Die schlimmsten Befürchtungen haben sich bestätigt: Radsport-Star Wout van Aert verpasst die Tour de France.
Wout van Aert kann bei der diesjährigen Tour de France (4. bis 26. Juli) nicht an den Start gehen. Wie das Team Visma-Lease a bike zweieinhalb Wochen vor dem Start mitteilte, laboriert der Belgier weiter an einer Ellbogenverletzung und wird nicht rechtzeitig fit.
„Das ist natürlich eine riesige Enttäuschung“, wird van Aert zitiert: „Die Tour de France ist eines meiner Hauptziele in jedem Jahr. Gemeinsam mit dem Team sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es nicht möglich ist, in Topform in die Tour zu starten. Mein Fokus liegt nun auf meiner Genesung, damit ich im späteren Saisonverlauf zurückkehren kann.“
Marc Reef, Nachfolger von Grischa Niermann als Head of Racing beim niederländischen Rennstall, sagte: „Wout ist einer unserer wichtigsten Fahrer im Team. Wir hätten ihn gerne bei der Tour dabei gehabt. Wir haben uns alle Optionen angesehen, aber am Ende kommt die Gesundheit an erster Stelle.“
Zuvor war bekannt geworden, dass van Aert am Montag nicht mit dem Rest des Teams zum Höhentrainingslager nach Tignes anreisen konnte. Dies gilt als wichtiger Baustein für die Tour de France.
Van Aert, einer der wichtigsten Helfer von Superstar Jonas Vingegaard, hatte sich die Verletzung bei einem Trainingssturz vor der Tour Auvergne Rhone-Alpes zugezogen. Dennoch ging der Paris-Roubaix-Sieger beim Klassiker an den Start. Dort infizierte sich die Wunde am Ellbogen jedoch, das Mannschaftszeitfahren bei der Tour Auvergne-Rhône-Alpes verschlimmerte die Blessur zusätzlich.
„Sporza“ berichtete unter Berufung auf van Aerts Manager Jef Van Den Bosch, man gehe tatsächlich davon aus, dass „die Reizung durch die Haltung am Zeitfahrlenker während des Mannschaftszeitfahrens verschlimmert wurde“. Zwar gewann er mit seinem Team die 3. Etappe und ließ sogar zwei Tage später einen Etappensieg folgen, aufgrund der Infektion ging Wout van Aert danach aber nicht mehr wie geplant an den Start.
„Wir wussten bereits, dass er nicht mehr viel Spielraum hatte“, zitiert „Het Nieuwsblad“ Teammanager Maarten Wynants: „Er war schon unter seinen Möglichkeiten, und das wird ihm sicherlich nicht helfen. Am wichtigsten ist, dass er erst einmal wieder gesund wird.“ Klar ist nun: Für das große Saison-Highlight reicht die Zeit nicht.