Enthüllt: Tuchel zögerte bei Kane-Transfer zum FC Bayern

Mit der Verpflichtung von Harry Kane gelang dem FC Bayern im Sommer 2023 ein echter Transfer-Volltreffer. Der damalige FCB-Trainer Thomas Tuchel erklärte vor wenigen Tagen, dass es in der Münchner Chefetage zuvor Zweifel an dem Deal gegeben habe. Das entspricht aber offenbar nicht den Tatsachen.

Haben sich Teile von Bayerns Chefetage im Vorfeld des Kane-Deals gegen eine Verpflichtung des Stürmers ausgesprochen? Genau das hatte Thomas Tuchel vor einigen Tagen behauptet. „Ich bin immer noch froh, dass ich dafür gekämpft habe, ihn zum FC Bayern München zu holen – gegen einige andere Meinungen“, sagte Englands Nationalcoach nach dem erfolgreichen WM-Achtelfinale gegen Mexiko (3:2).

Bayern-Insider und „Bild“-Fußballchef Christian Falk berichtet nun jedoch, dass Tuchels Aussage nicht der Wahrheit entspricht. Im Gegenteil: Laut seiner Aussage war es Tuchel, der dem Transfer zunächst zögerlich gegenüberstand. An der Säbener Straße sei man von den Worten des englischen Trainers daher auch überrascht worden.

„Was ich sagen kann – und das ist zu 100 Prozent die Wahrheit – ist, dass Bayern schon an diesem Deal gearbeitet hat, bevor Tuchel in den Verein gekommen ist. […] Es gab sogar ein geheimes Treffen, als Julian Nagelsmann noch der Trainer war. Bayern hatte samstags gegen Bayer Leverkusen verloren, was zu der Entscheidung geführt hat, am Montag darauf mit Tuchel zu reden“, erklärte Falk gegenüber „cfbayerninsider“.

Nur einen Tag später habe es dann erneut ein Treffen der Bayern-Verantwortlichen mit Tuchel gegeben. Dabei wurde dann laut Falk auch über Transfers gesprochen, unter anderem den von Harry Kane. „Sie [die FCB-Bosse] haben klar gesagt, dass sie es auf Harry Kane abgesehen haben. Und sie haben gefragt, ob er [Tuchel] damit einverstanden ist“, schilderte der Insider.

Tuchel hat den Deal laut Falk anschließend nicht direkt durchgewunken, sondern sich noch ein paar Tage Bedenkzeit erbeten. „Nach zwei Tagen kam er [Tuchel] in eine Sitzung und hat gesagt, dass auch er Kane will.“ Meinungsverschiedenheiten in Bayerns Chefetage, was Kane betrifft, hat es demnach zu keiner Zeit gegeben. Deswegen seien Tuchels Aussagen auch „etwas seltsam“ gewesen, urteilte der Journalist.

„Harry Houdini“ rettet „unverschämt schwache“ Engländer

Nach einer über weite Strecken desolaten Vorstellung hat die englische Nationalmannschaft eine Blamage im Achtelfinale der EM gegen die Slowakei gerade noch verhindert. Die internationale Presse geht mit den Three Lions dennoch hart ins Gericht:

ntv: „Bellingham zaubert ‚unerträgliches‘ England in Ekstase! Englands wankendes Milliardenteam hat sich dank seiner Topstars gerade noch vor einem blamablen EM-Aus im Achtelfinale gerettet. Aber kann dieser Pragmatismus nah am Abgrund wirklich reichen, um den großen Traum zu erfüllen?“

kicker: „Gefühlsexplosion und ganz viel Schminke: England setzte gegen die Slowakei den schwachen Trend fort, war schon mit einem Bein am Flughafen. Zwei Weltklassespieler machten den Unterschied, mehr nicht.“

Bild: „Bellingham und Kane retten Grusel-England! Da habt ihr aber gaaanz viel Glück gehabt, liebe Engländer! Die ‚Three Lions‘ stehen dank eines schmeichelhaften 2:1 nach Verlängerung gegen die Slowakei im EM-Viertelfinale. Fast wäre die Superstar-Truppe von einem Fußball-Zwerg gezähmt worden. Doch kann kommt Jude Bellingham.“

Spiegel: „Der englische Fußball findet Gelsenkirchen hässlich. Was soll Gelsenkirchen sagen? Der Favorit spielte gegen die Slowakei unverschämt schwach, bis Jude Bellingham auf Schalke ein Geniestreich gelang.“

Daily Mail: „The Great Escape! Die englischen Fans atmeten erleichtert auf, nachdem es die Three Lions erst spät geschafft hatten, die Slowakei bei der EM zu schlagen.“

Mirror: „Harry Houdini! Kane trifft in der Verlängerung und schickt die Three Lions ins EM-Viertelfinale, nachdem Bellinghams Fallrückzieher England auf den letzten Drücker rettet.“

The Sun: „Zurück von den Toten: Bellinghams Treffer rettet die Three Lions vor einem Desaster, ehe Kanes Kopfball für das Duell mit der Schweiz sorgt.“

Telegraph: „England entkommt aus den Klauen der Niederlage und erreicht das Viertelfinale der EM 2024.“

Guardian: „England nach dramatischem Comeback-Sieg gegen Slowakei im Viertelfinale.“

Mundo Deportivo: „England vermeidet Versagen nach Geniestreich von Bellingham.“

Marca: „Gott schütze Bellingham!“

Gazzetta dello Sport: „England mit sensationellem Comeback: Bellingham mit einer Perle, dann eliminiert Kane die Slowakei.“

Tuttosport: „Super-Bellingham rettet England: Slowakei in der Verlängerung ausgeknockt.“