Geheim-OP bei BVB-Kapitän Can bestätigt

Borussia Dortmunds Kapitän Emre Can hat sich nach seinem Kreuzbandriss heimlich einem weiteren operativen Eingriff unterzogen. Wann der 32-Jährige sein BVB-Comeback gibt, ist völlig offen.

Sportdirektor Ole Book bestätigte bei „Sky“ einen „kicker“-Bericht, wonach bei Can auch eine Adduktoren-OP durchgeführt wurde. „Es war wichtig, die zweite Blessur ebenfalls zu korrigieren und die Zeit zu nutzen, die er sowieso noch ausfällt“, so der Nachfolger von Sebastian Kehl.

Can hatten vor seinem Kreuzbandriss monatelang Adduktorenprobleme geplagt.

Der „kicker“ schrieb, der Eingriff sei gut verlaufen. Unter Berufung auf sein Umfeld hieß es weiter, Can sei „frohen Mutes“ und bei seiner Reha absolut im Soll. Seine Rückkehr ins Mannschaftstraining und den Spielbetrieb sei allerdings noch nicht abzusehen.

Diese Information konnte Book ebenfalls bestätigen. „Emre Can ist nicht im Trainingsbetrieb. Es wird auch bei ihm nicht so schnell gehen“, erklärte der BVB-Manager.

Nach „Bild“-Infos wird Can in diesem Kalenderjahr voraussichtlich kein Spiel mehr für den BVB bestreiten. Ein vollständiger Einstieg ins Mannschaftstraining sei demnach frühestens nach der Winterpause zu erwarten.

Im Mai hatte Can zuletzt öffentlich betont: „Ich kann mittlerweile ohne Krücken gehen und das Knie belasten. Es wird leider noch eine lange Reise.“

Der frühere Sechser, der beim BVB inzwischen als Innenverteidiger eingeplant ist, hatte sich Ende Februar im Heimspiel gegen den FC Bayern das hintere Kreuzband im linken Knie gerissen.

Seitdem arbeitet Can an seinem Comeback. Während der Länderspielpause war er zuletzt auch wieder regelmäßig auf dem Dortmunder Trainingsgelände zugegen.

Cans Vertrag beim BVB wäre eigentlich am 30. Juni ausgelaufen. Trotz seiner schweren Verletzung stattete der Vizemeister den 48-maligen Nationalspieler aber mit einem neuen Kontrakt aus, der bis zum Saisonende datiert ist.

Kovac festigt BVB-Duo: Keine Chance für Süle

Innenverteidiger Niklas Süle muss sich bei Borussia Dortmund weiterhin mit der Rolle als Reservist zufrieden geben. Das betonte BVB-Cheftrainer Niko Kovac vor dem Bundesliga-Top-Spiel gegen RB Leipzig (Samstag, 18:30 Uhr).

Borussia Dortmunds Cheftrainer Niko Kovac setzt in der Innenverteidigung auf Konstanz, Änderungen plant er nicht. Bedeutet für Niklas Süle: Der 29-Jährige muss sich womöglich bis zum Saisonende mit seinem Platz auf der Bank zufrieden geben.

„Er war lange verletzt“, erklärte Kovac am Freitagvormittag auf der Spieltagspressekonferenz der Schwarz-Gelben vor dem Auswärtsspiel in Leipzig. „Jetzt ist es für ihn nicht leicht, auf seiner angestammten Position zum Zug zu kommen, weil es Schlotterbeck und Can nicht nur gut, sondern sehr gut machen.“

Das Defensiv-Duo habe dem eigenen Spiel „sehr viel Stabilität“ eingebracht, aktuell lasse die Mannschaft wenig Chancen des Gegners zu. „Das ist auch ein Verdienst der beiden. Das bedeutet gleichzeitig für die, die hinten dran sind, dass sie es nicht einfach haben. Das ist das Problem für Niklas.“

Innenverteidiger würden „in der Regel seltener gewechselt als Offensivspieler, deswegen kann er sich nicht zeigen“, führte der Chefcoach aus: „Das heißt aber nicht, dass Niklas nicht fleißig arbeitet. Nur, wenn die anderen so gut sind, sind dem Trainer die Hände gebunden.“

Im Top-Spiel gegen den Tabellenfünften kann Kovac bis auf zwei Ausnahmen auf alle Spieler zurückgreifen. Nur Felix Nmecha und Daniel Svensson fehlen dem BVB.

Das mit den elf Freunden ist sicher etwas weit hergeholt. Jeder kann mit dem anderen, aber sie sind auch Konkurrenten. Im Leistungssport ist Zusammengehörigkeit wichtig. Dass jeder für den anderen den Meter geht. In den letzten Spielen habe ich das gesehen. Die sind notwendig, um die Spiele zu gewinnen. Mit elf Einzelkämpfern ist es schwierig, etwas zu gewinnen.

Unsere Ambitionen sind, dass wir alle Spieler zur Nationalmannschaft schicken. Für die, die dabei sind, freue ich mich. Es gibt nichts Schöneres, als für sein Land spielen zu können. Die, die nicht dabei sind, sind enttäuscht. Aber das fangen wir auf und steuern das in der kleinen Trainingsgruppe.