Carr spricht über mögliches NFL-Comeback

Derek Carr hat seine Karriere nach der Saison 2024 bei den New Orleans Saints beendet. Zuletzt wurde immer wieder über ein NFL-Comeback des Quarterbacks spekuliert. Nun äußerte sich der 35-Jährige selbst dazu.

„Ich sage niemals nie. In dieser Offseason haben sich mehrere Teams bei mir gemeldet“, sagte Carr am Freitag dem NFL Network in der Sendung „Good Morning Football“.

Wenn überhaupt, stünde nur ein Engagement bei einem Team zur Debatte, das eine Chance auf den Gewinn des Super Bowls hat, bekräftigte der Kalifornier.

„Wenn ich es noch einmal machen würde, müsste es schon ein besonderes Team und ein besonderes Angebot sein – und selbst dann gibt es keine Garantie. Ich habe einfach zu viel Spaß daran, Zeit mit meiner Frau und meinen Kindern zu verbringen. Außerdem versuche ich, mich beim Golfen zu verbessern“, so Carr.

Er trainiere „trotzdem ständig“, erklärte der Spielmacher, der vor seiner Zeit bei den New Orleans Saints von 2014 bis 2022 für die Oakland/Las Vegas Raiders aktiv war: „Das muss ich auch. Ich habe vier Jungs, die mich nicht verhauen dürfen, wenn sie erst mal 18 sind.“

Er werde „fit und bereit“ bleiben, zu einer Rückkehr in die NFL werde es „aber wahrscheinlich nicht kommen“, so der viermalige Pro Bowler.

Terrion Arnold muss keine elektronische Fußfessel tragen und darf weiterhin am Training von NFL-Teams teilnehmen. Das hat ein Richter in Florida am Freitag entschieden.

Arnold befindet sich derzeit gegen eine Kaution von einer Million Dollar auf freiem Fuß. Der kürzlich von den Detroit Lions gefeuerte Cornerback steht zwar unter Hausarrest, darf aber das Haus verlassen, um beruflichen Tätigkeiten nachzugehen.

Die Staatsanwaltschaft von Hillsborough County hatte Beschwerde gegen die gelockerten Auflagen eingelegt. Der Richter folgte dieser Beschwerde allerdings nicht.

Arnolds Anwälte hatten zuvor argumentiert, eine elektronische Fußfessel würde es dem 23-Jährigen unmöglich machen, ein neues Team zu finden.

Laut Arnolds Beraterin Nicole Lynn absolvierte der Spieler bereits ein Probetraining bei den Houston Texans. Zudem sollen Anfragen von den New York Jets, Seattle Seahawks und Indianapolis Colts vorliegen.

Arnold werden in Florida mehrfache Entführung und bewaffneter Raub vorgeworfen. Ihm droht bei einer Verurteilung im schlimmsten Fall eine lebenslange Haftstrafe.

NFL-Quarterback als „Müllmann“ bei der WM

Jameis Winston ist derzeit für Fox als Reporter bei der Fußball-WM im Einsatz. Am Sonntag sammelte der Backup-Quarterback der New York Giants als „Müllmann“ Pluspunkte.

Winston war im texanischen Arlington beim Spiel zwischen Japan und den Niederlanden (2:2) dabei und ließ sich von den japanischen Fans inspirieren. Die Anhänger der „Blauen Samurai“ sammelten nach der Partie traditionell ihre Hinterlassenschaften zusammen und überließen diese in Müllsäcken dem Reinigungspersonal.

Der für seine Bodenständigkeit bekannte NFL-Star, der ein Trikot der japanischen Nationalmannschaft trug, schnappte sich ebenfalls einen Müllsack und unterstützte die Asiaten bei der Aufräumaktion.

Dafür wurde der 32-jährige US-Amerikaner, der im Jahr rund vier Millionen Dollar verdient, in den Sozialen Medien gefeiert. „Er ist ein Mann des Volkes. Es ist unmöglich, ihn nicht zu mögen“, schrieb ein User. Ein anderer kommentierte: „Dieser Mann ist immer für eine gute Tat zu haben.“

Winston begann seine NFL-Laufbahn 2015 bei den Tampa Bay Buccaneers. Über die Stationen New Orleans Saints und Cleveland Browns landete er 2025 bei den Giants.

James Pearce Jr. ist am Montag zum Start des Minicamps bei den Atlanta Falcons aufgetaucht. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend.

Damit befindet sich der Edge Rusher erstmals seit seiner Festnahme im Februar wieder bei den Falcons.

Dem 22-Jährigen wurde unter anderem schwere Körperverletzung unter Verwendung einer potenziell tödlichen Waffe vorgeworfen. Pearce hatte mit seinem Auto den Wagen seiner Ex-Freundin, der WNBA-Spielerin Rickea Jackson, gerammt.

Ein Gericht in Florida ordnete die Teilnahme an einem einjährigen Diversionsprogramm an, wodurch ein Prozess vermieden wurde.

Pearce wurde im Draft 2025 an 26. Stelle von den Falcons ausgewählt und geht in seine zweite NFL-Saison.

Derek Carr bestätigt Schulterverletzung

Derek Carr soll sich Medienberichten zufolge vor ein paar Wochen schwer an der Schulter verletzt haben. Der Quarterback der New Orleans Saints bestätigte dies am Wochenende und sprach zudem über eine Familientragödie.

Mitte April berichtete das „NFL Network“ über Carrs Blessur, die den Spielmacher womöglich daran hindert, in der kommenden Saison zu spielen. In der Folge hielten sich die New Orleans Saints in dieser Thematik wiederum bedeckt, was Zweifel an den Problemen des QBs nährten.

Während seiner Gastpredigt in der ChurchLV meldete sich Carr diesbezüglich nun erstmals selbst zu Wort und bestätigte seine Schulterverletzung, um die Leute zu widerlegen, die „über mich lügen“. Der 34-Jährige versicherte in Las Vegas: „Ich habe einen MRT-Bericht, der das beweist. Das Team weiß Bescheid, wir stehen in ständigem Kontakt. Es ist alles in Ordnung, wir untersuchen es und werden weitermachen.“

Über die Schwere der Verletzung schwieg Carr unterdessen. Fans der Saints dürfen also weiterhin auf zeitnahes Comeback ihres Signal Callers hoffen. Zumal General Manager Mickey Loomis nach dem diesjährigen NFL Draft und der Verpflichtung von  Quarterback-Talent Tyler Shough nichts von einer Degradierung des Routiniers wissen wollte.

„Ja, ich meine, Derek ist der Starter“, beharrte der GM am Samstagabend auf der gewohnten Konstellation.

Wie fit Carr zu Beginn der kommenden NFL-Saison wegen seiner Schulterverletzung tatsächlich ist, lässt sich aber natürlich noch nicht absehen. Darüber hinaus wurde der gebürtige Kalifornier seit dem Beginn des Offseason-Programms nicht mehr in der Anlage der Saints gesehen, was auf Social Media abermals zu negativen Reaktion führte.

Seine Abwesenheit begründete Carr am Wochenende indes unter anderem mit der Fehlgeburt, die seine Frau Heather kürzlich erlitten hat.

„Ich enthülle das alles, um zu sagen, dass wir Menschen sein sollten, die nicht urteilen und das Schlimmste denken, wenn wir nicht wissen, was die Leute durchmachen, Amen? Und so haben wir uns um unsere Familie gekümmert. Denn die Reihenfolge wird immer Glaube, Familie, Football sein, egal wie die Situation ist“,  teilte der Saints-QB mit.

Defensiv-Debakel führt zu Uneinigkeit bei den Cowboys

Während der 19:44-Schlappe gegen die New Orleans Saints ist die Defense der Dallas Cowboys offensichtlich häufig nicht auf einer Wellenlänge gewesen. Bei der Ursachenforschung setzt sich dieser Trend beim unterlegenen NFL-Team indes fort.

Micah Parsons suchte die Schuld für die Klatsche am Montag beispielsweise bei sich und seinen Teamkollegen, die im Match gegen die New Orleans Saints seiner Meinung nach teilweise den nötigen Biss vermissen ließen. „Nicht alle elf [Spieler] haben sich Mühe gegeben“, behauptete der Edge Rusher in seinem Podcast.

„Letztendlich hat man während des Training Camps und während des gesamten Vorbereitungsprozesses für die Saison einen gewissen Standard, der einen auszeichnet“, führte Parsons vor Augen und ergänzte mit Blick auf die jüngste Niederlage: „Wir haben diesen Standard nicht eingehalten.“

Defense Coordinator Mike Zimmer nahm seine Verteidiger hingegen am Montag vor der Presse in Schutz und übernahm selbst die Verantwortung für die sechs kassierten Touchdowns. „Ich glaube nicht, dass es wirklich an der Einstellung lag. Dieses Team hat uns einige Mal schon vor dem Snap geschlagen. Wir haben uns nicht schnell genug bewegt. Ich muss einfach meinen Job besser machen“, konstatierte der Cowboys-Coach deshalb.

Direkt nach Spielende ahnte Parsons derweil wohl schon, dass Zimmer wegen der vielen Saints-Punkte mit Kritik überhäuft wird. Aus diesem Grund stellte er sich schon am Sonntag schützend vor seinen neuen DC.

„Für mich hatte es nichts mit dem Schema zu tun. Ich fand, dass [Mike Zimmer] ziemlich gute Calls gemacht hat“, brach der 25-Jährige eine Lanze für den NFL-Routinier. „Letztlich glaube ich einfach, dass wir übertrumpft wurden. Wer auch immer auf dem Feld stand, keiner hat 100 Prozent gegeben. Das liegt in meiner Verantwortung und ich sage die Wahrheit. Wir müssen alle besser spielen.“