Füllkrug spricht über BVB-Rückkehr

Ausgerechnet Niclas Füllkrug entreißt seinem Ex-Verein Borussia Dortmund in der Nachspielzeit den Sieg. Nach seinem Treffer für Werder Bremen zum 2;2 beim BVB spricht der 33-Jährige unter anderem über eine mögliche Rückkehr ins DFB-Team – wenn auch etwas widerwillig.

„Weiß ich nicht. Ich möchte auch nicht so gerne darüber reden“, sagte Füllkrug am „Sky“-Mikro angesprochen auf ein mögliches DFB-Comeback. „Jürgen Klopp hat da einen ganz anderen Weg eingeschlagen und ganz andere Jungs nominiert. Ihm geht es auch um die Zukunft. Das hat er ganz ordentlich beschrieben. Ich bin DFB-Fan. Ich gönne der Nationalmannschaft und jedem Spieler dort alles Beste und freue mich, wenn sie erfolgreich sind.“

Selbst ebenfalls wieder für die Nationalmannschaft aufzulaufen, schloss Niclas Füllkrug aber explizit nicht aus. „Wenn mein Land mich braucht, dann bin ich für mein Land da. Immer. Auch wenn ich 43 bin und noch einer in der Box stehen soll, dann komme ich auch. Aber ich bettle nicht darum und ich fordere nichts. Das wird auch nicht passieren.“

Gegen den BVB gelang Füllkrug in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch der Ausgleichstreffer. Zuvor hatte Ludovit Reis (88.) Werder wieder herangeführt, Daniel Svensson (80.) und Nico Schlotterbeck (85.) trafen ebenfalls spät für die Gastgeber.

„Wenn man so zurückkommt und das Spiel am Ende so gestaltet, dann war heute wieder eine Wahnsinnsbereitschaft da“, sagte Füllkrug.

Am Ende habe Werder „noch eine zweite Luft herausgeholt“ und sei „mutiger geworden“. Er ergänzte: „Du kannst ein ganzes Spiel beim BVB nicht so gestalten wie die letzten 15 Minuten. Dann läufst du ins offene Messer. Bis zum ersten Gegentor hatten wir gut verteidigt. Deswegen bin ich einfach glücklich, dass wir hier mit einem Punkt wegfahren.“

Er selbst habe sich auf die Rückkehr zu seinem früheren Arbeitgeber gefreut. „Vielleicht ein bisschen ungünstig für den BVB: 20.30 Uhr im Signal Iduna Park, da kommt der Champions-League-Fülle raus“, schmunzelte Füllkrug. „Aber es hat sich tatsächlich ein bisschen so angefühlt. Das Schalalala beim Aufwärmen hat mich auch schon wieder motiviert. Das habe ich vermisst. Ganz tolle Atmosphäre. Das ist ein toller Verein, ein tolles Stadion. Den Jubel konnte ich mir trotzdem nicht verkneifen.“

Blitz-Debütant Füllkrug hinterlässt gleich Eindruck

Niclas Füllkrug feiert nach seinem Wechsel bei der AC Mailand ein Blitz-Debüt – und überrascht gleich mal positiv.

Niclas Füllkrug präsentierte voller Stolz die ersten Fotos in Aktion für die AC Mailand, die neue Nummer neun ist im Eiltempo in seiner neuen sportlichen Heimat angekommen. „Perfektes Debüt, perfekter Start ins Jahr“, schrieb der 32-Jährige bei Instagram: „Es war mir eine große Ehre, gleich mein erstes Spiel bestreiten zu dürfen! Ich fühle mich schon wie zu Hause, auch wenn das erste Heimspiel noch bevorsteht – ich kann es kaum erwarten!“

Nur wenige Stunden nach dem offiziellen Vollzug seines Wechsels debütierte Niclas Füllkrug am Freitagabend für die Rossoneri beim 1:0 (0:0) bei Cagliari Calcio – und hinterließ in den ersten Tagen gleich Eindruck. „Wir waren alle überrascht von seiner starken Form im Training in dieser Woche“, schwärmte Sportchef Igli Tare: „Er bringt uns jede Menge Physis und eine starke Präsenz im Strafraum. Noch wichtiger ist aber sein Enthusiasmus.“

Füllkrug sei im engen italienischen Meisterrennen „ein Spieler, der uns helfen wird, unsere Ziele zu erreichen“, so der 52-Jährige weiter. Das deutete er bei seinem Blitz-Debüt nach der Einwechslung für Torschütze Rafael Leao in der 69. Minute bereits an. Mit der Führung im Rücken lief der Neuzugang von West Ham United unermüdlich an, sorgte mit festgemachten langen Bällen für Entlastung – und hätte beinahe sogar gleich den ersten Scorerpunkt verbucht.

Doch Christian Pulisic verpasste nach schönem Steilpass des Deutschen das mögliche 2:0 mit einem schwachen Abschluss (87.). Füllkrug habe es „wirklich gut“ gemacht, sagte Matchwinner Leao.

„Corriere dello Sport“ lobte die „Physis“ des Angreifers, der wie früher Marco van Basten die Nummer neun trägt. Füllkrug soll im Angriff besondere Präsenz ausstrahlen: „Nach der Verletzung von Santiago Gimenez fehlten uns bestimmte Eigenschaften in der Mannschaft“, erklärte Tare den Transfer.

 

Schockdiagnose bei Niclas Füllkrug

Nach ohnehin schwierigen Monaten in der Premier League hat sich Angreifer Niclas Füllkrug kürzlich auch noch eine Verletzung zugezogen. Die Blessur ist offenbar deutlich schwerwiegender als zunächst angenommen.

Wie „Sky“ und die englische „Sun“ schreiben, hat sich der 31-Jährige an der Muskelsehne im hinteren Oberschenkel verletzt.

Durch die Sehnenbeteiligung dürfte die Ausfallzeit gegenüber einer normalen Muskelverletzung deutlich ansteigen. Womöglich könnte Niclas Füllkrug seinem Team West Ham United bis zu drei Monate lang fehlen, heißt es.

Der Angreifer war am Freitagabend bei der 1:2-Pleite im FA Cup bei Ligakonkurrent Aston Villa mit Schmerzen im Oberschenkel schon nach 16 Minuten ausgewechselt worden. „Wir sind alle bei dir, Niclas“, schrieben die Londoner bei X.

Füllkrug hatte sich bereits kurz nach Saisonbeginn an der Achillessehne verletzt. Auch deshalb fand er auf der Insel nie wirklich in die Spur. Bislang steht der ehemalige BVB-Star bei zwei Toren in neun Einsätzen für West Ham.

Wegen seines schweren Stands in London wurde kürzlich über eine mögliche Rückkehr in die Bundesliga spekuliert. Eintracht Frankfurt soll sich nach Informationen von „Sky“ mit dem Nationalstürmer beschäftigt haben. Wegen der schweren Verletzung dürfte ein Füllkrug-Wechsel nach Frankfurt nun aber vom Tisch sein.

Hintergrund für das SGE-Interesse war, dass Omar Marmoush übereinstimmenden Medienberichten zufolge wohl vor einem Wechsel zu Manchester City steht. Die Hessen suchen deshalb nach Ersatz im Sturmzentrum.

Nach Informationen von RTL/ntv und sport.de wartet die Eintracht aktuell auf ein formelles Angebot aus England. RTL hat aber erfahren, dass bereits Verhandlungen stattfinden und man sich mit Marmoush einig ist. Als Ablösesumme waren zuletzt bis zu 80 Millionen Euro im Gespräch. Arnaud Kalimuendo von Stade Rennes gilt derzeit als die erste Option der Eintracht, wenn es um die Nachfolge von Omar Marmoush geht.