Rad-Star schlägt Revolution der Tour de France vor

Der langjährige niederländische Radsport-Profi Bauke Mollema hat eine Regel-Revolution der Tour de France angeregt. In seinen Augen könnte diese nicht nur für bessere Rennaction sorgen, sondern auch die Sicherheit aller Fahrer im Peloton erhöhen.

Geht es nach Bauke Mollema, bot die Tour de France 2026 mit all ihren großen und kleinen Geschichten zwar beste Radsport-Unterhaltung, ließ die Spannung aber durch die Überlegenheit des UAE-Teams und Tadej Pogacar etwas vermissen.

Pogacars Gelbes Trikot war zu keinem Zeitpunkt wirklich in Gefahr. Letztlich konnte sich der spätere Sieger in den Alpen sogar für Isaac Del Toro opfern, um auch seinen Teamkollegen auf das Podium in Paris zu bringen.

Um dieses „Problem“ zu lösen und künftig zu umgehen, unterbreitete Mollema in seiner „Dagblad van het Noorden“-Kolumne einen Vorschlag. Seine Idee: Statt mit acht Fahrern sollten die Teams nur noch sechs Fahrer starten lassen dürfen.

„Das würde ich gerne sehen. Wen würden sie dann zu Hause lassen? Pogacar braucht auch zwei Helfer für Flachetappen. So würden sie wirklich vor die Wahl gestellt werden und könnten das Rennen niemals so gut kontrollieren. Vor allem nicht, wenn sie von Krankheiten oder Unfällen betroffen wären“, schrieb der niederländische Profi.

Ein kleineres Peloton hätte laut Mollema noch einen weiteren positiven Nebeneffekt: mehr Sicherheit für alle Fahrer.

„Ich bin vor Kurzem die Tour de Romandie gefahren, wo die Teams nur aus sieben Fahrern bestanden haben und einige WorldTour-Teams gar nicht erst angetreten waren. Wir sind im Peloton mit nur 100 Leuten gefahren. Das hat für eine komplett andere Dynamik gesorgt. Ich habe in der ganzen Woche nicht einen einzigen Crash gesehen. Das war wirklich wundervolles Racing“, bewarb Mollema seine eigene Idee von einer Tour-Revolution, die aber wohl nur eine Idee bleiben wird.