Donald-Comeback in der NFL? Rams wären „begeistert“

Während die Los Angeles Rams ihr Trainingscamp absolvieren, bleibt ein mögliches Comeback von Aaron Donald das bestimmte Thema rund um das NFL-Team aus Kalifornien. Nachdem Head Coach Sean McVay zuletzt bereits verlauten lassen hatte, dass der einstige Superstar über ein Comeback nachdenkt, legte der Cheftrainer am Samstag nach.

„Für diejenigen unter euch, die Aaron kennen: Er ist sehr fleißig. Was auch immer er tut, er gibt immer alles. Und deshalb durchläuft er gerade einen sehr strengen, disziplinierten Prozess, der dem ähnelt, was er getan hat, als er noch spielte“, sagte Sean McVay am Samstag in einer Medienrunde auf ein Comeback von Aaron Donald angesprochen und beteuerte, er wisse „wirklich nicht“, wie sich Donald entscheiden werde.

Dass eine NFL-Rückkehr nach zwei Jahren im Ruhestand keinesfalls ausgeschlossen ist, unterstrich der Cheftrainer aber noch einmal: „Wenn er sich gut fühlt, dann wisst ihr ja, dass er bereit sein wird, richtig loszulegen. Wir werden sehen, wie sein Körper auf das Training reagiert und wie er sich selbst auf die Probe stellt, um herauszufinden, wie es aussieht und sich anfühlt, bereit zu sein, die Strapazen einer NFL-Saison zu bewältigen.“

Im März 2024 verkündete Defensive Tackle Aaron Donald durchaus überraschend, dass er seine NFL-Karriere nach zehn Jahren beendet. Nachdem die Los Angeles Rams, wo der dreifache Defensive Player of the Year seine gesamte Laufbahn verbrachte, am Montag Superstar Myles Garrett per Trade nach Kalifornien holten, machten sofort Spekulationen um ein Comeback die Runde.

Donald war der 13. Pick im NFL Draft 2014 und stand zehnmal im Pro Bowl und wurde achtmal zum All-Pro gewählt. Er war der Defensive Rookie des Jahres 2014 und wurde dreimal zum Defensive Player of the Year gewählt. Donald gilt als einer der dominantesten und besten Verteidiger in der Geschichte der NFL und wird sehr sicher in drei Jahren in die Hall of Fame gewählt.

Vikings-Coach verteidigt Sam Darnold nach Playoff-Fiasko

Sam Darnold hat die Minnesota Vikings in der Wild Card Round mit seiner enttäuschenden Leistung auf die Verliererstraße geführt. Nach der jüngsten NFL-Pleite stellte sich sein Head Coach dennoch schützend vor ihn.

Die 9:27-Niederlage gegen die Los Angeles Rams dürfte Darnold nicht nur wegen der neun Sacks noch eine Weile in den Knochen stecken. Der Quarterback legte immerhin einen seiner schlechtesten Saisonauftritte hin – und dass zum ungünstigsten Zeitpunkt.

Vikings-Coach Kevin O’Connell mahnte nach Spielende jedoch, den Signal Caller nicht nur auf Grundlage dieses einen Playoff-Abends zu bewerten.

„Ich möchte sagen, dass es meiner Meinung nach sehr wichtig ist, dass wir über Sams Gesamtwerk nachdenken. Was er dieses Jahr geschafft hat, obwohl nicht viele Leute dachten, dass er ein Team zu 14 Siegen führen könnte. Das ist sehr selten für einen Quarterback im ersten Jahr“, hob O’Connell hervor.

Darnold heuerte bekanntlich erst vor der Saison in Minnesota an und war eigentlich nur als Backup für J.J. McCarthy eingeplant gewesen. In seinem ersten Preseason Game zog sich der Rookie allerdings einen Meniskusriss zu, sodass Darnold übernahm und sein Team in der Regular Season zu einem 14-3-Record manövrierte.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der 27-Jährige in den letzten beiden Wochen nicht mehr an sein Topniveau herankam. So warf Darnold bei der 9:31-Klatsche gegen die Detroit Lions und bei der jüngsten Vikings-Schlappe zusammengenommen nur einen Touchdown, nachdem er zuvor 35 erfolgreiche Pässe in die Endzone verbuchen konnte.

„Ich habe in den letzten Wochen eindeutig nicht gut genug gespielt“, räumte Darnold schließlich nach dem Playoff-Aus der Vikings ein. „Ich habe zu viele Würfe verfehlt, die ich normalerweise machen würde. Ich muss besser auf den Football aufpassen.“

Dass seine Chancen auf dem Free-Agent-Markt durch die beiden schlechten Spiele gesunken sind, befürchtet der QB unterdessen nicht. „Darüber mache ich mir keine Sorgen. Ich werde mich darauf konzentrieren, so viel Zeit wie möglich mit diesen Jungs in der Umkleidekabine zu verbringen und dann darüber nachdenken, was die Zukunft bringt“, sagte der gebürtige Kalifornier abschließend.

NFL-Superstar vor spektakulärer Rückkehr?

Die Los Angeles Rams haben Bobby Wagner trotz starker Leistungen in die Free Agency entlassen. Die Seattle Seahawks vernahmen diese Neuigkeit mit großer Freude und arbeiten wohl an einer spektakulären NFL-Reunion.

In Seattle startete Wagner 2012 seine Karriere, nachdem ihn die Hawks im Draft an 47. Stelle gepickt hatten. Mit seinem Team krönte er sich nur zwei Jahre später zum Super-Bowl-Champion. Nach zehn Jahren trennten sich die Wege schließlich in 2022.

Nach einem Intermezzo bei den Los Angeles Rams könnte es für Wagner in dieser NFL-Offseason zurück zu seinen Wurzeln gehen. Die Seahawks haben ihren Fans schon einmal Hoffnungen auf eine Wiedervereinigung gemacht.

„Wir konnten jetzt mit Bobby sprechen und einige dieser Dinge ansprechen, also hat es großartig geklappt“, berichtete General Manager John Schneider der Radiostation „Seattle Sports 710 AM“. Man wolle während der Free Agency definitiv in Kontakt bleiben.

NFL-Star könnte Seattle Seahawks verstärken

Bei den Rams musste Bobby Wagner gehen, weil die Kalifornier momentan über der Gehaltsobergrenze liegen. Seattle plagt dieses Problem nicht. Im Gegenteil: Das Franchise hat noch 30,53 Millionen Dollar zu verteilen.

Auf der Position des Linebackers herrscht bei den Seahawks zudem akuter Personalmangel. Cody Barton wird am 15. März in die dann startende Free Agency entlassen. Stammspieler Jordyn Brooks hat sich zum Ende der Vorsaison überdies einen Kreuzbandriss zugezogen. Wagners Verpflichtung käme also wie gerufen.

John Schneider hat die Tür für eine Rückkehr anscheinend weit aufgestoßen. „Pete [Carroll] und ich konnten neulich mit ihm sprechen und wir hatten ein großartiges, großartiges, offenes Gespräch, also weiß er, wo wir sind und wir wissen, wo er ist“, sagte der General Manager im Interview.

Teamintern wisse man wohl schon, wie wahrscheinlich eine Heimkehr Wagners ist. „Wir haben persönlich und beruflich so viel Respekt vor ihm, also konnten wir einige Dinge besprechen und ja, wir wissen, wohin es geht“, verriet Schneider weiter.

Vikings neuen Cheftrainer bei den Rams zu

Vikings neuen Cheftrainer bei den Rams zu

Die Los Angeles Rams haben drei Tage nach dem Super-Bowl-Triumph ihren Defensive Coordinator verloren. „Wir sind überglücklich“, sagte Vikings-Eigentümer Mark Wilf. „Er ist ein starker Anführer, ein innovativer Trainer und ein exzellenter Kommunikator.“
Der 36-jährige O’Connell folgt auf Mike Zimmer, der im vergangenen Monat nach acht Spielzeiten in Minnesota gefeuert worden war. Die Vikings hatten zuletzt zweimal in Folge die Play-offs verpasst. Für O’Connell ist es die erste Station als Cheftrainer.
Wir hoffen, dass dieser neue Cheftrainer in seiner NFL-Karriere mehr erreichen kann, und wir hoffen, dass er den Vikings wertvolleres Wachstum bringen kann. Dies ist eine sehr große postgraduale Aufnahmeprüfung für ihn. Wenn er erfolgreich ist, wird er immer in der NFL-Trainerkarriere engagiert sein. Wir gratulieren ihm für eine großartige Zukunft.