Beim FC Bayern ragen in der laufenden Saison neben den internationalen Topstars wie Harry Kane oder Michael Olise auch mehrere Spieler heraus, die aus dem eigenen Nachwuchs der Münchner entstammen. Spieler wie Aleksandar Pavlovic, Lennart Karl oder Josip Stanisic haben ihren Platz unter Cheftrainer Vincent Kompany gefunden und bereits überragende Leistungen gezeigt. Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß offenbarte nun, dass es vor allem seiner eigenen Beharrlichkeit zu verdanken ist, dass die vielen Eigengewächse überhaupt ihre Chancen bekommen haben.
Im Podcast-Format „Auf eine weiß-blaue Tasse“ von uns mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bezeichnete es Uli Hoeneß als „einen Traum“, wie in der aktuellen Spielzeit die Eigengewächse und Nachwuchskräfte unter FCB-Coach Vincent Kompany eingebaut und aufblühen würden.
Dabei hätte es im Transfersommers 2025 auch ganz anders laufen können, wie Vereinspatron Hoeneß in dem Podcast ausführte: „Wir haben im Sommer eine richtige Streitkultur bei uns gehabt. Da gab es wirklich sehr große Auseinandersetzungen, weil der eine oder andere bei uns wollte noch richtig einkaufen für 100, 150 Millionen Euro.“
Nach Aussage des 74-Jährigen habe es vor allem an ihm und weiterer, langjähriger Mitstreiter in der Führungsriege des FC Bayern gelegen, dass eine andere Kaderplanung umgesetzt wurde: „Da haben sich bei uns vor allem die Alten dann durchgesetzt, weil wir gesagt haben: Wenn man den Jungen mal eine Chance geben will, dann muss man Platz schaffen. Wenn wir dann noch Spieler für 100 oder 150 Millionen Euro gekauft hätten, ist doch klar, dass der Trainer die aufstellen muss.“
Als Beispiel gab Hoeneß eine Anekdote aus dem letzten Sommer zum Besten, als er Cheftrainer Vincent Kompany und Sportdirektor Christoph Freund bei sich zu Hause am Tegernsee empfang, um über einen konkreten Spielertransfer zu reden.
Hoeneß erzählte: „Vincent Kompany war am Tegernsee, kam extra mit dem Christoph Freund rausgefahren und hat gesagt: ‚Uli, wir brauchen den Xavi (Simons, bis Sommer 2025 bei RB Leipzig unter Vertrag, Anm. d. Red.)!‘ Ich hatte zu dem Gespräch einen Apfelkuchen auf den Tisch gestellt und geantwortet: ‚Vincent, du kannst jetzt noch ein Stück Apfelkuchen essen, aber du kriegst keinen Xavi! Wir wollen, dass du die jungen Spieler einsetzt! Und das hat er dann hundertprozentig umgesetzt!