Edwards schießt Miami ab – Doncic lässt Muskeln spielen

Mit elf Spielen ist die NBA mit Vollgas in die Saison gestartet. Nach dem Saisonauftakt am Dienstag hielten die Partien am Mittwoch allerhand Gesprächsstoff bereit. Dazu zählten die Auftritte von Anthony Edwards, Debütanten an unterschiedlichen Orten und nahezu perfekte Saisonstarts der Toronto Raptors und der Portland Trail Blazers.

Wer war das noch mal? Eine Lücke auf der Point-Guard-Position müssen die Memphis Grizzlies nach dem Abgang ihres Stars scheinbar nicht befürchten. Grund zu dieser Annahme bot Ty Jerome, der mit einem Career-High von 45 Punkten gegen die Utah Jazz in die Saison startete.

17/25 Field Goals, 7 Rebounds und 6 Assists kamen ebenfalls für Jerome hinzu, der große Teile der vergangenen Saison verletzungsbedingt verpasst hatte. 5 von 10 seiner Dreier verwandelte der spielfreudige Guard. Einen davon ließ er im vierten Viertel vom Grizzlies-Logo im FedExForum fliegen und die 17.276 Zuschauer nach dem Treffer ausflippen.

Die leidgeprüften Grizzlies-Fans, die 57 Niederlagen in der Vorsaison über sich ergehen lassen mussten, honorierten den gelungenen Saisonstart und Jeromes Sahnetag mit „MVP“-Rufen.

Die große Bühne: Für Anthony Edwards gibt es einfach nichts Schöneres. Das zeigte der Ant-Man beim eindrucksvollen 131:106-Auftaktsieg der Minnesota Timberwolves bei den Miami Heat. Im ersten landesweit übertragenen Spiel der Saison für die Timberwolves wurde er – und nicht Giannis Antetokounmpo zur Hauptattraktion – und das ließ er die Heat und die Fans der Heimmannschaft gleich mehrfach lautstark wissen.

Denn mit insgesamt 45 Punkten gab es für den Superstar kein Halten bei ihm. Den Heat schmiss er Wurf um Wurf um die Ohren. 16/29 aus dem Feld lautete seine Ausbeute aus dem Feld. Noch besser lesen sich 9 Treffer von der Dreierlinie bei 17 Versuchen. Da wurde sein Double-Double dank der 10 Rebounds zur Randnotiz.

Edwards‘ Saisonstart hatte zudem historische Züge: Durch seinen Sahnetag wurde er erst zum dritten Spieler in der Ligageschichte, der im Season Opener mehrfach in seiner Karriere 40 Punkte auflegen konnte. Gemeinsam mit Wilt Chamberlain und Michael Jordan bildet er in dieser Hinsicht nun ein historisches Trio.