Beim FC Bayern beginnt das große Neuer-Zittern

Manuel Neuer hat sich im Aufbautraining erneut an der Wade verletzt: Der Torhüter des FC Bayern fällt wohl länger aus als erwartet.

Die unangenehme Nachricht des FC Bayern zum Gesundheitszustand von Manuel Neuer bestand nur aus zwei Sätzen. Der Torhüter und Kapitän, so der Kern der Botschaft der Münchner, „wird in den kommenden Tagen erneut eine Trainingspause einlegen“.

Wie lange diese Pause andauern wird, wollte der deutsche Rekordmeister nicht verraten. Nach Informationen von „Sky“ und „kicker“ wird der bald 39-Jährige aber frühestens im Hinspiel des Viertelfinales der Champions League am 8. April gegen Inter Mailand wieder einsatzbereit sein.

„Es wäre natürlich besser, er könnte spielen“, sagte der ehemalige Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Rande des Turniers der „Infinity League“ am Samstag in München.

Daran aber ist zumindest für die Spiele gegen den FC St. Pauli (29. März) und beim FC Augsburg (4. April) nicht zu denken: Neuer, der sich im Hinspiel des Achtelfinales der Champions League gegen Double-Gewinner Bayer Leverkusen am 5. März (3:0) beim Jubeln einen Muskelfaserriss in der rechten Wade zugezogen hatte, erlitt einen Rückschlag.

Es sei zu einer „Reaktion in der Muskulatur der Wade“ gekommen“, teilte der FC Bayern mit. Im Aufbautraining soll sich Neuer erneut einen Muskelfaserriss zugezogen haben. Aber „zum Glück“, sagte Rummenigge, „haben wir jetzt in totum vier Torhüter.“

Neuer wurde seit dem Malheur gegen Leverkusen vom im Winter verpflichteten Jonas Urbig vertreten, darüber hinaus stünden Trainer Vincent Kompany der wiedergenesene Daniel Peretz und Sven Ulreich zur Verfügung. „Wir werden auf jeden Fall einen Torhüter haben“, ergänzte Rummenigge.

Urbig musste am vergangenen Donnerstag aus dem Quartier der deutschen U21-Auswahl abreisen – wegen einer nicht näher definierten Fußverletzung. Es soll sich freilich nur um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt haben. Der 21 Jahre alte Schlussmann hatte Neuer zunächst auch im Rückspiel gegen Leverkusen und beim 2:3 gegen den VfL Bochum vertreten, beim folgenden 1:1 in der Bundesliga bei Union Berlin unterlief ihm dann ein Patzer, der zum späten Ausgleich führte.&nbsp

Startelf-Plan des BVB aufgedeckt

Auf Borussia Dortmund wartet nach der Länderspielphase eine knifflige Aufgabe in der Bundesliga: Zum Abschluss des 27. Spieltags empfängt der BVB den aktuellen Tabellendritten Mainz 05 (30. März, 17:30 Uhr). Schon jetzt kursieren Überlegungen, auf welche Spieler Cheftrainer Niko Kovac setzen könnte.

Winter-Neuzugang Carney Chukwuemeka winkt im Heimspiel des BVB gegen Mainz 05 sein erstes Startelf-Mandat. Das berichtet „Sky“.

Der Mittelfeldspieler sei fit und nutze aktuell die Länderspielphase, um in Form zu kommen. Letzte Fitness-Zweifel soll der 21-Jährige in der kommenden Trainingswoche ausräumen, heißt es beim TV-Sender.

Bislang hat der Leihspieler des FC Chelsea noch keine Argumente geliefert, warum ihn der BVB am Saisonende per Kaufoption fest verpflichten sollte. Angeblich sollen 35 Millionen Euro Ablöse fällig werden. Die gewöhnlich gut informierten „Ruhr Nachrichten“ hatten unlängst berichtet, dass die Dortmunder Verantwortlichen schon jetzt die Entscheidung getroffen hätten, die Klausel nicht zu ziehen.

Denn: Der Mittelfeldakteur kam im BVB-Dress bisher erst fünfmal zum Einsatz, verbuchte dabei insgesamt aber nur eine Spielzeit von 62 Minuten. Der in Österreich geborene Engländer war Cheftrainer Niko Kovac erst wegen Knieproblemen, dann wegen muskulärer Probleme keine Option. Zwischendurch reichte es nur für Kurzeinsätze.

Die Chance auf die Startelf bietet sich Chukwuemeka vor allem, da Marcel Sabitzer aufgrund einer Innenbandverletzung ausfällt. Auch der inzwischen ins Training zurückgekehrte Felix Nmecha ist knapp zwei Monate nach seiner gegen Werder Bremen erlittenen Bänderverletzung noch keine Option.

Zurück in den Kader der Borussia für das Spiel gegen Mainz wird unterdessen Linksverteidiger Daniel Svensson kehren, so „Sky“. Der Schwede hatte sich im Champions-League-Spiel gegen den OSC Lille eine Knieverletzung zugezogen, nun konnte er wieder das Lauftraining aufnehmen.

Schröder weiter auf Playoff-Kurs – Wagner verliert

Das Playoff-Comeback für Dennis Schröders Detroit Pistons nimmt immer schärfere Konturen an. Der deutsche Basketball-Weltmeister gewann mit seinem Team bei Miami Heat 116:113 und vergrößerte das Polster zu Rang sieben in der Eastern Conference der NBA weiter. Nationalmannschaftskollege Franz Wagner musste mit Orlando Magic dagegen einen Rückschlag einstecken.

Wenige Tage nach dem Coup gegen die Cleveland Cavaliers verlor der Franz Wagner mit den Magic gegen die Houston Rockets mit 108:116, auch die 20 Punkte, acht Rebounds und sieben Assists von Wagner halfen nicht.

Ein schwaches drittes Viertel, das Orlando mit zwölf Punkten abgab, war am Ende ausschlaggebend. Der Münchner Tristan da Silva kam in 16 Einsatzminuten auf zwei Punkte für das Team aus Florida, das im Osten auf Platz acht feststeckt.

Nur zwei Plätze, aber sieben Siege besser steht Schröder mit Detroit da. Der DBB-Kapitän kam gegen Miami wie gewohnt von der Bank und legte in 19 Minuten acht Punkte auf, steuerte drei Assists bei und holte einen Rebound. Detroits Point Guard Nummer eins Cade Cunningham war mit 25 Punkten einmal mehr Topscorer seines Teams. Er traf mit einem Dreier in der Schlusssekunde zum Sieg.

Mit 39:31 Siegen liegen die Pistons weiter auf Kurs zur ersten Play-off-Teilnahme seit 2019. Der Sechste qualifiziert sich direkt für die Meisterrunde, der Vorsprung auf die siebtplatzierten Atlanta Hawks (33:36) ist solide. Die Teams auf den Plätzen sieben bis zehn nehmen an einem Play-in-Turnier teil.

Angeführt von einem starken Luka Doncic (31 Punkte) feierten die Los Angeles Lakers derweil ihren nächsten Sieg. Der 26-jährige Slowene war beim 120:108 gegen die Denver Nuggets einmal mehr bester Werfer des Spiels. Die anderen Superstars beider Mannschaften, LeBron James (Lakers/Oberschenkel) und Nikola Jokic (Nuggets/Ellenbogen), kamen erneut nicht zum Einsatz.

Während die Oklahoma City Thunder ohne den angeschlagenen Isaiah Hartenstein ihren nächsten Kantersieg (133:100 gegen die Philadelphia 76ers) feierten und ihre Spitzenposition im Westen mit dem 57. Saisonerfolg weiter zementierten, musste Cleveland erneut Federn lassen. Das 119:123 bei den Sacramento Kings bedeutete für den Tabellenführer der Eastern Conference die dritte Niederlage in Serie.

Ex-„Weltstar“ des FC Bayern sorgt für „Moment des Spiels“

Viele Gesichter aus dem deutschen Fußball spielen inzwischen weitgehend unbeachtet von den Medien im Ausland. Heute im sport.de-Rampenlicht: ein „Weltstar“, der beim FC Bayern nicht glücklich wurde.

Sadio Mané ist ein Weltstar, der die Strahlkraft des FC Bayern unterstreicht und die Attraktivität der gesamten Bundesliga erhöht. Für solche einzigartigen Fußballer kommen die Fans in die Stadien“: Mit diesen Worten verkündete Bayern-Präsident Herbert Hainer im Juni 2022 den vermeintlichen Transfer-Coup der Münchner um Sadio Mané, der seinen Status als absoluter Ausnahmespieler zuvor beim FC Liverpool mit 120 Toren und 40 Vorlagen in 269 Einsätzen untermauert hatte.

Der Haken an der Sache: An der Säbener Straße waren die Erwartungen an den „Weltstar“ dermaßen groß, dass der Torjäger trotz eines guten Starts mit vier Toren in seinen ersten vier Einsätzen schnell in die Kritik geriet. Eine Flaute von sieben Spielen ohne eigenen Treffer, begleitet von vier Ligaspielen ohne Sieg der Münchner (3 Remis/1 Niederlage), ließ die Stimmung letztlich kippen.

Zwar fing sich der Angreifer in der Hinrunde noch einmal, eine verletzungsbedingte Pause von Mitte November bis Mitte Februar sorgte allerdings endgültig dafür, dass die geplante Traumehe schon nach einem Jahr ihr Ende fand.

Dass der saudische Klub Al Nassr den Bayern mit einer Offerte in Höhe von kolportierten 30 Millionen Euro beinahe so viel geboten haben soll, wie die Münchner ein Jahr zuvor an Liverpool zahlten, dürfte geholfen haben, unglücklich wirkte über das Blitz-Ende der Zusammenarbeit jedenfalls keiner der Beteiligten.

„Durch die lange Ausfallzeit konnte er sich auch beim FC Bayern nicht so einbringen, wie wir alle und er selbst sich das erhofft hatten. Deshalb haben wir gemeinsam entschieden, dass er ein neues Kapitel in seiner Karriere beginnt und bei einem anderen Klub einen Neuanfang macht“, lautete die emotionslose und leicht konstruierte Begründung, der sich Bayerns Vorstandschef Jan-Christian Dreesen bei der Verkündung der schnellen Scheidung bediente.

Mané machte gegenüber „Sky“ hingegen keinen Hehl daraus, dass ihn der Abschied schmerze. „Ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht“, gestand Afrikas Fußballer des Jahres 2019 und 2022.

 

Myles Garrett begründet Browns-Kehrtwende

Myles Garrett hat in der NFL bis vor kurzem aggressiv auf einen Trade gedrängt. Nun verriet der Pass Rusher, warum er letztlich doch noch für vier weitere Jahre bei den Cleveland Browns bleibt.

Kurz vor dem diesjährigen Super Bowl verkündete Garrett, dass er Cleveland via Trade den Rücken kehren will, um „auf höchster Ebene zu spielen“. Diesen Wunsch bekräftigte der 29-Jährige in den darauffolgenden Wochen immer wieder. Umso größer war die Überraschung vor ein paar Tagen, als sich der Verteidiger mit den Browns auf einen neuen Vierjahresvertrag in Höhe von 160 Millionen Dollar einigen konnte.

Ein Schelm, wer jetzt denkt, dass Garrett von Anfang an auf eine saftige Gehaltserhöhung aus war, denn: „Es ging mir nie ums Geld“, bekräftigte der gebürtige Texaner am Freitag auf einer Pressekonferenz. „Es ging mir immer ums Gewinnen. Und genau das ist es, was mich frustriert.“

Sein Verhältnis zu den Browns-Verantwortlichen sei wegen der Trade-Anfrage außerdem keineswegs angespannt. „Wie in einer Familie streitet man manchmal, muss Dinge durchstehen und trotz aller Widrigkeiten etwas aufbauen. Wir werden das durchstehen“, bekräftigte Garrett.

Cleveland kommt aus einer 3-14-Saison und steht unter anderem in Bezug auf die Quarterback-Position vor einer enormen Herausforderung. Trotz dieser Vorzeichen und der daraus resultierenden Trade-Anfrage, versicherte Garrett, dass er weiterhin an einen Super-Bowl-Sieg mit den Browns glaubt.

„Von Beginn an habe ich immer gesagt, dass ich Nord-Ohio eine Meisterschaft bringen will. Daran hat sich nichts geändert. Das ist immer noch meine Haltung“, berichtete der sechsmalige Pro Bowler.

Mit Blick auf den Trade-Wunsch ergänzte Garrett: „Ich glaube, das hat uns geholfen, zu wachsen und schwierige, aber notwendige Gespräche zu führen.“

 

Nach Dopingsperre: Radprofi Heßmann gibt Comeback

Radprofi Michel Heßmann gibt fünf Tage nach Ablauf seiner Dopingsperre sein Comeback.

Für seine neue Mannschaft Movistar startet der 23-Jährige am Mittwoch beim Eintagesrennen Mailand-Turin. Das gab die spanische Equipe bekannt.

Heßmanns Sperre war am vergangenen Freitag abgelaufen. Es wird sein erstes Rennen seit Anfang August 2023, sein weiteres Programm ist bisher noch offen.

Der talentierte Heßmann war bei einer Trainingskontrolle am 14. Juni 2023 in Deutschland positiv auf ein Diuretikum getestet worden. Die Mittel regen die Harnproduktion an und sorgen so für die Entwässerung des Körpers.

Von seinem damaligen Team Visma um den zweimaligen Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard war er nach Bekanntwerden des Falls suspendiert worden.

Nach einem langen Rechtsstreit hatten sich im August 2024 schließlich die Welt-Anti-Doping-Agentur, die Nationale Anti-Doping-Agentur und der Sportler auf eine 21-monatige Sperre geeinigt.

Seit dem 14. Januar darf er bei seinem neuen Team auch wieder Trainingsfahrten absolvieren. Bei Movistar steht Heßmann bis Ende 2026 unter Vertrag, bei Visma war sein Arbeitspapier nicht verlängert worden.

Der spanische Radprofi Juan Ayuso vom Pogacar-Team UAE Emirates-XRG hat die 60. Ausgabe der Fernfahrt Tirreno-Adriatico gewonnen. Der 22 Jahre alte Bergspezialist ließ sich die Gesamtführung auf der 147 km langen Schlussetappe nach San Benedetto del Tronto nicht mehr nehmen und sicherte sich erstmals die markante Dreizack-Trophäe.

Im Vorjahr hatte der Teamkollege des Slowenen Tadej Pogacar beim „Rennen zwischen den Meeren“ noch Rang zwei der Gesamtwertung hinter dem zweimaligen Tour-de-France-Champion Jonas Vingegaard belegt. Der Däne startete dieses Jahr bei der parallel stattfindenden Fernfahrt Paris-Nizza in Frankreich und stieg dort nach einem Sturz aus.

Ayuso hatte die Gesamtführung mit dem Etappensieg bei der Bergankunft am Samstag in Frontignano übernommen. Am Sonntag stellte sich mit dem Anstieg nach Ripatransone nur eine nennenswerte Schwierigkeit in den Weg, die Bergwertung lag aber rund 90 km vor dem Ziel.

Um den Tagessieg kämpften daher die Sprinter, zwei Stürze sorgten für ein turbulentes Finish. Die besten Beine hatte Jonathan Milan (Italien) vom Team Lidl-Trek, der sich vor dem Iren Sam Bennett (Decathlon AG2R La Mondiale Team) durchsetzte.

Hertha BSC feiert Kantersieg im Keller-Duell

Hertha BSC hat im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga einen Befreiungsschlag gelandet.

Nach sieben Spielen ohne Sieg gewannen die Berliner das Kellerduell bei Eintracht Braunschweig am Sonntag mit 5:1 (3:0) und distanzierten den Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt auf sechs Punkte.

Der überragende Fabian Reese per Doppelpack (8. und 69.), Derry Scherhant (42.) und Marten Winkler (90.+3) trafen für die Gäste, zudem profitierte die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl von einem Eigentor des Braunschweigers Jannis Nikolaou (44.). Die Eintracht liegt damit weiter auf dem Relegationsplatz und wartet inzwischen seit vier Spielen auf einen Sieg, der Rückstand auf den Tabellen-15. beträgt nun drei Punkte. Der Treffer von Lino Tempelmann (90.+2) kam viel zu spät.

Die Berliner, die von den vergangenen sieben Spielen sechs verloren hatten, diktierten das Geschehen von Beginn an – und durften schnell jubeln. Nach Vorarbeit von Jonjoe Kenny fackelte Reese nicht lange und versenkte den Ball gegen vier um ihn stehende Braunschweiger aus rund elf Metern in den Torwinkel.

In der Folge hatte die Alte Dame wenig Mühe, die Gastgeber in Schach zu halten. Mehr noch: Wenn es gefährlich wurde, dann meist vor dem Eintracht-Tor.

Vor dem zweiten Treffer war es dann erneut Reese, der über rechts den Angriff einleitete. Über Michael Cuisance, der im Strafraum drei Braunschweiger aussteigen ließ, landete die Kugel schließlich bei Scherhant, der aus der Drehung traf. Nur 78 Sekunden später sorgte ein Eigentor für die Vorentscheidung.

Braunschweig, das zur Halbzeitpause mit einem gellenden Pfeifkonzert bedacht wurde, steigerte sich im zweiten Abschnitt zwar merklich. Berlin behielt aber alles unter Kontrolle und erhöhte bei einem Konter sogar noch.

Kovac festigt BVB-Duo: Keine Chance für Süle

Innenverteidiger Niklas Süle muss sich bei Borussia Dortmund weiterhin mit der Rolle als Reservist zufrieden geben. Das betonte BVB-Cheftrainer Niko Kovac vor dem Bundesliga-Top-Spiel gegen RB Leipzig (Samstag, 18:30 Uhr).

Borussia Dortmunds Cheftrainer Niko Kovac setzt in der Innenverteidigung auf Konstanz, Änderungen plant er nicht. Bedeutet für Niklas Süle: Der 29-Jährige muss sich womöglich bis zum Saisonende mit seinem Platz auf der Bank zufrieden geben.

„Er war lange verletzt“, erklärte Kovac am Freitagvormittag auf der Spieltagspressekonferenz der Schwarz-Gelben vor dem Auswärtsspiel in Leipzig. „Jetzt ist es für ihn nicht leicht, auf seiner angestammten Position zum Zug zu kommen, weil es Schlotterbeck und Can nicht nur gut, sondern sehr gut machen.“

Das Defensiv-Duo habe dem eigenen Spiel „sehr viel Stabilität“ eingebracht, aktuell lasse die Mannschaft wenig Chancen des Gegners zu. „Das ist auch ein Verdienst der beiden. Das bedeutet gleichzeitig für die, die hinten dran sind, dass sie es nicht einfach haben. Das ist das Problem für Niklas.“

Innenverteidiger würden „in der Regel seltener gewechselt als Offensivspieler, deswegen kann er sich nicht zeigen“, führte der Chefcoach aus: „Das heißt aber nicht, dass Niklas nicht fleißig arbeitet. Nur, wenn die anderen so gut sind, sind dem Trainer die Hände gebunden.“

Im Top-Spiel gegen den Tabellenfünften kann Kovac bis auf zwei Ausnahmen auf alle Spieler zurückgreifen. Nur Felix Nmecha und Daniel Svensson fehlen dem BVB.

Das mit den elf Freunden ist sicher etwas weit hergeholt. Jeder kann mit dem anderen, aber sie sind auch Konkurrenten. Im Leistungssport ist Zusammengehörigkeit wichtig. Dass jeder für den anderen den Meter geht. In den letzten Spielen habe ich das gesehen. Die sind notwendig, um die Spiele zu gewinnen. Mit elf Einzelkämpfern ist es schwierig, etwas zu gewinnen.

Unsere Ambitionen sind, dass wir alle Spieler zur Nationalmannschaft schicken. Für die, die dabei sind, freue ich mich. Es gibt nichts Schöneres, als für sein Land spielen zu können. Die, die nicht dabei sind, sind enttäuscht. Aber das fangen wir auf und steuern das in der kleinen Trainingsgruppe.

Oklahoma gewinnt NBA-Kracher gegen Boston Celtics

Die Oklahoma City Thunder haben ihre herausragende Form in der NBA auch gegen die Boston Celtics unter Beweis gestellt und den Titelverteidiger in dessen Halle besiegt.

Das 118:112 war der 17. Sieg aus den vergangenen 18 Spielen für den Tabellenführer der Western Conference, bei dem Isaiah Hartenstein in dieser Partie von der Bank kam und elf Punkte beisteuerte.

Für viele Experten ist das Duell OKC gegen Boston ein wahrscheinliches Szenario für die NBA-Finals, entsprechend viel Bedeutung wurde der Partie im TD Garden beigemessen.

Oklahoma City zog früh davon, für Boston ging es darum, im Spiel zu bleiben. Beim 98:98 im Schlussviertel glaubten die Heim-Fans zwar wieder an ein Ausrufezeichen ihrer Mannschaft, doch die folgenden acht Punkte erzielte alle OKC, danach war die Partie gefühlt entschieden.

Shai Gilgeous-Alexander erzielte 34 Punkte, Hartenstein-Ersatz Chet Holmgren kam auf 23 Punkte und 15 Rebounds. Bei den Celtics war Jayson Tatum mit 33 Punkten der beste Werfer, Jaylen Brown kam auf zehn Zähler und traf lediglich 5 seiner 15 Versuche.

Bei der Partie der Houston Rockets gegen die Phoenix Suns sorgten Steven Adams (Rockets) und Mason Plumlee (Suns) für etwas Aufregung – sie wurden nach einer Rangelei disqualifiziert.

Die beiden Center hielten sich zunächst beide umklammert, ehe sie zu Boden gingen und von Mitspielern und Betreuern getrennt wurden. „Wir haben uns etwas verhakt“, sagte Plumlee danach. Die Suns verloren die Partie 104:111.

Radsport-Legende warnt Pogacar vor Paris-Roubaix-Start

Radsport-Superstar Tadej Pogacar könnte in wenigen Wochen bei Paris-Roubaix starten. Die irische Legende Sean Kelly hält das für eine katastrophal Idee und rät dem Dominator dringend von einem Start beim Kopfstein-Klassiker ab.

Schon in wenigen Wochen könnten die Radsport-Fans Zeugen einer echten Premiere werden. Nämlich dann, wenn Tadej Pogacar zum ersten Mal in seiner Karriere beim Klassiker Paris-Roubaix (13. April) an den Start gehen würde. Ob der Slowene dies tut, steht allerdings immer noch nicht fest.

Gerüchte über einen Pogacar-Start im Norden Frankreichs halten sich weiter hartnäckig. Bisher wurden sie weder final bestätigt noch dementiert. Die irische Radsport-Legende Sean Kelly veranlasste dies nun dazu, den Superstar eindringlich vor einer Teilnahme zu warnen.

„Es wäre verrückt von Tadej Pogacar, in diesem Jahr bei Paris-Roubaix zu fahren“, schrieb Kelly in seiner Kolumne für das Portal „CyclingNews“. Als er von den Plänen des Teams UAE Emirates erfahren hat, habe er sich gefragt: „Über was reden die hier überhaupt?“

In seinen Augen ist ein Start beim Kopfsteinpflaster-Klassiker mit zu vielen unkalkulierbaren Risiken verbunden, erklärte der frühere Profi und langjährige TV-Kommentator. „Für einen Fahrer, der in seiner besten Phase ist, um noch eine Tour de France zu gewinnen und zu beweisen, dass letztes Jahr nach dem Unfall von Jonas Vingegaard kein Zufall war, ist es keine gute Idee, Roubaix zu fahren“, urteilte Kelly.

Auch Pogacars Teilnahme bei Gent-Wevelgem sei „verrückt“, weil man auch dort große Risiken eingehen müsse, um an der Spitze mitzufahren.

Das generelle Programm des Slowenen, der in diesem Jahr verstärkt auf Eintagesrennen setzt, sei zwar gut, ein Start bei Paris-Roubaix aber „geht einen Schritt zu weit“, schrieb Kelly.