„Das Schiff sinkt“: Leafs-Krise spitzt sich zu

Drei Spiele, drei Niederlagen: Die Toronto Maple Leafs (27-24-9) sind desaströs aus der Olympia-Pause gekommen. Am Sonntag war auch in der Battle of Ontario beim 2:5 gegen die Ottawa Senators (29-22-8) nichts zu holen.

Morgan Rielly (3.) brachte Toronto in Führung, Thomas Chabot (11.) glich aus. Im zweiten Drittel erhöhten dann Dylan Cozens (24.) und Drake Batherson (34.) für die Gäste. William Nylander (34.) verkürzte, Batherson (36.) stellte auf 4:2, Cozens (37.) traf zum Endstand.

Cozens (2 Tore, 1 Assist) war bester Scorer der Ottawa Senators, bei denen Tim Stützle 1 Assist verbuchte und nun bei insgesamt 63 Punkten (28 Tore, 35 Assists) steht.

Leafs-Goalie Joseph Woll (5 Gegentore, 23 Saves) musste seinen Platz zwischen den Pfosten während des zweiten Drittels räumen, Anthony Stolarz (0 Gegentore, 12 Saves) übernahm. Ottawas Schlussmann Linus Ullmark wehrte 21 Schüsse ab.

Toronto hat nun bereits acht Zähler Rückstand auf den letzten Wildcard-Platz im Osten und droht zum ersten Mal seit 2016 die Playoffs zu verpassen. „Das Schiff sinkt“, schrieb Sportsnet.

„Das war einfach ein schlechter Auftritt, ehrlich gesagt ziemlich peinlich“, fand Torontos Kapitän Auston Matthews deutliche Worte: „Wir dürfen jetzt trotzdem nicht den Kopf hängen lassen oder uns selbst bemitleiden. Jeder muss sich selbstkritisch hinterfragen und besser werden.“

Für Toronto geht es am Dienstag mit einem Heimspiel gegen die Philadelphia Flyers weiter.

Ottawa feierte derweil den ersten Sieg im zweiten Spiel nach der Olympia-Pause und hat fünf Punkte Rückstand auf den letzten Wildcard-Platz im Osten. Die Senators gastieren am Mittwoch bei den Edmonton Oilers.

Stützle führt Senators zum Sieg

Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Tim Stützle hat die Ottawa Senators zum 5:4 (2:1, 2:1, 0:2)-Erfolg nach Verlängerung über die Pittsburgh Penguins geführt.

Dem 21-jährigen Angreifer gelang nach 70 Sekunden in der Extraspielzeit der Siegtreffer. Die Ottawa Senators stoppten damit ihre Negativserie von zuvor sechs Niederlagen in der nordamerikanischen Liga.

Nachdem Stützle während dieser Zeit nicht getroffen hatte, gelang dem gebürtigen Viersener nun sein siebtes Saisontor. „Wenn ich zuletzt versucht hatte, den Torhüter zu tunneln, habe ich immer getroffen. Ich sollte das häufiger tun“, sagte Stützle zu seinem Siegtreffer, als er nach Zuspiel von Drake Batherson alleine vor dem Penguins-Torhüter Alex Nedeljkovic stand. Mit nur 24 Punkten bleiben die Senators das schwächste Team der Eastern Conference.

Die anderen drei deutschen Eishockey-Spieler, die auf dem Eis standen, mussten allesamt Niederlagen einstecken. Moritz Seider zog mit den Detroit Red Wings bei den New Jersey Devils mit 2:3 (1:1, 1:0, 0:2) den Kürzeren. Seider war an der 1:0-Führung Detroits nach viereinhalb Minuten per Torvorlage beteiligt, damit hat der 22-jährige Verteidiger in den vergangenen drei Spielen immer mindestens ein Tor vorbereitet.

Auch JJ Peterka war mit einem Assist zur Stelle, der 21-jährige Stürmer der Buffalo Sabres war im Auswärtsspiel gegen die New York Rangers am 2:2-Ausgleich zu Beginn des zweiten Drittels beteiligt. Am Ende hatten die Sabres aber mit 3:4 (1:2, 1:1, 1:0) nach Verlängerung das Nachsehen. Lukas Reichel musste sich mit den Chicago Blackhawks auswärts den St. Louis Blues mit 5:7 (2:1, 2:1, 1:5) geschlagen geben, Reichel blieb ohne Torbeteiligung.

Kantersieg für Stützles Senators gegen Greiss

Eishockey-Nationalspieler Tim Stützle hat seine Topform in der NHL bestätigt.

Mit den Ottawa Senators gelang dem gebürtigen Viersener beim 7:2 (1:0, 4:0, 2:2) gegen die St. Louis Blues ein Kantersieg, Stützle traf dabei doppelt und bereitete einen weiteren Treffer vor.

Der 21-Jährige legte gegen den deutschen Goalie Thomas Greiss, der bei den Gästen von Beginn an auf dem Eis stand, zunächst das 2:0 durch Alex DeBrincat auf (22.).

Anschließend gelangen ihm seine Saisontreffer 23 und 24 (28./48.). Greiss wehrte weniger als 80 Prozent der gegnerischen Schüsse ab.

Insgesamt steht Stützle nun bei 59 Scorerpunkten. Für die Senators bleiben die Play-off-Plätze trotz des siebten Siegs in den vergangenen neun Spielen als Vorletzter der Atlantic Division in weiter Ferne.

Der deutsche Eishockey-Nationalspieler Leon Draisaitl hat für die Edmonton Oilers im vierten Spiel nacheinander getroffen, aber eine weitere Niederlage nicht verhindern können.

Die Oilers verloren am Sonntag (Ortszeit) in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL auswärts bei den Colorado Avalanche nach Overtime mit 5:6 (1:0, 3:2, 1:3, 0:1).

Der 27 Jahre alte Kölner Draisaitl hatte im zweiten Drittel zur zwischenzeitlichen 3:0-Führung für Edmonton getroffen, doch auch dieser Vorsprung reichte nicht zum Sieg. Für die Oilers war es die vierte NHL-Niederlage in Serie. Draisaitl gelang in der Partie sein 32. Treffer in dieser Saison, er steuerte zudem bislang insgesamt 49 Vorlagen für sein Team bei.

Vier Scorerpunkte! Tim Stützle überragt bei Senators-Sieg

Eishockey-Nationalspieler Tim Stützle hat sich mit einer Gala-Vorstellung in die All-Star-Pause der NHL verabschiedet.

Der 21 Jahre alte Angreifer erzielte beim 5:4 der Ottawa Senators gegen die Montreal Canadiens zwei Tore und bereitete zwei weitere vor.

Nach 46 Saisonspielen steht er nun bei 49 Scorerpunkten. Seinen persönlichen Bestwert von 58 Scorer-Punkten in einer Saison wird Stützle absehbar klar verbessern.

In die kleine Pause vor dem nächsten Spiel gegen die Edmonton Oilers um Leon Draisaitl am 11. Februar gehen die Senators nun mit vier Siegen in Serie.

„Das war großartig. Ich meine, ein paar Mittelfinger von einigen Fans – Chucky hat das geliebt“, sagte Stützle über den Siegtreffer von Brady Tkachuk 19 Sekunden vor dem Ende.

„Jeder weiß, er ist da für die großen Momente und ich denke das war wirklich wichtig, uns jetzt vier Siege zu geben vor der Pause. Ich denke, jetzt kann jeder glücklich und optimistisch in die Pause gehen.“