Nächste Kehrtwende? Daichi Kamada vor Unterschrift

Um Spielgestalter Daichi Kamada von Eintracht Frankfurt reißen die Spekulationen nicht ab. Wenige Wochen vor seinem Abschied von der SGE soll der Japaner endlich eine Entscheidung getroffen haben.

Nächste Kehrtwende im Poker um Eintracht Frankfurts Daichi Kamada: Nachdem zunächst der BVB, Manchester United und der von Roger Schmidt trainierte Spitzenklub SL Benfica als heißeste Anwärter auf eine Verpflichtung des torgefährlichen Mittelfeldspielers galten, war jüngst Italiens Meister SSC Napoli ins Spiel gebracht worden. Die Bosse der Neapolitaner hätten sich bereits mit dem 26-Jährigen in Verbindung gesetzt.

Zu spät, geht es nach dem Portal „calciomercato“: Demnach erwägt Neapels Serie-A-Konkurrent AC Mailand ebenfalls eine Verpflichtung des SGE-Kreativspielers. Damit nicht genug: Der Champions-League-Halbfinalist hat mit Kamada dem Bericht zufolge sogar schon eine Einigung erzielt.

Im Gespräch ist ein Jahresgehalt von drei Millionen Euro für Kamada – Zahlen, die durchaus überraschen, war der BVB laut „Bild“ beim Frankfurter doch mit einem Fünfjahresvertrag mit bis zu sechs Millionen Euro jährlich abgeblitzt.

In trockenen Tüchern ist der Kamada-Deal mit den Rossoneri offenbar aber noch nicht. Die Mailänder wollen sich laut „calciomercato“ trotz der grundsätzlichen Einigung weiterhin alle Möglichkeiten offen halten. Denn: Noch ist die Zukunft von Mailands Spielgestalter Brahim Díaz ungeklärt, der aktuell von Real Madrid ausgeliehen ist. Sollte die Chance bestehen, den Spanier fest zu verpflichten, wäre die Position letztlich doppelt besetzt.

Das Portal führt derweil neben Borussia Dortmund, Benfica und Napoli mit Newcastle United und Atlético Madrid zwei weitere Klubs an, die ihr Interesse an einer Kamada-Verpflichtung bekundet haben sollen. Kamada war 2017 für eine Ablösesumme von 1,6 Millionen Euro vom japanischen J-League-Klub Sagan Tosu zu Eintracht Frankfurt gekommen. „Gerne hätten wir Daichi auch in Zukunft bei der Eintracht gesehen, doch die Interessen des Spielers gingen damit nicht einher“, hatte Sportvorstand Markus Krösche zuletzt den bevorstehenden Abschied aus Frankfurt bestätigt.

So will Real Madrid die Bellingham-Ablöse drücken

Die Medien sind sich weitestgehend einig: Jude Bellingham wird Borussia Dortmund nach der laufenden Saison verlassen, sich Real Madrid anschließen und bei den Königlichen rund 20 Millionen Euro pro Jahr kassieren. Diesen Deal soll Real-Geschäftsführer José Ángel Sánchez unlängst bei einem Aufenthalt in Deutschland mit der Bellingham-Seite ausgehandelt haben. Kopfzerbrechen sollen den Madrilenen allerdings weiterhin die Verhandlungen mit dem BVB bereiten.

Real Madrid hat Jude Bellingham längst von einem Engagement überzeugt und muss sich nun mit dem BVB an einen Tisch setzen, um eine Einigung bezüglich der Ablöse zu erzielen.

Die Schwarz-Gelben, bei denen der 19-jährige Engländer nicht nur absoluter Leistungsträger ist, sondern auch noch bis Ende Juni 2025 unter Vertrag steht, sollen auf nicht weniger als 150 Millionen Euro pochen. Eine Summe, die Real dem Bericht zufolge mit allen Mitteln drücken möchte.

Um dies zu erreichen, soll man in der spanischen Hauptstadt großes Interesse daran haben, eigene Stars in Richtung Dortmund ziehen zu lassen und mit der Bellingham-Ablöse zu verrechnen. Aurelien Tchouaméni, Sergio Arribas oder Brahim Díaz könnten im Gegenzug zu den Schwarz-Gelben wechseln, heißt es.

Tchouaméni ist in diesem Trio sicherlich der bekannteste Kicker. Real überwies für den Franzosen, der wie Bellingham im zentralen Mittelfeld zuhause ist, erst im Sommer 2022 80 Millionen Euro an die AS Monaco, dürfte dem BVB daher einen großen Teil der Bellingham-Wunschablöse abziehen. Der Deal würde daher wohl nur Sinn ergeben, wenn man beim Bundesligisten großes Vertrauen in Tchouaméni hat.

Díaz ist derzeit von Real an den AC Milan ausgeliehen, wo er Stammkraft ist (40 Spiele/6 Tore/4 Vorlagen). Milan kann den offensiven Mittelfeldspieler für 22 Millionen Euro fest verpflichten, Real die Vereinbarung für 27 Millionen Euro allerdings wieder nichtig machen.

Bleibt mit Arribas ein 21-jähriges Offensiv-Talent, das noch am Anfang seiner Profikarriere steht. Der Linksfuß ragt allerdings aus dem Nachwuchs der Madrilenen heraus und würde gut ins BVB-Profil passen. Haken an der Sache: Wirklich tief dürfte die Ablöse für Bellingham durch den unerfahrenen Youngster nicht fallen.

College-Team vereint Söhne von NBA-Legenden

Nach Bronny James, dem Sohn von NBA-Superstar LeBron James, läuft in der kommenden Saison auch DJ Rodman für das Basketball-Team der University of Southern California auf. Der 22-Jährige ist der Sohn von Chicago-Bulls-Ikone Dennis Rodman.

Das College-Team der University of Southern California (USC) darf sich auf einen weiteren Sohn eines berühmten Basketballers freuen. In den sozialen Medien kündigte Dennis Thayne Rodman Jr. an, künftig für die in Los Angeles beheimatete USC zu spielen.

Der als DJ Rodman bekannte Forward ist der Sohn der bald 62-jährigen NBA-Legende Dennis Rodman. In Los Angeles trifft der 22-Jährige auf den 18 Jahre alten Bronny James, den ältesten Sohn von Lakers-Star LeBron James, der ab Herbst ebenfalls für die „Trojans“ auflaufen wird und diese Entscheidung erst vor wenigen Tagen bekannt gab.

Ein Bild bei Instagram, das ihn im USC-Trikot mit der Nummer 33 zeigt, betitelte DJ Rodman mit „home sweet home“. Der für einen Basketballer mit 1,80 Meter eher kleine Spieler stammt gebürtig aus der rund eine Autostunde südlich von Los Angeles gelegenen Kleinstadt Newport Beach.

In den vergangenen vier Jahren spielte DJ Rodman an der Washington State und erzielte dort durchschnittlich 9,6 Punkte sowie 5,8 Rebounds. Spielberechtigt ist Rodman nur aufgrund einer Sonderregel wegen der Corona-Pandemie, die ihm ein zusätzliches Jahr College-Basketball ermöglicht.

Dennis Rodman galt als Defensivspezialist und gewann mit den Detroit Pistons (2) und den Chicago Bulls (3) insgesamt fünf Meisterschaften – eine mehr als LeBron James, der mit den Miami Heat (2), den Cleveland Cavaliers und den LA Lakers den Titel in der NBA gewann.

Offiziell: Diese NFL-Kracher steigen in Deutschland

Die NFL kommt wieder nach Deutschland! In diesem Jahr steigen hierzulande zwei Begegnungen, die jeweils in Frankfurt ausgetragen werden.

Den Auftakt machen am 5. November die Kansas City Chiefs und Miami Dolphins. Der amtierende Super-Bowl-Champion um Quarterback Patrick Mahomes zählt erneut zu den großen Favoriten in der NFL.

Die Miami Dolphins schafften es in der vergangenen Saison ebenfalls in die Playoffs und dürften sich erneut hohe Ziele setzen. Am 12. November treffen dann die New England Patriots und Indianapolis Colts aufeinander. Der sechsfache Super-Bowl-Sieger kommt mit Headcoach Bill Belichick und Quarterback Mac Jones nach Frankfurt.

Die Indianapolis Colts befinden sich aktuell im Rebuild, sicherten sich im NFL Draft 2023 in Anthony Richardson ihren Hoffnungsträger. Für Spannung und jede Menge Action dürfte also gesorgt sein.

„Die Begegnungen in Deutschland werden den Fans im November zwei ausgesprochen spannende Spiele bieten. Wir freuen uns, beide Spiele in Frankfurt auszutragen, einer Stadt mit langer NFL-Historie und einer großen NFL-Fangemeinde“, teilte Dr. Alexander Steinforth, General Manager der NFL Deutschland, mit.

„Dass die NFL nach Frankfurt kommt, ist eine große Bereicherung, insbesondere für den Sport und die regionale Wirtschaft“, reagierte Mike Josef, Sportdezernent der Stadt Frankfurt.

Über ein Online-Formular müssen sich NFL-Fans für die Tickets vorab registrieren (hier geht es zu den Tickets). Nach der Registrierung ist man im System aufgenommen und wird benachrichtigt, sobald die Tickets in den Verkauf gehen.

Vorsicht: Da die Anzahl der Karten begrenzt ist, werden viele NFL-Fans leer ausgehen. Der Vorverkauf findet im Sommer 2023 statt.

In der vergangenen Saison schrieb die NFL mit dem ersten Germany Game Geschichte. Das Duell zwischen den Tampa Bay Buccaneers und den Seattle Seahawks (21:16) sorgte nicht nur bei den Fans in der Münchner Allianz Arena für Begeisterung.

8,2 Millionen Menschen sahen sich das Spektakel weltweit an. Die NFL will mit den beiden Duellen an diesen Erfolg anknüpfen.

Heßmann soll Roglic zum Giro-Sieg verhelfen

Primoz Roglic wusste, bei wem er sich zu bedanken hatte. Dass der Top-Favorit des 106. Giro d’Italia die hektische dritte Etappe nach Melfi unbeschadet und ohne Zeitverlust überstanden hatte, lag nicht zuletzt an Michel Heßmann. Unaufgeregt und abgeklärt geleitete der junge Deutsche den dreimaligen Vuelta-Champion ins Ziel. Anlaufzeit bei seiner ersten großen Landesrundfahrt? Von wegen!

Heßmann ist ein verheißungsvoller Start geglückt. „Es ist eine Riesenauszeichnung. Ich fühle mich sehr geehrt, hier von Anfang an nominiert zu sein. Ich bin ganz zufrieden, wie das alles hier gerade läuft“, sagte er dem SID. Mit 22 Jahren hat es Heßmann in den Giro-Kader des derzeit wohl besten Profi-Radrennstalls Jumbo-Visma geschafft. Die Aufgabe könnte größer nicht sein: Auf den 21 Etappen bis zum Ziel der Italien-Rundfahrt in Rom ist alles einer Mission untergeordnet: „Primoz in Pink bringen.“

Bereits im vergangenen November begannen bei der niederländischen Equipe die Planungen für den Angriff auf das Rosa Trikot. Heßmann war von Beginn an ein Teil davon. „Ich war wahrscheinlich nicht der einzige, der sich gewundert hat, dass mein Name direkt auf der Liste stand. Ich glaube, dass das Team in dem Moment mehr Vertrauen hatte als ich in mich selbst“, sagte Heßmann.

Ein solides Frühjahr hat das Selbstvertrauen gestärkt. An seinen Qualitäten zweifelt Heßmann nicht: „Ich habe das Gefühl, dass ich wirklich ins Team passe. Ich glaube, dass ich die Rolle auch erfüllen kann.“ Auch der stete Austausch mit Routinier Roglic hat ihn gefestigt. Arbeitsmoral, Ausstrahlung, Charakterstärke – der Slowene, sagte Heßmann, sei ihm eine Inspiration.

Heßmann selbst sticht allein schon wegen seiner Körpergröße von 1,90 m aus dem Peloton heraus. Er besitzt Stärken im Zeitfahren, ist zugleich aber auch explosiv in den Bergen.

Das macht ihn zu einem guten Allrounder. „Ich bin ein bisschen das Bindeglied zwischen unserem Hochgebirgsteam und dem Team fürs Flache“, sagte Heßmann über seine Rolle beim Giro.

„Tränen in den Augen“: DEL-Champion sagt WM ab

Die Absagenflut für Eishockey-Bundestrainer Harold Kreis geht weiter. Kurz vor der WM-Generalprobe musste auch Stürmer Yasin Ehliz vom deutschen Meister Red Bull München verletzt passen.

Mehr als ein Dutzend Leistungsträger und Stammspieler fehlen bei der Weltmeisterschaft in Tampere und Riga, dem Turnierdebüt des neuen Chefcoaches. Ehliz habe „Tränen in den Augen“ gehabt, „weil er nicht zur Nationalmannschaft fahren kann“, berichtete DEB-Sportdirektor Christian Künast.

Der Silbermedaillengewinner von Pyeongchang 2018 brach die WM-Vorbereitung vorzeitig ab und sagte seine Teilnahme wegen einer „Unterkörperverletzung“ einen Tag vor dem letzten Test gegen die USA (Dienstag, 19:30 Uhr) in München ab.

„Er war sehr enttäuscht“, sagte Kreis, „wir hätten ihn gerne dabei gehabt.“ Zuvor war bereits Ehliz‘ fest eingeplanter Münchner Teamkollege Patrick Hager ebenfalls verletzt ausgefallen.

Unter anderem fehlen auch die NHL-Jungstars Tim Stützle, Moritz Seider und Lukas Reichel. DEL-Routiniers wie Matthias Plachta sowie die Schweden-Legionäre Tobias Rieder und Tom Kühnhackl hatten Kreis ebenfalls einen Korb gegeben.

„Es ist kein Wunschkonzert, es kann jeden Tag im Training was passieren“, sagte Kreis, der aber kurz vor dem Abflug am Mittwoch nach Finnland auch gute Nachrichten erhielt.

Die beiden AHL-Verteidiger Leon Gawanke und Kai Wissmann stehen höchstwahrscheinlich nach ihrem Playoff-Aus zur Verfügung. Es gebe nur noch „ein paar Details zu klären“, berichtete Künast. „Das gibt uns hinten noch ein paar Optionen“, sagte Kreis, „beide sind erfahrene Verteidiger. Leon werden wir gleich im Powerplay integrieren.“

Am Freitag beginnt das WM-Turnier für Deutschland in Tampere gegen Schweden. Die weiteren Vorrundengegner sind Finnland, die USA, Dänemark, Österreich, Ungarn und Frankreich.

Medien: ManCity findet Bellingham-Alternative beim FC Bayern

Lange war der Poker um Jude Bellingham offen, nun verdichten sich die Anzeichen, dass Real Madrid das Rennen um den BVB-Star für sich entscheidet. Ebenfalls interessierte Vereine wie Manchester City müssen sich daher wohl um Alternativen bemühen. Bei den Skyblues könnte nun offenbar ein Mittelfeld-Star des FC Bayern in den Fokus rücken.

Zuletzt war Ryan Gravenberch insbesondere mit dem FC Liverpool in Verbindung gebracht worden, nun scheint mit Manchester City ein weiterer Klub aus der Premier League die Fühler nach dem zentralen Mittelfeldspieler des FC Bayern ausgestreckt zu haben. Das berichtet die britische Tageszeitung „Daily Mirrror“.

Demnach habe der Tabellenführer von der Insel die Niederlage im Poker um Jude Bellingham von Borussia Dortmund akzeptiert und sehe sich daher bereits nach Alternativen um. Der Engländer wird übereinstimmenden Medienberichten zufolge den BVB höchstwahrscheinlich im Sommer zu Real Madrid verlassen. Mit dem Spieler selbst seien sich die Königlichen einig, eine Einigung der Klubs stehe aber noch aus, heißt es.

Will der FC Bayern Gravenberch überhaupt verkaufen?

Auch Manchester City war lange Zeit als heißer Kandidat auf eine Verpflichtung des Mittelfeld-Juwels gehandelt worden.

Durch die Niederlage im Transfer-Poker und den drohenden Abgang von Ilkay Gündogan ist der Klub um Cheftrainer Pep Guardiola auf der Suche nach Neuzugängen für die Schaltzentrale.

Diese könnte nun offenbar Gravenberch darstellen. Der Niederländer kam in dieser Saison für den FC Bayern nur sporadisch zum Einsatz und konnte sich dort zu selten für weitere Spielzeit empfehlen. Das Vertrauen in die Qualitäten des 20-Jährigen sei in der Premier League aber dennoch hoch, so der „Daily Mirror“.

Ob es jedoch wirklich zu einem Wechsels Gravenberchs kommt, ist fraglich. Laut „kicker“ wollen die Bayern-Bosse den elffachen Nationalspieler in München halten. Auch sie sehen in ihm ein großes europäisches Talent, heißt es in dem Bericht weiter.

Kontroverse um Locketts Sponsor-Vertrag entbrannt

Tyler Lockett steht seit knapp acht Jahren bei den Seattle Seahawks unter Vertrag. In dieser Zeit leistete sich der NFL-Profi nicht einen einzigen Skandal – bis jetzt. Ausgerechnet der neue Deal mit seinem Team sorgt für Empörung.

Am Donnerstag enthüllte Lockett seinen jüngsten Geschäftsabschluss. „Meine Immobilienfirma Liv N Serve Real Estate, die Kellen Williams unterstellt ist, ist jetzt der offizielle Makler [und] Sponsor der Seattle Seahawks„, schrieb der Wide Receiver auf Instagram.

„ESPN“-Korrespondent Adam Schefter spekulierte daraufhin, dass Lockett dadurch „der erste Spieler sein könnte, dessen Unternehmen ein offizieller Sponsor des Teams ist, in dem er noch spielt.“

Auf die Einnahmen aus diesem Immobiliendeal ist der Offensivspieler derweil keineswegs angewiesen. Lockett unterzeichnete in Seattle 2021 einen Vierjahresvertrag über insgesamt 69,2 Millionen Dollar. Als Garantiesumme wurden damals 37 Millionen Dollar ausgeschrieben.

Nachdem Lockett seinen Deal bekannt gegeben hatte, dauerte es nicht lange, bis die ersten kritischen Stimmen laut wurden. „Sportico“-Autor Eben Novy-Williams twitterte beispielsweise: „Bin wirklich überrascht, dass dies kein Umgehen der Gehaltsobergrenze ist.“

Sportmoderator Alex Gold fragte sich auf Twitter sogar, was andere Teams künftig davon abhalten sollte, ihre Profis über Sponsorenverträge zu bezahlen. „Was hindert ‚Mahomes Real Estate‘ daran, zum Chiefs-Partner zu werden, um die Gehaltsobergrenze zu umgehen?“

Mike Florio von „Pro Football Talk“ bewertete Locketts Sponsoring ebenfalls negativ. „Solche Schritte öffnen eine Dose voller Würmer. Eine geringe Gebühr, die von der Mannschaft erhoben wird, wird auf Umwegen und indirekt zu einem Einkommen für den Spieler“, erklärte der Autor.

Ein ähnlicher Fall lag laut Florio aber schon einmal vor. Vor Jahren schloss der damals noch dort angestellte Tom Brady ein Geschäft mit den New England Patriots ab, „wobei Bradys Firma dem Team Dienste leistete und dafür entschädigt wurde und die Liga hat allem Anschein nach nie ‚Nein‘ dazu gesagt.“

Oilers-Pleite trotz Draisaitls Viererpack-Gala

Eishockey-Superstar Leon Draisaitl hat mit einer historischen Gala den Fehlstart der Edmonton Oilers im Playoff-Viertelfinale der NHL nicht verhindern können.

Dem Kölner gelangen zum Auftakt bei den Vegas Golden Knights vier Treffer, dennoch unterlag sein Team mit 4:6. Fortgesetzt wird die Best-of-seven-Serie am Samstag in Las Vegas, Spiel drei findet dann am Montag in Edmonton statt.

Draisaitl gelang in seiner 44. Play-off-Partie sein erster Viererpack, seine bisherige Bestmarke in der Post-Season war ihm am 7. Mai 2017 mit drei Toren gegen die Anaheim Ducks gelungen.

Der 27-Jährige hatte die Oilers am Mittwochabend in der zweiten Minute in Führung gebracht sowie die Partie nach einem zwischenzeitlichen 1:3 mit zwei weiteren Treffern wieder ausgeglichen. Der zwischenzeitliche Anschluss zum 4:5 im Schlussdrittel war dann zu wenig.

Draisaitl baute mit nun elf Toren in sieben Play-off-Spielen die Führung in der Torjägerliste aus, mit nun 15 Punkten eroberte er auch Platz eins in der Scorerwertung zurück. Der deutsche Nationalspieler hatte in der Hauptrunde mit 128 Punkten einen persönlichen Bestwert aufgestellt. Mit der besten Hauptrunde seit den glorreichen Zeiten der Klublegende Gretzky haben Draisaitl und Co. die Erwartungen bei den Fans hochgeschraubt.

In der ersten Runde hatte sich Edmonton mit 4:2 in der Serie gegen die Los Angeles Kings durchgesetzt. Im Vorjahr waren die Oilers im Halbfinale gegen den späteren Meister Colorado Avalanche ausgeschieden.

So läuft der Giro d’Italia 2023

Mit einem Einzelzeitfahren in den Abruzzen startet am Samstag der 106. Giro d’Italia.

Die deutschen Hoffnungen ruhen auf Lennard Kämna, der erstmals die Gesamtwertung bei einer Grand Tour in Angriff nimmt. Die Topfavoriten auf den Gesamtsieg sind aber Weltmeister Remco Evenepoel und der dreimalige Vuelta-Sieger Primoz Roglic.

Das Starterfeld beim zweitgrößten Radrennen der Welt ist so hochkarätig besetzt wie lange nicht. Der belgische Straßen-Weltmeister Remco Evenepoel und der dreimalige Vuelta-Champion Primoz Roglic aus Slowenien gehen als Topfavoriten an den Start. Beide haben sich im Frühjahr bereits in herausragender Form präsentiert. Evenepoel gewann erneut den Frühjahrsklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich. Roglic siegte bei Tirreno-Adriatico und der Katalonien-Rundfahrt, wo er ganz knapp vor Evenepoel blieb.

Der Start erfolgt am 6. Mai mit einem 19,6 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Fossacesia Marina in den Abruzzen. Insgesamt gibt es in diesem Jahr drei Zeitfahren mit einer Gesamtlänge von 73 Kilometern, was dem deutschen Meister Lennard Kämna entgegenkommen sollte. Die Rundfahrt endet nach 3489,2 Kilometer am 28. Mai in Rom. Die Entscheidung über den Gesamtsieg fällt in der letzten Woche, wenn drei Bergankünfte in Monte Bondone, Zoldo Alto und Tre Cime di Lavaredo sowie das Bergzeitfahren nach Monte Lussari anstehen. Insgesamt sind beim Giro 51.400 Höhenmeter zu bewältigen.

Ebenfalls dabei sind der frühere Tour-de-France-Sieger Geraint Thomas und Ex-Giro-Gewinner Tao Geoghegan Hart aus Großbritannien. Der australische Titelverteidiger Jai Hindley vom deutschen Bora-hansgrohe-Team fährt dagegen in diesem Jahr die Frankreich-Rundfahrt, stattdessen wird der russische Tour-Fünfte Alexander Wlassow starten.

Der talentierte Ex-Junioren-Weltmeister fährt erstmals bei einer Grand Tour auf Gesamtwertung. Der 26-Jährige ist ein exzellenter Zeitfahrer und kommt auch gut über die Berge, wie er bei seinen Etappensiegen bei der Tour (2020) und dem Giro (2022) im Hochgebirge bewiesen hat.