Der FC Bayern kam beim norwegischen Underdog in der Ligaphase der Champions League nicht über ein 3:3 hinaus, der BVB musste sich beim FK Bodö/Glimt sogar mit 0:1 geschlagen geben. Für Reporter-Legende Marcel Reif sind die Ausrutscher des Bundesliga-Duos nur schwer zu erklären.
Vor allem BVB-Coach Niko Kovac, der nach der Pleite erklärte: „Wir haben nicht stattgefunden“, nahm Reif beim „Bild“-Talk „Reif ist Live“ in die Pflicht.
Der Übungsleiter der Borussen müsse sich selbst hinterfragen ob der schwachen Leistung des Personals auf dem Rasen. Immerhin habe Kovac bereits im Vorjahr in der europäischen Fußball-Königsklasse nicht das erreicht, was eigentlich der Anspruch der Dortmunder sein müsste. Kovac hätte daher gewarnt sein und sein Team besser einstellen müssen.
Dass Kovac eine 1B-Mannschaft ins Rennen schickte und der BVB erst nach einem Vierfach-Wechsel, bei dem die etablierten Stars den Rasen betraten, besser ins Spiel kam, bereitet Reif zusätzlich Sorgen. Immerhin sei das Personal in der Startelf ja dennoch ein durchaus prominentes gewesen und von einer Zweitbesetzung könne eigentlich nicht die Rede sein. Dass dennoch kaum etwas zusammenlief, bezeichnete Reif als „eines der schlimmen Erkenntnisse dieses Spiels“.
Mit Blick auf die Pleite des BVB und das Remis des FC Bayern urteilt Reif sogar: „In dieser Bundesliga stimmt etwas nicht. Im Mindset, wie das heute heißt“, so die Reporter-Ikone.
Wer das neue Format der Champions League immer noch nicht begriffen hat und nicht erkennt, „dass das jetzt entscheidende Punkte sind, weil dir ansonsten im besten Fall eine Ehrenrunde“ droht, würde in Gefahr geraten, gar nicht erst die K.o.-Runde zu erreichen, so Reif, der an den BVB gerichtet noch deutlicher ergänzt: „Mit der Leistung, die die Dortmunder 90 Minuten gezeigt haben, hast du in der K.o.-Runde sehr wenige Chancen.“