Für immer bei den Warriors? Curry legt sich fest

Stephen Curry will mit den Golden State Warriors in den Sonnenuntergang schreiten. Dieses Bekenntnis erneuerte der Superstar in einem Interview mit NBC Sports Bay Area.

Am vergangenen Samstag war der Stichtag: Fortan darf Curry einen neuen Vertrag in der Bay Area unterzeichnen. „Das ist keine Frage. Ich möchte den Rest meiner Karriere hier verbringen und bin mir ziemlich sicher, dass das auch passieren wird“, machte der 38-Jährige unmissverständlich deutlich.

Sein Vertrag läuft am Ende der kommenden Spielzeit aus. Eine Verlängerung zu Maximalbezügen würde einen neuen Zweijahresvertrag über 136,7 Millionen Dollar bedeuten. Die Regularien der NBA sehen vor, dass ein Spieler im Alter von 38 Jahren oder älter für nicht mehr als maximal drei Jahre verlängern kann. Wann Curry seinen Vertrag in der Bay Area verlängern wird, ließ die Warriors-Ikone allerdings noch offen.

„Der Deal und diese vertraglichen Sachen werden zu gegebener Zeit passieren. Wir lassen uns davon nicht von unserer Vorbereitung auf die Saison ablenken. Außerdem kehren wir mit einem Team zurück, in dem sich viele bereits sehr gut kennen“, lautete seine Auskunft zum aktuellen Stand der Dinge.

Im Vergleich zur vergangenen Saison sind mit Rookie Yaxel Lendeborg und den beiden Free-Agency-Signings Brandon Williams und Georges Niang nur drei neue Gesichter hinzugekommen. Langfristige Gewissheit hinsichtlich des Kaders besteht bei den Warriors auch abgesehen von Curry nicht.

Auch die Verträge von Draymond Green, Jimmy Butler, Kristaps Porzingis (Spieleroption für 2027/28), Al Horford (Spieleroption), Brandin Podziemski (Restricted Free Agent) oder De’Anthony Melton (Spieleroption) werden oder können im kommenden Juni auslaufen.

„Das Ziel bleibt dasselbe“, richtete Curry den Blick auf den Gewinn einer fünften Meisterschaft.

„Alles rund um eine Vertragsverlängerung werden wir zum richtigen Zeitpunkt klären. Aber ich bin bereit für meine 18. Saison. Es ist schon irgendwie verrückt, dass ich mittlerweile so lange dabei bin. Ich versuche weiterhin, auf einem sehr hohen Niveau zu spielen, um uns dabei zu helfen, Spiele zu gewinnen. Und ich weiß, dass ich meinen Job erledigen kann.“

NBA-Star Green für „unbestimmte Zeit“ gesperrt

Nach einer erneuten Entgleisung ist NBA-Star Draymond Green von der nordamerikanischen Basketball-Profiliga für „unbestimmte Zeit“ gesperrt worden. Der Forward der Golden State Warriors hatte am Mittwoch im Spiel gegen die Phoenix Suns den gegnerischen Center Jusuf Nurkic ins Gesicht geschlagen. Die NBA berücksichtige mit der sofortigen Sperre Greens „wiederholtes unsportliches Verhalten“, teilte die Liga mit.

Erst Mitte November war Green, viermaliger NBA-Champion mit den Warriors, nach einem Würgegriff gegen den Franzosen Rudy Gobert für fünf Spiele gesperrt worden. Nach seinem Foul gegen Nurkic wurde Green des Feldes verwiesen. Ehe er auf dieses zurückkehren darf, muss er „bestimmte Bedingungen der Liga und seines Teams erfüllen“, erläuterte die NBA.

Green entschuldigte sich nach der Partie gegen die Suns öffentlich bei Nurkic und betonte, er habe nicht absichtlich geschlagen. „Ich dachte, er würde an meiner Hüfte ziehen und habe mit den Armen gerudert, um ein Foul zu bekommen“, sagte der 33-Jährige. Green brauche Hilfe, wetterte der getroffene Nurkic.

Greens zweite Sperre in der laufenden Saison ist nur ein weiteres Kapitel in einer langen Reihe von Entgleisungen über die vergangenen Jahre. Vor den beiden Strafen in der laufenden Saison war er zuletzt im April auffällig geworden, als er in der Play-off-Partie gegen die Sacramento Kings auf den am Boden liegenden Domantas Sabonis trat.

Im Oktober 2022 entging Green einer Bestrafung seines eigenen Teams, nachdem er seinem Mitspieler Jordan Poole im Training ins Gesicht geschlagen hatte. 2016 war er für einen Tiefschlag gegen Superstar LeBron James in den NBA Finals gegen die Cleveland Cavaliers für fünf Spiele gesperrt worden.

Zehntausende bei Warriors-Meisterparade

Stephen Curry feiert mit Damion Lee die nba-Meisterschaft.Die Golden State Warriors sind wenige Tage nach dem Gewinn des Meistertitels in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA enthusiastisch empfangen worden.

der Sieger-Parade am Montag strömten zehntausende Fans die Straßen von San Francisco.

„Hier zu sitzen, die Parade zu genießen und die Liebe der ganzen Bay Area zu spüren, ist einfach unglaublich“, sagte Meister-Trainer Steve Kerr: „Wir haben einen Haufen großartiger Jungs.“

Die Warriors hatten in der Nacht auf Freitag den insgesamt siebten Titel der Franchise-Geschichte klar gemacht.

In der Final-Serie besiegte das Team um Superstar Stephen Curry die Boston Celtics mit dem deutschen Nationalspieler Daniel Theis mit 4:2.

Es ist die vierte Meisterschaft für Golden State in den vergangenen acht Jahren.

Dank MVP Curry: Warriors küren sich zum NBA-Champion!

Die Golden State Warriors haben zum siebten Mal die Meisterschaft in der NBA gewonnen und die Titel-Träume der Boston Celtics vorerst beendet.

Im sechsten Spiel holten die Warriors ein 103:90 (54:39) gegen Celtics und entschieden die Finals mit 4:2 für sich. Für das Team um Superstar Stephen Curry ist es die erste Meisterschaft seit 2018, aber schon die vierte in den vergangenen acht Jahren.

Curry hatte mit 34 Punkten die meisten für den neuen Champion und wurde erstmals in seiner Karriere als wertvollster Spieler der Finals ausgezeichnet.

In den beiden vergangenen Jahren hatten die Warriors die Playoffs gar nicht erst erreicht.

Steve Kerr holte den neunten Titel seiner Karriere – fünf als NBA-Profi und nun vier als Trainer der Warriors.

Daniel Theis verpasste es, als zweiter Deutscher nach Dirk Nowitzki den Titel in der NBA zu gewinnen. Die Celtics müssen sich die Bezeichnung Rekordmeister mit jeweils 17 Titeln weiter mit den Los Angeles Lakers teilen und weiter auf die nächste Meisterschaft nach der von 2008 warten.

Trotz aller Bemühungen fanden die jungen Schlüsselspieler der Celtics häufig keine Mittel gegen die Routiniers auf der anderen Seite. Jaylen Brown, Jayson Tatum und Marcus Smart wurden von Curry, Klay Thompson oder Draymond Green ein ums andere Mal abgekocht.

Wie so oft in dieser Saison waren die Warriors unmittelbar nach der Halbzeit besonders effektiv. Mitte des dritten Viertels traf Curry seinen fünften Dreier und schraubte die Führung auf 22 Punkte.

Allerdings: Bostons ältester Spieler, Al Horford, stemmte sich zunehmend gegen die drohende Niederlage und brachte die Celtics mit zwölf Zählern fast im Alleingang zu nur noch zehn Punkten Rückstand vor dem letzten Viertel.

Die Fans glaubten wieder an ein Comeback – doch die Celtics hatten durchgehend immer mindestens acht Punkte weniger als die Warriors und konnten die Riesenenttäuschung nicht mehr abwenden. Eine Minute vor dem Ende nahmen die Celtics ihre Stars vom Platz.

 

Titel-Traum der Celtics droht zu platzen

Für Nationalspieler Daniel Theis und die Boston Celtics droht der Traum vom NBA-Titel zu platzen. Der Rekordmeister verlor das fünfte Finalspiel in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga bei den Golden State Warriors 94:104 und geriet in der Best-of-seven-Serie mit 2:3 in Rückstand.

Boston muss nun zweimal nacheinander gewinnen, um doch noch seine 18. Meisterschaft zu holen.

Die Warriors holten den wichtigen Sieg, obwohl Stephen Curry drei Tage nach seiner 43-Punkte-Vorstellung im vierten Duell einen schwachen Abend erwischte. Der MVP-Kandidat blieb nach 132 aufeinanderfolgenden Play-off-Spielen erstmals ohne Dreier, seine neun Versuche gingen allesamt daneben. Currys Lauf mit mindestens einem Dreier pro Einsatz (in Hauptrunde und Playoffs) endete nach 233 Spielen. Der Superstar traf sieben von 22 Würfen aus dem Feld und kam auf nur 16 Punkte.

Matchwinner der Warriors war in San Francisco Andrew Wiggins, der auf 26 Punkte und 13 Rebounds kam. Klay Thompson versenkte fünf Dreier und sammelte 21 Punkte.

Warriors wollen Chance „ausnutzen“

Theis kam bei Boston zum dritten Mal nacheinander nicht zum Einsatz, als bester Werfer der Celtics verbuchte Jayson Tatum 27 Punkte und zehn Rebounds. Marcus Smart steuerte 20 Zähler bei.

Golden State kann in der Nacht zu Freitag (03:00 Uhr MESZ/DAZN) seinen vierten NBA-Titel in acht Jahren perfekt machen, das sechste Duell findet in Boston statt.

„Wir haben zwei Versuche, um einen Sieg zu holen, aber wir wissen auch, wie schwierig es wird“, sagte Warriors-Trainer Steve Kerr: „Niemand feiert, aber wir freuen uns, in dieser Position zu sein und wir wollen das ausnutzen.“