Vom FC Bayern vorgeführt: David Alaba bei Union gehandelt

Die 0:7-Klatsche gegen den FC Bayern hat Union Berlin am Freitag den Ernst der Lage aufgezeigt. Aktuell wirken die Köpenicker vor allem in der Defensive nicht konkurrenzfähig. Nun ist plötzlich David Alaba als mögliche Soforthilfe im Gespräch.

Wie die „Bild“ spekuliert, könnte man bei Union Berlin in der anstehenden Länderspielpause noch einmal nach vertragslosen Spielern Ausschau halten, um in der Hintermannschaft nachzurüsten.

Sportchef Horst Heldt würde in diesem Fall wohl „ins große Regalfach greifen“, heißt es. Gesucht werde demnach ein Leader für die Innenverteidigung, der kommunikativ ist und über Bundesliga-Erfahrung verfügt.

Als konkrete Namen nennt der Bericht den Ex-Gladbacher Jannik Vestergaard und eben Alaba, der nach seinem Aus bei Real Madrid noch immer keinen neuen Verein gefunden hat.

Bei den Königlichen hatte der 34-Jährige im Sommer nach fünf Jahren keinen neuen Vertrag mehr erhalten. Zuvor hatte er beim FC Bayern eine überaus erfolgreiche Ära mitgeprägt.

Ein Engagement bei Union wäre für den Österreicher noch einmal eine gewaltige Herausforderung. Wie nachhaltig er der Elf von Mauro Lustrinelli helfen könnte, ist mit Blick auf seine Verletzungshistorie allerdings fraglich.

Konkreten Kontakt hat es zudem wohl noch nicht gegeben. Laut „Sky“ soll Alaba für den Moment zumindest kein ganz heißer Kandidat sein.

Lustrinelli hatte nach seinem Amtsantritt im Sommer einen Philosophie-Wechsel in der Hauptstadt vorangetrieben. Der Schweizer etablierte die Viererketten, nach den Abschieden von Diogo Leite und Danilho Doekhi mangelt es in der Defensive aber aktuell schlicht an Qualität.

Um sein Amt muss Lustrinelli nach nur einem Punkt aus vier Spielen und 17 Gegentoren aber wohl noch nicht fürchten. Die „Bild“ schreibt, er solle die nötige Zeit für seinen Umbruch erhalten.

Gegen den FC Bayern wurde das Abwehrzentrum mit Felix Uduokhai und Leopold Querfeld am Freitag jedoch regelrecht überrannt. Vor allem auf den bärenstarken Michael Olise fand Union keine Antwort.

„Wir lassen auf der letzten Linie zu viele Situationen im Eins-gegen-eins entstehen. Da müssen wir einfach besser werden, auch in der Kommunikation“, analysierte Kapitän Christopher Trimmel im Nachgang.