Last-Minute-Monster Real nach CL-Drama im Finale

Last-Minute-Wahnsinn und Tor-Garant Karim Benzema: Die Comeback-Könige von Real Madrid haben das Traumfinale gegen den FC Liverpool in der Königsklasse perfekt gemacht.

Zweimal der für Toni Kroos eingewechselte Rodrygo (90. und 90.+1) rettete Real in die nicht mehr für möglich gehaltene Verlängerung, in der Benzema per Foulelfmeter für die Entscheidung sorgte (95.). Für den Franzosen war es bereits das 15. Königsklassen-Tor in dieser Saison. Dabei wähnte sich Man City nach dem Tor von Riyad Mahrez (73.) bereits klar auf Final-Kurs. Damit kommt es wie 2018 zum Duell mit Liverpool. Damals hatten sich die Madrilenen in Kiew auch durch die Patzer von Loris Karius mit 3:1 durchgesetzt und zum 13. Mal den Titel geholt.

Nach dem großen Tore-Spektakel im Hinspiel ging der Wahnsinn im Estadio Santiago Bernabeu weiter. Wie schon im Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain und im Viertelfinale gegen den FC Chelsea rissen Benzema und Co. noch ein verloren geglaubtes Spiel herum. Dabei erlebte City fast schon ein ähnliches Trauma wie einst die Bayern beim 1:2 gegen Man United mit zwei späten Toren im Finale von 1999. Dieses Mal hieß der Hauptdarsteller Rodrygo.

Die großen Torchancen blieben in den ersten 45 Minuten aber aus. Man City hatte durch Bernardo Silva die große Gelegenheit, doch Real-Keeper Thibaut Courtois parierte stark (20.). Die beste Chance der Gastgeber besaß noch Kroos mit einem abgefälschten Freistoß knapp über das Tor (27.).

Nach der Pause schaltete Real noch einen Gang höher. Vinicius Junior hatte wenige Sekunden nach Wiederbeginn gleich die Riesenchance zur Führung, kurz darauf wurde ein Schuss von Modric abgeblockt (52.). Doch jubeln durften die Engländer – und Ilkay Gündogan hatte daran seinen Anteil. Kurz nach seiner Einwechslung leitete der Mittelfeldspieler einen Angriff ein, den der algerische Nationalspieler Mahrez aus halbrechter Position sehenswert vollendete.

Danach hätte Jack Grealish mit zwei Riesenchancen alles klar machen müssen. Das sollte sich rächen, als Rodrygo für die sensationelle Wende sorgte. In der Verlängerung wurde dann Benzema von Ruben Dias gefoult, der Franzose verwandelte eiskalt.

 

ManCity gewinnt wahnwitziges Scheibenschießen gegen Real

Die Fußball-Magier von Manchester City haben Rekordsieger Real Madrid an einem atemraubenden Champions-League-Abend die Grenzen aufgezeigt und dürfen erneut vom Endspiel träumen. Die Mannschaft von Startrainer Pep Guardiola bezwang die Königlichen in einem spektakulären Halbfinal-Hinspiel mit 4:3 (2:1). Damit reicht City auf dem Weg ins Finale am 28. Mai in Paris im Rückspiel am Mittwoch ein Unentschieden.

Die Treffer von Stürmerstar Karim Benzema in seinem 600. Spiel für Real (33. und 82., Handelfmeter) und Vinicius Junior (55.) hielten Madrids Hoffnungen auf den 14. Triumph am Leben. „Eine Niederlage ist nie gut, aber das Wichtigste ist, dass wir niemals aufgeben“, sagte Benzema: „Wir brauchen im Bernabeu die Fans wie nie zuvor und werden etwas Magisches tun.“

52.500 Fans verwandelten das Etihad Stadium zu den Klängen des Beatles-Klassikers „Hey Jude“ in ein blau-weißes Fahnenmeer. Guardiola verzichtete entgegen seiner Art auf taktische Mätzchen – und zunächst auf Ilkay Gündogan. Ohne ihn legte City bärenstark los: Toni Kroos stand zu weit weg von Flankengeber Riyad Mahrez, De Bruyne köpfte nach nur 93 Sekunden ein.

Die Königlichen vermissten schmerzlichst ihren Mittelfeld-Beißer Casemiro, der angeschlagen auf der Bank saß. Doch auf Benzema war Verlass: Der Franzose verwertete nach Balleroberung von Luka Modric eine Flanke aus elf Metern – sein achtes (!) Tor in der K.o.-Phase und das 13. insgesamt in der Königsklasse.

Guardiola musste kurz darauf umbauen: John Stones, der für den verletzten Kyle Walker rechts verteidigte, humpelte vom Platz (36.). Er wurde von Fernandinho ersetzt, der sonst im Mittelfeld spielt und beim 2:3 richtig schlecht aussah.

Bei Real blieb Alaba zur Pause in der Kabine, Kroos suchte bald das Gespräch mit Trainer Carlo Ancelotti: Zu groß waren die Abstände im Mittelfeld, Real kam überhaupt nicht ins Pressing. Auch Kroos nicht, der auch beim vierten Gegentor keine gute Figur abgab. Doch nach dem Handspiel von Aymeric Laporte schlug Benzema per Elfer-Lupfer erneut eiskalt zu.

Ancelotti sieht Real als Außenseiter – Finale das „Ziel“

Paris Saint-Germain ausgeschaltet, Titelverteidiger FC Chelsea eliminiert – und noch immer kokettiert Trainer Carlo Ancelotti mit der Außenseiterrolle von Real Madrid.

„Es gibt zwei Mannschaften, denen niemand zugetraut hat, das Halbfinale zu erreichen: Villarreal und Real Madrid. Wir sind sehr glücklich, hier zu sein und am Wettbewerb teilzunehmen“, sagte er und versprach: „Real Madrid wird immer kämpfen und alles geben.“

An diesem Dienstag (21:00 Uhr/Amazon Prime Video) spielt der souveräne Tabellenführer der spanischen La Liga bei Englands Spitzenreiter Manchester City in der Champions League um eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 4. Mai im heimischen Stadion. „Die Entscheidung wird im Bernabéu fallen“, sagte Ancelotti.

Halbfinale „kein Erfolg“ für Real Madrid

In das Duell der ehemaligen Bayern-Trainer Ancelotti und Pep Guardiola von Manchester City gehen die Spanier dennoch selbstbewusst.

„Für uns ist es kein Erfolg, das Halbfinale zu erreichen. Wir wollen ins Finale kommen. Das ist unser Ziel“, verkündete der Italiener.

In solchen Spielen mische sich die Freude darüber, dass man dem Finale des wichtigsten Wettbewerbs der Welt so nahe sei, mit der Sorge, gegen eine starke Mannschaft zu spielen. Aber: „Wir sind daran gewöhnt, denn wir haben in dieser Champions League sehr schwierige Spiele bestritten.“

Große Sorgen um David Alaba

Personell macht sich Ancelotti nur um Abwehr-Ass David Alaba sowie Mittelfeldspieler Casemiro Gedanken.

Beide konnten wegen muskulärer Probleme nur eingeschränkt trainieren und müssen womöglich in Manchester aussetzen. „Wir sind uns mit Alaba unsicher und noch unsicherer mit Casemiro“, sagte der Trainer.

Der von Ancelotti ebenfalls als Außenseiter gewertete FC Villarreal hatte im Viertelfinale gegen den FC Bayern München gewonnen und bestreitet sein Halbfinal-Hinspiel am Mittwoch (21:00 Uhr/DAZN) beim FC Liverpool von Trainer Jürgen Klopp.

Real nach 0:3 weiter! Irrer Krimi in Madrid

Der FC Chelsea ist bei seiner „fast unmöglichen“ Halbfinal-Mission trotz einer 3:0-Führung gescheitert und in der Champions League ausgeschieden. Der Titelverteidiger von Teammanager Thomas Tuchel gewann das Viertelfinal-Rückspiel bei Real Madrid zwar 3:2 (3:1, 1:0) nach Verlängerung – das reichte jedoch nicht, um das 1:3 aus dem Hinspiel wettzumachen.

Mason Mount (15.) sowie die Nationalspieler Antonio Rüdiger (51.) und Timo Werner (75.) ließen die Londoner vor 61.000 Zuschauern am Dienstagabend hoffen, doch Rodrygo (80.) und in der Verlängerung Torjäger Karim Benzema (96.) schlugen zurück und sicherten das Weiterkommen des spanischen Rekordmeisters.

Die Madrilenen dürfen damit weiter vom ersten Königsklassen-Triumph seit vier Jahren träumen. Im Halbfinale wartet auf Ex-Weltmeister Toni Kroos und Co. entweder der englische Meister Manchester City oder Stadtrivale Atletico.

Die Aufholjagd der Blues um die Nationalspieler Kai Havertz, Werner und Rüdiger blieb unbelohnt, weil die Königlichen gerade rechtzeitig noch zu ihrer Torgefahr fanden. Tuchel bleibt als einzige Titelchance in dieser Saison damit der FA-Cup: Am Sonntag kämpfen die Londoner gegen Crystal Palace um das Endspiel-Ticket.

Ein Sieg mit zwei Toren, das dazu im ausverkauften Estadio Santiago Bernabeu. Tuchel wusste vor dem Spiel: Sein Team brauchte nichts anderes als ein „fantastisches Drehbuch“, damit das „fast Unmögliche“ und damit ein „Fußball-Wunder“ möglich wird.

Dass sich der Klub wegen der Sanktionen gegen Roman Abramovich weiterhin in der Schwebe befindet, half bei der Vorbereitung aber nicht. Der dringend benötigte Besitzerwechsel ist noch immer nicht vollzogen. Die Anreise nach Spanien trat Chelsea mit begrenztem Budget an.

Doch die Gäste schlugen gleich mit ihrer ersten Chance zu. Der Ball landete über Timo Werners Knie vor den Füßen Mounts, der im Eins-gegen-Eins mit Thibaut Courtois keine Nerven zeigte.

Real reagierte zurückhaltend auf den Rückstand, das Tuchel-Team hatte in der Folge die größeren Feldvorteile – allein große Chancen sprangen dabei zunächst nicht heraus. Beide Teams waren auf Vorsicht bedacht und glänzten mit einer hohen Passquote. Benzema, im Hinspiel mit seinem Hattrick der überragende Mann der Madrilenen, war zunächst kaum zu sehen.

Chelsea ging immer mehr ins Risiko und belohnte sich dank Rüdigers wuchtigem Kopfball. Real war nun gefordert und spürbar nervös, Benzema scheiterte per Kopf an der Latte (66.). Zuvor hatte Schiedsrichter Szymon Marciniak aus Polen das vermeintliche 3:0 durch Marcos Alonso (62.) nach einem Eingriff des Video-Assistenten wegen Handspiels zurückgenommen. Nach Werners Treffer wähnten sich die Gäste schon am Ziel, doch die kalte Dusche folgte.

Superstar schließt Millionen-Vertrag ab

Entscheidung gefallen: Haaland verkündet Mega-Deal

BVB-Superstar Erling Haaland hat am Donnerstag mit Blick auf seine Zukunft eine erste weitreichende Entscheidung getroffen und diese über die sozialen Medien verkündet. Nicht wenige glauben, spätestens jetzt auch den nächsten Klub des Norwegers zu kennen.

Der Kampf um die Unterschrift von BVB-Star Erling Haaland ist nicht nur ein Kampf der Vereine, sondern war bis Donnerstag auch einer der Ausrüster. Mit Nike, Puma und Adidas buhlten drei der größten Sportartikelhersteller der Welt um die Gunst des Norwegers. Nun ist klar: Adidas bekommt den Zuschlag.

Unbestritten ist: Für Adidas ist die Haaland-Verpflichtung ein echter Coup. Die deutsche Firma war lange auf der Suche nach einem „neuen Gesicht“ und hat dieses nun gefunden. Neben Kylian Mbappé, der bei Nike unter Vertrag steht, gilt der Norweger als die heißeste Aktie im Weltfußball.

Vom BVB zu Real? Reinier feiert schon

Besonders erfreut über die Wahl des Stürmers dürften die Verantwortlichen von Real Madrid sein, denn der spanische Rekordmeister arbeitet bereits seit 1998 mit Adidas zusammen. Erst 2019 wurde der Vertrag bis 2028 verlängert. Kostenpunkt: über 100 Millionen Euro pro Saison.

Den Königlichen wird reges Interesse am Norweger nachgesagt. Neben Manchester City sollen sie der Klub mit den besten Chancen auf eine Verpflichtung sein. Nicht wenige glauben, dass Haalands Bekenntnis zu Adidas im Poker um seine sportliche Zukunft das Zünglein an der Waage sein könnte.

Zu diesen Personen gehört offenbar auch Dortmunds Real-Leihgabe Reinier. Der Brasilianer feierte Haalands Post mit einem „Vamos“ sowie zwei weißen Herzen und einem Zwinker-Smiley. Auch die Sportzeitung „AS“ titelte bereits: „Adidas bringt Haaland näher“.