Nachdem Tadej Pogacar als Führender bei der Vuelta a España schwer gestürzt war, musste sich der slowenische Radsport-Superstar einer Operation unterziehen, die sein vorzeitiges Saisonaus bedeutete. Der Traum von einer Teilnahme an der Heim-EM in Ljubljana war für den Ausnahmekönner damit geplatzt. Auf der Meldeliste taucht der Name des 27-Jährigen jetzt aber plötzlich doch auf.
Bahnt sich bei Tadej Pogacar eine spektakuläre Kehrtwende an? Am Montag veröffentlichte die Union Européenne de Cyclisme die Namen, die für die Straßen-Europameisterschaft, die am 3. Oktober im slowenischen Ljubljana ausgetragen wird, gemeldet worden sind. Darunter taucht überraschend auch der Name des Superstars von UAE auf, der seine Radsport-Saison 2026 eigentlich bereits für beendet erklärt hatte.
Pogacar hatte bei dem Sturz während der Vuelta unter anderem einen Schlüsselbeinbruch sowie eine Gehirnerschütterung erlitten. Daraufhin hatte UAE Team Emirates-XRG sowohl das Saison-Aus und damit auch die Nicht-Teilnahme an der WM und EM als auch die Vertragsverlängerung Pogacars bis 2023 kommuniziert. Der Traum vom Start bei seinem Heim-Turnier schien geplatzt – bis Dienstag.
Klar ist aber auch: Nur weil der fünffache Sieger der Tour de France vom slowenischen Radsport-Verband für das Rennen gemeldet wurde, ist sein Start beim Rennen um die EM-Krone nicht sicher. Dass sein Name unter den 13 Fahrern aus Slowenien auftaucht, bedeutet lediglich, dass er theoretisch für den finalen Kader des EM-Gastgebers nominiert werden könnte. Ob das passieren wird, ist ungewiss.
Dass Pogacar in knapp zwei Wochen in der slowenischen Hauptstadt an den Start gehen wird, scheint aber eigentlich ausgeschlossen. „Natürlich hatte ich mir ein anderes Ende für meine Saison gewünscht. Im Moment ist es am wichtigsten, mich richtig zu erholen und meinem Körper die nötige Zeit zu geben“, sagte Pogacar zuletzt über sein Aus für das Radsport-Jahr 2026.
Er wolle sich „darauf konzentrieren, wieder gesund zu werden und im nächsten Jahr bereit für die kommenden Herausforderungen zurückzukehren“, betonte der 27-Jährige. Ein EM-Start würde diesen Plan über den Haufen werfen.