Ex-Lions-Star gibt NFL-Rücktritt bekannt

John Cominsky ist zu Beginn des NFL-Jahres bei keinem neuen Team untergekommen. Der ehemalige Defensive End der Detroit Lions war wohl auch nicht aktiv auf der Suche, denn er erklärte zu Wochenbeginn seinen Rücktritt.

Via Instagram verkündete Cominsky seine Entscheidung, die ihm laut eigener Aussage von seinem lädierten Körper aufgezwungen wurde.

„Nach sechs Jahren in der NFL beende ich meine Karriere offiziell aus medizinischen Gründen“, schrieb der ehemalige Viertrundenpick der Atlanta Falcons. „Ich bin stolz auf meine Karriere, habe mir aber eine Reihe von Verletzungen zugezogen,  die meinen Wunsch, weiterzuspielen, überfordern.“

Nach seinen drei Jahren in Atlanta spielte Cominsky zuletzt bei den Detroit Lions. Das Team von Dan Campbell holte ihn 2022 von der Waiver-Liste und teilte ihm für die darauffolgende NFL-Saison eine Schlüsselrolle in der Defense zu. Der Neuzugang häufte damals in 14 Partien unter anderem 30 Tackles und vier Sacks an und zog mit Detroit ins NFC Championship Game ein.

Die Lions belohnten ihn für die starken Auftritte anschließend mit einem neuen Zweijahresvertrag über 8,5 Millionen Dollar. Die Saison 2023 beendete der Verteidiger dann mit elf Starts, 36 Tackles und zwei Sacks.

Die vorherige Spielzeit verpasste Cominsky wiederum komplett. Am zweiten Tag des Training Camps hatte er sich zuvor einen Innenbandriss im rechten Knie zugezogen. Trotz dieses unrühmlichen Endes blickt der 29-Jährige aber voller Demut auf seine NFL-Karriere.

„Ich habe in meiner Zeit als Footballspieler viel gelernt, was mir in Zukunft definitiv zugutekommen wird. Ich hatte das Privileg, viele große Spiele auf der großen Bühne zu bestreiten. Ich stand mit Spielern auf dem Feld, die ich als junger Sportler bewundert habe. Ich habe Hall of Famern die Hand geschüttelt und einige der besten Männer und Frauen der Welt getroffen“, schwelgte Cominsky in den Erinnerungen, die ihm auch nach dem Karriere-Ende niemand nehmen kann.

Contador warnt Pogacar vor „signifikantem Risiko“

Superstar Tadej Pogacar geht in wenigen Tagen zum ersten Mal in seiner Karriere beim Klassiker Paris-Roubaix an den Start. Eine Entscheidung, die viele begrüßen, nicht wenige aber auch hinterfragen. Ex-Profi Alberto Contador zählt den Leuten, die den Slowenen zumindest vor dem Rennen warnen.

Der legendäre Radsport-Klassiker Paris-Roubaix findet in diesem Jahr mit Tadej Pogacar statt. Der Slowene und derzeit beste Fahrer der Welt will sich in der „Hölle des Nordens“ beweisen und zeigen, dass er auch auf den gefürchteten Kopfsteinpflastern eine Klasse für sich ist.

Ex-Profi Alberto Contador freut sich drauf, den 26-Jährigen beim wichtigsten Ein-Tages-Rennen der Saison zu sehen. Gleichzeitig sieht der Spanier aber auch kaum kalkulierbare Risiken auf Pogacar zukommen.

„Es ist ein guter Zeitpunkt für ihn, um bei einem Rennen zu starten, das eine Riesenherausforderung ist“, sagte Contador im „Eurosport“-Interview. Er glaube, der Slowenen habe sich bewusst für einen Start in diesem Jahr entschieden, „weil er in Top-Form“ ist.

„Aber“, warnte der Spanier den Dominator, „es gibt ein signifikantes Sturz-Risiko. Und ein Sturz auf Kopfsteinpflaster ist völlig anders als einer auf geradem Asphalt“. Vor eben jenem Risiko warnten Pogacar auch schon andere Experten. Vor allem, weil ein schwerer Sturz und eine mögliche Verletzung die Tour-de-France-Pläne des Ausnahmefahrers gefährden könnten.

Unklar ist zudem, ob der Slowene seine Qualitäten auf diesem außergewöhnlichen Kurs in Frankreichs Norden überhaupt ausspielen kann. Contador glaubt zumindest, dass Fahrer wie Mathieu van der Poel oder Wout van Aert besser geeinigt und „stärker auf dem Kopfsteinpflaster“ sind.

Nichtsdestotrotz würde er Pogacar als Sieger „nicht ausschließen. Er wird ganz sicher zu den Favoriten gehören“, sagte der frühere Radprofi.

 

Undav in der Krise: VfB-Boss spricht Klartext

Im Top-Spiel gegen Eintracht Frankfurt hat der VfB Stuttgart am Samstag den nächsten Rückschlag kassiert. Torjäger Deniz Undav stand dort einmal mehr sinnbildlich für die Krise der Schwaben. Von Sportvorstand Fabian Wohlgemuth kamen nach der Partie klare Worte.

Hinter Deniz Undav liegen schwierige Wochen. Seit dem 18. Januar hat der Königstransfer des Sommers in der Bundesliga nicht mehr für den VfB Stuttgart getroffen.

Und je länger die Formkrise des Nationalspielers anhält, desto tiefer fällt die Elf von Sebastian Hoeneß aktuell in der Tabelle. Seit Januar sind die Schwaben vom vierten bis auf den zehnten Tabellenplatz abgerutscht.

Im Spiel gegen Eintracht Frankfurt griff Hoeneß nun durch und setzte Undav zum zweiten Mal in Folge auf die Bank. Sport-Boss Fabian Wohlgemuth begründete die Entscheidung gegenüber der „Bild“ danach mit einer klaren Spitze gegen den Stürmer.

Undav habe sich „im Training in den letzten Tagen nicht für die erste Elf angeboten“, urteilte der 45-Jährige. Gleichzeitig war der Sportvorstand bemüht, dem kriselnden Angreifer Mut zuzusprechen.

„Natürlich definiert sich ein Stürmer im Schwerpunkt über Tore und Vorlagen. Wir sind froh, dass wir Deniz im Team haben und wissen, dass er aktuell auf keiner Welle schwimmt. Trotzdem sind wir felsenfest davon überzeugt, dass er bald wieder seine gewohnten Leistungen zeigen wird“, so Wohlgemuth.

Schon vor der Partie gegen die SGE hatte Hoeneß für Undav einen Weg aus dem Formtief skizziert. Doch gelingen könnte der nur mit harter Arbeit.

„Jede Karriere besteht aus Wellen. Jetzt hat er gerade eine Phase, wo die Dinge nicht so leicht von der Hand gehen. Damit muss man umgehen“, betonte der Übungsleiter.

Undav müsse nun dagegenhalten, in dem er „noch fokussierter ans Werk geht, noch intensiver trainiert und noch bewusster für den Umschwung lebt“, forderte Hoeneß.

Beim Kurzeinsatz gegen Frankfurt war von einem neuen Fokus noch wenig zu sehen. Im Pokal-Halbfinale am Mittwoch gegen RB Leipzig (20:45 Uhr) bietet sich nun die nächsten Chance für eine Trendwende – für Undav und den VfB insgesamt.

Liverpool-Star beim FC Bayern gehandelt

Dem FC Bayern könnte im kommenden Transfer-Sommer ein größerer Offensiv-Umbruch ins Haus stehen, der insbesondere die Flügelpositionen betreffen könnte. Die Zukunft von Leroy Sané, Serge Gnabry und Kingsley Coman in München ist offen. Eine Verstärkung für die Außenbahn könnte offenbar vom FC Liverpool an die Isar wechseln.

Laut „fichajes.net“ beschäftigt sich der FC Bayern mit einer Verpflichtung von Cody Gakpo, der aktuell noch bis 2028 vertraglich an den FC Liverpool gebunden ist. Demnach wolle der deutsche Rekordmeister „erhebliche finanzielle Anstrengungen“ unternehmen, um den Oranje-Star im Sommer an die Säbener Straße zu locken.

Das Online-Portal will in Erfahrung gebracht haben, dass der deutsche Branchenprimus bis zu 90 Millionen Euro für den 25-jährigen Offensivspieler auf den Tisch legen wolle. Dieser „beachtliche“ Betrag könnte demnach ausreichen, um die Reds dazu zu bewegen, einem Abschied ihres Leistungsträgers zuzustimmen. Eine finale Entscheidung stehe aber noch aus.

In München sehe man in Gakpo derweil als „ideale Verstärkung“ für die kommende Spielzeit an. Der niederländische Profi sei allerdings noch unentschlossen, ob er die Anfield Road wirklich verlassen möchte. Im Januar 2023 hatte der FC Liverpool rund 40 Millionen Euro hingeblättert, um den 38-fachen Nationalspieler aus Eindhoven zu verpflichten.

Bei der Fußball-WM in Katar 2022 hatte sich der der Niederländer in den Fokus zahlreicher Topklubs gespielt. Schon damals soll FC Bayern seine Fühler nach dem Offensivspieler ausgestreckt haben. Auch Manchester United und Real Madrid zählten angeblich zu den Vereinen, die Gakpo unter Vertrag nehmen wollen.

Das Rennen machte jedoch der FC Liverpool. Für die Reds absolvierte der gebürtige Eindhovener inzwischen 119 Pflichtspiele. 39 Tore und 14 Vorlagen gelangen ihm.

DBB-Team erwischt machbare EM-Aufgaben

Basketball-Weltmeister Deutschland bestreitet seine Spiele in der EM-Vorrunde im finnischen Tampere und entkommt in der Gruppenphase einem Duell mit den großen NBA-Stars. Das ergab die Auslosung für das Turnier in diesem Sommer (27. August bis 14. September) im lettischen Riga.

Die deutschen Gegner in der Gruppe B sind Co-Gastgeber Finnland, Großbritannien, Litauen, Schweden und Montenegro. Gemeinsam mit Litauen ist das Team um Kapitän Dennis Schröder Favorit auf den Gruppensieg. Gespielt wird am 27., 29. und 30. August sowie am 1. und 3. September. Ab dem 6. September beginnt dann die K.o.-Runde, die ab dem Achtelfinale komplett in Riga stattfinden wird.

Das Erreichen der Endrunde, für das ein Platz unter den ersten Vier der Gruppe reicht, gilt für die Auswahl von Bundestrainer Alex Mumbru nicht mal als Minimalziel. Am Vormittag hatte die Telekom mitgeteilt, dass die deutschen Partien nicht nur bei MagentaTV, sondern dank einer Sublizenz auch bei RTL zu sehen sind.

Deutschland erwischte nicht nur mit Blick auf die Vorrunde ein Glückslos: Die Mitfavoriten Spanien, Frankreich, Griechenland und Slowenien befinden sich allesamt in der anderen Turnierhälfte und können frühestens im Viertelfinale deutscher Gegner werden.

Spanien und Griechenland mit NBA-Star Giannis Antetokounmpo spielen in Limassol in Zypern gegeneinander. Olympia-Silbergewinner Frankreich und Slowenien mit Luka Doncic duellieren sich im polnischen Kattowitz.

Bundestrainer Mumbru dürfte zum Großteil auf die Weltmeister von 2023 setzen. Neben Spielmacher Schröder setzt der Coach große Hoffnungen auf Jungstar Franz Wagner sowie die Routiniers Daniel Theis und Johannes Voigtmann. Moritz Wagner wird dem Team verletzungsbedingt fehlen.

 

Pogacar startet 2025 erstmals bei Paris-Roubaix

Wochenlang rankten sich Gerüchte um eine mögliche Teilnahme vom dreimaligen Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar beim Rad-Klassiker Paris-Roubaix. Obwohl sein Team einen Start zunächst dementierte, gibt es jetzt das offizielle Statement: Pogacar startet erstmals in der „Hölle des Nordens“ und trifft dort auf Weltmeister Mathieu van der Poel.

Fünf sogenannte Monumente gibt es im Radsport – an vier der großen Klassiker hat Radstar Tadej Pogacar bereits teilgenommen. 2025 macht er diese Liste nun voll mit seinem Debüt bei Paris-Roubaix.

Im Februar heizte der dreimalige Sieger der Tour de France die Gerüchteküche an, indem er bei Instagram ein Bild einer Trainingssession postete. Nicht irgendwo, sondern im Wald von Arenberg – einer Schlüsselstelle des Klassikers, der für seine berüchtigten Kopfsteinpflaster-Abschnitte bekannt ist.

Womöglich waren diese auch der Grund, warum bei Pogacars Team UAE wenig Begeisterung über die Pläne des Slowenen herrschte. „Paris-Roubaix steht momentan überhaupt nicht in den Plänen, die wir mit ihm haben“, stellte Marco Marcato, Sportlicher Leiter von UAE Emirates, am Rande der Tour of Oman gegenüber dem niederländischen Portal „wielerflits.nl“ klar.

Doch Pogacar hat sich wohl durchgesetzt. Denn UAE Emirates-XRG gab am Mittwoch die Teilnahme Pogacars bei Paris-Roubaix am 13. April bekannt.

Damit wird es 2025 gleich drei Monument-Duelle zwischen Pogacar und dem amtierenden Weltmeister Mathieu van der Poel geben. Der Niederländer setzte sich gegen Pogacar bei Mailand-Sanremo durch, Pogacar landete als Dritter auf dem Treppchen. Eine gute Woche vor der „Hölle des Nordens“ treffen die beiden Rad-Giganten bei der Flandern-Rundfahrt am 06. April aufeinander.

Pogacar sammelte in seiner Karriere bisher sieben Siege bei den Monumenten des Radsports: Vier Siege bei der Lombardei-Rundfahrt, zwei bei Lüttich-Bastogne-Lüttich und einen bei der Flandern-Rundfahrt. Bei Paris-Roubaix könnte der Slowene also seiner eh schon gewaltigen Sammlung einen weiteren Sieg hinzufügen.

Van der Poel wird es ihm aber nicht leicht machen. Denn der Niederländer schlug Pogacar nicht nur in San Remo, sondern ist auch in den letzten beiden Ausgaben in Roubaix ungeschlagen.

Für den Start beim Klassiker musste Pogacar seinen Rennkalender etwas umstellen. Das E3 Saxo Classic und Gent-Wevelgem, die beide Ende März ausgetragen werden, sind im Gegensatz zur ursprünglichen Planungen nicht mehr im Programm des Slowenen dabei.

 

Cam Ward mit klarer Botschaft an die Titans

Cam Ward wird beim kommenden NFL Draft gewiss zu den Top-5-Picks der ersten Runde gehören. Der Quarterback selbst glaubt sogar, dass Commissioner Roger Goodell seinen Namen am 24. April (Ortszeit) als Erstes ausruft.

Die Tennessee Titans besitzen im nächsten Draft den allerersten Pick. Das Team aus Nashville ist zudem auf der Suche nach einem Franchise-QB. Nach dem Pro Day am Montag in Miami geht Ward indes davon aus, dass der AFC-South-Vertreter ihn an Position eins picken wird.

„Ich habe ihnen gesagt, dass ich es heute eintüten werde“, verkündete der 22-Jährige auf der Website der Titans. „Sie hatten endlich die Gelegenheit, mich persönlich werfen zu sehen und ich werde hoffentlich noch einmal die Chance bekommen, vor ihnen zu werfen. Sie haben in Tennessee ein tolles Gebäude und ein tolles Trainerteam. Ich war einfach glücklich, zum ersten Mal vor ihnen werfen zu können.“

Ward weiß allerdings auch, dass es keine Garantie dafür gibt, dass er tatsächlich in der „Music City“ landet. „Ich kann nur kontrollieren, was ich kontrollieren kann. Ich kann die Karte nicht selbst abgeben. Wenn Tennessee mich holt, bin ich auf jeden Fall froh, dabei zu sein. Aber am Ende bin ich einfach bereit zu sehen, wo ich lande, vielleicht in Tennessee, Cleveland oder New York“, sagte der gebürtige Texaner.

Die Titans ließen ihrerseits aber keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie großes Interesse an Ward haben. Laut Cam Wolfe von „NFL Network“ entsendete Tennessee das größte Aufgebot aller NFL-Teams zum Pro Day in Miami. Headcoach Brian Callahan unterhielt sich zwischendurch beispielsweise mit dem Signal Caller und war im Anschluss voll des Lobes.

„Mann muss ihn einfach mögen. Man merkt, dass er aus einer wirklich guten Familie stammt und gut erzogen wurde. Er hat einen tollen Charakter, man kann sich gut mit ihm unterhalten und es macht Spaß mit ihm zusammen zu sein“, berichtete der Titans-HC.

Ward habe zudem vor Ort bestätigt, was die Titans zuvor nur auf den Aufnahmen sahen. „Man sieht, wie der Ball aus seinen Händen kommt, man sieht seine Beinarbeit, seinen Körper, wie der Ball fliegt. Das sind alles Dinge, die man gerne live sieht“ ergänzte Callahan.

 

Hauptrundensieger Ingolstadt wackelt bedenklich

Der ERC Ingolstadt hat das Momentum im Kampf um den Einzug ins Halbfinale der DEL-Playoffs endgültig verloren und eine bittere Pleite in der Overtime kassiert.

Der Hauptrundensieger verlor gegen die Nürnberg Ice Tigers mit 2:3 (1:0, 1:1, 0:1, 0:1) und musste durch die zweite Niederlage in Folge den 2:2-Ausgleich in der Best-of-seven-Viertelfinalserie hinnehmen.

Jeremy McKenna traf nach 64 Minuten entscheidend für Nürnberg, am Mittwochabend (19.30 Uhr/MagentaSport) kommt es zum möglicherweise richtungsweisenden fünften Spiel in Ingolstadt. Zuvor war der ERC dank der Überzahltreffer von Wayne Simpson (17.) und Ken Agostino (38.) zweimal in Führung gegangen, Will Graber (22.) und Constantin Braun (52.) glichen jeweils aus.

Das klar favorisierte Ingolstadt ist somit früh in der heißen Saisonphase der Deutschen Eishockey Liga unter Druck. Nürnberg, das die Hauptrunde auf Rang acht beendet hatte, rettete sich erst über die Pre-Play-offs ins Viertelfinale – und schnuppert dank McKenna nun an der Sensation.

Ähnlich schwer wie Ingolstadt taten sich die Eisbären Berlin beim Overtime-Krimi gegen die Straubing Tigers, doch der Meister steht nach einem 4:3 (2:0, 1:2, 0:1, 0:0, 1:0) kurz vor dem Einzug ins Halbfinale. Der Mannschaft von Trainer Serge Aubin gelang in der zweiten Verlängerung nach 83 gespielten Minuten der dritte Sieg im vierten Spiel der Serie gegen Straubing.

Nach der 1:2-Niederlage in Spiel drei erlöste Korbinian Geibel den zehnmaligen Meister am Sonntagabend mit seinem spielentscheidenden Treffer. Damit kann der Titelverteidiger am Dienstagabend (19.00 Uhr/MagentaSport) die Serie vor heimischer Kulisse für sich entscheiden.

Welches Team in einem möglichen Halbfinale auf wen treffen könnte, ist noch offen. Die Paarungen ergeben sich aus den Hauptrundenplatzierungen der verbliebenen Teams.

Beim FC Bayern beginnt das große Neuer-Zittern

Manuel Neuer hat sich im Aufbautraining erneut an der Wade verletzt: Der Torhüter des FC Bayern fällt wohl länger aus als erwartet.

Die unangenehme Nachricht des FC Bayern zum Gesundheitszustand von Manuel Neuer bestand nur aus zwei Sätzen. Der Torhüter und Kapitän, so der Kern der Botschaft der Münchner, „wird in den kommenden Tagen erneut eine Trainingspause einlegen“.

Wie lange diese Pause andauern wird, wollte der deutsche Rekordmeister nicht verraten. Nach Informationen von „Sky“ und „kicker“ wird der bald 39-Jährige aber frühestens im Hinspiel des Viertelfinales der Champions League am 8. April gegen Inter Mailand wieder einsatzbereit sein.

„Es wäre natürlich besser, er könnte spielen“, sagte der ehemalige Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Rande des Turniers der „Infinity League“ am Samstag in München.

Daran aber ist zumindest für die Spiele gegen den FC St. Pauli (29. März) und beim FC Augsburg (4. April) nicht zu denken: Neuer, der sich im Hinspiel des Achtelfinales der Champions League gegen Double-Gewinner Bayer Leverkusen am 5. März (3:0) beim Jubeln einen Muskelfaserriss in der rechten Wade zugezogen hatte, erlitt einen Rückschlag.

Es sei zu einer „Reaktion in der Muskulatur der Wade“ gekommen“, teilte der FC Bayern mit. Im Aufbautraining soll sich Neuer erneut einen Muskelfaserriss zugezogen haben. Aber „zum Glück“, sagte Rummenigge, „haben wir jetzt in totum vier Torhüter.“

Neuer wurde seit dem Malheur gegen Leverkusen vom im Winter verpflichteten Jonas Urbig vertreten, darüber hinaus stünden Trainer Vincent Kompany der wiedergenesene Daniel Peretz und Sven Ulreich zur Verfügung. „Wir werden auf jeden Fall einen Torhüter haben“, ergänzte Rummenigge.

Urbig musste am vergangenen Donnerstag aus dem Quartier der deutschen U21-Auswahl abreisen – wegen einer nicht näher definierten Fußverletzung. Es soll sich freilich nur um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt haben. Der 21 Jahre alte Schlussmann hatte Neuer zunächst auch im Rückspiel gegen Leverkusen und beim 2:3 gegen den VfL Bochum vertreten, beim folgenden 1:1 in der Bundesliga bei Union Berlin unterlief ihm dann ein Patzer, der zum späten Ausgleich führte.&nbsp

Startelf-Plan des BVB aufgedeckt

Auf Borussia Dortmund wartet nach der Länderspielphase eine knifflige Aufgabe in der Bundesliga: Zum Abschluss des 27. Spieltags empfängt der BVB den aktuellen Tabellendritten Mainz 05 (30. März, 17:30 Uhr). Schon jetzt kursieren Überlegungen, auf welche Spieler Cheftrainer Niko Kovac setzen könnte.

Winter-Neuzugang Carney Chukwuemeka winkt im Heimspiel des BVB gegen Mainz 05 sein erstes Startelf-Mandat. Das berichtet „Sky“.

Der Mittelfeldspieler sei fit und nutze aktuell die Länderspielphase, um in Form zu kommen. Letzte Fitness-Zweifel soll der 21-Jährige in der kommenden Trainingswoche ausräumen, heißt es beim TV-Sender.

Bislang hat der Leihspieler des FC Chelsea noch keine Argumente geliefert, warum ihn der BVB am Saisonende per Kaufoption fest verpflichten sollte. Angeblich sollen 35 Millionen Euro Ablöse fällig werden. Die gewöhnlich gut informierten „Ruhr Nachrichten“ hatten unlängst berichtet, dass die Dortmunder Verantwortlichen schon jetzt die Entscheidung getroffen hätten, die Klausel nicht zu ziehen.

Denn: Der Mittelfeldakteur kam im BVB-Dress bisher erst fünfmal zum Einsatz, verbuchte dabei insgesamt aber nur eine Spielzeit von 62 Minuten. Der in Österreich geborene Engländer war Cheftrainer Niko Kovac erst wegen Knieproblemen, dann wegen muskulärer Probleme keine Option. Zwischendurch reichte es nur für Kurzeinsätze.

Die Chance auf die Startelf bietet sich Chukwuemeka vor allem, da Marcel Sabitzer aufgrund einer Innenbandverletzung ausfällt. Auch der inzwischen ins Training zurückgekehrte Felix Nmecha ist knapp zwei Monate nach seiner gegen Werder Bremen erlittenen Bänderverletzung noch keine Option.

Zurück in den Kader der Borussia für das Spiel gegen Mainz wird unterdessen Linksverteidiger Daniel Svensson kehren, so „Sky“. Der Schwede hatte sich im Champions-League-Spiel gegen den OSC Lille eine Knieverletzung zugezogen, nun konnte er wieder das Lauftraining aufnehmen.