert. Damit steht fest, dass der Superstar eine Zwangspause von mindestens vier Spielen einlegen muss. Ein Comeback ist somit frühestens in Week 6 gegen die Arizona Cardinals möglich. Ob das realistisch ist, wollte Cheftrainer Sean McVay am Montag nicht verraten.

„Ich habe noch keinen konkreten Zeitplan“, sagte der Head Coach, als er auf eine Rückkehr des Neuzugangs von den Cleveland Browns angesprochen wurde: „Das hängt alles davon ab, wie es heute im Operationssaal läuft. Man hat ein gutes Gefühl dabei. Aber ich denke, es wäre ihm gegenüber unfair – oder einfach, ohne über alle Informationen zu verfügen –, einen Zeitplan festzulegen.“

Man wisse bei den Los Angeles Rams aber, dass „er möglicherweise in vier Wochen wieder einsatzbereit sein wird, also gehen wir einfach einen Tag nach dem anderen an“, legte er nach. Eine genaue Diagnose ist nicht bekannt. Garrett, der in der Offseason in einem Blockbuster-Trade von den Browns nach L.A. gewechselt war und die Rams zum Titelfavoriten gemacht hatte, hatte mit einer Schwellung im Knie große Teile des Trainingscamps verpasst. 

Am Freitagmorgen Ortszeit hatten die Rams ihre Saison in Melbourne gegen die San Francisco 49ers eröffnet. Bei der klaren 7:27-Niederlage war Garrett ohne Sack und Tackle geblieben. Anschließend verriet er, dass sein Knie nicht bei 100 Prozent sei. „Ich muss einen Weg finden, um mich zu erholen, damit ich wieder der Alte bin“, erklärte er. Er habe sich im Spiel mehr auf seine Gesundheit als auf den Gegner konzentriert, „und das hat man gesehen“.

Aaron Donald „noch ein bisschen eingerostet“

Nach zwei Jahren im Ruhestand kehrte Aaron Donald Ende August ganz offiziell in die NFL zurück und gehört seitdem wieder dem Aufgebot der Los Angeles Rams an. Ob er seinem neuen und alten Team bereits in Week 1 gegen die San Francisco 49ers zur Verfügung stehen wird, wollte der 35-Jährige am Montag nicht verraten. Dafür aber, dass es im Training „besser läuft, als ich gedacht hätte“.

Am 30. August verkündeten die Los Angeles Rams, dass mit Aaron Donald einer der besten Verteidiger der NFL-Geschichte aus dem Ruhestand zurückkehrt. Der 35-Jährige war im März 2024 nach dem Gewinn des Super Bowls mit den Rams abgetreten. Zuletzt einigte er sich nach wochenlanger Spekulation über seine Rückkehr auf einen neuen Einjahresvertrag über satte 20 Millionen Dollar.

Die erste volle Trainingseinheit im Elf-gegen-Elf mit dem Team aus der Stadt der Engel konnte der Rückkehrer allerdings erst am vergangenen Wochenende absolvieren. Ob ein Einsatz in Week 1 gegen die San Francisco 49ers daher womöglich zu früh für den Routinier kommt, ließ der in einer Medienrunde am Montag offen. Aus rein körperlicher Sicht spricht offenbar aber wenig gegen ein paar Snaps für den Quarterback-Jäger.

„Es läuft gut. Ich fühle mich wirklich gut“, sagte Donald über die ersten Tage nach der Verkündung seines NFL-Comebacks: „Es läuft besser, als ich gedacht hätte, ehrlich gesagt. Es läuft schon ein bisschen schneller. Ich fühle mich gut und komme langsam wieder in Schwung. Ich dachte, ich wäre viel eingerosteter, als ich es bin, aber ich gehe es Tag für Tag an.“

Sensations-Comeback in der NFL perfekt

Die Los Angeles Rams sind um einen weiteren Superstar reicher! Denn mit Aaron Donald kommt einer der besten Verteidiger der NFL-Geschichte aus dem Ruhestand zurück. Das bestätigten die Franchise und Donald selbst am Sonntag.

Der 35-Jährige war im März 2024 nach dem Gewinn des Super Bowls mit den Los Angeles Rams abgetreten. Am Sonntag einigte er sich nach wochenlanger Spekulation über seine Rückkehr auf einen neuen Einjahresvertrag über satte 20 Millionen Dollar. Mit Boni könnte sein Salär sogar noch auf 30 Millionen Dollar wachsen, berichteten Adam Schefter (ESPN) und Ian Rapoport (NFL Network).

„Es war wirklich keine leichte Entscheidung“, sagte der Rückkehrer. „Dafür waren viel Arbeit und viele lange Gespräche mit ganz unterschiedlichen Leuten nötig. Aber am Ende hatte ich ein so gutes Gefühl dabei, dass ich mich entschieden habe, zurückzukommen und das noch einmal zu machen.“

Die Spekulationen über ein Comeback in der NFL nahmen Fahrt auf, nachdem die Rams den Blockbuster-Trade für Myles Garrett mit den Cleveland Browns eintüten konnten. „Das war ein riesiger Faktor“, gestand Donald. „Wenn man sich die Defensive Line anschaut, hat man die Jungs für die Mitte und dann B.Y. [Byron Young, Anm. d. Red.] sowie Spieler wie Myles Garrett. Ich fand schon vorher, dass diese D-Line mit [Jared] Verse extrem stark besetzt war. Dann entwickeln sich die Dinge so, dass man noch einen Spieler wie Myles Garrett holt – ein Ausnahmetalent seiner Generation. Da denkt man sich schon: Das könnte richtig Spaß machen.“

Die Schachzüge der Rams in diesem Sommer hätten ihn davon überzeugt, dass in L.A. ein „komplettes Team steht. Mit mir oder ohne mich.“ Also habe er die Intensität in seinen Workouts wieder angezogen. Mitspieler Desjuan Johnson sah in einem gemeinsamen Training in diesem Monat eine noch bessere Version des zehnfachen Pro Bowlers und dreifachen Defensive Player of the Year.

„Es fühlt sich an, als sei er noch schneller und ein bisschen hungriger geworden“, lautete Johnsons Eindruck. Ob es jedoch schon für eine Rückkehr auf das Feld in Woche 1 gegen die San Francisco 49ers in Melbourne reichen wird, steht aktuell noch nicht fest. Head Coach Sean McVay erklärte am Sonntag, dass es zuallererst darum gehe, ob Donald selbst schon in Woche 1 wieder am Start sein wolle.

Donald-Comeback in der NFL? Rams wären „begeistert“

Während die Los Angeles Rams ihr Trainingscamp absolvieren, bleibt ein mögliches Comeback von Aaron Donald das bestimmte Thema rund um das NFL-Team aus Kalifornien. Nachdem Head Coach Sean McVay zuletzt bereits verlauten lassen hatte, dass der einstige Superstar über ein Comeback nachdenkt, legte der Cheftrainer am Samstag nach.

„Für diejenigen unter euch, die Aaron kennen: Er ist sehr fleißig. Was auch immer er tut, er gibt immer alles. Und deshalb durchläuft er gerade einen sehr strengen, disziplinierten Prozess, der dem ähnelt, was er getan hat, als er noch spielte“, sagte Sean McVay am Samstag in einer Medienrunde auf ein Comeback von Aaron Donald angesprochen und beteuerte, er wisse „wirklich nicht“, wie sich Donald entscheiden werde.

Dass eine NFL-Rückkehr nach zwei Jahren im Ruhestand keinesfalls ausgeschlossen ist, unterstrich der Cheftrainer aber noch einmal: „Wenn er sich gut fühlt, dann wisst ihr ja, dass er bereit sein wird, richtig loszulegen. Wir werden sehen, wie sein Körper auf das Training reagiert und wie er sich selbst auf die Probe stellt, um herauszufinden, wie es aussieht und sich anfühlt, bereit zu sein, die Strapazen einer NFL-Saison zu bewältigen.“

Im März 2024 verkündete Defensive Tackle Aaron Donald durchaus überraschend, dass er seine NFL-Karriere nach zehn Jahren beendet. Nachdem die Los Angeles Rams, wo der dreifache Defensive Player of the Year seine gesamte Laufbahn verbrachte, am Montag Superstar Myles Garrett per Trade nach Kalifornien holten, machten sofort Spekulationen um ein Comeback die Runde.

Donald war der 13. Pick im NFL Draft 2014 und stand zehnmal im Pro Bowl und wurde achtmal zum All-Pro gewählt. Er war der Defensive Rookie des Jahres 2014 und wurde dreimal zum Defensive Player of the Year gewählt. Donald gilt als einer der dominantesten und besten Verteidiger in der Geschichte der NFL und wird sehr sicher in drei Jahren in die Hall of Fame gewählt.

Vikings-Coach verteidigt Sam Darnold nach Playoff-Fiasko

Sam Darnold hat die Minnesota Vikings in der Wild Card Round mit seiner enttäuschenden Leistung auf die Verliererstraße geführt. Nach der jüngsten NFL-Pleite stellte sich sein Head Coach dennoch schützend vor ihn.

Die 9:27-Niederlage gegen die Los Angeles Rams dürfte Darnold nicht nur wegen der neun Sacks noch eine Weile in den Knochen stecken. Der Quarterback legte immerhin einen seiner schlechtesten Saisonauftritte hin – und dass zum ungünstigsten Zeitpunkt.

Vikings-Coach Kevin O’Connell mahnte nach Spielende jedoch, den Signal Caller nicht nur auf Grundlage dieses einen Playoff-Abends zu bewerten.

„Ich möchte sagen, dass es meiner Meinung nach sehr wichtig ist, dass wir über Sams Gesamtwerk nachdenken. Was er dieses Jahr geschafft hat, obwohl nicht viele Leute dachten, dass er ein Team zu 14 Siegen führen könnte. Das ist sehr selten für einen Quarterback im ersten Jahr“, hob O’Connell hervor.

Darnold heuerte bekanntlich erst vor der Saison in Minnesota an und war eigentlich nur als Backup für J.J. McCarthy eingeplant gewesen. In seinem ersten Preseason Game zog sich der Rookie allerdings einen Meniskusriss zu, sodass Darnold übernahm und sein Team in der Regular Season zu einem 14-3-Record manövrierte.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der 27-Jährige in den letzten beiden Wochen nicht mehr an sein Topniveau herankam. So warf Darnold bei der 9:31-Klatsche gegen die Detroit Lions und bei der jüngsten Vikings-Schlappe zusammengenommen nur einen Touchdown, nachdem er zuvor 35 erfolgreiche Pässe in die Endzone verbuchen konnte.

„Ich habe in den letzten Wochen eindeutig nicht gut genug gespielt“, räumte Darnold schließlich nach dem Playoff-Aus der Vikings ein. „Ich habe zu viele Würfe verfehlt, die ich normalerweise machen würde. Ich muss besser auf den Football aufpassen.“

Dass seine Chancen auf dem Free-Agent-Markt durch die beiden schlechten Spiele gesunken sind, befürchtet der QB unterdessen nicht. „Darüber mache ich mir keine Sorgen. Ich werde mich darauf konzentrieren, so viel Zeit wie möglich mit diesen Jungs in der Umkleidekabine zu verbringen und dann darüber nachdenken, was die Zukunft bringt“, sagte der gebürtige Kalifornier abschließend.

NFL-Superstar vor spektakulärer Rückkehr?

Die Los Angeles Rams haben Bobby Wagner trotz starker Leistungen in die Free Agency entlassen. Die Seattle Seahawks vernahmen diese Neuigkeit mit großer Freude und arbeiten wohl an einer spektakulären NFL-Reunion.

In Seattle startete Wagner 2012 seine Karriere, nachdem ihn die Hawks im Draft an 47. Stelle gepickt hatten. Mit seinem Team krönte er sich nur zwei Jahre später zum Super-Bowl-Champion. Nach zehn Jahren trennten sich die Wege schließlich in 2022.

Nach einem Intermezzo bei den Los Angeles Rams könnte es für Wagner in dieser NFL-Offseason zurück zu seinen Wurzeln gehen. Die Seahawks haben ihren Fans schon einmal Hoffnungen auf eine Wiedervereinigung gemacht.

„Wir konnten jetzt mit Bobby sprechen und einige dieser Dinge ansprechen, also hat es großartig geklappt“, berichtete General Manager John Schneider der Radiostation „Seattle Sports 710 AM“. Man wolle während der Free Agency definitiv in Kontakt bleiben.

NFL-Star könnte Seattle Seahawks verstärken

Bei den Rams musste Bobby Wagner gehen, weil die Kalifornier momentan über der Gehaltsobergrenze liegen. Seattle plagt dieses Problem nicht. Im Gegenteil: Das Franchise hat noch 30,53 Millionen Dollar zu verteilen.

Auf der Position des Linebackers herrscht bei den Seahawks zudem akuter Personalmangel. Cody Barton wird am 15. März in die dann startende Free Agency entlassen. Stammspieler Jordyn Brooks hat sich zum Ende der Vorsaison überdies einen Kreuzbandriss zugezogen. Wagners Verpflichtung käme also wie gerufen.

John Schneider hat die Tür für eine Rückkehr anscheinend weit aufgestoßen. „Pete [Carroll] und ich konnten neulich mit ihm sprechen und wir hatten ein großartiges, großartiges, offenes Gespräch, also weiß er, wo wir sind und wir wissen, wo er ist“, sagte der General Manager im Interview.

Teamintern wisse man wohl schon, wie wahrscheinlich eine Heimkehr Wagners ist. „Wir haben persönlich und beruflich so viel Respekt vor ihm, also konnten wir einige Dinge besprechen und ja, wir wissen, wohin es geht“, verriet Schneider weiter.

Vikings neuen Cheftrainer bei den Rams zu

Vikings neuen Cheftrainer bei den Rams zu

Die Los Angeles Rams haben drei Tage nach dem Super-Bowl-Triumph ihren Defensive Coordinator verloren. „Wir sind überglücklich“, sagte Vikings-Eigentümer Mark Wilf. „Er ist ein starker Anführer, ein innovativer Trainer und ein exzellenter Kommunikator.“
Der 36-jährige O’Connell folgt auf Mike Zimmer, der im vergangenen Monat nach acht Spielzeiten in Minnesota gefeuert worden war. Die Vikings hatten zuletzt zweimal in Folge die Play-offs verpasst. Für O’Connell ist es die erste Station als Cheftrainer.
Wir hoffen, dass dieser neue Cheftrainer in seiner NFL-Karriere mehr erreichen kann, und wir hoffen, dass er den Vikings wertvolleres Wachstum bringen kann. Dies ist eine sehr große postgraduale Aufnahmeprüfung für ihn. Wenn er erfolgreich ist, wird er immer in der NFL-Trainerkarriere engagiert sein. Wir gratulieren ihm für eine großartige Zukunft.