LeBron: „Dann weiß ich, dass ich fertig bin“

Nach dem Playoff-Aus der Los Angeles Lakers gegen die Oklahoma City Thunder war die 23. NBA-Saison von LeBron James beendet. Wie viele Spielzeiten der Superstar der besten Basketball-Liga der Welt noch erhalten bleiben wird, ist offen. Aktuell lodert das Feuer in dem 41-Jährigen aber offenbar noch zu sehr, um über ein Karriereende nachzudenken.

„Verdammt nochmal, ja“, antwortete LeBron James im „Time“-Interview auf die Frage, ob seine Motivation in der NBA zu spielen nach wie vor vorhanden wäre: „Ich sitze hier und rede mit Ihnen. Ich habe keine Stimme mehr, in einer Stunde habe ich Training. Glauben Sie, ich hätte keinen Spaß mehr? Ich könnte zu Hause sitzen, mit einer Wärmflasche am Hals, einen verdammten Hot Toddy trinken und Rührei essen.“

Früher oder später wird sich der 41-jährige Altmeister von den Los Angeles Lakers mit einem Ende seiner langen und erfolgreichen NBA-Laufbahn auseinandersetzen müssen. Für den Mann aus Ohio ist aber bereits jetzt klar, wann der Zeitpunkt für ihn gekommen sein wird, sich aus dem aktiven Sport zurückzuziehen.

Die Entscheidung über ein Karriereende „hängt vom Kopf ab“, betonte er: „Wohin der Kopf geht, folgt der Körper. Wenn ich es nicht mehr liebe, an Spieltagen fünf Stunden vorher in die Arena zu kommen, um mich vorzubereiten, wenn ich es nicht mehr liebe, zweieinhalb Stunden vorher zum Training zu gehen, dann weiß ich, dass ich fertig bin. Denn dann fange ich an, das Spiel zu betrügen.“

Dass der Ausnahmekönner noch ein 24. Jahr in der NBA dranhängt, scheint also sicher. Bei welchem Team der Routinier dann unter Vertrag stehen wird, ist aber offen. Eine Entscheidung über seine Zukunft wolle er nach eigenen Angaben Ende Juli beziehungsweise im August treffen. Ab dem 6. Juli dürfen Teams Free Agents unter Vertrag nehmen. Neben den Lakers wurden zuletzt die Golden State Warriors und Cleveland Cavaliers gehandelt.

Wie Marc Stein und Jake Fischer für The Stein Line jüngst berichteten, haben gerade die Warriors „echtes Interesse“ an einer Verpflichtung des Altstars. Allerdings werde in Ligakreisen „gemeinhin angenommen, dass seine bevorzugte Wahl“ ein Verbleib in Los Angeles sei.