Warriors-Star widerspricht Durant in Sixers-Debatte

Sind die neu aufgestellten Philadelphia 76ers tatsächlich talentierter als die Golden State Warriors von 2017 und 2018? Draymond Green hat sich in die von Kevin Durant ausgelöste Debatte eingeschaltet – und war damit am Dienstag nicht der Einzige aus dem damaligen Superteam.

„Ich glaube nicht, dass ich dem zustimmen kann“, sagte Green in seinem Podcast The Draymond Green Show. „Ich glaube wirklich nicht, dass das so funktioniert. Aber das ist KD’s Meinung.“

Durant hatte am Montag in einem Instagram-Post die Behauptung eines Users zurückgewiesen, dass das Talent der damaligen Warriors mit Durant deutlich höher gewesen sei, als das der heutigen Sixers mit den Neuzugängen LeBron James und Jaylen Brown. Er könne im Vergleich der beiden Teams nicht verstehen, „inwiefern die Warriors auf dem Papier besser sein sollen“.

KD führte dort die Klasse von Joel Embiid („kürzlich MVP“), Brown („kürzlich Finals-MVP“), Tyrese Maxey („dreimal in Folge All-Star“) und James („wir alle wissen, was er kann“) an, während beispielsweise sein früherer Mitspieler Klay Thompson „niemals ein MVP-Kandidat in irgendetwas“ gewesen sei.

Das wollte der viermalige Meister, der heute bei den Dallas Mavericks spielt, wiederum nicht kommentarlos auf sich sitzen lassen und antwortete: „Ey man, ist alles gut bei dir?“ Allerdings rüffelte Thompson KD vielmehr für das Ausschreiben seines ganzen Namens, während Green und Steph Curry nur mit ihren Vornamen genannt wurden. Auch Green mischte sich in den Spaß ein und spielte mit der Frage: „Dachte Slim, er schreibt von seinem Burner?“ auf Durants Social-Media-Missgeschicke an.

Begonnen hatte Durant die kontroverse Debatte bereits am Samstag, als er Philadelphia in einer Medienrunde zum Titelkandidaten gemacht und behauptet hatte, dass sich für die Spiele der Sixers „ein League-Pass-Abo lohnen“ würde. Für diese Aussagen bekam er von Green sogar Zustimmung.

„Damit erweist KD ihnen seinen Respekt“, sagte Green. „Man muss dazu auch seine Perspektive auf den Basketball verstehen. Die ist bei KD sehr ‚Uncle-Drew-mäßig‘ – bei ihm wird sich das Spiel immer um Buckets drehen.“

Pogacar überrascht mit ungewöhnlicher Vuelta-Vorbereitung

Am Montag kündigte Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar an, bei der diesjährigen Vuelta an den Start zu gehen. Der Radsport-Superstar überrascht nun mit einer ungewöhnlichen Vorbereitung auf die Spanien-Rundfahrt.

Zurück in seiner Heimat Slowenien verbrachte der Weltmeister zunächst Zeit in seinem Geburtsort Komenda. Dort richtete er wie jedes Jahr ein Kriterium aus, das er selbst souverän gewann. Anschließend stellte er sich bei der sogenannten „Pogi Challenge“ einer besonderen Herausforderung: Mehr als 1.000 Hobbyfahrer versuchten, ihm am Krvavec-Anstieg zu entkommen – am Ende gelang dies nur dem Deutschen Frederik Niessen.

Ansonsten steht für den Superstar vor allem Erholung im Fokus. Intensive Trainingseinheiten oder Wettkämpfe ließ Pogacar zunächst bewusst aus. Ganz ohne Radfahren ging es allerdings nicht und so überraschte Pogacar mit einer ungewöhnlichen Vorbereitung.

Er schnappte sich sein Gravelbike und erkundete die unbefestigten Straßen und Waldwege rund um Komenda. Am Montag absolvierte er eine lockere 62-Kilometer-Tour, nur einen Tag später wiederholte der 27-Jährige seine Ausfahrt und legte knapp 40 Kilometer zurück.

Allerdings sind Pogacars aktuelle Gravel-Ausflüge keineswegs nur reine Freizeitbeschäftigung. Die diesjährige Vuelta beinhaltet nämlich auch Abschnitte auf unbefestigtem Untergrund.

Besonders die sechste Etappe nach Castello könnte zum Schlüssel werden: Der Anstieg zum Puerto El Bartolo ist 9,1 Kilometer lang, im Schnitt 7,1 Prozent steil und enthält rund vier Kilometer Schotterpassagen. In einigen Abschnitten steigt die Steigung sogar auf über 16 Prozent an.

Es wird erst seine zweite Teilnahme an der Spanien-Rundfahrt sein. Bei seinem Debüt im Jahr 2019 wurde er Dritter der Gesamtwertung und gewann drei Etappen – das rote Trikot blieb ihm bislang jedoch verwehrt.

Das soll sich ab dem 22. August ändern, wenn Pogacar der neunte Fahrer werden will, der alle drei Grand-Tours gewinnen konnte.

Top-Talente treffen bei Sieg des FC Bayern

Double-Sieger FC Bayern hat sein erstes Testspiel während der Marketingreise in Asien gewonnen. Gegen Jeju SK FC trafen zwei Talente des deutschen Rekordmeisters. Drei WM-Fahrer standen erstmals auf dem Rasen.

Der FC Bayern hat am Dienstag sein Vorbereitungsspiel in Südkorea beim Jeju SK FC mit 2:1 (2:1) gewonnen. Bei schwülwarmem Wetter und über 30 Grad auf der Insel waren es die Talente Felipe Chávez (11. Minute) und Bastian Assomo (41.), die die entscheidenden Treffer erzielten.

Nach der Niederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden und dem Kantersieg gegen Amateurklub FC Rottach-Egern (15:0), bei dem die WM-Fahrer Minjae Kim, Hiroki Ito, Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic, Jonathan Tah und Neuzugang Nathaniel Brown erstmals zum Einsatz kamen, fanden nun auch Luis Díaz, Josip Stanisic und Konrad Laimer ihren Weg in die Mannschaft von Cheftrainer Vincent Kompany.

Kapitän Manuel Neuer legte gegen den Jeju SK FC, einer der internationalen Partnervereine des FC Bayern, eine Pause ein und stand nicht im Kader. Dayot Upamecano, Michael Olise und Harry Kane lassen die Asienreise ebenso aus wie Jamal Musiala, Serge Gnabry, Lennart Karl oder Ismael Saibari, die aufgrund von Verletzungen zuhause geblieben waren.

Youngster Chávez traf mit einem Linksschuss bereits in der 11. Minute, kurz darauf glich Jeju-Kapitän Lee Changmin (15.) aber aus. Nach mehreren guten Möglichkeiten traf Mittelstürmer Assomo (41.) noch vor der Pause. Neben Jonas Urbig standen an der Seite zahlreicher Talente zunächst nur die drei erfahreneren Münchner Tom Bischof, Hiroki Ito und Minjae Kim auf dem Rasen.

Erst nach einer Stunde rotierte Trainer Vincent Kompany einige der Stammspieler in die Mannschaft. In der Schlussviertelstunde wurden dann noch Díaz, Stanisic und Laimer eingewechselt, die sich erst seit einigen Tagen im Training befinden. Am Mittwoch geht es weiter nach Hongkong. Am Freitag (14.00 Uhr) gegen Aston Villa soll dann wohl auch Manuel Neuer spielen.

Der Pflichtspielauftakt des deutschen Rekordmeisters ist der Supercup bei Borussia Dortmund am 22. August. Am 28. folgt die Neuauflage des DFB-Pokalfinals gegen den VfB Stuttgart als Bundesligastart.

Agent packt über Marners Abschied aus Toronto aus

Über ein Jahr ist es inzwischen her, dass Mitch Marner die Toronto Maple Leafs via Sign-and-Trade in Richtung Las Vegas verlassen hat. Mit den Golden Knights stürmte der Superstar, der in Nevada einen lukrativen Achtjahresvertrag unterzeichnet hatte, gleich mal in die Stanley-Cup-Finals. Nun blickte der Agent des 29-Jährigen auf den Wechsel zurück.

„Mit der Zeit rückte Mitch immer mehr in den Mittelpunkt. Er wurde bei jedem Spiel unter die Lupe genommen, und nach jeder Niederlage wurden er und seine Familie kritisiert. Zeitweise erhielt er Drohungen in den sozialen Medien, was beunruhigend war. Auch ich selbst erhielt zahlreiche abfällige Kommentare und irreführende Berichte. Es herrschte eine regelrechte Hysterie“, gab Darren Ferris einige Hintergründe zu Marners Abschied preis.

Insgesamt zehn Jahre stand der Offensivspieler bei den Maple Leafs unter Vertrag, ihm gelangen in seiner Zeit in Kanada  insgesamt 221 Tore und 741 Punkte. In den Playoffs blieb der Stürmer jedoch regelmäßig hinter den Erwartungen zurück, wie auch die gesamte Organisation der Maple Leafs. Als „Sündenbock“ habe aber immer wieder der 29-Jährige fungiert, merkte sein Berater in der PuckPedia Hockey Show an.

„Jedes Jahr, wenn das Team hinter den Erwartungen zurückblieb, wurde er als Sündenbock herausgegriffen. Dabei ist er der Spieler, der die meisten Playoff-Punkte im Team erzielt hat und in der Serie gegen Boston trotz eines gebrochenen Knöchels weitergespielt hat. Er hat wirklich alles für dieses Team gegeben und wurde meiner Meinung nach von seinem Verein nie geschützt“, kritisierte Ferris das Ex-Team seines Klienten deutlich.

In seinen neun Jahren bei den Maple Leafs kam Marner in 70 Playoff-Spielen auf 63 Punkte (13 Tore, 50 Vorlagen), doch bereits nach seinem einzigen Playoff-Lauf mit den Golden Knights hat er diese Bilanz übertroffen: In 22 Spielen erzielte er 29 Punkte (10 Tore, 19 Vorlagen) und erreichte damit das Finale um den Stanley Cup, wo die Carolina Hurricanes allerdings eine Nummer zu groß waren.

Es habe „von Anfang an“ Probleme zwischen dem Profi und dem Klub gegeben: „Ich glaube, die Leute denken, diese ganze Geschichte mit Mitch habe ursprünglich mit seinem Vertragsstreit oder diesen Verhandlungen begonnen, aber da hat es nicht wirklich angefangen“, sagte Ferris. „Ich meine, damals, als er seinen ersten Vertrag bei den Leafs unterschrieb – seinen Einstiegsvertrag –, wollten sie nicht, dass er Leistungsprämien darin hatte.“

Neuer Kane-Vertrag beim FC Bayern steht

Noch haben die Vertragsgespräche zwischen Harry Kane und dem FC Bayern nicht stattgefunden, in den beiden wirklich wichtigen Punkten haben beide Parteien aber längst eine Übereinkunft erzielt. Schon in wenigen Tagen wird der Ausnahmestürmer einen neuen Kontrakt beim Rekordmeister unterschreiben.

Zwischen Harry Kane und einer Vertragsverlängerung beim FC Bayern stehen lediglich noch die abschließenden Gespräche mit den Münchner Verantwortlichen. Eine echte Hürde ist dabei nicht mehr aus dem Weg zu räumen.

Laut „Bild“-Fußballchef Christian Falk wünscht sich Kane einen langfristigen Vertrag – und der FC Bayern wird ihm diesen Wunsch erfüllen. „Es wird ein Vertrag auf dem Tisch liegen mit einer Minimum-Verlängerung von zwei Jahren“, erklärte der Journalist gegenüber „cfbayerninsider“. Bedeutet: Kanes neuer Vertrag läuft mindestens bis zum Sommer 2029. Sein aktuelles Arbeitspapier ist noch bis zum Ende der Saison 2026/27 gültig.

Einigkeit zwischen Spieler und Verein herrscht angeblich auch, was das Gehalt angeht. „Beide Seiten sind auch hier klar: Er soll rund 25 Millionen Euro brutto pro Jahr verdienen. Er wird mit seinem neuen Vertrag nicht weniger verdienen“, erklärte der Bayern-Insider dazu.

Die finalen Schritte auf dem Weg zu einer Einigung werden laut Falk schon in den kommenden Tagen angegangen. Demnach finden die Gespräche statt, sobald die Münchner von ihrer Asien-Tour zurückkehren und Kane aus seinem Urlaub zurück ist. Dies ist bereits in der zweiten Augustwoche der Fall.

Dass Kane, wie immer wieder berichtet wird, eine Rückkehr in die Premier League anstrebt, um dort den Torrekord von Alan Shearer zu brechen, entspricht laut Angaben des Bayern-Insiders nicht den Tatsachen. „Ich kann konkret sagen, dass das nicht stimmt. Er ist nicht so scharf auf den Rekord und würde lieber mit dem FC Bayern Titel gewinnen.“

Auch aus diesem Grund spricht wenig bis gar nichts gegen eine Verlängerung in München. Das unterstreicht auch Falk, der sagt: „Ich habe von einer prominenten Quelle, die in die Verhandlungen eingebunden ist, gehört, dass Harry Kane Bayern München liebt, und Bayern München liebt Harry Kane.“

Weiterer Abgang beim FC Bayern

Offensiv-Juwel Wisdom Mike könnte den FC Bayern in diesem Sommer noch verlassen – vorerst, zumindest.

Laut „Sky“ interessieren sich mehrere Vereine aus dem In- und Ausland dafür, den 17-Jährigen für die kommende Spielzeit auszuleihen.

Beim FC Bayern wird ein solches Szenario demnach nicht ausgeschlossen. Alle Parteien wollen zunächst aber die kommenden Wochen abwarten, heißt es. Vor allem steht die Frage im Raum, wie sich Mikes Gesundheitszustand entwickelt.

Wegen einer schweren Hüftmuskelverletzung fiel der gebürtige Münchner zuletzt vier Monate aus. Erst Mitte Juli stieg er wieder ins Teamtraining des FC Bayern ein.

Im Trainingslager der Profi am Tegernsee zuletzt zog Mike voll mit. Die Asien-Reise des deutschen Rekordmeisters wird er aber nicht mitmachen.

Stattdessen ist vorgesehen, dass der Youngster in der U23 unter dem neuen Chefcoach Dante zeitnah wieder Spielpraxis sammeln soll. Diese Entscheidung traf Mike in Absprache mit Trainer Vincent Kompany.

Mike hatte in der abgelaufenen Saison bereits fünf Pflichtspiele unter Kompany absolviert – und das, obwohl er sich im Sommer zuvor einen unerlaubten Ausflug ins Münchner Nachtleben geleistet und am nächsten Vormittag in einer Teamsitzung eingeschlafen sein soll.

Auf dem Weg zu weiterer Spielzeit stoppte ihn dann die hartnäckige Verletzung.

In diesem Sommer verzeichnete der FC Bayern bislang bereits neun Abgänge. Teuerster Verkauf war der von Mittelfeld-Talent Noel Aseko an Eintracht Frankfurt für kolportierte zwölf Millionen Euro.