Konkurrenten legen bitteres Pogacar-Geständnis ab

Bei der Tour de Suisse hat Tadej Pogacar einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass er der Mann ist, den es zu schlagen gilt. Zwei Konkurrenten haben den Slowenen in der Schweiz ganz genau unter die Lupe nehmen können – und konnten kaum glauben, was sie sahen.

Die beiden niederländischen Radprofis Koen Bouwman (Jayco AlUla) und Sam Oomen (Lidl-Trek) haben der Konkurrenz von Tadej Pogacar nur wenig Hoffnungen auf einen Einbruch des Slowenen bei der anstehenden Tour de France gemacht. In welcher Verfassung sich der UAE-Kapitän bei der vergangenen Tour de Suisse präsentierte, hat sie regelrecht schockiert.

„Ein Team, vor allem ein Fahrer, steht so weit über dem Rest, dass man es kaum begreifen kann, wie hart er fährt. […] Ich weiß nicht, ob Ernüchterung das richtige Wort ist, aber es ist das erste Wort, das mir dazu einfällt“, staunte Oomen im „In het Peloton“-Podcast über die Leistungsfähigkeit Pogacars.

Der Niederländer weiter: „An einem Tag habe ich oft gehört, dass viele Fahrer sich gegenseitig gesagt haben: ‚So etwas habe ich noch nie erlebt‘.“

Bouwman versuchte derweil, die Überlegenheit des Slowenen mit einem greifbaren Beispiel zu erklären. „Jeder regionale Radklub hat ein lokales Sommerrennen. In meiner Gegend gibt es auch eins. Dort fahre ich gegen Amateure, die Landschaftsgärtner sind und von 7 Uhr morgens bis 17 Uhr abends Fliesen verlegen oder Bäume fällen.“

Obwohl er vor dem Rennen gegen die Amateure meist schon drei bis vier Stunden im Sattel gesessen hat, „kann ich sie abhängen, wenn ich will“. Genau dieses Gefühl müsse auch Pogacar in den ProTour-Rennen haben, mutmaßte Bouwman.

„Ich glaube wirklich, dass der Unterschied zwischen den Amateuren und mir genauso groß ist wie der Unterschied zwischen Pogacar und mir“, stellte er ernüchtert fest. „Der Unterschied ist so unglaublich, dass man es nicht mal beschreiben kann.“